Was das Haushaltschaos für Dich bedeutet ++ Elterngeld: Es kommt anders als gedacht
  24.11.2023
FINANZTIP
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7 Dinge, die Du noch 2023 erledigen solltest
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Die besten Deals der Woche
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7 Dinge, die Du unbedingt noch 2023 erledigen solltest

von Jonas Fehling, Jörg Leine, Timo Halbe und Martin Klotz

2023 ist fast vorbei – und wir hoffen sehr, dass Du mit Finanztip jede Menge Geld gespart und verdient hast. Aber das Jahr ist eben erst fast vorbei: Gerade in den letzten Wochen kannst Du oft nochmal viel herausholen. Wenn Du zum Beispiel folgende Dinge erledigst:

1. Gib sinnvoll Geld aus – für die Steuer

Damit Du nächstes Jahr bei der Steuererklärung viel erstattet bekommst, kannst Du noch einiges tun. Vor allem, um (deutlich) über bestimmte Freibeträge zu kommen: Zusätzliche Ausgaben für den Job (Werbungskosten) lohnen sich umso mehr, je weiter Du damit über die Pauschale von 1.230€ kommst. Denn nur für alles, was über dieser Summe liegt, gibt’s bei der Steuer was raus. Weißt Du schon, dass Du diese Summe allein mit Deinen Fahrtkosten fast erreichst, lohnt es sich also, in diesem Jahr auch noch einen Bürostuhl oder Laptop zu kaufen.

Auch bei Krankheitskosten lohnt es sich, viel in nur einem Jahr auszugeben. Sie zählen zu den „außergewöhnlichen Belastungen“, die Du erst ab einem bestimmten Gesamtbetrag absetzen kannst – abhängig von Deinem Einkommen. Alles, was über diesem Betrag liegt, wird dann von der Steuer abgezogen. Hattest Du dieses Jahr hohe Kosten für Zahnersatz, kaufst Du die neue Brille also am besten auch 2023.

Du hast aber noch viel mehr Optionen (z. B. Handwerkerrechnungen bezahlen und Spenden). Alle Infos liest Du in unserem Ratgeber.

2. Wechsel zu einer günstigen Kfz-Versicherung

Du kannst es noch schaffen: Bis zum 30.11. muss Deine reguläre Kündigung beim Kfz-Versicherer sein, wenn Du 2024 wechseln willst. Dein Versicherer hat die Preise erhöht? Dann hast Du für einen Monat nach seiner Info ein Sonderkündigungsrecht, also vielleicht sogar bis Weihnachten. Schau vor Deiner Kündigung aber erst, ob Du woanders einen günstigeren Tarif findest. Nutz zum Vergleichen Check24* oder Verivox* – und schau danach, ob Dir Huk24* ein besseres Angebot macht.

3. Nutz Verluste beim Investieren

Du hast Dich dieses Jahr mit einem Wertpapier verzockt? Dann kannst Du Verluste mit anderen Gewinnen verrechnen und Abgeltungssteuer sparen. Bist Du bei nur einer Bank, passiert das automatisch. Bist Du bei mehreren, brauchst Du dafür eine Verlustbescheinigung. Die kannst Du bis zum 15.12. bei der Bank beantragen und sie mit der Steuererklärung für 2023 abgeben (Anlage KAP).

Das lohnt sich, wenn Du 2023 bei einer anderen Bank Gewinne erzielt hast, die sich mit den Verlusten verrechnen lassen. Sonst brauchst Du keine Bescheinigung: Die Bank speichert Deine Verluste dann weiter und verrechnet sie, wenn Du in Zukunft einen Gewinn erzielst.

4. Prüf Deine Freistellungaufträge

Sparzinsen werden oft zum Jahreswechsel ausgeschüttet. Hast Du keinen Freistellungsauftrag (FSA), werden sofort 25% Abgeltungssteuer + Soli + ggf. Kirchensteuer einbehalten. 1.000€ Kapitaleinkünfte pro Person sind aber steuerfrei – und diese Summe kannst Du per FSA flexibel auf mehrere Banken verteilen. Schau also überall rein, prüf, ob Du einen FSA erteilt hast und pass ihn an, falls die Summe die Zinseinnahmen fürs ganze Jahr nicht abdeckt. Stress Dich aber nicht: Zu viel gezahlte Steuern kannst Du Dir auch per Steuererklärung zurückholen.

2023 neu und wichtig: Denk auch an das Verrechnungskonto Deines Depots. Dort wird Anfang 2024 eine Vorab-Steuer abgebucht, wenn dieses Jahr der Depotwert gestiegen ist. Hast Du keinen FSA (sinnvoll sind bei Aktien-ETFs 125€ pro 10.000€ Fondsguthaben), solltest Du vor Jahresende ca. 36€ pro 10.000€ Fondsguthaben aufs Verrechnungskonto überweisen. So ist das Konto ausreichend gedeckt, um die Steuer zu bezahlen. Damit Du das für Deinen Fonds genau berechnen kannst, arbeiten wir an einem Rechner. 

5. Nutz endlich die hohen Zinsen

Du hast gar kein gut verzinstes Sparkonto, für das Du den FSA brauchen würdest? Dann wird‘s höchste Zeit, die gestiegenen Zinsen endlich zu nutzen. Entweder mit Geldmarkt-ETFs oder indem Du Dein Geld auf einem guten Tagesgeld– oder Festgeldkonto parkst. Hier gibt’s mittlerweile 4% Zinsen pro Jahr. Aus 10.000€ werden also in einem Jahr 10.400€ – mit ganz wenig Aufwand, vor allem mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

6. Optimier Deine Altersvorsorge

Hast Du eine betriebliche Altersvorsorge (bAV), solltest Du prüfen, ob Du für 2023 noch mehr einzahlen möchtest. Bis zu 3.504€ pro Jahr (= 292€ im Monat) sind steuer- und abgabenfrei. Zahlst Du monatlich weniger ein, kannst Du Deinen Arbeitgeber fragen, ob er z. B. Dein Weihnachtsgeld als Einmalzahlung in die bAV steckt. Ob sich das lohnt, hängt u. a. davon ab, wie viel Zuschuss er Dir zahlt. Alle Infos dazu findest Du hier.

Und bei einem Riester-Vertrag? Find raus, ob Du noch den optimalen Beitrag zahlst, um die vollen Zulagen mitzunehmen. Dafür rufst Du am besten beim Anbieter an und informierst ihn, wenn sich bei Dir etwas geändert hat (z. B. eine Gehaltserhöhung, ein Wechsel in Teilzeit oder ein zweites Kind). All das bekommt er nicht automatisch mit, ist aber wichtig: Für Kinder gibt’s z. B. Extra-Zulagen und Dein Beitrag sinkt. Bei mehr Einkommen müsstest Du mehr einzahlen als bisher, um die volle Zulage weiter zu bekommen. Das kannst Du durch eine Einmalzahlung für 2023 nachholen, aber nur noch in diesem Jahr.

7. Verzichte auf die jährliche Sondertilgung

Ein Punkt, bei dem Du nichts erledigen musst, sondern das Gegenteil besser ist: Auf eine Sondertilgung bei der Baufinanzierung sollte man dieses Jahr oft eher verzichten. Wenn Dein Bauzinssatz niedriger ist als die aktuellen Sparzinsen, lohnt es sich nämlich mehr, z. B. Deinen Jahresbonus als Festgeld anzulegen. Das kann Hunderte Euro mehr bringen.

Das waren jetzt nur sieben Tipps für Deinen Finanz-Endspurt 2023. Aber es gibt noch viele weitere Dinge, die Du nutzen kannst – z. B. den Teilrenten-Trick, eine Vorauszahlung in der privaten Krankenversicherung oder einen Gasanbieterwechsel vor dem Winter. Und natürlich jede Menge weitere Steuer-Tipps aus unserem Ratgeber. 

Zum Ratgeber
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Ausgewählte Empfehlungen

Tagesgeld-Angebote für Neukunden 

4,0% p. a. für sechs Monate bei Consorsbank*
3,80% p. a. für sechs Monate bei TF Bank*, Volkswagen Bank*

Festgeld-Angebote für 12 Monate 

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4,25% p. a. bei LeasePlan Bank (bei Eröffnung bis 26.11.), My Money Bank über Zinspilot

Günstige und vielseitige Depots

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Kfz-Versicherung

Berechne das günstigste Angebot auf Verivox* oder Check24*. Vergleiche dann mit Huk24*.

Weitere Empfehlungen

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Handytarif

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  • Allnet- und SMS-Flat mit 44 GB* und bis zu 50 Mbit/s für dauerhaft 19,58€
  • Allnet- und SMS-Flat mit 15 GB* und bis zu 25 Mbit/s für dauerhaft 13,13€
  • Eigentlich kosten die Verträge aktuell 22 bzw. 15€ im Monat. Mit dem Code FCSP1910 bekommst Du 11% Rabatt
  • Mindestvertragslaufzeit beträgt 24 Monate – benutzt Du den Code, erhöht sich der Preis danach nicht
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Haus und Wohnen

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  • Bis kommenden Montag gibt’s im Lidl-Onlineshop Rabatte auf unterschiedliche Produkte wie Küchenmaschinen, Spielwaren, Gartenzubehör, Mode, etc.
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  • Mit einem Konto für die Lidl Plus-App, kannst Du Dir zusätzlich die Versandkosten von 5,95€ sparen; ohne Mindestbestellwert
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Die höchste Rente, die Du bekommen kannst

Die gesetzliche Rente ist knapp – das hast Du wahrscheinlich schon oft gehört. Aber wie viel ist in Deutschland maximal drin und was musst Du dafür tun? Jetzt lesen in der Finanztip App

So viel Wohnraum bekommst Du für 1.000€ kalt

Ja, die Mieten steigen immer weiter – in manchen Städten aber mehr als in anderen. Hier mal ein Überblick darüber, wie viel Du für Wohnraum in Deutschland aktuell zahlen musst: Jetzt lesen in der Finanztip App

Das bedeutet die Geheimsprache im Arbeitszeugnis

Arbeitszeugnisse klingen manchmal besser, als sie gemeint sind. Hier erfährst Du, wie Dein Arbeitgeber Dich wirklich bewertet hat: Jetzt lesen in der Finanztip App

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So wirkt sich das Haushaltschaos auf Dich aus

von Emil Nefzger, Benjamin Weigl und Sandra Duy

Das Bundesverfassungsgericht hat mit einem Urteil zum Klima- und Transformationsfonds (KTF) ein Loch in die Haushaltsplanung der Bundesregierung gerissen. Und zwar in Höhe von 60 Mrd. €. Dieses Geld fehlt jetzt im KTF. Der ähnlich konstruierte Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ist inzwischen auch betroffen. Dadurch stehen viele Dinge auf der Kippe. Worauf Du jetzt vor allem achten solltest:

1. Bleib bei Strom und Gas unter der Preisbremse

Vor Kurzem wurden die Preisbremsen für Strom und Gas bis Ende März verlängert. Das nötige Geld stammt aber aus dem WSF, der ebenfalls für weitere Ausgaben gesperrt ist. Nur das Geld für 2023 ist gesichert.

Wechsle am besten jetzt noch in einen günstigen Tarif unterhalb der Preisbremsen. Du hast gute Chancen auf grob 30 ct/kWh beim Strom und grob 10 ct/kWh beim Gas. So hast Du einen günstigen Vertrag, der Dich völlig unabhängig davon macht, was bei den Preisbremsen passiert.

Dein Vertrag läuft noch bis ins nächste Jahr? Du kannst auch jetzt schon einen neuen abschließen und Dir die Konditionen sechs Monate im Voraus sichern. Verbraucherfreundliche Tarife findest Du im Finanztip Stromvergleich und Gasvergleich (enthält Werbelinks).

2. Vorsicht beim Umweltbonus fürs E-Auto

Wenn Du Dir ein E-Auto kaufst, kannst Du 2024 4.500€ Umweltbonus bekommen (bis zu einem Nettolistenpreis von 45.000€). 3.000€ davon bezahlt der Staat – und zwar aus dem KTF. Falls die Förderung wegfällt, ist das für Dich richtig ärgerlich.

Denn den Antrag für den Bonus kannst Du erst stellen, wenn Du das Auto zugelassen hast. Wenn Du das Auto gekauft hast, können aber noch einige Wochen bis zur Lieferung und der Zulassung vergehen. Und dann gibt es den Bonus vielleicht nicht mehr in dieser Form.

Unser Tipp: Wenn Du den Bonus fest eingeplant hast, leg jetzt schon Geld zurück, falls Du ihn nicht bekommst. Am besten auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto.

3. Beim Heizungstausch am besten jetzt Förderung beantragen

Wenn Du auf eine klimafreundlichere Heizung umsteigst, sind momentan max. 40% Förderung drin, ab 2024 sogar bis zu 70% – die Gelder kommen aber aus dem KTF. Wie es mit der Förderung weitergeht, ist deshalb unklar.

Unser Tipp: Beantrag Fördergelder noch 2023. Gibt es 2024 doch eine höhere Förderung, kannst Du Deinen Antrag zurückziehen und einen neuen stellen. Achtung: Es kann dabei zu sechs Monaten Sperrfrist kommen. Wenn Du gar keine Zuschussförderung bekommst, kannst Du die Kosten immer noch steuerlich absetzen.

Du willst stattdessen Dein Haus energetisch sanieren? Unser Finanztip-Buch „Energetisches Sanieren: Einfach erklärt“* hilft Dir dabei.

4. Beim Bürgergeld ändert sich wahrscheinlich nichts

Das höhere Bürgergeld ab 2024 ist wahrscheinlich nicht betroffen. Denn es wird mit einer gesetzlich festgelegten Formel neu berechnet. Die Verordnung ist bereits beschlossen und veröffentlicht. Du musst Dich hier also wahrscheinlich auf keine Änderungen einstellen.

Ob Du Anspruch auf Bürgergeld hast und wie Du es bekommst, erfährst Du in unserem Ratgeber. 

Zum Ratgeber
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Elterngeld 2024: Es kommt anders als gedacht

von Veronika Schmalzried und Britta Beate Schön

Im vergangenen Sommer stand der Vorschlag im Raum, das Elterngeld für Familien mit einem zu versteuernden Einkommen über 150.000€ ab 2024 zu streichen. Aktuell liegt die Grenze für Paare bei 300.000€. Doch jetzt soll es anders kommen.

Einkommensgrenze liegt höher als gedacht

Die Ampel-Regierung hat sich darauf geeinigt, die Einkommensgrenze in zwei Schritten abzusenken. Zum 1. April 2024 soll sie für Paare auf 200.000€ und für Alleinerziehende auf 150.000€ fallen. Zum 1. April 2025 sinkt sie für Paare dann auf 175.000€ – anstatt der zunächst angedachten 150.000€.

Die Einschnitte beim Elterngeld kommen dadurch nicht nur später, insgesamt fallen auch weniger Eltern aus dem Elterngeld raus. Ausschlaggebend für die neuen Regelungen ist dabei jeweils der Geburtstag Eures Kindes – es ändert sich also nichts für Kinder, die bis zum 31.3.2024 geboren werden.

Was zählt zum zu versteuernden Einkommen?

Grob gesagt ist das Dein Bruttogehalt minus die Werbungskosten, Freibeträge und sonstige Aufwendungen. Heißt: Dein zu versteuerndes Einkommen liegt immer um einiges niedriger als Dein Bruttogehalt. Beispiel: Paare, die mehr als 200.000€ zu versteuerndes Einkommen haben, müssten im Jahr etwa 230.000€ brutto verdienen.

Bei Angestellten wird zur Ermittlung des Elterngeld-Anspruchs das Einkommen der letzten zwölf Monate vor Geburt des Kindes bzw. vor Beginn des Mutterschutzes herangezogen, bei Selbstständigen zählt das Einkommen des Vorjahres aus dem letzten Steuerbescheid.

Weitere Änderung bei den Partnermonaten

Normalerweise gibt es Basis-Elterngeld für zwölf Monate. Um Väter bzw. Partner zu ermutigen, sich an der Betreuung zu beteiligen, gibt es die sogenannten Partnermonate – zusätzliche zwei Monate Elterngeld. Diese zwei Monate werden nur gewährt, wenn auch der zweite Elternteil (der nicht die Hauptbetreuung übernimmt) Elternzeit nimmt. Bisher war es egal, ob Ihr die Partnermonate gleichzeitig oder nacheinander nehmt.

Ab April 2024 gilt: Einer dieser zwei Monate muss in den ersten zwölf Lebensmonaten des Kindes genommen werden, und nur in diesem Monat bekommt Ihr parallel Elterngeld. Der andere Partnermonat muss dann allein genommen werden. Diese Änderung gilt aber nicht für Frühchen und Mehrlingsgeburten.

Fazit: Ein schwacher Trost

Die geplanten Änderungen sollen am 1.12.2023 im Bundestag beschlossen werden und gelten als Kompromiss. Zwar sinken die Einkommensgrenzen nicht so tief wie befürchtet, trotzdem werden sich viele Besserverdienende Gedanken machen müssen. Fällt ihnen durch Elternzeit ein Einkommen ersatzlos weg, kann es ohne Elterngeld auch bei ihnen schwierig werden, zum Beispiel die Monatsrate fürs Haus zu bezahlen.

Die Alternative – beide Elternteile arbeiten möglichst bald wieder – ist oft unrealistisch: In Deutschland fehlen rund 380.000 Kitaplätze. Für die Mütter drohen außerdem Nachteile: Denn im Zweifel nehmen dann die meist besserverdienenden Väter seltener Elternzeit.

Erfreulich ist zwar, dass die Elterngeld-Leistungen zwischen 300€ und 1.800€ monatlich gleichbleiben. Mit Blick auf die hohe Inflation und die Tatsache, dass die Leistungen seit der Einführung vor 16 Jahren noch nie erhöht wurden, bleibt das aber ein schwacher Trost.

Wie Ihr Euren Elterngeld-Anspruch ermitteln könnt, erklären wir Euch in unserem Ratgeber. 

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Video der Woche
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FinanzFact: Wird’s im Restaurant 2024 wirklich teurer?

Ab 2024 wird auf Essen im Restaurant wieder 19% statt 7% Mehrwertsteuer fällig. Heißt für Dich: Wenn das Lokal 2024 einfach die neue Steuer aufschlägt, kostet das Schnitzel für 19,80€ dann 22. Bleibt der Preis bei 19,80€, verdient das Lokal über 2€ weniger als zuvor. Ob Du wirklich mehr zahlen musst, hängt also davon ab, ob das Lokal die höhere Steuer an Dich weitergeben will und kann. Wenn eine Gastwirtin oder ein Gastwirt jetzt schon knapp kalkuliert hat, muss er oder sie wahrscheinlich die Preise erhöhen. Höhere Preise können aber auch Gäste abschrecken. Aber nicht alles wird teurer: Bei Getränken gelten schon 19% – und wenn Du Essen abholst oder liefern lässt, gelten weiter 7%.

Du isst gerne auswärts, aber willst Deine Ausgaben besser im Griff haben? Das geht mit einem Haushaltsbuch. Unser Ratgeber hilft Dir, damit loszulegen.

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5
Auch noch wichtig diese Woche

Niedrigere Mehrwertsteuer bei Gas noch bis Februar

Eigentlich ist es eine gute Nachricht: Die niedrigere Mehrwertsteuer von 7% für Gas und Fernwärme bleibt nicht – wie zuletzt geplant – nur bis zum Jahreswechsel, sondern noch bis 29. Februar 2024. Trotzdem solltest Du aufpassen, denn die Preisbremse wurde ebenfalls verlängert, aber bis 31. März 2024. Beide Entlastungen enden nicht gleichzeitig, und das könnte für Chaos bei Deiner Abrechnung sorgen. Wechsle deshalb in einen günstigen Tarif unterhalb der Preisbremse, unser Gasrechner (enthält Werbelinks) hilft Dir dabei.

Mini-PV-Anlagen jetzt an mehr Balkonen erlaubt

Im Frühjahr haben wir berichtet, dass an Balkonen in über vier Metern Höhe (ab dem zweiten Stock) und über Verkehrsflächen die meisten Balkonkraftwerke nicht installiert werden dürfen. Jetzt hat das Deutsche Institut für Bautechnik klargestellt: Die zitierten Bauvorschriften gelten gar nicht für Stecker-PV-Anlagen, weil diese nicht als Bauprodukte gelten. Denn sie sind nicht fest mit dem Gebäude verbunden. Damit entfällt auch die bisherige Begrenzung, dass die Fläche des Solarmoduls nicht größer als 2 m² sein darf. Als Mieterin oder Mieter hast Du es dank dieser Regelung jetzt also einfacher, wenn Du Dich für ein Balkonkraftwerk entscheidest. Achte aber unbedingt auf eine sturmsichere Montage! 

Nicht vergessen: BahnCard-Kreditkarte wird eingestellt

Deine BahnCard konntest Du bisher auch als Kreditkarte benutzen, wenn Du das wolltest. Das geht ab Januar 2024 nicht mehr. Nur Deine gesammelten Punkte kannst Du noch bis Ende 2024 einlösen. Ist die BahnCard Deine einzige Kreditkarte, solltest Du Dir zum neuen Jahr eine neue Kreditkarte suchen – am besten eine kostenlose. Wir haben für Dich die besten Karten rausgesucht und empfehlen Dir Barclays Visa oder die Hanseatic Bank GenialCard (auch als Deutschland-Kreditkarte Classic oder Awa7). Bei beiden solltest Du die Vollzahlung einstellen. Mehr dazu liest Du hier.

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6
Das passiert bei Finanztip

Die Finanztip-Podcasts

Geld ganz einfach

Sowohl Onlineshops als auch Läden nutzen viele Tricks, damit Du mehr kaufst als Du eigentlich willst. Saidi und Emil erklären, wie Du solche Verkaufsmaschen erkennst.

Finanztip in den Medien

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In den folgenden Tabellen haben wir für Dich unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100% unabhängig.
Tagesgeld
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Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
Consorsbank* 4,0% p. a. (für 6 Monate)
Renault Bank direkt* 4,0% p. a. (für 3 Monate)
Norisbank 3,85% p. a. (bis 31.03.2024)
TF Bank* 3,80% p. a. (für 6 Monate)
Volkswagen Bank* 3,80% p. a. (für 6 Monate)
Die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
LeasePlan Bank 3,60% p. a.
Instabank über WeltSparen* 3,20% p. a.
HoistSparen über WeltSparen* 3,19% p. a.
Nordax Bank über WeltSparen* 3,19% p. a.
Resurs Bank über WeltSparen* 3,19% p. a.
Dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
LeasePlan Bank 3,60% p. a.
Nordax Bank über WeltSparen* 3,19% p. a.
TF Bank* 1,45% p. a. (Neukunden: 3,80% p. a. für 6 Monate)
Festgeld
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Bis 12 Monate
İşbank 4,30% p. a.
LeasePlan Bank 4,25% p. a. (bei Eröffnung bis 26.11.)
My Money Bank über Zinspilot 4,25% p. a.
CA Consumer Finance* 4,20% p. a.
AKBank* 4,10% p. a.
Collector Bank über WeltSparen* 4,10% p. a.
Nordax Bank über WeltSparen* 4,10% p. a.
Nordiska Bank über WeltSparen* 4,10% p. a.
Resurs Bank über WeltSparen* 4,10% p. a.
Bis 24 Monate
İşbank 4,30% p. a.
Kommunalkredit Invest* 4,25% p. a.
CA Consumer Finance* 4,20% p. a.
LeasePlan Bank 4,15% p. a. (bei Eröffnung bis 26.11.)
Varengold Bank 4,15% p. a.
Bis 36 Monate
Kommunalkredit Invest* 4,25% p. a.
CA Consumer Finance* 4,20% p. a.
AKF Bank 4,05% p. a.
Bank11 4,01% p. a.
İşbank 4,00% p. a.
Girokonto
Zum Girokontorechner
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Comdirect*
DKB*
Consorsbank
ING*
Wertpapierdepot
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Die besten Depots mit den niedrigsten Gebühren
Finanzen.net Zero*
Justtrade*
Scalable Capital* (Free Broker)
Trade Republic*
Flatex*
Günstige Depots mit einem breiten Leistungsspektrum
ING*
Consorsbank
Comdirect*
1822direkt
Baufinanzierungsvermittler
Zum Ratgeber
Dr. Klein*
Interhyp*
Baufi24*
Hüttig & Rompf
PlanetHome
Stromtarif-Wechsel
Zum Stromvergleich
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Gastarif-Wechsel
Zum Gasvergleich
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Handytarife
Zum Handyrechner
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Vielnutzung
Vodafone-Netz: Allnet Flat 15 GB Flex von Dr.Sim* (10€ im Monat)
O2-Netz: 9 GB – 24 Monate von Smartmobil* (8€ im Monat)
Normalnutzung
O2-Netz: 6 GB – 24 Monate von Smartmobil* (6€ im Monat)
Telekom-Netz: Prepaid Smart 5 GB von Ja! mobil (8,70€ im Monat)
Wenignutzung
Vodafone-Netz: Prepaid Handy-Karte + Smart S von Otelo* (5,40€ im Monat)
Kreditkarte
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Hanseatic Bank Genialcard (vollständige Abbuchung einstellen!) – ebenso als Awa7 oder Deutschland Kreditkarte Classic
Barclaycard Visa (vollständige Abbuchung einstellen!)
Kredit
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Check24*
Finanzcheck*
Smava*
Verivox*
Steuersoftware
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Wiso Steuer 2023*
Steuersparerklärung 2023
Tax 2023*
Steuerbot*
Wiso Steuer*
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Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Du zum Beispiel diesen Link klickst oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließt. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

In der Rubrik „Schnäppchen der Woche“ informieren wir Dich außerdem über kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prüfen wir ausdrücklich nicht die Qualität, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhängige Redaktion.

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