ETF Sparplan beenden?

  • Ich habe mich vor einiger Zeit schon einmal wegen dieser Frage an das Forum gewandt:

    Ich bin 72 und habe einen ETF-Sparplan über 200 €. Was empfehlen mir Sachkundige zur Weiterführung oder Beendigung des Sparplans.

    Leider erhielt ich nur unqualifizierte Antworten wie: Willst du reichster Mann auf dem Friedhof werden usw.

    Ich habe auf Wunsch meine weiteren Anlagen genannt: ETF 60k, Tagesgeld 100k, Festgeld 40k.

    Leider habe ich keine hilfreicheren Antwort bekommen.

    Jetzt versuche ich es nochmal.

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  • Man müsste schon wissen wie viel Geld du wohl brauchst oder was du so vor hast.

    Aber allgemein gesprochen:

    200k ist einiges und man wird im Alter nicht fitter. Ich würde anfangen das Geld auszugeben und es mir gut gehen zu lassen.

  • Wie sah denn die erste Anfrage aus ?

    Ich habe einen ETF-Sparplan von monatlich 200€. Bin 71 Jahre alt, und überlege, ob ich den Sparplan aufgrund meines Alters nicht beenden sollte. Der ETF auf den MSCI-World steht zu Zeit sehr gut da, und deshalb frage ich, ob ich ebenfalls wegen meines Alters das Geld jetzt anders anlegen sollte. Vielen Dank für eine helfende Antwort.

    Und da muss ich Achim auch mal Recht geben:

    Solange Du mit persönlichen Daten mauerst und auf Rückfragen nicht eingehst, kannst Du keinen Ratschlag erwarten.

  • silvercloud ... wenn du dir über deine Ziele im Klaren bist, dann kannst du dir die Frage vermutlich selbst beantworten.

    200 Euro machen den Kohl nicht fett. Wenn du das Geld zum Leben nicht brauchst, spare weiter oder gönn dir was oder mach andere damit glücklich ..........

    Wenn dir deine Rücklagen für die Herausfordungen der Zukunft reichen (hast du ein Haus, für das du Rücklagen brauchst, brauchst du bald ein anderes Auto, .....) dann geb dein Geld aus.
    Wenn du nicht weißt, was mit dem Geld anfangen spare einfach weiter.

    Ohne Eckdaten ist es tatsächlich schwierig, dir einen "sachkundigen" Rat zu geben.

    "Alter" allein ist leider keine tragfähige Grundlage für einen Rat.

  • silvercloud 4. Mai 2026 um 16:21

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  • Warum jetzt stoppen? Du brauchst das Geld nicht, wahrsvheinlich aktuell keine großen Ziele - das Sparplangeld kann je nach Gesundheit/Genen noch 15 Jahre+ Rendite abwerfen.

    Falls die jemand gesagt haben sollte, ETF sind nichts für Senioren - das stimmt nicht. Wer ca 15 Jahre vor sich hat, soweit absehbar, kann investieren. Ob das dann mit der Lebenszeit so kommt, wissen Jüngere auch nicht.

    https://www.focus.de/finanzen/angst…11ace4b669.html

  • Was für ein Ziel verfolgst du mit dem Sparplan.

    silvercloud
    An die Frage hänge ich mich mal dran.

    Weil erst, wenn Du darauf eine Antwort lieferst, kann man einigermaßen sicher sagen, ob ein Sparplan weiter Sinn macht oder eher nicht.
    Unter Umständen könnte es auch Sinn ergeben jetzt einmalig z.B. 24.000€ aus dem Tagesgeld zu nehmen und in den ETF zu investieren und dann die 200€-Sparrate im Monat zu nutzen um langsam wieder den Tagegeldteil aufzustocken. Frei nach dem Motto 'Time in the market beats timing the market'.:/

    Grundsätzlich ist ein Sparplan langfristig 'risikoreicher' als eine entsprechende Einmalinvestition.
    Siehe z.B. hier: https://guidingdata.com/risiko-etf-sparplaene/
    oder auch hier:
    https://www.finanzen-erklaert.de/500-000-euro-i…oder-auf-raten/
    Geld was man ohnehin zu investieren gedenkt, sollte man ASAP auch investieren. Vor allem wenn man es bereits hat und auch absehbar nicht benötigt.

    PS: Sei froh, dass es Dir offenbar auch in Deinem Alter weiter möglich ist zu sparen. Vergiss aber nicht, dass man sich Zeit auch mit allem Geld der Welt nicht kaufen kann.

  • Ich bin 72 und habe einen ETF-Sparplan über 200 €. Was empfehlen mir Sachkundige zur Weiterführung oder Beendigung des Sparplans.

    Leider erhielt ich nur unqualifizierte Antworten wie: Willst du reichster Mann auf dem Friedhof werden usw

    So ganz unqualifiziert sind die Antworten vielleicht ja auch nicht.

    Du bist aktuell 72, das heißt, Du bist vermutlich in Rente.

    In der Rente ist es bei den meisten Leuten so, dass sie ihr Depot allmählich ENTsparen und nicht weiter ANsparen.

    Wenn Du wirklich soviel Rente (und sonstige Einkünfte) hast, dass Du es nicht schaffst, dieses Geld zum Leben auszugeben und sogar noch 200 EUR ETF-Sparrate monatlich drin sind, ja, dann bist Du auf dem besten Weg, der reichste Mann auf dem Friedhof zu werden. Es sei denn, Du sparst für etwas wie z.B. Pflegebedürftigkeit gezielt an, damit Du Dir z.B. wenn Du irgendwann Hilfe benötigst die 24-Stunden-Betreuung im eigenen Haushalt statt im Pflegeheim leisten kannst.

    Also ja, auch ich habe mir die Frage gestellt, wofür sparst Du weiter 200 EUR im Monat an? Möchtest Du es vererben? Einen Partner oder eine Partnerin für später absichern? Oder ganz was anderes?

    Und ist das wirklich "übriges" Geld oder schränkst Du Dich vielleicht auch ein und gönnst Dir manche Dinge (z.B. Reisen oder sonstigen Konsum / Komfort im Leben) nicht, um weiter sparen zu können?

  • silvercloud 4. Mai 2026 um 17:31

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  • Leider habe ich keine hilfreicheren Antwort bekommen.

    Die wird Dir auch niemand geben können.

    Was hast Du mit dem Geld vor und über welchen Zeitraum?

    Sprich, sind die 200€, die Du derzet übrig hast, (ab Einzahlungszeitpunkt) für die kommenden 10 Jahre übrig. Und zwar unabhängig davon, passieren mag? Nur dann sollte ein Invest in den ETF genauso risikreich sein wie das Sparen auf den Tagesgeld, aber gleichzietig mehr Renditechancen bieten. Die Fragem warum Du das möhctest, ist für die ja unqualifiziert, für mich mit 56 ist es das heute schon, da ich nicht für meine lachenden Erben spare sondern für mich und u.U. für direkt von mir finanziell abhängioge Personen.

    Die vorhandenen (schwankungsarmen) 140k€ sind viel Geld (der ETF unterliegt, genauso wie neu in ihn invetsiertes Geld, Marktschwankungen, die Dir niemand vorhersagen kann), können aber trotzdem, je nach sonsitgen Einnahmen und ggf. schlechter verlaufendem Gesundheitszustand wie erhofft, innerhalb von ein paar Jahren Pflege/Pflegeheim aufgebraucht sein.

    Als Single mag Dir das egal sein, mit Partnerin, die ggf. von Deinen Einnahmen mit abhängig ist, wäre es mir dies nicht.

  • Gibt es einen Enkel, der sich über 200€ im Monat freut? Für den wäre es viel Geld das im einen leichteren Start verhelfen kann.

    Während es für dich ja anscheinend eine Belastung ist.

    Ja, mich macht das auch irgendwie traurig. Ich glaube, wenn ich dieses „Problem“ hätte, würde ich mir was Wohltätiges in der Umgebung suchen, wo ich direkt sehen kann, dass 200€ viel Geld sind.

    Vor vielen Monaten hat einer der umtriebigeren Mitforisten in einem anderen Thread Ähnliches vorgeschlagen, das fand ich richtig gut!

  • Ich würde von der persönlichen Lebenserwartung aus rückrechnen:

    Sind die Pflegekosten gedeckt?

    Sind die Kosten der Lebenshaltung gedeckt?

    Sind außergewöhnliche Belastungen gedeckt?

    Wenn ja, Geld verprassen. Wenn nein, weiter sparen (aber unter 15 Jahren Restlebenserwartung kein ETF mehr).

    So mache ich das.

    • Hilfreichste Antwort

    Dass du dir Gedanken über die 200 Euro Sparrate machst, zeigt ja nur, dass du dein Geld ordentlich zusammenhalten willst. Rein rational betrachtet stellt sich bei dir weniger die Frage des Vermögensaufbaus, sondern eher die der Vermögensstruktur und des Nutzens. Du hast 140.000 Euro in Cash, was bei deinem Alter eine enorme Sicherheit bietet, aber natürlich auch durch die Inflation schleichend an Wert verliert. Ob du den Sparplan über 200 Euro jetzt weiterlaufen lässt oder nicht, wird deinen Lebensstandard vermutlich nicht massiv verändern. Wenn du aber merkst, dass du eigentlich gerne mehr im Hier und Jetzt ausgeben würdest, zum Beispiel für Reisen, Hobbys oder Unterstützung der Familie, dann wäre es absolut sinnvoll, den Sparplan zu stoppen oder sogar anzufangen, kontrolliert aus dem Tagesgeld zu entsparen.

  • silvercloud 6. Mai 2026 um 15:59

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