GRV ungleich Investment

KI-Zusammenfassung

: Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

Ist die gesetzliche Rentenversicherung eine schlechte Geldanlage, oder ist sie vor allem Schutz gegen Langlebigkeit und andere Risiken? Anlass ist der Vergleich mit ETF-Anlagen, besonders bei freiwilligen Beiträgen, Nachzahlungen und Sonderzahlungen.

  • Mehrere Beiträge betonen die Risikoabsicherung der GRV, während andere freiwillige Einzahlungen als Geldanlage neben Rürup, privaten Rentenversicherungen oder ETFs einordnen.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu Nachzahlungen für Ausbildungszeiten bis 45, Ausgleichszahlungen ab 50, Steuerwirkung, Rentenbeginn und ausführlicher Rentenauskunft.
  • Ein klarer Konsens zur GRV als gute oder schlechte Anlage entsteht nicht, aber mehrere Beiträge sehen private Kapitalanlagen eher als Ergänzung zur lebenslangen Basisrente.

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  • Bei der langen Nacht der Koalitionäre kam wohl raus das die Planung der Rentenreform dieses Jahr nicht mehr klappt und erst mal aufs Frühjahr 2027 verschoben wird. Es traut sich aktuell wohl niemand an dieses Pulverfaß, dieses Thema hat das Potenzial ganze Parteienlandschaften und die Demokratie zu verschieben, siehe aktuelle Umfragen und Landtagswahlen. Es geht immerhin um weit über 30 Mio vergraulte Wähler in diesem Land nur bei diesem einem Thema (21 Mio Rentner und 10 Mio die das in den nächsten 10 Jahren werden wollen).

    Da weiß man gar nicht, ob man lachen oder weinen soll.

    Ich glaube nicht, dass es das Vertrauen in die Akteure stärkt, wenn zunächst erklärt wird, man müsse und werde die Vorschläge der Kommission komplett umsetzen. Mit dem Unterton, dass man das für den richtigen Weg halte. Und jetzt macht man lieber gar nichts als das richtige (mindestens nach eigener Auffassung), weil man Angst vor Wahlergebnissen hat?

  • Gerade die Aktienrente finde ich das beste Ergebnis dieser Kommission von den 33 Vorschlägen, da es langfristig Früchte tragen wird. Verstehe es gerade hier im Forum nicht warum gerade dieser Punkt so kritisch gesehen wird, machen doch die meisten Schreiber hier doch auch privat.

    Ich befürworte nicht die Aktienrente, ganz im Gegenteil.

    Ich habe aber ein Problem damit, dass an jeder Ecke lamentiert wird, die Kosten für Arbeit seien zu hoch, die Staatsquote sei zu hoch. Und auf dieses "zu hoch" packt man noch 2 % drauf.

    Sondervermögen Zukunft (für Rente und Bildung) - wann kommt das?

    Unabhängig von der Frage, ob das wirklich stimmt (es gibt auch Auswertungen, dass das nicht so ist), ist die Argumentation einfach nicht schlüssig. Und dann überzeugt man halt auch niemanden.

  • Die Nacht vergessen wir mal, ist ja auch nicht kriegsentscheidend. Hier der Link

    Merz will Reformpaket bis zum Frühjahr umsetzen

    Trotzdem passt auch der Rest der Nacht nicht zu deiner Aussage

    Bei der langen Nacht der Koalitionäre kam wohl raus das die Planung der Rentenreform dieses Jahr nicht mehr klappt und erst mal aufs Frühjahr 2027 verschoben wird.

    Vielleicht kannst du den Unterschied zwischen Planung und Umsetzung zur Kenntnis nehmen. Dichtung und Drama(tisierung) bringen gar nichts.

  • Das Problem ist ja auch, dass 33 Maßnahmen einfach zusammengewürfelt wurden (teilweise neu, teilweise Essig in neuen Schläuchen) und man dieses Sammelsurium als "Gesamtkunstwerk" bezeichnet hat.

    Wenn man sich jetzt die frühestmöglichen Beginne der verschiedenen Altersrenten anschaut, dann wären das mit 35 Jahren an anrechenbaren Zeiten 63 Jahre (-.14,4% Abschlag), mit 45 Jahren an anrechenbaren Zeiten 65 Jahre (abschlagsfrei) und 67 Jahre (abschlagsfrei).

    48 Monate lang 85,6% der späteren Rente zu beziehen, sorgt für einen "Vorsprung" dieser Variante, den die Rente ab 67 erst nach gut 23 Jahren aufgeholt hat.

    Die abschlagsfreie Rente ab 65 hätte den Vorsprung (in diesen Fall aus 24 Monaten) bereits nach 11 bis 12 Jahren aufgeholt.

    Falls man diese Variante abschafft, dann wird die Rente ab 63 im Vergleich attraktiver. Folglich wird Armin Arbeitnehmer, sofern in der Kanzler nicht nachhaltig zu motivieren vermag, überlegen, nicht bis 67 durchzuknüppeln, sondern ab 63 Rentner zu werden und ggf. auf Minijobbasis ein wenig aufzustocken. Folglich fehlt nicht ab 65 eine Vollzeitkraft, sondern bereits ab 63.

    Wieso z. B. die Aktienrente nur Sinn ergeben würde, wenn vorher die abschlagsfreie Rente ab 65 rasiert wird, bleibt wohl das Geheimnis des Künstlerkollektives. :rolleyes:

  • Wieso z. B. die Aktienrente nur Sinn ergeben würde, wenn vorher die abschlagsfreie Rente ab 65 rasiert wird, bleibt wohl das Geheimnis des Künstlerkollektives. :rolleyes:

    Das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun, auch eine Bundesregierung weiß, dass gerade die Menschen, die mit Anfang bis Mitte 60 ihre 45 Jahre voll haben, meist körperliche Arbeiten machen und mit 65 ihr Gesundheitszustand zum Renteneintritt rät. Also muss man dann mit Abzügen rechnen die nur der Kostensenkung dienen und denen die am längsten eingezahlten haben schmerzlich fehlen. Künstlerkollektiv würde ich in diesem Zusammenhang zum Wort des Jahres nominieren ;).

  • Das Eine hat mit dem anderen nichts zu tun, auch eine Bundesregierung weiß, dass gerade die Menschen, die mit Anfang bis Mitte 60 ihre 45 Jahre voll haben, meist körperliche Arbeiten machen und mit 65 ihr Gesundheitszustand zum Renteneintritt rät. Also muss man dann mit Abzügen rechnen die nur der Kostensenkung dienen und denen die am längsten eingezahlten haben schmerzlich fehlen. Künstlerkollektiv würde ich in diesem Zusammenhang zum Wort des Jahres nominieren ;).

    Eigentlich sollte doch mittlerweile unumstritten sein, dass eben gerade diese Gruppe nur in geringem Umfang trifft. Eher kannst Du sie dadurch beschreiben, dass diejenigen eine Lehre absolviert haben und danach einen eher wenig körperlich anspruchsvollen Beruf ausgeübt haben und das möglichst lückenlos. Frauen sind unterdurchschnittlich vertreten, weil sie wegen Teilzeit/Kindererziehung nicht auf die 45 Jahre kommen.

    Gerad für den Handwerker/Bauarbeiter mit berufsbedingten körperlichen Einschränkungen sollte es mit den Änderungen tendenziell besser werden. Denn der Fliesenleger, der mit 64 noch in seinem Beruf arbeitet ist eine rare Spezies.

  • Eigentlich sollte doch mittlerweile unumstritten sein, dass eben gerade diese Gruppe nur in geringem Umfang trifft. Eher kannst Du sie dadurch beschreiben, dass diejenigen eine Lehre absolviert haben und danach einen eher wenig körperlich anspruchsvollen Beruf ausgeübt haben und das möglichst lückenlos. Frauen sind unterdurchschnittlich vertreten, weil sie wegen Teilzeit/Kindererziehung nicht auf die 45 Jahre kommen.

    Gerad für den Handwerker/Bauarbeiter mit berufsbedingten körperlichen Einschränkungen sollte es mit den Änderungen tendenziell besser werden. Denn der Fliesenleger, der mit 64 noch in seinem Beruf arbeitet ist eine rare Spezies.

    Mit dieser Aussage gehe ich nicht mit, in meinem Umfeld betrifft es Handwerker und Leute die im Gesundheitswesen im Schichtsystem arbeiten. Aber selbst wenn es so wäre, hätten Berechtigte 45 Jahre eingezahlt.

  • Frauen sind unterdurchschnittlich vertreten, weil sie wegen Teilzeit/Kindererziehung nicht auf die 45 Jahre kommen.

    Auch Teilzeitbeschäftigung führt zu einer Pflichtbeitragszeit, die auf die 45 Jahre angerechnet wird.

    Kindererziehung bis zum Tag vor dem 10. Geburtstag des Kindes führt zu einer Berücksichtigungszeit, die ebenfalls anrechenbar auf die 45 Jahre ist.

  • Aber Fakt ist es, dass Frauen deutlich seltener die Rente für besonders langjährig Versicherte bekommen.

    Das mag insbesondere in den alten Bundesländern so sein. In den neuen Bundesländern ist der Anteil der Frauen die die Rente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen AFAIK deutlich höher.

    Der Anteil der weiblichen Erstbezieher der Rente für besonders langjährig Versicherte lag 2023 bei 44%, wobei man hier natürlich noch berücksichtigen muss, dass der Frauenanteil in der Altersgruppe 60+ generell etwas höher liegt als der Männeranteil.

  • Wieso z. B. die Aktienrente nur Sinn ergeben würde, wenn vorher die abschlagsfreie Rente ab 65 rasiert wird, bleibt wohl das Geheimnis des Künstlerkollektives. :rolleyes:

    Das ist recht einfach nachvollziehbar. Zu jedem Punkt wird es jemanden geben, der sich an genau diesem Punkt stört und dieser raushaben will. Teils begründet, teils nicht so begründet. Auf jeden Fall kommt am Ende dann fast keiner der Punkte durch und man macht einfach gar nichts. So lief das die letzten 20 Jahre. Indem man das Gesamtpaket als Friss oder Stirb präsentiert, verhindert man diesen Effekt größtenteils.

  • Das ist recht einfach nachvollziehbar. Zu jedem Punkt wird es jemanden geben, der sich an genau diesem Punkt stört und dieser raushaben will. Teils begründet, teils nicht so begründet. Auf jeden Fall kommt am Ende dann fast keiner der Punkte durch und man macht einfach gar nichts. So lief das die letzten 20 Jahre. Indem man das Gesamtpaket als Friss oder Stirb präsentiert, verhindert man diesen Effekt größtenteils.

    Achso, 33 falsche Dilemmata, weil man keine Begründung hat? Das ist ja mal ein Argument.

  • Die Frage ist nur, wer bereit ist, das Thema nüchtern zu betrachten.

    Das wird durch die Presse mit sensationsheischenden Schlagzeilen quasi unmöglich gemacht. Egal wie man zur Rente für besonders langjährige Versicherte steht, die ständige Argumentation mit Dachdeckern und Pflegekräften ist stark simplifiziert und nicht sonderlich sachlich.

    Derzeit fehlt es schlichtweg an einer sinnvollen Perspektive. Es wird viel zu sehr in immer selben Schemata gedacht und gehandelt.

    Dem stimme ich zu. Daran dürfte sich aber nichts ändern, da sind gewaltige Beharrungskräfte von allen Seiten am Werk.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Gerade bei sehr langen Threads wie diesem ist die neue KI Zusammenfassung doch eine schöne Sache. :)

    Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung GmbH
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