Hilfe der Crash kommt... (bald?)

  • Die hatte ich berücksichtigt, aber auf den falschen Zinssatz. Korrekt ist der Vergleich mit 1,0% BauFi zu 3,96% Festgeld. Dann landet man nämlich bei 3,0% nach Steuern und macht somit 2% Gewinn.

    Das ist ein sehr gutes Geschäft und vermutlich das erste und letzte Mal in unserem Leben, das sowas möglich ist :thumbup:.

    Alles über 1% Differenz (netto) würde ich auch machen. Bei weniger wäre mir das Risiko einer Änderung in der Steuergesetzgebung zu hoch.

  • Ich hatte ein Angebot für entweder 1,1% auf 10 Jahre oder 1,65% auf 15 Jahre. Habe mich für die 10 Jahre entschieden. Möglichst schnell weg mit den Schulden war die Devise.

    Bei meiner laienhaften Rechnung kam raus, dass die Zinsen für die Anschlussfinanzierung auf ca. 7% steigen müssten, damit sich das 15 Jahre Angebot lohnen würde (was ich für unwahrscheinlich hielt).

    Es gibt Rechner zu dieser Frage.

    7% erscheint mir etwas hoch, aber grundsätzlich wird der Spielraum durch die schnellere Tilgung unterschätzt. Wenn die Zinsen Ende 2031 bei maximal 3% liegen, haben wir mit der kurzen Zinsbindung gewonnen. Sieht aktuell eher nicht danach aus, aber in über 5 Jahre kann noch eine Menge passieren. Selbst wenn es dann auf 3,5% oder 4% rauslaufen sollte...der Weltuntergang wird das nicht, wenn man seine Restschuld halbwegs im Griff hat.

  • Indem man eine Baufinanzierung von unter 1% hat, die Tilgung auf ein Minimum zurück geschraubt hat und die Differenz + Sondertilgungen in Festgelder schiebt. Bei einer Immobilienfinanzierung mit 1% und Festgeld mit 3,27% macht man einen Gewinn von 2% bei der Anlage vs. Tilgung.

    Genau. In unserem Fall 0,54% auf 15 Jahre (von denen inzwischen natürlich schon einige um sind), und eine Finanzierung mit flexibler Rate (bei der ING standardmäßig dabei). Wobei wir nur die Ratendifferenz anlegen, Sondertilgungen brauchen wir nicht, weil wir nach den 15 Jahren zum Ende der Zinsbindung ohnehin fertig sind.

    Wir haben damit angefangen, als die Zinsen 2022 hoch gingen. Da war zwar noch sehr viel Laufzeit bei der Zinsbindung übrig, aber ETF wäre uns trotzdem zu viel Risiko gewesen. Auch so wird bzw. ist die Ersparnis fünfstellig, und wir sind inzwischen an dem Punkt, wo wir mit unserer Immobilienfinanzierung Geld verdienen. 😁

    Na ja, es ist immer noch teurer, als wenn wir fünf Jahre früher gekauft hätten, aber irgendwas ist ja immer…

  • Wer damals nur 10 Jahre Zinsbindung genommen hat, ist auch selbst schuld. Wenn man bei den damaligen Zinsen noch versucht hat, die letzten 0,0x Prozentpunkte mehr raus zuholen, war man schlichtweg zu geizig.

    Ja, wir haben bewusst so finanziert, dass zum Ende der Zinsbindung auch alles abbezahlt ist. Das sind bei uns nur 15 Jahre, aber selbst 30 Jahre gab es damals für 1,x %!

  • Das ist ein sehr gutes Geschäft und vermutlich das erste und letzte Mal in unserem Leben, das sowas möglich ist :thumbup:.

    Alles über 1% Differenz (netto) würde ich auch machen. Bei weniger wäre mir das Risiko einer Änderung in der Steuergesetzgebung zu hoch.

    Zeitweise gab es bei der PBB Direkt (ich weiß, eher Wackelkandidat, aber deutsche Einlagensicherung) 4,25% auf 10 Jahre mit Zinseszinseffekt und Versteuerung erst am Ende. Die haben wir mitgenommen, das lohnt sich schon ziemlich.

    Klar, ETF hätte sich Stand heute noch mehr gelohnt, aber wir wollten bei unserer selbstgenutzten Immobilie kein Aktienrisiko.

  • Zeitweise gab es bei der PBB Direkt (ich weiß, eher Wackelkandidat, aber deutsche Einlagensicherung) 4,25% auf 10 Jahre mit Zinseszinseffekt und Versteuerung erst am Ende. Die haben wir mitgenommen, das lohnt sich schon ziemlich.

    Ach die…wurde fast nicht im Forum hier erwähnt. Meine Frau hat eine Anleihe von denen. DE000A382665

    Die Bank dürfte schon noch 2 Jahre durchhalten.

  • Ich bin kein Profi Analyst. Aber ich denke, dass die reine Fokussierung auf diese Meeresenge nicht viel bringt. Viel entscheidender ist doch, dass die Verschuldung und die Zinsen steigen werden. Die Probleme dürften Trump irgendwann über den Kopf wachsen und dann probiert er es wieder mit irgendwelchen einfachen und dummen Lösungen, wodurch alles noch schlimmer wird. Das sagt mir zumindest mein Bauchgefühl. Der Wachstum der letzten Jahre beruhte darauf, dass wir einen kaum eingeschränkten Welthandel hatten. Dieser ist doch jetzt schon ganz stark eingeschränkt. Bislang haben wir ja immer nur ganz leichte Kuss-Korrekturen gesehen.

  • Bislang haben wir ja immer nur ganz leichte Kuss-Korrekturen gesehen.

    Prognosefrei Investieren heißt das Zauberwort. Du schwimmt nach deiner Festlegung des persönlichen Risikoprofils dann gedankenlos mit.

    Bei deinen hier geänderten Bedenken gehe doch einfach auf 40/60 und mache bis auf DEN Tag im Jahr nichts mehr.

    Kann dein Geburtstag sein…..Oder egal…

    An dem Tag machst du ein maschinenartiges Rebalancing….

    Das wars. Du nimmst den Kommer-ETF…das wars…

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