Menschen, die niemals eine Altersvorsorge betrieben haben

  • Die große Frage wäre, ob später einmal überhaupt noch das Geld da ist, damit die Allgemeinheit zahlen könnte oder man sich allgemein damit abfindet dass das man mit der Massen-Verelendung nichts mehr machen kann und Sci-fi Filme wie Soylent-Green zur Lebenswirklichkeit werden.

    Schrecklicher Film, hatte ich damals in meiner Studentenzeit gesehen.Leider damals schon nicht unrealistisch erschienen. Sterbehilfe wird unkompliziert erlaubt und auch bedient!:(

  • Rentensteigerungen sind im Riester ebenso eingepreist. Der MSCI bleibt ja nicht stehen, sondern erwirtschaftet weiter Überschüsse. Zudem wird die GRV mittel- und langfristig nicht in dieser absurden Höhe steigen, derartige Überlegungen sind ja aus der Politik regelmäßig zu hören.

    hohe Steigerungen sind aufgrund der seit hundert Jahren sinkenden Zinsen und der schrumpfenden Bevölkerung aller Industrie und zahlreicher Schwellenländer vom FTSE oder MSCI World auch nicht mehr zu erwarten.

  • Solange immer weniger anstatt mehr abhängig Beschäftigte in den Gewerkschaften organisiert sind, wird sich daran auch nichts ändern. Man schaue nach Frankreich, wo die Arbeitnehmerschaft das öffentliche Leben komplett lahmlegen kann. Bei uns nicht vorstellbar. Leider!

    Die Produktivität in unserem Land sinkt seit Jahren. Andere Länder ziehen an uns vorbei, wir sind längst abgehängt, China produziert bessere und günstigere Autos als D, wir sind abhängig von anderen Ländern in Sachen Rohstoffen, KI und allem anderen.

    Koreanische Grundschüler wissen mehr über KI, als deutsche Studenten.

    Dafür haben wir aber die höchsten Sozialkosten.

    Wenn es nichts mehr zu verteilen gibt, kann man es doch nicht durch Lahmlegen des öffentlichen Lebens erzwingen.

    Wir werden alle den Gürtel enger schnallen müssen und es bringt uns nicht weiter, wenn wir immer wieder einzelne Gruppen ausnehmen. Wir dürfen nicht bei den Ärmsten sparen, nicht bei den Kranken oder Behinderten, nicht bei den Kindern und nicht bei den Alten, die Arbeitnehmer dürfen auch nicht weiter belastet werden.

    Wir können uns das ohne entsprechende Produktivität nicht leisten und die haben wir nicht, wenn jeder nur an seine life work balance denkt.

    Ich glaube, diese Entwicklung ist schon seit Jahren klar, ich erinnere mich schon an entsprechende Diskussions zu Blüms Zeiten, aber wir machen weiter die Augen und Ohren zu und sind Weltmeister im Ignorieren und glauben weiterhin, dass man nur lange genug streiken muss, um alles besser zu machen.

    Wir wollen doch alle selbstbestimmt leben, dann müssen wir auch die Verantwortung übernehmen.

    Aber wer das sagt, wird ausgebuht.

    Stattdessen klagen Verbraucherschützer, weil Milka Tafeln mit 90 g verkauft, statt 100 g Tafeln und dies nicht kennzeichnet. Sind wir Verbraucher so unselbstständig, dass wir das nicht erkennen oder am ausgepriesenen kg Preis erkennen können?

    Die Autobahnen sind voll, sobald ein Feiertag in Sichtweite ist, die Restaurants sind ausgebucht, die Flughäfen überfüllt. Und keiner ist in der Lage, ein paar Euro zu sparen ohne, dass der Staat sagt, wie?

  • Ich betreibe auch keine Altersvorsorge... einerseits glaube ich nicht das ich alt genug werde, andererseits ist mein Verdienst zu gering und bin vermute in paar Jahren ohnehin arbeitslos und darf dann erst mal mein Depot verfrühstücken bis es Stütze gibt.

    Ob Du so alt wirst, liegt teilweise auch an einer gesunden Lebensführung. Das kann man beeinflussen. Einen geringen Verdienst muss man auch nicht als gottgegeben hinnehmen sofern nicht Behinderung/Krankheit im Spiel ist. Gerade wenn Du noch jung bist, ist es wichtig an dem Thema zu arbeiten.

    Was die Altersvorsorge angeht ist die Aussicht auf längere Phasen von Grundsicherung fatal. Das ist tatsächlich eine schwierige Situation, in der man den Kopf nicht in den Sand stecken sollte. Ein paar Maßnahmen kann man dagegen schon unternehmen. Das neue Altersvorsorgedepot sollte meines Wissens geeignet sein, diesen Teil der Altersvorsorge ins Rentenalter zu bringen. Daneben spricht vermutlich auch wenig gegen Goldschmuck, den man bei Bedarf einschmelzen könnte.

    Ebenfalls überlegenswert ist es, vor dem Beginn von Bürgergeld die (zu hohen) Ersparnisse durch sinnvolle Ausgaben zu reduzieren. Neben einer Erneuerung des Autos kommt auch der Kauf von so banalen Dingen wie Schuhen und ähnlichem in Frage. Einfach erneuern, was ohnehin kurz- bis mittelfristig ersetzt werden muss. Damit kann man die folgenden Jahre von höheren Ausgaben entlasten und hat im Alter wenigstens eine kleine Zusatzrente. Am besten ist es natürlich, wenn es erst gar nicht zu dieser Situation kommt.

    Viel Erfolg!

  • Ob Du so alt wirst, liegt teilweise auch an einer gesunden Lebensführung. Das kann man beeinflussen. Einen geringen Verdienst muss man auch nicht als gottgegeben hinnehmen sofern nicht Behinderung/Krankheit im Spiel ist. Gerade wenn Du noch jung bist, ist es wichtig an dem Thema zu arbeiten.

    Was die Altersvorsorge angeht ist die Aussicht auf längere Phasen von Grundsicherung fatal. Das ist tatsächlich eine schwierige Situation, in der man den Kopf nicht in den Sand stecken sollte. Ein paar Maßnahmen kann man dagegen schon unternehmen. Das neue Altersvorsorgedepot sollte meines Wissens geeignet sein, diesen Teil der Altersvorsorge ins Rentenalter zu bringen. Daneben spricht vermutlich auch wenig gegen Goldschmuck, den man bei Bedarf einschmelzen könnte.

    Ebenfalls überlegenswert ist es, vor dem Beginn von Bürgergeld die (zu hohen) Ersparnisse durch sinnvolle Ausgaben zu reduzieren. Neben einer Erneuerung des Autos kommt auch der Kauf von so banalen Dingen wie Schuhen und ähnlichem in Frage. Einfach erneuern, was ohnehin kurz- bis mittelfristig ersetzt werden muss. Damit kann man die folgenden Jahre von höheren Ausgaben entlasten und hat im Alter wenigstens eine kleine Zusatzrente. Am besten ist es natürlich, wenn es erst gar nicht zu dieser Situation kommt.

    Viel Erfolg!

    Irgendwann kam mal ein Zettel von der Rentenversicherung das meine Regelaltersrente am 1.8.2047 starten würde und ich Rente wegen voller Erwerbsminderung 115,34, bisher erreichte Rentenanwartschaft 76,98 und wenn ich bis Rentenbeginn Beiträge wie die letzten 5 Jahre zahlen würde 342,24 Euro. Mein Aktien/ETF Depot liefert aktuell monatlich 125,20 Euro.

    Da ist Hopfen und Malz längst verloren wenn man nicht eine Kariere als Bundestagspolitiker oder Krimineller einschlägt. Ich hab noch nie Sozialhilfe oder Harz4 bezogen und will es auch nicht.

    Das neue Altersvorsorgedepot der Regierung wird sicherlich da helfen ;)

  • Ja, war bei mir nach Berufseinstieg auch so. Besserte sich aber mit den Jahren koninuierlich. GRV als Basisversorgung für sämtliche Lebenshaltungskosten plus Puffer mittlerweile absolut ausreichend (netto betrachtet!), bAV und ETF gehen on top als Taschengeld. Pflege mit drin.

    Nur Geduld, bis 2047 ist noch bisschen Zeit.

  • hohe Steigerungen sind aufgrund der seit hundert Jahren sinkenden Zinsen und der schrumpfenden Bevölkerung aller Industrie und zahlreicher Schwellenländer vom FTSE oder MSCI World auch nicht mehr zu erwarten.

    Man braucht ja aber auch immer weniger Beschäftigte für die gleiche Produktivität.

    Dann hoffentlich aber auch die Beamten und Politiker !

    Du hast noch die Behinderten und Ausländer vergessen. Dann haben wir alle Standard-Sündenböcke.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Nenn mich Ketzer...aber sollten wir das mit der Altersvorsorge vermischen?

    Und welchen Anteil haben diese Nebenleistungen an den Ausgaben der GRV eigentlich?

    Hier hat man mal Zahlen zu den Präventionsleistungen veröffentlicht. 

    Jahr Aufwendungen in Mio. Euro
    2016 2,7
    2017 4,0
    2018 5,8
    2019 6,6
    2020 5,1
    2021 9,8
    2022 15,7
    2023 26,6
    2024 47,3

    In Relation zu den Gesamtausgaben sind das immer noch "Peanuts", aber es fällt der starke Anstieg auf - während gleichzeitig die Präventionsausgaben der GKV auch auf Rekordniveau (686 Mio in 2024) liegen. Dann muss die Frage auch gestellt werden, ob man sich da nicht zu viel Parallelstruktur leistet, und ob die Gelder auch tatsächlich für den gedachten Zweck wirken. Wenn man die RV-Fit-Urlauber so hört, muss man zweifeln.

  • Man braucht ja aber auch immer weniger Beschäftigte für die gleiche Produktivität.

    Wenn es keine Kunden mehr gibt, kann die Produktivität unendlich steigen, es gibt keine Nachfrage mehr. Chinas Bevölkerung halbiert sich bis 2100 (aktuelle Prognosen sind sogar noch schlimmer) von den verbleibenden sind alle alt (und damit kaum mehr Konsumfreudig). Volksrepublik ist kein Einzelfall sondern leider der asiatische Normalfall und die Schwellenländer/Europa sind kaum besser.

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