Handytarife vergleichen

Mit Finanztip schnell und einfach den besten Handytarif finden

Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Stand: 01. Oktober 2020
Das Wichtigste in Kürze
  • Je nachdem, wie häufig Sie zum Handy greifen, lohnt sich einer von drei Handytarif-Typen für Sie am meisten: Allnet-Flats, Pakettarife oder Prepaid-Tarife.
  • Wir helfen Ihnen, den richtigen Vertrag zu finden: mit ausreichend Datenvolumen und Gesprächsminuten bei einer möglichst kurzen Vertragslaufzeit. Und das alles natürlich im richtigen Netz.
  • Bei Kombiangeboten müssen Sie sich schon ziemlich gut auskennen, um am Ende nicht draufzuzahlen. Meist ist es günstiger, Smartphone und Handytarif einzeln zu kaufen.
Die Finanztip-Empfehlungen für ...
  • Vieltelefonierer im O2-Netz: Blau Allnet L (8 Euro im Monat).
  • Vieltelefonierer im D-Netz: Lidl Connect Smart S (Vodafone-Netz) für monatlich rund 8,70 Euro; Smart S von Norma (Telekom-Netz) für rund 8,70 Euro im Monat.
  • sparsame Handynutzer im D-Netz: Prepaid Basic von Ja! Mobil - Rewe (Telekom-Netz) für 5,40 Euro im Monat; Smart XS von Lidl Connect (Vodafone-Netz) für knapp 5,40 Euro im Monat.
  • Wenn Sie gern und viel telefonieren, lohnt sich eine Allnet-Flat. Falls Sie nur selten zum Handy greifen, sparen Sie mit einem Prepaid-Tarif. Wollen Sie die Handytarife lieber selbst vergleichen, können Sie mit unserem Handy-Tarifrechner aus den besten Angeboten wählen.

Zum Handyrechner

Wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020 um 3 Prozent gesenkt. Leider gehen Mobilfunkanbieter damit unterschiedlich um. Einige senken ihre Preise, andere geben bei der nächsten Rechnung einen Ausgleichbetrag. Im folgenden Ratgeber finden Sie die Preise daher mit vollen 19 Prozent Mehrwertsteuer. So bleiben die Angebote besser vergleichbar. Bis zum 31. Dezember zahlen Sie für Ihren Handyvertrag aber 3 Prozent weniger.

Wer einfach in einen Handyladen spaziert, um einen Mobilfunktarif abzuschließen, zahlt mehr als ein Online-Kunde. Denn ein guter Mobilfunk-Händler berät seinen Kunden, damit dieser unter Hunderten Handytarifen einen passenden für sich findet. Diese Beratung kostet natürlich Geld – meistens enthalten in etwas höheren Grundgebühren

Online sind Handytarife oft günstiger zu haben. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass es schier unmöglich scheint, alle Tarife selbst zu vergleichen und den günstigsten zu finden. Außerdem sind die Tarifdetails oft kompliziert. Um den Durchblick zu behalten, gibt es Vergleichsrechner im Internet, die in wenigen Sekunden Tausende Mobiltarife durchstöbern. Besonders verbraucherfreundlich ist der Handyrechner von Finanztip.

Mit dem Handyrechner von Finanztip finden Sie den richtigen Tarif

Welche Netzanbieter bevorzugst Du?

Wir haben die Netze nach ihrer durchschnittlichen Leistungsfähigkeit sortiert. Die Netzqualität unterscheidet sich lokal. Prüfe die Abdeckung an Orten, wo Du Dich häufig aufhältst.

Was ist Dir wichtiger: Flexibilität oder Preis?

Eine kürzere Vertragslaufzeit kann die Kosten etwas erhöhen. Prepaid-Karten eignen sich etwa für Kinder.

Wie viele Minuten telefonierst Du monatlich?
Allnet-Flat

Hinweis: Finanztip empfiehlt eine Allnet-Flat ab etwa 250 Minuten.

Wie viel Datenvolumen benötigst Du?
LTE / 4G

Hinweis: Für Smartphones empfiehlt Finanztip grundsätzlich LTE.

Der Finanztip-Handy-Tarifrechner basiert auf Daten des Dienstleisters Tariffuxx aus Fuchstal (Bayern), da der Dienstleister in unserem Vergleich gut abgeschnitten hat. Diese Daten filtern wir mit unseren Parametern so, dass Du ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst.

Die Auswahl der angebotenen Tarife erhebt keinen Anspruch auf einen vollständigen Marktüberblick. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir ebenfalls keine Haftung.

Wie wir aus mehreren Tests mit Nutzern wissen, können Vergleichsportale für Handytarife leicht überfordern. Wer mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten konfrontiert ist, trifft schnell die falsche Wahl. Deshalb hat Finanztip einen eigenen Vergleichsrechner für Handytarife entwickelt. Dabei haben wir konsequent darauf geachtet, dass Nutzer auch ohne Profiwissen zu einem guten Ergebnis gelangen.

Worauf kommt es bei einem günstigen Handytarif an?

Mit vier einfachen Entscheidungen kommen Sie zum passenden Mobilfunktarif.

Der Handyempfang hängt vom richtigen Netz ab

Leiden Sie unter chronisch schlechtem Empfang, müssen Sie wahrscheinlich Ihr Handynetz wechseln. Gerade auf dem Land sind die Netze der Telekom (D1) und von Vodafone (D2) besser als das von Telefònica (O2-Netz). Welches Netz vor Ort am besten ausgebaut ist, kann regional jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.

Das Handynetz stimmt bei Ihrem Vertrag nicht? Kündigen Sie ihn – Mit dem Musterschreiben von Finanztip.

Zum Download

Auch jeder Discounter und Drittanbieter in Deutschland nutzt eines der drei Handynetze. Ob Sie mit Congstar oder Telekom telefonieren, mit Aldi-Talk oder O2 surfen, mit Lidl-Connect oder Vodafone, macht nur in Ausnahmefällen einen merklichen Unterschied. Wenn Sie unsicher sind, welches Netz das richtige für Sie ist: Wir haben alle wichtigen Details in unserem Ratgeber über Netzqualität zusammengefasst.

Mehr Freiheit mit flexibler Vertragslaufzeit

Am geläufigsten sind Mobilfunktarife mit Prepaid-Karten, mit einmonatiger Kündigungsfrist und Verträge mit bis zu 24 Monaten Laufzeit. Prepaid-Tarife sind so flexibel wie monatlich kündbare Handyverträge und ermöglichen darüber hinaus eine höhere Kontrolle über die Telefonkosten. Dadurch sind Prepaid-Tarife besonders für Kinder und Gelegenheitsnutzer geeignet. Wer mal einen Monat auf das Handy verzichtet, muss beim Prepaid auch nichts dafür zahlen.

Flexible Verträge eignen sich für Schnäppchenjäger und für Wechsler, die noch nicht sicher sind, ob sie mit dem neuen Anbieter zufrieden sein werden – sei es wegen Netzempfang oder Service. Auch wenn sich der Bedarf an Telefonminuten oder Datenvolumen ändert, können Handybesitzer bei flexiblen Verträgen leicht den Tarif wechseln. Kurze Laufzeiten gibt es in der Regel nur bei Handytarifen ohne Handy.

Wenn Sie genau wissen, wie oft Sie zum Handy greifen, können Sie auch einen Handytarif mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten abschließen. Tarife mit Vertragsbindung können ein bisschen günstiger sein als flexible Angebote. Außerdem laufen die meisten Handyverträge mit Handy über zwei Jahre.

Was heißt „lange telefonieren“, was „viel surfen“?

Wenn Sie sich auch mal am Handy festquatschen und eher länger als drei, vier Stunden im Monat telefonieren, dann lohnt sich eine Allnet-Flat. Auch SMS gehören in der Regel in die Allnet-Flat. Falls Sie noch regelmäßig diese Kurznachrichten schreiben, raten wir zur Flatrate. Damit wissen Sie im Vorfeld genau, welche Kosten auf Sie zukommen.

Allnet-Flats sind ganz klar auf dem Vormarsch. Gerade Tarife mit größerem Datenvolumen gibt es nur noch selten überhaupt ohne Allnet-Flatrate. Doch wenn Sie weniger als 200 Minuten telefonieren, finden Sie ab und an auch noch Mobilfunktarife mit inklusiven Freiminuten.

Lassen Sie das Handy hingegen so manchen Monat ganz liegen, empfehlen wir einen günstigen Handytarif, bei dem Sie pro Minute zahlen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schauen Sie sich einfach Ihre letzten Telefonrechnungen an. Dort sind Telefondauer und SMS-Anzahl aufgeführt.

Um einen eventuellen Bonus für die Rufnummernmitnahme zu berechnen, geht unser Rechner davon aus, dass Sie Ihre Handynummer behalten wollen und zum neuen Anbieter mitnehmen.

Mit voller Fahrt auf der Datenautobahn

Der durchschnittliche Datenverbrauch in Deutschland beträgt etwa drei Gigabyte (GB). Auch wenn Sie mal einen Monat etwas mehr im Internet surfen, reichen vier Gigabyte normalerweise aus. Intensivnutzer mit Musik- und Videostreaming sollten mit fünf GB aufwärts rechnen. Nur wer sehr selten ins mobile Internet geht, sollte dabei auf LTE verzichten. Denn LTE bietet eine schnellere Internetverbindung und einen besseren Handyempfang.

Wer einen Handytarif für sein Tablet oder Surfstick sucht, kann leicht auf das Telefonieren verzichten. Doch sind normale Handytarife meist sogar günstiger als reine Datentarife.

Der monatliche Verbrauch des Datenvolumen steht nicht auf allen Handyrechnungen. Es gibt aber Apps, die das Surfvolumen anzeigen. Und viele Mobil-Betriebssysteme bieten diese Funktion sogar ohne Zusatzsoftware: Unter Android 8 mit Samsung-Oberfläche finden Sie die Information beispielsweise unter Einstellungen → Verbindungen → Datennutzung; iPhones mit iOS 12 zeigen den Datenverbrauch eines längeren Zeitraums unter Einstellungen → mobiles Netz.

Sonderfall Datenautomatik

Manche Tarife besitzen eine Datenautomatik. Vor allem bei sehr günstigen Handytarifen bucht der Anbieter automatisch kostenpflichtiges Datenvolumen nach, sobald der Nutzer sein Kontingent verbraucht hat. Meistens werden bis zu dreimal 2 Euro fällig für je 200 MB. Das ist fast immer zu teuer. 

Handytarife mit Datenautomatik eignen sich daher nur, wenn Sie Ihr Surfverhalten gut abschätzen können. Oder wenn das enthaltene Datenvolumen so großzügig ist, dass Sie nicht Gefahr laufen, es zu überschreiten. Deshalb berücksichtigt unser Handy-Tarifrechner nur abschaltbare Datenautomatiken oder solche, deren Volumengrenze mindestens ein Gigabyte über dem angegebenen Surfvolumen liegt.

Was sind die Finanztip-Kriterien für gute Handytarife?

Der Finanztip-Mobilfunkrechner bezieht seine Daten vom Dienstleister Tariffuxx. Dieser hat in unserem letzten Vergleich gut abgeschnitten und wurde zusammen mit Verivox und handytarife.de eine Finanztip-Empfehlung.

Die Tarifdaten filtert unser Rechner nach den Finanztip-Kriterien. So sortieren wir Handytarife mit überzogenen SMS-Preisen von mehr als 19 Cent aus. Außerdem ergänzen wir die Tarifdaten um redaktionelle Kommentare, um auf Besonderheiten hinzuweisen. Dazu zählt etwa eine ansteigende Grundgebühr, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Neben der Grundgebühr sollten Sie auf den Anschlusspreis achten, der zu Beginn des Vertrags einmalig anfällt. In manchen Fällen können Sie einmalige Kosten zurückholen, zum Beispiel mit einer SMS mit einem bestimmten Text oder in der App des Mobilfunkanbieter.

Bei einigen Tarifen müssen Sie eine zusätzliche Option abschließen, zum Beispiel eine Surf-Flat-Option für Datenvolumen. Dies ist besonders bei Prepaid-Tarifen sehr verbreitet. Falls dies nötig ist, weisen wir im Tarifnamen darauf hin.

Bei unübersichtlichen Angeboten kann es leicht passieren, dass Sie bei der Kombination verschiedener Optionen einen falschen Haken setzen und eine unerwünschte Zusatzoption abschließen. Achten Sie beim Ausfüllen der Formulare daher auf vermeintlich kostenlose Extras.

Einige Optionstarife schließt der Finanztip-Handyrechner aus, zum Beispiel, weil Sie zu viele Optionen auswählen müssen. Dazu zählt der „Wie ich will“-Tarif von Congstar. Dabei folgen wir dem Leitmotiv: Je mehr Optionen ein Tarif hat, desto schneller verliert man die Übersicht.

Mehr Transparenz durch Telekommunikations-Verordnung

Seit dem 1. Juni 2017 müssen Telekommunikations-Anbieter ihren Kunden ein Formblatt aushändigen, auf dem alle wichtigen Vertragsdaten über einen neu abgeschlossenen Handy- oder Festnetztarif stehen. Im „Produktinformationsblatt“ finden Sie die wichtigsten Kosten und Leistungen im Überblick.

Welcher Handytarif passt zu mir?

Allnet-Flats sind momentan schwer angesagt. Zum Pauschalpreis von weniger als 10 Euro rufen Sie damit unbegrenzt in allen Handynetzen sowie auf dem Festnetz an und können je nach Tarif auch unendlich viele SMS verschicken. Doch nicht für jeden ist ein Pauschaltarif die billigste Tarifart. Für einige Nutzer sind variable Konditionen günstiger; für andere wiederum Tarife mit Inklusiv-Einheiten (Minuten, SMS und MB), auch Pakettarife genannt.

Wenn Sie nicht all zu tief in die unterschiedlichen Tarifformen eintauchen möchten, können Sie sich auch einem der Finanztip-Nutzertypen anschließen. Die Redaktion sucht regelmäßig verbraucherfreundliche Handytarife nach den Finanztip-Kriterien raus, die für die meisten Handynutzer eine gute Wahl sind.

Die Finanztip-Empfehlungen für ...

  • Vieltelefonierer im O2-Netz: Blau Allnet L (8 Euro im Monat).
  • Vieltelefonierer im D-Netz: Lidl Connect Smart S (Vodafone-Netz) für monatlich rund 8,70 Euro; Smart S von Norma (Telekom-Netz) für rund 8,70 Euro im Monat.
  • sparsame Handynutzer im D-Netz: Prepaid Basic von Ja! Mobil - Rewe (Telekom-Netz) für 5,40 Euro im Monat; Smart XS von Lidl Connect (Vodafone-Netz) für knapp 5,40 Euro im Monat.

Handytarif-Arten und für wen sie sich lohnen

Handytarif

Beschreibung

Lohnt sich für wen?

Wo gibt es

mehr Infos?

Prepaid-Tarife (ohne Grundgebühr)

Abrechnung pro Minute, SMS und Datenmenge   Gelegenheitsnutzer, die das mobile Internet kaum benötigenPrepaid-Tarife
Billig telefonieren
Pakettarif

Freiminuten, Frei-SMS und begrenzte Daten-Flat; danach Abrechnung pro Minute, SMS und Datendrossel

Wenigtelefonierer, die gern im Internet surfenLTE-Tarife
Günstige Handyverträge
Allnet-Flat

Umfangreiche Grundgebühr; Anrufe und SMS in alle Netze und Daten-Flatrate inklusive

Rundum-sorglos-Paket und für Vieltelefonierer

Allnet-Flat,

LTE-Tarife

Quelle: Finanztip (Stand: Mai 2020)

Ein Smartphone günstig anschaffen

Die meisten günstigen Handytarife gibt es ohne Handy. Sie enthalten also nur eine Sim-Karte, ein Smartphone müssen Sie selbst kaufen. Ein Handytarif mit Handy lohnt sich nur, wenn das alte Smartphone ausgedient hat. Und in vielen Fällen ist es günstiger, wenn Sie Handy und Tarif einzeln kaufen.

Mehr dazu im Ratgeber Handy kaufen

  • Besonders bei neuen Smartphones lohnt sich ein Preisvergleich.
  • Preisvergleich: Idealo, billiger.de, Geizhals

Zum Ratgeber

Video: Lohnen sich Handyverträge mit Smartphone?

Ergebnisse früherer Finanztip-Untersuchungen

Autor
Arne Düsterhöft
& Co-Autor
Daniel Pöhler

Stand: 01. Oktober 2020


* Was der Stern bedeutet:

Wir wollen mit unseren Empfehlungen möglichst vielen Menschen helfen, ihre Finanzen selber zu machen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Netz verfügbar. Wir finanzieren unsere aufwändige Arbeit mit sogenannten Affiliate Links. Diese Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*).

Bei Finanztip handhaben wir Affiliate Links aber anders als andere Websites. Wir verlinken ausschließlich auf Produkte, die vorher von unserer unabhängigen Experten-Redaktion empfohlen wurden. Nur dann kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Geld bekommen wir, wenn Du auf einen solchen Link klickst oder beim Anbieter einen Vertrag abschließt.

Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Verbraucher ist.

Mehr Informationen über unsere Arbeitsweise findest Du auf unserer Über-uns-Seite.