Kfz-Versicherung

So finden Sie eine günstige Autoversicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Der schnellste und beste Weg zu einem günstigen Kfz-Versicherungsangebot führt über einen Versicherungsvergleich auf Portalen im Internet.
  • Aber Vorsicht: Die Vergleichsportale finanzieren sich über Provisionen und sind daher nicht unabhängig.
  • Außerdem durchsucht kein Vergleichsportal die Angebote aller Anbieter. Hinzu kommt: Günstige Direktversicherer ziehen sich zunehmend von den Vergleichsportalen zurück.
  • Endet Ihr Vertrag zum Jahresende, können Sie bis zum 30. November kündigen und wechseln.
  • Wenn Ihre Kfz-Versicherung teurer geworden ist, haben Sie nach Erhalt des Schreibens noch einen Monat Sonderkündigungsrecht – holen Sie ein aktuelles Angebot ein und vergleichen Sie dieses mit Ihrer bestehenden Police.
  • Die Vielzahl der Tarifmerkmale lässt sich in Muss-, Kann- und Finger-weg-Optionen einteilen.

So gehen Sie vor

  • Überlegen Sie, welchen Versicherungsschutz Sie brauchen. An der Kfz-Haftpflicht führt kein Weg vorbei, sie ist Pflicht. Zusätzlich können Sie Ihr Auto voll- oder teilkaskoversichern.
  • Beachten Sie unsere Spartipps und Empfehlungen zu den Einstellungen auf den Vergleichsportalen.
  • Machen Sie immer zwei Vergleiche. Nutzen Sie dafür mindestens ein Vergleichsportal. Auch der Vergleich mit dem Preis eines Direktversicherers kann sinnvoll sein.
  • Wir empfehlen die Vergleichsportale Check24 und Verivox. Nicht ganz so gut, aber immer noch empfehlenswert ist autoversicherung.de.
  • Die günstigen Direktversicherer, die nicht auf den Portalen vertreten sind und bei denen sich der Vergleich auch lohnt, sind vor allem Hannoversche Direkt und Huk24.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu Kfz-Versicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Jeder dritte Autobesitzer hat noch nie seine Kfz-Versicherung gewechselt – das ergab eine Finanztip-Umfrage im Juli und August 2017. Wenn Sie dazu zählen oder schon länger nicht mehr in Ihre Unterlagen geschaut haben, sollten Sie dies unbedingt im Herbst tun. Denn durch einen Wechsel der Autoversicherung lassen sich mitunter mehrere Hundert Euro sparen. Und in der Wechselsaison bis Ende November gibt es die größten Rabatte. Finanztip erklärt in sieben Schritten, wie Sie mithilfe eines Online-Vergleichsportals den passenden Tarif finden.

Schritt 1: Welchen Schutz Sie brauchen

Jeder Fahrzeughalter in Deutschland muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung haben – sonst wird das Auto nicht zugelassen. Laut Gesetz müssen Personenschäden bis mindestens 7,5 Millionen Euro gedeckt sein, Sachschäden bis 1,12 Millionen Euro und Vermögensschäden bis 50.000 Euro. Die meisten Versicherer bieten bereits in ihrem Grundtarif eine deutlich höhere Schadenssumme von pauschal 50 oder 100 Millionen Euro an. Bei anderen zahlen Versicherte für die Police mit solchen höheren Deckungssummen einen geringen Aufschlag. Die Kfz-Haftpflichtversicherung lässt sich als Sonderausgabe von der Steuer absetzen.

Der eigene Wagen ist durch die Kfz-Haftpflichtversicherung jedoch nicht geschützt. Darum empfiehlt es sich bei vielen Autos, außerdem eine freiwillige Kaskoversicherung abzuschließen. Zur Wahl stehen Teilkasko- und Vollkaskotarife.

Für diese Schäden zahlt die Teilkasko:

  • Diebstahl,
  • Brand und Explosion,
  • Sturm, Blitzschlag, Hagel und Überschwemmung,
  • Zusammenstöße mit Haarwild (zum Beispiel Reh oder Wildschwein),
  • Marderbiss an Kabeln, Schläuchen und Leitungen,
  • Glasbruch,
  • Kabelschaden durch Kurzschluss.

Der Versicherungsschutz lässt sich erweitern auf Schäden durch Tiere aller Art (etwa durch den Zusammenstoß mit einem Hund) oder die Folgeschäden durch Marderbiss. Beim Vergleich auf einem Online-Portal können Sie die passenden Optionen auswählen.

Die Vollkaskoversicherung bietet den Schutz einer Teilkasko und deckt darüber hinaus einen Schaden am eigenen Fahrzeug durch selbst verschuldete Unfälle sowie durch Vandalismus ab. Dadurch ist die Vollkaskopolice in der Regel der teuerste Schutz.

Ob und welche Kaskoversicherung sinnvoll ist, muss jeder Fahrer abwägen. Bei der Erstattung der Unfallkosten setzt eine Kaskoversicherung den aktuellen Wert des Wagens an. Ist das Auto schon sehr alt und hat nur noch wenige Hundert Euro Restwert, lohnt sich die Teilkaskoversicherung nicht, die Haftpflichtpolice reicht dann in der Regel aus.

Vor allem bei Neuwagen empfiehlt es sich, eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Je nach Vertrag ist das bei einigen Leasing-Vereinbarungen sogar Pflicht. Für Fahrer, die bereits drei oder mehr Jahre schadensfrei sind und in einer günstigen Region wohnen, kann ein Vollkaskotarif sogar preiswerter sein als Teilkasko. Denn anders als in der Teilkasko gewährt die Versicherung bei einer Vollkasko einen Schadenfreiheitsrabatt für unfallfreie Fahrer. 

Haben Sie eine Kaskoversicherung abgeschlossen, sollten Sie regelmäßig prüfen, ob der Schutz noch zum Auto passt. Nach einigen Jahren ist es meist sinnvoll, von der Vollkasko zu einer Teilkaskoversicherung überzugehen. Vergleichen Sie dafür Preise für beide Varianten und rechnen Sie die Differenz gegen den Wert des Autos.

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Schritt 2: Was in der Kfz-Versicherung drin sein sollte

Die folgenden Tarifmerkmale sollten Sie auf einem Vergleichsportal auswählen, um sie in jedem Fall in Ihre Kfz-Versicherung miteinzuschließen:

Erhöhte Deckungssummen - Damit schließen Sie nur Tarife ab, die 50 oder 100 Millionen Euro als Versicherungssumme haben. Mit solchen Deckungssummen sind Sie gegen die finanziellen Folgen auch schwerer Unfälle abgesichert. Eine Finanztip-Studie zeigt, dass die meisten Tarife dieses Merkmal bereits ohne Aufpreis anbieten. Sogar wer explizit nach einem Tarif mit der niedrigeren gesetzlichen Deckungssumme sucht, findet nur wenige Basis-Tarife. Es lohnt sich daher nicht, auf erhöhte Deckungssummen zu verzichten, zumal die günstigsten Tarife in unserer Studie diese immer anbieten.

Mallorca-Police - Diese Option erhöht die Versicherungssumme für Mietwagen im europäischen Ausland auf deutsches Niveau. Damit sind Sie im Urlaub gut haftpflichtversichert. Die Mallorca-Police kostet laut unserer Studie heute oft keinen Aufschlag mehr. Nur wenige Basis-Tarife verzichten auf die Absicherung. Diese Tarife zählten in der Studie dennoch nicht zu den günstigsten Angeboten.

In der Kaskoversicherung

Grobe Fahrlässigkeit - Verzichtet der Versicherer auf die Einrede der groben Fahrlässigkeit, kann er seine Leistung nicht kürzen, falls Sie beispielsweise nach dem Überfahren einer roten Ampel einen Unfall verursachen. Nicht versichert ist das Auto allerdings, wenn Sie unter Alkohol- oder Rauschmitteleinfluss fahren oder den Diebstahl des Wagens grob fahrlässig ermöglichen. Tarife, die noch Weiteres ausschließen, sollten Sie nicht wählen.

Die Finanztip-Studie zeigt: Der Zusatzschutz kostet bei den meisten Tarifen keinen Aufschlag. Auch die günstigsten Tarife hatten die grobe Fahrlässigkeit fast immer eingeschlossen. Bei den wenigen Tarifen im Test, die Varianten mit und ohne diese Klausel boten, lag der Preisunterschied nur bei 2 Prozent.

Marderschäden mit Folgeschäden - Ein Schlauchschaden durch einen Marderbiss kann unangenehm teuer werden, vor allem wenn in der Folge der Motor Schaden nimmt. Marder sind auch in Städten aktiv. Oft ist die Erstattung für Folgeschäden aber auf 3.000 Euro begrenzt. Auch dieses Merkmal schließen die meisten Tarife kostenlos in den Schutz mit ein. Die wenigen Anbieter, die Tarife mit und ohne Schutz vor Folgeschäden anbieten, verlangen laut Studie im Durchschnitt einen Aufpreis von nur 2,9 Prozent.

Schritt 3: Das sind Kann-Optionen

Die folgenden Tarifmerkmale können je nach der individuellen Situation eine sinnvolle Ergänzung sein, kosten unter Umständen aber einen deutlichen Aufpreis:

Rabattschutz - Um die Schadenfreiheitsklasse (SF-Klasse) zu halten, zahlt es sich manchmal aus, einen Rabattschutz zu vereinbaren. Statistisch lohnt er sich, wenn er deutlich weniger als 100 Euro in der Haftpflicht kostet und deutlich weniger als 200 Euro in der Vollkasko. Allerdings erschwert die Klausel den Wechsel zu einem anderen Anbieter. Für ihn gilt der Rabattschutz nicht, bei der Einstufung der SF-Klasse zählt bei ihm auch ein Unfall in der Vergangenheit.

Erweiterte Wildschäden - Standardmäßig zahlt die Teilkasko nur bei Unfällen mit Haarwild, also vor allem mit Rehen und Wildschweinen. Gerade in ländlichen Gegenden lohnt sich die Option „erweiterte Wildschäden“, die dann beispielsweise auch Zusammenstöße mit Kühen oder Pferden abdeckt. Die Option „Tiere aller Art“ zahlt bei Unfällen mit allen Tieren. Die Klausel ist bereits Standard. Die wenigen Versicherungen, die dafür einen Aufschlag verlangen, nehmen im Schnitt 2,2 Prozent Aufpreis für den Zusatzschutz.

Autoschutzbrief - Mit einem Autoschutzbrief bekommen Sie Hilfe nach einer Autopanne. Dabei übernimmt der Anbieter etwa die Abschlepp- und Übernachtungskosten, wenn Sie das Auto nach einem Unfall nicht nutzen können. Einige Schutzbriefe bezahlen auch einen Mietwagen und bieten personenbezogene Leistungen wie Krankenrücktransport, Medikamentenversorgung im Ausland und im Todesfall die Übernahme der Bestattungs- oder Überführungskosten.

Pannendienst oder Abschlepphilfe können Sie notfalls auch selbst bezahlen. Wer sich dennoch dagegen absichern möchte, muss sich zwischen Kfz-Schutzbrief und Automobilklub entscheiden. Der Schutzbrief kostet laut Finanztip-Studie im Durchschnitt etwa 13 Euro im Jahr – dafür sind die Erstattungsgrenzen oft recht niedrig. Automobilklubs bieten mehr Leistung gegen einen höheren Preis.

Bei Neuwagen können Sie auf einen Schutzbrief oder den Automobilklub verzichten, denn dann greift meist die Mobilitätsgarantie des Herstellers.

Fahrerschutzversicherung - Für Versicherte, die keine Berufsunfähigkeits- oder Unfallversicherung haben und Vielfahrer sind, kommt eine Fahrerschutzversicherung infrage. Sie begleicht den Verdienstausfall und zahlt Schmerzensgeld bei einem selbst- oder mitverschuldeten Unfall. Günstige Policen sind für etwa 25 Euro im Jahr zu haben. Sie ist nicht zu verwechseln mit der Fahrer-Unfallversicherung, von der wir abraten.

Auf diese Merkmale können Sie verzichten

Insassen-Unfallversicherung - Die Insassen-Unfallversicherung übernimmt die Kosten, wenn einer Ihrer Mitfahrer verletzt oder getötet wird. Doch solche Schäden sind ohnehin entweder durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers oder durch die Ihre eigene Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt, falls Sie den Unfall bauen. Die Insassen-Unfallversicherung springt praktisch nur dann ein, wenn nach einem Unfall die Versicherung des Unfallverursachers den Schaden wegen Fahrerflucht nicht deckt. In solchen Fällen hilft aber auch die Verkehrsopferhilfe.

Fahrer-Unfallversicherung - Sie umfasst ähnliche Leistungen wie eine Fahrerschutzversicherung. Wie viel Geld Sie nach einem Unfall erhalten, hängt aber von der gewählten Deckungssumme und dem Grad einer möglichen Invalidität ab – und nicht vom tatsächlichen Schaden. Wer sichergehen will, dass er bei einem Autounfall in vollem Umfang abgesichert ist, sollte daher die Fahrerschutzversicherung vorziehen. Gegen Unfälle nicht nur im Auto schützt eine private Unfallversicherung besser. Doch auch diese eignet sich nicht für jeden.

Freie Werkstattwahl - Es zahlt sich aus, wenn die Versicherung die Werkstatt bestimmen darf – der Versicherungsbeitrag ist dann niedriger. Besitzer von Fahrzeugen mit noch gültiger Herstellergarantie oder mit Leasing sollten aber auf jeden Fall die freie Werkstattwahl wählen.

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Schritt 4: Der Weg zu den besten Tarifen

Ohne Vergleichsportal ähnelt die Suche nach einer günstigen Kfz-Versicherung der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen. Wer bei mehreren Anbietern Preise abfragt, bekommt von jedem einen anderen Betrag genannt. Diese können beträchtlich voneinander abweichen.

Abhilfe versprechen Vergleichsportale: Weil jeder Versicherer das Risiko eines Fahrers anders bewertet, bieten sie mit nur einer Eingabe aller relevanten Daten eine nützliche Übersicht über die Preise vieler Anbieter – aber nicht aller Anbieter.

Denn kein Portal listet die Preise aller Versicherungen: Einige Anbieter haben nur mit einem der vielen Portale einen Vertrag, andere erscheinen auf gar keinem Vergleichsportal. Wer sich auf ein Vergleichsportal allein verlässt, findet daher nur selten den wirklich günstigsten Tarif. Das wird in unserer Untersuchung deutlich: Das beste Portal lieferte nicht einmal bei jeder zweiten Abfrage den niedrigsten Preis.

Wir haben uns im September und Oktober 2017 vor der Kfz-Wechselsaison 26 Vergleichsseiten angeschaut und dort anhand von 32 Musterprofilen Beiträge verglichen. Zusätzlich haben wir Daten bei den beiden Direktversicherern Hannoversche Direkt und Huk24 erhoben. Denn diese beiden Anbieter haben sich in den vergangenen Jahren von den Vergleichsportalen zurückgezogen, bieten aber in vielen Fällen einen günstigen Tarif an. Bei der Suche nach einer Kfz-Police kann es sinnvoll sein, solche Angebote nicht außer Acht zu lassen. Mithilfe unserer Abfragen ermittelten wir den besten Weg zu günstigen Autoversicherungen.

Die besten Portale

Insgesamt fragten wir in den beiden Untersuchungszeiträumen 64 Preise ab. Im Vergleich lieferten die Portale Check24 und Verivox die besten Ergebnisse. Etwas schwächer, aber auch noch gut war autoversicherung.de.

Um die Portale bewerten zu können, vergleichen wir die durchschnittliche Abweichung des günstigsten Ergebnisses auf jedem Portal mit dem insgesamt für das Profil gefundenen günstigsten Beitrag. Je weniger die Portale im Durchschnitt darüber liegen, desto besser. Zusätzlich betrachten wir die maximale Abweichung in unserer Untersuchung. Denn für den Versicherungskunden ist es besonders ungünstig, den einen Tarif zu erwischen, der beispielsweise ein Viertel teurer ist als der günstigste Tarif.

Die besten Portale im Vergleich

  Check24 Verivox autoversicherung.de
durchschnittliche Abweichung vom besten Preis 5 % 6 % 10 %
höchste Abweichung vom besten Preis 26 % 28 % 28 %
Anzahl günstigster Tarif im Vergleich (von 64 Preisabfragen) 26 x 16 x 7 x

Auszug aus den Test-Ergebnissen
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 2. November 2017)

In der Tabelle oben sehen Sie die Daten der empfohlenen Anbieter. Alle Ergebnisse des Vergleichs finden Sie in unserem Testartikel.

Direktversicherer verlassen die Portale

Kein Vergleichsportal bietet alle Versicherungen zum Abschluss an. Außerdem ziehen sich preisaggressive Anbieter zunehmend von den Portalen zurück. Sowohl die Hannoversche Direkt als auch Huk24 sind derzeit auf keinem Vergleichsportal gelistet. Daher ist es sinnvoll, auch diese Direktversicherer in den Preisvergleich miteinzubeziehen.

In unserer Erhebung schlagen sich die beiden Anbieter recht gut. Die Hannoversche ist durchschnittlich 9 Prozent teurer als der insgesamt gefundene günstigste Tarif. Für einen einzelnen Anbieter ist das ein ordentlicher Wert. Auch Huk24 schlägt sich mit durchschnittlich 14 Prozent nicht schlecht.

Im Vergleich zu Erhebungen im Jahr 2016 fallen die Preisschwankungen geringer aus. Die Gefahr, 2017 einen deutlichen Ausreißer zu erwischen, ist unserer Einschätzung nach gesunken. Trotzdem liegen die Direktversicherer bei der maximalen Abweichung mit 46 beziehungsweise 48 Prozent deutlich über den Vergleichsportalen. Schließlich wird die Schwäche eines einzelnen Anbieters nicht durch Stärken eines anderen ausgeglichen, wie es auf einem Portal der Fall ist.

Dennoch: Wer die Direktversicherer in seinen Vergleich nicht einbezieht, verpasst möglicherweise etwas. Denn die Hannoversche lieferte 23-mal das günstigste Angebot, die Huk24 neunmal.

Die Direktversicherer im Vergleich

  Huk24 Hannoversche Direkt
durchschnittliche Abweichung vom besten Preis 14 % 9 %
höchste Abweichung vom besten Preis 48 % 46 %
Anzahl günstigster Tarif im Vergleich (von 64 Preisabfragen) 9 x 23 x

Auszug aus den Test-Ergebnissen
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 2. November 2017)

Am besten zwei Vergleiche kombinieren

Zwei Vergleiche erhöhen somit die Chance auf eine gute und zugleich günstige Kfz-Versicherung. Kombinieren Sie dazu am besten zwei Vergleichsportale. Oder nehmen Sie eines der starken Portale und vergleichen Sie anschließend noch bei einem der Direktversicherer. Das Angebot des Direktversicherers kann in einigen Fällen der günstigste Preis sein.

Unsere Erfahrung zeigt: Mit den Kombinationen erhalten Sie wahrscheinlich einen günstigen Tarif und zahlen – wenn überhaupt – nur wenig mehr als nötig. Zugleich senken Sie in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit, deutlich mehr zu zahlen als nötig. So sank beispielsweise in der Erhebung im September 2017 die maximale Abweichung von 24 Prozent auf 11 Prozent, wenn wir Preise sowohl bei Check24 als auch Verivox abfragen.

Eines sollten Sie aber nie machen: nur bei den beiden Direktversicherern vergleichen. Die Gefahr, hohe Ausreißer nicht abzufedern, war in unserem Test sehr hoch.

Check24
Vergleich Kfz-Versicherungen

  • geringe durchschnittliche Abweichung im Test
  • laut eigener Angabe 60 Versicherer im Angebot
  • Abschlussmöglichkeit direkt auf Portal
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
  • ganz oben angezeigtes Ergebnis ist „Maklerempfehlung“

Verivox
Vergleich Kfz-Versicherungen

  • geringe durchschnittliche Abweichung im Test
  • laut eigener Angabe 54 Versicherer im Angebot
  • Abschluss direkt auf dem Portal möglich
  • bietet nur Tarife mit erhöhter Deckungssumme an
  • deckt nicht den gesamten Markt ab
  • oberster angezeigter Tarif ist Werbung

autoversicherung.de
Vergleich Kfz-Versicherungen

  • Abschlussmöglichkeit direkt beim Anbieter
  • aufwendige Dateneingabe
  • hohe maximale Abweichung im Test
  • keine Support-Hotline
  • laut eigener Angabe 12 Versicherer abschließbar
autoversicherung.de

Die Hannoversche und Huk24 bieten sowohl günstige als auch gute Tarife an. Bei ihnen erfüllen alle Voreinstellungen des Tarifrechners die Finanztip-Mindestanforderungen an einen guten Tarif. Wer weniger Schutz will, muss dies aktiv anwählen.

Hannoversche Direkt
Kfz-Versicherung

  • günstige Tarife
  • Abschlussmöglichkeit direkt beim Anbieter
  • einfache Preisabfrage
  • alle Voreinstellungen erfüllen die Finanztip-Mindestanforderungen
  • nicht mehr auf den empfohlenen Vergleichsportalen vertreten
  • zusätzlicher Vergleich auf Vergleichsportal sinnvoll
Hannoversche Direkt

Huk24
Kfz-Versicherung

  • günstige Tarife
  • Abschlussmöglichkeit direkt beim Anbieter
  • einfache Preisabfrage
  • alle Voreinstellungen erfüllen die Finanztip-Mindestanforderungen
  • nicht mehr auf Vergleichsportalen vertreten
  • zusätzlicher Vergleich auf Vergleichsportal sinnvoll
  • keine Support-Hotline

Schritt 5: So gehen Sie beim Vergleichen vor

Öffnen Sie auf Ihrem Computer zwei Browserfenster und platzieren Sie sie nebeneinander auf Ihrem Bildschirm. In den gleichzeitig geöffneten Fenstern lassen sich die Ergebnisse am besten vergleichen. Orientieren Sie sich bei den Eingaben an unseren obigen Empfehlungen und den Anleitungen für Check24, Verivox und Huk24. Beachten Sie, dass auf einem Portal der Vergleich erst komplett ist, wenn Sie auch neben der ersten Ergebnisübersicht weitere Merkmale ausgewählt haben. An dieser Stelle fragen viele Portale erst nach Zusatzschutz wie „Marderschäden mit Folgeschäden“ oder „erhöhte Deckungssummen“. Überprüfen Sie auch, ob die Tarifdetails, die wir im Folgenden beschreiben, für Sie infrage kommen.

Günstigster Tarif steht nicht immer oben

Beim Vergleich auf Check24 erscheinen ganz oben in der Ergebnisliste ein oder zwei blau hervorgehobene Tarife. Das Portal teilte uns mit, dies seien Angebote, die „Top-Leistung“ oder „Top-Preis/Leistung“ für die eingestellten Kriterien böten. Seit jüngstem beschreibt Check24 nun genau, warum es diese Tarife für die jeweilige Suche hervorhebt. Das Portal nennt sie „Makler-Empfehlung“.

Makler-Empfehlung bei Check24

Quelle: Screenshots Check24 (Stand: 5. September 2017)

In einer Finanztip-Stichprobe war diese Makler-Empfehlung stets deutlich teurer als das günstigste von uns gefundene Ergebnis. Dabei erfüllt auch der günstigste Tarif unsere Anforderungen an eine gute Kfz-Versicherung, da alle eingegebenen Tarifmerkmale berücksichtigt sind.

Anzeige bei Verivox

Quelle: Screenshot Verivox (Stand: 5. September 2017)

Auch Verivox zeigt ganz oben in der Ergebnisliste einen Tarif an, der ganz schön ins Geld gehen kann. Er ist als Anzeige gekennzeichnet. In vielen Fällen ist der dort präsentierte Tarif teurer als der günstigste in der Ergebnisliste, obwohl dieser die von uns eingegebenen Kriterien erfüllt.

Schritt 6: Achten Sie auf diese Tarifmerkmale

In den Portalen befindet sich oberhalb der Ergebnislisten ein Link „Tarife vergleichen“. Dort finden Sie detaillierte Leistungsbeschreibungen. Achten Sie dort auf folgende Merkmale, sofern diese Sie besonders betreffen:

Sonderausstattung - Wenn das Fahrzeug über umfangreiche Extras verfügt, sollte der Tarif Sonderausstattungen im erforderlichen Umfang abdecken. Was genau als Sonderausstattung definiert ist, legt die Versicherung in den Bedingungen fest. In der Finanztip-Studie zeigte sich, dass die meisten Anbieter Sonderausstattungen bis 5.000 oder 10.000 Euro ohne Aufschlag mitversichern.

Verzicht auf Abzug neu für alt - Vor allem bei älteren Autos ist es ärgerlich, wenn die Versicherung im Schadensfall die Kosten für neue Verschleißteile wie Reifen nicht übernimmt. Verzichtet sie auf den Abzug, schließt der Versicherungsschutz die Kosten für alle Ersatzteile ein. Oft gilt der Verzicht aber gerade nicht für ältere Autos.

Erweiterte Elementarschäden - Wer in einer Bergregion oder an einem Hang wohnt, schützt mit dieser Option sein Auto vor einem Schaden durch Lawinen und Muren. Wie sehr sich die Kasko-Versicherung durch diese Klausel verteuert, ist abhängig vom Wohnort. In gefährdeten Regionen schlagen Versicherungen bei den Beiträgen deutlich höher auf als in anderen Regionen. Im Durchschnitt kosteten Tarife mit erweiterter Elementarschadenabdeckung in unserer Studie gut 28 Prozent mehr. Die Spanne lag bei den von uns getesteten Profilen allerdings zwischen 0 und 45 Prozent. Auffällig ist außerdem, dass nur wenige Anbieter diesen Zusatzschutz überhaupt anbieten. Wer nach einer Versicherung sucht, hat dann nur wenig Auswahl.

Neuwert-Entschädigung - Wer ein Neufahrzeug versichert, sollte darauf achten, dass der Anbieter bei einem Totalschaden möglichst lange den Neuwert des Fahrzeugs zahlt. Sehr gut ist es, wenn die Versicherung bis 24 Monate nach Erstzulassung dafür aufkommt. Ansonsten erhalten Sie nur den Zeitwert, der besonders bei Neufahrzeugen sehr schnell sinkt.

In der Finanztip-Erhebung kosteten Tarife mit einer Neupreis-Entschädigung durchschnittlich 10 Prozent mehr als Tarife ohne Neupreis-Entschädigung. Schaut man sich nur die jeweils günstigsten Tarife für unsere Musterprofile an, ergibt sich ein anderes Bild: Dort lag der Aufschlag im Schnitt nur noch bei 1,6 Prozent. In den meisten Fällen versichern gute und trotzdem günstige Vollkasko-Tarife eine Neupreis-Entschädigung für mindestens zwölf Monate kostenfrei mit. Wer Wert darauf legt, den Neupreis möglichst lange ersetzt zu bekommen, sollte gezielt vergleichen.

Schritt 7: So können Sie bei der Autoversicherung sparen

Wie viel die Autoversicherung kostet, hängt davon ab, wie die Anbieter Ihr individuelles Schadensrisiko einschätzen. Die Versicherungen erstellen ein Risikoprofil anhand zahlreicher Informationen, die jeder Kunde angeben muss, wenn er einen Antrag stellt. Bei vielen dieser Angaben lässt sich mit der richtigen Einstellung sparen.

Falsche Angaben sollten Sie aber nicht machen. Bei Vorsatz drohen Vertragsstrafen. Melden Sie Ihrer Versicherung außerdem, sobald sich ein Merkmal ändert. Dann berechnet diese den Beitrag neu.

Selbstbeteiligung: Eigenanteil drückt die Prämie

Durch die Selbstbeteiligung (SB) trägt ein Versicherter einen kleineren Schaden am Auto selbst. Für die Versicherungsgesellschaft fallen dadurch Verwaltungskosten weg, was sie an ihre Kunden als kleinen Beitragsrabatt weitergibt. 

Für die Teilkasko empfehlen wir 150 Euro Selbstbehalt, da sich das im Durchschnitt für die meisten Autofahrer lohnt, wie unsere Rechnung zeigt. 

Für die Vollkasko wählen die meisten Autofahrer 300 Euro Selbstbehalt. Damit machen sie grundsätzlich nichts falsch. Finanztip hat aber ausgerechnet, dass es sich auch lohnen kann, eine höhere Selbstbeteiligung in der Vollkasko zu vereinbaren. 

Halten Sie den Fahrerkreis so klein wie möglich

Der Ehegatte oder Partner in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist laut einer Finanztip-Studie mitversichert, ohne dass der Beitrag mehr kostet. Darüber hinaus gilt: Je größer der Fahrerkreis in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskopolice ist, desto teurer wird es. In wenigen Fällen lohnt es sich allerdings, den Fahrerkreis möglichst ungenau anzugeben. 

Jährliche Fahrleistung realistisch schätzen

Je länger die gefahrenen Strecken sind, desto größer ist die Gefahr, dass ein Unfall passiert.

Stufen der Fahrleistung in Kilometern

bis 3.000
3.001 - 6.000
6.001 - 9.000
9.001 - 12.000
12.001 - 15.000
15.001 - 20.000
20.001 - 25.000
25.001 - 30.000
ab 30.000

Quelle: Finanztip-Recherche

Im Vergleich zu einer jährlichen Fahrleistung von 10.000 Kilometern zahlt ein Fahrer mit 15.000 Kilometern für seine Kfz-Versicherung im Durchschnitt etwa 7 Prozent mehr. 20.000 Kilometer kosten durchschnittlich 17 Prozent mehr, bei 25.000 Kilometern beträgt der Beitragsaufschlag im Vergleich zu 10.000 gefahrenen Kilometern im Durchschnitt rund 28 Prozent. Diese Zahlen aus unserer Untersuchung im August 2017 bestätigen unsere Studie aus dem vergangenen Jahr.

Beim Antrag sollten Sie Ihre Fahrleistung deshalb nicht zu hoch, sondern eher vorsichtig schätzen. Viele Versicherer legen die nebenstehende Tabelle für die Kalkulation der Beiträge zugrunde.

Achtung: Falls sich später herausstellt, dass Sie doch mehr als die angegebenen Kilometer fahren, müssen Sie dies Ihrem Versicherer auf jeden Fall melden, sonst drohen möglicherweise Vertragsstrafen – oft in Höhe des neu berechneten Jahresbeitrags oder pauschal 1.000 Euro.

Beitrag jährlich zahlen

Die jährliche Zahlweise ist mit Abstand günstiger als eine halb- oder vierteljährliche Zahlung. Laut Finanztip-Studie kostet eine monatliche Zahlweise 8,8 Prozent und eine vierteljährliche 7,3 Prozent extra. 3,7 Prozent Aufschlag sind es bei halbjährlicher Zahlung. Einzelne Anbieter schlagen noch mehr drauf. In einem Fall in unserer Studie kostete eine vierteljährliche Überweisung sogar gut 25 Prozent mehr.

Es gibt einige Versicherungen, die ihre Tarife nicht mit monatlicher Zahlweise anbieten. Wer dennoch jeden Monat zahlen will, hat weniger Auswahl – einige günstige Angebote tauchen dann nämlich nicht in den Vergleichsergebnissen auf. So verteuerten sich die abschließbaren Tarife bei monatlicher Zahlweise in unserer Studie um knapp 21 Prozent.

Nutzen Sie Sonderkonditionen für Mitarbeiter bestimmter Firmen

Einige Versicherer bieten Mitarbeitern bestimmter Firmen Sonderkonditionen an. Wenn im Vergleichsportal Ihr Arbeitgeber in der entsprechenden Auswahlliste angezeigt wird, sollten Sie ihn angeben.

Als Fahranfänger über die Eltern versichern

Fahranfänger werden in die ungünstigste Schadensfreiheitsklasse SF 0 eingestuft und zahlen deshalb vergleichsweise hohe Beiträge. Es kann sich daher lohnen, das eigene Auto als Zweitwagen der Eltern anzumelden. Später können Sie die Schadenfreiheitsklasse übertragen lassen.

Telematik kann sich für junge Fahrer lohnen

Bei Telematik-Tarifen beeinflusst das Fahrverhalten, wie viel ein Kunde für die Autoversicherung zahlt. Je umsichtiger er unterwegs ist, desto günstiger ist die Versicherung – einige Anbieter locken mit bis zu 40 Prozent Nachlass. Doch die maximalen Rabatte sind auch beim besten Fahrstil kaum zu erreichen. Denn neben hartem Bremsen, überhöhter Geschwindigkeit und schneller Beschleunigung rechnen Versicherungen häufig auch Faktoren mit ein, die der Autofahrer kaum beeinflussen kann, etwa Nachtfahrten.

Für junge Fahrer kann sich der Telematik-Rabatt trotzdem lohnen: Sind Sie sicher hinter dem Lenkrad, wird ein günstiger Tarif so noch etwas preiswerter. Sie sollten sich aber darüber im Klaren sein, dass Sie zahlreiche Fahrdaten von sich preisgeben – auch wenn diese anonymisiert ausgewertet werden. Nur wegen Telematik die Versicherung zu wechseln, lohnt sich aber in den seltensten Fällen.

Akzeptieren Sie eine Werkstattbindung

Eine Werkstattbindung bringt bei einer Kaskoversicherung im Durchschnitt 8,5 Prozent Rabatt auf den Beitrag. In der Finanztip-Studie war bei einzelnen Tarifen bis zu 20 Prozent Nachlass möglich. Im Gegenzug verpflichtet sich der Versicherungskunde, sein Fahrzeug nach einem Kaskoschaden in einer vom Versicherer vorgeschriebenen Werkstatt reparieren zu lassen. Prüfen Sie vor Abschluss der Werkstattbindung, wo die nächste Partnerwerkstatt Ihrer Versicherung ist.

Vorsicht bei Neufahrzeugen: Verwendet die Werkstatt bei der Reparatur keine Original-Ersatzteile, kann die Herstellergarantie verloren gehen. Daher sollten Sie bei Neuwagen gegebenenfalls auf die Werkstattbindung verzichten. Falls das Fahrzeug geleast oder fremdfinanziert ist, zum Beispiel durch eine Autobank, scheidet eine Werkstattbindung meist aus. Leasing- oder Finanzierungsverträge legen normalerweise fest, dass Reparaturen nur in Werkstätten erfolgen dürfen, die der Hersteller autorisiert hat.

Den Schadenfreiheitsrabatt reaktivieren

Wer nach langer Pause wieder ein Auto versichert, kann oft seinen alten Schadenfreiheitsrabatt reaktivieren. Die Frist für die Wiederbelebung fällt bei den Versicherungen unterschiedlich lang aus.

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Machen Sie richtige Angaben

Bei Versicherungen gilt grundsätzlich: Sagen Sie die Wahrheit. Falsche Angaben in Versicherungsfragen sind kein Kavaliersdelikt, sondern können Betrug sein. Wer die sogenannten vorvertraglichen Anzeigepflichten verletzt, muss mit einer empfindlichen Geldstrafe rechnen. Außerdem verlangen viele Versicherungen als Entschädigung einen vollen Jahresbeitrag.

Falsche Angaben können Sie obendrein Ihren aktuellen Versicherungsschutz kosten. Kündigt der Anbieter deswegen die Police oder werden Sie gar wegen Versicherungsbetrugs verurteilt, haben Sie schlechte Chancen, bei anderen Anbietern noch eine Autoversicherung zu bekommen.

Was tun, wenn Sie gar keine Police bekommen?

Fahrer, bei denen Versicherungen mit hohen Kosten/häufigen Schäden rechnen, bekommen über Vergleichsportale und Direktversicherer auch gegen einen hohen Beitrag mitunter keinen Kaskoschutz. Das kann ebenfalls passieren, wenn ein besonders teures Autos versichert werden soll.

Schwer zu versichern sind vor allem Fahrzeugtypen, die häufig Schäden haben, etwa Sportwagen. Problematisch kann es auch werden, wenn die Versicherung ihrem Kunden wegen häufiger Schäden oder unrichtiger Angaben gekündigt hat. Manchmal entdeckt in solchen Fällen ein Versicherungsmakler einen Anbieter, der das Risiko dennoch übernimmt – oft allerdings nur gegen einen sehr hohen Beitrag. Der Verband Deutscher Versicherungsmakler (VDVM) kann helfen, so einen Vermittler zu finden.

So haben wir getestet

Portalvergleich Kfz-Versicherung September und Oktober 2017
Wir haben in der Zeit vom 14. September bis 20. September und 16. bis 20. Oktober 2017 jeweils vier Vergleichsportale und zwei Direktversicherer anhand von 32 Musterprofilen untersucht.

Ausschlaggebend für die Vorauswahl der Portale waren folgende Punkte:

  • die Möglichkeit, dort direkt eine Versicherung abzuschließen,
  • keine Eingabe von persönlichen Daten erforderlich,
  • Relevanz (auf Google unter den einschlägigen Suchbegriffen zu finden),
  • Versicherung wird vom Portal selbst vermittelt.

Ausschlaggebend für die Vorauswahl der Direktanbieter war:

  • sie sind nicht auf den getesteten Vergleichsportalen gelistet,
  • sie sind online abschließbar,
  • sie sind deutschlandweit abschließbar,
  • sie lieferten für mindestens ein Musterprofil bei dem Makler-Portal Nafi-Auto den günstigsten Preis beziehungsweise sind dort nicht gelistet.

Die 32 Musterprofile orientieren sich an Beispielprofilen der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV), dem Verband der Versicherungsmathematiker. Außerdem berücksichtigen die Profile

  • eine deutschlandweite Verteilung und damit Abdeckung aller Regionalklassen,
  • die Verteilung des Fahrzeugalters, der zehn wichtigsten Hersteller, Autoklassen und Alter der Fahrzeughalter nach Statistiken des Kraftfahrtbundesamtes,
  • eine Merkmalsverteilung nach Statistiken von Check24.

Folgende in den Vergleichsportalen anwählbare Mindestkriterien für die Kfz-Tarife haben wir angesetzt:

  • erhöhte Deckungssummen,
  • Verzicht auf Einrede der groben Fahrlässigkeit,
  • Abdeckung von Marderbissen und deren Folgeschäden,
  • auf alle Tiere erweiterte Wildschadendeckung,
  • Mallorca-Police inklusive.

Dadurch schließen wir eine Reihe von nicht empfehlenswerten Billigtarifen aus. Wenn sich der beste Tarif auf zwei Portalen um weniger als 50 Cent unterschied, haben wir beiden Portalen den ersten Platz zugerechnet. Um besser beurteilen zu können, welches der jeweils beste Preis am Markt ist, haben wir auch das Maklerportal Nafi-Auto für den Preisvergleich herangezogen. Weitere Details zu den Untersuchungskriterien lesen Sie in unserem Testartikel Kfz-Versicherung.

Empfehlungen aus dem Ratgeber

  • Hannoversche Direkt, Huk24

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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.