Was verdient ihr & seid ihr zufrieden?

  • Ich vermute, das Gehaltsreports wie regelmäßig z.B. von Stepstone veröffentlicht, ein klareres Bild zur Bewertung des eigenen Gehaltes geben dürften, sofern das denn das Ziel im Thread ist. Letztlich sind wir hier wohl eher in einer gewissen Bubbel unterwegs, sodass ich nicht glaube, dass der Aussagegehalt deutlich über dem von TikTok Beiträgen liegen wird. Und nicht zuletzt spielen auch viele Rahmenbedingungen wie z.B. Wohnort, Stundenzahl, Alter bzw. Erfahrung, Personalverantwortung, Größe des Unternehmens, …. eine große Rolle.

    Ja das stimmt, ich finde den Bereich Gehalt bei Kununu auch immer gut und recht gut als Richtwert für jede Company

  • Ja das stimmt, ich finde den Bereich Gehalt bei Kununu auch immer gut und recht gut als Richtwert für jede Company

    Die Gehaltsangaben bei kununu sind genauso glaubwürdig, wie die "Unternehmensbewertungen" aktueller, vergangener oder zukünftiger Ex-Arbeitgeber.

    Dass missliebige Beiträge dort gelöscht werden, ist die bekannt?

  • Bin etwas über 50 Jahre alt und arbeite als leitender Elektroingenieur in der Automobilindustrie in NRW. Aktuell ist viel im Umbruch und die Zeiten unsicher. Mein Jahresgehalt bei einer >40 Stundenwoche inkl. aller Bonuszahlungen lag in den letzen Jahren zwischen 115 und 125 k Euro.

    Mein Hauptziel ist es die nächsten Jahre über ETF Sparpläne soweit unabhängig zu werden das bei Bedarf ein vorzeitiger Ausstieg ggf. mit Abfindung möglich ist. Könnte mir auch vorstellen zum Ende des Berufslebens für deutlich weniger Geld oder in einem völlig anderen Bereich zu arbeiten wenn einem die Arbeit dann noch Spass macht.

    Bin mit dem Gehalt zufrieden aber was nützt einem das wenn man nicht sehen kann wie es in der Zukunft weiter geht.

  • 46 angestellt als Biotechniker in der Produktion ohne Personalverantwortung bei einem Pharmakonzern in Bayern (allerdings mit einem deutlich besseren Baden-Württemberger Tarifvertrag im Vergleich zum bayerischen TV).

    Ursprünglich komme ich aus der Lebensmittelbranche und habe auch den Lebensmitteltechniker gemacht.

    Einkommen 6600€ brutto bei ca. 14,5 Monatsgehälter. Macht ca. 95.000 Jahresgehalt.

    Bin soweit zufrieden.

  • Ich würde mich über weitere Meinungen und Beiträge sehr freuen!

    Für mich fehlen da leider ein paar Angaben, um das ganze vergleichbar zu machen:
    - Wochenarbeitsstunden (mit/ohne Abfeiern von Überstunden)
    - Anzahl Urlaubstage

    Und da ich es sofort in der Tariftabele ablesen kann:
    - Bundesland des AG
    In BaWü erhalten die Kollegen mit der idnetischen Jobbeschreibung und Tätigkeit beim selben AG 15% mehr Brutto.

    Und selbst am Standort in Bayern erhalten neue Kollegen erst seit ein paar Jahren den BY-Tarif. Transparenzgesetz hin oder her, es können hier zwei Kollegen mit der selben Qualifikaiton und Aufgabe im selben Büro sitzen (oder in der Produktion zusammen arbeiten) und der exakt einen Monat später eingestellte erhällt mal eben 10-15k€ Brutto weniger im Jahr.

    Hups, da könnte fast ein Kollege von mir im Thread sein. So häufig dürfte der BaWü TV in BY nicht sein.

    Gerade in Zeiten wo bei TikTok jeder meint über 65k zu verdienen sei normal

    Gut, dann lasse ich das lieber mit den Angbe der Gehälter bei uns. Egal, ob Technik- oder Pharma/Chemiebereich mit Ausbildung oder Studium.
    E09 IGBCE (das ist noch kein Techniker, kann m.W.n. damit auch mit Ausbildungsbeginn mit 15 erreicht werden) 4985€ Brutto im Monat (ohne Zulagen mal 13,5 bis 14, je nach Bonus, auf den man selber aber nur geringen Einfluss hat). Das ganze 37,5h/Woche inkl. Zeiterfassung, zwingendem Abfeiern der Überstunden und 30 Tagen Urlaub.

    In BaWü wären es mit E09 ca. 5561€/Monat, mit E13 dann max. 7409€/Monat (BY: 6926€/Maont , wenn man im Tarif bliebt.

    E10 wäre dann schon der Techniker, ab E11 beginnen in der Regel die Uni-Abschlüsse mit Bachelor oder Master (meist ab E12)

    Das alles ist, genauso wie bei IGM, offen im Internet einsehbar, inkl. der groben Einstufung der Tätigkeiten in die Tarifgruppen.

    Bin ich als Informatiker zufrieden mit dem E13 Gehalt? Ja, aber seit einiger Zeit eher wegen nicht aufgeführter Sonderleistungen des AG in Form eines Lebensarbeitszeitkontos, mit dem ich meinen Vorruhestand finanzieren kann, da mir die Lifestyle-Inflation fehlt und ich damit einiges mehr verdiene (oder zumindest erhalte) wie ich monatlich ausgebe.

  • Ich habs Gefühl wir arbeiten in der selben Firma. Denn bei mir ist genau das der Fall was du so beschreibst.

    Wir wurden hier in Bayern in der (Pharma)Firma in der ich bin seit das Werk besteht nach dem Baden-Würtemberg IGBCE-Tarifvertrag des Stammwerks das in Mannheim ist bezahlt.

    Das hatte damals als dies so entschieden wurde auch irgendwie so seinen Sinn. Denn in Oberbayern wo das andere Werk steht waren Mitarbeiter eher schwer zu finden aber mit dem sehr guten Tarifvertrag konnte man sehr viele qualifizierte Mitarbeiter in die oberbayerische Provinz locken. Lebenshaltungskosten waren damals hier niedrig aber eine schöne Voralpengegend mit Bilderbuchlandschaft und hohem Freizeitwert. Zack, die Leute kamen ist Strömen.

    So... jetzt Jahrzehnte später hat sich das ganze gewandelt. Die Lebenshaltungskosten in der Gegend des bayerischen Werkes haben sich extrem verteuert. Sie sind inzwischen deutlich höher als in Mannheim. Soweit so gut, wir bekommen ja den Baden-Württemberger Tarifvertrag, also immer noch akzeptabel. Denkste! ....

    Die Geschäftsführung hat beschlossen, dass Neueinstellungen nach dem bayerischen IGBCE-Tarifvertrag bezahlt werden und das ist wirklich krass was das ausmacht. Bei E9 sind das ca 700 € brutto weniger für ein und die selbe Arbeit. Geil! Da bemitleidet man fast jeden neuen Mitarbeiter. Dann noch die Nebenschauplätze mit befristeten Angestellten, Leiharbeiter und Werksangestellte. Alles Jobs mit einem Lohngefälle das sich u.U. gewaschen hat. Dann ist da noch die Betriebsrente: Die alten Hasen, zu denen ich mich inzwischen auch zählen darf bekommt noch eine eigenanteilsfreie Betriebsrente die bei 1400€ brutto sein wird. Die neueren Mitarbeiter müssen schon kräftig selber dazubuttern. Das sind alles so Sachen die einen etwas verbittern, auch wenn man sich immer noch vor Augen halten muß, dass wir hier in der Firma immer noch sehr sehr gut verdienen wenn man sich mit anderen Berufe so vergleicht.

    Trotzdem die Folge: Da es sich für manche neue Mitarbeiter wirtschaftlich nicht lohnt im bayerischen Werk anzufangen gehen sie lieber weiß Gott wo hin, wo sie evtl. sogar noch weniger verdienen, aber dafür wenigstens eine (bezahlbare) Wohnung bekommen.

    Hier in der Kleinstadt in der das Werk ist, ist kaum Wohnraum zu bezahlbaren Preise zu bekommen. 70qm Wohnung für unter 1400 Euro (warm) zu bekommen ist fast unmöglich. Das Drumrum ist auch extrem teuer geworden und dann wird man "schlechter" bezahlt als früher.

  • Ich bin 41, angestellt im öffentlichen Dienst. Wir haben leicht variable Sonderzahlungen. Insgesamt summiert sich das Gehalt auf rund 70k brutto. Komme damit sehr gut über die Runden, habe aber auch keinen ausufernden Lebensstil, wie ich meine. Dazu eine Verlobte, die nicht viel weniger verdient und wir haben und wollen keine Kinder.

    Wohne im kleinen Eigenheim, das ich vor ein paar Jahren mit meiner Verlobten gemeinsam (50/50) gekauft habe und zahle das noch ab. Aber durch den guten Zins (1,4%) besteht kein Druck beim Abzahlen und ich packe viel in ETFs. So besteht die Option, zum Auslauf des Festzines flexibel reagieren zu können.

    Ob ich zufrieden bin? Ja! Ich hatte im vergangenen Jahr 3 Arbeitgeber und war in zwei Jobs (obwohl einer davon auch noch mit einem höheren Gehalt verbunden war) völlig unzufrieden. Daher mein Learning: Zufriedenheit im Beruf ist sehr wichtig, Gehalt kommt definitiv irgendwann dahinter in der Rangliste.

    Nebenbei bin ich noch im Vereinsvorstand (da gibt es zumindest eine jährliche Spende, die ich absetzen kann), Schiedsrichter und habe mich jetzt noch bei der VHS beworben..

  • Er kann auch 1200 Euro netto haben und der Rest kommt dann aus einer Entnahme aus einem ETF-Depot.

    Nöö die 4.400.- sind rein monatliche Bezüge aus Rente und noch einem kleinen Einkommen (ein paar Hundert nebenbei). Aber ich lege monatlich 1400 Euro in mein Depot.

    Also umgekehrt wird ein Schuh draus. 🙃

  • Nöö die 4.400.- sind rein monatliche Bezüge aus Rente und noch einem kleinen Einkommen (ein paar Hundert nebenbei).

    Da habe ich mit meiner monatlichen Rentenauszahlung i. H. v. 3009,64€ (also noch nicht mal Netto wie bei Chrisly, sondern vor einer steuerlichen Berücksichtigung) aus der gesetzlichen Rentenversicherung in meinem Leben wohl etwas falsch gemacht.

    Dafür gehe ich als Renter allerdings auch nicht mehr arbeiten, sondern genieße meine verbleibende Zeit. Denn die zusätzlichen Kapitaleinkünfte ermöglichen mir diese Freiheit. 😃

  • Da habe ich mit meiner monatlichen Rentenauszahlung i. H. v. 3009,64€ (also noch nicht mal Netto wie bei Chrisly, sondern vor einer steuerlichen Berücksichtigung) aus der gesetzlichen Rentenversicherung in meinem Leben wohl etwas falsch gemacht.

    Dafür gehe ich als Renter allerdings auch nicht mehr arbeiten, sondern genieße meine verbleibende Zeit. Denn die zusätzlichen Kapitaleinkünfte ermöglichen mir diese Freiheit. 😃

    Ich lese da "Nöö die 4.400.- sind rein monatliche Bezüge aus Rente und noch einem kleinen Einkommen (ein paar Hundert nebenbei)."

    Schon der Begriff Rente wird nicht klar spezifiziert. Aktuell ist die maximal mögliche GRV irgendwo zw. 3400 und 3500 Euro pro Monat.

    Da dürften vielleicht noch irgendwelche bAV Zahlungen etc. zu kommen.

  • Rentnerin nach zehn Jahren vorgezogenem Ruhestand. Gesetzliche Rente knapp 2000 Euro brutto plus 100 Euro Betriebsrente. Aus dem Depot kann ich das doppelte Entnehmen bei mietfreiem Wohnen. Statt weiter anzusparen bin ich ins Spendenalter übergegangen.

    Mir geht es finanziell sehr gut.

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