Steuersoftware

So finden Sie das richtige Programm und erhalten Steuern zurück

Das Wichtigste in Kürze

  • Für die meisten Bürger lohnt sich der Kauf einer Software, um die Steuererklärung zu erstellen.
  • Sie entscheiden, ob Sie damit nur die Papierformulare ausfüllen oder die Erklärung elektronisch über die Elster-Schnittstelle ans Finanzamt abgeben.
  • Elster-Formular ist das kostenlose Programm der Finanzverwaltung, Laien tun sich damit jedoch schwer. Und im Gegensatz zu den Kaufprogrammen gibt es dort keine Steuertipps.
  • Neben den kommerziellen Desktop-Programmen, die Sie auf Ihrem Rechner installieren müssen, gibt es auch Onlineportale, die im Browser laufen. Die Daten liegen dann allerdings in der Cloud.
  • Es gibt drei große Anbieter. Jeder bietet jeweils eine Linie für einfachere und eine für kompliziertere Steuerfälle an. Zudem gibt es Versionen für bestimmte Zielgruppen wie Rentner, Vermieter und Selbstständige.

So gehen Sie vor:

  • Seien Sie realistisch. Kennen Sie sich mit Steuern so gut aus, dass Sie allein mit den Formularen oder Elster klarkommen? Falls nicht, dann sollten Sie eine Steuersoftware kaufen.
  • Achten Sie bei Ihrer Wahl auf den Funktionsumfang und ob Sie mit der Bedienungsoberfläche zurechtkommen. Ein kostenloser Test auf der Homepage des Anbieters ist meist möglich.
  • Für die meisten Arbeitnehmer und Rentner genügt eine günstige Software wie Tax 2016 oder Quicksteuer 2016.
  • Etwas mehr ausgeben sollten Selbstständige, Vermieter und Arbeitnehmer mit komplizierteren Sachverhalten. Sie nutzen am besten eine Premium-Software wie Wiso Steuer-Sparbuch oder Steuersparerklärung.
  • Als Onlinelösungen sind zu empfehlen: Wiso Steuer-Sparbuch (Steuer-Web) für kompliziertere Fälle und Smartsteuer für einfache Fälle.
  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema Steuern sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Es kostet einiges an Überwindung, eine Steuererklärung auszufüllen. Und für geschätzt jeden Vierten von fast 40 Millionen Arbeitnehmern ist das vermutlich der Hauptgrund, keine Steuererklärung abzugeben. Doch damit verschenken sie eine Menge Geld. Denn im Durchschnitt gibt es um die 900 Euro Rückerstattung.

Es kann also ein ordentlicher Stundenlohn herausspringen – aber nur, wenn Sie beim Ausfüllen der lästigen Formulare zügig vorankommen. Schneller kann es gehen, wenn Sie Ihre Angaben nicht händisch in Papierformulare eintragen, sondern stattdessen Ihre Steuerdaten am Computer eingeben und elektronisch ans Finanzamt übermitteln.

Elster überfordert die meisten

Wer sich schon in den vergangenen Jahren intensiv mit seiner eigenen Steuererklärung beschäftigt hat, sich mit den grundlegenden steuerrechtlichen Begriffen auskennt und sich bereits selbst durch die schwer verständlichen Formulare vom Finanzamt gequält hat, der kommt möglicherweise auch gut zurecht mit dem kostenlosen Steuerprogramm der Finanzverwaltung: Elster-Formular.

Im Grunde genommen füllen Sie dort auch nichts anderes als Formulare aus. Doch Tipps zum Steuersparen bekommen Sie dort nicht. Lediglich Hinweise auf unplausible Angaben können Sie erwarten.

Tipp

Steuer-E-Book

Das Steuerrecht ändert sich ständig. Speziell für die Steuererklärung 2015 hat Finanztip ein 57-seitiges kostenloses E-Book erstellt. Es enthält Tipps, was Sie absetzen können und wo Sie diese Angaben in den Formularen eintragen. Sie erhalten es, wenn Sie sich hier für den kostenlosen Finanztip-Newsletter anmelden.

Laien tun sich mit Elster-Formular schwer und verschenken oft Geld, weil sie nicht wissen, was sie wo eintragen können und sollten, um ihre Abgabenlast zu senken. Die Gefahr ist also groß, dass Sie absetzbare Beträge übersehen oder falsch eintragen. Den Fiskus stört dies jedenfalls nicht.

Die meisten Bürger sind daher besser beraten, wenn sie für ihre Steuererklärung eine kommerzielle Software verwenden. Diese bietet umfangreiche Informationen zum Steuerrecht, Steuer-Spar-Tipps, Musterbriefe und manchmal sogar umfassende Bücher. Die Steuererklärung wird im Hintergrund erstellt, indem der Nutzer eine Reihe von Fragen zu seiner individuellen Situation beantwortet. Die Eingaben prüft das Programm automatisch und berechnet die Steuer vor Abgabe der Erklärung. Dafür ist jedes Jahr die aktuelle Software erforderlich. Für die Steuererklärung 2015 trägt diese die Jahreszahl 2016 im Namen des Programms.

Stationäre Programme versus Online-Portale

Bei Steuersoftware gibt es einen wichtigen Unterschied: zum einen Desktop-Programme, zum anderen Cloud-Lösungen. Zu ersteren zählt Software, die Sie entweder als Download oder CD beziehungsweise DVD kaufen und auf Ihrem Rechner installieren müssen. Bei Online-Lösungen brauchen Sie keine Software installieren. Sie machen Ihre gesamten Eingaben online. Der Anteil an Online-Programmen lag 2015 bereits bei rund 13 Prozent und wächst stark.

Nutzer solcher Lösungen sollten sich aber bewusst machen, dass sensible Steuerdaten wie das Arbeitseinkommen in der Cloud gespeichert sind. Sie müssen sich auf die datenschutzrechtlichen Beteuerungen der Anbieter verlassen – sicherlich nicht jedermanns Sache. Dafür sparen sie Zeit und Geld. Das Programm nimmt keine Festplattenkapazität weg. Es läuft im Internetbrowser und kann daher auf unterschiedlichen internetfähigen Geräten – auch auf dem Tablet – genutzt werden.

Etliche Programme können Sie zunächst kostenfrei testen, indem Sie Ihre Daten eingeben und eine mögliche Steuererstattung berechnen lassen. Erst wenn Sie Ihre Erklärung ans Finanzamt übermitteln wollen, müssen Sie dafür zahlen. Doch das ist im Vergleich zu den stationären Programmen meist günstiger. Bei Smartsteuer kostet dies beispielweise 14,95 Euro pro abgegebener Erklärung.

Eine gute Alternative sind Online-Portale, wenn Sie auf Ihrem Computer kein Windows als Betriebssystem haben. Denn die meisten Desktop-Programme setzen Windows voraus. Einige Anbieter bieten auch eine spezielle Mac-Version an, zum Beispiel die Steuersparerklärung.

Die großen Anbieter haben jeweils zwei Programmlinien

Wer in einem größeren Elektronikmarkt oder im Internet gezielt nach Steuerprogrammen Ausschau hält, staunt über die Vielfalt. Tatsächlich ist das Angebot genau betrachtet doch überschaubar – trotz etlicher spezieller Varianten von ein- und demselben Programm. Drei Anbieter beherrschen den Markt:

  • Buhl Data mit seiner Linie Wiso und der abgespeckten Variante Tax – dort gibt es nur wenige Erklärvideos;
  • die Akademische Arbeitsgemeinschaft, die zum Medienkonzern Wolters Kluwer gehört, mit der Steuersparerklärung und dem Einsteigerprogramm Steuer Easy;
  • Haufe-Lexware mit der Online-Lösung Smartsteuer und den Desktop-Programmen Taxman und Quicksteuer.

Neben den drei großen Steuersoftware-Anbietern gibt es noch zwei weitere kleine, die sich auf Online-Programme beschränken: Forium mit Lohnsteuer kompakt und Steuergo sowie Hartwerk mit Steuerfuchs. Bei Tests in Fachzeitschriften bleiben diese oft unerwähnt. Falls doch, rangieren sie weiter hinten. Die drei unterschiedlichen Versionen von Lohnsteuer kompakt waren am 10. Mai 2016 auf dem Gutscheinportal Groupon ab 5,99 Euro erhältlich – um 60 Prozent reduziert.

Spezielle Varianten

Bei den meisten Programmen der großen Anbieter existieren unterschiedlichen Versionen. Von Taxman gibt es beispielsweise neben der Basisversion noch drei spezielle Varianten: für Rentner und Pensionäre, für Selbstständige und – als teuerste – eine für Vermieter; die sogar ein Hausverwaltungsprogramm umfasst. Die Programmpakete enthalten auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmte Bücher – als PDF-Datei. Wer den Steuerratgeber zusätzlich gedruckt haben möchte, kann diesen kostenlos anfordern.

Der Rechenkern der Haufe-Lexware-Software stammt vom Konkurrenten Akademische Arbeitsgemeinschaft. Und diese wiederum bietet von ihrer Lösung Steuersparerklärung spezielle Varianten für Lehrer, Rentner und Selbstständige an. Lehrer weisen bis auf ein mögliches Arbeitszimmer meist keine steuerrechtlichen Besonderheiten gegenüber sonstigen Arbeitnehmern auf. Für andere Zielgruppen kann eine Spezialversion durchaus sinnvoll sein – etwa für Vermieter.

Bei gewerblichen Einkünften auch Umsatzsteuererklärung

Selbstständige und Gewerbetreibende sollten auf jeden Fall zu einer höherwertigen Software greifen. Sie müssen darauf achten, dass das gewählte Programm fähig ist, alle benötigten Anlagen für die Einkommensteuererklärung zu verarbeiten. Freiberufler müssen die Anlage S und eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung erstellen, Gewerbetreibende die Anlage G ausfüllen. Außerdem müssen sie zusätzlich eine Gewerbe- und Umsatzsteuererklärung erstellen. Höherwertige Software hilft außerdem dabei, die Umsatzsteuer-Voranmeldungen zu erstellen.

Auch Hausbesitzer, die mit ihrer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Strom produzieren und diesen entgeltlich ins Netz einspeisen, üben eine gewerbliche Tätigkeit aus und müssen entsprechende steuerliche Angaben für die Gewerbe- und Umsatzsteuer machen. Vermieter sollten zudem genau auf den Funktionsumfang des Programms schauen, damit sie die Anlage V bearbeiten können.

Für die meisten Arbeitnehmer dagegen reicht die günstigere Software-Linie. Es sei denn, der individuelle Steuerfall ist kompliziert, weil einer der Steuerpflichtigen beispielsweise Auslandseinkünfte oder andere zusätzliche Einnahmen erzielt.

Für alle Programme gleichermaßen gilt, dass der Nutzer entscheiden kann, ob er die Erklärung auf Papier ausdrucken und beim Finanzamt abgeben oder elektronisch über die Elster-Schnittstelle übermitteln möchte.

Steuerbescheid-Prüfer sinnvoll

Mit der Abgabe der Erklärung ist es ja noch nicht getan. Entscheidend ist vielmehr, welche Ausgaben das Finanzamt akzeptiert. Hilfreich ist in diesem Fall der Steuerbescheid-Prüfer, den beispielsweise das Wiso Steuer-Sparbuch enthält. Wählen Sie die Funktion „Bescheidrückübermittlung und automatische Bescheidprüfung“. Über die Elster-Schnittstelle abgegebene Erklärungen werden dann mit dem Steuerbescheid abgeglichen. Das Programm zeigt Abweichungen bei den verschiedenen Ausgabekategorien an, beispielsweise bei den Fahrtkosten. Sie können dann entscheiden, ob Sie die Abweichung akzeptieren oder dagegen innerhalb eines Monats Einspruch einlegen. Musterschreiben, die Sie individuell anpassen können, sind hinterlegt.

Auf Schnäppchenjagd gehen

Die neuen Steuerprogramme liegen überwiegend schon ab Ende November in den Läden. In der Regel sind zu Jahresanfang noch einige Aktualisierungen nötig, sodass ein Update eingespielt werden muss. Das ist aber im Preis drin. Der unverbindliche Verkaufspreis von einfacheren Programmen wie Tax, Steuer Easy oder Quicksteuer liegt bei 15 Euro, höherwertigere wie die Steuersparerklärung gibt es ab 30 Euro. Manche Anbieter verlangen fürs Verschicken der DVD eine Versandpauschale. Bei Haufe-Lexware sind dies aktuell 3,90 Euro. Diese entfällt beim Download von der Homepage des Herstellers.

Je näher der für viele Steuererklärungen geltende Abgabetermin 31. Mai rückt, desto eher lässt sich ein Schnäppchen machen. Auf Amazon, bei Idealo oder auch für Kunden von GMX oder Web.de gibt es immer wieder Sonderangebote von aktueller Software. Hinzu kommen White-Label-Editionen: Hinter der Steuersoftware, die etwa Tchibo, Aldi oder Lidl verkaufen, stecken die großen drei Anbieter. Die von Tchibo stammt beispielsweise von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft. Solche Aktions-Software wird meistens im Januar oder Februar zwischen 5 und 10 Euro angeboten – sie ist aber oft nach wenigen Tagen ausverkauft.

Tipp

Sparen im Abo

Wichtig ist, dass Sie mit der Bedienungsoberfläche gut zurechtkommen. Ist dies der Fall, dann spricht nichts dagegen, dass Sie dieses Programm abonnieren. Dann bekommen Sie die Folgeversion automatisch zugeschickt – meist mit einer Ersparnis von mindestens 5 Euro für Abonnenten. Kunden von Buhl Data erhalten als Zugabe die Zeitschrift „Steuer-Spar-Magazin“.

Vier Tests ausgewertet

Doch welche Software ist für die Steuererklärung 2015 die beste? Finanztip hat die zwischen Januar und Ende April publizierten Tests in vertrauenswürdigen Fachzeitschriften analysiert und daraus Empfehlungen entwickelt.

Die Stiftung Warentest hat zuletzt in der Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 5/2016) Online-Lösungen auf den Prüfstand gestellt. Laien sollten zunächst selbst einen typischen Steuerfall eingeben und ihre Eindrücke schildern. Danach hat ein Steuerexperte diesen Fall überprüft. Ergänzend hat er noch einen komplexeren Steuerfall eingegeben.

Die Zeitschrift „Computerbild“ (Heft 6/2016) ging ähnlich vor, testete jedoch nur Desktop-Programme. Auch „Chip“ und „Euro“ (Ausgabe 10/2016) berechneten Musterfälle mit Programmen für die Steuererklärung 2015.

Finanztip hat die Ergebnisse dieser vier Tests in einem sogenannten Meta-Test zusammengefasst und einen Finanztip-Score ermittelt. Hierbei haben wir die unterschiedlichen Testergebnisse auf einer Skala normiert und einem Testsieger 100 Prozent gegeben. Die Verfolger rangieren mit einer entsprechend niedrigeren Prozentzahl auf den weiteren Plätzen, wobei der Abstand in Prozentpunkten ablesbar ist.

Die Programme haben wir in drei Gruppen eingeteilt:

  • stationäre Software für die Erstellung einfacher und durchschnittlich schwerer Steuerfälle, also relevant für die meisten Arbeitnehmer und Rentner, manchmal auch für Kleinunternehmer passend (Standard);
  • Desktop-Programme für kompliziertere Sachverhalte, zum Beispiel für Selbstständige und Gewerbetreibende inklusive Umsatzsteuererklärung und Gewerbesteuererklärung (Premium) sowie
  • Online-Portale.

So schneiden die besten Steuerprogramme ab

Programm Anzahl der Tests Kategorie Finanztip-Score
Tax 2016 2 Standard 95 %
Quicksteuer 2016 2 Standard 89 %
Steuer Easy 2016 2 Standard 83 %
       
Wiso Steuer-Sparbuch 3 Premium 100 %
Steuersparerklärung 3 Premium 90 %
Taxman 2016 3 Premium 82 %
       
Wiso Steuer-Web 2 Online 100 %
Smartsteuer 2 Online 89 %

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 19. Mai 2016)

Unsere Empfehlungen für Standard-Steuerfälle

Nach der Auswertung der Tests in den vier Publikationen können wir bei den Programmen für einfache und normale Fälle (Standard) zwei Produkte empfehlen:

  • Tax 2016 (Buhl) der günstigere Ableger von Wiso-Steuer-Sparbuch, mit einem Finanztip-Score 95 Prozent und
  • Quicksteuer 2016 (Haufe-Lexware) mit 89 Prozent.

Laien kommen mit Quicksteuer ganz gut zurecht. Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig. Bei steuerrechtlichen Fragen hilft das umfassende Wissens-Center. Für Arbeitnehmer und Rentner ist dies für rund 15 Euro eine solide Lösung – insbesondere aufgrund der dynamischen Ausfüllhilfe, die falsche oder unvollständige Einträge verhindern soll. Bereits beim Jahrgang 2015 wurde Quicksteuer komplett überarbeitet. Seitdem steckt der Rechenkern der Akademischen Arbeitsgemeinschaft drin. Im aktuellen Jahrgang hat der Anbieter unter anderem die Druckfunktionen deutlich verbessert.

Die günstigere Softwarelinie von Buhl Data ist Tax. Bereits ab 15 Euro kann es losgehen, für Abonnenten sogar ab 13 Euro. Das Programm ist für Arbeitnehmer, Rentner, Pensionäre, Vermieter und auch Kapitalanleger geeignet und lässt sich für bis zu 5 Steuererklärungen innerhalb eines Haushalts nutzen. Selbstständige, Gewerbetreibende und Landwirte könnten zwar die erforderlichen Anlagen damit erstellen, sind aber mit einer höherwertigeren Software – zum Beispiel dem Wiso Steuer-Sparbuch – meist besser beraten. Damit sind dann auch Umsatz- und Gewerbesteuererklärungen sowie Umsatzsteuervoranmeldungen möglich.

Quicksteuer
Software für einfache Steuererklärungen

  • Steuerbescheid-Prüfer signalisiert schon bei Eingabe, ob Daten unvollständig oder fehlerhaft sind
  • umfangreiches Steuerwissen
  • neue Druckfunktion
  • keine Videos
Quicksteuer

Tax
Software für einfache Steuererklärungen

  • hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis
  • beschränkt sich auf wesentliche Funktionen
  • wenige Videos
Tax

Unsere Empfehlungen für aufwendigere Steuerfälle

Von den Premium-Programmen, die in erster Linie Selbstständige und Gewerbetreibende benötigen, empfehlen wir:

  • Wiso Steuer-Sparbuch (Buhl) mit dem Finanztip-Score von 100 Prozent und
  • Steuersparerklärung (Akademische Arbeitsgemeinschaft) mit 90 Prozent.

Aus der Vielfalt der Steuerprogramme von Buhl Data sticht das Steuer-Sparbuch heraus. Es enthält zahlreiche Videos und umfassende Fachinformationen, sodass sich Nutzer bei den häufig vorkommenden Ungewissheiten, die das Steuerrecht mit sich bringen, innerhalb des Systems schlau machen können. Im Gegensatz zu Tax können Nutzer des Steuer-Sparbuchs ihre Erklärung auf dem Desktop, auf dem Tablet oder im Browser bearbeiten. Wer beispielsweise im Laden eine Software in der Box kauft, erhält dazu auch einen gedruckten, umfassenden Steuerratgeber.

Das Besondere bei den Wiso-Programmen ist das Prinzip „einmal zahlen, alles nutzen.“ Das bedeutet, dass Sie immer alle drei Wege der Steuererklärung nutzen können: Browser-App, Tablet-App und Desktop-Anwendung (PC/Mac). Unabhängig davon, welches Produkt Sie zuerst freischalten (Desktop, Browser oder App) gilt Ihre Lizenz auch für die beiden anderen Nutzungsformen.

Beim Erstkauf kostet das Wiso Steuer-Sparbuch regulär 35 Euro, für Abonnenten ist es 5 Euro günstiger. Als Download bekommen Sie das Steuer-Sparbuch oft billiger – beispielsweise bei der Download-Plattform Softwareload. Für die Nutzung der Software benötigen Sie einen gültigen Lizenzschlüssel.

Wiso Steuersparbuch
Software für komplexere Steuererklärungen

  • Serien-Testsieger – auch mit dem Jahrgang 2016
  • mehr als 150 Erklärvideos und Steuerratgeber
  • Steuererklärung lässt sich auf PC, Tablet oder im Browser erstellen
  • enthält Planspielmodus mit „Was wäre wenn“-Analysen
  • mit diversen Rechnern ausgestattet
  • mit Steuerbescheid-Prüfer und Einspruchshilfen
Wiso Steuersparbuch

Steuersparerklärung
Software für komplexere Steuererklärungen

  • „Roter Faden“ beschleunigt die Erklärung
  • alternativ Frage-Antwort-Vorgehensweise
  • mit Belegmanager lassen sich Rechnungen digitalisieren und verwalten
  • Musterbriefe, Videos und Ratgeber für spezielle Steuerfälle
Tipp

5 Euro sparen

Kurz vor dem Stichtag 31. Mai ist offensichtlich ein Rabatt drin. Wir blieben bei einem Test am 12. Mai 2016 länger auf der Bestellseite des Anbieters Akademische Arbeitsgemeinschaft – ohne zu kaufen. Dann erschien ein 5-Euro-Rabatt, der uns zum Kauf motivieren sollte. Ein Sonderpreis von 19,95 Euro ist also drin.

Mit der Steuersparerklärung können grundsätzlich auch Selbstständige und Gewerbetreibende ihre Erklärung erstellen – und das für den Normalpreis ab 25 Euro. Eine spezielle Variante für Selbstständige kostet stolze 80 Euro. Diese unterstützt beispielsweise vertieft bei der Ermittlung von Abschreibungen, der steuerliche Behandlung von beruflich genutzten Autos und der Umsatzsteuer.

Unsere Empfehlungen für Online-Steuerprogramme

Bei den Online-Programmen überzeugen am meisten:

  • Wiso Steuer-Web mit 100 Prozent und
  • Smartsteuer mit 89 Prozent.

Wiso Steuer-Web kann bei komplexeren Fällen eher punkten, während Smartsteuer für einfache Fälle besser geeignet scheint. Dies liegt vor allem daran, dass Laien mit der Benutzerführung besser zurechtkommen und damit weniger Fehler machen. Beim Preis gibt es deutliche Unterschiede: Smartsteuer kostet in der Basisversion für die Abwicklung weniger als die Hälfte.

Um die Wiso-Lösung nutzen zu können, benötigen Sie einen gültigen Lizenzschlüssel für ein Wiso-Steuerprogramm. Beim Anbieter Buhl Data müssen Sie daher ein Konto einrichten. Anschließend können Sie Ihre Daten in der Cloud von Buhl bearbeiten. So lässt sich die Steuererklärung auch auf unterschiedlichen Geräten – auf dem Computer, Tablet und Handy – bearbeiten.

Ein anonymer Test der Funktionen ist möglich. Bis zur Abgabe der Steuererklärung können Sie das Programm grundsätzlich kostenlos testen; erst wenn Sie die Daten übermitteln, benötigen Sie einen gültigen Lizenzschlüssel. Falls Sie sich diesen erst dann kaufen, müssen Sie mindestens 30 Euro dafür zahlen – ohne Abo-Verpflichtung sogar 5 Euro mehr.

Spartipp: Kaufen Sie sich zuvor – beispielsweise bei Softwareload – einen günstigeren Lizenzschlüssel, den Sie dafür nutzen können.

Wiso Steuer-Web
Online-Software

  • Testsieger bei der Stiftung Warentest
  • gut geeignet auch für komplizierte Fälle
  • kostet regulär mindestens 35 Euro beim Einzelkauf
Wiso Steuer-Web

Smartsteuer
Online-Software

  • intuitiv bedienbar
  • gut geeignet auch für Laien
  • preisgünstige Basisversion
  • kostenloser telefonischer Kundenservice rund um die Uhr
  • nicht so gut für komplexere Sachverhalte

Kosten für Steuersoftware absetzbar

Zum Schluss noch eine gute Nachricht: Die durchaus überschaubaren Kosten für eine Steuersoftware dürfen Sie als Steuerberatungskosten komplett absetzen. Denn obwohl der Aufwand sowohl den beruflichen als auch den privaten Bereich berührt, akzeptiert das Finanzamt Mischkosten bis zu 100 Euro in vollem Umfang. Heben Sie den Kaufbeleg auf und geben Sie den Betrag bei den Werbungskosten an.

So haben wir verglichen

Vergleich Steuersoftware 2016

In die Bewertung konnten nur Steuerprogramme kommen, die für die Steuererklärung 2015 einzusetzen sind und mindestens zweimal getestet wurden. In einem sogenannten Meta-Test überprüfen wir nicht selbst die Programme anhand von Musterfällen, sondern werten glaubwürdige Testberichte aus. Einbezogen haben wir Artikel, die von Januar bis April 2016 in den Zeitschriften „Chip“, „Computerbild“, „Euro“ und „Finanztest“ erschienen sind. Ausgeschlossen wurde beispielsweise das Ranking auf www.steuern.de, das zwar auf Leser wie ein neutraler Test wirkt. Tatsächlich steckt jedoch der Anbieter Haufe-Lexware dahinter, und dessen Produkte schneiden dort am besten ab.

Die bei den Tests vergebenen Noten haben wir auf einer Skala von 100 (Note 1,0) bis 0 (Note 6,0) umgerechnet. Auffällig war, dass die vergebenen Noten in den Publikationen relativ deutlich voneinander abwichen, manche vergaben jedoch als schlechteste Note allenfalls ein „Gut“. Weil uns zudem die Musterfälle nicht bekannt sind und auch die Vorgehensweisen bei der Bewertung nur teilweise transparent sind, haben wir einen relativen Finanztip-Score berechnet. Dabei erhielt der jeweilige Testsieger 100 Prozent. Auf dieser normierten Skala rangieren die Verfolger mit einem entsprechend niedrigeren Prozentwert, sodass der Abstand zum Testsieger erkennbar ist. Damit wir eine Software empfehlen können, benötigt sie mindestens einen relativen Scorewert von 85 Prozent. Zudem müssen mindestens zwei Tests vorliegen.

  • Tipp: Sollen wir Sie rund um das Thema Steuern sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

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Es ist nicht alleine eine Sache der Software - wie in so vielen anderen Bereichen auch.
Wer als "normaler" Angestellter / Arbeiter sich die Zeit nimmt und auch bereit ist, sich in die steuerlichen ...
11. Januar 2015 zum Beitrag
Och, das glaube ich doch. Ein Smartdingeskirchen ist heute Stand der Technik.
Die Begründungen dafür sind recht einfach. Ein Sozialarbeiter muss auch einmal online auf seine Daten in der ...
7. Januar 2015 zum Beitrag
Ich habe die Erfahrung gemacht dass des auch sehr vom Finanzbeamten abhängt was durchgeht. Wir haben sogar den Kaufpreis für ein Smartphone durchbekommen obwohl als Bereitschaftshandy auch was ...
7. Januar 2015 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Udo Reuß

Finanztip-Experte für Steuern

Der Steuerrechtler und Diplom-Kaufmann Udo Reuß ist bei Finanztip für Steuerthemen verantwortlich. Zuvor war er bei verschiedenen Wirtschafts- und Fachverlagen wie Handelsblatt, F.A.Z.-Verlagsgruppe, Haufe-Lexware und Vogel Business Media tätig – 14 Jahre davon arbeitete er als Chefredakteur von Fachzeitschriften. Aus dem komplexen Steuerrecht zieht er die relevanten Urteile für Steuersparer.

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