GDL-Streik

So kommen Sie trotz Bahnstreik an Ihr Ziel

Pendler und Reisende werden auf eine harte Geduldsprobe gestellt, wenn Claus Weselsky von der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zum Streik aufruft. Gut zu wissen, falls die Lokführer mal wieder die Arbeit ruhen lassen wollen: Der Notfahrplan der Deutschen Bahn hat während der GDL-Streiks in den Jahren 2014 und 2015 gut funktioniert. Außerdem gibt es weitere Alternativen, mit denen Sie mobil bleiben – auch dann, wenn Sie kein Auto besitzen.

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Trotz Bahnstreik im Fernverkehr reisen

Notfahrplan - Verbeamtete Lokführer dürfen nicht streiken, und einige GDL-Lokführer fahren trotz Arbeitskampf. So schafft es die Deutsche Bahn, einen Notfahrplan auf die Beine zu stellen, der in der Vergangenheit recht zuverlässig eingehalten wurde.

Rufen Sie im Internet mit der Live-Auskunft die aktuellen Verbindungen ab. Ihre Fahrkarte wird in jedem Ersatzzug akzeptiert, auch in höherwertigen – Zugbindungen von Sparpreistickets sind aufgehoben.

Sollte der gewählte Zug zu spät ankommen, steht Ihnen eine Entschädigung zu – ab 60 Minuten erhalten Sie 25 Prozent des Fahrpreises zurück, ab 120 Minuten 50 Prozent.

Tipp

Ticket stornieren

Sie können Ihre Bahnfahrkarte im Streikfall kostenlos stornieren – im Internet sowie in den DB-Reisezentren und DB-Agenturen.

Fernbus - Außer der Bahn fahren verschiedene Fernbuslinien im deutschen Fernverkehr, zum Beispiel Meinfernbus-Flixbus, Postbus oder Berlin-Linien-Bus. Mit dem Fernbus dauert die Reise zwar oft länger als mit der Bahn, allerdings ist der Preis in der Regel deutlich niedriger. Doch mit Bekanntgabe von Arbeitsniederlegungen erhöhen die Fernbus-Unternehmen die Preise oft deutlich, wie eine Stichprobe von Finanztip ergab.

Ein Beispiel: Die Fahrt von Berlin nach Münster kostete mit Meinfernbus im vergangenen Jahr 16 Euro. Während des Streiks im Dezember verlangte der Anbieter hingegen 49,50 Euro. Buchen Sie daher so früh wie möglich. Die besten Fernbus-Verbindungen finden Sie auf busliniensuche.de.

Mitfahrgelegenheit - Das Auto ist eine der teuersten Arten zu reisen. Doch das gilt nicht mehr, wenn man sich die Kosten teilt. Günstige Mitfahrgelegenheiten finden Sie auf Mitfahrportalen im Internet wie Blablacar. Dort können Sie auch selbst eine Fahrt anbieten. Mit Metasuchmaschinen wie fahrtfinder.net können Sie sogar mehrere Mitfahrportale durchforsten. 

Einige Nutzer bieten außerdem auf Twitter Mitfahrgelegenheiten an. Suchen Sie doch mal nach #twitfahrgelegenheit und #twitfahrzentrale oder nach Hashtags nach dem Muster #startziel, also zum Beispiel #berlinhamburg.

Mietwagen - Wenn Sie keine Mitfahrgelegenheit finden, kann es sich lohnen, einen Mietwagen zu buchen und andere mitzunehmen. Natürlich können Sie damit auch alleine fahren, wenn Sie bereit sind, die verhältnismäßig hohen Kosten zu tragen. Vergleichen und buchen Sie am besten über Metasuchmaschinen. Was die besten Vergleichsportale sind und worauf es bei der Suche ankommt, lesen Sie im Ratgeber Mietwagen.

Fliegen - Deutlich teurer als Bahn, Fernbus und Mitfahrgelegenheiten sind Flugverbindungen. Doch wenn Sie zum Beispiel einen wichtigen Termin wahrnehmen müssen, ist der Flieger vielleicht trotzdem eine Option. Um den billigsten Flug zu finden, geben Sie auf einem Flugpreisportal die gewünschten Flugdaten ein. Unsere Empfehlung: Skyscanner, Kayak oder Swoodoo. Klicken Sie dann in der Ergebnisliste auf den Link zur Fluggesellschaft mit dem günstigsten Preis und buchen Sie dort direkt. Weitere Infos zum Thema erhalten Sie in unserem Ratgeber.

So bleiben Sie im Nahverkehr mobil

Auch der Nahverkehr kann von einem Streik des Bahnpersonals betroffen sein: So können die S-Bahnen, die von der Deutschen Bahn betrieben werden, in den meisten Fällen höchstens nach einem Notfahrplan fahren. Zum Glück gibt es auch hierfür Alternativen.

U-Bahn, Bus und Straßenbahn - Wenn die übrigen öffentlichen Verkehrsmittel nicht bestreikt werden, fahren sie natürlich normal. Allerdings kann es in den Zügen und Bussen eng werden, weil sich die Fahrgäste auf weniger Transportmittel als sonst konzentrieren.

Privatbahnen - Privatbahnen wie die Eurobahn oder die Bayerische Oberlandbahn waren von den vergangenen GDL-Streiks nicht betroffen. Im Einzelfall konnte es allerdings vorkommen, dass DB-Züge die Gleise blockierten und dadurch die anderen Anbieter behinderten.

Achtung

Staugefahr

Machen Sie sich bewusst, dass es durch einen Bahnstreik auf den Straßen voll werden kann.

Carsharing - Wenn Sie in einer größeren Stadt wohnen, können Sie ganz flexibel Carsharing-Fahrzeuge benutzen, zum Beispiel von Drivenow, Car2go, Flinkster oder Citeecar. Die Autos aller stationsunabhängigen Anbieter finden Sie mit Apps wie „Car Jump“ für iPhone, Android und Windows. 

Taxi oder Uber - Sie können sich mit dem Taxi professionell chauffieren lassen oder rufen mit der Uber-App einen Fahrer. Was die Unterschiede zwischen Taxi und Uber sind, erfahren Sie im Vergleich Taxi vs. Uber. 

Fahrrad - Als Radfahrer kommen Sie unabhängig von Streiks pünktlich ans Ziel. Probieren Sie es einfach aus. Falls Sie kein Rad besitzen oder gerade in einer fremden Stadt sind, halten Sie Ausschau zum Beispiel nach den roten Fahrrädern von Call a Bike oder den blauen Velos von Nextbike.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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