Was zu erst?

  • Moin!


    Ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe nichts gespartes. Zwar auch keine Schulden, aber noch kein Notgroschen oder sonst etwas.

    Da es kurz vor knapp ist, aber noch nicht zu spät, möchte ich von meinen 3000 netto ab diesem Monat 600 Euro mtl. auf die Seite legen. Ab Oktober dann 800 weil eine Lohnerhöhung ansteht.

    Meine Frage ist nun: Soll ich zuerst alles auf ein Tagesgeldkonto buttern bis ich meinen Notgroschen (für mich 7500€) erreiche? Das wäre am Ende des Jahres 2026. Und dann ab 2027 alles nur noch in ein ETF. Oder von den 600 bzw 800 einen größeren Teil bereits jetzt in ein ETF und nur 200 aufs Tagesgeld/Notgroschen. Dann dauert der Aufbau der Notreserve halt 38 Monate...mein Job ist relativ sicher und meine Lebenshaltungskosten bei 1450.

    Keine Familie oder sonst größere potentiellen Risiken, dass etwas kaputt geht. Habe auch einen Dienstwagen.

    Dafür ist halt am Ende der Laufzeit bis zur Rente 1 ganzes Jahr mehr Zeit für den Zinseszins Effekt. Habe das Mal bei einer dynamischen Rate von 2% durchgerechnet und da kommen dann schon ca 50.000 Euro Unterschied dabei raus ob ich jetzt oder erst ein Jahr später anfange mit dem ETF.


    Was meint ihr?

  • Kater.Ka 24. Februar 2026 um 17:37

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Was hältste von halbe/halbe?
    Darauf läuft es bei mir meistens raus, wenn ich hinundherschwanke, die Sache aber nicht ewig lange rauszögern will, bis ich endlich zu einer Entscheidung gekommen bin.
    Und Du kannst es Dir ja jederzeit wieder anders überlegen.

  • Hi Ovid,

    mach es so wie du dich am wohlsten fühlst.

    Ich persönlich habe überhaupt keinen Notgroschen. Jeden Euro den ich über habe, wird investiert.

    Mir fällt auch keine Situation ein, die ich nicht mit einem kurzfristigen Sparplanstopp lösen kann, sollte was kaputt gehen und ich Liquidität benötigen. Ich bin allerdings kinderloser Single. Bei Familien sieht das natürlich anders aus.


    VG

  • Ich würde immer zuerst den Notgroschen aufbauen:

    Einerseits hat man ja einen Notgroschen nicht zum Spaß sondern eben für Notfälle und so ein Notfall kann ja auch früher als später kommen, also dafür lieber zuerst vorsorgen

    Andererseits hast du ja schon selbst ausgerechnet, dass du den Notgroschen viel früher voll hast, wenn du erstmal nur darauf sparst. Psychologisch ist es auch oft sinnvoll sich erstmal auf ein Ziel zu fokussieren, denn dann hast du früher ein Erfolgserlebnis, wenn du dieses Ziel erfolgreich abschließen kannst

    Das mit dem 1 Jahr mehr Zinseszins und entsprechenden Opportunitätskosten stimmt halt so nur, wenn du von einer konstanten jährlichen Rendite ausgehst. Wenn jetzt die Börse das nächste Jahr z.B. +-0% läuft, verpasst du gar nichts und ob das passiert kann dir jetzt keiner sagen

    Einmal editiert, zuletzt von K. Fee (24. Februar 2026 um 19:39)

  • Hallo.

    Ggf. könnte man Anleihen bei Dave nehmen und erstmal 1000 EUR zur Seite legen und dann auch mit dem ETF anfangen. Wenn es Dich beruhigt, dann kannst Du anschließend z. B. 80% ETF und 20% Puffer besparen.

    Mach wie Du meinst, ein klares Richtig/Falsch gibt es da nicht.

  • Meine Frage ist nun: Soll ich zuerst alles auf ein Tagesgeldkonto buttern bis ich meinen Notgroschen (für mich 7500€) erreiche? Das wäre am Ende des Jahres 2026. Und dann ab 2027 alles nur noch in ein ETF.

    So sollte man es meiner Meinung nach machen, wobei der Notgroschen mit den Ansprüchen ans Leben mitwachsen sollte. Im Prinzip als „Safe-asset floor“.

  • Gängige Empfehlung zuerst Notgroschen.

    Den hast du aber bisher auch noch nicht gehabt und nicht vermisst.

    Wenn du schon wild aufs investieren bist halte den Notgroschen am Beginn niedrig und leg mit investieren los. Das ist schon Mal besser als alles was du bisher gemacht hast. Muss ja nicht immer von 0 auf Lehrbuch gehen.

  • Ich persönlich finde einen an die persönlichen Lebensumstände angepassten Notgroschen durchaus wichtig, gleichzeitig aber auch das Sammeln von Erfahrungen mit Börsenschwankungen aus erster Hand. Insofern wäre ein 70/30% oder 80/20% Verhältnis zugunsten des Notgroschen für die ersten Jahre ja vielleicht ein Kompromiss. Danach kann man das umkehren, bis der Notgroschen die Zielhöhe erreicht hat und dann zu 100% investieren.

  • Offenbar bist Du bislang auch ohne Liquiditätspuffer oder Notgroschen ausgekommen und hast Situationen zwischen einer kaputten Waschmaschine, der Finanzierung eines Urlaubs und sonstigen Unwägbarkeiten irgendwie gedeichselt.

    Eine eigene Immobilie hast Du auch nicht?

    Ich will keine Tipps oder Ratschläge geben … selber habe ich aber gar keinen Notgroschen im klassischen Sinn. Wenn was wäre, würde ich entweder mal die Sparpläne ins Depot stoppen oder von dort gar etwas verkaufen.

  • Die theoretisch richtige Antwort wäre vermutlich, zuerst mit Hochdruck den Notgroschen auffüllen, erst dann investieren.

    Ich sage, lege den Fokus zwar erst auf den Notgroschen, aber fange trotzdem mit einem kleineren Betrag an zu investieren. Du scheinst Lust drauf zu haben, nutze das aus. Außerdem gewöhnt man sich mit kleineren Beträgen schmerzfreier daran, die Schwankungen im Aktienmarkt auszuhalten.

  • Da frage ich mich schon, wo Dein ganzes Geld in den letzten Jahren geblieben ist. :/
    Nicht falsch verstehen, aber so völlig blank dazustehen mit 40 und doch recht brauchbarem Einkommen ist eher ungewöhnlich.

    Davon ab zu Deiner Frage. Ich würde zunächst mal zusehen eine Lquiditätsreserve von 1K-2K ASAP aufzubauen.
    Und dann kannst Du ja mit einem ETF parallel zum Notgroschen zu beginnen. Wichtig ist m.E., dass man unter keinen Umständen gezwungen ist an den ETF heran zu müssen.
    Ob es dann nachher überhaupt 7.500€ sein müssen kannst nur Du wissen. Ich als Mieter habe z.B. eine Liquiditätsreserve von 2 Nettomonatsgehältern. Und da musste ich die letzten Jahre nie wirklich ran. Kleinigkeiten wie Laptop/Smartphone (gebraucht) werden aus dem laufenden Einkommen gezahlt und das teurere Urlaube oder alle paar Jahre mal ein neues Auto (gebraucht) anstehen weiß man i.d.R. im Voraus und plant die Liquidität entsprechend.

    ..., möchte ich von meinen 3000 netto ab diesem Monat 600 Euro mtl. auf die Seite legen. Ab Oktober dann 800 weil eine Lohnerhöhung ansteht.

    ...mein Job ist relativ sicher und meine Lebenshaltungskosten bei 1450.

    Keine Familie oder sonst größere potentiellen Risiken, dass etwas kaputt geht. Habe auch einen Dienstwagen.

    Sorry, aber irgendwie passt das was nicht.
    Bei Fixkosten von 1.450€ und 3.000€ netto komme ich auf 1.550€ die jeden Monat über sein müssten. Warum willst Du davon 'nur' 600€ bzw. demnächst 800€ langfristig in einen ETF investieren?
    Gerade, wenn Du solche Überlegungen wie hier unten anstellst, wäre es wesentlich effektiver in den nächsten Jahren so viel viel wie möglich in den ETF zu stecken (Stichwort Zinseszins). :/
    JustMy2Cent

    Dafür ist halt am Ende der Laufzeit bis zur Rente 1 ganzes Jahr mehr Zeit für den Zinseszins Effekt. Habe das Mal bei einer dynamischen Rate von 2% durchgerechnet und da kommen dann schon ca 50.000 Euro Unterschied dabei raus ob ich jetzt oder erst ein Jahr später anfange mit dem ETF.

  • Ich würde die Priorität auf den Notgroschen legen und gleichzeitig einen Sparplan von z. B. 100 € auf einen ETF einrichten.

    Dann sorgst du zuerst für die nötige Liquidität, sammelst aber auch schon Erfahrung mit dem Investieren – aber in kleinem Maßstab. Wenn du dann merkst, dass das doch nichts für dich ist (z. B. weil es dich nicht gut schlafen lässt oder du zum Trading neigst), hast du das mit wenig Einsatz gelernt.

    Positiver Nebeneffekt ist, dass du, sobald der Notgroschen voll ist, direkt umstellen kannst.

  • Ovid,

    bau erstmal deinen Notgroschen auf. Wenn du jetzt alles in einen ETF steckst und die Kurse fallen und du ständig in dein Depot schaust, weil Giro und Depot bei der gleichen Bank sind, verlierst du schnell die Geduld. Stell dir vor du investierst jetzt, die Kurse sinken (extrem) und du siehst wie deine monatliche Rate (z.B. 600 Euro) flöten gegangen sind. Dann wirst du dir denken, toll, 1 Monat umsonst gearbeitet (gespart / angelegt)...


    S&P 500: "Größte Blase in Geschichte der Menschheit in Endphase"

  • Wenn du jetzt alles in einen ETF steckst und die Kurse fallen und du ständig in dein Depot schaust, weil Giro und Depot bei der gleichen Bank sind, verlierst du schnell die Geduld.

    Man sollte nicht von sich auf andere schließen.

    Stell dir vor du investierst jetzt, die Kurse sinken (extrem) und du siehst wie deine monatliche Rate (z.B. 600 Euro) flöten gegangen sind. Dann wirst du dir denken, toll, 1 Monat umsonst gearbeitet (gespart / angelegt)...

    Wenn man rational ist, 'freut' man sich, weil man weiß, dass man
    a) das im ETF investierte Kapital die nächsten Jahre nicht benötigt
    b) mit jedem Nachkauf günstig mehr ETF Anteile für seine Sparrate bekommt

    Das merkt man dann, wenn man nach einigen Jahren ins Depot bzw. in die eigene Excel-Datei schaut nur merkt, dass die Sparraten während dem Corona-Crash oder zu Beginn des unsäglichen Kriegs in der Ukraine heute mit die höchsten Renditen im Depot erzielt haben.
    Bedingt natürlich, dass man einfach nur Stur dabei bleibt und jeden Monat nachkauft.
    Das Gras im Garten wächst auch nicht schneller wenn man ständig daran zieht.

  • Sorry, aber irgendwie passt das was nicht.
    Bei Fixkosten von 1.450€ und 3.000€ netto komme ich auf 1.550€ die jeden Monat über sein müssten. Warum willst Du davon 'nur' 600€ bzw. demnächst 800€ langfristig in einen ETF investieren?
    Gerade, wenn Du solche Überlegungen wie hier unten anstellst, wäre es wesentlich effektiver in den nächsten Jahren so viel viel wie möglich in den ETF zu stecken (Stichwort Zinseszins). :/
    JustMy2Cent

    Vermutlich weil 600€ die oft empfohlenen 20% von 3000€ sind

    Falls das der Grund ist sollte man noch anmerken, dass die 20% bei einem ca. 30 Jährigen ohne Ersparnisse in der Regel ausreichen um in etwa die Rentenlücke zu schließen. Bei einem bereits 40 Jährigen ohne Ersparnisse muss man monatlich prozentual schon deutlich mehr investieren um die 'verlorenen' Jahre noch aufzuholen.

  • Sorry, aber irgendwie passt das was nicht.
    Bei Fixkosten von 1.450€ und 3.000€ netto komme ich auf 1.550€ die jeden Monat über sein müssten.

    Also bitte mal realistisch denken. Es gibt ihn eben noch, den „Lebemann“.
    Dieses antiquierte Wort wird doch ganz gut passen.
    Wer in dem Alter mit null dasteht und sein ganzes monatliches Einkommen ausgibt, der gibt es eben aus.

    Es gibt doch viele „schöne“ Dinge.

    Ich würde jetzt anfangen, mal ein Haushaltsbuch zu führen und von Anfang an konsequent gleich mal ein Monatseinkommen zur Seite.
    Parallel sofort zum März einen ETF Sparplan starten, damit man mal merkt, wie sich das anfühlt.

    Geld ausgeben ist leicht.

    1. Notgroschen aufbauen, zumindest einen kleinen Puffer von paar tausend €.
      Bei Wohnen in Miete: Kündigung => neue Wohnung => Kaution (das ist i.d.R. höher als verfügbares Haushaltsgeld)
      Job relativ sicher: Nur als Beamter, alles andere hat IMMER das Risiko. Um einige Monate seine Ausgaben gedeckt zu haben, bis du Lohnersatzleistungen bekommst.
      Beispiel: Bei 1.450 € * 6 Monate = 8.700 € Notgroschen
    2. Haushaltsbuch starten:
      Einkommen/Einnahmen vs. Ausgaben -- alles aufschreiben (ob bar oder Kartenzahlung). Das für mehrere Monate durchziehen. Dafür gibt es Apps, händisch auf Blatt Papier, Excel, ...

      Wie du schreibst, hast du 3.000 € Netto und 1.450 € Haushaltsausgaben (Fixkosten und flexible Kosten) => was passiert mit den 1.550 € ? Wo verpuffen diese?

    3. Ein paar € in die Hand nehmen und z.B. das Buch von Finanztip kaufen und lesen
    4. sich mit dem Thema Börse auseinandersetzen
      Du hast dort keinerlei Erfahrungen. Da bietet das Buch aus 3) gute Stützen und Vorgehensweisen. Du hast dich 40 Jahre damit nicht beschäftigt, da kommt es auf 1 Jahr auch nicht mehr großartig drauf an. Viel wichtiger ist es, dass du für dich die Finanzhygiene entwickelst, es bewusst betreibst und nicht "aus Zwang". Betreibt du es aus "Zwang" wirst du das Projekt "Vermögensaufbau/Altersvorsorge" über kurz oder lang eher wieder hinschmeißen und dein aktuelles Konsumverhalten fortführen. Dir eine Struktur aneignest und einen soliden Weg gehst. Deine Erwartungshaltung sollte realistisch sein, was die Rendite aus der Börse angeht. Hättest du vor 10 Jahren gestartet, wäre es deutlich besser, ABER es bringt nichts in den Rückspiegel zu schauen. Du hast dir heute den Entschluss gefasst damit zu starten! Also betrachte es ab heute und gestalte ab heute deine Zukunft.

      Langsam starten und sich z.B. an Schwankungen/Verluste "gewöhnen".
  • Ovid ,

    der guten Ordnung halber vorab: Für meinen Teil bin ich nur Finanz-Laie, wenn auch ein an solchen Themen durchaus Interessierter. Ein bißchen praktische Erfahrungen habe ich immerhin, da ich seit über 50 Jahren meine finanziellen Mittel aktiv bewirtschafte (mit den Schwerpunkten Aktien und Immobilien).

    Überflogen habe ich zudem nur Deinen Beitrag Nr. 1.

    Ich bin jetzt 40 Jahre alt und habe nichts gespartes. Zwar auch keine Schulden, aber noch kein Notgroschen oder sonst etwas.

    Da es kurz vor knapp ist, aber noch nicht zu spät, möchte ich von meinen 3000 netto ...

    (nachträglich gefettet von mir)

    Eine - nach meinem Dafürhalten und meinen Erfahrungen - eher ungewöhnliche Melange. Ohne das ansatzweise normativ sprich wertend sehen zu wollen. Zu den Gründen (Hintergründen) würde ich an Deiner Stelle dennoch mal intern (braucht ja nicht "coram publico" zu erfolgen) recherchieren (sollten Dir diese Ursachen ggf. nicht bekannt, klar oder bewußt sein).

    In dem Kontext könnte ggf. auch ein "Haushaltsbuch" - geführt über einen angemessenen Zeitraum hinweg - eine gewisse Transparenz in die Zahlungsströme Deines Haushalts bringen.

    Für mich, ganz persönlich, wäre eine solche Finanzlage jedenfalls nichts. Erst recht nicht mit 40 Jahren.

    Meine Frage ist nun: Soll ich zuerst alles auf ein Tagesgeldkonto buttern bis ich meinen Notgroschen (für mich 7500€) erreiche?

    Zum einen: Von der "reinen Lehre" und Dogmen samt festen, unumstößlichen sozusagen endgültigen Regeln halte ich tendenziell eher wenig - dazu sind die Menschen aber auch die individuellen Ausgangslagen nicht selten zu divers.

    Es gibt aber dennoch einige Vorgehensweise bei denen ich stets den Weg "lege artis" empfehlen würde. Dazu gehört die Reihenfolge betreffend beispielsweise das "Versichern existenzieller Risiken kommt vor jedem Investieren" (soweit der Versicherungsschutz zu vertretbarem Preis einkaufbar ist jedenfalls) aber beispielsweise auch die Reihenfolge betreffend, daß die adäquate (*) "Rücklage für Notfälle" direkt nach dem Versichern zu den ersten Schritten (vor dem Investieren) gehört. Das hätte daher für mich, ganz persönlich, die (zunächst) erste Priorität.

    Zum anderen (siehe oben (*)): Was eine im Einzelfall "adäquate Rücklage" für Notfälle darstellt, ergibt sich aus der jeweiligen Gesamtsituation. Die Pauschalregel oder Faustformel der 2 bis 3 Netto-Monatsgehälter oder einer festen Summe wie 10.000 € taugt nach meinen Erfahrungen bestenfalls als erster Anhaltspunkt. Mir sind Fälle (Konstellationen) vorstellbar und auch bekannt, da kann auch ein Netto-Monatsgehalt (frugaler Lebenswandel) oder gar keines "adäquat" sein (da größeres Vermögen samt entsprechender Risikotoleranz vorhanden ist) - aber auch solche Konstellationen in denen eher 12 oder 24 Netto-Monatsgehälter indiziert sein können. Die in Deinem Fall "passende" Dosierung kannst Du also selbst am besten ermitteln.

    Dafür ist halt am Ende der Laufzeit bis zur Rente 1 ganzes Jahr mehr Zeit für den Zinseszins Effekt. Habe das Mal bei einer dynamischen Rate von 2% durchgerechnet und da kommen dann schon ca 50.000 Euro Unterschied dabei raus ob ich jetzt oder erst ein Jahr später anfange mit dem ETF

    Da schimmert für mich ein bißchen der Tenor durch als sollte in der Vergangenheit ggf. Versäumtes nunmehr möglichst schnell aufgeholt werden ... ?

    "Wer es eilig hast, sollte langsam gehen" ...

    Könnte zu den vielen japanischen Weisheiten gehören oder Konfuzius zugeschrieben werden. Jedenfalls kann Hektik nicht ganz selten zu Fehlern führen, die dann zusätzlich wertvolle Zeit kosten.

    Last but not least:

    möchte ich von meinen 3000 netto ab diesem Monat 600 Euro mtl. auf die Seite legen. Ab Oktober dann 800 weil eine Lohnerhöhung ansteht.

    ... meine Lebenshaltungskosten bei 1450.

    Ob diese Sparquote (vermutlich rund 20% auch nach der Lohnerhöhung) in Deiner Lage noch die passende ist, wär eine eigenständige Fragestellung ...

    Einerseits solltest Du immerhin noch gut ein Vierteljahrhundert mit Erwerbseinkommen vor Dir haben - andererseits haben in dem Alter (40) nicht wenige schon 10 oder 15 Jahre oder mehr des Investierens hinter sich ...

    Bei den genannten Lebenshaltungskosten könnte eine prozentual etwas höhere Sparquote durchaus vorstellbar sein.

    Insbesondere auch vor dem Hintergrund:

    Keine Familie ...

    Habe auch einen Dienstwagen.


    Dir gute Gedanken (samt weiterem Einlesen in das Thema "private Finanzen" - das Ganze klingt ein bißchen danach als wäre das bislang (gar) kein Thema für Dich gewesen ... ?) - ebensolche Entscheidungen und dann viel Erfolg dabei !

  • Das hört sich ja so an, als hätte jeder 50 Lastschriften. Bist du ein Mitarbeiter von der Sparkasse?

    Weil ich gerade schon die Minze sehe, du bist ab jetzt auch für mich, Minze Eis.
    Statt irgendwie konstruktiv mitzumachen, sonderbare Einwürfe.

    Es geht natürlich nicht nur um Lastschriften, sondern um die normalen Ausgaben des Alltags.
    Wenn er viermal in der Woche schön essen geht und dann auch noch gleichzeitig mal geschwind zum Konzert und Fußballstadion geht, gehört das auch ins Haushaltsbuch.

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