GRV ungleich Investment

  • Unerwünschter Nebeneffekt - soweit es dabei um Lehrkräfte gehen soll - dieser empfohlenen Maßnahme: Die Zahl der Interessenten unter den Studienanfängern für diesen Job dürfte noch weiter zurückgehen als ohnehin schon, um dem bundesweit grassierenden Lehrermangel zu entgegnen und erst recht den steigenden Anteil derjenigen aktuellen Lehrkräfte zu kompensieren, die - ob verbeamtet oder nicht verbeamtet - vorzeitig das Handtuch werfen.

    Noch jemand der bestimmte Rollen durch Verbeamtung attraktiver machen möchte und das wo es Beamte doch so schwer haben, ja Mindset ist tatsächlich ein Stichwort.

    41 Stundenwoche, kein Weihnachtsgeld, eingeschränkte Nebentätigkeit, eingeschränkte Meinungsfreiheit.

    Merkt ihr selber, oder?

    Mal ernsthaft Verbeamtung ist doch kein Marketing Instrument damit sich jemand bereit erklärt den "miesen" Job zu machen, das geht direkt am Sinn vorbei. Klar die Ländern stehen da im Wettbewerb zueinander, eigentlich auch ein Witz.

    Ich bin kein Gegner des Berufsbeamtentums, aber das geht komplett am Sinn vorbei!

  • Unsere Empfehlungen zu diesem Thema

    Klickst Du auf eine Empfehlung mit *, unterstützt das unsere Arbeit. Finanztip bekommt dann eine Vergütung. Empfehlungen geben wir immer nur redaktionell unabhängig und nach strengen Finanztip-Kriterien. Mehr Infos

    Von unseren Finanztip-Experten getestet

    Was Finanztip ausmacht
    Finanztip Bewertungen
  • Keine Ahnung, ob das ein missglückter Versuch von Satire war.

    Naja, dass der Beamte, der im Wartezimmer des Arztes sitzt und dafür eine Rechnung bekommen wird, mehr für das BIP tut als der Beamte, der im Büro sitzt, das ist zwar eine Tatsache, die man aber nicht dem Beamten vorwerfen sollte, sondern vielleicht hinterfragen wie das BIP ermittelt wird.

  • Wenn kein Bundesland mehr Lehrer verbeamtet, ist das Thema auch kein Thema mehr.

    Bitte keine Politikwissenschaftler und kein Marcel Fratzscher mehr im TV.

    Satt 300k+ Neubauwohnungen brauchen wir 300k+ Abschiebungen, um schnellere Arzttermine zu ermöglichen, Krankenkassenbeiträge zu senken und Stadt- und Gemeindeabgaben zu senken.

  • Unerwünschter Nebeneffekt - soweit es dabei um Lehrkräfte gehen soll - dieser empfohlenen Maßnahme: Die Zahl der Interessenten unter den Studienanfängern für diesen Job dürfte noch weiter zurückgehen als ohnehin schon, um dem bundesweit grassierenden Lehrermangel zu entgegnen und erst recht den steigenden Anteil derjenigen aktuellen Lehrkräfte zu kompensieren, die - ob verbeamtet oder nicht verbeamtet - vorzeitig das Handtuch werfen.

    Macht nix, wir bekommen ja auch kaum noch Kinder, die auf eine Schule gehen würden. Und der Rest lässt sich mit etwas mehr Effizienz lösen. Unterricht bis zu den Sommerferien statt Notenkonferenz 3 Wochen vorher. Wobei absehbar bis dahin auch nicht mehr viel passieren wird, aktuell ist Schule hier im Süden nur noch halbtags. Frage mich ja immer, was die Bauarbeiter hier in der Siedlung von hitzefrei halten würden...

  • Das ganze liest sich ganz brauchbar.
    Und so schlimm wird’s für mich wohl nicht werden . Mit Baujahr 73 habe ich auch noch ein bisschen Zeit und kann bis dahin noch fleißig Beiträge zahlen.

    Die Kapitalrente ( Empfehlung 28) werde ich dann zwar nur am Rande noch mitnehmen.

    Allerdings bin ich mir auch nicht sicher ob diese wirklich kommt.
    Wenn das ganze dann in Gesetze gegossen wird ist bestimmt wieder „Börsencrash“ und es wird wieder geschrien das unsere Rente verzockt wird.

    Hinweis für die Crashpropheten: Um den Gesetzgebungstermin der Aktienrente werden die Kurse Weltweit mindestens um 20% einknicken. ;)

  • Ich zitiere mal aus einer Zusammenfassung auf der zdf.heute-Webseite

    Erweiterung des Beitragszahlerkreises

    • Einbeziehung von Selbstständigen und Politikern: Um die gesetzliche Rentenkasse kurz- und mittelfristig zu stabilisieren, sollen Abgeordnete sowie Selbstständige ohne berufsständische Absicherung verpflichtend einzahlen.
    • Langfristige Einbindung von Beamten: Perspektivisch wird die Integration von Beamten vorgeschlagen. Akut wird empfohlen, dass Bund und Länder weniger Personal verbeamten und dies strikt auf rein hoheitliche Aufgaben begrenzen.

      Also ich erkenne es schon aber halt noch nicht nächste Woche! ;)

    Das mit den Abgeordneten/Politikern soll die Rentenkasse stabilisieren? Wie?

    1. Sind Abgeordnete/Politiker nicht in der Regel Beamte?

    2. Wieso sollen die Abgeordneten/Politiker früher, aber Beamte allgemein erst später, in die GRV?

    3. Ist das nur eine Art "Schaulaufen" um zu zeigen "Wir Politiker - die über die GRV entscheiden - gehören auch dazu"? Weil genau das Gegenteil hin & wieder moniert wurde?

  • Ja, reine Symbolpolitik. Wird auch in der Langfassung der Empfehlung deutlich, wo davon gesprochen wird, dass man die dadurch entstehende Versorgungslücke mittels einer Zusatzversorgung ausgleichen will. Da werden keine Zahlen geändert oder verbessert, sondern nur verschoben, mit vermutlich steigendem Verwaltungsaufwand dazwischen.

    Gleiches gilt auch bei Empfehlung 25: "Die Kommission empfiehlt, Vorstände von Aktiengesellschaften in den Kreis der Pflichtversicherten in die GRV einzubeziehen"

    Da heißt es dann in der (spärlichen) Erläuterung: "Die Auswirkungen auf die finanzielle Entwicklung der GRV sind angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern vernachlässigbar."

    Ja, verständlich, aber war nicht genau das eigentlich die große Überschrift?

    An den Punkten merkt man dann doch, dass diese Kommission auch politisch besetzt wurde, nicht unbedingt nur fachlich.

    Lesenswert im Übrigen auch die Ausführungen zur Empfehlung 33 (organisatorische Weiterentwicklung der GRV).

  • Das mit den Abgeordneten/Politikern soll die Rentenkasse stabilisieren? Wie?

    Den größten Beitrag wird das sicher nicht leisten. Es dürfte aber die Altersbezüge zukünftiger Politiker erheblich einschränken. Zusätzlich muss sich das Parlament zukünftig nicht mehr mit Regelungen dazu beschäftigen.

    1. Sind Abgeordnete/Politiker nicht in der Regel Beamte?

    2. Wieso sollen die Abgeordneten/Politiker früher, aber Beamte allgemein erst später, in die GRV?

    3. Ist das nur eine Art "Schaulaufen" um zu zeigen "Wir Politiker - die über die GRV entscheiden - gehören auch dazu"? Weil genau das Gegenteil hin & wieder moniert wurde?

    zu 1) nein
    https://de.statista.com/statistik/date…-berufsgruppen/

    zu 2) Die Eingliederung der Beamten würde die GRV eher finanziell belasten. Einfach mal schlau machen.

    zu 3) Die Kommission war nicht ausschließlich durch Politiker besetzt.

  • Den größten Beitrag wird das sicher nicht leisten. Es dürfte aber die Altersbezüge zukünftiger Politiker erheblich einschränken. Zusätzlich muss sich das Parlament zukünftig nicht mehr mit Regelungen dazu beschäftigen.

    zu 1) nein
    https://de.statista.com/statistik/date…-berufsgruppen/

    zu 2) Die Eingliederung der Beamten würde die GRV eher finanziell belasten. Einfach mal schlau machen.

    zu 3) Die Kommission war nicht ausschließlich durch Politiker besetzt.

    Danke!

    Eben gefunden: https://parlamentjobs.de/sind-politiker-beamte/

  • Leider, ja. Und wenn man dann noch sieht, dass die SPD-Linksaußen Annika Klose dabei war, wundert einen nichts mehr...

    Und was diese Frau den jetzt genau in der Kommission falsch gemacht ? Gibt es da qualifizierte Infos was die so alles in der Kommission verbockt hat ? Oder ist das eher ein Bauchgefühl von dir und von der kam z.B. der Vorschlag der Kapitaldeckung ? Wen du da keine genauen Belege hast ist das nur Bashing gegen unerwünschte Politiker.

  • Allerdings bin ich mir auch nicht sicher ob diese wirklich kommt.
    Wenn das ganze dann in Gesetze gegossen wird ist bestimmt wieder „Börsencrash“ und es wird wieder geschrien das unsere Rente verzockt wird.

    Hinweis für die Crashpropheten: Um den Gesetzgebungstermin der Aktienrente werden die Kurse Weltweit mindestens um 20% einknicken.

    Schau dir mal die Geschichte des „Schwedischen Modells“ an.

    Was die Anfangs „gelitten“ haben… Da lief jahrelang gar nichts..

  • Und was diese Frau den jetzt genau in der Kommission falsch gemacht ? Gibt es da qualifizierte Infos was die so alles in der Kommission verbockt hat ? Oder ist das eher ein Bauchgefühl von dir und von der kam z.B. der Vorschlag der Kapitaldeckung ? Wen du da keine genauen Belege hast ist das nur Bashing gegen unerwünschte Politiker.

    Ich war nicht dabei, und die Protokolle sind ja leider nicht öffentlich. Dass diese Dame dabei war dürfte aber den Populismus mit den Abgeordneten und den Vorstandsvorsitzenden erklären.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Schau dir mal die Geschichte des „Schwedischen Modells“ an.

    Was die Anfangs „gelitten“ haben… Da lief jahrelang gar nichts..

    Was sich natürlich heute auszahlt. Schließlich ist so eine Aktienrente ja nicht dafür gedacht, dass man heute einzahlt und morgen Geld entnimmt. Es ist ein Lebenszyklusmodell.
    Und ja in Schweden gab es 2008/2009 ernsthafte Bestrebungen einiger Parteien die Aktienrente wieder abzuschaffen. Inzwischen will davon aber wohl keine Partei mehr etwas wissen.
    Wir Menschen können exponentielle Verläufe einfach nicht erfassen (Zinseszinseffekt).

  • Spekulation. Bringt nicht weiter.

    Ach, nu komm. Schau dir die Zusammensetzung der Kommission an. Drei Politiker, ein Mitglied mit Caritas-Hintergrund, ein ehemaliger BA-Chef, die DRV darf auch mit am Tisch sitzen.

    Wer nicht dabei ist: Arbeitnehmer und die Wirtschaft...

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Wer nicht dabei ist: Arbeitnehmer und die Wirtschaft...

    Was den DGB dann dazu veranlasst hat gleich eine eigene Rentenkommission ins Leben zu rufen.:D

    Und die Wirtschaft? Viel mehr als 'Rente mit 70' habe ich aus der Ecke noch nicht gehört. :/
    Ist doch eigentlich erstaunlich. Da fordert 'die Wirtschaft' die Rente mit 70, während doch die Wirtschaft in Ausprägung der großen Konzerne gleichzeitig Alles dafür tut Ihre Mitarbeiter möglichst für in Rente zu schicken.
    So liegt der AN-Anteil der 60+ jährigen bei VW bei 5% während der Anteil der 60+ jährigen im deutschen Handwerk mit 9% deutlich höher liegt. Mag auch daran liegen, dass es die Wirtschaft so gar nicht gibt, sondern jedes Unternehmen höchst individuelle Wünsche hat.

  • Und wenn man dann noch sieht, dass die SPD-Linksaußen Annika Klose dabei war, wundert einen nichts mehr...

    Du gehst aber gestreng mit der Annika ins Gericht ...

    Erinnere mich an einige Beiträge von Dir: In Sachen Staatsgläubigkeit zumindest seid ihr euch extrem ähnlich und liegt auf einer gemeinsamen Linie.

    Nur der guten Ordnung halber eine kleine Präzisierung: Die Annika Gisela war nicht nur "dabei" - sondern, nach meinem bescheidenen Wissen, immerhin "stellvertretende Vorsitzende der Alterssicherungskommission der Bundesregierung". So viel Zeit muß sein.

    Nach 30 Jahren oder mehr der Unterlassungen beispielsweise in Sachen "zwingender Einbezug kapitalgedeckter Elemente in die GRV" sollte man (präziser muß man) für diese Reformvorschläge dankbar sein.

    Etwas Besseres in Sachen GRV dürfte - jedenfalls von dieser Koalition - nicht zu erwarten sein.


    Dir weiter ganz viel Glück mit Deinen privaten Finanzen und Deiner kommenden Pension ... !

  • Es dürfte aber die Altersbezüge zukünftiger Politiker erheblich einschränken. Zusätzlich muss sich das Parlament zukünftig nicht mehr mit Regelungen dazu beschäftigen.

    Da muss ich doch mal fragen, ob die Empfehlungen der Kommission überhaupt mal gelesen, wenigstens überflogen wurden?

    Hier nochmal der Link zum kompletten Bericht.

    Dort heißt es nämlich:

    Zitat

    Die Kommission empfiehlt, Abgeordnete zeitnah in die GRV einzubeziehen. Um die
    dabei entstehende Versorgungslücke auszugleichen, soll eine Zusatzversorgung
    eingerichtet werden.

    Es wird also weder etwas eingeschränkt, noch werden die Parlamente weniger Arbeit haben.


    Und ich gehe noch einen Schritt weiter, was so nicht in dem Bericht steht: Die Beiträge, die der Abgeordnete an die Rentenkasse leistet, wird der Steuerzahler (zusätzlich) leisten. Und zusätzliche ca. 17 Stellen in der Bundestags- und den Landtagsverwaltungen, um diese Berechnungen hin und her zu schieben, gleich mit.

Passende Ratgeber für Dich

Von Finanztip-Experten fundiert recherchiert

Was Finanztip ausmacht
Finanztip Bewertungen