Ratgeber Arbeitsrechtsschutz

Gut rechtsschutzversichert bei Streit mit dem Arbeitgeber

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Streit vor dem Arbeitsgericht kann schnell viel Geld kosten. Selbst wer vor dem Arbeitsgericht gewinnt, muss in der ersten Instanz die Kosten für seinen Anwalt selbst zahlen.
  • Eine Arbeitsrechtsschutzversicherung sichert dagegen ab und stärkt die Position des Arbeitnehmers.
  • Arbeitsrechtsschutz gibt es meist nur in Kombination mit dem Baustein Privatrechtsschutz.
  • Ob sich eine solche Police individuell lohnt, hängt von der beruflichen Situation und der Risikoeinschätzung ab, etwa wenn Sie Ärger mit der Firma befürchten.
  • Neue Versicherte haben immer eine Wartezeit von drei Monaten, bis der Versicherungsschutz greift.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie zunächst, ob Sie bereits rechtsschutzversichert sind, etwa als Mitglied in einer Gewerkschaft.
  • Finanztip hat Rechtsschutz-Tarife verglichen, die Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnrechtsschutz enthalten. Wir empfehlen Arag Aktiv Komfort, Auxilia Jurprivat und Huk24 PBV Plus.
  • Falls Sie nicht alle Bausteine benötigen, können Sie auch nur den Privat- und Berufsrechtsschutz des Arag Aktiv Komfort abschließen. Beim Auxilia-Angebot und dem Tarif Huk24 PBV Plus lässt sich ausschließlich der Wohnrechtsschutz abwählen.
  • Arbeitsrechtsschutz alleine ist bei unseren Empfehlungen nicht abschließbar.
  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Rechtsschutzversicherung sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Niemand hat gern Ärger mit seinem Arbeitgeber. Doch der kommt häufig vor: Im Jahr 2015 hat das Statistische Bundesamt knapp 375.000 erledigte Klagen vor deutschen Arbeitsgerichten gezählt. Oft geht es um das Gehalt oder um eine Kündigung. Anders als bei anderen Rechtsstreitigkeiten im Zivilrecht müssen Sie Ihren Anwalt auch dann selbst zahlen, wenn Sie gewinnen (§ 12a Arbeitsgerichtsgesetz). Das kann teuer werden, und von der Abfindung, die Ihnen das Gericht vielleicht zuspricht, bleibt dadurch nicht mehr viel übrig.

Mit einer Arbeitsrechtsschutz-Versicherung schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen eines solchen Rechtsstreits und sind gegenüber Ihrem Chef in einer deutlich besseren Position. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer beruflichen Situation ab und davon, wie hoch Sie das Risiko eines Rechtsstreits einschätzen. Droht Ärger, sollten Sie allerdings schnell handeln, denn die Leistungen der Versicherung können Sie erst nach drei Monaten Wartezeit in Anspruch nehmen.

Diese Leistungen bietet der Berufsrechtsschutz

Arbeitsrechtsschutz können Arbeitnehmer meist nicht als eigene Police abschließen. Versicherer bieten ihn häufig nur in Verbindung mit dem allgemeinen Privatrechtsschutz an.

Berufsrechtsschutz-Verträge gibt es für Angestellte, Beamte und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. Für bestimmte Berufsgruppen, zum Beispiel Beamte oder Ärzte, gibt es spezielle Rechtsschutzversicherungen. Rentner, Freiberufler und Selbstständige haben in aller Regel keine arbeitsrechtlichen Probleme und brauchen den speziellen Arbeitsrechtsschutz eigentlich nicht. Mitglieder einer Gewerkschaft haben häufig automatisch eine Berufsrechtsschutzversicherung.

Zu den wichtigsten arbeitsrechtlichen Fällen, die Sie absichern können, zählen:

Folgende Leistungen und Kosten übernimmt die Versicherung bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten:

  • eigene Anwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz,
  • Gerichts- und Gerichtsvollzieherkosten,
  • Zeugengelder,
  • Kosten für erforderliche Gutachten,
  • Kosten für Schlichtungsverfahren,
  • Kosten der Gegenseite, falls erforderlich.

Das ist durch den Arbeitsrechtsschutz nicht abgesichert

Tipp

Deckungszusage bekommen

Wenn Ihr Anwalt eine Deckungszusage, bei der Versicherung beantragt hat und diese abgelehnt wurde, sollten Sie unbedingt noch einmal selbst bei der Versicherung nachhaken und die Übernahme der Kosten verlangen.

Es gibt Fälle, in denen der Versicherer keine Anwaltskosten übernimmt oder die Zahlung zumindest erst einmal verweigert. Diese Fälle sollten Sie kennen. Stellen Sie im Zweifel vor einer anwaltlichen Beratung bei Ihrer Versicherung eine Deckungsanfrage.

Allgemeine Beratung - Häufig brauchen Arbeitnehmer eine rechtliche Einschätzung, ob der Arbeitgeber darf, was die Führungskraft in einem Mitarbeitergespräch hat anklingen lassen. Da kann es darum gehen, dass der Arbeitgeber Urlaubstage streichen will, die der Arbeitnehmer nicht bis zum Jahresende genommen hat. Oder um die Frage, ob der Arbeitgeber einfach seinen Sitz in eine andere Stadt verlegen darf. Auch wenn jemand von einer Abteilung in die andere versetzt werden soll, stellen Arbeitnehmer sich oft die Frage: Darf die Firma das?

Eine allgemeine arbeitsrechtliche Beratung übernimmt die Rechtsschutzversicherung grundsätzlich nicht, da noch kein Versicherungsfall vorliegt. Es gibt aber Versicherungen, etwa unsere Empfehlungen, die eine telefonische Beratung anbieten. Das kann hilfreich sein, auch wenn Sie damit nicht den Rechtsanwalt Ihres Vertrauens wählen können.

Arbeitgeber droht mit Kündigung - Im Normalfall muss die Abmahnung oder Kündigung schon ausgesprochen sein, damit der Rechtsschutz greift. Das bedeutet also: Hat der Versicherte allgemeinen Beratungsbedarf, weil er ahnt, dass sein Chef im anberaumten Personalgespräch über einen Aufhebungsvertrag sprechen will, so ist das in der Regel noch kein Versicherungsfall. Deshalb lehnt in diesen Fällen der Versicherer erst einmal ab.

Er darf nicht ablehnen, falls Sie nachweisen können, dass Ihr Arbeitgeber mit einer Kündigung gedroht hat, die rechtswidrig wäre (BGH, Urteil vom 19. November 2008, Az. IV ZR 305/07). Lehnt Ihre Versicherung die Kostenübernahme in einem solchen Fall ab, sollten Sie diese auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) hinweisen und darlegen, dass ein Rechtsschutzfall bereits eingetreten ist.

Aufhebungsvertrag - Versicherer zieren sich oft auch, wenn sie die Anwaltskosten für die Beratung zu einem Aufhebungsvertrags übernehmen sollen. Begründung: Die Gestaltung von Verträgen sei nicht mitversichert oder es sei nicht ersichtlich, dass ein Rechtsschutzfall eingetreten ist. Sofern der Chef jedoch – wie in der Praxis oftmals üblich – mit der Kündigung droht, falls der Mitarbeiter den Aufhebungsvertrag nicht unterschreibt, muss die Versicherung die Beratungskosten übernehmen.

Der Versicherte sollte zudem gegenüber seiner Versicherung vortragen, dass die angedrohte Kündigung rechtswidrig wäre. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sie die Anwaltskosten nicht übernimmt (OLG Frankfurt/Main, Urteil vom 17. September 2014, Az. 7 U 102/13). Derartige Streitigkeiten lassen sich vermeiden, wenn der Rechtsschutz-Anbieter die Kosten für eine anwaltliche Beratung auch dann übernimmt, wenn keine Kündigung im Raum steht. Das gilt beispielsweise in den von uns empfohlenen Kombi-Tarifen Huk24 PBV Plus und Arag Aktiv Komfort.

Streitigkeiten aus kollektivem Arbeits- oder Dienstrecht - Für solche Streitigkeiten übernimmt die Versicherung in der Regel keine Kosten, etwa wenn es um betriebliche Mitbestimmung oder betriebliche Regelungen des Arbeitgebers geht. Das Gleiche gilt für Fragen des Dienstrechts, etwa die Einordnung in die richtige Besoldungsgruppe.

Kündigung wegen einer Straftat - Die Versicherung zahlt nicht, wenn der Versicherungsnehmer den Versicherungsfall vorsätzlich und rechtswidrig herbeigeführt hat. Begeht der Arbeitnehmer also einen Diebstahl und erhält daraufhin eine fristlose Kündigung, dann besteht kein Rechtsschutz. Schwierig ist es immer dann, wenn es Zweifel hinsichtlich der Straftat gibt, und der Arbeitgeber nur auf Verdacht gekündigt hat. Dann kommt es immer auf den Einzelfall an.

Keine Aussicht auf Erfolg - Die Versicherung übernimmt nur dann die Kosten, wenn auch Erfolgsaussichten bestehen. Der Anbieter kann sich weigern, eine Deckungszusage zu erteilen, falls er der Meinung ist, dass der Kunde den Streit nicht gewinnen kann. In der Praxis kommt das selten vor. Lehnt die Versicherung dennoch ab, muss sie das begründen. Versicherte können diese Entscheidung dann mit einem sogenannten Stichentscheid oder einem Schiedsverfahren anfechten oder sich an den Versicherungsombudsmann wenden.

  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Rechtsschutzversicherung sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Das kann ein Streit vor dem Arbeitsgericht kosten

Was an Gerichts- und Anwaltskosten auf Sie zukommen kann, hängt immer vom Streitwert ab. Das Gericht legt diesen nach den gesetzlichen Vorgaben fest und orientiert sich dabei am Streitwertkatalog der Arbeitsgerichtsbarkeit. Wollen Sie Ihre Überstunden ausgezahlt haben, dann ist genau die Summe, die Sie selbst ausgerechnet haben, der Streitwert. Geht es um eine Kündigung, beläuft sich der Streitwert in der Regel auf drei Brutto-Monatsgehälter (§ 42 Abs. 2 Gerichtskostengesetz).

Gewinnen Sie vor dem Arbeitsgericht in erster Instanz, zahlen Sie trotzdem Ihren eigenen Anwalt. Anders als bei einem Zivilprozess übernimmt die unterlegene Partei diese Kosten nicht (§ 12a Arbeitsgerichtsgesetz). Verlieren Sie vor Gericht, zahlen Sie außerdem die Gerichtskosten. Eine Kostenerstattung für die Gegenseite gibt es nicht. Bei einem gerichtlichen Vergleich fallen keine Gerichtsgebühren an, Ihr Anwalt bekommt allerdings eine zusätzliche Gebühr.

Der Online-Rechner des Arbeitsgerichts Hamm gibt einen schnellen Überblick über die möglichen Kosten eines Verfahrens. Sie solten sich dieses Kostenrisiko vor Augen halten, das Sie mit einer Arbeitsrechtsschutzversicherung absichern können.

Beispiel: Gerichts- und Anwaltskosten bei einer Kündigung

Ein Arbeitnehmer bekommt nach drei Abmahnungen die Kündigung und will sich dagegen wehren. Sein monatliches Gehalt liegt bei 3.000 Euro; der Streitwert ist somit 9.000 Euro.

1. Gewinnen:
Für den Fall, dass er vor dem Arbeitsgericht in der ersten Instanz gewinnt, trägt er nur die eigenen Anwaltskosten in Höhe von rund 1.532 Euro.

2. Vergleichen:
Schließt der Arbeitnehmer vor Gericht einen Vergleich, zahlt er keine Gerichtsgebühren; sein Anwalt verlangt aber eine zusätzliche Gebühr. So muss so mit eigenen Anwaltskosten rechnen in Höhe von 2.135 Euro.

3. Verlieren:
Falls er verliert, muss er neben den eigenen Anwaltskosten in Höhe von 1.532 Euro auch noch die Gerichtsgebühren in Höhe von 444 Euro zahlen. Insgesamt sind das 1.976 Euro.

Finanztip-Recherche (Stand: 24. Mai 2017)

Darauf sollten Sie beim Vertragsabschluss achten

Es gibt ein paar Dinge, auf die Sie bei der Auswahl der Rechtsschutzpolice mit dem Baustein Berufs- oder Arbeitsrechtsschutz achten sollten:

Versicherungssumme - Bis zu dieser Höchstgrenze zahlt die Versicherung im Streitfall die Kosten. Bei den Deckungssummen für den Privat- und Arbeitsrechtsschutz gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern. Bei einigen Anbietern beträgt die Deckungssumme lediglich 350.000 Euro, bei anderen ist sie unbegrenzt. Eine Versicherungssumme von 500.000 Euro sollte in der Regel zumindest für die Streitigkeiten im Arbeitsrecht reichen.

Freie Anwaltswahl - Wichtig ist, dass Sie einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens wählen können, sofern Sie das möchten, und nicht auf bestimmte Anwälte festgelegt sind, die der Versicherer Ihnen vorgibt.

Telefonberatung - Manchmal reicht eine telefonische Rechtsberatung bereits aus, um Ihre Fragen zu klären. Eine solche Beratung sollte Ihre Arbeitsrechtsschutzversicherung unbegrenzt häufig und kostenlos anbieten. Die Hotlines unserer Empfehlungen decken alle Rechtsgebiete ab, nicht nur die im Vertrag eingeschlossenen. Haben Sie also nur Privat- und Berufsrechtsschutz, bekommen Sie trotzdem auch Auskunft zu grundlegenden Fragen etwa zum Mietrecht.

Selbstbeteiligung - Viele Versicherer bieten eine reduzierte Prämie an, wenn Sie eine Selbstbeteiligung wählen. Wir raten zu einer Selbstbeteiligung von 150 Euro. Wer sich nur gegen sehr hohe Kostenrisiken absichern will, kann auch 250 Euro Selbstbeteiligung wählen. Bei manchen Versicherungen entfällt die Selbstbeteiligung auch, wenn ein Streit nach einer Erstberatung beim Anwalt beigelegt ist und nicht vor Gericht geht oder wenn Sie nur eine außergerichtliche Schlichtung in Anspruch nehmen.

Schadenfreiheitsbonus - Es gibt Versicherer, bei denen die Selbstbeteiligung sinkt, falls Sie mehrere Jahre lang keinen Schaden melden. Ideal ist es, wenn der Anbieter schadenfreie Jahre beim Vorversicherer anrechnet, sofern Sie den Vertrag wechseln. Achten Sie bei solchen Bonussystemen aber darauf, wie stark die Selbstbeteiligung nach einem Schaden wieder ansteigt. Es gibt Tarife, in denen der Eigenanteil im ungünstigsten Fall deutlich über die ursprünglich vereinbarte Summe steigt.

Wartezeit - Seien Sie sich im Klaren, dass beim Arbeitsrechtsschutz immer eine Wartezeit gilt – in der Regel sind das drei Monate nach Abschluss der Rechtsschutzversicherung. Für Streitigkeiten, die innerhalb dieses Zeitraums entstehen, gibt es keinen Versicherungsschutz. Allerdings kann die Wartezeit  entfallen, falls Sie bereits eine Rechtsschutz-Police haben und nahtlos zu einem anderen Anbieter wechseln. Damit das klappt, dürfen Sie allerdings keinen Tag ohne Versicherung gewesen sein.

Kündigung durch den Versicherer - Der Versicherer kann meist kündigen, wenn Sie innerhalb eines Jahres zwei Versicherungsfälle einreichen. Wie das Ihre Versicherung handhabt, sollten Sie in den allgemeinen Versicherungsbedingungen unter dem Punkt „Kündigung nach Versicherungsfall“ nachlesen.

Tipp

Arbeitsrechtsschutz von der Steuer absetzen

Die Kosten, die der Versicherer für den Baustein Arbeitsrechtsschutz verlangt, können Sie in der Steuererklärung als Werbungskosten in der Anlage N geltend machen. Der genaue Anteil für diesen Bereich innerhalb Ihrer Rechtsschutzversicherung liegt durchschnittlich zwischen 40 und 60 Prozent. Eine entsprechende Aufschlüsselung der Versicherungsprämie stellt Ihnen Ihre Versicherung aus. Was Sie dabei beachten müssen, finden Sie im Artikel „Rechtsschutzversicherung von der Steuer absetzen“.

Diese Tarife können wir empfehlen

Finanztip hat im März 2017 Rechtsschutz-Tarife verglichen, die die Bereiche Privat-, Berufs-, Verkehrs- und Wohnrechtschutz abdecken, und Angebote herausgesucht, die eine gute Leistung zu einem fairen Preis bieten. Details zu unserem Vorgehen lesen Sie in unserem Testartikel.

Folgende Tarife können wir empfehlen:

Arag Aktiv Komfort
Umfassendes Leistungspaket

  • erreicht 83 % in unserem Leistungsvergleich
  • keine Wartezeit für Vertragsrechtsschutz
  • Mediation für nicht versicherte Themen
  • Kapitalanlagen mit Wertpapieren nicht versichert
  • Vorwurf eines Verbrechens nicht versichert

Auxilia Jurprivat
Gute Leistungen

  • erreicht 78 % in unserem Leistungsvergleich
  • Strafrechtsschutz auch beim Vorwurf eines Verbrechens
  • Mediation für nicht versicherte Themen
  • keine günstigeren Beiträge für Singles
  • drei Monate Wartezeit für Vertragsrechtsschutz

Huk24 PBV Plus
Tipp für Kapitalanleger

  • erreicht 70 % in unserem Leistungsvergleich
  • 10.000 € Deckung für Ärger rund um Kapitalanlagen
  • Angebot eines Aufhebungsvertrags immer gedeckt
  • die Selbstbeteiligung steigt bei mehreren Schäden auf bis zu 500 €
  • Streitursachen vor Vertragsbeginn nur stark eingeschränkt versichert

Wir haben bei den drei genannten Tarifen das Komplettpaket untersucht. Beim Arag Aktiv Komfort lassen sich aber auch einzelne Bausteine miteinander kombinieren, beispielsweise Privat- und Berufsrechtsschutz.

Den Tarif Jurprivat der Auxilia gibt es hingegen nur als Kombipaket. Mit dem Auxilia PBV existiert aber ein Angebot mit identischen Vertragsbedingungen, über das Sie verschiedene Kombinationen einzelner Bausteine absichern können. Arbeitsrechtsschutz gibt es allerdings nur zusammen mit den Bausteinen Privat- und Verkehrsrecht.

Falls Sie den umfangreichen Strafrechtsschutz des Tarifs Jurprivat in den Vertrag integrieren möchten, geht das nicht online. Sie müssen dafür per E-Mail oder Post ein Angebot von der Auxilia anfordern. Außerdem wichtig zu wissen: Wenn Sie einen Rechtsschutz bei der Auxilia abschließen, werden Sie automatisch auch Mitglied im KS-Automobilklub. Die Mitgliedsgebühr ist im Gesamtbeitrag bereits enthalten.

Auch den Tarif Huk24 PBV Plus gibt es nur als Kombination aus Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz. Den Wohnrechtsschutz können Kunden miteinschließen oder abwählen.

Übersicht Jahresbeitrag

  Privat- und Berufsrechtsschutz   Komplettpaket  
Tarifname Single Familie Single Familie
Arag Aktiv Komfort 220 € 259 € 288 € 338 €
Auxilia PBV/Jurprivat 283 €¹ 302 €¹ 333 € 333 €
Huk24 PBV Plus 256 €² 280 €² 325 € 349 €

Annahmen: 40-jähriger Angestellter, kein öffentlicher Dienst, keine Vorversicherung, keine Vorschäden, 150 Euro Selbstbeteiligung, jährliche Zahlweise, Werte gerundet.

¹Beitrag für Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz inklusive Spezial-Strafrechtsschutz
²Beitrag für Privat-, Berufs- und Verkehrsrechtsschutz

Quelle: Anbieter (Stand: 24. Mai 2017)

Mehr dazu im Ratgeber Rechtsschutzversicherung

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Ein Rechtsstreit kann teuer werden

  • Rechtsschutz ist sinnvoll, aber kein Muss.
  • Viele Fälle, etwa rund um Hausbau oder Scheidung, sind nicht versichert.
  • Wir zeigen gute Tarife zu einem fairen Preis.

» Zum Ratgeber

  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Rechtsschutzversicherung sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Sollen wir Sie
zum Thema Rechtsschutzversicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter britta.schoen@finanztip.de.

Julia Rieder

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.