Stromkosten senken -- Musterklage gegen Daimler -- 3-GB-Allnet-Flat für 5 Euro -- Video: Steuerfalle Zweitjob -- Negativzinsen nach Vereinbarung rechtens -- Urlaubszuschuss für Familien -- Podcasts: Arbeitsvertrag und Dividenden -- Hausnotruf steuerlich absetzen -- Girokonto plus Gutschein ----

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Ungültige Gebühren: So lassen Banken Kunden weiter warten

Ungültige Gebühren: So lassen Banken Kunden weiter warten

Aufgrund eines technischen Fehlers hast Du den Newsletter vorige Woche womöglich nicht erhalten. Du kannst ihn hier nachlesen.

 

Viele Banken erstatten immer noch nicht

Mehr als zwei Monaten ist es jetzt her, dass der Bundesgerichtshof geurteilt hat: Banken brauchen die ausdrückliche Zustimmung ihrer Kunden, um ihre Geschäftsbedingungen zu ändern und dadurch Gebühren zu erhöhen. Viele von Euch haben nach unserem ersten Bericht ihrer Bank geschrieben und Gebühren mit unserem Musterschreiben zurückverlangt. Doch zunächst wollten die Banken die Urteilsbegründung abwarten, diese dann analysieren, und manche legen sie nun eng aus. Hält auch Deine Bank Dich weiter hin?

Rund 150 von Euch haben uns von ihren Erfahrungen berichtet – vielen Dank dafür! Die Zwischenbilanz: Die meisten Banken müssen das Urteil immer noch genau studieren. Das könne bis September dauern, schreibt etwa die VR Bank aus Monheim. Auch die HVB Unicredit, früher Hypovereinsbank, wertet noch aus. Die Postbank will zumindest in diesem Quartal beginnen, die Anträge auf Erstattung zu bearbeiten.

Immerhin drei von Euch hatten bereits Erfolg. Ihre Banken zahlten aber nur „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht“. Aus Kulanz sozusagen.

 

Andere Banken zahlen zu wenig

Das zeigt: So kompliziert ist die Analyse nicht. Manche Banken spielen also auf Zeit und hoffen, dass die Kundinnen genervt sind oder die Sache vergessen.

Ihr habt uns von Volksbanken und Sparkassen berichtet, die nicht zahlen wollen oder deutlich weniger als gefordert – weil sie das Urteil anders interpretieren. Ihr Argument: Sie müssten nicht zahlen, sofern sie zuletzt vor 2018 die Gebühren erhöht haben. Sie berufen sich auf ein Urteil zu Energieverträgen. Uns überzeugt das nicht. Die Situation beim Girokonto ist eine andere als bei Energielieferungen, wo Versorger wegen fester Umlagen wenig Einfluss auf den Preis haben.

Die Schlichtungsstelle der Volks- und Raiffeisenbanken sieht das ähnlich. Sie entschied: Die VR Bank Rhein-Mosel solle rund 60 Euro erstatten, obwohl sie vor 2018 die Gebühren erhöht hatte. Die Ansprüche seien nicht verjährt, da es nicht auf den Zeitpunkt der unwirksamen Vertragsänderung ankomme. Der Bank gefiel der Schlichtungsvorschlag nicht, sie lehnte ab. Jetzt bleibt dem betroffenen Kunden nur der Rechtsweg.

 

Lass Dich nicht einschüchtern

Wenn Du nicht mehr warten willst und der Bank eine Frist gesetzt hattest: Dann kannst Du einen Rechtsdienstleister beauftragen. Dieser macht Deine Ansprüche mit einem Inkassoverfahren geltend und zieht notfalls vor Gericht. Wir empfehlen Gansel/Spreefels* und Justify*. Falls Du noch abwarten willst, ist das auch in Ordnung – Verjährung droht erst Ende des Jahres.

Von gekündigten Konten nach dem Rückfordern der Gebühren haben wir von Euch noch nichts gehört. Dass einige Beraterinnen mündlich damit gedroht haben, schon. Davon solltest Du Dich nicht einschüchtern lassen – auch wenn grundlose Kündigungen möglich sind. Such Dir im Zweifel ein neues Konto mit unserem Girokontorechner.

 

Nachträgliche Gebühren bei Bausparverträgen ebenfalls unzulässig

Auch Bausparkassen müssen übrigens Gebühren erstatten. Das entschied das Oberlandesgericht Koblenz in einem jetzt rechtskräftigen Urteil gegen die Bausparkasse Debeka (Az. 2 U 1/19). Sie hatte Anfang 2017 nachträglich für laufende Verträge eine Service-Pauschale eingeführt. In der Ansparphase ist das aus zwei Gründen unzulässig: Nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Kunden hätte sie Gebühren einführen dürfen – wie bei den Bankgebühren. Außerdem darf die Kasse ihren organisatorischen Aufwand nicht auf die Bausparer abwälzen. Bist auch Du betroffen, kannst Du mit unserem Musterbrief eine Erstattung verlangen.

Wir freuen uns weiter über Zuschriften an redaktion@finanztip.de – insbesondere, wenn Du Geld zurückbekommen hast.

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Schnäppchen der Woche

Angebote, Rabatte & Deals: Was unsere Redaktion für Dich entdeckt hat.

Zeitschrift „Gala“ ein halbes Jahr für 1 Euro

Wenn Du Dich gerne über Stars, Sternchen und die Royals dieser Welt informierst, könnte dieses Schnupper-Abo der „Gala“ für Dich interessant sein: 25 Ausgaben der Hochglanz-Zeitschrift bekommst Du derzeit bei Presseshop.news für 1 Euro.

Achtung: Kündige am besten sofort wieder, spätestens aber drei Monate vor Abo-Ende. Sonst verlängert sich das Abo automatisch um ein weiteres Jahr – zu happigen 204 Euro. Das Angebot kann jeder Haushalt nur einmal nutzen; der Anbieter behält sich vor, die Aktion vorzeitig zu beenden.

Allnet-Flat mit 3 GB für 5 Euro im O2-Netz

Mehr als einen Fünfer musst Du fürs Telefonieren monatlich nicht ausgeben: Bei handyvertrag◦de bekommst Du bis Dienstag den Tarif LTE All 3 GB für knapp 5 Euro im Monat. Damit hast Du eine Allnet-Flat im O2-Netz und kannst drei Gigabyte im Monat versurfen. Das Surftempo von 50 Mbit/s reicht selbst für ruckelfreies Streamen von HD-Filmen. Nimmst Du Deine alte Nummer mit, gibt‘s einen Bonus von knapp 7 Euro.

Der Vertrag ist monatlich kündbar, dafür musst Du zu Beginn einmalig 20 Euro zahlen. Bindest Du Dich zwei Jahre, zahlst Du keine Abschlusskosten. Enthalten ist eine Datenautomatik, die Dich 6 Euro extra im Monat kosten kann, wenn Du zu viel surfst. Am besten deaktivierst Du sie, über den persönlichen Bereich auf der Anbieterseite oder telefonisch unter 06181 / 707 40 83.

Girokonto plus 25-Euro-Gutschein

Das DKB-Cash-Konto und das Comdirect Girokonto gehören zu unseren Girokonto-Empfehlungen. Eröffnest Du erstmals bei einer der beiden Banken über Mybonusdeal24 ein Konto, bekommst Du aktuell einen 25-Euro-Gutschein. Einlösen lässt er sich in vielen Online-Shops – darunter Amazon, Ikea, Mediamarkt oder Otto. Du bekommst den Gutschein ungefähr zehn bis zwölf Wochen nach Eröffnung per E-Mail.

 
Steigende Strompreise: So senkst Du trotzdem Deine Kosten

1. Steigende Strompreise: So senkst Du trotzdem Deine Kosten

An der Strombörse sind die Preise so hoch wie lange nicht mehr. Eine Kilowattstunde (kWh) kostet in diesem Jahr im Vergleich zur ersten Hälfte 2020 mehr als doppelt so viel. Derzeit erhalten die Stromerzeuger 5,5 Cent pro kWh, 2020 waren es 2,3 Cent. Bleiben die Preise an der Börse hoch, bekommst auch Du das zu spüren. Für Neukundentarife sind sie im Juli bereits sprunghaft angestiegen: Rund 50 Euro mehr kosten 3.000 kWh Jahresverbrauch im Vergleich zum Juni in einem empfehlenswerten Tarif ohne Bonus.

So senkst Du Deine Kosten trotzdem: Sowohl ein intelligenter Stromzähler als auch ein einfacher digitaler Zähler öffnen Dir den Zugang zu variablen Tarifen. In diesen ist der Strompreis nicht fix, sondern verändert sich über den Tag – genauso wie die Börsenstrompreise. Für den Stromverbrauch in Stunden mit niedrigen Preisen zahlst Du weniger. Lässt Du in der Nacht etwa Spül- und Waschmaschine laufen, sparst Du jedes Mal ein paar Cent. Bei einem Elektroauto kommen schnell ein paar Euro zusammen – bei jeder Ladung.

Läuft die 16-jährige Eichfrist Deines analogen Zählers ab, ersetzt ihn Dein Netzbetreiber durch einen digitalen. Wann das Gerät geeicht wurde, ist aufgedruckt. Ansonsten baut Dir ein Unternehmen Deiner Wahl einen intelligenten Stromzähler ein, auch wenn Du die Wohnung nur gemietet hast. Über das noch bis Ende 2021 laufende Programm „Einsparzähler“ fördert der Staat sogar den Einbau. Die damit verbundenen Ausgaben holst Du durch geringere Stromkosten locker wieder rein.

Denn ein intelligenter Zähler hilft Dir auch dabei, Stromfresser zu erkennen und so Deinen Verbrauch zu senken. Doch auch ohne schlauen Zähler kannst Du immer Strom sparen: etwa indem Du mit Deckel kochst oder unbenutzte Geräte aus der Steckdose ziehst.

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Girokonto-Minuszins nach Vereinbarung rechtens

2. Girokonto-Minuszins nach Vereinbarung rechtens

Die Sparkasse Vogtland darf für Girokonten einen Negativzins vereinbaren. Das Landgericht Leipzig hat eine Klage der Verbraucherzentrale Sachsen abgewiesen. Die Sparkasse wollte den Zins ab Februar 2020 für alle Neukunden berechnen, außerdem für alle, die ab dem Zeitpunkt zu einem anderen Girokonto-Preismodell wechseln. Zwar legte die Sparkasse die Pläne kurz darauf auf Eis, trotzdem wollte die Verbraucherzentrale die Frage gerichtlich klären lassen.

Sowohl der niedrige Freibetrag von nur 5.000 Euro als auch der höhere Negativzins (minus 0,7 Prozent statt minus 0,5 Prozent) sind verglichen mit anderen Banken besonders kundenunfreundlich. Allerdings ging es vor Gericht um das Vorgehen – und das sei okay, so die Richter. Denn neue Kundinnen wie auch interne Wechsler hätten in den Vertragsunterlagen dem Negativzins zugestimmt. Die Bank hätte etwa nicht einfach einen negativen Zins in einen Preisaushang schreiben dürfen, aber hier seien einzelne Verträge abgeschlossen worden.

Die Verbraucherzentrale Sachsen will das Urteil (Az. 5 O 640/20) von der nächsten Instanz prüfen lassen. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband führt mehrere Prozesse gegen die Zulässigkeit von Minuszinsen.

Ob in Plauen oder anderswo in der Republik: Minus- oder Strafzinsen beschäftigen womöglich auch Dich. Aber Panik ist unnötig – Du hast Ausweichmöglichkeiten, bei anderen Banken oder mit höherem Risiko an der Börse. Schaut man auf die Inflation, sinkt die Kaufkraft von Sparguthaben übrigens schon seit 2004.

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Die Finanztip Podcasts
Die Finanztip-Podcast

Auf Geldreise mit Anika und Anja:

Geld ganz einfach mit Saidi:

Beliebte Folgen vom Corona-Podcast:

 
Kosten für Hausnotruf von der Steuer absetzen

3. Kosten für Hausnotruf von der Steuer absetzen

Ein kleiner Knopf, der Leben retten kann – rund 350.000 Menschen in Deutschland nutzen ein Hausnotrufsystem. Wer im Pflegeheim wohnt, kann die Kosten von der Steuer absetzen. Alle anderen nicht. Das Finanzgericht Baden-Württemberg hält diese Praxis in einem jetzt veröffentlichten Urteil für unrechtmäßig (Az. 5 K 2380/19).

Die Kosten für ein Hausnotrufsystem betragen zwischen 10 und 50 Euro pro Monat. 23 Euro übernimmt die Pflegekasse – jedoch nur für Menschen, die einen anerkannten Pflegegrad haben und weitere Bedingungen erfüllen. Drei Viertel der Nutzerinnen zahlen daher selbst.

Im Rahmen des betreuten Wohnens darfst Du die Kosten für den Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung absetzen. Dadurch sinkt die Steuer pauschal um 20 Prozent der Kosten für das Notrufsystem – unabhängig von Deinem persönlichen Steuersatz.

Nutzt Du dagegen zuhause ein solches System, hast Du diesen Steuervorteil bislang nicht. Das Finanzgericht Baden-Württemberg ist nun schon das zweite Finanzgericht, das sagt, diese Ungleichbehandlung sei nicht rechtens. Demnach müssen die Kosten für ein Hausnotrufsystem immer absetzbar sein. Die Entscheidung ist aber noch nicht endgültig: Der Bundesfinanzhof hat das letzte Wort.

Bis dahin kannst Du die Kosten Deines Hausnotrufs in Deine Steuererklärung eintragen. Stellt sich Dein Finanzamt quer, solltest Du innerhalb eines Monats Einspruch erheben und darum bitten, das Verfahren bis zur endgültigen Entscheidung des Bundesfinanzhofs ruhen zu lassen.

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Urlaubszuschüsse für Familien mit kleinem Einkommen

4. Urlaubszuschüsse für Familien mit kleinem Einkommen

Familien mit schmalem Budget bekommen in neun Bundesländern Zuschüsse für ihren Deutschland-Urlaub. Unter anderem Berlin, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz unterstützen so die Familienerholung. Die Förderung musst Du vor Reiseantritt beantragen und bewilligt bekommen – in dem Bundesland, in dem Du mit Deiner Familie den ständigen Wohnsitz hast.

Die Zuschüsse liegen je nach Land bei 8 bis 30 Euro pro Übernachtung und pro Person. Ein Mobilitätsaufschlag kommt gegebenenfalls dazu, schließlich müsst Ihr den Urlaubsort ja auch erreichen. Je nach Bundesland unterscheidet sich die Anzahl der geförderten Urlaubstage und der Umfang der Fördertöpfe. Schnell sein lohnt sich, betont das Bundesfamilienministerium: Ist ein Topf für das laufende Jahr schon leer, gibt es keinen Zuschuss mehr.

Die Förderung bekommst Du nur für Aufenthalte in gemeinnützigen Ferienstätten, Jugendherbergen oder vergleichbaren Einrichtungen in Deutschland. Auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung (BAG FE) findest Du die Regelungen für Dein Bundesland – und kannst durchrechnen, ob für Dich und Deinen Nachwuchs ermäßigte Preise in deren Ferienstätten gelten. Ein Alleinerziehender mit einem Kind unter sechs Jahren und einem Jahreseinkommen von rund 40.000 Euro brutto beispielsweise bekäme auch noch eine Ermäßigung. Mehr zum Thema hörst Du in der jüngsten Urlaubsfolge unseres Podcasts „Auf Geldreise“.

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Auch wichtig: Musterklage gegen Daimler, Rabodirect schließt, Hotline für Grundrente

5. Auch wichtig: Musterklage gegen Daimler, Rabodirect schließt, Hotline für Grundrente

+++ Auch Daimler soll in verschiedenen Fahrzeugmodellen illegale Abschalteinrichtungen eingebaut und so Kunden bei den Abgaswerten hintergangen haben. Bisher wurden jedoch nur Einzelfälle vor Gericht entschieden. Für den Motortyp OM651 in den Modellen Mercedes GLC und GLK hat der Verbraucherzentrale Bundesverband in dieser Woche nun eine Musterfeststellungsklage beim Oberlandesgericht Stuttgart eingereicht. Bist Du betroffen und beteiligst Dich an der Klage, kannst Du die Verjährung Deiner Schadensersatzansprüche gegen Daimler verhindern. Achtung: Du musst Dich vorab registrieren, um von der Gerichtsentscheidung zu profitieren. Wir halten Dich hier im Newsletter und in unserem Ratgeber weiter auf dem Laufenden. +++

 

+++ Die Rabobank stellt ihr Geschäft mit Privatkunden in Deutschland zum Jahresende ein. Die Kontoschließung bei Rabodirect läuft automatisch. Du musst nichts tun, aber am besten lädst Du Dir nun umgehend alle Kontoauszüge und Steuerbescheinigungen herunter. Du solltest auch Deine Kontaktdaten und das hinterlegte Referenzkonto prüfen, auf das die Bank Dein Guthaben am Jahresende überweist. Willst Du schon jetzt Dein Geld anderswo anlegen, findest Du mit unserem Tagesgeld- und Festgeldrechner passende Angebote. +++

 

+++ Seit Monatsanfang verschickt die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Bescheide für die Grundrente – das ist ein automatisch berechneter Zuschlag auf die eigentliche Rente. Diejenigen, die jetzt neu in Rente gehen, bekommen als erste ihre Bescheide. Falls Du Fragen dazu hast, kannst Du Dich an die kostenlose DRV-Hotline unter der Nummer 0800 1000 480 70 wenden. Sie ist montags bis donnerstags von 7.30 bis 19.30 Uhr und freitags bis 15.30 Uhr erreichbar. +++

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Video der Woche
Video der Woche

Minijob, Midijob oder Aushilfsjob: Was lohnt sich überhaupt? Saidi erklärt es Euch in diesem Video.

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Serie Arbeitsrecht: Verkauf Dich nicht zu billig!

Serie Arbeitsrecht: Verkauf Dich nicht zu billig!

Wer einen Job sucht, ist im Vorstellungsgespräch meist gut gerüstet für Fragen zu Lebenslauf und Karrierewünschen. Kommt aber das Thema Gehalt, sind viele unsicher. Geht es dann um die Details des Arbeitsvertrags, müssen die meisten passen.

Dabei ist es nicht immer leicht für Firmen, gute Fachkräfte zu finden – das ist Deine Chance! Bevor Du den Arbeitsvertrag unterschreibst, kannst Du über alles reden: Gehalt, Urlaub oder Arbeitszeit. Nachverhandeln ist schwer. Mit diesen fünf Tipps holst Du das Beste aus dem neuen Job heraus:

 

1. Finde heraus, welches Gehalt angemessen ist

Einer der wichtigsten Punkte im Arbeitsvertrag ist das Gehalt. Manchmal gibt ein Tarifvertrag es schon weitgehend vor. Aber Abweichungen vom Tarif nach oben sind immer erlaubt.

Mach Dich kundig, was Deine neue Arbeitgeberin anderen zahlt – zumindest aber, was branchenüblich ist. Frage Bekannte in der Firma oder in ähnlichen Unternehmen. Jeder darf sein Gehalt nennen, selbst wenn der Arbeitsvertrag das verbietet. Einen guten Einblick bietet der Gehaltsreport von Stepstone.

 

2. Nenne die erste Summe

Oft ist das Gehalt frei verhandelbar. Wer zuerst eine Summe nennt, setzt den Rahmen. Du solltest eine Zahl sagen, die 10 bis 20 Prozent über dem branchenüblichen Gehalt liegt – als Verhandlungsspielraum.

Nenne am besten ein Brutto-Jahresgehalt, denn bei Monatsgehältern ist nie klar, ob Urlaubs- und Weihnachtsgeld inbegriffen sind. Falls Du unsicher bist, lass den Arbeitgeber mit einem Vorschlag kommen, über den Du dann verhandelst.

Die Finanztip-Serie zum Arbeitsrecht:

1. Arbeiten nach der Pandemie
2. Verkauf Dich nicht zu billig!
3. Überstunden bezahlt bekommen
4. Teilzeit arbeiten – so geht‘s
5. Was tun, wenn‘s im Job knirscht
6. So wehrst Du Dich bei einer Kündigung

3. Denk auch an andere Vorteile

Kommst Du beim Gehalt nicht weiter, kannst Du vielleicht andere Dinge aushandeln: einen Zuschuss zur betrieblichen Altersvorsorge zum Beispiel. Auch ein Dienstwagen oder Dienst-E-Bike können interessant sein. Vielleicht handelst Du auch mehr Urlaubstage aus oder das Recht auf eine bestimmte Anzahl von Tagen Homeoffice pro Woche.

 

4. Lass Dich nicht auf einen befristeten Vertrag ein

Viele Firmen versuchen, zum Einstieg die Verträge zu befristen. Das hat für Dich nur Nachteile. So kannst Du zum Beispiel Deine Arbeit zwar für eine Elternzeit unterbrechen, aber danach nicht wiederkommen, wenn die Frist abgelaufen ist. Eine Befristung bedeutet mehr Unsicherheit, ob der Arbeitgeber Dich später weiter beschäftigt oder eben nicht.

Ohne sachlichen Grund darf ein Vertrag nur bis zu zwei Jahre befristet sein. Wenn die Firma Fehler bei der Befristung macht, wandelt sich Dein Vertrag in eine unbefristete Anstellung um (§ 16 TzBfG).

 

5. Achte auf Jobbezeichnung und Versetzung

Nimm Dir Zeit, den Vertrag durchzulesen. Sprich Probleme an. Es ist ganz normal, die eine oder andere Formulierung zu verhandeln – nur keine Scheu! In unserem Ratgeber findest Du dafür ein Muster.

Zentral sind eine genaue Stellenbeschreibung und der Arbeitsort. Dann kann Dich die Chefin nicht ohne Weiteres irgendwohin versetzen, wo Du dann etwas ganz anderes tun musst. Eine Probezeit dagegen ist die Regel.

Gut zu wissen: Manche Formulierungen sind arbeitsrechtlich unwirksam, darüber musst Du gar nicht erst streiten. Mehr dazu erfährst Du im Ratgeber und in unserem Podcast.

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Zahl der Woche

… das ist der höchste Betrag, den ein Finanztip-Leser unserer Kenntnis nach von seiner Bank bislang zurückerstattet bekommen hat – wegen zu Unrecht erhobener Gebühren, inklusive 17 Euro Zinsen.

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Mittwoch, 14. Juli, Saidi Sulilatu, SWR Aktuell Radio
Mittwoch, 14. Juli, Saidi Sulilatu, MDR Jump Morningshow
Freitag, 16. Juli, Hermann-Josef Tenhagen, radioeins
In den folgenden Tabellen haben wir für Dich unsere aktuellen Empfehlungen zusammengestellt. Diese enthalten Werbelinks, über die Du direkt zur Empfehlung gelangst – und für die Finanztip in manchen Fällen eine Vergütung erhält. Unsere Auswahl erfolgt rein redaktionell und zu 100 Prozent unabhängig.
Tagesgeld
Angebote mit Zinsgarantie (nur für neue Kunden)
DHB Bank
0,25 % p.a. für 6 Monate
max. 50.000 Euro
die besten regulären Angebote (für alle Kunden)
Sberbank Direct
0,20 % p.a.
TF Bank
0,15 % p.a.
Advanzia Bank
0,15 % p.a.
Akbank
0,15 % p.a.
Oyak Anker Bank
0,15 % p.a.
dauerhaft gute Angebote (seit mind. 12 Monaten gute Zinsen)
TF Bank
0,15 % p.a.
0,12 % p.a.
Festgeld
bis 12 Monate
Leaseplan Bank
0,45 % p.a.
0,40 % p.a.
0,36 % p.a.
Sberbank Direct
0,35 % p.a.
bis 24 Monate
Leaseplan Bank
0,55 % p.a.
0,51 % p.a.
0,45 % p.a.
0,45 % p.a.
Sberbank Direct*
0,45 % p.a.
bis 36 Monate
Leaseplan Bank
0,65 % p.a.
0,65 % p.a.
0,61 % p.a.
Die wichtigsten Finanztip-Empfehlungen
Girokonto
Wertpapierdepot
 
Die besten Depots mit niedrigsten Gebühren
Scalable Capital* (Free Broker)
Günstige Depots mit einem breiten Leistungsspektrum
DKB
Baufinanzierungs-Vermittler
 
Planethome
Stromtarif-Wechsel
Gastarif-Wechsel
Handytarife
Prepaid-Tarife
Smart XS von Lidl Connect* (Vodafone-Netz)
Prepaid Basic von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
 
Allnet-Flat
Flat L von Allmobil* (Vodafone-Netz)
Prepaid Smart von Ja! Mobil – Rewe (Telekom-Netz)
Fluggastentschädigung
 
Rechtshelfer
SOS Flugverspätung
EUClaim
Claim Flights
 
Sofort-Entschädigung
EUFlight
Compensation2go
 
Riester-Fondssparplan
 
Uniprofirente Select (Fonds: Uniglobal II)
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Makler BU-Versicherung
 
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Zeroprov
Dr. Schlemann unabhängige Finanzberatung
Lebensversicherung
 
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Wir wollen mit unseren unabhängig recherchierten Empfehlungen möglichst viele Menschen erreichen und ihnen mehr finanzielle Freiheit ermöglichen. Daher sind unsere Inhalte kostenlos im Internet verfügbar. Unsere aufwendige redaktionelle Arbeit finanzieren wir so:

Unsere unabhängigen Experten untersuchen regelmäßig Produkte und Dienstleister. Nur wenn sie dann ein besonders verbraucherfreundliches Angebot empfehlen, kann der entsprechende Anbieter einen Link zu diesem Angebot setzen lassen. Solche Links kennzeichnen wir mit einem Sternchen (*). Geld erhalten wir, wenn Du zum Beispiel diesen Link klickst oder beim Anbieter dann einen Vertrag abschließt. Ob und in welcher Höhe uns ein Anbieter vergütet, hat keinerlei Einfluss auf unsere Empfehlungen. Was Dir unsere Experten empfehlen, hängt allein davon ab, ob ein Angebot gut für Dich als Verbraucher ist.

In der Rubrik „Schnäppchen der Woche“ informieren wir Dich außerdem über kurzfristige und besonders gute Sonderangebote. Hierbei prüfen wir ausdrücklich nicht die Qualität, sondern nur den Preis. Wichtig ist: Die Auswahl trifft auch hier ganz allein unsere unabhängige Redaktion.

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