Handytarife vergleichen

Mit unserem Vergleichsrechner günstige Handytarife finden

Das Wichtigste in Kürze

  • Handyverträge mit Gerät lohnen sich nur selten. Meist ist es besser, das Smartphone im Handel zu kaufen und den Handytarif separat abzuschließen.
  • Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Handytarifen: Allnet-Flat mit pauschaler Grundgebühr, Pakettarife mit Inklusiv-Einheiten und variable Tarife ohne feste Kosten (Prepaid).
  • Der Preis eines Handytarifs hängt von der Qualität des Handynetzes ab. Telekom und Vodafone sind tendenziell gut und teuer. Telefónica (O2-Netz) ist okay und billig.
  • Im Schnitt braucht ein Smartphone-Nutzer 1,6 Gigabyte im Monat. Der Datenverbrauch kann allerdings stark schwanken. Rechnen Sie mit genügend Puffer. Nur wer das Internet sehr selten nutzt, sollte auf LTE verzichten.
  • Der Finanztip-Handyrechner filtert die Handytarife nach strengen Kriterien. Wir geben außerdem redaktionelle Hinweise.
  • Für den Rechner verwenden wir die Daten des Dienstleisters Tariffuxx.

So gehen Sie vor

  • Wer regelmäßig mehr als etwa drei Stunden im Monat mit dem Handy telefoniert, für den lohnt sich eine Allnet-Flat. Die besten Tarife finden Sie im Ratgeber Allnet-Flat oder mit unserem Handy-Tarifrechner.
  • Telefonieren Sie regelmäßig weniger als 200 Minuten mobil, rechnet sich oft ein Tarif mit Inklusiv-Einheiten. Den passenden Tarif finden Sie mit unserem Vergleichsrechner.
  • Für Gelegenheitsnutzer sind variable Tarife ohne Grundgebühr oder Prepaid-Karten das Richtige. Empfehlenswerte Angebote finden Sie im Ratgeber Prepaid-Karte und unter dem Stichwort Billig telefonieren oder ebenfalls mit unserem Handyrechner.

Wer einfach in einen Handyladen spaziert, um einen Mobilfunktarif abzuschließen, zahlt mehr als ein Online-Kunde. Denn ein guter Mobilfunk-Händler berät seinen Kunden, damit dieser unter Hunderten Handytarifen einen passenden für sich findet. Diese Beratung kostet natürlich Geld – meistens enthalten in etwas höheren Grundgebühren. 

Online sind Handytarife oft günstiger zu haben. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass es schier unmöglich scheint, alle Tarife selbst zu vergleichen und den günstigsten zu finden. Außerdem sind die Tarifdetails oft kompliziert. 

Um den Durchblick zu behalten, gibt es Vergleichsrechner im Internet, die in wenigen Sekunden Tausende Mobiltarife durchstöbern. Besonders verbraucherfreundlich ist der Handy-Tarifrechner von Finanztip.

Was macht den Finanztip-Rechner besonders?

Wie wir aus mehreren Tests mit Nutzern wissen, können Vergleichsportale für Handytarife leicht überfordern. Wer mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten konfrontiert ist, trifft schnell die falsche Wahl. Deshalb hat Finanztip einen eigenen Vergleichsrechner für Handytarife entwickelt. Dabei haben wir konsequent darauf geachtet, dass Nutzer auch ohne Profiwissen zu einem guten Ergebnis gelangen.

Diese Daten nutzt Finanztip

Wir greifen auf die Daten des Dienstleisters Tariffuxx zurück, den wir zuvor auf Herz und Nieren geprüft haben. Beachten Sie, dass es noch weitere geeignete Vergleichsrechner für Handytarife im Internet gibt. Wenn Sie möglichst viele Mobilfunktarife vergleichen wollen, kann es sich lohnen, mehrere Vergleichsportale zu nutzen. Damit wird die Suche aber auch unübersichtlicher.

Worauf kommt es bei einem günstigen Handytarif an?

In vier einfachen Schritten kommen Sie mit dem Finanztip-Handyrechner zum passenden Mobilfunktarif.

Der Handyempfang hängt vom richtigen Netz ab

Leiden Sie unter chronisch schlechtem Empfang, müssen Sie wahrscheinlich Ihr Handynetz wechseln. Gerade auf dem Land sind die Netze der Telekom (D1) und von Vodafone (D2) besser als das von Telefònica (O2-Netz). Welches Netz vor Ort am besten ausgebaut ist, kann regional jedoch sehr unterschiedlich ausfallen.

Auch jeder Discounter und Drittanbieter in Deutschland nutzt eines der drei Handynetze. Ob Sie mit Congstar oder Telekom telefonieren, mit Aldi-Talk oder O2 surfen, mit Lidl-Connect oder Vodafone, macht nur in Ausnahmefällen einen merklichen Unterschied. Wenn Sie unsicher sind, welches Netz das richtige für Sie ist: Wir haben alle wichtigen Details in unserem Ratgeber über Netzqualität zusammengefasst.

Gutes Netz oder günstiges Netz
Wollen Sie alle Netzanbieter berücksichtigen oder bestimmte ausschließen?
Telekom
gut, teuer
Vodafone
ganz gut, relativ günstig
O2
E-Plus
ok, günstig

Mehr Freiheit mit flexibler Vertragslaufzeit

Am geläufigsten sind Mobilfunktarife mit Prepaid-Karten, mit einmonatiger Kündigungsfrist und Verträge mit bis zu 24 Monaten Laufzeit. Prepaid-Tarife sind so flexibel wie monatlich kündbare Handyverträge und ermöglichen darüber hinaus eine höhere Kontrolle über die Telefonkosten. Dadurch sind Prepaid-Tarife besonders für Kinder und Gelegenheitsnutzer geeignet. Wer mal einen Monat auf das Handy verzichtet, muss beim Prepaid auch nichts dafür zahlen.

Flexible Verträge eignen sich für Schnäppchenjäger und für Wechsler, die noch nicht sicher sind, ob sie mit dem neuen Anbieter zufrieden sein werden – sei es wegen Netzempfang oder Service. Auch wenn sich der Bedarf an Telefonminuten oder Datenvolumen ändert, können Handybesitzer bei flexiblen Verträgen leicht den Tarif wechseln. Kurze Laufzeiten gibt es in der Regel nur bei Handytarifen ohne Handy.

Wenn Sie genau wissen, wie oft Sie zum Handy greifen, können Sie auch einen Handytarif mit einer Laufzeit von bis zu 24 Monaten abschließen. Tarife mit Vertragsbindung können ein bisschen günstiger sein als flexible Angebote. Außerdem laufen die meisten Handytarife mit Handy über zwei Jahre.

Flexibel, günstig oder keine Vertragslaufzeit
Was ist Ihnen wichtiger?
flexibel
gute Kostenkontrolle
möglichst günstig

Was heißt „lange telefonieren“, was „viel surfen“?

Wenn Sie sich auch mal am Handy festquatschen und eher länger als drei, vier Stunden im Monat telefonieren, dann lohnt sich eine Allnet-Flat. Auch SMS gehören in der Regel in die Allnet-Flat. Falls Sie noch regelmäßig diese Kurznachrichten schreiben, raten wir zur Flatrate. Damit wissen Sie im Vorfeld genau, welche Kosten auf Sie zukommen.

Allnet-Flats sind ganz klar auf dem Vormarsch. Doch wenn Sie weniger als 200 Minuten telefonieren, finden Sie ab und an auch noch Mobilfunktarife mit inklusiven Freiminuten. Lassen Sie das Handy hingegen so manchen Monat ganz liegen, empfehlen wir einen günstigen Handytarif, bei dem Sie pro Minute zahlen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, schauen Sie sich einfach Ihre letzten Telefonrechnungen an. Dort sind Telefondauer und SMS-Anzahl aufgeführt.

Um einen eventuellen Bonus für die Rufnummernmitnahme zu berechnen, geht unser Rechner davon aus, dass Sie Ihre Handynummer behalten wollen und zum neuen Anbieter mitnehmen.

Mit voller Fahrt auf der Datenautobahn

Der durchschnittliche Datenverbrauch in Deutschland beträgt etwa 1,6 Gigabyte (GB). Auch wenn Sie mal einen Monat etwas mehr im Internet surfen, reichen zwei bis drei Gigabyte normalerweise aus. Intensivnutzer mit Musik- und Videostreaming sollten mit vier GB aufwärts rechnen. Nur wer sehr selten ins mobile Internet geht, sollte dabei auf LTE verzichten. Denn LTE bietet eine schnellere Internetverbindung und eine bessere Netzabdeckung.

Der monatliche Verbrauch des Datenvolumen steht nicht auf allen Handyrechnungen. Es gibt aber Apps, die das Surfvolumen anzeigen. Und viele Mobil-Betriebssysteme bieten diese Funktion sogar ohne Zusatzsoftware: Unter Android 8 mit Samsung-Oberfläche finden Sie die Information beispielsweise unter Einstellungen → Verbindungen → Datennutzung; iPhones mit iOS 12 zeigen den Datenverbrauch eines längeren Zeitraums unter Einstellungen → mobiles Netz

Sonderfall Datenautomatik

Manche Tarife besitzen eine Datenautomatik. Vor allem bei sehr günstigen Handytarifen bucht der Anbieter automatisch kostenpflichtiges Datenvolumen nach, sobald der Nutzer sein Kontingent verbraucht hat. Meistens werden bis zu dreimal 2 Euro fällig für je 200 MB. Das ist fast immer zu teuer. 

Handytarife mit Datenautomatik eignen sich daher nur, wenn Sie Ihr Surfverhalten gut abschätzen können. Oder wenn das enthaltene Datenvolumen so großzügig ist, dass Sie nicht Gefahr laufen, es zu überschreiten. Deshalb berücksichtigt unser Handy-Tarifrechner nur abschaltbare Datenautomatiken oder solche, deren Volumengrenze mindestens 1 Gigabyte über dem angegebenen Surfvolumen liegt.

Was sind die Finanztip-Kriterien für gute Handytarife?

Der Finanztip-Mobilfunkrechner bezieht seine Daten vom Dienstleister Tariffuxx. Dieser hat in unserem letzten Vergleich gut abgeschnitten und wurde zusammen mit Verivox und handytarife.de eine Finanztip-Empfehlung.

Die Tarifdaten filtert unser Rechner nach den Finanztip-Kriterien. So sortieren wir Handytarife mit überzogenen SMS-Preisen von mehr als 19 Cent aus. Außerdem ergänzen wir die Tarifdaten um redaktionelle Kommentare, um auf Besonderheiten hinzuweisen. Dazu zählt etwa eine ansteigende Grundgebühr, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Unser Handyrechner beschränkt sich derzeit auf Angebote ohne zusätzlich hinzubuchbare Optionen. Das heißt, Sie können einfach einen Handytarif abschließen, der Ihre Anforderungen erfüllt, ohne weitere Schritte unternehmen zu müssen.

Bei unübersichtlichen Angeboten kann es leicht passieren, dass Sie bei der Kombination verschiedener Optionen einen falschen Haken setzen und eine unerwünschte Zusatzoption abschließen. Achten Sie beim Ausfüllen der Formulare daher auf vermeintlich kostenlose Extras.

Einige Tarife zeigt der Rechner durch den Ausschluss von Optionen nicht an. Dazu zählen „Wie ich will“ von Congstar oder der Basis-Prepaid-Tarif von Aldi Talk mit Zusatzoptionen wie „Paket S“. Für die Zukunft denkbar ist ein Profi-Modus, der auch Tarife mit Zusatzoptionen anzeigt.

Neben der Grundgebühr sollten Sie auf den Anschlusspreis achten, der zu Beginn des Vertrags einmalig anfällt. In manchen Fällen können Sie einmalige Kosten zurückholen, zum Beispiel mit einer SMS mit einem bestimmten Text oder in der App des Mobilfunkanbieter.

Mehr Transparenz durch Telekommunikations-Verordnung

Seit dem 1. Juni 2017 müssen Telekommunikations-Anbieter ihren Kunden ein Formblatt aushändigen, auf dem alle wichtigen Vertragsdaten über einen neu abgeschlossenen Handy- oder Festnetztarif stehen. Im „Produktinformationsblatt“ finden Sie die wichtigsten Kosten und Leistungen im Überblick.

Welcher Handytarif passt zu mir?

Allnet-Flats sind momentan schwer angesagt. Zum Pauschalpreis von weniger als 10 Euro rufen Sie damit unbegrenzt in allen Handynetzen sowie auf dem Festnetz an und können je nach Tarif auch unendlich viele SMS verschicken. Doch nicht für jeden ist ein Pauschaltarif die billigste Tarifart. Für einige Nutzer sind variable Konditionen günstiger, für andere wiederum Tarife mit Inklusiv-Einheiten (Minuten, SMS und MB), auch Pakettarife genannt.

Handytarif-Arten und für wen sie sich lohnen

Handytarif-Art Beschreibung lohnt sich für ... finden Sie hier:
variabler Handytarif ohne Grundgebühr Abrechnung pro Minute und SMS, keine Grundgebühr, weder Inklusiv-Minuten noch Inklusiv-SMS Gelegenheitsnutzer, die das mobile Internet kaum benötigen Billig telefonieren, Prepaid-Tarife, Finanztip-Handy-Tarifrechner
Pakettarif enthält eine bestimmte Zahl an Minuten und SMS für eine relativ niedrige Grundgebühr; bei Überschreiten der Inklusiv-Einheiten fällt oft ein leicht erhöhter Preis je weiterer Einheit an Wenigtelefonierer, die das mobile Internet nutzen Günstige Handyverträger, Finanztip-Handy-Tarifrechner
Allnet-Flat etwas höhere Grundgebühr, Telefonate in alle Netze sind inklusive; je nach Tarif ist auch eine unbegrenzte Zahl an SMS enthalten Vieltelefonierer oder wer ein Rundum-sorglos-Paket wünscht Allnet-Flat, LTE fürs Handy, Finanztip-Handy-Tarifrechner

Smartphone günstig anschaffen

Die meisten günstigen Handytarife gibt es ohne Handy. Sie enthalten also nur eine Sim-Karte, ein Smartphone müssen Sie selbst kaufen. Ein Handytarif mit Handy lohnt sich nur, wenn das alte Smartphone ausgedient hat. Und ist es in vielen Fällen günstiger, wenn Sie Handy und Tarif einzeln kaufen.

Mehr dazu im Ratgeber Handy kaufen

Arne Düsterhöft
von Finanztip, Experte für Telekommunikation

Handy günstig kaufen

  • Gerät unabhängig vom Vertrag erwerben.
  • Spezial-Anbieter verkaufen gebrauchte Handys mit Rückgaberecht und Gewährleistung.
  • Für Neugerät Preisvergleich nutzen.

» Zum Test der Gebrauchthändler
» Wann sich ein Handyvertrag mit Gerät lohnt

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

* Was der Stern bedeutet

Ein Stern* neben einem Link bedeutet, dass Finanztip vom verlinkten Anbieter möglicherweise bezahlt wird: manchmal, sobald Sie den Link klicken – oft nur dann, wenn Sie einen Vertrag abschließen. So finanzieren wir unseren Service und können ihn kostenlos anbieten. Wichtig ist: Auf den Preis, den Sie zahlen, wirkt sich das nicht aus. Und wir verlinken nur auf Angebote, die unsere unabhängigen Experten und Redakteure zuvor uneingeschränkt empfohlen haben. Das hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Sie als Verbraucher ist. Erst wenn das geklärt ist, verhandelt eine andere Abteilung über eine mögliche kostenpflichtige Verlinkung. Mehr zu unserer Arbeitsweise lesen Sie hier.

 

Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Redakteur

Daniel Pöhler arbeitet hauptsächlich am Finanztip-Newsletter und wirkt als stellvertretender Textchef an der sprachlichen Qualität aller Finanztip-Texte mit. Seine redaktionellen Schwerpunkte sind Mobilität und Digitales. In seinem Volontariat bei einem Münchner Fachmagazin hat er gelernt, wie die Telekommunikations-Branche und der Handel ticken. Daniel hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.