Steuerreform 2027

  • Auch wenn es hier nicht zum Thema gehört, muss man das schonmal klarstellen. Die Abschaltung der letzten Kernreaktoren hatte einen verschwindend geringen Einfluss auf die Strompreise. Im Gegensatz zu unserer immer noch viel zu hohen Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

    Und wer auf Kernenergie steht, mag gerne mal einen Blick über die Grenze nach Frankreich werfen. Die ersten Reaktoren sind mal wieder abgeschaltet

    … und wollte man Kernkraft kostendeckend erzeugen, inkl. Versicherung für Schäden und Endlagerung, kostet Strom keine 30 Cent mehr.

  • Videokurs – Finanztip Academy
    Steuern sparen bei der Geldanlage
    Recht & Steuern 10 Kapitel

    Steuern sparen bei der Geldanlage

    Recht & Steuern 10 Kapitel
  • … und wollte man Kernkraft kostendeckend erzeugen, inkl. Versicherung für Schäden und Endlagerung, kostet Strom keine 30 Cent mehr.

    Das Kernkraftzeug hatten wir bereits mehrfach mit ihm durchexerziert. Er kommt immer wieder damit an weil er es nicht verstehen will. Schlimm das man es immer und immer wieder richtig stellen muss.

    Edit: das Frankreich den Strom so brutal SUBVENTIONIERT davon lese ich komischerweise nie was. Der böse Staat soll doch lieber auf den Markt setzen oder nicht? Immer so wie es passt.

  • Heute haben wir an Frankreich um 13:00 zu ca 90 € / MWst verkauft und von Frankreich um 20:00 zu ca 300 € / MWst gekauft.

  • Es geht darum, dass man ideologisch verblendet und ohne ausreichende Vorbereitung versucht hat, die Energieversorgung im Eiltempo umzustellen, obwohl die notwendige Infrastruktur dafür noch gar nicht vorhanden war. Dass erneuerbare Energien langfristig die Zukunft sind, stelle ich gar nicht infrage. Der Fehler lag in der Umsetzung.

    Der Staat hat durch politische Vorgaben und Eingriffe den Ausstieg forciert, bevor Netze, Speicher und gesicherte Ersatzkapazitäten bereitstanden. Die Folgen sehen wir heute in Form hoher Strompreise und einer geringeren Versorgungssicherheit. Die Zeche zahlen Verbraucher und Unternehmen.

    Neue Kernkraftwerke zu bauen, halte ich heute übrigens ebenfalls nicht mehr für sinnvoll, dafür ist es inzwischen zu spät. Das Kind ist längst in den Brunnen gefallen.

    Ein freierer Markt hätte den Übergang wahrscheinlich schrittweiser und an den tatsächlichen technischen Möglichkeiten orientiert vollzogen, statt ihn politisch zu erzwingen.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Ich weiß nicht ob ich besorgt oder neidisch sein soll, ob der Zurschaustellung unterkomplexer Weltbilder allenthalben.

    Es könnte oder sollte doch gerade jemand wie Dir Mut machen und/oder eine gute Motivation sein, daß selbst als Finanz-Laie und mit Null beginnend mit zudem "unterkomplexen Weltbildern", der Aufbau eines Vermögens möglich ist (und zwar eines, welches zu dieser Zuschreibung auch berechtigt) - wenn denn nur die Melange aus Humankapital einerseits und Compliance den eigenen bescheidenen Finanzplan betreffend andererseits, stimmen ... ?! :)

  • Ein freierer Markt hätte den Übergang wahrscheinlich schrittweiser und an den tatsächlichen technischen Möglichkeiten orientiert vollzogen, statt ihn politisch zu erzwingen.

    Bei einem freien Markt würde kein einziges Atomkraftwerk weltweit gebaut oder betrieben. Das Risiko wird hier komplett vom Betreiber auf den Staat ausgelagert. Siehe Fukushima.

  • … und wollte man Kernkraft kostendeckend erzeugen, inkl. Versicherung für Schäden und Endlagerung, kostet Strom keine 30 Cent mehr.

    Dieses Märchen wird nicht wahrer, wenn man es wiederholt.

    Kernenergie wird und wurde nie versichert. Deshalb fallen auch keine Versicherungsprämien an.
    Endlagerung ist teuer, das ist richtig. Wir haben allerdings bereits einiges an Atommüll und brauchen so oder so ein Endlager, die Kosten fallen also auf jeden Fall an, egal ob noch etwas dazu käme.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Beim Strompreis liegt ebenfalls vor allem politisches Versagen vor. Deutschland hat funktionierende Kernkraftwerke abgeschaltet, obwohl der Ausbau von Netzen, Speichern und grundlastfähigen Alternativen noch längst nicht weit genug war. Das Ergebnis sehen wir heute -> hohe Strompreise und Stromimporte, unter anderem aus Kernenergie! Das war wiedermal eine ideologisch getriebene Entscheidung und keine technologische.

    Das ist jetzt aber nicht wirklich Dein Ernst, oder?
    Ausgerechnet mit Kernenergie und freiem Markt zu argumentieren wäre so ziemlich das letzte was mir zu dem Thema als Beispiel einfallen würde.
    Ok, spielen wir mal 'freier Markt'. Dann zeig mir mal die Versicherung, die auf dem freien Markt das Betriebsrisiko eines KKW versichern würde!?
    Oder das Unternehmen auf dieser Welt, dass ohne staatliche Subventionen überhaupt die Entwicklungskosten und den Bau eines KKW in Angriff genommen hätte?
    Und wenn es denn mal Schief geht mit der ach so sicheren und billigen Kernkraft, wird das private Unternehmen halt mal eben verstaatlicht (zuletzt TEPCO in Japan).
    Die Entsorgungskosten der stillgelegten KKW in Deutschland darf dann ggf. auch der Steuerzahler übernehmen falls dass mit dem Kenfo-Fonds irgendwann nicht mehr reicht.

    Und man kann zur Kernkraft stehen wie man mag. Aber auf keinem Fall ist die Nutzung von Kernkraft eine vom 'freien Markt' getriebene Technologie. Da steckt sowohl bei den Gegnern als auch bei den Befürworten jede Menge Ideologie dahinter.

  • Hoffentlich fahren wir alle bald elektrisch, schade das die Autoindustrie und deren Zulieferer alle Trends verschlafen haben und alles China überlassen haben. Nur weiter an fossilem festzuhalten macht das ganze nur noch schlimmer. Einfach mal den Arsch hoch kriegen in der Industrie und nicht immer über zu hohe Kosten jammern. Innovationen und Unternehmertum sind jetzt gefragt, die fetten Jahre sind vorbei, es kommen noch sehr sehr viele Herausforderungen auf uns zu.

    So schlecht stehen die deutschen Hersteller gar nicht da. Einfach mal in die Zulassungsstatistiken schauen. Gerade der vielgescholtene VW-Konzern ist gut in den Top 10 vertreten. Auch wenn es nicht zum Weltbild passt.

    Aber es bleibt das Grundproblem, dass viele Sachen nicht mehr gebraucht werden. Das 9-Gang-Getriebe von ZF, Einspritzdüsen von Bosch,... ein großer Teil der Wertschöpfung findet zukünftig bei der Akkufertigung statt und da ist in Deutschland aufgrund von Energiekosten und Regulatorik wenig zu machen. Zumal die hochautomatisierte Akkufertigung kaum Jobs schaffen wird

  • Dieses Märchen wird nicht wahrer, wenn man es wiederholt.

    Kernenergie wird und wurde nie versichert. Deshalb fallen auch keine Versicherungsprämien an.
    Endlagerung ist teuer, das ist richtig. Wir haben allerdings bereits einiges an Atommüll und brauchen so oder so ein Endlager, die Kosten fallen also auf jeden Fall an, egal ob noch etwas dazu käme.

    Und genau das ist das Problem - mögliche Unfallfolgen und die Endlagerung werden auf die Allgemeinheit ausgelagert, anstatt einen kostendeckenden Strompreis zu benennen.

  • .

    Ein freierer Markt hätte den Übergang wahrscheinlich schrittweiser und an den tatsächlichen technischen Möglichkeiten orientiert vollzogen, statt ihn politisch zu erzwingen.

    Ein freier Markt hätte dafür gesorgt, dass nie auch nur ein einziges AKW gebaut worden wäre.

    Die Baukosten sind viel zu hoch und die Folgekosten (mögliche Schäden und Endlagerung) unkalkulier.

    Kein vernünftiger Marktteilnehmer geht ein solches Risiko ein.

  • Es ist so unglaublich, wie persönlich wichtig manche Menschen sich nehmen.

    Die KI stellt sich den typischen Foristen in einem deutschen Finanzforum übrigens so vor:

    Er betritt jeden Thread mit der Gelassenheit eines Orakels. Seine Lieblingsfloskeln sind: „Das wurde hier schon tausendmal erklärt“, „Einfach SuFu benutzen“ und „Wer jetzt noch Einzelaktien kauft, hat den Schuss nicht gehört.“

    Sein Depot ist angeblich seit Jahrzehnten zweistellig im Plus. Jeden Crash hat er kommen sehen, jede Rallye voll mitgenommen – Nachweise wären allerdings „datenschutzrechtlich problematisch“.

    Auf fast jede Frage kennt er dieselbe Antwort: ETF.

    Wirklich in Fahrt kommt er allerdings erst, wenn das eigentliche Finanzthema verlassen wird. Eine harmlose Frage zu Tagesgeldzinsen entwickelt sich unter seiner Feder binnen weniger Beiträge zu einer Grundsatzdebatte über Leistungsgerechtigkeit, Generationenverträge, die Zukunft der Marktwirtschaft, den Zustand der Demokratie und den kulturellen Niedergang des Abendlandes. Dass ursprünglich jemand lediglich wissen wollte, ob Festgeld mit zwölf oder achtzehn Monaten Laufzeit sinnvoller ist, gerät dabei vollständig in Vergessenheit.

    Dabei betont er mit fast rührender Bescheidenheit, er sei ja „nur ein interessierter Laie“. Diese Demut hält ihn allerdings nicht davon ab, seitenlange Abhandlungen zu verfassen, in denen er mit bemerkenswerter Selbstverständlichkeit auf eigene Forenbeiträge aus den letzten zwanzig Jahren verweist. Seine früheren Kommentare fungieren dabei als Primärquellen, Sekundärliteratur und letztlich als Kanon – als handele es sich nicht um lose Forumsbeiträge, sondern um Standardwerke der Finanzwissenschaft.

    Er zitiert Steuergesetze, Bundesbank-Statistiken und Excel-Tabellen ebenso selbstverständlich wie seine eigenen Ausführungen aus dem Jahr 2008. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass hinter nahezu jeder finanzpolitischen Maßnahme eine weltanschauliche Grundsatzfrage steckt – und dass es seine Aufgabe ist, diese auch in jedem Thread zu erörtern.

    Neue Mitglieder erkennt er daran, dass sie Fragen stellen. Alte Mitglieder daran, dass sie wissen: Früher oder später landet jeder Thread über Sparpläne bei den großen Fragen von Freiheit, Gerechtigkeit und Gesellschaftsordnung – unterlegt mit einem Verweis auf einen 17 Jahre alten Beitrag des Autors, der angeblich schon damals alles Wesentliche erklärt habe.

  • Heute haben wir an Frankreich um 13:00 zu ca 90 € / MWst verkauft und von Frankreich um 20:00 zu ca 300 € / MWst gekauft.

    Nachbarschaftshilfe :)

    Es ging darum, dass wir dank politisch-ideologischer Verblendung zu früh den Versuch unternommen haben, mithilfe von Subventionen alles auf „Grün“ umzustellen. Man hätte schrittweise die Infrastruktur ausbauen müssen und dann schrittweise umstellen sollen. Grüne Energie ist die Günstigste und im Überfluss verfügbar, auf lange Sicht setzt sich diese im freien Markt ganz automatisch durch. – Als Ergebnis haben wir jetzt einen sehr dreckigen Energiemix, der dazu teuer ist. Aus beiden Welten also das Schlechte, dank politischer Fehlsteuerung.

    Gewinne werden privatisiert und Risiken an die Gesellschaft durchgereicht.

    So wie bei der Bankenkrise? ;) Daher freier Markt und diejenigen, die schlecht wirtschaften, einfach sterben lassen. Der Markt bereinigt sich immer wieder neu.

    So schlecht stehen die deutschen Hersteller gar nicht da. Einfach mal in die Zulassungsstatistiken schauen. Gerade der vielgescholtene VW-Konzern ist gut in den Top 10 vertreten. Auch wenn es nicht zum Weltbild passt.

    Aber es bleibt das Grundproblem, dass viele Sachen nicht mehr gebraucht werden. Das 9-Gang-Getriebe von ZF, Einspritzdüsen von Bosch,... ein großer Teil der Wertschöpfung findet zukünftig bei der Akkufertigung statt und da ist in Deutschland aufgrund von Energiekosten und Regulatorik wenig zu machen. Zumal die hochautomatisierte Akkufertigung kaum Jobs schaffen wird

    Noch! Aktuell profitieren wir vor allem von den starken Markennamen wie Audi, BMW oder Mercedes. Technisch sind die Chinesen den europäischen Herstellern inzwischen in vielen Bereichen voraus. Das höre ich jedenfalls von jedem, der aus der Branche kommt. Ich kenne zufällig zwei Ingenieure bei Audi, die mir das immer wieder bestätigen. Man holt zwar langsam auf, hat aber viele Jahre verschlafen.

    Natürlich darf man dabei nicht ausblenden, dass China seine Automobilindustrie massiv subventioniert, um Marktanteile zu gewinnen, und das ist ihnen auch gelungen. Langfristig halte ich dieses Modell allerdings ebenfalls nicht für tragfähig. Irgendwann wird auch der Geldhahn abgestellt. Deswegen glaube ich, dass die deutschen Hersteller ohne politische Eingriffe und Subventionen früher auf die Entwicklungen reagiert hätten, weil der Wettbewerbsdruck deutlich größer gewesen wäre.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen