Kostenloses Girokonto

So findest Du das günstigste Girokonto

Josefine Lietzau
Finanztip-Expertin für Bank und Kredit

Das Wichtigste in Kürze

  • Faktisch sind Girokonten nicht mehr kostenlos.

  • Trotzdem kannst Du sparen. Dabei sind die Grundgebühr und die Kosten für die Karten wichtige Stellschrauben.

  • Das Girokonto zu wechseln, ist inzwischen ganz einfach. Wir zeigen Dir, wie das geht.

So gehst Du vor

  • Gute Gesamtpakete bieten Dir die folgenden Banken:
    • Comdirect: Kontoführung kostenlos ab 700 Euro Geldeingang, Geld abheben deutschlandweit und in der Eurozone (eingeschränkt) kostenlos, Girocard kostenlos
    • DKB: Kontoführung kostenlos ab 700 Euro Geldeingang, ab 700 Euro Geldeingang zusätzlich weltweit kostenlos Geld abheben und bezahlen, Girocard kostenpflichtig
    • Consorsbank: Kontoführung kostenlos ab 700 Euro Geldeingang, Geld abheben deutschlandweit und in der Eurozone kostenlos, Girocard kostenpflichtig
    • ING: Kontoführung kostenlos ab 700 Euro Geldeingang, Geld abheben deutschlandweit und in der Eurozone kostenlos, Girocard kostenpflichtig
  • Besonders günstige Girokonten findest Du mit unserem Girokonto-Vergleich.

Zum Gi­ro­kon­to­rech­ner

Ohne ein Girokonto läuft in Deutschland so gut wie gar nichts. Dein Arbeitgeber überweist Dir das Gehalt auf das Girokonto, wichtige Zahlungen wie die Miete oder Ver­si­che­rungsbeiträge gehen davon ab. Kein Wunder also, dass viele Menschen nach einem kostenlosen Girokonto suchen.

Mit unserem Rechner das günstigste Girokonto finden

Richtig kostenlos sind Girokonten nicht mehr. Denn die Banken reagierten auf die Niedrigzinsphase, indem sie Kon­to­füh­rungs­ge­bühren einführten oder erhöhten. Auch für andere Leistungen stiegen die Preise, zum Beispiel für die Girocard (früher: EC-Karte), Überweisungen auf Papier oder Kon­to­be­we­gung­en. Auch wenn es mit den Zinsen nun wieder aufwärts geht, die Gebühren bleiben erhalten.

Das heißt aber nicht, dass Du Dich mit einem teuren Konto zufriedengeben musst. Bei guten Angeboten gibt es keine monatliche Kon­to­füh­rungs­ge­bühr. Oft muss dafür zwar regelmäßig Geld auf dem Konto eingehen, aber zumindest bei Deinem Hauptkonto kannst Du so sparen. Das gilt auch, wenn Du zusammen mit jemand anders ein Gemeinschaftskonto eröffnest.

Die Banken verlangen zudem Gebühren für einzelne Leistungen. Welche das sind, hängt von der jeweiligen Bank ab. Sie sollten aber relativ gering sein. Ein passendes Bankkonto findest Du über den Finanztip-Girokontorechner:

Finanztip-Kommentar: Zum monatlichen Geldeingang gehören zum Beispiel Gehalt, Rente und Bafög. Der Geldeingang kann die Kontogebühren beeinflussen.

 

Finanztip-Kommentar: Bei einigen Konten ist die Kreditkarte immer dabei, bei anderen buchst Du die Karte auf Wunsch dazu.

Der Finanztip-Girokontorechner basiert auf Daten von Banken, die der Dienstleister FinanceAds GmbH & Co. KG, Nürnberg (Datenschutzhinweise), zur Verfügung stellt. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass nur bundesweit verfügbare Banken angezeigt werden, die ein ver­brau­cher­freund­liches Girokonto nach den Finanztip-Kriterien anbieten. Die Auswahl der Banken mit Girokonten erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Die teilnehmenden Banken findest Du am Ende dieses Artikels. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Finanztip weist im Rechner nicht nur die Kon­to­füh­rungs­ge­bühren aus. Anhand eines Beispielkunden berechnen wir die Gesamtkosten. Zudem zeigen wir Dir, wo Du kostenlos Geld abheben kannst oder aber, ob das Konto teurer wird, falls der Geldeingang zu niedrig ist.

Sind Online-Konten günstiger?

Banken, die ihre Konten nur online anbieten, sind meist günstiger als Anbieter, die Filialen unterhalten. Das liegt daran, dass Filialbanken durch die Standorte und die Mitarbeiter andere Kosten haben als Direkt- und Neobanken (Banken, die sich auf das Smartphone als Endgerät fokussieren). Wenn Du auf eine persönliche Beratung vor Ort verzichten kannst und Deine Bankgeschäfte sowieso schon über das Internet erledigst, ist das für Dich also die erste Möglichkeit, um zu sparen.

Filialbanken und Direktbanken im Vergleich

Bank

Modell

Konto
(monatlich)
Kreditkarte
(jährlich)
Girocard
(Jährlich)
Summe

 

Deutsche
Bank

 

Aktiv6,90 €39 €0 €121,80 €

 

Deutsche
Bank

 

Best13,90 €0 €0 €166,80 €

 

Commerzbank

 

Basic9,90 €39,90 €0 €158,70 €

 

Commerzbank

 

Klassik6,90 €39,90 €0 €122,70 €

 

Targobank

 

Online3,95 €0 €0 €47,40 €
TargobankPlus5,95 €39 €0 €110,40 €

Hamburger

Sparkasse

Joker9,95 €36 €0 €155,40 €

Hamburger

Sparkasse

Joker
Premium
17,95 €0 €0 €215,40 €
Berliner
Volksbank
Privatgiro13,00 €30 €0 €186 €
ComdirectGirokonto4,90 €0 €0 €58,80 €
DKBGirokonto0 €0 €11,88 €11,88 €
ConsorsbankGirokonto4,00 €0 €12 €60 €
INGGirokonto4,90 €0 €11,88 €70,68 €

Quelle: Finanztip-Berechnung, Preis- und Leistungsverzeichnisse sowie Websites der Anbieter (Stand: 6. Juli 2022)

Wir gehen bei unserer Berechnung davon aus, dass die Bedingungen für die kostenlose Kontoführung nicht erfüllt werden. Zudem wird immer eine Kreditkarte und eine Girocard gebucht. An dieser Stelle könntest Du also den Preis drücken.

Achte darauf: In der Regel bieten insbesondere Regionalbanken unterschiedliche Kontomodelle an, darunter ein Konto, bei dem die Monatsgebühr zwar niedrig ist, dafür aber fast alle Buchungen etwas kosten. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Lastschrift, eine Kartenzahlung oder einen Geldeingang handelt. Solche Angebote sind nur günstig, wenn Du Dein Bankkonto kaum nutzt. Zudem machen es solche Konten schwierig, die tatsächlichen Kosten einzuschätzen. Deine Bank muss Dir aber auf Wunsch eine Entgeltaufstellung schicken, in der die gesamten Kosten, die in einem Jahr aufgelaufen sind, dargestellt werden.

Bargeld abheben bei Direktbanken

Oft gehört zu den Konten der Direktbanken eine kostenlose Karte von Visa oder Mastercard dazu. Der Sinn dahinter: Mit der Kreditkarte kannst Du in Deutschland auch dann kostenlos abheben, wenn Deine Bank weder dem Automaten-Netzwerk Cashpool noch der Cash Group angeschlossen oder eine Sparkasse oder Volksbank ist. Du hast Zugang zu allen Automaten – statt nur zu dem Automaten-Netzwerk, zu dem Deine Bank gehört. Das spart nicht nur Gebühren, sondern macht Dich zudem flexibel beim Geldabheben.

Geld­au­to­ma­ten-Verbünde

AnbieterGeld­au­to­ma­tenMitglieder

 

Sparkassen-Netz

 

etwa 23.000Sparkassen

 

Bankcard-Servicenetz

 

etwa 17.300Volksbanken, Raiffeisenbanken, Sparda-Banken
Cash Groupetwa 7.000 (inklusive Kassen von 1.300 Tankstellen)Unicredit Bank, Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank, Tochterunternehmen der genannten Banken
Cashpooletwa 2.800Bankhaus Hafner, Bank für Sozialwirtschaft, Bankhaus Bauer, Bankhaus C. L. Seeliger, Bankhaus Mayer, Bankhaus Gebr. Martin, Bankhaus J. Faisst, Privatbank Sperrer, Bankhaus Max Flessa, BBBank, Donner & Reuschel, Degussa Bank, Fürstlich Castell'sche Bank, Gabler-Saliter Bank, Berenberg, Merkur Bank, National-Bank, Pax-Bank, Santander, Sparda-Banken, Steyler Ethik Bank, Südwestbank, Targobank, Wüstenrot Bank

Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 22. September 2022)

Aber Achtung: Einige Sparkassen und Volksbanken sperren die Kreditkarten ausgewählter Banken aus – an deren Automaten bekommst Du dann kein Geld. Solltest Du in einer ländlichen Gegend leben, in der vor allem die Regionalbanken die Geld­au­to­ma­ten stellen, informiere Dich dazu, bevor Du die Bank wechselst.

Welche Girokonten bieten besonders gute Leistungen?

Ob ein Girokonto für Dich passt, hängt von vielen Punkten ab. Deshalb bietet Finanztip Dir einen Gi­ro­kon­to­rech­ner, mit dem Du Dir einen Überblick verschaffen kannst.

Besonders gute Gesamtpakete findest Du bei folgenden Anbietern: Comdirect, DKBConsorsbank und ING.

Es fallen keine Kon­to­füh­rungs­ge­bühren an, wenn regelmäßig Geld eingeht. Du kriegst eine kostenlose Karte von Visa oder Mastercard zum Konto, die Girocard kannst Du zumindest hinzubuchen. Du kannst in Deutschland und in der Eurozone kostenlos abheben und das unbegrenzt oft. Außerdem hast Du die Möglichkeit, an fast allen Automaten kostenlos an Geld zu kommen, also über Automatenverbünde hinweg.

Comdirect

Es müssen monatlich 700 Euro auf dem Konto eingehen, damit keine Grundgebühr anfällt. Ansonsten zahlst Du 4,90 Euro im Monat an. Auf diese Gebühr verzichtet die Bank auch, wenn Du dreimal im Monat Apple oder Google Pay nutzt oder wenn Du noch nicht 28 Jahre alt bist.

Zum Konto gehört eine kostenlose Visa-Karte (Debit) und eine ebenfalls kostenlose Girocard. Da die Girocard optional ist, musst Du sie bestellen. Die Comdirect ist die einzige unter den Banken mit guten Gesamtpaketen, die diese Karte noch kostenlos anbietet. Bezahlst Du in einer fremden Währung, verlangt die Bank bei beiden Karten 1,75 Prozent.

Mit der Visa-Karte hebst Du weltweit dreimal kostenlos im Monat ab. Danach kostet Dich jede Abhebung 4,90 Euro. Mit der Girocard hebst Du unbegrenzt oft an den Cash Group Automaten in Deutschland ab und in der Eurozone. Bei Fremdwährungen zahlst du 4,90 Euro

Du kannst auch kostenlos Geld einzahlen – über die Schalter der Commerzbank. Allerdings geht das nur dreimal pro Jahr. Für Einzahlungen darüber hinaus fallen ebenfalls 4,90 Euro an. Außerdem kannst Du bei unterschiedlichen Einzelhandelsketten Geld einzahlen, die Händler müssen dafür mit Barzahlen zusammenarbeiten (zum Beispiel Rewe, Penny und Rossmann). Du erzeugst dafür über die Banking-App einen Zahlschein und zeigst den an der Kasse vor.

Als Tan-Verfahren bietet Dir die Comdirect mTan und photoTan an. Der Dispo beträgt 6,5 Prozent. Hast Du mehr als 50.000 Euro auf dem Konto, musst Du Negativzinsen zahlen und zwar in Höhe von 0,5 Prozent.

Comdirect Girokonto
kostenlose Visa-Karte und Girocard
Nutzer-Erfahrungen
  • gebührenfrei Bargeld abheben in der Eurozone
  • kostenlose Girocard
  • Geld einzahlen über die Commerzbank
  • Kon­to­füh­rungs­ge­bühren wenn weniger als 700 Euro eingehen
  • Kreditkarte ist eine Debitkarte
Zum Anbieter

Deutsche Kreditbank (DKB)

Beim Girokonto der DKB entfällt die Kontogebühr, wenn 700 Euro monatlich auf dem Konto eingehen. Es müssen keine Gehaltseingänge sein, Eigenüberweisungen von einem anderen Konto reichen aus. Geht nicht genug Geld ein, musst Du monatlich 4,50 Euro zahlen. Eine Ausnahme gilt, wenn Du noch nicht 28 Jahre alt bist, dann zahlst Du keine Kon­to­füh­rungs­ge­bühr.

Ein zweites Konto, zum Beispiel als Gemeinschaftskonto, kostet Dich generell 2,50 Euro im Monat.
Die Debitkarte von Visa ist kostenlos. Willst Du außerdem eine Girocard, musst Du dafür 0,99 Euro im Monat zahlen. Das Geld wird für das ganze Jahr im Voraus abgebucht.

Gehen auf dem Konto monatlich 700 Euro ein, kannst Du mit der Visa-Debit weltweit kostenlos Geld abheben. Ist dies nicht der Fall, hebst Du nur in Euro kostenlos Geld ab, bei anderen Währungen zahlst Du 2,2 Prozent. Diese Unterscheidung greift auch beim Bezahlen. Abheben funktioniert nur bei Summen ab 50 Euro.

Du kannst bei der DKB Bargeld über einige Einzelhändler wie Rewe, Penny, DM und Real einzahlen. Dazu brauchst Du ein Smartphone und die DKB-App. Allerdings zahlst Du dafür Gebühren in Höhe von 1,5 Prozent der eingezahlten Summe.

Auch beim Dispo macht die DKB einen Unterschied zwischen den Geldeingängen: Sind es 700 Euro, beträgt der Dispozins 6,58 Prozent im Jahr. Ist es weniger, dann sind es 7,18 Prozent.

Beim Online-Banking setzt die DKB auf ChipTan, bei dem die Pin über einen Generator erzeugt wird. In diesen Fall benötigst Du zum Generator die Girocard, die Kosten für die Karte kannst Du dann nicht umgehen.

Hast Du Dein Konto vor dem 14. September 2022 eröffnet, war die Girocard bisher kostenlos. Das ändert sich zum 1. Januar 2023, dann fallen auch für Bestandskunden diese Gebühren an. Auch ein zweites Konto wird für Dich kostenpflichtig. Nicht betroffen bist Du von den Kon­to­füh­rungs­ge­bühren: Diese musst Du nicht zahlen, egal wie viel Geld auf dem Konto eingeht.

Die DKB informiert ihre Kunden ab dem 14. September 2022. Die Bank braucht für die Änderungen die Zustimmung der Kunden. Solltest Du nicht zustimmen, heißt das aber nicht, dass Du ohne die neuen Kosten weiter Kunde bleiben kannst. Der Bank steht es dann offen, Dein Konto zu kündigen.

DKB
kostenlose Visa-Karte und Girocard
Nutzer-Erfahrungen
  • gebührenfrei Bargeld abheben im In- und Ausland
  • keine Gebühr für Zahlungen außerhalb der Eurozone
  • Kon­to­füh­rungs­ge­bühren wenn weniger als 700 Euro eingehen
  • Kreditkarte ist eine Debitkarte
  • Gebühren für die Girocard
Zum Anbieter

Consorsbank

Du zahlst keine Gebühren für das Konto, wenn regelmäßig 700 Euro darauf eingehen. Geschieht das nicht, kostet es Dich 4 Euro im Monat. Die Visa-Karte ist kostenlos, die Girocard (früher: EC-Karte) kannst Du für 1 Euro monatlich hinzubuchen. Auch wenn Du unter 28 Jahre alt bist, verzichtet die Bank auf die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr.

Mit der Visa-Karte kannst Du innerhalb der Eurozone kostenlos Geld abheben. Hebst Du allerdings unter 50 Euro ab, musst Du eine Gebühr von 1,95 Euro zahlen. Bei fremden Währungen beträgt die Gebühr beim Abheben und Bezahlen 2,1 Prozent.

Es handelt sich um eine Debitkarte. Das Geld wird zeitnah vom Konto abgebucht, wie Du es auch von der Girocard kennst.

Bargeld kannst Du über die Reisebank einzahlen. Dafür fallen pro angefangenen 5.000 Euro dann 7,50 Euro an. Der Dispozins beträgt 7,75 Prozent.

Bei den Tan-Verfahren kannst Du zwischen einer App für Smartphone und Tablet oder einem Generator wählen. Der Generator kostet Dich rund 20 Euro.

Consorsbank
kostenlose Visa-Karte
Nutzer-Erfahrungen
  • gebührenfrei Bargeld abheben in der Eurozone
  • Kon­to­füh­rungs­ge­bühren wenn weniger als 700 Euro eingehen
  • Gebühr von 2,10 Prozent beim Bezahlen und Abheben außerhalb der Eurozone
  • Kreditkarte ist eine Debitkarte
  • Gebühren für die Girocard
Zum Anbieter

ING

Das Girokonto der ING ist kostenlos – falls regelmäßig 700 Euro darauf eingehen. Ist dies nicht der Fall, musst Du 4,90 Euro bezahlen. Du musst die Gebühr ebenfalls nicht zahlen, wenn Du noch nicht 28 bist. Keine Gebühren zahlst Du für die Debitkarte von Visa, die Girocard kostet Dich 0,99 Euro.

Mit der Visa-Karte kannst Du innerhalb der Eurozone kostenlos Geld abheben, mit der Girocard in Deutschland an den Automaten der Bank. Bei beiden Karten musst Du mindestens 50 Euro abheben. Außerhalb der Eurozone fallen bei der Visa-Karte 1,99 Prozent Gebühren beim Bezahlen und Geld abheben an.

Der Dispozins beträgt 6,99 Prozent. Geld einzahlen kannst Du bei der Reisebank und zwar bis zu 25.000 Euro. Je angefangene 5.000 Euro kostet Dich das 7,50 Euro.

Bei den Tan-Verfahren bietet Dir die ING die bankeigene App und PhotoTan per kostenpflichtigem Generator an. Die App für die Tan ist dabei nicht von der App für das Banking getrennt.

ING
kostenlose Visa-Karte
Nutzer-Erfahrungen
  • gebührenfrei Bargeld abheben in der Eurozone
  • Kon­to­füh­rungs­ge­bühren wenn weniger als 700 Euro eingehen
  • Kreditkarte ist eine Debitkarte
  • Gebühren für die Girocard
Zum Anbieter

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Andere Optionen, um ein Girokonto zu bekommen

Bist Du mit unserem Gi­ro­kon­to­rech­ner nicht fündig geworden, kannst Du auch andere Wege gehen:

Regionale Anbieter beachten - Der Finanztip-Girokontorechner zeigt bundesweit verfügbare Girokonten an. Es kann jedoch sein, dass in Deinem Umkreis eine regionale Bank ähnlich günstige Konditionen bietet.

Basiskonto - Wer kein normales Bankkonto bekommt, hat Anrecht auf ein Basiskonto. Diese Art von Konto muss mit den grundlegenden Funktionen eines Girokontos ausgestattet sein – Lastschriften einrichten, Geld überweisen, mit Karte zahlen sowie Geld einzahlen und abheben. Die Banken können zudem einen Dispo gewähren, müssen es aber nicht.

Neue Anbieter - Falls Du Dich für die aktuellen Entwicklungen in der Finanzwelt interessierst und bereit bist, diese bei Deinen alltäglichen Geldgeschäften auszuprobieren, sind auch neue Unternehmen in der Finanzbranche (Fintechs) eine Option für das Girokonto.

Neobanken wie N26 oder Revolut haben das Girokonto komplett auf das Smartphone gebracht und bieten dadurch neue Funktionen an. Die Gebühren solcher Angebote liegen zwischen denen der Filialbanken und Direktbanken, insbesondere das Geldabheben kann teuer werden. Einen detaillierten Vergleich findest Du in unserem Ratgeber zu Smartphone-Konten.

Konten mit zusätzlichen Leistungen

Viele Banken haben mehrere Kontomodelle, egal ob Filial- oder Direktbank. Dabei unterscheiden sich die Modelle bei den Konditionen und Leistungen, insbesondere Premiumkonten können teuer sein.

Die Banken locken die Kunden dabei mit unterschiedlichen Extras. So gibt es zum Beispiel getrennte Hotlines für Kunden, die mehr für ihr Konto bezahlen. Auch goldene Kreditkarten und Ver­si­che­rungen können zu den Premiumkonten gehören, oder Treuepunkte, Rückvergütungen und Rabatte.

Ob sich die Konten tatsächlich lohnen, hängt von der jeweiligen Bank ab und ob Du mit den Extras etwas anfangen kannst. Ver­si­che­rungen zum Beispiel gibt es meist günstiger und leistungsstärker losgelöst von anderen Produkten.

Auf welche Kosten musst Du achten?

Einige Banken bewerben ihr Girokonto als kostenlos. Sie beziehen sich dabei aber meist nur auf die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr. Sie bezeichnen das Konto selbst dann als kostenlos, wenn die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr nur bei regelmäßigem Geldeingang entfällt.

Neben dieser Gebühr können zusätzlich jede Menge Kosten anfallen – zum Beispiel für die Kreditkarte, bei Aus­lands­über­wei­sung­en oder bei Zahlungen in Fremdwährung. Kosten entstehen vor allem an diesen Punkten:

Jahresgebühr - Das ist die Grundgebühr, die Du für das Girokonto bezahlst. Es gibt kaum noch Banken, die komplett und ohne weitere Bedingungen auf diese sogenannte Kon­to­füh­rungs­ge­bühr verzichten. Einige senken sie zumindest, falls regelmäßig Geld auf dem Girokonto eingeht. Manche Banken sind dabei mit einem beliebigen Geldeingang zufrieden, andere fordern konkret einen Gehaltseingang.

Kosten für eine Kreditkarte - Viele Banken bieten eine Kreditkarte an, durch die Kosten entstehen können. Dabei handhaben die Banken die Jahresgebühr für die Karten ähnlich wie die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr. Einige verzichten komplett darauf, andere senken sie, falls die Kunden regelmäßig mit der Karte bezahlen.

Kosten für eine Girocard (früher: EC-Karte) - Immer mehr Banken verlangen Jahresgebühren für die Girocard.

Gebühren für eine Zweit-/Partnerkarte - Banken können Gebühren erheben, falls Du eine Zweitkarte für Deinen Lebenspartner oder ein anderes Familienmitglied beantragst. Das gilt für Girocards und für Kreditkarten.

Kosten für Überweisungen - Wenn Du Geld überweist, können Kosten entstehen, vor allem, falls es sich um Überweisungen auf Papier handelt. Auch bei der neuen Sofortüberweisung, bei der das Geld in Sekundenschnelle auf dem anderen Konto ankommt, fallen teilweise Gebühren an. Zudem musst Du für Überweisungen in fremde Währungen in der Regel Gebühren zahlen.

Kosten für fremde Währungen - Beim Bezahlen oder Abheben in anderer Währung als dem Euro können Kosten entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du die Girocard oder die Kreditkarte nutzt. Zusätzlich setzen einige Geldinstitute bei der Umrechnung der Summe einen Aufschlag auf den Wechselkurs ein. Die Höhe nennen sie Dir zumindest bei fremden Währungen der Mitglieder der Europäischen Union, also zum Beispiel Polen oder Schweden.

Sollzinsen - Diese fallen an, falls Du Dein Konto überziehst. Dispozinsen berechnet die Bank, wenn Du Dein Konto innerhalb des von der Bank gewährten Rahmens überziehst. Wenn Du darüber hinaus ins Minus rutschst, werden Über­zie­hungs­zin­sen fällig, die bei einigen Banken deutlich höher sind. Die Dispozinsen unterscheiden sich von Bank zu Bank deutlich. So beträgt der Zins durchschnittlich 9,61 Prozent, kann aber auch bei rund 14 Prozent liegen („Finanztest“, Oktober 2020). Wir haben Banken mit niedrigen Dispozinssätzen aufgelistet.

Eigentlich solltest Du den Dispo möglichst selten nutzen. Doch manchmal lässt sich das nicht vermeiden. Wer öfter ins Minus rutscht, sollte bei der Kontowahl deshalb auch auf den Dispozins achten. Achtung: Die Bank kann den Dispo kürzen oder gar kündigen. In solchen Fällen musst Du Deine Disposchulden sofort begleichen.

Falls Du ein neues Bankkonto eröffnen willst, solltest Du nicht nur auf diese Kosten schauen, sondern auch die Preis- und Leistungsverzeichnisse und Entgeltinformationen der Banken lesen. Denn einige Banken verlangen Gebühren, mit denen Du vielleicht nicht rechnest. Zum Beispiel für den Versand der mTan beim Online-Banking oder bei jeder Kon­to­be­we­gung.

Negativzinsen - Bei vielen Bank fällt inzwischen ein Verwahrentgelt an, wenn Du bei der Bank ein größeres Guthaben hast. Ab welchen Summen dieser Strafzins anfällt und wie hoch er ist, hängt von der jeweiligen Bank ab. Die Zinsen zahlst Du auf dem Betrag oberhalb der festgelegten Grenze, Du hast also eine Art Freibetrag.

Automatengebühren - Neben der Bank, bei der Du Dein Girokonto hast, können auch die Betreiber von Geld­au­to­ma­ten Gebühren für das Abheben verlangen. Die Banken erstatten diese in der Regel nicht.

Durch diese unterschiedlichen Kosten ist es schwierig, Girokonten miteinander zu vergleichen. Mit dem Finanztip-Girokontorechner vereinfachen wir das: Wir vergleichen die Konten anhand ihrer beispielhaften Gesamtkosten und schauen nicht nur auf die Kon­to­füh­rungs­ge­bühren.

Wichtig: Falls Deine Bank in den letzten Jahren Gebühren eingeführt oder erhöht hat, kannst Du sie zurückfordern, und zwar rückwirkend bis mindestens zum 1. Januar 2019 (Bundesgerichtshof, Az. XI ZR 26/20). Der Grund: Deine Zustimmung zur Preiserhöhung hat gefehlt. Wie Du das im Detail machst und wie Du berechnest, was Deine Bank Dir schuldet, erklären wir Dir im Ratgeber Unzulässige Bank­ge­büh­ren.

Viele unserer Leser haben uns informiert, wie ihre Banken mit Erstattungsanfragen umgehen. Wir haben sie für Dich in einer Datenbank zusammengefasst.

Wir haben bisher noch keine Rückmeldung zum Verhalten der Bank erhalten. Du kannst uns gern über bankgebuehren@finanztip.de informieren.

Dein Ergebnis für

Einschätzung der Redaktion:

Mus­ter­schrei­ben Preiserhöhungen zurückfordern

Viele Erhöhungen von Bank­ge­büh­ren sind laut einem BGH-Urteil im April 2021 ungültig. Du kannst Dein Geld zurückfordern! Nutz dazu ganz einfach unser Mus­ter­schrei­ben.

Zum Download

Wie eröffnest Du ein Girokonto?

Ein Girokonto kannst Du ganz einfach eröffnen, Du kannst auch mehrere Girokonten bei unterschiedlichen Banken haben. Allerdings wird Dir die jeweilige Bank oft nur ein Konto bei ihr gewähren.

  1. Deine persönlichen Daten gibst Du entweder auf der Website der Bank ein oder gehst die Unterlagen mit einem Mitarbeiter in der Filiale durch. In der Filiale kannst Du dann auch Schritt 2 und 3 direkt erledigen.
  2. Die ausgefüllten Unterlagen schickst Du an die Bank. Entweder komplett digital oder ausgedruckt und unterschrieben per Post.
  3. Deine Identität weist Du nach, entweder in einer Postfiliale, über eine Videoverbindung oder über die Online-Ausweisfunktion.
  4. Die Zugangsdaten und Karten erhältst Du in unterschiedlichen Briefen, damit Dein Konto von Anfang an vor Kriminellen geschützt ist und niemand alle Unterlagen abfangen kann. Das Ganze kann einige Wochen dauern.

Unter Umständen will Dir eine bestimmte Bank kein Girokonto eröffnen. Das kann an Deiner Bonität liegen, also Deiner finanziellen Situation. Insbesondere wenn zum Konto eine Kreditkarte oder ein Dispo gehört, wird die Bank darauf achten. Dafür fragt sie dann zum Beispiel Deine Daten bei der Schufa ab. Falls Dir eine Bank das Girokonto verweigert und Du unbedingt bei ihr ein Konto haben willst, solltest Du Deinen Schufa-Eintrag kontrollieren. Vielleicht hat sich ein Fehler eingeschlichen, den die Auskunftei dann beheben muss. Nur bei einem Basiskonto kann die Bank Dich nicht einfach abweisen.

Auch Kinder und Jugendliche können ein Girokonto eröffnen. Allerdings müssen bei Minderjährigen beide Erziehungsberechtigten zustimmen und sowohl die Eltern als auch das Kind die Identität nachweisen.

Wie wechselst Du Dein Girokonto?

Viele Bankkunden scheuen den Girokontowechsel, obwohl er einfacher geworden ist. Etliche Geldinstitute bieten freiwillig einen kostenlosen, digitalen Umzugsservice an. Der Wechsel soll damit in wenigen Minuten erledigt sein. Die Banken arbeiten bei diesem Wechselservice meist mit sogenannten Fintech-Unternehmen zusammen, also neuen Finanzdienstleistern. Du loggst Dich mit den Daten der bisherigen Bank beim Wechselservice ein, dann werden Deine Daten zu Daueraufträgen und Zahlungspartnern ausgelesen. Anschließend werden diese Daten auf das neue Konto übertragen und Last­schrift­emp­fän­ger und andere Zahlungspartner informiert.

Außerdem müssen Dir die Banken auch die gesetzliche Kontowechselhilfe anbieten. Im Gegensatz zu dem digitalen Kon­to­wech­sel­ser­vice funktioniert diese Hilfe über ein langes Formular, in dem Du zum Beispiel festlegst, wann das vorherige Konto geschlossen wird und welche Daten übertragen werden sollen. Die Banken melden dann die Trans­ak­ti­ons­da­ten der letzten 13 Monate an die neue Bank. Diese richtet alle Daueraufträge ein und informiert die Zahlungspartner bei Lastschriften und Überweisungen über die neuen Kontodetails. Halten die Banken sich nicht an Fristen oder machen sie bei der Übertragung der Daten Fehler, haften sie für verspätete Zahlungen – diese Haftung gibt es beim freiwilligen Wechselservice der Banken nicht.

Mit dem Kon­to­wech­sel­ser­vice kannst Du regelmäßige Überweisungen ganz einfach aufs neue Konto übertragen. Falls Du Deine Kreditkartendaten bei einem Onlineshop oder einem anderen Dienst hinterlegt hast, musst Du die neuen Daten dort allerdings selbst eingeben.

Josefine Lietzau
Unsere Finanztip-Expertin für Bank und Kredit

Übrigens: Falls noch Geld auf dem alten Konto liegt, darf die vorherige Bank nichts für die Überweisung auf das neue Konto verlangen. Das entschied das Thüringer Oberlandesgericht (Urteil vom 8. Januar 2015, Az. 1 U 541/14).

Egal, ob freiwilliger Umzugsservice oder gesetzlich vorgeschriebene Wechselhilfe: Das Weitergeben der Informationen funktioniert nicht immer ganz ohne Probleme. Für einen möglichst problemlosen Wechsel empfehlen wir deshalb, das neue Konto einige Wochen parallel zum alten zu führen.

Insbesondere wenn Du die gesetzliche Wechselhilfe nutzt, solltest Du darauf achten, dass die bisherige Bank auch noch Lastschriften abbucht und Überweisungen annimmt, nachdem Du das neue Konto eingerichtet hast. Denn in einigen der Formulare ist ein sehr frühes Datum für das Schließen des bisherigen Kontos voreingetragen. In solchen Fällen solltest Du ein anderes Datum wählen und Deine bisherige Bank darauf hinweisen, dass das Konto erst später geschlossen werden soll. So bist Du auf der sicheren Seite, falls die Banken beim Wechsel nicht alle Informationen vollständig ausgetauscht haben. Auch das Datum, ab dem Deine alte Bank keine Kon­to­be­we­gung­en mehr vornehmen soll, kannst Du im Formular für die Wechselhilfe festlegen.

Checkliste Girokontowechsel

Hier kannst Du Dir unsere Checkliste für den Girokontowechsel herunterladen:

Zum Download

Wie kündigst Du Dein Girokonto?

Bei der Wechselhilfe kündigt Deine neue Bank Dein altes Girokonto, wenn Du das wünschst. Du kannst das aber auch selbst übernehmen. Ein Schreiben an die Bank mit Angabe der Iban reicht aus. Eine Kündigungsfrist ist dabei rechtlich nicht vorgesehen, die Banken legen jedoch meist eine Frist in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen fest. Kündigen kannst Du kostenlos.

Auch die Bank kann ein Girokonto kündigen. Sie muss Dir aber mindestens zwei Monate Zeit geben, um ein neues Konto zu finden. Die Bank muss dabei keine Gründe für die Kündigung nennen. Ausnahmen gelten beim Basiskonto, das können Banken nur aus bestimmten Gründen kündigen.

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Was steckt hinter nachhaltigen Girokonten?

Wenn Dir wichtig ist, was Deine Bank mit Deinem und ihrem Geld macht, kommt für Dich womöglich eine nachhaltige Bank oder Ökobank infrage. Solche Banken versprechen Dir, dass sie sich aus den schmutzigsten Geschäften heraushalten. Dabei gibt es jedoch keine feste Definition von Nachhaltigkeit, auch was hinter fair, ethisch oder ökologisch steckt, können die Anbieter weitgehend selbst entscheiden.

In der Regel vermeiden nachhaltige Banken Investitionen in und Kredite für Unternehmen aus der Rüstungsindustrie, teilweise auch der Kohle- und Ölindustrie als auch der Atomenergie. Sie achten darauf, dass die Firmen keine Menschenrechtsverletzungen oder Kinderarbeit zulassen und keine Arbeitsrechte missachten.

Dass sich eine Bank als nachhaltig bezeichnet, heißt nicht, dass sie alle diese Punkte beachtet. Aufschluss sollen die Nachhaltigkeitsberichte der Banken geben, doch nicht immer liefern sie die nötigen Informationen.

Du kannst Dich aber über andere Stellen informieren. So analysierte die Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) Anfang 2020, wie sich die 14 größten Banken in Deutschland beim Thema Nachhaltigkeit verhalten. Die DKB führt dabei zwar die Rangfolge an, wirklich gut stand allerdings keine der untersuchten Banken da. Ökobanken wie die GLS Bank oder die Ethikbank hat der WWF aufgrund ihrer niedrigeren Bilanzsumme nicht in den Bericht aufgenommen.

Auch die Initiative Fair Finance Guide versucht sich an einer Bankenbewertung. Dahinter stecken unterschiedliche Nichtregierungsorganisationen: die Verbraucherzentrale Bremen, Südwind und Facing Finance. Die Organisation Südwind setzt sich vor allem in der Entwicklungs- und Bildungspolitik ein. Facing Finance geht es unter anderem darum, dass Finanzdienstleister und Ver­si­che­rungen ihr Geld nicht in Unternehmen stecken, die Menschenrechte missachten und der Umwelt schaden.

Bei den Kriterien des Fair Finance Guide geht es zum Beispiel darum, ob die Banken Beziehungen zu den Rüstungskonzernen haben, die im Bericht Dirty Profits 7 von Facing Finance genannt werden, oder zu den Bergbaukonzernen, die die Organisation in Dirty Profits 6 kritisiert hat. Auch wichtig ist, dass die Bank nicht in Unternehmen investiert, die auf der Ausschlussliste des norwegischen Pensionsfonds oder der Liste des Friedensforschungsinstitut Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) genannt werden. Der Pensionsfond setzt auf nachhaltige Anlagen, SIPRI berichtet jährlich über internationale Rüstungsausgaben.

Vorne beim Fair Finance Guide liegen die Spezialbanken GLS Bank, Ethikbank, Triodos Bank, KD Bank (Bank für Kirche und Diakonie) und die Pax Bank. Aber selbst diese Banken erfüllen nicht alle Kriterien. Die beste der sogenannten Standardbanken ist die ING (Stand: Mai 2022). Banken, die weder Kredite an Unternehmen vergeben noch in sie investieren, werden nicht untersucht.

Wenn Du Dich für ein Konto bei einer Spezialbank oder Ökobank entscheidest, musst Du mit höheren Gebühren rechnen, egal ob es um die Kon­to­füh­rungs­ge­bühr geht oder um die Kosten für die Karten, das Geldabheben und Bezahlen oder Überweisen.

Damit Du Dir die Kostenunterschiede besser vorstellen kannst, listen wir die wichtigsten Gebühren gerechnet auf ein Jahr für die besten fünf Banken im Fair Finance Guide, der besten Standardbank im Bericht und einer der günstigsten Standardbanken auf.

Kosten bei nachhaltigen Banken im Vergleich zu Standardbanken

BankKon­to­füh­rungs­ge­bührGebühr GirocardGebühr Kreditkarte
GLS105,60 €315 €30 €
Ethikbank102 €15 €35 €
Triodos Bank66 €15 €39 €
KD Bank34,80 €5 € / 10 €120 €
Pax Bank30 €5 €20 € / 30 €4
ING0 € / 58,80 €20,99 €0 €
DKB0 €1 €0 €

1 abhängig, ob Maestro oder V-Pay
2 abhängig vom Geldeingang
3 zuzüglich Mitgliedsbeitrag
4 abhängig, ob Debit oder Credit
Quelle: Finanztip-Berechnung, Websites der Anbieter / Stand: Juli 2022

Wie die Banken im Vergleich zu weiteren Anbietern dastehen, kannst Du in unserem Gi­ro­kon­to­rech­ner nachschauen.

Was ist beim Girokonto noch zu beachten?

Beim Girokonto und Deinen Bankgeschäften sind noch weitere Punkte wichtig.

Zugriff auf das Konto

Außer Dir hat niemand Zugriff auf Dein Girokonto. Das kannst Du mit einer Kontovollmacht ändern. Dann kann der Bevollmächtigte für Dich Geld abheben oder überweisen. Eine solche Vollmacht gilt auf Wunsch auch über den Tod hinaus. Der Bevollmächtigte muss dann nicht auf einen Erbschein warten, um über das Guthaben auf dem Konto zu verfügen.

Besonderheiten bei der Girocard

Mit Deiner Girocard kannst Du sowohl in Deutschland als auch im Ausland Geld abheben und bezahlen. In Deutschland bestimmen die Automatenbetreiber die Preise beim Abheben, im Ausland Deine Bank. In welchen Ländern die Karten akzeptiert werden, hängt davon ab, ob auf der Karte Maestro oder V-Pay aufgedruckt ist.

Ab Juli 2023 werden keine neuen Karten mehr mit Maestro-Funktion ausgegeben. Falls Deine Bank bisher Maestro nutzt, wird sie Dich rechtzeitig informieren, ob Deine nächste Girocard nur noch in Deutschland funktioniert oder ob sie die Karte mit einer anderen Funktion ausstatten wird.

Teilweise geben einige Banken jetzt schon Girokarten ohne einen zweiten Partner aus, darunter Comdirect und DKB. Diese Karten werden teilweise in Deutschland in Läden nicht akzeptiert. Das liegt dann daran, dass das Kartenlesegerät (oft von Sumup) nicht an das deutsche Girocard-System angeschlossen ist und Zahlungen nur über die Infrastuktur von Mastercard oder Visa abwickeln kann.

Die Girocard wird in Deutschland zurzeit besser akzeptiert als die Karten von Visa und Mastercard. Insbesondere bei Behördengängen bist Du oft auf die Karte angewiesen, weil viele Behörden werder Bargeld noch Visa und Mastercard akzeptieren. Du kannst als nur mit Girocard zahlen.

Probleme beim Zahlungsverkehr

Falls etwas bei einer Lastschrift schieflief, kannst Du das Geld einfach im Online-Banking zurückbuchen. Hast Du bei einer Überweisung etwas falsch gemacht, kannst Du Deine Bank um Hilfe bitten. Es gibt allerdings keine Garantie, dass Du Dein Geld zurückbekommst. Wie das alles funktioniert, liest Du in unserem Ratgeber zu Zahlungsproblemen.

Debitkarten und Mietwagen

Die Banken setzen bei den Karten von Visa und Mastercard immer stärker auf Debitkarten. Bei denen wird das Geld zeitnah vom Konto abgebucht, so wie Du es von der Girocard kennst. Allerdings können die Karten Probleme bei Mietwagen machen.

Computer sichern

Wer seine Bankgeschäfte online erledigt, sollte unbedingt einige Punkte zur Sicherheit beachten. Das gilt nicht nur für das gewählte Tan-Verfahren, sondern auch für den Computer. Wie Du Dich bei Bankgeschäften im Internet vor Hackern schützt, liest Du in unserem Ratgeber Sicheres Online-Banking.

Geschäftskonten

Über Dein privates Girokonto kannst Du keine geschäftlichen Zahlungen erledigen. Tust Du dies doch, kündigt die Bank Dir womöglich das Konto. Viele Banken bieten Dir aber Geschäftskonten an. Welches Konto zu Dir passt, hängt zum Beispiel davon ab, ob Du Bargeld einzahlen musst, einen Onlineshop hast oder vielleicht nur hin und wieder selbstständig arbeitest.

Notgroschen auf Tagesgeldkonto parken

Wir empfehlen Dir, nur so viel Geld auf dem Girokonto zu lassen, wie Du für den regelmäßigen Zahlungsverkehr benötigst, und Reserven auf einem Tagesgeldkonto anzulegen.

Gute Angebote aus dem Ratgeber

  • Comdirect: Kon­to­füh­rungs­ge­bühr bei 700 Euro Geldeingang, kostenloses Abheben in der Eurozone (eingeschränkt), Girocard kostenlos
  • DKB: Kontoführungsgebühr bei 700 Euro Geldeingang, weltweit kostenloses Abheben und Bezahlen (bei mindestens 700 Euro Geldeingang im Monat, ansonsten nur in der Eurozone), Girocard kostenpflichtig
  • Consorsbank: Kon­to­füh­rungs­ge­bühr bei 700 Euro Geldeingang, kostenloses Abheben in der Eurozone, Girocard kostenpflichtig
  • ING: keine Kon­to­füh­rungs­ge­bühr bei 700 Euro Geldeingang, kostenloses Abheben in der Eurozone, Girocard kostenpflichtig

Unser Podcast zum Thema

Die wichtigsten Fragen zusammengefasst

Gibt es überhaupt noch ein kostenloses Girokonto?
Auf welche Kosten musst Du beim Girokonto achten?
Warum ist ein Online-Konto oft günstiger?
Autor
Josefine Lietzau

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