Steuerreform 2027

  • Das ist kein persönlicher Angriff, sondern eine Zustandsbeschreibung. Dieser Post disqualifiziert Dich noch mehr. Ich weiss auch gar nicht, wo ich mit dem Erklären ansetzen soll.

    Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, ist das vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Zusammenhang doch nicht ganz so trivial ist, wie du behauptest. Ich höre mir deine Erklärung gerne an. Bislang kamen allerdings eher Bewertungen meiner Person als Argumente zur Sache.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

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  • Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, ist das vielleicht ein Hinweis darauf, dass der Zusammenhang doch nicht ganz so trivial ist, wie du behauptest. Ich höre mir deine Erklärung gerne an. Bislang kamen allerdings eher Bewertungen meiner Person als Argumente zur Sache.

    Weil ich Dir hier bestimmt keinen Crashcurs in den Grundlagen der Makroökonomie gebe. Es gibt mehr als ausreichend Basisliteratur dazu. Auch frei verfügbar. Wenn man wie Du hier wilde Theorien und vermeintliche Wahrheiten verbreitet, sollte man das drauf haben.

  • Weil ich Dir hier bestimmt keinen Crashcurs in den Grundlagen der Makroökonomie gebe. Es gibt mehr als ausreichend Basisliteratur dazu. Auch frei verfügbar. Wenn man wie Du hier wilde Theorien und vermeintliche Wahrheiten verbreitet, sollte man das drauf haben.

    Lustig. Ich habe zufällig Wirtschaftswissenschaften studiert. Gerade deshalb weiß ich, dass aus einer höheren Produktivität bei gleichzeitig schwächer steigenden Reallöhnen nicht zwangsläufig folgt, dass Unternehmer den Unterschied als Zugewinn vereinnahmen bzw. stärker profitieren. Genau deshalb habe ich nach der Begründung gefragt. Bislang kam darauf allerdings nur der Verweis auf Lehrbücher. Wenn der Zusammenhang so eindeutig ist, wie du behauptest, dürfte es doch kein Problem sein, ihn kurz zu erläutern. Stattdessen verweist du auf Lehrbücher und bewertest meine Person. Das ersetzt die Erklärung leider nicht.

    Ich versuche dir jetzt mal zu erklären, warum du mit deiner Schlussfolgerung

    Das zeigt sehr schön, dass sich Reallohnwachstum und Produktivität entkoppelt haben und die Zugewinne die letzten Jahrzehnte eigentlich fast ausschließlich in der Unternehmerhand gelandet sind.

    falsch liegst:

    Ein einfaches Beispiel zum Faktor „Wettbewerb“: (wie oben von mir erläutert, gibt es viele weitere Faktoren, die noch deutlich komplexer sind und ebenfalls belegen, dass deine ursprüngliche Annahme so nicht haltbar ist und dass komplexe volkswirtschaftliche Zusammenhänge selten mit einem einzigen Indikator erklärt werden können.)

    Hans Meyer besitzt die Meyer Reifen GmbH mit zehn Mitarbeitern. Pro Monat produziert er 1.000 Reifen und verkauft jeden für 50 Euro. Diesen Preis hat er zuvor natürlich auf Grundlage seiner Produktionskosten, der Marktsituation und einer kalkulierten Gewinnmarge festgelegt ;)

    Nun investiert Hans viel Geld in KI-gesteuerte Roboter. Dadurch kann er künftig mit nur noch fünf Mitarbeitern dieselbe Menge Reifen produzieren. Die Produktivität seines Unternehmens steigt also deutlich. Zunächst verdient Hans damit tatsächlich mehr Geld, denn seine Produktionskosten sinken und seine Gewinnmarge steigt.

    Jetzt kommt allerdings sein Cousin Rainer Neus ins Spiel. Er betreibt mit Reifen Neus ein Konkurrenzunternehmen und investiert ebenfalls in dieselbe Technologie. Auch seine Produktivität steigt dadurch erheblich.

    Da beide Unternehmen dieselben Reifen verkaufen und Marktanteile gewinnen möchten, beginnt ein Preiswettbewerb. Rainer senkt seine Preise leicht, um mehr Kunden zu gewinnen. Hans reagiert darauf ebenfalls mit einer Preissenkung. Dieser Wettbewerb setzt sich so lange fort, bis sich ein neuer Marktpreis eingependelt hat.

    Am Ende profitieren deshalb nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Verbraucher. Sie erhalten dieselben Reifen zu einem niedrigeren Preis. Ein Teil der Produktivitätsgewinne wird also über den Wettbewerb an die Kunden weitergegeben und landet nicht ausschließlich als Zugewinn beim Unternehmer. Zusätzlich schmälern Investitionen, Marketing, Forschung usw. ebenfalls die Zugewinne und das trotz der Tatsache, dass die Produktivität gestiegen ist.

    Und genau deshalb greift die Aussage „Die Produktivität ist stärker gestiegen als die Reallöhne, also haben fast ausschließlich die Unternehmen Zugewinne bekommen“ zu kurz.

    Dieses Beispiel ließe sich natürlich auch mit anderen Faktoren beliebig fortführen ...

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • Die Steuerreform ist ein nichts. Kein Geld da für irgendetwas.

    Wie kann man einen SPDler zum Finanzminister machen?

    Das ist eine Koalition. Ich lehne mich vermutlich nicht weit aus dem Fenster wenn ich behaupte das da einzelne eher gar nichts entscheiden.

    @21: ich warte noch darauf woher deine Zahlen sind. Irgendwie kommt da nie was außer neue Theorien...

  • #564

    Dann bitte nochmal in den Modulbeschreibungen nachschauen. Vielleicht findet sich da ja der Unterschied zwischen BWL-A, Micro- und Makroökonomie.

    Bei der oben genannten Betrachtung geht es um den prozentualen Anstieg in einer Volkswirtschaft im Vergleich. Dein Beispiel passt vorn und hinten nicht. Lies Dich ein oder lass es sein.

    Ich dachte ursprünglich ein einfacher Hinweis würde reichen und es wäre klar. Ich bin jetzt in der Diskussion hier viel weiter OT als ich eigentlich wollte und beende das für mich an der Stelle. Das führt zu nix mehr und verunstaltet den Faden mehr als es hilft.

  • Mehrwertsteuererhöhung wäre natürlich wieder ne top Option. Trifft genau die die mit den massiven 600€ (vielleicht schon 2028) entlastet werden. Dann wären wir wohl eher Richtung Nullsummenspiel bei der "Entlastung" unterwegs bei gleichzeitigen Einschränkungen. Viel hilfloser kann die Regierung kaum mehr agieren...

  • VERSPROCHEN? ;)

    Solche Foren leben doch gerade auch von unterschiedlichen Meinungen und Haltungen - insbesondere auch von unterschiedlichen Erfahrungen und Erfahrungswelten ... speziell für ein - nach meinem Eindruck - "ETF-Sparbüchsen" und/oder tendenziell eher "Kleinsparer-Forum" (nicht ansatzweise despektierlich zu verstehen - als Kleinsparer hatte ich damals als Schüler auch begonnen bzw. beginnen müssen) - noch dazu (nach meiner Einschätzung) eher links-grün ausgerichtet oder dominiert - da können doch erfrischende Alternativen eigentlich nur eine Belebung sein ... ;)

    Und sei es nur, um sich im Zweifel gegenseitig zu bestätigen und zu versichern, daß man selbst stets richtig liegt und die Wahrheit sozusagen gepachtet hat ...

    Wie kann man einen SPDler zum Finanzminister machen?

    Die Parteizugehörigkeit zur SPD wäre für mich dabei nicht entscheidend. Habe selbst schon SPD gewählt, allerdings war das eine SPD unter Bundeskanzler Helmut Schmidt. Bedenklicher aus meiner Sicht ist der folgende Aspekt:

    Meines Wissens hat der keinen einzigen Tag in einem Brotberuf sprich im realen Leben außerhalb der politischen Community (um die Formulierung Politik-Blase zu vermeiden) gearbeitet.

    In dem Kontext

    ....diese Formulierung gern den fehlenden Abschluss beschreibt .

    Bei Katrin Göring-Eckhardt (Die Grünen) etwa war das sehr lange der Fall (Eigen-Wording zum Lebenslauf und der Ausbildung: "Habe Theologie studiert"). Bis sich mal jemand dahintergeklemmt hatte und es genauer wissen wollte. Inzwischen findet sich "Studium abgebrochen und danach eine Zeitlang als Küchenhilfe gearbeitet" - um nur ein konkretes Beispiel für diese von Dir ins Spiel gebrachte Vorgehensweise zu beschreiben.

    Dir nichtsdestotrotz weiter ganz viel Glück beim Versuch, Texte zu verstehen ... !

    So lange ich jedenfalls noch meine Konto-, Depot- und Grundbuchauszüge verstehe, kann ich mir eine Portion an Restoptimismus bewahren. Auf das Land bezogen fällt mir das deutlich schwerer (siehe Strangtitel "Steuerreform 2027" - und die Bewertung derselben nach meiner summarischen Prüfung).

  • Mehrwertsteuererhöhung wäre natürlich wieder ne top Option. Trifft genau die die mit den massiven 600€ (vielleicht schon 2028) entlastet werden. Dann wären wir wohl eher Richtung Nullsummenspiel bei der "Entlastung" unterwegs bei gleichzeitigen Einschränkungen. Viel hilfloser kann die Regierung kaum mehr agieren...

    Ob die Zahlen korrekt/vollständig sind, dass weiss ich nicht. Aber es wäre gut, wenn es mehr und genauere Zahlen dazu geben würde -in den Medien:

    https://www.focus.de/finanzen/refor…e8e12efd32.html

  • Mich wundert bei all dem, dass Deutsche Staatsanleihen noch keine Risikoaufschlag erhalten. Liegt's daran, dass der Markt glaubt

    Der Markt im Bereich "Gov. Bonds Eurozone" glaubt vor allen Dingen, daß im Zweifel die EZB (entgegen Art. 123 AEUV "Verbot der monetären Staatsfinanzierung durch die Notenbank") sich um die Zinsen (und Spreads) und Schuldentragfähigkeit einzelner Euro-Mitgliedsländer "kümmert".

    Lief schon damals (ab 2012) hier vor Ort bei Rentenhändler unter dem Schlagwort "Draghi-Put". Lief in den Jahren danach so. Und wird auch zukünftig so sein (Stichwort: Transmission Protection Instrument (TPI) - das Programm wurde seitens der EZB noch vor der ersten Zinserhöhung ("Zinswende") verabschiedet (Juli 2022 nach meiner Erinnerung) und sieht "unbegrenzte Anleihekäufe" auch von "einzelnen Ländern" durch die Notenbank vor). Kollateralschäden wie stets inkludiert.

    Zudem ist in dem oben genannten Bereich (Gov. Bonds Eurozone) - wie meist im Leben - alles eine relative Angelegenheit. Oder auch die "Einäugigen" unter den "Blinden". Hast Du Dich beispielsweise mal mit den relevanten Kennzahlen Frankreichs der letzten Jahrzehnte intensiver beschäftigt ... ? Gilt längst als typisches Beispiel oder Synonym für ein reformunfähiges oder nicht mehr reformierbares Land.

    Die "von der Politik unabhängige EZB" dürfte die französische Politik inkl. besonders die nächsten Präsidentschaftswahlen in Frankreich (April 2027 ... ?) - mit deren Protagonisten (von Le Pen und Rassemblement National bis Jean-Luc Melenchon und La France insoumise) - jedenfalls mit großer Aufmerksamkeit verfolgen ...

  • Ich sags mal anders herum. Jedes wirtschaftlich stabile und sozial verantwortlich geführte Land ist der grösste Feind der Rechtspopulisten, die können Populismus nur verbreiten im Chaos, da haben Sie viele Abnehmer für ihre Ideologien. Menschen sind einfach gestrickt, die wollen keine Reformen oder Lösungen, die wollen einfach nur Schuldige haben, genau das liefert der Populismus, besonders der von Rechts. Man schaue sich mal die Länder an wo Rechtspopulismus besonders auf fruchtbaren Boden trifft, alles Länder mit immer höher werdenden Staatsverschuldung und enormen Leistungskürzungen besonders im Sozialen Bereich.

    Gegen Rechts hilft nur ein wirtschaftlich stabiles Land mit positiven Zukunftsaussichten. Da dies kaum mehr irgendwo auf der Welt zu sehen ist wird die Zukunft leider sehr traurig werden.

  • Gegen Rechts hilft nur ein wirtschaftlich stabiles Land mit positiven Zukunftsaussichten. Da dies kaum mehr irgendwo auf der Welt zu sehen ist wird die Zukunft leider sehr traurig werden.

    Lass mich mal kurz nachdenken.
    Warum gewinnen dann die Rechtspopulisten seit vielen Jahren in Skandinavien an Bedeutung? Liegt es am bekannt schlechten Sozialstaat den siechenden Rentensystemen oder den extrem negativen Zukunftsaussichten in Skandinavien (Achtung Ironie)!?

    Wer mag kann ja hier mal nach Gründen suchen:
    https://www.bpb.de/themen/parteie…-in-nordeuropa/

    Übrigens stehen die skandinavischen Rechtspopulisten übrigens Russland eher kritisch gegenüber. Ganz im Gegensatz zu bekennenden Russland-Freunden in Westeuropa.;)
    Mag wohl daran liegen, dass Finnland und das Baltikum so Ihre eigenen Erfahrungen mit Russland/Sowjetunion gemacht haben.:/

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