Altersvorsorge ist sinnlos

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    So entnimmst Du Geld im Alter
    Expertengespräch am 22.10.2026

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    22.10.2026 - So entnimmst Du Geld im Alter

  • Also in meiner mittelstandsfamilie gab es in den 80ern kein großes Finanzwissen. Ich habe immer "gespart", wie es damals hieß, aber es wäre mehr drin gewesen, wenn mich damals jemand an die Hand genommen hätte. Heute ist der Vermögensaufbau per ETF sehr einfach und sicher, sodass ich jedem Youngster rate, mindestens einen kleinen Betrag abzuzwacken, damit er über die Jahre Babies kriegt. Also der Kolleg könnte einfach eine Tankfüllung im Monat für später investieren und mal spazierengehen. :)

  • Das mag ein wesentlicher Grund sein, wieso Rotgrau außerhalb der von mir gewählten Farbtabelle liegt.

    Hatte ich früher mal gewählt. Möchte mir nicht besser nicht vorstellen, wie der dazugehörige Bundeskanzler heutzutage und hierzulande - beispielsweise von der "Wokemania-Fraktion" - tituliert würde ...

  • Um hier abseits der vielen schönen Farben auf das Eingangsposting zurückzukommen, liegt hier ein Denkfehler vor:

    Wenn das alle so machen oder mindestens eine sehr relevante Anzahl von Menschen, dann gibt es niemanden mehr (auch plakativ), der irgendwas einzahlt, woraus der genannte Autobesitzer eine Leistung beziehen könnte.

  • Um hier abseits der vielen schönen Farben auf das Eingangsposting zurückzukommen, liegt hier ein Denkfehler vor:

    Wenn das alle so machen oder mindestens eine sehr relevante Anzahl von Menschen, dann gibt es niemanden mehr (auch plakativ), der irgendwas einzahlt, woraus der genannte Autobesitzer eine Leistung beziehen könnte.

    Der junge Mann aus Post #1 hat sich ein Auto gekauft, du meine Güte was wird deswegen ein Fass aufgemacht. Man stelle sich vor alle jungen Leute sparen fürs Alter und geben nix mehr aus, dann wird es hier ebenfalls zappeduster.

    Ich sag es jetzt mal auch sehr plakativ, mir egal wer den jungen Autofahrer später im Alter bezahlt, weil ich bin dann nicht mehr da.

  • Der junge Mann aus Post #1 hat sich ein Auto gekauft, du meine Güte was wird deswegen ein Fass aufgemacht. Man stelle sich vor alle jungen Leute sparen fürs Alter und geben nix mehr aus, dann wird es hier ebenfalls zappeduster.

    Ich sag es jetzt mal auch sehr plakativ, mir egal wer den jungen Autofahrer später im Alter bezahlt, weil ich bin dann nicht mehr da.

    Du hast mich missverstanden. Ich setze darauf, dass ihm das irgendwann klar werden wird.

    Das erste Gehalt nach der Uni hab ich auch auf den Kopf gehauen und nicht in die Altersvorsorge gesteckt. So what.

  • Ist doch eigentlich die deutliche Begründung, warum die GRV wichtig ist und wir diese stärken müssen!

    Warum hat man dies dann - vor dem Hintergrund, der bereits vor gut 30 Jahren bekannten Melange aus Umlagesystem und absehbarer demographischer Entwicklung - nicht gemacht oder zumindest eingeleitet ... ?!

    Siehe beispielsweise hier

    Die schwedische Reform der Rentenversicherung trat im Jahr 1999 in Kraft (Einführung eines kapitalmarktgestützten Elements) ...

  • Was hat man ihm den in der Zeit, bis er gestern diesen Satz sagte, so alles an schulischer Finanzbildung und Wissen rund um die Altersvorsorge zukommen lassen? Und wäre das nicht eigentlich eine wichtige staatliche Stellschraube, auf die man sich auch unabhängig von politischer Denke noch einigen könnte (zumindest solange wir dazu keine Musterlehrpläne aufzustellen versuchen)?

    "Die Kommission befürwortet zudem die Umsetzung einer Finanzbildungsstrategie für Deutschland, insbesondere im Hinblick auf die Altersvorsorgeplanung. Altersvorsorge ist vor allem beim Berufseinstieg, aber auch in kritischen Lebensphasen und beim Erwerbsaustritt von großer Relevanz und sollte daher qualitätsgesichert und auf verschiedene Lebensphasen zugeschnitten entwickelt und angeboten werden." --> aus Empfehlung Nr. 4 der "Rentenkommission"

  • Denke der Freibetrag von 120k DM ist auch in den 90ern einfach ziemlich gering gewesen. Zusammen veranlagt 240k ist auch dürftig. Da würde ich deine Wahrnehmung teilen.

    Es gab eine Zusammenveranlagung mit den Kindern bis 27. Die Besteuerungsgrundlage konnte mit Immobilien leicht gesenkt werden.

    Die Vermögensteuer war ein wenig eine Dummensteuer.

    Damals waren Aktiengewinne nach einem Jahr steuerfrei.

    Eine Besteuerung von thesaurierenden Fonds gab es nicht.

    Früher war nicht alles schlechter.

    Die Gier des Staates hat merklich zugenommen.

    Eine Santander, Deutsche Bank, Postbank, Noris Bank oder Klarna möchte ich nicht als Vertragspartner.

  • Kollege (Mitte 20) betreibt keine Altersvorsorge, Zitat: "Das ganze Geld wird ins Auto investiert".

    Tja, da ist jeder anders gestrickt. Für manche ist ein Auto eben wichtig – in jungen Jahren vielleicht mehr als im höheren Alter. Für mich ist es wichtig, ausreichend Reserven nicht nur fürs Alter, sondern auch im hier und jetzt zu haben, so daß ich jederzeit "könnte, wenn ich wollte". Bspw. um spontan ein Auto zu kaufen, oder einfach Geld zu verschenken oder irgendwas anderes damit zu tun. Selbst wenn ich es dann vielleicht gar nicht tue. Dieses Vermögen gibt mir aber das unfassbar gute Gefühl von Unabhängigkeit, Freiheit, Selbstbestimmtheit und Flexibilität.

    Es heißt ja sprichwörtlich "Zeit ist Geld". Das gilt umgekehrt aber ebenso, denn "Geld ist Zeit". Man kann Geld wieder gegen Zeit tauschen. Im Zweifelsfall bspw. jederzeit zum Chef gehen zu können und zu sagen: "Ach weißt du was, du kannst mich mal, ich bin dann mal weg", ist für mich größerer Luxus als eine dicke Karre vor dem Haus.

    Daher kann ich jedem nur raten, sich ein gewisses Vermögen und damit genau diese Unabhängigkeit aufzubauen.

  • Da irrst Du meiner Meinung nach.

    Tatsächlich haben wir vor dem Hauskauf Anfang der 90er Vermögenssteuer zahlen müssen. Das war meiner Erinnerung nach ein niedriger 6stelliger DM Betrag.

    Und was die Erbschaftssteuer angeht, sind die Freibeträge lediglich bei Kindern und Ehepartnern hoch. Wer an Geschwister oder Neffen vererbt, ist schon kräftig betroffen. Freibeträge liegen bei 20k.

    Vermögenssteuer war 1% pro Jahr jenseits von 120k DM.

    Wenn du da 6 stellig bezahlt hast, Glückwunsch Geldsorgen war damals dann wohl kein Thema.


    Ja, die Freibeträge beim Erben sind sehr unterschiedlich.

    Darum wäre ja ein Lebensfreibetrag bei Erbschaftssteuer fairer. 1 Mio pro Person, egal von wem.

    Das dürfte für die meisten reichen.

    Und das kräftig "betroffen" beudetet jenseits der 20k 30%.

    Also nur etwas mehr als die Kapertragssteuer, die ab 1.000€ greift.

    Und 30% reiner Steuersatz greift bei zvE von ca. 70k. Mit Sozialabgaben sogar noch früher.

    Erben wird ja nicht nur bei der Steuer bevorzugt, keine Sozialabgaben und kein Zugewinnausgleich.

  • Manchmal bekomme ich aber das Gefühl das einige Menschen gar nicht unabhängig sein wollen, oder sogar Angst vor Unabhängigkeit haben. Dann könnten sie selber entscheiden.....

    Das ist sogar ein sehr grosses Problem, merke ich jeden Tag im Job, immer weniger die einfach mal eine Entscheidung treffen, immer aussitzen oder weiterleiten. Meckern ist einfacher als Verantwortung zu übernehmen.

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