Weiß man so auch wieder nicht, gerade China ist uns bei erneuerbaren Energien und E-Autos davon gefahren. Es bleibt spannend…. Vermutlich wird auch der nächste US Präsident erkennen müssen, dass Bodenschätze endlich sind und die Naturkatastrophen teilweise menschengemacht sind. Indien kann ich nicht so wirklich einschätzen, kann mich an pulsierende Städte, aber auch an Gegenden, die wohl im Mittelalter stehen geblieben sind, erinnern.
Klar, China ist bei erneuerbaren Energien und E-Autos weit vorne, aber das heißt ja nicht automatisch, dass die Nachfrage nach Öl einfach verschwindet. Es gibt genug andere Branchen, die weiterhin massiv auf günstige Energie angewiesen sind – Chemie, Transport, Industrie insgesamt. Und solange Öl billig ist, wird es auch genutzt.
Und selbst wenn China irgendwann weniger relevant wird: Dann kommt eben der nächste große Nachfrager. Schwellenländer, Entwicklungsländer oder einfach Regionen, die gerade erst anfangen, Wohlstand aufzubauen, denn Wohlstand entsteht fast immer über steigenden Energieverbrauch und günstige Energie spielt dabei eine zentrale Rolle. Ich denke da z. B. an viele Länder in Afrika, die aktuell genau an diesem Punkt stehen. Die wollen wachsen, industrialisieren und aufholen. Und wenn dafür günstiges Öl verfügbar ist, werden sie das ziemlich sicher nutzen. Daher gehe ich davon aus, dass die Öl-Ressourcen auf diesem Planeten bis zum letzten Tropfen aufgebraucht werden, egal ob wir in D Verbrenner fahren oder E-Auto.
Daher, und damit zurück zum eigentlichen Thema: Ein „Crash“ wird, wenn überhaupt, nicht von heute auf morgen passieren. Das ist eher ein schleichender Prozess über Jahre (Stagflation). Öl ist nach wie vor der Motor der Weltindustrie. Und gerade wenn man bedenkt, wie viel Infrastruktur aktuell zerstört wird oder bereits beschädigt ist, wird es lange dauern, bis sich das wieder normalisiert.
