GRV ungleich Investment

  • So liegt der AN-Anteil der 60+ jährigen bei VW bei 5% während der Anteil der 60+ jährigen im deutschen Handwerk mit 9% deutlich höher liegt. Mag auch daran liegen, dass es die Wirtschaft so gar nicht gibt, sondern jedes Unternehmen höchst individuelle Wünsche hat.

    Dennoch hat die Wirtschaft ja ihre Spitzenverbände... Die hätte man ja einladen können, ebenso wie jemanden vom DGB. Dafür hätte man die Politik außen vor lassen können.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

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  • Was den DGB dann dazu veranlasst hat gleich eine eigene Rentenkommission ins Leben zu rufen.:D

    Und die Wirtschaft? Viel mehr als 'Rente mit 70' habe ich aus der Ecke noch nicht gehört. :/
    Ist doch eigentlich erstaunlich. Da fordert 'die Wirtschaft' die Rente mit 70, während doch die Wirtschaft in Ausprägung der großen Konzerne gleichzeitig Alles dafür tut Ihre Mitarbeiter möglichst für in Rente zu schicken.
    So liegt der AN-Anteil der 60+ jährigen bei VW bei 5% während der Anteil der 60+ jährigen im deutschen Handwerk mit 9% deutlich höher liegt. Mag auch daran liegen, dass es die Wirtschaft so gar nicht gibt, sondern jedes Unternehmen höchst individuelle Wünsche hat.

    Die Wirtschaft wird es nicht geben (können), nehmen wir eine Gießerei und ein Café, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gießerei für die Mitarbeiter der Produktion eine Rente mit 70 begrüßt, dagegen der Café Inhaber wird damit weniger Probleme haben, in meinem Lieblings Café ist es wohl jetzt schon Gang und gebe, dass sich Rentner noch was dazu verdienen. Was tatsächlich dem Klima sehr gut tut und auch dazu beiträgt, dass ich und viele andere gerne dort sind. Wenn die Gießerei ständig Fehlzeiten durch krankheitsbedingte Ausfälle verkraften muss, geht es teilweise auf deren Kosten.

  • ...Und die Wirtschaft? Viel mehr als 'Rente mit 70' habe ich aus der Ecke noch nicht gehört.
    Ist doch eigentlich erstaunlich. Da fordert 'die Wirtschaft' die Rente mit 70, während doch die Wirtschaft in Ausprägung der großen Konzerne gleichzeitig Alles dafür tut Ihre Mitarbeiter möglichst für in Rente zu schicken.
    So liegt der AN-Anteil der 60+ jährigen bei VW bei 5% während der Anteil der 60+ jährigen im deutschen Handwerk mit 9% deutlich höher liegt. Mag auch daran liegen, dass es die Wirtschaft so gar nicht gibt, sondern jedes Unternehmen höchst individuelle Wünsche hat.

    Sehe es mal anders rum, dann wird auch ein Schuh daraus. Die grossen Wirtschaftsverbände der Industrie und der Grosskonzerne haben ein absolutes Interesse daran das möglichst viele Arbeitnehmer auf dem Markt sind, auch die mit 70. Grössere Auswahl zu haben ist aus zwei Gründen gut, auch unter den älteren findet auch ein Grosskonzern mal was brauchbares und eine große Gruppe die einer begrenzten Anzahl an Arbeitsplätzen gegenübersteht lässt sich besser steuern und auch im Gehalt drücken. Auch als Merkel rief "wir schaffen das" war das sehr willkommen für die Industrie, langt ja wenn auch bei den Neubürgern nur ein paar brauchbare dabei sind. Die Kosten für die Nicht benötigten und die Alten, die dann auf dem Abstellgleis sind interessiert die Industrie dann herzlich wenig, sind ja nicht auf Ihrer Payroll. Daher kann ich das Geschrei gerade aus dieser Ecke über Fachkräftemangel schon mal gar nicht ernst nehmen.

  • Da muss ich doch mal fragen, ob die Empfehlungen der Kommission überhaupt mal gelesen, wenigstens überflogen wurden?

    Selbstverständlich habe ich das gelesen. Keine Ahnung, warum Du mir hier so etwas unterstellen musst. Aber im Gegensatz zu einer Vollversorgung nach wenigen Jahren Politikerdasein, wird es zukünftig eine Zusatzversorgung geben. Die wird kaum darin bestehen, eine komplette Rundumversorgung sicher zu stellen. Aber vielleicht habe ich da einfach eine positivere Erwartungshaltung als Du.

    Und ich gehe noch einen Schritt weiter, was so nicht in dem Bericht steht: Die Beiträge, die der Abgeordnete an die Rentenkasse leistet, wird der Steuerzahler (zusätzlich) leisten. Und zusätzliche ca. 17 Stellen in der Bundestags- und den Landtagsverwaltungen, um diese Berechnungen hin und her zu schieben, gleich mit.

    Klar - du bist sowas von unvoreingenommen. Also ob die entsprechenden Behörden nicht bereits jetzt über entsprechendes Personal verfügen würden zur Abrechnung der übrigen Lohnempfängern und die Abrechnung der aktuellen Bezüge macht natürlich gar keine Arbeit.

  • Die wird kaum darin bestehen, eine komplette Rundumversorgung sicher zu stellen. Aber vielleicht habe ich da einfach eine positivere Erwartungshaltung als Du.

    Wenn es wörtlich heißt: "Um die dabei entstehende Versorgungslücke auszugleichen, soll eine Zusatzversorgung eingerichtet werden" sehe ich nicht, wieso der Abgeordnete da Abstriche erwarten müsste. Die entstehende Lücke soll ausgeglichen werden, da steht nicht größtenteils, oder teilweise, oder ein wenig. Komplett ausgeglichen, ergo auf dem gleichen Niveau wie heute.

    Eine andere Frage in dem Zusammenhang könnte ja auch sein: Wen will man den zukünftig als Abgeordnete gewinnen? Wie sich der Bundestag und die Landtage im Bezug auf Berufe und Beschäftigungsverhältnisse zusammenstellen, ist ja bekannt und wird oft auch kritisiert. Müsste man nicht deren Versorgung und Entlohnung eher noch deutlich anheben, als symbolpolitisch oder real noch zu beschneiden? Aber über die Frage könnte man sicher noch 200 Seiten füllen.

    Klar - du bist sowas von unvoreingenommen.

    Nein, an der Stelle bin ich komplett voreingenommen. Personalverwaltung im öD gehört seit über 20 Jahren zu meinem beruflichen Aufgabenbereich. Wann immer etwas sozialer, gerechter o.ä gestaltet werden sollte, ist dieser Verwaltungsbereich personell weiter aufgestockt worden. Einfach weil die Prozesse und Arbeitsschritte real auch mehr wurden. Das ist im Übrigen ja auch keine Besonderheit des öD, sondern wird auch von der Privatwirtschaft gerne kritisiert. Die Rentenbeiträge von den bestehenden Abgeordneten abzuführen wird vielleicht noch der bestehenden Mannschaft als zusätzlicher Schritt aufs Auge gedrückt, einmal in den Rechner getippt und dann müsste es laufen. Aber z.B. die Rechnerei, damit jeder Abgeordnete mit jeder Erwerbsbiographie auch ja das richtige Verhältnis von Zusatzversorgung und "Rente" bekommt, Vergleichsmitteilungen, Klärungen etc. wird einen Stellenaufwuchs bringen. Alles andere grenzt an ein Wunder.

  • Müsste man nicht deren Versorgung und Entlohnung eher noch deutlich anheben, als symbolpolitisch oder real noch zu beschneiden? Aber über die Frage könnte man sicher noch 200 Seiten füllen.

    Das würde einen weiteren Thread füllen.

    Aus meiner Sicht ist das Problem nicht die Versorgung, sondern dass die Politik-Blase kein attraktives Arbeitsumfeld ist. Dazu kommt, dass man als Neuling kaum Chancen hat soweit zu kommen, dass man auch nur kandidieren könnte.

  • Aus meiner Sicht ist das Problem nicht die Versorgung, sondern dass die Politik-Blase kein attraktives Arbeitsumfeld ist.

    Ich denke, es kommt drauf an. Die Top-Positionen sind sicherlich nicht besonders attraktiv entlohnt. So ein Kanzler oder Minister kann in der Wirtschaft sehr viel mehr verdienen und das mit sehr viel weniger öffentlicher Anfeindung. Der einfache Abgeordnete steht aber schon gut da

  • Der einfache Abgeordnete steht aber schon gut da

    In seiner Amtszeit i.d.R. ja. Wenn der Abgeordnete dann aber vom bösen Wähler nicht mehr gewählt wird, und noch jünger ist, aus seinem früheren Job aber mal eben 4-8 Jahre raus ist ist die zukünftige Absicherung schon eine gewisse Stellschraube. Einfach die nächstbesten gutbezahlten Jobangebote annehmen gibt auch wieder nur Zirkus...

  • Da liegst du ziemlich daneben. Wir haben im aktuellen Kabinett Minister, die vorher im Millionenbereich verdient haben und jetzt mit guten 200k im Jahr heimgehen.

    https://www.capital.de/geld-versicher…e-35679598.html

    Ausnahmen bestätigen eben die Regel. Aber wer würde den aktuellen Finanzminister oder die Arbeitsministerin schon zu den Bezügen beschäftigen, die sie aktuell haben? Von der ehemaligen Außenministerin ganz zu schweigen.

  • Ausnahmen bestätigen eben die Regel. Aber wer würde den aktuellen Finanzminister oder die Arbeitsministerin schon zu den Bezügen beschäftigen, die sie aktuell haben? Von der ehemaligen Außenministerin ganz zu schweigen.

    Irgendwelche NGOs oder Thinktanks finden sich immer.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Aber wer würde den aktuellen Finanzminister oder die Arbeitsministerin schon zu den Bezügen beschäftigen, die sie aktuell haben? Von der ehemaligen Außenministerin ganz zu schweigen.

    So lange diese nicht produktiv und wertschöpfend tätig sprich beschäftigt werden (sollen oder müssen) - sondern direkt oder indirekt via der Steuerbürger bezahlt werden können - wird sich zumindest eine finanziell halbwegs attraktive Stelle (ggf. mit Hilfe der politischen Community) finden lassen.

  • Ich denke, es kommt drauf an. Die Top-Positionen sind sicherlich nicht besonders attraktiv entlohnt. So ein Kanzler oder Minister kann in der Wirtschaft sehr viel mehr verdienen und das mit sehr viel weniger öffentlicher Anfeindung. Der einfache Abgeordnete steht aber schon gut da

    Der Kanzler und die Minister tragen weit weniger Verantwortung, weil sie aus dem
    Amt heraus relativ wenig allein machen können. Sie brauchen Kabinettsbeschlüsse oder Mehrheiten im Parlament.

    Bis ein Politiker für eine Entscheidung persönlich haftet, muss sehr, sehr viel passieren - siehe Maskendeals und die gesperrte Bonner Nordbrücke. In Unternehmen geht sowas schneller.

  • Nur am Rande aber in dem Kontext

    In der Regel nimmt das EU Parlament ja auch die Politiker auf die in ihren Heimatländern versagt haben, deswegen versuchen die dieses Parlament auch immer grösser zu machen. Es ist sozusagen das Bälleparadies der Aussortierten.

    Die werden in so manchen Fällen nicht nur "aufgenommen" - sondern besetzen sogar Positionen an ganz prominenter Stelle. Siehe beispielsweise Frau von der Leyen als - meines Wissens - Präsidentin der Europäischen Kommission seit 2019. Es reicht manchmal die passsende Figur (oder am wenigsten unpassende) im politischen Ränkespiel der EU zu sein.

    Da Herrn Macron damals (Europawahl 2019) der eigentliche Gewinner der EU-Wahl - Manfred Weber (CSU bzw. EVP) - nicht in den Kram passte, wurde letztlich Weber abserviert und das Duo Frau von der Leyen, die bei der Europa-Wahl nach meiner Erinnerung gar nicht auf dem Wahlzettel stand ..., als Präsidenten der EU-Kommission installiert und Madame Lagarde als Präsidentin der EZB (weder die fehlende Banklehre noch ein Schuldspruch des französischen Gerichts (Gerichtshof der Republik) im Jahr 2016 bezüglich des "fahrlässigen Umgangs mit öffentlichen Geldern" standen dem entgegen) installiert.

  • Dennoch hat die Wirtschaft ja ihre Spitzenverbände... Die hätte man ja einladen können, ebenso wie jemanden vom DGB. Dafür hätte man die Politik außen vor lassen können.


    Und du glaubst ernsthaft, da wäre ein Kompromiss rausgekommen, der auch nur ansatzweise was getaugt hätte?
    Es wäre doch absolut nicht zielführend gewesen, in einer Kommission, die das größtmögliche Rad drehen soll, die beiden Sozialpartner einzuladen. Was hätte da denn rauskommen sollen?

  • Der Kanzler und die Minister tragen weit weniger Verantwortung, weil sie aus dem
    Amt heraus relativ wenig allein machen können. Sie brauchen Kabinettsbeschlüsse oder Mehrheiten im Parlament.

    Politische Verantwortung ist etwas komplett anderes, wenn da was schief geht, sollte ein Rücktritt fällig sein, ob der tatsächlich erfolgt, hängt am Rückhalt der Person und der Öffentlichkeit.

    Bis ein Politiker für eine Entscheidung persönlich haftet, muss sehr, sehr viel passieren - siehe Maskendeals und die gesperrte Bonner Nordbrücke. In Unternehmen geht sowas schneller.

    Persönliche Haftung kann es hier auch nicht geben, das könnte niemand privat bezahlen. Wenn es das geben würde, wäre es ein persönliches Himmelfahrtskommando in die Politik zu gehen und mutige Entscheidungen zu treffen, das würde dann keiner mehr machen.

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