Kostenlose Mitversicherung in der GKV soll wegfallen

  • Mittelfristig würden sich viele unserer Probleme entschärfen, wenn wir unsere Geburtenrate von 1,35 Kinder pro Frau auf 1,5 oder besser noch 1,6 anheben könnten. Was braucht es dazu?

    Höheres Kindergeld
    Höhere Steuerfreibeträge für Kinder
    Gute Betreuung von Kindern in Hort, Kindergarten, Vorschule und Schule
    Flexible Arbeitsplätze für Eltern
    Elterngeld in den ersten Lebensjahren

    Das braucht Geld und was der Finanzminister nicht hat ist Geld.

    Ja, in ca. 20 Jahren würden sich dann möglicherweise erste Auswirkungen zeigen. Nur, haben wir 20 Jahre und was machen wir bis dahin?
    Und die entscheidende Frage: Wie bekommen wir die Geburtenrate bei den Menschen gesteigert, auf die es ankommt?
    Ich befürchte mit Geld allein ist es nicht getan. Viele Menschen wollen eben ganz bewusst keine Kinder mehr haben. Aus den unterschiedlichsten Gründen.
    Und die Lösung alá Putins-Russland der Frauen ohne Kinderwunsch zwangsweise zum Psychologen schicken will, sind wir ja hoffentlich weit entfernt.:rolleyes:
    https://www.spiegel.de/ausland/russla…6f-be1cd3f77e2b

    Ich bin in der Sache voll bei Dir. Wir sollten den wenigen Kindern die wir haben, die bestmögliche Betreuung und Bildung zukommen lassen!
    Nur wenn wir zu wenig eigene Kinder in der Bevölkerung bekommen, müssen wir eben dafür Sorgen, dass wir genug junge Menschen aus anderen Ländern davon überzeugen in Deutschland zu leben und zu arbeiten.
    Man kann gern Beides versuchen.

  • Privatversicherte Elter zahlen ja auch Krankenversicherungsbeiträge für ihre Kinder. Aber eben halt nicht an die GKV.

    Ja. Nur wurde das - im Gegensatz zum obigen Beispiel - nicht ausgeglichen. GKV-Kinder sind kostenlos versichert, PKV-Kinder nicht. Da hat der Staat eine Ungleichheit geschaffen.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ja. Nur wurde das - im Gegensatz zum obigen Beispiel - nicht ausgeglichen. GKV-Kinder sind kostenlos versichert, PKV-Kinder nicht. Da hat der Staat eine Ungleichheit geschaffen.

    Darum versuchen ja so viele Gutverdienende sich ärmer zu machen durch einen Wechsel (vor 55 war das glaube ich?) in die GKV. FT hat extra ein Video gemacht, wie man das schlau anstellt (z. B. Sabbatical). Dann sind alle - auch die Hausfrau - schnell wieder kostenlos dabei.

    Aber dazu gibt es hier schon einige Threads.

  • Darum versuchen ja so viele Gutverdienende sich ärmer zu machen durch einen Wechsel (vor 55 war das glaube ich?) in die GKV. FT hat extra ein Video gemacht, wie man das schlau anstellt (z. B. Sabbatical). Dann sind alle - auch die Hausfrau - schnell wieder kostenlos dabei.

    Aber dazu gibt es hier schon einige Threads.

    Vor 55 zurück in die GKV ist mit Tricks teilweise möglich, nur wenn du bis 54 in der PKV warst, wird es definitiv nix mit der KVdR ....

  • Ja. Nur wurde das - im Gegensatz zum obigen Beispiel - nicht ausgeglichen. GKV-Kinder sind kostenlos versichert, PKV-Kinder nicht. Da hat der Staat eine Ungleichheit geschaffen.

    Zwischen PKV Versicherten und Versicherern der Privatwirtschaft tbesteht ein (privatrechtlicher) Versicherungsvertrag.

    Die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung, die Krankenkassen, sind hingegen als Körperschaften des öffentlichen Rechts grundrechtsverpflichtet. Dazu gehört auch der besondere Schutz der Familie (und Ehe) gemäß Art. 6 Abs. 1 GG sowie das Sozialstaatsprinzip aus Art. 20 Abs. 1 GG.

    Der Staat hat hier keine "Ungleichheit geschaffen", das impliziert einen Eingriff des Staates. Vielmehr besteht zwischen Versicherungsnehmern und Versicherungsgebern im Rahmen der privaten Krankenversicherung die übliche Vertragsfreiheit mit ggf. bestimmten Beschränkungen des VVG. Das gilt aber eben bei der GKV nicht, sondern die Grundrechtsbindung und Wertungen sind zu berücksichtigen gewesen.

  • Ja. Nur wurde das - im Gegensatz zum obigen Beispiel - nicht ausgeglichen. GKV-Kinder sind kostenlos versichert, PKV-Kinder nicht. Da hat der Staat eine Ungleichheit geschaffen.

    Falsch. Die Ungleichheit war schon vorher da und wird damit behoben. Wobei sich die Auswirkungen in der Praxis in Grenzen halten dürften...viele PKV-Kinder sind beihilfeberechtigt (die Beihilfe für Kinder könnte natürlich dann entfallen und man diese wahlweise in der GKV oder PKV versichern), dazu kann man als unverheiratetes Paar die Kinder problemlos über den GKV-Elternteil kostenlos versichern. Und die paar Kinder, die dann noch übrig bleiben, taugen zwar gut für die Neiddebatte aber da haben wir im Land ganz andere Baustellen. Illustriert aber schön, warum wir in Deutschland keine einfachen Lösungen hinbekommen. Ironischerweise sind komplexe Regeln nicht gerechter, da jede Sonderregel weitere benachteiligte Gruppen schafft und dazu allen die Komplexität auflastet

  • Ja, das ist hier im Umland von München auch so. Man kann ohne Termin zum Hausarzt und wird sofort - beratungslos - geimpft.

    Spätestens, wenn sich bei dieser Impfung Probleme einstellen, freut sich sicherlich eine Münchner Fachanwält:in ….

    So wie beschrieben ist das in Deutschland nicht leitliniengerecht:
    Die Injektion selbst darf zwar von einer MFA (Sprechstundenhilfe) durchgeführt werden, aber nur auf ärztliche Anordnung und unter ärztlicher Verantwortung.
    Nicht delegierbar sind jedoch:


    - das Ausschließen von Gegenanzeigen
    - die Aufklärung über Nutzen und Risiken

    Eine Impfung ohne vorherige ärztliche Prüfung und ohne Aufklärungsgespräch entspricht weder den Empfehlungen noch den rechtlichen Anforderungen.

    Die kommt jetzt nicht von mir, sondern von einem Arzt, der in einer meiner Yoga-Gruppen geht.
    Wir sprechen hier ausdrücklich über die Gürtelrose Impfung.

  • Vor 55 zurück in die GKV ist mit Tricks teilweise möglich, nur wenn du bis 54 in der PKV warst, wird es definitiv nix mit der KVdR ....

    Die Frage ist, wie lange wird es die KVdR noch geben. Wenn es mal zu einer richtigen Reform des Gesundheitswesens kommen sollte (was meiner Ansicht nach nicht mehr vermeidbar sein wird), dann wird es den KVdR-Status nicht mehr geben.

  • Was meinst du damit?

    Dass Kinder in der GKV inklusive sind aber in der PKV nicht. Ich verstehe, dass das Mitleid recht begrenzt ist, wenn der Vertriebsleiter mit sechsstelligem Jahresbrutto für jedes Kind noch einen PKV-Beitrag zahlen muss, aber so ganz sauber ist das nicht, wenn wir ehrlich sind. Für die Frage, ob man Wohlhabende mehr belastet als andere, sollte das Steuersystem zuständig sein.

  • Dass Kinder in der GKV inklusive sind aber in der PKV nicht. Ich verstehe, dass das Mitleid recht begrenzt ist, wenn der Vertriebsleiter mit sechsstelligem Jahresbrutto für jedes Kind noch einen PKV-Beitrag zahlen muss, aber so ganz sauber ist das nicht, wenn wir ehrlich sind.

    Richtig, genauso sehe ich das auch. Sollte das im Zuge der anstehenden Reformen geändert werden, wird aber genau diese Debatte losbrechen.

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    Grover Norquist

  • Eine Impfung ohne vorherige ärztliche Prüfung und ohne Aufklärungsgespräch entspricht weder den Empfehlungen noch den rechtlichen Anforderungen.

    Extra meinen Mann gefragt, anderer Arzt, auch Gürtelroseimpfung. MTA impft und erwähnt den Mindestabstand zur zweiten Impfung. Scheint im Münchner Umland Usus zu sein.

    Ich finde es vertretbar. Jeder kann sich doch über die Risiken der Impfung selbst informieren und frei entscheiden, ob er möchte. Eventuelle Bedenkenträger wegen Wechselwirkung zu anderen Krankheiten/Impfungen können doch einen Arzt fragen. Aber im Sinne von Kosteneinsparung sehe ich nicht ein, warum ich dafür beim Doc vorreiten soll, wenn ich für mich beschlossen habe, dass ich die Impfung will und zur Zielgruppe gehöre.

  • Aber im Sinne von Kosteneinsparung sehe ich nicht ein, warum ich dafür beim Doc vorreiten soll, wenn ich für mich beschlossen habe, dass ich die Impfung will und zur Zielgruppe gehöre.

    Ich sehe auch ehrlich gesagt den Sinn dieser Aufklärungsgespräche nicht. Gibt es wirklich Leute, die zum Arzt gehen mit dem Ziel einer Impfung und dann nach dem Arztgespräch abbrechen, weil ihnen potentielle Nebenwirkungen nicht passen?

  • Ich finde es vertretbar. Jeder kann sich doch über die Risiken der Impfung selbst informieren und frei entscheiden, ob er möchte.

    Ich kenne das so, dass man die Aufklärung über ein Merkblatt erhält und auf diesem ankreuzen kann, dass man noch Fragen hat, die man mit dem Arzt besprechen möchte.

    Bei meinem neuen Hausarzt impft allerdings der Arzt auch selbst.

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    Grover Norquist

  • Ich kenne das so, dass man die Aufklärung über ein Merkblatt erhält und auf diesem ankreuzen kann, dass man noch Fragen hat, die man mit dem Arzt besprechen möchte.

    Das ist ein guter, wichtiger und richtiger Punkt.

    Und dann gibt es ja auch verschiedene Impfungen und ob ggf. eine Impfung für einen Organismus/Menschen "neu" ist.

    Was meine ich damit: für die jährlich wiederkehrende Grippeschutzimpfung ist m.E. kein grundsätzlicher Beratungsbedarf angezeigt.

    Start ich jetzt zum ersten Mal mit einer Impfung gegen die Gürtelrose, dann würde ich mir vom Arzt schon wünschen, das der mich über die Vor- und Nachteile und Risiken aufklärt. Die Zweitimpfung kann dann wieder ohne grössere Beratung erfolgen, ist ja schon vor der ersten erfolgt.

    Und bei Reiseimpfungen wird ja ohnehin schon bei der Reiseberatung selber über die Impfung gesprochen.

  • Frage für einen Freund: was hat diese Impfdiskussion mit dem Threadthema zu tun?:)

    Es gibt eine Impfung dagegen, dass es einen stört, wenn ein Thread etwas abdriftet.

    Die Nebenwirkungen sind: Entspannung und Gelassenheit.

    Zum Inhalt: die Kosten könnten/sollten andere sein, wenn es nicht der Arzt persönlich machen muss - und falls es stattdessen anderes Personal in der Praxis durchführen darf und kann.

  • Ich bin ja für den Einstieg für alle in die gesetzliche Krankenkasse ASOP. Der Stichtag 1.1.2027 wäre vermutlich kaum möglich. Ich verstehe allerdings den Einwand nicht, dass der Staat dann doppelt belastet würde, einmal durch den Arbeitgeberanteil zur GKV und andererseits für die Altlasten der bisherigen Privatversicherten. Vielleicht kann mir das mal ein Kundiger aufdröseln!?

    Zur Gürtelrose-Impfung nur soviel: Muss man die machen? So wie sie seit einiger Zeit in den Medien propagiert wird, müsste ich ja als Nichtgeimpfter schon gestorben sein. Gleiches gilt übrigens auch für die Grippeschutzimpfung. Ich habe mal an einer Aufklärungsveranstaltung teilgenommen. Wenn dann dort geäußert wird, dass man nach der Impfung keine Erkältung mehr bekommt, weiß ich, dass der Aufklärer schlicht aus Profitgier so engagiert dafür wirbt. Zur Klarstellung: Ich habe 35 Jahre im Rettungsdienst gearbeitet. In dieser Zeit habe ich mehr Impfreaktionen, teils gravierende, gesehen als an der beimpften Krankheit Erkrankte. Ich bin kein grundsätzlicher Impfverweigerer, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen und die Bevölkerung nicht in Panik versetzen. Beide o.a. Impfungen haben ihre Daseinsberechtigung, aber eben nur für einen ausgewählten Kreis von Mitmenschen.

  • Ich verstehe allerdings den Einwand nicht, dass der Staat dann doppelt belastet würde, einmal durch den Arbeitgeberanteil zur GKV und andererseits für die Altlasten der bisherigen Privatversicherten. Vielleicht kann mir das mal ein Kundiger aufdröseln!?

    Das gilt nur bei den Beamten. Da ist es bisher so:

    50% der Krankheitskosten zahlt der Staat als Beihilfe, zu 50% ist man (in der Regel privat) versichert.

    Würde jetzt die GKV für alle kommen, müsste der Staat für Neubeamte AG-Beiträge zahlen. Zuvor müsste er (für alle, weil eine Differenzierung zwischen alt und neu hier verfassungsrechtlich ein Problem sein dürfte) die Bezüge in Höhe der AN-Beiträge erhöhen (Stichwort: verfassungskonforme Alimentation). Dazu müsste er für den Bestand weiterhin Beihilfe zahlen, weil hier das Prinzip der Besitzstandswahrung greift. Man hätte also deutlich höhere Kosten, ohne einen Vorteil davon zu haben.

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    Grover Norquist

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