Was ist wenn ich richtig alt werde?

KI-Zusammenfassung

: Wie lässt sich Altersvorsorge planen, wenn ein gesunder Lebensstil eine deutlich längere Lebenszeit möglich erscheinen lässt? Ausgangspunkt ist die Abwägung zwischen lebenslanger Rente und flexibler Depotentnahme mit etwa 3 %.

Wie lässt sich Altersvorsorge planen, wenn ein gesunder Lebensstil eine deutlich längere Lebenszeit möglich erscheinen lässt? Ausgangspunkt ist die Abwägung zwischen lebenslanger Rente und flexibler Depotentnahme mit etwa 3 %.

  • Mehrere Beiträge nennen eine Sofortrente als Absicherung gegen ein sehr langes Leben, betonen aber Kosten, geringe Flexibilität sowie den Break-even inklusive Inflation.
  • Mehrere Beiträge und später auch die Ausgangsperson sehen eine ETF-Depotentnahme als einfacher und flexibler, wenn ein ausreichender Sicherheits- und Liquiditätspuffer vorhanden ist.
  • Übrigens gibts in Altenheimen auch Menschen, die sich dort wohlfühlen und ihren Lebensabend genießen und nicht nur sauertöpfisch am Tisch sitzen.

    Meine Oma hat sich absolut gegen den Umzug ins Altersheim gewehrt, solange es irgendwie zu Hause ging (und auch dann noch, als es nicht mehr ging). Sie ist zu Hause quasi vereinsamt, konnte ihr Haus kaum noch verlassen (Stufen, irgendwann ging trotz Treppenlift auch der erforderliche eine Schritt nicht mehr), ist mehrmals auch nachts alleine gefallen usw... Vorher feste Termine wie Friseur, Gottesdienst, ins Café mit Freunden, selbst Arzttermine gingen quasi nicht mehr. Trotzdem hing sie an ihrem Haus und hat auch Hilfe größtenteils abgelehnt.

    Als es irgendwann dann wirklich nicht mehr ging und sie dann doch ins Altersheim gegangen ist, war das objektiv wieder eine deutlich bessere Lebensqualität. Alles war barrierefrei, Arzt und Friseur kamen ins Haus, es gab eine Kapelle mit Gottesdienst, dort waren diverse ihrer Freunde (die noch lebten), das heißt, sie traf direkt beim Reinkommen diverse Leute, die sie kannte und hatte sofort Anschluss, saß abends in lustiger Runde zusammen, es gab einen Singkreis, ihre beste Freundin aus Kindheitstagen hat sie jeden Tag zum Essen abgeholt. Leider war ihr dann nur noch eine kurze Zeit vergönnt (sie war über 90, trotzdem kam es letztlich überraschend).

    Das Altersheim hatte auch eine angeschlossene barrierefreie Seniorenwohnanlage mit eigenen Wohnungen zum selbständigen Wohnen, aber bei Bedarf mit Unterstützung. Viele Bewohner, die den Schritt in die Seniorenwohnung schon früher gemacht hatten, konnten dort noch sehr lange selbständig wohnen bzw. der Sprung nach "nebenan" ins Altersheim war dann auch nicht mehr so groß und das gewohnte Umfeld blieb erhalten. Die meisten Leute machen das nur nicht, weil sie ja nicht umziehen wollen, "bevor es nötig ist".

    Und viele - gerade die, die immer gesund und fit waren und glauben, wenn sie immer alles richtig machen, werden sie auch lange fit und selbständig bleiben - verpassen dann den richtigen Zeitpunkt.

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  • Ich weiß nicht ob es schon angesprochen wurde, aber es gibt auch die Möglichkeit Rentenpunkte zu kaufen um irgendwann die maximale Rente zu erhalten. Ob das gut ist oder besser doch privat vorsorgen muss jeder individuell entscheiden, denn gekaufte Rentenpunkte bekommt man nicht zurück und setzt Langlebigkeit voraus.

    Lohnt sich der Kauf von Rentenpunkten 2026?

    Bis 45 können für Schulzeiten Rentenpunkte gekauft werden. Das ist auch eine Überlegung wert.

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/A…teiger/Schueler

  • 12345
    Kann ich absolut unterschreiben. Meine Mutter ist nach dem Umzug ins Seniorenheim nochmal richtig aufgeblüht. Sie hatte in 4 Wochen fast 2kg zugenommen (zum Glück!) und freute sich endlich wieder sozialen Kontakt zu haben.
    Leider waren Ihr nur noch diese 4 Wochen vergönnt.

  • Ich bilde Menschen im Bereich tantrische Körperarbeit und S*xualität aus (Berufsausbildung für Tantramassagen). Die Teilnehmer sind in im Durchschnitt 50+ aber wir hatten auch schon mal 80+ Jährige dabei. Die älteste Teilnehmerin war 87. In gewisser Weise suchen unsere Seminarteilnehmer*innen natürlich auch immer einen Neustart oder eine Erweiterung ihrer bisherigen Erfahrung (falls sie es nicht als Beruf anstreben) und bringen dadurch definitiv überdurchschnittlich viel Offenheit, Mut und Neugier mit. Ansonsten traust Du Dich nicht in ein solch ungewöhnliches Setting =) Ich liebe meinen Beruf auch wenn er aus finanziellen Sicht (ich bin eigentlich Chemiker) mein Einkommen wahrscheinlich lebenslang mindestens halbiert hat.

    Das tut mir leid mit Deinem Freund. Das ist bitter. Bis zu einem gewissen Grad haben wir über diese Dinge wohl nie die vollständige Kontrolle. Es sind immer Wahrscheinlichkeiten und manchmal mag sich das Lenen es an dieser Stelle auch sehr unfair anfühlen =(

    Ich sehe es zumindest in diesem Aspekt positiv: Falls es mich doch früh erwischt, werde ich mich darüber nicht (mehr) ärgern können. Und gleichzeitig mag ich so leben das Dinge die mir wirklich wichtig und Freude machen nicht aufschieben.

  • Bis 45 können für Schulzeiten Rentenpunkte gekauft werden. Das ist auch eine Überlegung wert.

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/A…teiger/Schueler

    Den Punkt werde ich mir tatsächlich mal ansehen. Ansonsten klingt es für mich als wär die ETF Strategie auch hier einfach die einfachste und flexibelste Wahl. Wenn auch mit mehr Risiko, dass das Konto/Depot durch äussere Unstände irgendwann leer ist.

    Ich bin gespannt ob meine Generation auch ein anderes Verhältnis/Verständnis für Altersheime haben wird.

  • Liebe Community


    Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dem Thema Gesundheit. Sprich wie ich durch einen hoffentlich gesunden Lebensstil möglichst viele gesunde/lebenswerte Jahre auf diesem Planeten verbringen kann.

    ...Wobei man einen großen Faktor (die genetische Prädisposition) derzeit noch nicht beeinflussen kann. Meine Voväter sind alle sackalt (100+) geworden und das komplett ohne eine Lebensweise nach den heute gehandelten Kriterien, die als gesund definiert werden. Da gab es täglich einen Rotwein, am Wochenende auch mal einen Schnaps (oder zwei), zu Geburtstagsfeiern eine Zigarre, kein definiertes Sportpramm (wohl aber viel Bewegung, weill alles mit dem Fahrrad ereledigt wurde) und zum Arzt ging man nur, wenn es anders nicht mehr ging.

    ....

    Das heisst auch, dass von meiner gesetzlichen Rente überdurchschnittlich lange profitieren würde, aber auch, dass ich meine Depotentnahme länger strecken müsste als üblich.

    Code
    Nicht unbedingt. Wenn man die Asymetrie des Ausgabenverlaufs anerkennt. Fast immer fallen nämlich die Konsumausgaben beginnend mit ca. 70 Lebensjahren deutlich ab (weniger aufwändige Reisen, weniger Extremsport, weniger exklusive Hobbys) Will heißen: Für manche reicht eine limitierte Depotentnahmezeit, wenn man anschließend mit den Renten immer noch ruhigeres aber trotzdem auskömmliches Leben führen kann.

    ...


    Im Übrigen finde ich es spannend, dass grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass wir auch in Zukunft im Durchschnitt immer älter werden und sich dieser Trend in dieser Weise fortsetzen wird. Wie verlässlich sind diese Prognosen. Ich bin mir da nicht so sicher, wenn ich auf Themen wie Klimawandel oder Ernährung blicke, auch wenn die Medizin natürlich Fortschritte macht und sich gerade in ärmeren Ländern die Lebensgrundlagen verbessern.

    Seit einigen Jahren scheint der Trend gebrochen. Speziell in D stagniert die Lebenserwartung bzw. ist leicht rückläufig. Wobei z.B. die Max-Planck-Gesellschaft langfristig von einer wieder steigenden Lebenserwartung ausgeht, allerdings mit einer sehr moderaten Steigerungsrate und großen Unsicherheiten.

  • 12345
    Kann ich absolut unterschreiben. Meine Mutter ist nach dem Umzug ins Seniorenheim nochmal richtig aufgeblüht. Sie hatte in 4 Wochen fast 2kg zugenommen (zum Glück!) und freute sich endlich wieder sozialen Kontakt zu haben.
    Leider waren Ihr nur noch diese 4 Wochen vergönnt.

    Dasselbe bei meinem Großvater, der mit 97 ins Heim kam und nochmal richtig an Fahrt aufnahm.

    Sein soziales Umfeld ist vor dem Umzug einfach weggestorben und er ist vereinsamt.

    Im Heim hat er alle Aktivitäten und Ausflüge mitgemacht, hatte sofort viele Kontakte zu geistig fitten Menschen.

    Jedesmal, wenn ich ihn besuchte haben seine Augen gestrahlt, wenn er davon erzählte.

    Sein großes Ziel war es 100 zu werden, was er auch im guten Zustand erreicht hat :)

  • Sein soziales Umfeld ist vor dem Umzug einfach weggestorben und er ist vereinsamt.

    Dieser - bedauerliche aber eigentlich logische - Aspekt ist mir in seiner Bedeutung und Auswirkung erst durch meine familiären Betreuungs- und Pflegefälle richtig vor Augen geführt und damit intensiv bewußt geworden. Obwohl natürlich eine Binse: Wenn man das Glück oder Privileg hat sehr oder richtig alt (oder steinalt) zu werden, bedeutet das selbstverständlich nicht, daß die eigenen Freunde und das eigene Umfeld (auch Partner/Partnerin) automatisch auch so alt werden und/oder in dem Alter noch halbwegs mobil und/oder geistig fit und rege sind ...

    Es war bei Onkel, Tante und nunmehr meiner Ma zu sehen, wie mit deren zunehmendem Alter parallel und sukzessive ihr Kreis aus vertrauten und langjährigen Freunden und Freundinnen geschrumpft und schließlich gen Null gelaufen ist (oder wie es mein Onkel sagte "Ich bin der letzte Mohikaner").

    Als Betreuer und Bevollmächtigter ist es - nach meinen Erfahrungen - immer eine schwierige oder zumindest anspruchsvolle Entscheidung (bis hin zu einer Gratwanderung) inwieweit man dem Willen des Betreuten (apodiktisch sozusagen) folgt - und ab welchem Zeitpunkt man zumindest versucht (zu dessen Wohl und Vorteil - oder was man selbst dafür hält ...), auf ihn einzuwirken, um beispielsweise ihn oder sie zu einem Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim zu motivieren.

    Solche Fragen in die Richtung können sich übrigens auch schon (sehr) viel früher stellen: Meine Tante (Single) beispielsweise hatte eine nette, kompakte Wohnung (als Mieterin) in einer Top-Lage in einem wunderschönen Stilaltbau inkl. schönem Ausblick (4. Stock). Der absolute und absehbare Knackpunkt: Kein Aufzug ! Schon als sie damals in Rente ging (mit 60) habe ich ihr zig Male angeboten ihr eine altersgerechte Wohnung (mit Lift und barrierefrei) zu besorgen (auf meine Kosten selbstverständlich), möglichst in dem gleichen Viertel. "Hat schlicht und einfach mehr Perspektive". Hat sie aber ebenso oft und sehr bis äußerst nachdrücklich abgelehnt. "Ich wohne hier schon ewig und will hier bleiben, so lange es nur irgend geht" ... Sie blieb schließlich auch in dieser Wohnung bis sie (im 96. Lebensjahr) dort gestürzt ist und nach einer so erlittenen Fraktur dann schließlich in ein Alten- und Pflegeheim umziehen mußte. Dort ist sie im 99. Lebensjahr verstorben. Hätte ich sie (zu ihrem eigenen Wohl und Vorteil - oder was ich dafür halte ...) zu einem früheren Umzug überreden oder später drängen (oder vielleicht gar "zwingen") sollen ... ? Vielleicht wäre das besser gewesen. Dann hätte sie aber (sehr) viele Jahre länger in einem Heim verbracht, statt noch halbwegs eigenständig und recht gut gelaunt in ihrer Wohnung leben zu können und ihren Tagesablauf weitestgehend selbst bestimmen zu können (wenn auch mit den üblichen unterstützenden Maßnahmen von Hausnotruf über Einkaufshilfe bis zum Pflegedienst, der schließlich dann mehrfach täglich bei ihr zu Gange war).

    Halte das Ganze für eine ziemlich komplexe Fragestellung, für die es vermutlich keine einfachen oder eindeutigen Antworten gibt. Dazu kommt noch, daß man (je nach Geschehensablauf) erst "hinterher schlauer" ist ...

  • Ich würde, solange das Geld im Depot absehbar auch bis ins hohe Alter reichen wird, mich nicht an ein teures und unflexibles Produkt wie eine Sofortrente / Versicherung binden. Da sind dann zwar die xxx EUR im Monat "sicher" (vorbehaltlich Inflation...), aber das Geld ist eben auch weg. Wenn man es dann doch gerne auf einen Schlag gehabt hätte, ist das blöd.

    Ein Punkt hier noch. Wer Erben hat, denen er was Gutes tun will, hat bei Rentenprodukten auch ein Problem. Denn in allen Fällen geht der übrige Rest ins Kollektiv bzw. den Gewinn der Gesellschaft. Und auch wer keine Kinder hat, möchte vielleicht (Groß-)nichten und -neffen, dem örtlichen Tierheim oder den Seenotrettern was überlassen.

  • Unabhängig vom Einfluss des Lebensstil und der Genetik, muss man vielleicht noch einige Aspekte beachten, wenn man überlegt, wie alt man wohl werden wird, und was daraus an Konsequenzen z.B. für die Alterssicherung folgen. Bei der durchschnittlichen Lebenserwartung ist es z.B. so, dass es darauf ankommt, für welche Altersgruppe man diese betrachtet. So ist die Lebenserwartung von Älteren automatisch höher, weil ja Personen, die den Durchschnitt zu einem früheren Zeitpunkt nach unten zogen, bereits verstorben sind. Die Anzahl der erwartbaren Lebensjahre nimmt sozusagen zu, wenn man "überlebt". Bei der Diskussion der Schwankungen der Lebenserwartung bei Geburt hierzulande muss man bedenken, dass die Pandemie zu einer Übersterblichkeit bei den Älteren geführt hat, was auch aktuell durch die sog. Hitzesterbefälle wieder in die Statistik eingehen dürfte. Was man nicht vergessen darf, ist, dass die Änderungen bei der Steuerung der Migration (die den demografischen Wandel bei uns etwas gebremst hate) sich ebenfalls auf die durchschnittlichen Lebenserwartung auswirken wird. Die Demografen versuchen daher in unterschiedlichen Szenarien zu rechnen. Inwiefern die ganze Statistik und die Erkenntnisse aus der Ungleicheits- und Lebensstilforschung für einen selbst und die individuelle Lebenserwartung hilft, ist eine andere Frage. Es sind ja Mittelwerte, über die man immer liest, und Streuungen um die Mitte bedeuten halt, dass ein guter Teil darunter und darüber liegt.

  • Dasselbe bei meinem Großvater, der mit 97 ins Heim kam und nochmal richtig an Fahrt aufnahm.

    Interessant. Man hört und liest eigentlich immer das Gegenteil. Vor allem das die Lebenserwartung im Heim vs. zu Hause deutlich geringer sei (im Schnitt nur 2 Jahre) und viele ältere Personen nach dem Heimeinzug mental stark abnehmen. Ich finde solche positiven Berichte wichtig.

  • Allgemein stimmt das, aber es gibt wie hier Ausnahmen. Bei meinem Großvater war das genauso, mit Einzug ins Heim hat er begonnen in Öl zu malen, erst hat er sein Zimmer mit Bildern voll gehängt, dann den Flur vor dem Zimmer, dann das ganze Stockwerk. Er hat sicher bis zum Tod so 70-80 Bilder geschaffen.

  • Was ich sagen will, eine gesunde Lebensweise garantiert noch lange kein langes Leben. Es gibt genug Sportler, die jahrelang sich gesund ernährt haben und sportlich unterwegs waren, auch im Hobbybereich, die dann plötzlich an Krebs, anderen Erkrankungen oder einen Herzinfarkt versterben und / oder am Lebensende dahin weggetieren.

    Schrieb ich irgendwo, das jeder, der sich schlecht ernährt, raucht und/oder trinkt etc. etc. den frühen Tod stirbt? Nein, aber die Gefahr, dass dies passiert ist nachgewiesenermaßen sehr stark erhöht.
    Hinsichtlich der Sportler, hier gerade im Hobbybereich, kenne ich persönlich viele, die dies leider völlig übertreiben.
    Wer kennt sie nicht, die Silberfüchse, die in der Mittagsglut im teuren Originalrennanzug mit ihrem Aluminiumrennrad die Berge im Umland hochjachtern um dann abends in der Hauskneipe 3 oder 4 Bierchen zischen? Bei Berufssportlern sollte allgemein bekannt sein, das sie über Jahre, teils schon seit frühester Jugend, Raubbau am Körper sowie Geist und Seele betreiben. Im Leistungssport gibts viele sog. Sportinvaliden.

  • Beim Thema Heim bin ich sehr gespalten. Aktuell betrifft das Thema Schwiegermutter. Seit 2018 ist sie in einem betreuten Wohnen untergebracht, vorher hat sie ein eigenes Haus gehabt. Schön ist das im Heim auch etwas geboten wird, Singen, Gymnastik, Film-Nachmittag etc. Allerdings wird ihr zuviel abgenommen. Mittlerweile kommen Aussagen von ihr "Das will ich nicht mehr machen", wie z. B. Briefe von Banken oder Versicherungen, sicher nicht immer das beste Erlebnis, lesen und verstehen zu müssen. Der beste Spruch von ihr kam vor ein paar Tagen "Ich hatte in Erdkunde eine 5 und seitdem will ich nichts mehr lernen". Und bei diesen Aussagen bekommt sie auch noch Unterstützung von den Mitbewohnern.

    Gesteigert wurde das noch durch einen kleinen Schlaganfall, den sie vor 3 Jahren hatte. Da laufen die Gespräche mit den Mitbewohnern dann folgendermaßen ab "Ich habe heute wieder alles vergessen." - "Ja, ich auch" Also ziehen die sich gegenseitig nach unten.

    Ich frage mich, wie wäre sie, wenn sie noch allein leben würde und quasi die Verantwortung selbst tragen müßte.

  • . Allerdings wird ihr zuviel abgenommen. Mittlerweile kommen Aussagen von ihr "Das will ich nicht mehr machen", wie z. B. Briefe von Banken oder Versicherungen, sicher nicht immer das beste Erlebnis, lesen und verstehen zu müssen. Der beste Spruch von ihr kam vor ein paar Tagen "Ich hatte in Erdkunde eine 5 und seitdem will ich nichts mehr lernen". Und bei diesen Aussagen bekommt sie auch noch Unterstützung von den Mitbewohnern.

    Gesteigert wurde das noch durch einen kleinen Schlaganfall, den sie vor 3 Jahren hatte. Da laufen die Gespräche mit den Mitbewohnern dann folgendermaßen ab "Ich habe heute wieder alles vergessen." - "Ja, ich auch" Also ziehen die sich gegenseitig nach unten.

    Ich frage mich, wie wäre sie, wenn sie noch allein leben würde und quasi die Verantwortung selbst tragen müßte.

    Das, was man nicht mehr macht, kann man auch dann irgendwann leider nicht mehr. Ist zwar eine Binse, :/aber deswegen nicht weniger wahr.

    Ich bin jetzt 72, wohne auch im 2.ten Stock. Aber deswegen ein Altenheim anzusteuern?

    Allerdings habe ich auch Vorerkrankungen, dank denen ich kaum ein hohes Alter erreichen dürfte und mir hoffentlich ein längeres Dahinsiechen erspart bleibt.

    Ich möchte nicht um jeden Preis möglichst viele Jahre gewinnen, wenn diese mit absoluter Geldknappheit, massiver Abhängigkeit von anderen, ständiger medizinischer Behandlung und dem Verlust meiner Bewegungsfreiheit verbunden wären.

  • Die Jahre mit Leben füllen, nicht das Leben mit Jahren - klingt sehr reflektiert! :/

    Ich vermute mal es ist ziemlich schwierig alt zu werden ohne die Jahre mit Leben zu füllen. Ich hab schon mehrere Menschen ziemlich rasch sterben sehen nachdem sie ihren Sinn oder ihre Hoffnung verloren (und auch nicht mehr wiedergefunden) haben. Das ging relativ schnell und irgendwie macht es für mich auch Sinn.

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