Kfz-Versicherungsvergleich

So finden Sie eine günstige Kfz-Versicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben.
  • Kündigungstermin ist meist der 30. November. Die neue Versicherung läuft dann ab dem 1. Januar.
  • Eine günstige Kfz-Versicherung finden Sie mit einem Versicherungsvergleich im Internet.
  • Mit richtigen Angaben in den Kfz-Versicherungsrechnern lässt sich ordentlich Geld sparen.
  • Zusätzlichen Schutz bei der Autoversicherung bieten die Voll- oder Teilkaskoversicherung.
  • Wenn Sie ein Auto neu zulassen, können Sie sofort eine günstige Versicherung abschließen.

So gehen Sie vor

  • Sparen Sie mit einer Kombination von Vergleichsportal und Direktversicherer. Berechnen Sie zunächst die günstigste passende Kfz-Versicherung auf entweder Check24 oder Verivox. Berechnen Sie dann ein Angebot bei der Huk24.
  • Schließen Sie den Vertrag beim günstigsten Anbieter.
  • Die alte Autoversicherung kündigen Sie anschließend bis spätestens 30. November.
  • Auch nach diesem Datum können Sie meistens noch kündigen, wenn Ihr bisheriger Versicherer mehr Geld verlangt. Ab Erhalt des Erhöhungsschreibens haben Sie dazu vier Wochen Zeit.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Besonders günstige Kfz-Versicherungen finden Sie jedes Jahr vor dem Kündigungstermin 30. November. Gerade wenn Sie in den Vorjahren Ihre Autoversicherung nicht gewechselt haben, können Sie mit unseren Tipps mitunter Hunderte Euro sparen.

Finanztip untersucht jährlich vor und während der Wechselsaison, wie sich die Preise der Kfz-Versicherungen entwickeln. Aus unserem Kfz-Versicherungsvergleich 2018 ergibt sich eine klare Strategie: Ermitteln Sie zunächst die günstigste passende Kfz-Versicherung auf den Vergleichsportalen Check24 oder Verivox. Berechnen Sie dann ein Angebot bei der Direktversicherung Huk24. Wie das geht, erläutern wir in den folgenden sieben Schritten.

Übrigens: Auch im Laufe des Jahres können Sie ordentlich sparen, falls Sie Ihr altes Auto abmelden und ein neues zulassen. Denn dann endet erst einmal auch die alte Kfz-Versicherung und Sie können sich eine neue, günstigere suchen.

Schritt 1: Welche Kfz-Versicherung benötigen Sie?

Jeder Fahrzeughalter in Deutschland muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben – sonst wird das Auto nicht zugelassen. Laut Gesetz müssen Personenschäden bis mindestens 7,5 Millionen Euro gedeckt sein, Sachschäden bis 1,12 Millionen Euro und Vermögensschäden bis 50.000 Euro.

Die meisten Versicherer bieten bereits in ihrem Grundtarif eine deutlich höhere Schadenssumme von pauschal 50 oder 100 Millionen Euro an. Bei anderen zahlen Versicherte für die Police mit solchen höheren Deckungssummen einen geringen Aufschlag.

Der eigene Wagen ist durch die Kfz-Haftpflichtversicherung jedoch nicht geschützt. Darum empfiehlt es sich bei vielen Autos, außerdem eine freiwillige Kaskoversicherung abzuschließen. Zur Wahl stehen Teilkasko- und Vollkaskotarife.

Für diese Schäden kommt die Teilkasko auf:

  • Diebstahl,
  • Brand und Explosion,
  • Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmung,
  • Zusammenstöße mit Haarwild (zum Beispiel Reh oder Wildschwein),
  • Marderbiss an Kabeln, Schläuchen und Leitungen,
  • Glasbruch,
  • Kabelschaden durch Kurzschluss.

Der einfache Schutz der Teilkasko lässt sich erweitern auf Schäden durch Tiere aller Art (etwa bei einem Zusammenstoß mit einem Hund) oder die Folgeschäden durch Marderbiss. Beim Vergleich auf einem Online-Portal können Sie die passenden Einstellungen auswählen.

Die Vollkaskoversicherung bietet den Schutz einer Teilkasko und deckt darüber hinaus einen Schaden am eigenen Fahrzeug durch selbst verschuldete Unfälle sowie durch Vandalismus ab. Dadurch ist die Vollkasko-Police in der Regel der teuerste Schutz.

Ob und welche Kaskoversicherung sinnvoll ist, muss jeder Fahrer abwägen. Bei der Erstattung der Unfallkosten setzt eine Kaskoversicherung den aktuellen Wert des Wagens an. Ist das Auto schon sehr alt und hat nur noch wenige Hundert Euro Restwert, lohnt sich die Teilkaskoversicherung nicht, die Haftpflicht-Police reicht dann in der Regel aus.

Vor allem bei Neuwagen empfiehlt es sich, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Je nach Vertrag ist das bei einigen Leasing-Vereinbarungen sogar Pflicht. Für Fahrer, die bereits drei oder mehr Jahre schadensfrei sind und in einer günstigen Region wohnen, kann ein Vollkaskotarif sogar preiswerter sein als Teilkasko. Denn anders als in der Teilkasko gewährt die Versicherung bei einer Vollkasko einen Schadenfreiheitsrabatt für unfallfreie Fahrer. 

Haben Sie eine Kaskoversicherung abgeschlossen, sollten Sie regelmäßig prüfen, ob der Schutz noch zum Auto passt. Nach einigen Jahren ist es meist sinnvoll, von der Vollkasko- zu einer Teilkaskoversicherung überzugehen. Vergleichen Sie dafür Preise für beide Varianten und rechnen Sie die Differenz gegen den Wert des Autos.

Stichtag für einen Wechsel ist in der Regel der 30. November. An dem Tag müssen Sie die alte Versicherung spätestens gekündigt und den neuen Tarif bereits abgeschlossen haben. Ab 1. Januar beginnt dann die neue Versicherung.

Schritt 2: Was sollte in der Autoversicherung drin sein?

Die folgenden Tarifmerkmale sollten Sie auf einem Kfz-Versicherungsrechner auswählen, um sie in jedem Fall in Ihre Kfz-Versicherung einzuschließen:

Erhöhte Deckungssummen - Damit schließen Sie nur Tarife ab, die 50 oder 100 Millionen Euro als Versicherungssumme haben. Mit solchen Deckungssummen sind Sie gegen die finanziellen Folgen auch schwerer Unfälle abgesichert. Eine Finanztip-Studie zeigt, dass die meisten Tarife dieses Merkmal bereits ohne Aufpreis anbieten. Sogar wer explizit nach einem Tarif mit der niedrigeren gesetzlichen Deckungssumme sucht, findet nur wenige Basis-Tarife. Es lohnt sich daher nicht, auf erhöhte Deckungssummen zu verzichten, zumal die günstigsten Tarife in unserer Studie diese immer anbieten.

Mallorca-Police - Diese Option erhöht die Versicherungssumme für Mietwagen im europäischen Ausland auf deutsches Niveau. Damit sind Sie im Urlaub gut haftpflichtversichert. Die Mallorca-Police kostet laut unserer Studie heute oft keinen Aufschlag mehr. Nur wenige Basis-Tarife verzichten auf die Absicherung. Diese Tarife zählten in der Studie dennoch nicht zu den günstigsten Angeboten.

In der Kaskoversicherung

Grobe Fahrlässigkeit - Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann er seine Leistung nicht kürzen, falls Sie beispielsweise nach dem Überfahren einer roten Ampel einen Unfall verursachen. Nicht versichert ist das Auto allerdings, wenn Sie unter Alkohol- oder Rauschmitteleinfluss fahren oder den Diebstahl des Wagens grob fahrlässig ermöglichen. Tarife, die noch Weiteres ausschließen, sollten Sie nicht wählen.

Die Finanztip-Studie zeigt: Der Zusatzschutz kostet bei den meisten Tarifen keinen Aufschlag. Auch die günstigsten Tarife hatten die grobe Fahrlässigkeit fast immer eingeschlossen. Bei den wenigen Tarifen im Test, die Varianten mit und ohne diese Klausel boten, lag der Preisunterschied nur bei 2 Prozent.

Marderschäden mit Folgeschäden - Ein Schlauchschaden durch einen Marderbiss kann unangenehm teuer werden, vor allem wenn in der Folge der Motor Schaden nimmt. Marder sind auch in Städten aktiv. Oft ist die Erstattung für Folgeschäden aber auf 3.000 Euro begrenzt. Auch dieses Merkmal schließen die meisten Tarife kostenlos in den Schutz mit ein. Die wenigen Anbieter, die Tarife mit und ohne Schutz vor Folgeschäden anbieten, verlangen laut Studie im Durchschnitt einen Aufpreis von nur 2,9 Prozent.

Schritt 3: Was ist bei der Kfz-Versicherung weniger wichtig?

Die folgenden Tarifmerkmale können je nach der individuellen Situation eine sinnvolle Ergänzung sein, kosten unter Umständen aber einen deutlichen Aufpreis:

Rabattschutz - Um die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) zu halten, zahlt es sich manchmal aus, einen Rabattschutz zu vereinbaren. Allerdings erschwert die Klausel den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Für den neuen Anbieter gilt der Rabattschutz nicht, bei der Einstufung der SF-Klasse zählt bei ihm auch ein Unfall in der Vergangenheit.

Erweiterte Wildschäden - Standardmäßig zahlt die Teilkasko nur bei Unfällen mit Haarwild, also vor allem mit Rehen und Wildschweinen. Gerade in ländlichen Gegenden lohnt sich die Option „erweiterte Wildschäden“, die dann beispielsweise auch Zusammenstöße mit Kühen oder Pferden abdeckt. Die Option „Tiere aller Art“ zahlt bei Unfällen mit allen Tieren. Die Klausel ist bereits Standard. Die wenigen Versicherungen, die dafür einen Aufschlag verlangen, nehmen im Schnitt 2,2 Prozent Aufpreis für den Zusatzschutz.

Autoschutzbrief - Mit einem Autoschutzbrief bekommen Sie Hilfe nach einer Autopanne. Dabei übernimmt der Anbieter etwa die Abschlepp- und Übernachtungskosten, wenn Sie das Auto nach einem Unfall nicht nutzen können. Einige Schutzbriefe bezahlen auch einen Mietwagen und bieten personenbezogene Leistungen wie Krankenrücktransport, Medikamentenversorgung im Ausland und im Todesfall die Übernahme der Bestattungs- oder Überführungskosten.

Pannendienst oder Abschlepphilfe können Sie notfalls auch selbst bezahlen. Wer sich dennoch dagegen absichern möchte, muss sich zwischen Kfz-Schutzbrief und Automobilklub entscheiden. Der Schutzbrief kostet laut Finanztip-Studie im Durchschnitt etwa 13 Euro im Jahr – dafür sind die Erstattungsgrenzen oft recht niedrig. Automobilklubs bieten mehr Leistung gegen einen höheren Preis.

Bei Neuwagen können Sie auf einen Schutzbrief oder den Automobilklub verzichten, denn dann greift meist die Mobilitätsgarantie des Herstellers.

Fahrerschutzversicherung - Für Versicherte, die keine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung haben und Vielfahrer sind, kommt eine Fahrerschutzversicherung infrage. Sie begleicht den Verdienstausfall und zahlt Schmerzensgeld bei einem selbst- oder mitverschuldeten Unfall. Günstige Policen sind für etwa 25 Euro im Jahr zu haben. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Fahrer-Unfallversicherung, von der wir abraten.

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Darauf können Sie bei der Kfz-Versicherung verzichten

Insassen-Unfallversicherung - Die Insassen-Unfallversicherung übernimmt die Kosten, wenn einer Ihrer Mitfahrer verletzt oder getötet wird. Doch solche Schäden sind ohnehin entweder durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers oder durch die Ihre eigene Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt, falls Sie den Unfall bauen. Die Insassen-Unfallversicherung springt praktisch nur dann ein, wenn nach einem Unfall die Versicherung des Unfallverursachers den Schaden wegen Fahrerflucht nicht deckt. In solchen Fällen hilft aber auch die Verkehrsopferhilfe.

Fahrer-Unfallversicherung - Sie umfasst ähnliche Leistungen wie eine Fahrerschutzversicherung. Wie viel Geld Sie nach einem Unfall erhalten, hängt aber von der gewählten Deckungssumme und dem Grad einer möglichen Invalidität ab – und nicht vom tatsächlichen Schaden. Wer sichergehen will, dass er bei einem Autounfall in vollem Umfang abgesichert ist, sollte daher die Fahrerschutzversicherung vorziehen. Gegen Unfälle nicht nur im Auto schützt eine private Unfallversicherung besser. Doch auch diese eignet sich nicht für jeden.

Freie Werkstattwahl - Es zahlt sich aus, wenn die Versicherung die Werkstatt bestimmen darf – der Versicherungsbeitrag ist dann niedriger. Besitzer von Fahrzeugen mit noch gültiger Herstellergarantie oder mit Leasing sollten aber auf jeden Fall die freie Werkstattwahl wählen.

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Schritt 4: Wie funktioniert der Kfz-Versicherungsvergleich?

Ohne Vergleichsportal ähnelt die Suche nach einer günstigen Kfz-Versicherung der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Wer bei mehreren Versicherern Preise abfragt, bekommt von jedem einen anderen Betrag genannt. Diese können beträchtlich voneinander abweichen. 

Abhilfe versprechen die Kfz-Versicherungsrechner der Vergleichsportale: Weil jeder Versicherer das Risiko eines Fahrers anders bewertet, bieten sie mit nur einer Eingabe aller relevanten Daten eine nützliche Übersicht über die Preise vieler Anbieter – aber nicht aller Anbieter. 

Denn kein Portal listet die Preise aller Versicherungen: Einige Anbieter haben nur mit einem der vielen Portale einen Vertrag, andere erscheinen auf gar keinem Vergleichsportal. Wer sich auf ein Vergleichsportal allein verlässt, findet daher nur selten den wirklich günstigsten Tarif. Das wird in unserer Untersuchung deutlich: Das beste Portal lieferte nicht einmal bei jeder zweiten Abfrage den niedrigsten Preis.

Die besten Portale

Wir haben uns im September 2018 vor der Kfz-Wechselsaison etwa 40 Vergleichsseiten angeschaut. Bei vier Vergleichsrechnern haben wir dann Beiträge anhand von 32 Musterprofilen erhoben. Im Vergleich lieferten die Portale Check24 und Verivox die besten Ergebnisse. Wir haben die Portalabfrage im Oktober 2018 wiederholt. Damit haben wir für unsere Profile die Tarife zur Wechselsaison abgefragt. Einzelheiten zur Vorauswahl der Portale und zu unserer Auswertung erfahren Sie am Ende des Textes

Um die Portale bewerten zu können, wählten wir folgendes Vorgehen: Für jedes Profil schauten wir uns das beste Angebot des Portals und das insgesamt günstigste gefundene Angebot an. Je weniger die Kfz-Vergleichsrechner über dem Bestpreis lagen, desto besser. Zusätzlich zum durchschnittlichen Preisaufschlag betrachteten wir in unserer Untersuchung auch die maximale Abweichung vom günstigsten Preis. Denn für den Versicherungskunden ist es besonders ungünstig, das eine Angebot zu erwischen, das beispielsweise ein Viertel teurer ist als der günstigste Tarif.

Sonderfall Huk24

Zusätzlich haben wir Daten bei der Huk24 erhoben. Die Huk24 ist ein reiner Direktversicherer und eine der größten Kfz-Versicherungen. Allerdings ist sie auf den Portalen nicht vertreten. Daher ist es sinnvoll, auch diesen oft sehr günstigen Direktversicherer in den Preisvergleich miteinzubeziehen.

In unserer Erhebung schlägt sich der Anbieter recht gut. Die Huk24 ist durchschnittlich 5,1 Prozent teurer als der insgesamt gefundene günstigste Tarif. Für einen einzelnen Anbieter ist das ein ordentlicher Wert. Bei der maximalen Abweichung liegt die Huk24 mit 28 Prozent deutlich über den Vergleichsportalen. Schließlich gleicht die Schwäche eines einzelnen Anbieters nicht die Stärken eines anderen aus, wie es auf einem Portal der Fall ist.

Dennoch: Wer Direktversicherer in seinen Vergleich nicht einbezieht, verpasst möglicherweise etwas. Denn die Huk24 lieferte fünfzehnmal das günstigste Angebot.

Check24, Verivox und die Huk24 im Vergleich

Check24VerivoxHuk24
durchschnittliche Abweichung vom besten Preis5,9 %6,6 %5,1 %
höchste Abweichung vom besten Preis23 %25 %28 %
Anzahl günstigster Tarif im Vergleich (von 32 Abfragen)13715

Auszug aus den Test-Ergebnissen
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 26. Oktober 2018)

In der Tabelle oben sehen Sie die Daten der empfohlenen Anbieter. Alle Ergebnisse des Vergleichs finden Sie in unserem Testartikel.

Vergleichsportal und Direktversicherer kombinieren

Zwei Vergleiche erhöhen die Chance auf eine gute und zugleich günstige Kfz-Versicherung. Berechnen Sie zunächst ein Angebot auf einem der beiden Vergleichsportale. Machen Sie dann eine Abfrage bei der Huk24, um zu sehen, ob es dort vielleicht einen noch günstigeren Tarif gibt.

Unsere Erfahrung zeigt: Mit dieser Kombination aus Vergleichsportal und Direktversicherer haben Sie die besten Chancen auf eine besonders günstige Kfz-Versicherung. Zugleich senken Sie in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit, deutlich mehr zu zahlen als nötig. 

So sank in unserer Erhebung im September 2018 die mittlere Abweichung von 3,5 Prozent auf weniger als 1 Prozent und die maximale Abweichung von 13 Prozent auf 9 Prozent, wenn wir Preise sowohl bei Check24 als auch Huk24 abgefragt haben.

Die Erhebung im Oktober 2018 bestätigt diese Ergebnisse. Sobald die Huk24 in der Vergleichskombination enthalten ist, sinkt die durchschnittliche Abweichung auf den günstigsten Tarif deutlich. Fragen Sie Check24 und Huk24 ab, sind Sie dem günstigsten Tarif sehr nah, Sie zahlen durchschnittlich nicht mal 1 Prozent mehr. Setzen Sie auf Verivox und Huk24, zahlen Sie im Mittel 1,4 Prozent mehr als für den günstigsten Tarif.

Die Gefahr von Ausreißern haben Sie mit diesem Vorgehen auch gut im Griff: Sie zahlen bei Check24 und Huk24 durchschnittlich 8 Prozent, bei Verivox und Huk24 14 Prozent mehr als für das beste Angebot.

Mit der Doppel-Vergleichsportal-Strategie zahlen Sie durchschnittlich 5,3 Prozent mehr. Die Ausreißer unterscheiden sich im Mittel sogar mit 23 Prozent vom günstigsten Tarif. 

Eines sollten Sie aber nie machen: nur bei einem einzelnen Anbieter schauen. Die Gefahr, hohe Ausreißer nicht abzufedern, war über die Jahre in jedem unserer Tests sehr hoch.

Check24
Vergleich Kfz-Versicherungen

  • geringe durchschnittliche Abweichung im Test
  • laut eigener Angabe 61 Versicherer im Angebot
  • Abschlussmöglichkeit direkt auf dem Portal
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
  • ganz oben angezeigtes Ergebnis ist teure „Maklerempfehlung“

Verivox
Vergleich Kfz-Versicherungen

  • geringe durchschnittliche Abweichung im Test
  • laut eigener Angabe 52 Versicherer im Angebot
  • Abschluss direkt auf dem Portal möglich
  • bietet nur Tarife mit erhöhter Deckungssumme an
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
  • oberster angezeigter Tarif ist Werbung

Huk24
Kfz-Versicherung

  • günstige Tarife
  • Abschlussmöglichkeit direkt beim Anbieter
  • einfache Preisabfrage
  • alle Voreinstellungen erfüllen die Finanztip-Mindestanforderungen
  • nicht mehr auf den empfohlenen Vergleichsportalen vertreten
  • zusätzlicher Vergleich auf Vergleichsportal sinnvoll
  • keine Support-Hotline

Schritt 5: Wie gehen Sie beim Kfz-Versicherungsvergleich vor?

Den neuen Tarif finden Sie so: Öffnen Sie auf Ihrem Computer zwei Browserfenster und platzieren Sie sie nebeneinander auf Ihrem Bildschirm. In den gleichzeitig geöffneten Fenstern lassen sich die Ergebnisse am besten vergleichen. Orientieren Sie sich bei den Eingaben an unseren obigen Empfehlungen und den folgenden Anleitungen für Check24, Verivox und Huk24

Beachten Sie, dass auf einem Portal der Vergleich erst komplett ist, wenn Sie auch neben der ersten Ergebnisübersicht weitere Merkmale ausgewählt haben. An dieser Stelle fragen viele Portale erst nach Zusatzschutz wie „Marderschäden mit Folgeschäden“ oder „erhöhte Deckungssummen“. Überprüfen Sie auch, ob die Tarifdetails, die wir im Schritt 6 dieses Textes beschreiben, für Sie infrage kommen.

Günstigster Tarif steht nicht immer oben

Beim Vergleich auf Check24 erscheinen ganz oben in der Ergebnisliste ein oder zwei blau hervorgehobene Tarife. Das Portal teilte uns mit, dies seien Angebote, die „Top-Leistung“ oder „Top-Preis/Leistung“ für die eingestellten Kriterien böten. Check24 beschreibt, warum es diese Tarife für die jeweilige Suche hervorhebt. Das Portal nennt sie „Makler-Empfehlung“.

Makler-Empfehlung bei Check24

Quelle: Screenshots Check24 (Stand: 5. September 2018)

In unserer Finanztip-Untersuchung im September 2018 war diese Makler-Empfehlung in Stichproben teurer als das günstigste von uns gefundene Ergebnis. Das bestätigte sich in unserer Untersuchung im Oktober 2018. Dabei erfüllt auch der günstigste Tarif unsere Anforderungen an eine gute Kfz-Versicherung, da alle eingegebenen Tarifmerkmale berücksichtigt sind.

Anzeige bei Verivox

Quelle: Screenshot Verivox (Stand: 5. September 2018)

Verivox präsentiert oben in der Ergebnisliste ebenfalls Werbung. Auch bei diesem Tarif zeigt sich, dass er ordentlich ins Geld gehen kann. Er ist als Anzeige gekennzeichnet. In vielen Fällen ist der dort präsentierte Tarif teurer als der günstigste in der Ergebnisliste, wie wir durch Stichproben in unserer Untersuchung im September 2018 ermittelt haben. Stichproben im Oktober 2018 bestätigten dieses Ergebnis.

Schritt 6: Auf welche Tarifmerkmale sollten Sie achten?

In den Portalen befindet sich oberhalb der Ergebnislisten ein Link „Tarife vergleichen“. Dort finden Sie detaillierte Leistungsbeschreibungen. Achten Sie dort auf folgende Merkmale, sofern diese Sie besonders betreffen: 

Sonderausstattung - Wenn das Fahrzeug über umfangreiche Extras verfügt, sollte der Tarif Sonderausstattungen im erforderlichen Umfang abdecken. Was genau als Sonderausstattung definiert ist, legt die Versicherung in den Bedingungen fest. In einer Finanztip-Studie 2016 zeigte sich, dass die meisten Anbieter Sonderausstattungen bis 5.000 oder 10.000 Euro ohne Aufschlag mitversichern. 

Verzicht auf Abzug neu für alt - Vor allem bei älteren Autos ist es ärgerlich, wenn die Versicherung im Schadensfall die Kosten für neue Verschleißteile wie Reifen nicht übernimmt. Verzichtet sie auf den Abzug, schließt der Versicherungsschutz die Kosten für alle Ersatzteile ein. Oft gilt der Verzicht aber gerade nicht für ältere Autos. 

Erweiterte Elementarschäden - Wer in einer Bergregion oder an einem Hang wohnt, schützt mit dieser Option sein Auto vor einem Schaden durch Lawinen und Muren. Wie sehr sich die Kasko-Versicherung durch diese Klausel verteuert, ist abhängig vom Wohnort. In gefährdeten Regionen schlagen Versicherungen bei den Beiträgen deutlich höher auf als in anderen Regionen. Im Durchschnitt kosteten Tarife mit erweiterter Elementarschadenabdeckung in unserer Studie 2016 gut 28 Prozent mehr. Die Spanne lag bei den von uns getesteten Profilen allerdings zwischen 0 und 45 Prozent. Auffällig ist außerdem, dass nur wenige Anbieter diesen Zusatzschutz überhaupt anbieten. Wer nach einer Versicherung mit Elementarschutz sucht, hat dann oft deutlich weniger Tarife zur Auswahl. 

Neuwert-Entschädigung - Wer ein Neufahrzeug versichert, sollte darauf achten, dass der Anbieter bei einem Totalschaden möglichst lange den Neuwert des Fahrzeugs zahlt. Sehr gut ist es, wenn die Versicherung bis 24 Monate nach Erstzulassung dafür aufkommt. Ansonsten erhalten Sie nur den Zeitwert, der besonders bei Neufahrzeugen sehr schnell sinkt. 

In derselben Finanztip-Erhebung 2016 haben wir uns auch angeschaut, wieviel mehr Tarife mit einer Neupreis-Entschädigung kosten. Im Ergebnis zahlen Sie durchschnittlich 10 Prozent mehr als für Tarife ohne Neupreis-Entschädigung. Schaut man sich hingegen nur die jeweils günstigsten Tarife für unsere Musterprofile an, ergibt sich ein anderes Bild: Dort lag der Aufschlag im Schnitt nur noch bei 1,6 Prozent. 

In den meisten Fällen versichern gute und trotzdem günstige Vollkasko-Tarife eine Neupreis-Entschädigung für mindestens zwölf Monate kostenfrei mit. Wer Wert auf eine längere Neupreisentschädigung legt, sollte gezielt vergleichen.

Schritt 7: Wie können Sie bei der Autoversicherung sparen?

Wie viel die Autoversicherung kostet, hängt davon ab, wie die Anbieter Ihr individuelles Schadensrisiko einschätzen. Die Versicherungen erstellen ein Risikoprofil anhand zahlreicher Informationen, die jeder Kunde angeben muss, wenn er einen Antrag stellt. Bei vielen dieser Angaben können Sie mit der richtigen Einstellung sparen.

Falsche Angaben sollten Sie aber nicht machen. Bei Vorsatz drohen Vertragsstrafen. Melden Sie Ihrer Versicherung außerdem, sobald sich ein Merkmal ändert. Dann berechnet diese den Beitrag neu.

Selbstbeteiligung: Eigenanteil drückt die Prämie

Durch die Selbstbeteiligung (SB) tragen Sie als Versicherter einen kleineren Schaden am Auto selbst. Für die Versicherungsgesellschaft fallen dadurch Verwaltungskosten weg, was sie an ihre Kunden als kleinen Beitragsrabatt weitergibt. 

Für die Teilkasko empfehlen wir 150 Euro Selbstbehalt, da sich das im Durchschnitt für die meisten Autofahrer lohnt, wie unsere Rechnung zeigt. 

Für die Vollkasko wählen die meisten Autofahrer 300 Euro Selbstbehalt. Damit machen sie grundsätzlich nichts falsch. Finanztip hat aber ausgerechnet, dass es sich auch lohnen kann, eine höhere Selbstbeteiligung in der Vollkasko zu vereinbaren.

Halten Sie den Fahrerkreis so klein wie möglich

Der Ehe- oder Lebenspartner ist laut einer Finanztip-Studie mitversichert, ohne dass der Beitrag mehr kostet. Darüber hinaus gilt: Je größer der Fahrerkreis in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkasko-Police ist, desto teurer wird es. In wenigen Fällen lohnt es sich allerdings, den Fahrerkreis möglichst ungenau anzugeben. 

Jährliche Fahrleistung realistisch schätzen

Je länger die gefahrenen Strecken sind, desto größer ist die Gefahr, dass ein Unfall passiert.

Stufen der Fahrleistung in Kilometern

bis 3.000
3.001 - 6.000
6.001 - 9.000
9.001 - 12.000
12.001 - 15.000
15.001 - 20.000
20.001 - 25.000
25.001 - 30.000
ab 30.000

Quelle: Finanztip-Recherche, Stand: 25. September 2018

Im Vergleich zu einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern zahlt ein Fahrer mit 15.000 Kilometern für seine Kfz-Versicherung im Durchschnitt etwa 7 Prozent mehr, bei 25.000 Kilometern beträgt der Beitragsaufschlag im Vergleich zu 10.000 gefahrenen Kilometern im Durchschnitt rund 33 Prozent. Das ergab unsere Merkmalsstudie vom Juli 2018.

Beim Antrag sollten Sie Ihre Fahrleistung deshalb nicht zu hoch, sondern eher vorsichtig schätzen. Viele Versicherer legen die nebenstehende Tabelle für die Kalkulation der Beiträge zugrunde.

Achtung: Falls sich später herausstellt, dass Sie doch mehr als die angegebenen Kilometer fahren, müssen Sie dies Ihrem Versicherer auf jeden Fall melden, sonst drohen möglicherweise Vertragsstrafen.

Beitrag jährlich zahlen

Die jährliche Zahlweise ist mit Abstand günstiger als eine halb- oder vierteljährliche Zahlung. Laut Finanztip-Studie kostet eine monatliche Zahlweise 8,6 Prozent und eine vierteljährliche 7,2 Prozent extra. 3,6 Prozent Aufschlag sind es bei halbjährlicher Zahlung. Einzelne Anbieter schlagen noch mehr drauf. In einem Fall in unserer Studie kostete eine vierteljährliche Überweisung sogar über 18 Prozent mehr.

Es gibt einige Versicherungen, die ihre Tarife nicht mit monatlicher Zahlweise anbieten. Wer dennoch jeden Monat zahlen will, hat weniger Auswahl – einige günstige Angebote tauchen dann nicht in den Vergleichsergebnissen auf. So kosteten die jeweils günstigsten abschließbaren Tarife bei monatlicher Zahlweise in unserer Studie knapp 15 Prozent mehr als die günstigsten Tarife mit jährlicher Zahlweise.

Nutzen Sie Sonderkonditionen für Mitarbeiter bestimmter Firmen

Einige Versicherer bieten Mitarbeitern bestimmter Firmen Sonderkonditionen an. Wenn im Vergleichsportal Ihr Arbeitgeber in der entsprechenden Auswahlliste angezeigt wird, sollten Sie ihn angeben.

Als Fahranfänger über die Eltern versichern

Fahranfänger werden in die ungünstigste Schadenfreiheitsklasse SF 0 eingestuft und zahlen deshalb vergleichsweise hohe Beiträge. Es kann sich daher lohnen, das eigene Auto als Zweitwagen der Eltern anzumelden. Später können Sie die Schadenfreiheitsklasse übertragen lassen.

Telematik kann sich für junge Fahrer lohnen

Bei Telematik-Tarifen beeinflusst das Fahrverhalten, wie viel ein Kunde für die Autoversicherung zahlt. Je umsichtiger er unterwegs ist, desto günstiger ist die Versicherung – einige Anbieter locken mit bis zu 30 Prozent Nachlass. Doch die maximalen Rabatte sind auch beim besten Fahrstil kaum zu erreichen. Denn neben hartem Bremsen, überhöhter Geschwindigkeit und schneller Beschleunigung rechnen Versicherungen häufig auch Faktoren mit ein, die der Autofahrer kaum beeinflussen kann, etwa Nachtfahrten.

Für junge Fahrer kann sich der Telematik-Rabatt trotzdem lohnen: Sind Sie sicher hinter dem Lenkrad, wird ein günstiger Tarif so noch etwas preiswerter. Sie sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass Sie zahlreiche Fahrdaten von sich preisgeben – auch wenn diese anonymisiert ausgewertet werden. Nur wegen Telematik die Versicherung zu wechseln, lohnt sich aber in den seltensten Fällen.

Akzeptieren Sie eine Werkstattbindung

Eine Werkstattbindung bringt bei einer Kaskoversicherung im Durchschnitt fast 10 Prozent Rabatt auf den Beitrag. In der Finanztip-Studie war bei einzelnen Tarifen bis zu 20 Prozent Nachlass möglich. Im Gegenzug verpflichten Sie sich als Versicherungskunde, Ihr Fahrzeug nach einem Kaskoschaden in einer vom Versicherer vorgeschriebenen Werkstatt reparieren zu lassen. Prüfen Sie vor Abschluss der Werkstattbindung, wo die nächste Partnerwerkstatt Ihrer Versicherung ist.

Vorsicht bei Neufahrzeugen: Verwendet die Werkstatt bei der Reparatur keine Original-Ersatzteile, kann die Herstellergarantie verloren gehen. Daher sollten Sie bei Neuwagen gegebenenfalls auf die Werkstattbindung verzichten. Falls das Fahrzeug geleast oder fremdfinanziert ist, zum Beispiel durch eine Autobank, scheidet eine Werkstattbindung meist aus. Leasing- oder Finanzierungsverträge legen normalerweise fest, dass Reparaturen nur in Werkstätten erfolgen dürfen, die der Hersteller autorisiert hat.

Den Schadenfreiheitsrabatt reaktivieren

Wer nach langer Pause wieder ein Auto versichert, kann oft seinen alten Schadenfreiheitsrabatt reaktivieren. Die Frist für die Wiederbelebung fällt bei den Versicherungen unterschiedlich lang aus.

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Warum sollten Sie keine falschen Angaben machen?

Bei Versicherungen gilt grundsätzlich: Sagen Sie die Wahrheit. Falsche Angaben in Versicherungsfragen sind kein Kavaliersdelikt, sondern können Betrug sein. Wer die sogenannten vorvertraglichen Anzeigepflichten verletzt, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Außerdem verlangen viele Versicherungen als Entschädigung einen vollen Jahresbeitrag.

Falsche Angaben können Sie obendrein Ihren aktuellen Versicherungsschutz kosten. Kündigt der Anbieter deswegen die Police oder werden Sie gar wegen Versicherungsbetrugs verurteilt, haben Sie schlechte Chancen, bei anderen Anbietern noch eine Autoversicherung zu bekommen.

Was tun, wenn Sie gar keine Kfz-Versicherung bekommen?

Fahrer, bei denen Versicherungen mit hohen Kosten beziehungsweise häufigen Schäden rechnen, bekommen über Vergleichsportale und Direktversicherer auch gegen einen hohen Beitrag mitunter keinen Kaskoschutz. Das kann ebenfalls passieren, wenn ein besonders teures Autos versichert werden soll.

Schwer zu versichern sind vor allem Fahrzeugtypen, die häufig Schäden haben, etwa Sportwagen. Problematisch kann es auch werden, wenn die Versicherung ihrem Kunden wegen häufiger Schäden oder unrichtiger Angaben gekündigt hat. Manchmal entdeckt in solchen Fällen ein Versicherungsmakler einen Anbieter, der das Risiko dennoch übernimmt – oft allerdings nur gegen einen sehr hohen Beitrag. Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kann helfen, so einen Vermittler zu finden.

So haben wir getestet

Kfz-Versicherungsvergleich 2018
Für unseren Kfz-Versicherungsvergleich 2018 haben wir in der Zeit vom 5. bis 19. September 2018 und vom 8. bis 19. Oktober 2018 jeweils vier Vergleichsportale und die Tarife der Huk24 anhand von je 32 Musterprofilen untersucht. 

Ausschlaggebend für die Vorauswahl der Portale unter insgesamt etwa 40 bei Google gefundenen Vergleichsseiten waren folgende Punkte:

  • die Möglichkeit, dort direkt eine Versicherung abzuschließen,
  • keine Eingabe von persönlichen Daten erforderlich,
  • Relevanz (auf Google unter den einschlägigen Suchbegriffen zu finden),
  • Versicherung wird vom Portal selbst vermittelt,
  • unsere Mindestkriterien für Kfz-Tarife mussten auf den Portalen einstellbar sein oder von diesen für alle Tarife garantiert werden.

Ausschlaggebend für die Vorauswahl des Direktanbieters war:

  • sie sind nicht auf den getesteten Vergleichsportalen gelistet,
  • sie sind online abschließbar,
  • sie sind deutschlandweit abschließbar,
  • sie lieferten für mindestens ein Musterprofil bei dem Makler-Portal Nafi-Auto den günstigsten Preis beziehungsweise sind dort nicht gelistet.

Die 32 Musterprofile orientieren sich an Beispielprofilen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), dem Verband der Versicherungsmathematiker. Außerdem berücksichtigen die Profile

  • eine deutschlandweite Verteilung und damit Abdeckung aller Regionalklassen,
  • die Verteilung des Fahrzeugalters, der zehn wichtigsten Hersteller, Autoklassen und Alter der Fahrzeughalter nach Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes.

Folgende in den Vergleichsportalen anwählbare Mindestkriterien für die Kfz-Tarife haben wir angesetzt:

  • erhöhte Deckungssummen,
  • Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit,
  • Abdeckung von Marderbissen und deren Folgeschäden,
  • auf alle Tiere erweiterte Wildschadendeckung,
  • Mallorca-Police inklusive.

Mit diesen Mindestanforderungen ließen sich eine Reihe von nicht empfehlenswerten Billigtarifen ausschließen. Wenn sich der beste Tarif auf zwei Portalen um weniger als 50 Cent unterschied, haben wir beiden Portalen den ersten Platz zugerechnet. Um besser beurteilen zu können, welches der jeweils beste Preis am Markt ist, haben wir auch das Maklerportal Nafi-Auto für den Preisvergleich herangezogen. Weitere Details zu den Untersuchungskriterien lesen Sie in unserem Testartikel Kfz-Versicherung.

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Finanztip-Chefredakteur
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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen (bis Januar 2018)

Annika Krempel war Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Zuvor hatte sie bereits bei ZDF Wiso, dem RBB und der Stiftung Warentest Erfahrungen als Verbraucherjournalistin gesammelt.

Dirk Eilinghoff

Finanztip-Experte für Bankprodukte

Als Teamleiter Bankprodukte ist Dirk Eilinghoff bei Finanztip für die Themen Geldanlage und Altersvorsorge zuständig. Erfahrungen in diesem Bereich bringt er mit aus seiner Arbeit als selbstständiger Finanz- und Honorarberater. In früheren Jahren leitete der studierte Historiker und Diplom-Kaufmann gemeinnützige Projekte bei der Bertelsmann Stiftung und der Körber-Stiftung.