Strompreise vergleichen

Mit dem Finanztip-Stromrechner einen günstigen Stromtarif finden

Ines Rutschmann
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Der Finanztip-Stromrechner basiert auf Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Sie ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommen. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH: © 2017 CHECK24.de

Für Daten der Verivox GmbH: © Verivox GmbH – www.verivox.de – alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 2017). Das Angebot darf nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Angebots oder der auf diesen Seiten angezeigten Informationen – ganz oder auszugsweise, gleich in welcher Form – und jede Form der kommerziellen Verwendung ist nicht ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Verivox GmbH zulässig.

Schließen Sie über Verivox oder Check24 den Vertrag ab, leiten die Portale den Vertragswechsel ein. Der Abschluss kommt aber in der Regel erst zustande, wenn Sie der gewählte Versorger anschreibt und den Vertrag bestätigt. Ab dann bleiben 14 Tage Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

Nie war Strom so teuer in Deutschland: Rund 30 Cent zahlt ein Haushalt im Schnitt für eine Kilowattstunde. Von Kunde zu Kunde gehen die Strompreise dabei weit auseinander – je nach Verbrauch, Vertrag und Anbieter. 27 bis 28 Cent pro Kilowattstunde zahlen Verbraucher in günstigen Lieferverträgen, bis zu 40 Cent dagegen in teuren Tarifen. Wer den Stromanbieter wechselt, kann aber in vielen Fällen sparen.

Warum ist Strom in Deutschland so teuer?

Nach oben getrieben haben den Strompreis in den vergangenen zehn Jahren vor allem steigende Umlagen und Netzentgelte. Die Umlagen sind zwar zum Jahreswechsel 2019 in Summe gesunken. Dafür sind die Netzentgelte in vielen Regionen zum Jahreswechsel 2019 gestiegen. Die Folge: Mehr als jeder zweite Versorger erhöht Anfang 2019 die Preise oder hat dies bereits getan, berichtet das Vergleichsportals Check24. 

Dies liegt nicht allen an den Netzentgelten sondern auch daran, dass der Stromeinkauf an der Börse für viele Versorger immer teurer wird. Je nachdem, wie langfristig sich ein Versorger mit niedrigen Einkaufspreisen abgesichert hat, kann er Sie aber günstiger beliefern als ein anderes Unternehmen.

Wenn Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Stromverbrauch eingeben, erhalten wir von den Vergleichsportalen Verivox und Check24 die günstigsten Tarife an Ihrem Wohnort. Aus der Ergebnisliste entfernen wir Tarife, die nicht unseren strengen Finanztip-Kriterien entsprechen, damit Sie nur verbraucherfreundliche Angebote sehen. Wir zeigen keine Tarife von Firmen, die Behörden oder Verbraucherschützern negativ aufgefallen sind.

Darüber hinaus filtern wir aus der Ergebnisliste Tarife, die dauerhaft teuer sind und nur durch eine Bonuszahlung im ersten Jahr günstig wirken. Wollen Sie dennoch von einmaligen Boni profitieren, klicken Sie auf die Einstellung „jedes Jahr“ bei der Frage, wie oft Sie den Tarif wechseln wollen. Dann sollten Sie aber auch bereit sein, jedes Jahr einen neuen Vertrag abzuschließen.

Verbraucherfreundlichen Stromrechner entwickelt

Rund 800 Unternehmen versorgen Haushalte in Deutschland mit Strom. Die meisten davon bieten mehrere Tarife an. Diese Fülle überblicken Sie mit Vergleichsportalen im Internet, die die Tarife der Stromanbieter in Sekundenschnelle vergleichen und das beste Angebot finden. Doch mittlerweile ist selbst die Auswahl eines geeigneten Stromrechners nicht mehr einfach: Sie haben die Wahl zwischen mehr als einem Dutzend Vergleichsseiten.

Die Vergleichsrechner bieten an sich einen guten Überblick über die Stromtarife. Das Problem für den Verbraucher ist, diese so einzustellen, dass er einen verbraucherfreundlichen Tarif erhält. Wenn Sie eines der Portale so nutzen, wie es voreingestellt ist, entspricht das nicht den strengen Finanztip-Kriterien. Das ergaben unsere Untersuchungen in den Jahren 2014 und 2015.

Dabei sind gute Voreinstellungen beim Stromvergleich sehr wichtig, weil jede Anpassung aufwendig sein kann. Es passiert leicht, dass Nutzer Häkchen, Punkte und Aufklappmenüs übersehen. Wenn diese nicht von vornherein vorteilhaft eingestellt sind, könnten Wechselwillige aus Versehen Tarife abschließen, die auf längere Sicht unvorteilhaft sind.

Deshalb hat Finanztip Ende 2016 einen eigenen Stromrechner entwickelt. Er zeichnet sich durch strenge Vorgaben, eine einfache Bedienung und ein breites Angebot an günstigen Tarifen aus.

So funktioniert der Finanztip-Stromvergleich: 1. Die Voreinstellung

Den Finanztip-Stromrechner zu bedienen, ist kinderleicht. Zwei Angaben sind notwendig: die Postleitzahl und der Stromverbrauch. Eine dritte Einstellung können Sie vornehmen, wenn Sie wollen: Sie können sich Tarife anzeigen lassen, die einen Neukundenbonus berücksichtigen oder eben nicht. Treffen Sie keine Wahl, gilt die Voreinstellung des Rechners – er zeigt dann nur Angebote, die auch ohne Bonuszahlung geringe Kosten im ersten Vertragsjahr aufweisen. Meist handelt es sich dabei um Tarife, die ohnehin keinen Bonus beinhalten; in machen Fällen kann ein kleiner Bonus enthalten sein.

Viele Stromanbieter nutzen Bonuszahlungen für Neukunden als Köder. Die meisten Vergleichsportale berücksichtigten solche Bonuszahlungen standardmäßig für die Reihenfolge der Ergebnisse. Ändert der Nutzer die Voreinstellung nicht, erscheinen Angebote oben in der Ergebnisliste, die wegen des Bonus im ersten Jahr günstig sind. Wer es versäumt zu kündigen, zahlt ab dem zweiten Jahr deutlich mehr. Oft erhöhen die Versorger im zweiten Jahr sogar noch die Tarife kräftig. Denn viele der günstigen Bonustarife sind nicht kostendeckend kalkuliert, haben wir in einer Untersuchung festgestellt. Das bedeutet: Nach dem ersten Vertragsjahr ist der Versorger bestrebt, seine Unkosten wieder reinzuholen. Dies kann auch dazu führen, dass ein Bonustarif im zweiten Vertragsjahr teurer ist als der Grundversorgungstarif.

Aus diesem Grund fragt der Finanztip-Stromrechner ab, ob Sie jedes Jahr den Stromanbieter wechseln möchten oder möglichst nur einmal. Wenn Sie einmal wechseln und dann erstmal Ihre Ruhe haben wollen, ist es sinnvoll, die Stromtarife ohne Neukundenbonus und Sofortbonus zu vergleichen. Genau das macht unser Stromrechner bei der entsprechenden Angabe und empfiehlt dann Stromtarife, die wahrscheinlich mehrere Jahre günstig sind.

Trotzdem kann es passieren, dass unser Rechner auch einen Tarif ohne Bonuszahlung anzeigt, der so niedrige Preise aufweist, dass der Versorger damit seine Kosten nicht decken kann. Dann erhöht er die Preise nach Ablauf der Preisgarantie vermutlich deutlich. Aber: Darüber muss er Sie informieren und Ihnen steht dann ein Sonderkündigungsrecht zu. 

Geben Sie von vornherein an, jedes Jahr den Anbieter wechseln zu wollen, berücksichtigt unser Rechner alle Boni bei der Anzeige der jährlichen Kosten. Dann sind deutlich höhere Ersparnisse möglich als mit Tarifen ohne einen oder mehrere Bonuszahlungen. Allerdings sollten Sie Jahr für Jahr rechtzeitig daran denken, erneut den Anbieter zu wechseln. Vergessen Sie dies, können Sie sich leicht in einem teuren Tarif wiederfinden.

Schritt 2: Postleitzahl und Stromverbrauch eingeben

Wenn Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Stromverbrauch in den Rechner eingeben, übermittelt dieser die Daten an die Vergleichsportale Verivox und Check24. Jedes Portal schickt dann mindestens die 50 günstigsten Stromtarife an Ihrem Wohnort an unseren Rechner zurück.

Sowohl Verivox als auch Check24 führen Listen mit Versorgern, deren Angebote die Portale nicht zeigen – entweder, weil der Versorger seine Angebote nicht über die Portale anzeigen lassen will oder weil die Portale aus bestimmte Tarife nicht anzeigen wollen. Finanztip pflegt ebenfalls eine Liste: Wir schließen darüber unseriöse Angebote aus oder Angebote von Firmen, deren Zukunft unsicher erscheint. So zeigt unser Rechner keine Tarife von Firmen, gegen die eine Klage einer Verbraucherzentrale läuft, gegen die die Bundesnetzagentur ein Aufsichtsverfahren eingeleitet (mit Ausnahme von Bilanzkreisverstößen) oder ein Bußgeld verhängt hat oder die nicht den Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes entsprechen. Hat ein Versorger Insolvenz angemeldet, nehmen wir seine Tarife so lange aus dem Rechner, bis die Zukunft des Unternehmens als gesichert gilt.

Aus der von Verivox und Check24 übermittelten Liste entfernt der Rechner zudem automatisch Tarife mit folgenden Merkmalen:

  1. Tarife mit Vorkasse oder Kaution sowie
  2. Pakettarife.

Bei Tarifen mit diesen Kennzeichen setzen sich Verbraucher dem Risiko von erheblich höheren Kosten aus. Wer in Vorkasse geht oder eine Kaution zahlt, hat das Nachsehen, wenn der Anbieter Bankrott anmeldet. So verloren beispielsweise Tausende Kunden der Stromdiscounter Teldafax und Flexstrom ihre Vorauszahlungen nach den spektakulären Pleiten der Firmen in den Jahren 2011 und 2013. In den letzten Untersuchungen von Finanztip haben alle getesteten Vergleichsportale Vorkasse-Tarife standardmäßig ausgeschaltet. Auch der Finanztip-Stromvergleich berücksichtigt ausschließlich Stromtarife mit monatlichen Abschlagszahlungen, bei denen das finanzielle Risiko gering ist.

Bei Pakettarifen zahlt ein Kunde mehr als nötig, wenn der Stromverbrauch von der vereinbarten Menge abweicht. Der Stromverbrauch hängt aber von vielen Faktoren ab und lässt sich nicht immer exakt prognostizieren. Ruft der Verbraucher die Liefermenge nicht ab, zahlt er umsonst für die nicht genutzte Energie. Benötigt er dagegen mehr Strom als vereinbart, lässt sich dies der Versorger gewöhnlich teuer bezahlen.

Schritt 3: Weitere Einstellungen gegen problematische Angebote

Die verbleibenden Tarife filtert der Finanztip-Rechner nach weiteren Kriterien. Denn unsere Untersuchungen in der Vergangenheit haben gezeigt, dass bestimmte Einstellungen beim Stromvergleich problematische Tarife im Normalfall ausschließen. Unsere Kriterien sind:

  1. Preisgarantie auf alle Preiskomponenten oder zumindest auf die Kosten für Erzeugung und Netznutzung (also ohne Steuern, Umlagen und Abgaben) von mindestens zwölf Monaten,
  2. Vertragsbindung/Erstlaufzeit höchstens zwölf Monate,
  3. Vertragsverlängerung/Anschlusslaufzeit maximal einen Monat, wer „einmalig“ wechseln will, und maximal zwölf Monate, wer „jedes Jahr“ wechseln will,
  4. Kündigungsfrist von maximal sechs Wochen.

Tarife, die unseren Kriterien entsprechen, erscheinen in der Empfehlungsliste. Wenn Sie sich weitere Tarife anzeigen lassen möchten, die wir aber nicht empfehlen, klicken Sie auf den Reiter „Weitere Angebote“. In beiden Listen finden sich sowohl Tarife für konventionellen Strom als auch für Ökostrom. Wollen Sie sich nur Ökostrom-Tarife anzeigen lassen, können Sie dies in der Eingabemaske ankreuzen.

Der Finanztip-Stromrechner präsentiert ausschließlich die für Sie geeigneten Stromtarife. Auf Kundenrezensionen verzichten wir. Denn diese spiegeln nur bedingt, ob ein Versorger in jeder Frage einen guten Service bietet. Häufig bewerten Kunden den neu gewählten Versorger nach dem Vertragswechsel – ohne zu wissen, ob er auch pünktlich und richtig abrechnet oder alle Vertragsbedingungen einhält. In der Vergangenheit haben Stromanbieter auch Belohnungen versprochen, damit Kunden sie bewerten. Das kann die Note beeinflussen, die die Kunden vergeben.

Schritt 4: Ersparnis berechnen lassen

Bei den empfohlenen Angeboten sehen Sie zunächst den Preis für eine einjährige Stromlieferung. Wollen Sie diesen Preis mit dem aus Ihrem aktuellen Vertrag vergleichen und eine mögliche Ersparnis ermitteln, benötigt der Finanztip-Rechner eine weitere Angabe: die Höhe Ihres monatlichen Abschlags oder die Gebühr aus der jüngsten Jahresrechnung.

Wichtig ist dabei auch, die Verbrauchsmenge möglichst genau anzugeben. Wer seinen Stromverbrauch nicht kennt und daher die Anzahl der Haushaltsmitglieder angibt, sollte sich bewusst sein, dass er den Stromverbrauch nur näherungsweise erfasst. Liegt Ihr tatsächlicher Verbrauch über oder unter der im Rechner angegebenen Zahl, ermittelt der Rechner einen zu hohen oder niedrigen Rechnungsbetrag beim neuen Versorger und vergleicht dann diese Kosten mit Ihren aktuellen.

Je genauer alle Daten sind, desto exakter ist natürlich die Berechnung. Wer scharf rechnet, suche am besten seine letzte Jahresabrechnung heraus und entnehme dieser sowohl den genauen Stromverbrauch als auch die Rechnungssumme. 

Bei der Gegenüberstellung der Kosten des neuen Vertrags mit den bisherigen bezieht unser Rechner versprochene Bonuszahlungen mit ein, auch wenn ein Versorger in seinen Bedingungen festlegt, einen bestimmten Bonus erst nach Ablauf eines Jahres zu zahlen.

Schritt 5: Stromtarif abschließen

Sagt Ihnen ein Tarif zu, können Sie ihn zumeist online abschließen. Check24 und Verivox sind als Makler tätig und vermitteln zwischen Kunden und Versorgern. Wenn Sie diesen Dienst in Anspruch nehmen wollen, dann klicken Sie auf den entsprechenden Link im gewählten Angebot. Er führt Sie auf die Seite des entsprechenden Portals.

In der Regel können Sie natürlich auch den gewählten Tarif auf der Seite des Anbieters aufrufen und dort den Vertrag eingehen. Die Konditionen können sich dann aber von denen bei Check24 und Verivox unterscheiden.

Unser Rechner zeigt darüber hinaus auch Tarife, die Sie nicht direkt über ihn und die beiden Portale abschließen können. In diesen Fällen müssen Sie sich direkt an den Anbieter wenden. Die in unserem Rechner angezeigten Preise sollten dann identisch mit denen auf der Seite des Versorger sein. Grundsätzlich gibt es einen Vorteil, wenn Ihnen die Portale einen Tarif vermitteln: Haben Sie nach Vertragsschluss ein Problem mit dem Stromversorger, helfen Ihnen Verivox und Check24, es zu lösen.

Von einem Vertriebsweg raten wir dagegen ab: Wenn ein Versorger Sie anruft oder Sie besucht und mit Ihnen direkt einen Vertrag schließen will. Lassen Sie sich dann lediglich Unterlagen schicken oder überreichen und vergleichen Sie die beworbenen Tarife anschließend mit anderen, ehe Sie ein Angebot annehmen.

Beim Telefonvertrieb von Stromtarifen gilt zudem, dass Sie dazu Ihre Einwilligung gegeben haben müssen. Andernfalls ist ein Vertragsabschluss unwirksam, hat das Landgericht München I in zwei Urteilen 2017 entschieden (Az. 37 O 5551/17 und Az. 33 O 5550/17).

Ergebnisse früherer Finanztip-Untersuchungen zum Stromvergleich

Autor
Ines Rutschmann

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