Gasvergleich

Mit dem Finanztip-Gasrechner einen günstigen Gastarif finden

Ines Rutschmann Stand: 11. August 2020

Die Ergebnisliste unseres Vergleichsrechners enthält Werbelinks zu Gastarifen von Check24 und Verivox. Alle Empfehlungen erfolgen redaktionell unabhängig und erfüllen unsere strengen Finanztip-Kriterien.

Wie lautet Deine Postleitzahl?
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Kennst Du Deinen Gasverbrauch im Jahr?
Wie hoch ist Dein jährlicher Verbrauch?
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Wie oft willst Du Deinen Tarif wechseln?
Möchtest Du nur Ökogas-Tarife sehen?
Optional: Was zahlst Du aktuell?

Der Finanztip-Gasrechner basiert auf Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH sowie der Verivox GmbH. Diese haben wir mit unseren Parametern so gefiltert, dass Du ein verbraucherfreundliches Ergebnis nach Finanztip-Kriterien bekommst. Wir übernehmen keine Gewähr für die Richtigkeit und Aktualität der hier bereitgestellten Informationen. Für Schäden aus fehlerhaften Daten oder durch die Nutzung des Rechners übernehmen wir keine Haftung.

Für Daten der CHECK24 Vergleichsportal Energie GmbH: © 2020 CHECK24.de

Für Daten der Verivox GmbH: © Verivox GmbH – www.verivox.de – alle Angaben ohne Gewähr (Stand: 2020). Das Angebot darf nur für den privaten Gebrauch genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung des Angebots oder der auf diesen Seiten angezeigten Informationen – ganz oder auszugsweise, gleich in welcher Form – und jede Form der kommerziellen Verwendung ist nicht ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der Verivox GmbH zulässig.

Willst Du den Vertrag über Verivox oder Check24 abschließen, leiten die Portale den Vertragswechsel ein. Der Abschluss kommt in der Regel erst zustande, wenn Dich der gewählte Versorger anschreibt und den Vertrag bestätigt. Ab dann bleiben 14 Tage Zeit, den Vertrag zu widerrufen.

Seit Sommer 2019 haben sich die Gaspreise in Deutschland nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft um rund 3,6 Prozent verringert. Denn die Beschaffungskosten für Erdgas sind stark gesunken. Seit April 2020 befinden sie sich auf dem tiefsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Hat Dein Versorger die gesunkenen Kosten noch nicht weitergegeben, lohnt sich der Wechsel in einen günstigeren Tarif. Wie eine Analyse von Finanztip ergab, haben sich die Kosten in verbraucherfreundlichen Neukundentarifen seit Jahresbeginn 2020 im Schnitt sogar um 9 bis 10 Prozent verringert.

Zwischen Juli und Dezember 2020 sinkt die Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent. Wenn Du Deinen Gasanbieter gerade nicht wechseln willst oder kannst, profitierst Du von der Steuersenkung, wenn die jährliche Abrechnung kommt: Die meisten Versorger senken nicht die Abschläge, sondern verrechnen die niedrigere Steuer entsprechend Deinem Verbrauch in dieser Zeit. Wenn Deine nächste Abrechnung erst 2021 kommt, solltest Du dazu Deinen Gaszähler am 30. Juni und am 31. Dezember ablesen und die Werte dem Lieferanten mitteilen – sonst schätzt er die Zählerstände, vielleicht zu Deinem Nachteil. Endet Dein Abrechnungszeitraum im zweiten Halbjahr 2020, gilt die niedrige Mehrwertsteuer für den gesamten Abrechnungszeitraum. Dann brauchst Du Deinen Zähler nur zum Ende des Lieferjahres ablesen.

Größte Datenbasis für Vergleich von Gastarifen

Finanztip ist im Juni 2017 mit dem Gas-Tarifrechner online gegangen. Er nutzt die Tarif-Datenbanken von Verivox und Check24. Beide Vergleichsportale hatten sich in den Gastarif-Tests 20172015 und 2014 bewährt. Finanztip sprach daher immer für beide Portale eine Empfehlung aus.

Durch den Zugriff auf zwei Datenbanken profitiert der Finanztip-Gasrechner von der größten Datenbasis der im Internet verfügbaren Vergleichsrechner für Gaspreise. Wir zeigen aber nicht alle an einem Wohnort verfügbaren Tarife an. Im Gegenteil: Unser Gasrechner filtert und entfernt bestimmte Angebote aus einer Suchanfrage. Das Ziel ist, dass Du nur verbraucherfreundliche Tarife siehst. Die günstigsten stehen dabei ganz oben. Anzeigen gibt es in den Ergebnislisten nicht.

So funktioniert der Finanztip-Gasvergleich

Für eine Abfrage von Gastarifen musst Du lediglich Deine Postleitzahl eingeben und Deinen Gasverbrauch nennen. Weißt Du Deinen Verbrauch nicht aus dem Kopf, entnimm ihn Deiner letzten Abrechnung. Alternativ kannst Du auf das Haussymbol klicken, das Deiner Wohnungsgröße am ehesten entspricht. Dann schätzen wir Deinen Verbrauch. Basis dafür sind die durchschnittlichen Energiemengen der vergangenen Jahre, die deutsche Haushalte zum Heizen verwendeten.

Eine weitere Angabe kannst Du nach Vorliebe machen: Ob Du Schnäppchen-Tarife suchst, die nur im ersten Vertragsjahr sehr wenig kosten oder ob Du einen Tarif suchst, der längere Zeit günstig bleibt. Dazu stellt der Rechner die Frage: „Wie oft willst Du den Tarif wechseln?“. Von Haus aus ist die Antwort „einmalig“ markiert. In diesem Fall kalkuliert der Rechner die jährlichen Kosten nur aufgrund der Preise des Tarifs, bezieht aber Boni nicht ein. Das führt dazu, dass meist Tarife ohne Bonuszahlung in unserem Rechner oben stehen. Befindet sich doch ein Tarif mit Bonuszahlung unter den gezeigten Angeboten, so kannst Du die Höhe des Bonus den Detailangaben zum Tarif entnehmen. 

Ziel ist es schließlich, dass die angezeigten Tarife nicht nur günstig wirken sollen, sondern über einen längeren Zeitraum günstig bleiben. Es gibt aber auch Tarife ohne Boni, die ähnlich niedrige Kosten ausweisen wie Tarife mit üppigen Bonuszahlungen. Diese Tarife haben so niedrige Preise, dass der Anbieter im ersten Vertragsjahr kaum Gewinn mit ihnen erwirtschaften kann. Die Folge: Er erhöht seine Preise nach einem Jahr wahrscheinlich drastisch. Einen solchen Tarif können wir daher nicht für einen einmaligen Wechsel empfehlen. Deshalb prüfen wir regelmäßig die Höhe von Neukundenangeboten und sortieren die aus, die wohl nach einem Jahr viel teurer werden. Zu finden sind diese Tarife dann nur, wenn Du angibst, „jedes Jahr“ den Anbieter wechseln zu wollen.

Eine dort angezeigte Empfehlung solltest Du aber wirklich nur abschließen, wenn Du Dir vorstellen kannst, regelmäßig einen neuen Lieferanten zu suchen. Neben den Tarifen mit kaum kostendeckenden Preisen finden sich unter der Einstellung „jedes Jahr wechselnTarife mit hohen Bonuszahlungen. Die versprochenen Boni bezieht unser Rechner bei der Kalkulation der jährlichen Kosten ein. Fallen diese im zweiten Vertragsjahr weg, zahlst Du automatisch mehr. Häufig sind die Tarife dann nicht mehr günstig. Manchmal sind die Preise so hoch, dass Du im zweiten Jahr automatisch mehr zahlst als in der Grundversorgung, haben wir in einer Untersuchung festgestellt.

Entscheidest Du Dich für einen Tarif mit hohen Boni, dann beachte: Ein Versorger gewährt einen Neukundenbonus zumeist nur, wenn Du in den vergangenen sechs Monaten nicht schon einmal sein Kunde warst. Nicht als Neukunde kannst Du auch gelten, wenn Du bereits vom gleichen Anbieter Strom beziehst und zusätzlich noch einen Gastarif abschließt. Zudem musst Du meist volle zwölf Monate in dem Tarif bleiben, sonst zahlt der Versorger den Bonus nicht.

Was wir anzeigen – und was nicht

Die eingegebenen Daten übermittelt der Rechner an Verivox und Check24. Jedes der beiden Portale spielt dann mindestens die 100 günstigsten Stromtarife an Deinem Wohnort an unseren Rechner zurück. Aus dieser Liste entfernt der Rechner zunächst Tarife von Firmen, deren Geschäftspraxis wir nicht unterstützen möchten. Dazu zählen Unternehmen, gegen die die Bundesnetzagentur ein Aufsichtsverfahren eingeleitet hat oder gegen die sie ein Bußgeld verhängt hat und Unternehmen, gegen die eine Verbraucherzentrale eine Klage führt. Verstößt eine Firma nachweislich gegen Energierecht, zeigt der Finanztip-Gasrechner Angebote dieser Firma über einen bestimmten Zeitraum ebenfalls nicht an. Schließlich entfernt der Rechner Tarife von Unternehmen, die Insolvenz eingereicht haben – bis die Zukunft des Anbieters als gesichert gilt.

Darüber hinaus sortiert der Rechner aus den Ergebnissen alle Tarife mit Vorkasse oder Kaution sowie alle Pakettarife aus. Bei Angeboten mit Vorkasse oder Kaution besteht stets die Gefahr, dass ein Anbieter Insolvenz anmeldet und Kunden dann umsonst vorab Rechnungen bezahlt haben. Pakettarife bergen das Risiko, dass ein Kunde zu viel zahlt – entweder, weil er weniger verbraucht, als das Paket beinhaltet, oder weil er mehr benötigt und die zusätzlichen Kilowattstunden zu hohen Preisen bezahlt. Da der Wärmebedarf eines Haushalts stark von der Witterung eines Jahres abhängt, lässt sich der Verbrauch schwer prognostizieren.

Empfehlung von verbraucherfreundlichen Tarifen

Die verbleibenden Tarife filtert der Rechner nach verbraucherfreundlichen Kriterien. Darunter verstehen wir Tarife, deren

  • Mindestvertragszeit bei maximal zwölf Monaten liegt,
  • Vertragsverlängerung maximal einen Monat bei Tarifen ohne Bonus und maximal zwölf Monate bei Tarifen mit Bonus beträgt,
  • Preise zwölf Monate oder länger stabil bleiben. (Eine solche Preisgarantie akzeptiert der Rechner, wenn sie alle Preiskomponenten umfasst oder zumindest alle Komponenten bis auf Steuern sowie staatlichen Umlagen und Abgaben.)

Die Tarife, die diese Kriterien erfüllen, zeigt der Rechner in einer Empfehlungsliste an. Diese öffnet sich direkt, wenn Du eine Abfrage startest. Ganz oben stehen die günstigsten Tarife, die an Deinem Wohnort verfügbar sind. Bei den Angeboten kann es sich sowohl um konventionelles Gas als auch Ökogas handeln. Wählst Du in der Rechner-Maske aus, dass Du nur Öko-Tarife sehen willst, bekommst Du auch nur solche angezeigt.

Willst Du auch Tarife sehen, die nicht den Finanztip-Kriterien entsprechen und die wir nicht empfehlen, kannst Du auf die zweite Ergebnisliste klicken: „Weitere Angebote“ heißt sie. 

Nachhaltige Tarife für Biogas und Klimagas gekennzeichnet

Als Ökogas kennzeichnet der Rechner nur bestimmte Tarife. Entweder enthält die verkaufte Energie einen Anteil Biogas, das aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt wird. Bei mindestens 10 Prozent muss der Biogas-Anteil liegen. Oder der Versorger investiert in Klimaschutzprojekte, um die Kohlendioxid-Emissionen auszugleichen, die entstehen, wenn Erdgas verbrennt. Wichtig ist, dass die Klimabilanz neutral ist. In der Praxis forsten Unternehmen beispielsweise Wälder auf.

Ein Angebot sagt Dir zu? So wechselst Du

Wir verzichten auf die Angabe von Kundenrezensionen, weil diese nur bedingt die Qualität des Kundenservice des Versorgers spiegeln. Benotet ein Kunde ein Unternehmen direkt nach Lieferbeginn, kann er nur den Wechselprozess bewerten – nicht jedoch, ob der Versorger auch pünktlich und richtig abrechnet oder transparent über eine Preiserhöhung informiert. Für eine Bewertung belohnen manche Energieanbieter zudem ihre Kunden. Das kann deren Urteil beeinflussen.

Grundlage für die Wahl eines Gasversorgers sollten daher die Konditionen im Vertrag sein. Sagt Dir ein von uns empfohlener Tarif zu, kann Dich der Rechner zu Verivox oder Check24 weiterleiten. Beide Portale vermitteln Gaslieferverträge und leiten einen Vertragswechsel ein. Zustande kommt ein neuer Liefervertrag aber erst, wenn der gewählte Versorger den Wechsel bestätigt und auch einen exakten Lieferbeginn nennt. Was Du bei einem Vertragswechsel beachten solltest, erfährst Du in unserem Ratgeber Gasanbieter wechseln.

Führen Check24 und Verivox einen Tarif zu denselben Konditionen, zeigt der Gasrechner diesen Tarif zweifach an. Willst Du den Tarif abschließen, hast Du dann die Wahl, dies je nach Vorliebe über Verivox oder über Check24 zu tun. Unterscheidet sich ein Angebot für einen bestimmten Tarif im Preis, zeigt der Finanztip-Gasrechner nur das kostengünstigere Angebot an und bietet dann auch den Link zu dem Portal, aus dessen Datenbank das günstigere Angebot stammt. Du kannst den Tarif natürlich auch beim Versorger selbst abschließen. Such dazu die Internetseite des Anbieters auf. Es ist allerdings möglich, dass sich die Preise von denen unterscheiden, zu denen Du den Tarif über Check24 oder Verivox abschließen kannst.

Nicht bei allen empfohlenen Angeboten treten Verivox oder Check24 als Makler auf. In diesem Fall gibt es keinen weiterführenden Link vom Finanztip-Gasrechner zu den Portalen. Dann musst Du den Versorger direkt ansprechen, am besten über seine Internetseite. Gewöhnlich bieten die Unternehmen dort die Möglichkeit, einen Vertrag online zu schließen. Alternativ geht dies auch per Fax, Brief oder Telefon.

Tarife, die wir nicht empfehlen, zeigen wir Dir zwar an. Eine Weiterleitung zum Abschluss über Check24 oder Verivox bieten wir in diesen Fällen aber nicht.

Ersparnis durch Lieferantenwechsel berechnen

Nach der Abfrage siehst Du bei allen Angeboten zunächst den Preis für eine einjährige Gaslieferung, abhängig von der angegebenen Verbrauchsmenge.

Willst Du diesen Preis mit dem aus Deinem aktuellen Vertrag vergleichen, benötigt der Finanztip-Rechner eine weitere Angabe: die Höhe Deines monatlichen Abschlags oder den Betrag aus der jüngsten Jahresrechnung. Der Rechner subtrahiert dann die Kosten des neuen Tarifs von Deinen bisherigen Kosten und ermittelt so die mögliche Ersparnis durch einen Vertragswechsel.

Gib die verbrauchte Gasmenge möglichst genau an. Dann kann die errechnete Ersparnis mit einem anderen Tarif auch real eintreten. Da der Gasverbrauch je nach Witterung höher oder niedriger ausfällt, wird eine Prognose wohl aber nur selten exakt einem Rechnungsbetrag entsprechen.

Falls Du Deinen Gasverbrauch nicht kennst und Dich an der Wohnungsgröße orientierst, erfasst Du Deinen Gasverbrauch nur näherungsweise. Liegt Dein tatsächlicher Verbrauch über oder unter der im Rechner angegebenen Zahl, ermittelt der Rechner einen deutlich höheren oder niedrigeren Rechnungsbetrag beim neuen Versorger, als wenn Du den tatsächlichen Verbrauch der Vergangenheit angibst.

Autor
Ines Rutschmann

Stand: 11. August 2020


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