Steuerreform 2027

  • Die telefonische Krankschreibung betrug 1% aller Krankmeldungen (zumindest derer, die statistisch erfasst wurden). Du glaubst, das fällt ins Gewicht? Ich habe übrigens überhaupt kein Problem damit, wenn jemand anderer Meinung ist, wenn die Meinung einer kritischen Überprüfung stand hält.

    Das ist ja noch besser, dann nutzt sie ja eh keiner. Dementsprechend dürfte der Mehraufwand für Ärzte ja auch nicht auffallen. Das Argument wurde hier ja auch schon häufiger genannt. Zudem ist die Aufregung dann ja noch weniger verständlich, es nutzt doch anscheinend eh keiner. :)


    Im 19. Jahrhundert mussten Büroangestelle auf eigene Rechnung Kohle zum Heizen ins Büro mitbringen.

    Könnte man ja auch wieder einführen, heute als Kostenbeitrag zur Heizung.

    Wilder Vergleich.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

    Einmal editiert, zuletzt von Einundzwanzig (5. Juli 2026 um 01:12)

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  • Alles gut, man muss ja nicht immer derselben Meinung sein. – Ich würde übrigens umgehend auch wieder die Praxisgebühr einführen, damit sollte man noch eine weitere Stellschraube haben, um gegen die telefonische 1-Tages-Grippe vorgehen zu können. Gleichzeitig könnte man das Gesundheitssystem etwas entlasten, sei es durch weniger Patienten oder eben aktive Einnahmen.

    Lies mal nach, warum die Praxisgebühr nicht kommt. Weil sie damals keinen Nutzen gebracht hat.

  • Es ist immer wieder zu beobachten , dass gute Ansätze der Politik immer wieder durch Lobbyisten verwässert oder gestoppt werden. Unternehmen bringen ihre Schäfchen ins Trockene, auf Kosten der Allgemeinheit, Beispiel Automobilindustrie, fossile-Energie-Industrie, PFAS-Erzeuger usw.

    Einmal editiert, zuletzt von britty (5. Juli 2026 um 07:17)

  • Das ist ein Plädoyer wofür? Für die Wiedereinsetzung der Aristokratie? Oder für die Autokratie? Wegen der "klaren Entscheidungen"?

    Die Demokratie ist nicht das Problem. DIskreditierung und Demontage der Demokratie sind eher ein Problem (z.B. Fraktionszwang, Lobbyismus). Vielleicht sind wir da gerade in einer Übergangsphase. Ich mach' mir mehr Sorgen darüber, was danach kommt.

  • Du weißt, warum die wieder abgeschafft wurde?

    Keine Lenkungswirkung, hoher bürokratischer Aufwand in den Arztpraxen.

    Was aber vor allem an der konkreten Umsetzung lag. 10€ pro Quartal, nicht bei Überweisungen vom Hausarzt, nicht bei bestimmten Anliegen (z.B. Folgerezept für die Pille)...natürlich hat das keine große Lenkungswirkung. Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass...

    Man kann das auch sehr viel einfacher umsetzen. Jedes Mal, wenn man einen Arzt sieht, kostet es 10€ und der Arzt zieht die 10€ pauschal bei seiner Abrechnung ab. Vernachlässigbarer Mehraufwand, dafür sehr viel stärkere Lenkungswirkung. Man müsste halt mal über den Schatten springen, dass Eigenbeteiligung an der Gesundheitsversorgung was schlimmes wäre.

  • Hallo McProfit, schön mal wieder was von Dir zu hören


    Für mich als ehemaligen Unternehmer ...

    Diese Spezies dürfte in dem Forum - den Kern der intensiven Nutzer betreffend - den Ausnahmefall darstellen.

    Bin da, wie ziemlich oft, nahe beim legendären Winston Churchill:

    "Manche halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere sehen in ihm eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne. Nur wenige erkennen in ihm das Pferd, das den Karren zieht"

    Hilfe: Politik: ...

    Ich verabschiede mich schnell wieder aus diesem Thema und stelle fest:

    Sobald es um Politik geht, prallen die Gegensätze unversöhnlich aufeinander. Kein Wunder, dass Koalitionen aus verschiedenen Parteien meist nur Minimalkompromisse hinbekommen – dieses Forum zeigt das überdeutlich.

    Ein langjähriger Freund - US-Bürger seines Zeichens - hatte auf seiner Reise durch Europa auch einige Zeit bei mir Station gemacht, in der Gegend hier einiges unternommen und auch andere Bekannte und Freunde besucht. Wie er mir erzählte, sei er vor einer Party diskret instruiert worden:

    Hier sind alle Themen erlaubt und erwünscht - nur nicht Geld, Politik oder Religion.

    Mit Geld waren insbesondere die eigenen "privaten Finanzen" gemeint. Für relativ viele Amerikaner dagegen ein eher ganz selbstverständliches Gesprächsthema ...

    Könnte ggf. und u. a. mit dem in Deutschland ausgeprägten Sozialneid zusammenhängen. Über das deutsche Phänomen inkl. einem Ranking ("Social Envy Coefficient" (SEC)) hatte ich an anderer Stelle hier schon mal was geschrieben.

    Ein guter Bekannter hatte jüngst - zugegebenermaßen sehr pointiert aber doch sich dem Kern nähernd - den Zeitgeist hierzulande der letzten Jahre in etwa so zusammengefasst:

    Die Revolutionsambition der Staatsgläubigen, der mit Kernkompetenz Umverteilung und der Gleichmacher ist ein kaputtes und zynisches System, in dem die Welt der Gestalter, Macher, des Gelingens und des Erfolgs von den Missgünstigen und vermeintlichen Opern des Systems zerschlagen werden soll.

    Aus meiner Sicht würde ich hinzufügen:

    In Verkennung der schlichten Tatsache, daß die Zerschlagung oder auch nur Schwächung dieses Systems gerade vieler dieser Protagonisten und Anhänger am ehesten und meisten treffen würde.

    Dazu - aus der Praxis sozusagen - hatte ich an anderer Stelle ebenfalls schon mal etwas geschrieben:

    Nach meinen langjährigen Erfahrungen (auch in diversen anderen Ländern sowie auf immerhin drei Kontinenten) sind in einem Land wirtschaftliche Stagnation oder Rezession (oder gar anhaltender wirtschaftlicher Niedergang) besonders für Menschen mit knappem Budget, sozial Schwache oder gar finanziell Mittellose besonders schwierig bzw. schlimm. Wer finanziell autark ist oder zumindest über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, kann auch unter solchen Bedingungen noch recht gut bis ordentlich leben und zurechtkommen und/oder dem Ganzen ausweichen (einen anderen Standort wählen beispielsweise).

    Gleiches gilt nach meinen Erfahrungen übrigens auch für schlechtes Geld und/oder eine schlechte Geldpolitik einer nicht mehr unabhängigen Zentralbank - die beispielsweise unter fiskalischen Druck und Zwang geraten ist - das ist aber wieder ein anderes Thema.

    Auch wenn es hier zuletzt nicht mehr um das Strangthema ging ("Steuerreform 2027" - eine Unternehmenssteuerreform ist noch viel länger überfällig im Sinne der internationalen Wettbewerbsfähigkeit und deren Wiederherstellung) sondern um das Procedere der Krankschreibung ...

    ... und wer sich die ÖR-Medien noch antun mag:

    Heute im "Das Erste" in der Sendung Presseclub ab 12:03 mit vier Gästen das Thema:

    "Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran ?"


    Selbst bei summarischer Prüfung lautet meine Einschätzung: Nein - bzw. mit solchen homöopathischen Reförmchen jedenfalls nicht.


    Dir weiter einen schönen, genussvollen und vor allen Dingen gesunden Ruhestand !

  • Lies mal nach, warum die Praxisgebühr nicht kommt. Weil sie damals keinen Nutzen gebracht hat.

    Richtig! Die Ärzte, an denen zunehmend Mangel herrscht mittlerweile, wurden zusätzlich mit Bürokratie belastet, was Zeit kostet, die zur Betreuung der Patienten fehlt.


    Zudem gibt es durchaus Menschen, die 10 Euro bei jedem Arztbesuch schwer aufbringen können (Bezieher von Grundsicherung, Geringverdiener, Alleinerziehende, kinderreiche Familie). Möchte man wirklich, dass diese nicht zum Arzt gehen, so das sich Erkrankungen eventuell chronifizieren, nicht rechtzeitig erkannt werden etc.)? Das wird unter Umständen am Ende sehr viel teurer.

  • Ist "Reform" ein Synonym (oder Euphemismus) für "Sozialabbau? Oder von welchen Reformen sprechen wir hier? Geh mal bitte "in medias res".

  • Da kann man nur darüber lachen.

    600 Euro im Jahr soll es für manche geben... und 800 Euro darf man dann wohl woanders wieder draufzahlen. ;)

    Unverschämt ist das Arzt Attest am ersten Krankheitstag für den Arbeitgeber. Völlig realitätsfern da man nie und nimmer von heute auf morgen einen Arzttermin bekommt oder stundenlang im Wartezimmer herumgammelt.

    Mein Meister sagte zu mir er braucht das Attest ab dem ersten Tag. Ich mache, dass schon seit vielen Jahren so. Am nächsten Tag hat er es.

  • Ganz im Gegenteil, wir sollten einen extra Faden aufmachen wie man besser seine Krankheiten plant und Arbeitslosigkeit geschickt einsetzt um früher und unbeschadet in den Ruhestand kommt.

    Ein Aufruf zu Straftaten darf hier im Forum stehen bleiben. Interessant.

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Es ist immer wieder zu beobachten , dass gute Ansätze der Politik immer wieder durch Lobbyisten verwässert oder gestoppt werden. Unternehmen bringen ihre Schäfchen ins Trockene, auf Kosten der Allgemeinheit, Beispiel Automobilindustrie, fossile-Energie-Industrie, PFAS-Erzeuger usw.

    Bitte nicht DUH, BUND, Amnesty und DGB vergessen, auch das sind Lobbyisten, nur eben von der anderen Seite

    Taxation is not charity. It is not voluntary. As we shrink the state and make government smaller, we will find that more and more people are able to take care of themselves.

    Grover Norquist

  • Ist der Soli eigentlich abgeschafft worden durch die Steuerreform? Davon habe ich nichts mehr gelesen

    Ich habe davon nichts gehört. Stünde aber wohl im Widerspruch mit der aktuell bestehenden Finanzierungslücke. Hätte man den Soli bereits früher abgeschafft, sähe es wahrscheinlich noch dunkler aus.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • damit sollte man noch eine weitere Stellschraube haben, um gegen die telefonische 1-Tages-Grippe vorgehen zu können.

    greippe geht niemals nie 1 tag.

    aber aus ner 1 tages magen darm geschichte mache ich nach einführung jetzt eben ne ganze woche.

    wegen nur einem tag gehe ich ganz sicherlich nicht zum artzt. denn artzt beduetet eine stunde hin fahren 2 stunden warten und eine stunde zurückfahren und eben KEIN auskurieren des aktuellen inffekts.

    aus einem oder zwei tage aufgrund von Dysmenorrhö wird dann eben auch die volle woche.

    Leute wie du DEINE FREUNDe sowie die CDU, wollen das ja so. Wer solche in Miustrauen an den tag legt hat es schlicht und erfgreifend nicht anders verdient. Statt 15 tage krank im jahr künfitg eben 35. Man erntet schließlich was man sät.

    Mein artzt schreibt ich jedenfalls nicht nur für einen tag AU. sondern direkt alle 4tage der Arbeitswoche die relveant für mich sind. Pech gehabt, wollt es ja aufgtund eures völlig fehlgeleiteten mindesets ja so.

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