Vorsicht vor Immobilien!

  • Wollte euch kurz meine Story zum Thema Geldanlage machen.Bin Besitzer eine gewerblich vermieteten Immobilie in bester Lage wo in den Obergeschossen noch bewohnt wird.Hatte Sie vor ca 17Jahren erworben und in dieser Zeit mit einem Langzeitmieter und dessen Mieteinnahmen bezahlt.Von daher ein Top Deal.

    Nun wollte ich die Immobile verkaufen und das Geld in einen Welt ETF investieren was inzwischen allerdings nahezu ausgeschlossen ist.

    Punkt 1:Benötige ich seit dem neuen Mieter eine Nutzungsänderung womit ich nicht gerechnet hatte.Vorher war ein Backshop drin und jetzt wird hier frisch gebacken.Auch wenn hier wirklich jeder sein Unverständnis hierzu äußert sitzt hier das Bauamt am längeren Hebel…Desweiteren legt das Bauamt diese Nutzungsänderung auch noch ab und ist weiterhin alles andere als kooperativ.

    2.Punkt:

    Die Wohnung im DG wird von einer sehr schwierigen Person bewohnt die sich laufend über alles beschwert.Diese Person macht beim Bauamt wohl so viel Eindruck das diese sich hinter ihr verstecken.


    Punkt 3:Es gibt sehr wohl Interessanten an diesem Objekt allerdings sind es immer Investoren die das ganze Haus erwerben wollen aber wegen der Dame die natürlich nicht so einfach gekündigt werden kann lieber Abstand halten..🤷🏼‍♂️

    Mit ist klar das in diesem Fall sehr viel negatives zusammenkommt allerdings sieht man hier zu was eine Immobilieninvestition am Ende auch führen kann.

    Ich bin froh das die Bude zum Glück wenigstens bezahlt ist.Dennoch ist das ganze ein Lehrbeispiel dafür das man sein Geld lieber anderweitig investieren sollte.

    Nun bleibt mir nichts als auf eine Lösung mit dem Bauamt zu hoffen.Diese Mieteinnahmen hierzu werde ich dann zumindest weiterhin regelmäßig in einen Welt ETF investieren.👍🏻🤷🏼‍♂️


    VG

  • Stelle Deine Fragen an unsere Finanztip-Experten

    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Depot ausmisten und ETFs verkaufen
    Expertengespräch am 17.09.2026

    ETF verkaufen? So mistest Du Dein Depot aus

    17.09.2026 - Depot ausmisten und ETFs verkaufen

  • Das klingt in der Tat nervig.

    Kannst du den Punkt mit der Nutzungsänderung noch etwas genauer erklären?

    Sehr gerne!😊

    Bisher war ein. Backshop drin….heisst die Teigwaren werden dort fertig angeliefert und Vorort aufgebacken!In diesem Fall wird dort von einem Balkan-Bäcker frisch gebacken worauf Angestellte des Bauamtes schon bei der Eröffnung vorstellig wurden und sagten das das so nicht geht.

    Daraufhin wurde eine Nutzungsänderung beantragt welcher mein Architekt ursprüngliche als Formalität angesehen hat.Inkl zusätzlichem Brandschutzgutachten(neuer Ofen-passt)und einem Lärmgutachten( vermutlich wegen der netten Dame vom DG).

    Nun nach 3,5 Monaten wurde die Nutzungsänderung abgelehnt und gleichzeitig die Schließung des Ladens Ende August angedroht.Man muss dazu sagen das eine Nutzungsänderung vom Amt normalerweise nach 2Monaten abgeschlossen sein muss.Eine Nachforderung von Unterlagen muss das Amt innerhalb von 10 Werktagen einfordern….bei mir waren es 5 Wochen.

    Ebenso hatte ich damals darum Gebeten die Örtlichkeiten im Zuge der Nutzungsänderung zusammen zu besichtigen um es so für alle Seiten einfacher zu machen.Auch das würde damals Kategorisch abgelehnt.Und jetzt wo seit einer Woche wieder von unserer Seite Fragen aufkommen ist man nicht erreichbar und Antwortet auch auf keine Emails von meiner Seite und vom Lärmgutachter.Dieses Gutachten was zuerst gefordert wurde wird jetzt quasi übergangen.
    Ganz ehrlich alleine das Verhalten des Bauamts ist eine absolute Vollkatastrophe und an Überheblichkeit nicht zu überbieten!

    Und dann wundert man sich über Leerstand in der Stadt und das wo quasi alle Macher schon von Beginn an mit teilweise maßlos überzogener Bürokratie überzogen werden anstatt diese zu unterstützen!

    In angrenzenden Städten funktioniert das übrigens wunderbar.Mein jetziger Mieter hat an einem anderen Standort am angrenzenden Landkreis ebenfalls einen Backshop übernommen.

    Dort kräht kein Hahn danach.Gewerbe anmelden und fertig.

    Bei uns Werbung zu groß…Werbung darf nicht leuchten….Kein Pausenraum wo noch nie einer war und das bei einem 2 Mann Familienbetrieb.Dann wird sich über Bestandsschutz von der letzten Bäckerei hinweggesetzt usw….insgesamt 25Punkte…ohne Worte!!!


    Werde kommende Woche nochmal ein freundliches aber auch bestimmtes Schreiben aufsetzen den Rest werden wir sehen.

  • Das hört sich in der Tat für Dich sehr unerfreulich an. Denkbar ist aber auch, dass der Punkt mit der Nutzungsgenehmigung von Deinem Architekten und Dir nicht so richtig gut angegangen worden ist. Es gibt ein Bauordnungsrecht und grundsätzlich lässt sich mit Kenntnis dessen damit umgehen, wenn die Grundlagen sauber recherchiert und die Zielen klar formuliert werden.

    Zum anderen Punkt, Wohnungsmieter: sowas will sich keiner, der mit solchen Immobilien Geld verdient, freiwillig antun, verständlicherweise. Der Mieterschutz im privaten Mietrecht ist für den Vermieter regelmäßig schwierig zu handeln.

  • In angrenzenden Städten funktioniert das übrigens wunderbar.Mein jetziger Mieter hat an einem anderen Standort am angrenzenden Landkreis ebenfalls einen Backshop übernommen.

    Dort kräht kein Hahn danach.Gewerbe anmelden und fertig.

    Ich kenne mich mit Baurecht nicht aus. Aber angesichts der unterschiedlichen Handhabung könnte ein Termin beim Bürgermeister sinnvoll sein.

  • Das Bauamt kann sehr speziell sein. Meine Frau hat beruflich immer wieder intern mal was mit dem Bauamt zu schaffen. Die blockieren hier selbst innerhalb der Stadtverwaltung die eigenen Abteilungen der anderen Ämter.

    Mit dem Nutzungsänderungsantrag frage ich sie mal bei Zeiten. Da sie selbst solche erstellt hat sie da vielleicht eine Idee was schief gelaufen sein könnte.

  • Und dann wundert man sich über Leerstand in der Stadt und das wo quasi alle Macher schon von Beginn an mit teilweise maßlos überzogener Bürokratie überzogen werden anstatt diese zu unterstützen!

    Dazu müsste man die gesamten Örtlichkeiten (inkl. der Nachbarschaft und den von der Lokalpolitik u.U. erstellten Bebauungsplänen) für die Straße kennen. Das dürfte auch die Art der Werbung definieren (die so ganz nebenbei auch die Bewohner in der Nachbarschaft stören könnte, aber natürlich nicht muss).

    Aber sicher ist das Gebäude in der Nachbarstadt so sehr mit Deinem vergleichbar, dass man alles 1:1 übertragen kann. Also u.A. ein Gebäude in Mischnutzung inkl. Wohnräumen über der Bäckerei.

    Werde kommende Woche nochmal ein freundliches aber auch bestimmtes Schreiben aufsetzen den Rest werden wir sehen.

    Nachdem Dein Architekt wohl keine ausreichende Durchsetzungsfähigkeit gezeigt hat, stellt sich mir die Frage, ob ein einfaches Schreiben Deinerseits die Lage (für Dich) verbessern wird.

    Sollte das bauamt nicht nur in Sachen der verzögerten Bearbeitung Fehler gemacht haben, kann ich mir gut vorstellen, dass ihnen nur auf juristischem Weg beizukommen ist. Wenn Du dann nicht selber Rechtsanwalt bist, würde ich eher nicht mit einer (für Dich positiven) Reaktion auf ein erneutes Schreiben von Dir rechnen.

    Die Wohnung im DG wird von einer sehr schwierigen Person bewohnt die sich laufend über alles beschwert

    Aus Deiner Sicht wird es so sein, was sich formaljuristisch dazu sagen lässt, solltest Du wissen.

    In angrenzenden Städten funktioniert das übrigens wunderbar.

    Die angrenzenden Städte haben bei uns auch kein Problem damit, in der Weihnachtszeit über Wochen öffentliche Veranstaltungen mit Musik durchzuführen. Hier hat die Beschwerde mit Klageandrohung von einigen nervenden Anliegern (sie meinen, mitten in der Innenstadt in einem Ruhegeschützten Raum zu leben und das Bayerische Gesetz gibt ihnen Recht, da müssen die Innenstädte aussterben) genügt, bis die Stadt erst ein Lärmgutachten erstellen und nachbessern musste, um am Ende jede öffentliche Musikwidergabe absagen zu müssen.

  • Bei uns Werbung zu groß…Werbung darf nicht leuchten….

    Da bin ich ja 'erleichtert', dass es nicht nur bei uns in HH so ist.:rolleyes:
    Bekannte hat einen Laden übernommen. Es war eine Leuchtreklame angebracht. Sie hat diese entsprechend erneuern lassen (Plexiglas mit Ihrem Geschäftsnamen).
    Und plötzlich beschwert sich der Mieter über dem Laden, das die Leuchtreklame zu hell sei...
    Kann ja nicht sein, weil es Alles genau so Hell/Dunkel wie voher war, nur dass jetzt eben Ihr Geschäftsname auf dem Plexiglas steht...

    Jetzt muss Ihre Leuchtreklame weg. Krönung des Ganzen: Direkt auf der anderen Straßenseite befindet sich eine 24h Aral-Tankstelle deren Beleuchtung natürlich die ganze Nacht leuchtet.
    Da fällt einem echt nix mehr zu ein.

    Sie wäre sogar zu einer nächtlichen Wohungsbegehung mit dem zuständigen Gewerbeamt bereit gewesen, bei der Sie dann Ihre Leichtreklame ein-/ausgeschaltet hätte um zu zeigen, dass Ihr Licht wirklich keinen Einfluss auf die Helligkeit im Wohnzimmer des Mieters hat.

  • Ich finde gut, dass du das mit uns teilst.

    Vermieten wird von vielen Menschen viel zu blauäugig gesehen. Wenn es um die Investitionen geht, werden andere wichtige Punkte wie mögliche Leerstände, Probleme mit Mietern und Miteigentümern etc. immer gerne beiseite gewischt.

  • Ich finde gut, dass du das mit uns teilst.

    Vermieten wird von vielen Menschen viel zu blauäugig gesehen. Wenn es um die Investitionen geht, werden andere wichtige Punkte wie mögliche Leerstände, Probleme mit Mietern und Miteigentümern etc. immer gerne beiseite gewischt.

    Ja! So leid es mir für marius66 tut, finde ich es super, dass hier auch mal ein Thread die Schattenseiten des "Betongolds" zeigt.

    Ich weiß schon, warum ich keine Immobilie zur Vermietung gekauft habe. Meine Eltern machen das anders, sie vermieten ein paar Wohnungen (allerdings kein Gewerbe). Und ja, sie hatten wirklich schon viele sehr nette, unkomplizierte Mieter. Aber wenn alle paar Jahre einer dabei ist, der nur Ärger macht, ist das trotzdem ätzend (und ein Problem, das man mit einem ETF nicht hat). Selbst wenn sich Probleme am Ende lösen, häufig kostet die Problemlösung Geld (z.B. Rechtsanwalt), jedenfalls kostet sie in aller Regel Lebenszeit, für die man nicht bezahlt wird.

    Verkaufen ist auch nicht "mal eben" möglich, und nur weil bei einem Haus anders als bei einem ETF kein tagesaktuelles blinkendes Preisschild sichtbar dranhängt, heißt das noch lange nicht, dass der Wert unverändert bleibt oder immer nur ansteigt. Da kommt dann auch mal das böse Erwachen, wenn das Pflegeheim finanziert werden muss oder aus Altersgründen verkauft werden muss und sich rausstellt, dass keiner die alte Hütte will, erst recht nicht zu dem avisierten Preis. Und wenn man dann noch dringend an das Geld ran muss, sieht es erst recht düster aus.

    Bei einem ETF kostet mich der Verkauf zwei Klicks und das Geld ist quasi sofort oder jedenfalls in wenigen Tagen auf meinem Konto, ich brauche keinen Makler, kein Grundbuchamt, keinen Notar, keine Anzeige bei Immoscout, ich kann alles verkaufen oder nur einen Teil, und ich weiß und sehe jederzeit, wieviel ich eigentlich habe und was ich als Verkaufserlös erwarten kann.

  • [...]

    super, dass hier auch mal ein Thread die Schattenseiten des "Betongolds" zeigt.

    [...]

    Dazu von mir ein kurzer Beitrag aus meiner Familie: gewerbliche Immobilie seit vielen Jahren an eine Non-Food Handelskette vermietet. In der Coronazeit 2020 schrieben die einen Brief, dass die Mietzahlungen eingestellt werden, weil das Land S-H ein Ladenöffnungsverbot verhängt hatte. Haben die eiskalt durchgezogen...

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen