Steuerreform 2027

  • Ein Grund könnte - neben anderen - beispielsweise sein, daß nach der Wahl zum EU-Parlament nicht der eigentliche Wahlsieger, sondern eine ganz andere Person an äußerst prominenter Stelle installiert wird - die vorher nicht mal auf dem Wahlzettel stand ... ^^

    Ich kann nichts dafür, wenn die Wähler das Wahlsystem nicht verstehen.

    Diese Personalie spielte übrigens fast ausschließlich in Deutschland eine Rolle….

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    Steuern sparen bei der Geldanlage
    Recht & Steuern 10 Kapitel

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  • Ich kann nichts dafür

    Wer hat das behauptet ... ?

    , wenn die Wähler das Wahlsystem nicht verstehen.

    Die Personalisierung der EU-Wahlen mit Kandidaten und Kandidaten auf dem Wahlzettel war explizit eine Idee der real existierenden EU selbst (Kommission und Parlament), "um das Interesse an der EU und den EU-Wahlen zu fördern" ...

    Habe noch Haare auf dem Kopf, ziemlich viele Zähne im Mund und zig Freunde und Bekannte im "Raumschiff Brüssel". Zumindest rudimentär sind mir noch immer die Abläufe dort bekannt und bewußt (leider).

    Beim Blick auf die Zusammensetzung des EU-Parlaments noch in den 90ern und im Vergleich zu heute, wird sehr deutlich, daß nicht nur

    die Wähler das Wahlsystem nicht verstehen.

    sondern vor allen Dingen, daß immer mehr Wähler diese EU "nicht mehr verstehen" bzw. "nicht mehr verstehen wollen". Das ist aber ein eigenes Thema.


    Die direkte Verbindung zum Strangthema diesbezüglich übrigens: Die "Sprechblasen" hierzulande ("Steuerreform") und die "Sprechblasen" in Brüssel und Straßburg ("Wettbewerbsfähigkeit der EU") ähneln sich auf frappierende Weise.

  • Relevante Entscheidungen trifft sowieso der Rat d.h. die Vertreter der einzelnen Nationalen Regierungen und nicht das Parlament, vielleicht ist das schon ein Teil des Problems, dass dieses Parlament mit viel Aufwand gewählt wird und dann nur untergeordnete Befugnis hat.

  • Der Kinderfreibetrag trägt erstmal dem Rechnung, dass man mehr Personen versorgt und nicht wie ein Single besteuert wird. Das halte ich erstmal für fair. Das Kindergeld sorgt dafür, dass nicht nur Gutverdiener davon profitieren. Auch das halte ich für eine faire Sache.

    Kindergeld ist grundsätzlich auch nicht verkehrt. Es gibt aber schon Möglichkeiten das Geld zweckgebundener einzusetzen. Wir beispielsweise nutzen einen Großteil vom Kindergeld für das Kinderdepot. Klar ist es nicht die schlechteste Sache, wenn man mit nem etwas größeren Polster, selbstbestimmt ins Leben starten kann. Jetzt soll es aber auch vorkommen das sich Menschen, im schlimmsten Fall mit weniger Verdienst, sich am Ende des Jahres davon nen E-scooter kaufen. In diesem Fall kommt bei den armen Kindern nichts an.

    Es gibt viele die das Kindergeld brauchen. Es gibt auch sehr viele die es sinnvoll verwenden. Aber es gibt auch genug Menschen die es nicht brauchen oder verschwenden. Wenn es umfangreichere Versorgungsmöhlichkeiten für Kinder geben würde, wäre das Geld einfach zielgerichteter angelegt.

    Ich hatte Kinder in der Klasse für die wir gespendet haben damit die mit zur Klassenfahrt konnten. Wenn sich die Erziehenden da nicht öffnen ist das Kind zur Klassenfahrt einfach "offiziell krank" und soziale Teilhabe verschenkt.

    In der Kinder- und Jugenddiskussion sieht man auch das hier (vermutlich) keiner im Osten aufgewachsen ist. Da waren sehr lange und umfassende Kinderbetreuungsangebote eher die Regel.

    Mischu hat da definitiv einen Punkt den man nicht so leichtfertig abtun sollte. Ja es gibt immer die Möglichkeit mit sehr wenig Geld, Kindern eine tolle Kindheit zu schaffen. Dafür braucht es aber sehr gute Eltern und ich denke das kann niemand garantieren. Da wäre es punktuell besser und günstiger die Grundbedürfnisse abzudecken. Nicht Geld draufwerfen und hoffen das es klappt.

  • Es ist sicherlich richtig, dass man manche Dinger zielgenauer lösen kann. Auf der anderen Seite wird ja viel gemacht. Wir haben ein Schulsystem in dem kostenlose staatliche Schulen sind in der Regel nicht vor Privatschulen verstecken müssen. Gleiches gilt für Universitäten, auch die kostenfrei. Im tollsten Land der Welt dagegen sieht das anders aus, da wird der Wohnort auch nach dem Schulbezirk entschieden und bei den Unis...

    Ich sehe da auch das Problem, dass der Staat mit reinen Sachleistungen zu tief in die Freiheit der Eltern eingreift. Welche Sportarten und welches Instrument sind förderwürdig und welche nicht? Sind Risikosportarten in Ordnung und wie definiert man diese? Was ist mit echten und vermeintlichen Luxussportarten? Das ist jetzt alles keine theoretische Frage...Klettern ist bei Kindern beliebt aber aus der Höhe kann man abstürzen. Und Segeln mag einen teuren Ruf haben, muss es mit einer Jolle oder einem Katamaran aber nicht sein, zumal die Jugendprogramme vieler Segelclubs gut quersubventioniert sind. Man kann da eine riesige Bürokratie aufbauen oder man überlässt halt den Eltern die Entscheidung. In jeder Sonntagsrede wird der mündige Bürger beschworen, aber wenn es konkret wird, will immer keiner was von wissen

  • Nur aus der (in dem Fall schwachen) Erinnerung: Ging es damals (2009 herum) als offiziell erklärte politische Absicht nicht um eine "Vereinfachung des Steuersystems" (warum eigentlich, denn unser Steuersystem war doch bereits einfach und transparent ... ?) und das "Schließen von Steuerschlupflöchern" via der Einführung einer Abgeltungssteuer mit einem generellen Steuersatz von pauschal 25% auf Kapitalerträge (plus Soli plus ggf. Kirchensteuer) - wobei die drastische Absenkung des Sparerfreibetrags als Ergebnis (Kompensation) dieser politischen Reformen (im Gesamtpaket) zu sehen oder zu verstehen sein könnte ... ?

    Man kann immer noch einfach und einheitlich die KapEST Pauschale erhöhen.

    Wobei ich selbst immer noch für die individuelle Besteuerung bin.

  • Kindergeld ist grundsätzlich auch nicht verkehrt. Es gibt aber schon Möglichkeiten das Geld zweckgebundener einzusetzen. Wir beispielsweise nutzen einen Großteil vom Kindergeld für das Kinderdepot. Klar ist es nicht die schlechteste Sache, wenn man mit nem etwas größeren Polster, selbstbestimmt ins Leben starten kann. Jetzt soll es aber auch vorkommen das sich Menschen, im schlimmsten Fall mit weniger Verdienst, sich am Ende des Jahres davon nen E-scooter kaufen. In diesem Fall kommt bei den armen Kindern nichts an.

    Es gibt viele die das Kindergeld brauchen. Es gibt auch sehr viele die es sinnvoll verwenden. Aber es gibt auch genug Menschen die es nicht brauchen oder verschwenden. Wenn es umfangreichere Versorgungsmöhlichkeiten für Kinder geben würde, wäre das Geld einfach zielgerichteter angelegt.

    Ich hatte Kinder in der Klasse für die wir gespendet haben damit die mit zur Klassenfahrt konnten. Wenn sich die Erziehenden da nicht öffnen ist das Kind zur Klassenfahrt einfach "offiziell krank" und soziale Teilhabe verschenkt.

    In der Kinder- und Jugenddiskussion sieht man auch das hier (vermutlich) keiner im Osten aufgewachsen ist. Da waren sehr lange und umfassende Kinderbetreuungsangebote eher die Regel.

    Mischu hat da definitiv einen Punkt den man nicht so leichtfertig abtun sollte. Ja es gibt immer die Möglichkeit mit sehr wenig Geld, Kindern eine tolle Kindheit zu schaffen. Dafür braucht es aber sehr gute Eltern und ich denke das kann niemand garantieren. Da wäre es punktuell besser und günstiger die Grundbedürfnisse abzudecken. Nicht Geld draufwerfen und hoffen das es klappt.

    Ich sehe das anders. Auch wenn ich nur wiederhole, was ich eben geschrieben hab. Wir brauchen kein Kindergeld. Wir erhalten faktisch auch keins, da der Kinderfreibetrag höher ist als das Kindergeld. Und ich finde es erstmal vollkommen fair, dass wir mit Kindern einen Steuervorteil gegenüber kinderlosen Menschen haben. Unabhängig davon, ob wir es brauchen oder nicht. Und das auch vollkommen unabhängig davon, wie wir unser netto einsetzen.

    Starke Schultern tragen mehr Steuerlast, aber wenn diese schon Kinder tragen, darf die Steuerlast auch etwas niedriger sein.

    Ich verstehe das Kindergeld als statische Untergrenze der Entlastung, damit nicht nur Gutverdiener von der Steuerentlastung profitieren.

    Edit: Um es nochmal andersrum zu formulieren. Würde man das Kindergeld streichen, würden nur Besserverdiener für ihre Kinder entlastet. Würde man Kinderfreibeträge streichen, wären Familien mit und ohne Kindern steuerlich gleich gestellt. Beides fände ich weder gut noch fair.

  • Ich sehe das anders. Auch wenn ich nur wiederhole, was ich eben geschrieben hab. Wir brauchen kein Kindergeld. Wir erhalten faktisch auch keins, da der Kinderfreibetrag höher ist als das Kindergeld. Und ich finde es erstmal vollkommen fair, dass wir mit Kindern einen Steuervorteil gegenüber kinderlosen Menschen haben. Unabhängig davon, ob wir es brauchen oder nicht. Und das auch vollkommen unabhängig davon, wie wir unser netto einsetzen.

    Starke Schultern tragen mehr Steuerlast, aber wenn diese schon Kinder tragen, darf die Steuerlast auch etwas niedriger sein.

    Ich verstehe das Kindergeld als statische Untergrenze der Entlastung, damit nicht nur Gutverdiener von der Steuerentlastung profitieren.

    Edit: Um es nochmal andersrum zu formulieren. Würde man das Kindergeld streichen, würden nur Besserverdiener für ihre Kinder entlastet. Würde man Kinderfreibeträge streichen, wären Familien mit und ohne Kindern steuerlich gleich gestellt. Beides fände ich weder gut noch fair.

    Es geht mir nicht darum Freibetrag gegen Geld auszuspielen. Aber wenn man das mal weiterentwickelt und auch etwas größer ergeben sich viele Möglichkeiten.

    Freibetrag sowie Kindergeld streichen. Dafür die sinnvollen Dinge in Kita und Schule kostenfrei Stellen. Das wären Mahlzeiten, Ausflüge, Klassenfahrten, Unterrichtsmaterialien.

    U3 Betreuung könnte man optional stellen. Entweder Kindergeld oder der Betreuungssatz wird gezahlt.

    Wenn man das gabze mal unorthodox denkt, ohne das ich alle Folgen annähernd überblicken, könnte man pro Kind den GKV Beitrag um x,x% der nötig ist kürzen. Das hätte mehrere Effekte. Zum einen muss man weniger zahlen weil man dafür sorgt das ein umlagesystem funktional bleibt. Zum anderen würden auch der AG weniger Sozialabgaben zahlen müssen und es wäre damit attraktiver Menschen mit möglichst vielen Kindern anzustellen.

    Solche Dinge wie Freizeitaktivitäten ist so viel weitergehend als das was ich meine. Das Kindergeld ist für Grundbedürfnisse. Dazu gibt es auch Studien mit gemeinsame Frühstück in der Schule. Das führt zu einer deutlich verbesserten Lernathmosphäre. Das nicht alle die gleichen Chancen haben ist klar und lässt sich nicht s8 einfach ändern. Darf aber auch gar nicht der erste Schritt sein sondern man muss sich erstmal auf den Weg dahin machen.

  • Duregar Dann ist es rechte Tasche linke Tasche. Keine Ahnung wie sich das ausgeht. Aber alleine die Kinderbetreuungskosten sind bei uns schon höher als der Steuerfreibetrag.

    Ich halte es für sinniger den Kinderfreibetrag zu erhalten und dann das zu bezahlen, was ich wirklich nutzen möchte.

    Unsere Kinder frühstücken in der Schule gemeinsam und erhalten Mittagessen. Ehrlicherweise geb ich denen auch lieber ein Schulbrot mit, als dass die auch noch den Kantinenkram frühstücken. Das Schulbrot vorzubereiten, die Diskussion um die Rinde und ob ne kleine Süßigkeit rein darf, ist für mich auch irgendwie Bestandteil unseres morgendlichen Rituals, dass ich ungern missen möchte und für mich auch zur Erziehung dazu gehört.

    Das was wir für Ausflüge und Schulmaterialien zahlen, ist nicht der Rede wert. Lass das 50€ im Jahr sein. Ja, für manche viel Geld, aber keine Reform wert.

    Die Entlastung in der GKV anstelle Kindergeld kann man drüber sprechen. Entlastet dann aber mit steigendem Einkommen stärker.

  • Besser das Geld in Lehrmittelfreiheit der Schüler

    Art. 14 Abs. 2 Landesverfassung BW: "Unterricht und Lernmittel an den öffentlichen Schulen sind unentgeltlich"

    Darf ein Bürger aus BW dann das Kindergeld behalten? ;)

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Duregar Dann ist es rechte Tasche linke Tasche. Keine Ahnung wie sich das ausgeht. Aber alleine die Kinderbetreuungskosten sind bei uns schon höher als der Steuerfreibetrag.

    Ich halte es für sinniger den Kinderfreibetrag zu erhalten und dann das zu bezahlen, was ich wirklich nutzen möchte.

    Unsere Kinder frühstücken in der Schule gemeinsam und erhalten Mittagessen. Ehrlicherweise geb ich denen auch lieber ein Schulbrot mit, als dass die auch noch den Kantinenkram frühstücken. Das Schulbrot vorzubereiten, die Diskussion um die Rinde und ob ne kleine Süßigkeit rein darf, ist für mich auch irgendwie Bestandteil unseres morgendlichen Rituals, dass ich ungern missen möchte und für mich auch zur Erziehung dazu gehört.

    Das was wir für Ausflüge und Schulmaterialien zahlen, ist nicht der Rede wert. Lass das 50€ im Jahr sein. Ja, für manche viel Geld, aber keine Reform wert.

    Die Entlastung in der GKV anstelle Kindergeld kann man drüber sprechen. Entlastet dann aber mit steigendem Einkommen stärker.

    Bei der Verpflegung kommt es maßgeblich auf die Qualität an. Habe da 98% gruseligen gehört und selbst das genaue Gegenteil mit meinem Kind erlebt. In der Kita haben wir eine Festangestellte Köchin die nur für die Kids täglich frisch kocht. Es ist ein Trauerspiel das mein Kind gekochtes Essen auf gar keinen Fall zu Hause einnimmt. Es geht absolut nichts über diese mindesten mit 3 Sternen ausgezeichnet Köchin und das sagen bisher jegliche Eltern der Kita🤣🤣🤣

    Ja wenn man wieder im absoluten downsizing Bereich is(s)t dann ist das auch für niemanden ein Gewinn. Da geb ich dann auch lieber ein Schulbrot mit, als den Mist den man in so mancher Kantine vorfindet.


    Interessant finde ich halt wenn man bei Reformen wirklich mal neu denken würde. Daher mal der Vorschlag ins blaue mit dem Kindergeld und GKV. Es muss doch funktionieren bestimmte Strukturen aufzubrechen und alles mal neu zu ordnen. Das meiste sind gewachsene Systeme und da muss es doch möglich sein noch im Nachhinein neu zu planen und die Massen an Förderungen die bestimmten Kosten gegenüberstehen zusammenzufassen. Habe das Gefühl in solchen Dimensionen darf gar nicht gedacht werden.

  • Art. 14 Abs. 2 Landesverfassung BW: "Unterricht und Lernmittel an den öffentlichen Schulen sind unentgeltlich"

    Darf ein Bürger aus BW dann das Kindergeld behalten? ;)

    Ich finde die Leute aus BW sollten unbedingt das Kindergeld so bekommen, da dort die Industrie massiv abbaut wird BW eh das neue Saarland in Deutschland werden.

  • Der Kinderfreibetrag wirkt sich nur aus, wenn das ausgezahlte Kindergeld geringer ist, als die Entlastung durch den Freibetrag. Vom Freibetrag profitieren ausschließlich Leute mit gutem Einkommen. Müsste nachlesen, ab wann sich das auszahlt.

  • Dazu gibt es auch Studien mit gemeinsame Frühstück in der Schule. Das führt zu einer deutlich verbesserten Lernathmosphäre.

    Ich weiß ja nicht, wie weit du von der Schule weg wohnst. Bei mir war es im Gymnasium etwa eine Dreiviertelstunde. Noch ein paar Minuten zu Hause im Bad und wir reden von einer Stunde Aufstehen bis Frühstück. Total toll. Deine Idee mag in der Stadt funktionieren, wo alle Schüler in 5-10 Minuten Fußweg leben. Aber auf dem Land ist das ziemlicher Käse.

    Mal abgesehen von der Frage, was es dann konkret zu essen gibt. Nicht jeder frühstückt gleich. Und wenn du sowas in die Schule ziehst, hast du ganz schnell den totalen Wahnsinn an bescheuerten Sonderwünschen...vegetarisch, vegan, glutenfrei, ohne Zucker, nur bio...am besten nur Demeter, denn alles andere ist ja Gift...

  • Man kann immer noch einfach und einheitlich die KapEST Pauschale erhöhen.

    "Man" - also eine Regierung - kann das machen. "Man" kann als Regierung generell alle möglichen Steuern erhöhen oder neue erfinden und einführen. "Man" sollte dabei aber als Regierung - neben der Hoffnung auf Mehreinnahmen - stets auch die Folgen, Nebenwirkungen und Signalwirkung der getroffenen Maßnahmen bedenken.

    Das gilt im Allgemeinen erst recht in einem Land mit bereits - im internationalen Vergleich - sehr hohen Steuern und Abgaben, dessen Hauptproblem als Standort seit vielen Jahren die Erosion der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ist (einhergehend mit Nullwachstum oder nur anämischem Wachstum) und aufgrund der ungünstigen Rahmenbedingungen einem Niedergang oder zumindest einer signifikanten Zurückhaltung bei den privaten Investitionen (Investitionsquote). Wachstum findet seit vielen Jahren nur noch beim Staatskonsum statt.

    Das gilt im Speziellen für die Anreizsetzung in Sachen "privater Vermögensaufbau" und "privater Altersvorsorge" vor dem Hintergrund der demographischen Probleme der Gesetzlichen Rente (als Umlagesystem).


    Die aktuelle Koalition ist eine die politischen Lager übergreifende mit einem ziemlich bis sehr unterschiedlichem Grundverständnis zu fundamentalen Aspekten. Frühere Koalitionen aus zumindest einem ähnlichen politischen Lager dürften Kompromisse zumindest etwas leichter gefallen sein (Rot-Grün bzw. Union und FDP). Wenn der amtierende Bundeskanzler nun vor der Sommerpause den Tenor verbreitet (oder sogar wörtlich sagt) "man habe geliefert", dann kann - jedenfalls mich - das nur mit Sorge erfüllen. Die homöopathischen Reförmchen mögen das sein, was diese Koalition maximal im Konsens noch hinbekommt. Das wird aber nicht reichen, um die humpelnde und hinkende Wirtschaft wieder auf beide Beine zu stellen - und damit übrigens auch die Steuereinnahmen nachhaltig zum Steigen zu bringen. In einer hierzulande zunehmend polarisierten Landschaft sehe ich derzeit keine Führung, die in der Lage wäre die Stimmung zu ändern und insbesondere den dringend benötigten gesellschaftlich-unternehmerischen Geist (neudeutsch Mindset) zu wecken. Diesen Geist benötigt übrigens nicht nur Deutschland dringend sondern auch die real existierende EU. Erst recht vor dem Hintergrund einer sich längst in einem tiefgreifenden (geo)politischen Wandel befindlichen - zunehmend fragmentierten-multipolaren - Welt. Diese dürften eher von konkurrierender und konfrontativer Großmachtkonkurrenz geprägt sei - als von einer US-Dominanz geprägten "internationalen Ordnung". Seine eigenen Werte wird man zudem unter "Pit Bulls" schwerlich als "Rehpinscher" verteidigen oder durchsetzen können. Die sog. Hard Power von Ländern (oder Verbünden wie einer EU) - mit den zentralen Elementen wirtschaftliche Macht und militärische Stärke - dürfte daher zunehmend noch mehr an Bedeutung gewinnen. Sind Deutschland und die real existierende EU dafür gut aufgestellt ... ?

  • Frühere Koalitionen aus zumindest einem ähnlichen politischen Lager dürften Kompromisse zumindest etwas leichter gefallen sein (Rot-Grün bzw. Union und FDP).

    Das ist doch Verklärung der Vergangenheit.

    Da wurde bis an den Rand der Selbstaufgabe agiert. Z.B. hat die FDP eine eigene Ministerin "geopfert" und inhaltlich vor der Union kapituliert.

  • Gibt es mehrere EUs?

    Meines Wissens gibt es nur eine real existierende.

    Die Vereinigten Staaten von Europa (VSE) beispielsweise existieren nur als Vision.

    Trollerei

    Weißt Du das denn nicht ... ?

    Finanzgenie Tomarcy hatte mich in seiner Genialität und Scharfsinnigkeit doch längst als

    der standardmäßige Forentroll

    enttarnt und entlarvt.

    Meine Vermutung: Die Lektüre der taz hat ihm aber bei meiner Enttarnung geholfen.

    ich die taz präferiere.

    Ich informiere mich bei taz (absolut cool)


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen ... !

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