Wohngebäudeversicherung

So schützen Sie Ihr Haus

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Haus ab, die durch Sturm, Hagel, Feuer oder Leitungswasser entstehen. Sie ist für Hausbesitzer ein Muss.
  • Sie zahlt die Kosten für Reparatur oder Wiederaufbau des Hauses.
  • Die Versicherung greift nicht bei Elementarschäden wie Überschwemmungen oder Erdrutschen. Besonders wenn Ihr Haus am Wasser oder Hang steht, sollten Sie versuchen, eine Elementarschadenversicherung abzuschließen.
  • Preise und Leistungen unterscheiden sich bei Wohngebäudepolicen deutlich. Vergleichen Sie daher immer die Tarife auf einem Onlineportal.
  • Überprüfen Sie Ihre alte Police, ob diese umfassenden Schutz bietet, und vergleichen sie mit den Angeboten auf dem Portal.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Wohngebäudeversicherungen immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Wenn Unwetter über das Land ziehen, kann es schnell geschehen: Der Sturm fegt Ziegel vom Dach, Fenster gehen durch herumfliegende Äste zu Bruch. In vielen Fällen zahlt eine Gebäudeversicherung für solche Schäden.

Mit der Wohngebäudeversicherung können Immobilienbesitzer bestimmte Risiken absichern. Die verbundene Wohngebäudeversicherung besteht in den meisten Fällen aus drei Teilen: einer Feuer-, einer Leitungswasser- und einer Sturmversicherung. Damit zahlt sie für Kosten, die aus diesen Risiken entstehen – nämlich Reparatur, Wiederaufbau und Neubau.

Dabei geht es immer um Schäden, die das Gebäude selbst betreffen oder Teile, die fest mit dem Haus verbunden sind. Dazu zählen zum Beispiel eine Einbauküche oder ein fest verlegter Boden.

Das Inventar ist nicht mit dieser Police versichert. Wenn Möbel oder Ähnliches beschädigt werden, ist das ein Fall für die Hausratversicherung. Die Grundbesitzerhaftpflicht dagegen kommt für Schäden auf, die anderen Menschen im Haus oder auf dem Grundstück zustoßen, falls etwa ein Fußgänger draußen auf dem vereisten Weg zur Haustür ausrutscht.

Wer eine Gebäudeversicherung abschließen sollte

Grundsätzlich besteht für Hauseigentümer keine gesetzliche Pflicht zur Absicherung über eine Gebäudeversicherung. Allerdings ist ein Haus oder eine eigene Wohnung für viele Menschen die größte Investition ihres Lebens – viel Kapital steckt in dieser Immobilie. Daher ist es sinnvoll, dieses abzusichern.

Auch bei einer Eigentumswohnung spielt die Gebäudeversicherung eine Rolle. In den meisten Fällen läuft die Versicherung dann aber über die Eigentümergemeinschaft, und Sie bezahlen sie über das Hausgeld.

Wer eine separate Feuerversicherung abgeschlossen hat, sollte auf eine sogenannte verbundene Wohngebäudeversicherung umstellen. Schließlich schützt die Feuerversicherung nur vor dem Fall, dass es bei Ihnen brennt. Falls Sie eine Gebäudeversicherung abgeschlossen haben, können Sie die Feuerversicherung kündigen. Ansonsten wären Sie unnötigerweise doppelt abgesichert. Achten Sie bei einer Kündigung darauf, dass es nicht zu einer Versicherungslücke kommt. Sofern Sie mit dem Anbieter zufrieden sind, fragen Sie nach, ob er die weiteren Versicherungsteile in den Vertrag aufnimmt

Das ist versichert

Die Gebäudeversicherung bezahlt Schäden am Haus und am festen Inventar. Dazu gehören zum Beispiel Heizungsanlagen, fest verlegte Fußböden und Badewannen. Dabei deckt die Versicherung als verbundene Wohngebäudeversicherung drei Risiken ab; diese drei Versicherungsteile sollten unbedingt in jedem Tarif eingeschlossen sein.

Feuerversicherung

Die Versicherung zahlt bei Schäden am Haus, die durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Implosion entstehen. Die Versicherung greift auch bei fest eingebauten elektrischen Installationen.

Achtung

Rauchmelder nötig

Ein Rauchmelder ist Pflicht. In den Bauverordnungen der meisten Bundesländer ist festgelegt, dass Rauchmelder in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren angebracht sein müssen. Fehlt er, dann bleiben Sie im Versicherungsfall auf dem Schaden sitzen.

Leitungswasserversicherung

Die Leitungswasserversicherung zahlt bei Schäden durch Leitungswasser, Frost- und anderen Bruchschäden. Falls also kalkhaltiges Wasser oder Frost die Leitungen im Haus zum Bersten bringt, greift die Versicherung.

Sturmversicherung

Die Versicherung zahlt bei Sturmschäden ab Windstärke 8 und bei Hagelschäden. Deckt der Sturm das Dach ab, greift sie zum Beispiel. Die Versicherung kommt auch für Folgeschäden auf. Dies gilt unter anderem, wenn es durch das abgedeckte Dach regnet.

Was ist außerdem versichert?

Eine Gebäudeversicherung springt auch ein, wenn Einbruchsschäden bezahlt werden müssen. Außerdem erstatten manche Tarife die Entfernung von Graffiti, jedoch nicht die folgenden Malerarbeiten. Schäden durch Flugkörper, Rauch, umgestürzte gesunde Bäume und Brandstiftung sind manchmal ebenfalls inbegriffen.

Was ist nicht versichert?

Unfertige Gebäude - Die Versicherung zahlt nicht vor der Fertigstellung des Gebäudes. Während des Baus kann eine Feuerrohbauversicherung helfen. Sie müssen Ihren Versicherer beim Bezug des Hauses darüber informieren. Die Feuerrohbauversicherung lässt sich dann in eine Wohngebäudeversicherung umwandeln.

Grobe Fahrlässigkeit - Verursachen Sie einen Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig, zahlt Ihre Versicherung in der Regel nicht. Ein Beispiel: Sie heizen im Winter nicht und deshalb bricht ein Wasserrohr. Wollen Sie grobe Fahrlässigkeit versichern, müssen Sie das bei Ihrem Tarifvergleich extra angeben. Der Einschluss grober Fahrlässigkeit ist empfehlenswert.

Krieg - Kriegsschäden oder Folgen von innerer Unruhe ersetzt die Versicherung nicht.

Brand - Die Feuerversicherung zahlt nicht bei einem Kaminbrand oder bei anderen Bränden von Gegenständen, die Sie bewusst anzünden. Die Wohngebäudeversicherung springt außerdem nicht für Überspannungsschäden ein.

Wasser - Die Leitungswasserversicherung kommt nicht auf für Grundwasserschäden, Überschwemmung und witterungsbedingten Rückstau. Wasser, das aus einem Aquarium ausgelaufen ist, zählt übrigens nicht als Leitungswasser.

Sturmstärke - Die Sturmversicherung zahlt nicht, wenn sich die Schäden bei einer Sturmstärke unter 8 ereignet haben.

Fenster - Die Sturmversicherung springt nicht ein, falls offene oder undichte Fenster zu den Schäden führten.

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Was kann zusätzlich versichert werden?

Die Gebäudeversicherung kann durch Deckungserweiterungen bei weiteren Risiken helfen. Dazu gehört die Elementarschadenversicherung, die bei verschiedenen Schäden durch Unwetter zahlt. Elementarschadenversicherungen sind vor allem für Häuser empfehlenswert, die in Risikogebieten stehen.

Achtung

Versicherung bei Grundwasserschäden

Grundwasserschäden sind nicht mit einer Elementarschadenversicherung abgesichert. Ausnahmen gelten für ältere Verträge. Dort ist der Schutz manchmal eingeschlossen. Achten Sie darauf, wenn Sie überlegen, die Versicherung zu wechseln.

Je nach Tarif greift die Versicherung auch bei anderen Schäden, die sonst nicht in den Versicherungsschutz durch die Wohngebäudeversicherung fallen. Dazu gehört das Beheben von Schäden durch Vandalismus am Haus. Sie kann außerdem Überspannungsschäden versichern. Diese Erweiterung ist für Hausbesitzer interessant, die teure, fest angebaute elektronische Anlagen im oder am Gebäude haben. Auch Aufräum- und Abbruchkosten sollten eingeschlossen werden.

Wie berechnet sich die Versicherungssumme?

Versichert ist in der Regel der Neuwert des Gebäudes — also die Summe, die nötig wäre, um das Haus in gleicher Größe und Ausstattung zum aktuellen Zeitpunkt wieder aufzubauen.

Wohnflächentarif - Beim Wohnflächentarif bezieht sich die Versicherungssumme auf die Größe des Hauses und die Ausstattung. Kommt es zum Versicherungsfall, zahlt die Versicherung die Kosten in Höhe des ortsüblichen Neubauwerts. Dabei gibt es keine Versicherungssumme, sondern eine Höchstentschädigungsgrenze. Sie wird nicht an die Entwicklung der Baukosten angepasst. Somit kann es sein, dass Sie Jahre nach dem Bau unterversichert sind.

Wertgutachten - Eine weitere Möglichkeit ist, dass ein Gutachter den Wert des Gebäudes schätzt. Das kann jedoch teuer werden. Außerdem bezieht sich dieses Gutachten oft auf den Verkehrswert des Gebäudes. Wichtiger sind jedoch die Kosten für den Wiederaufbau.

Gleitender Neuwert - Durch den gleitenden Neuwert ist die Versicherungssumme bei der Gebäudeversicherung an die Wertentwicklung des Gebäudes angepasst. Er funktioniert mit dem fiktiven Wert 1914. Das ist der Preis (in Mark), den der Bau des Hauses 1914 theoretisch gekostet hätte. Dieser wird errechnet, indem der Neuwert des Hauses durch den sogenannten Baupreisindex geteilt wird. Die Versicherungssumme wird also jährlich angepasst. Nur so kommt die Versicherung auch Jahre nach dem Bau für den kompletten Neubau des Hauses im ursprünglichen Zustand auf. Setzen Sie deshalb auf den gleitenden Neuwert. So verhindern Sie am besten eine Unterversicherung.

Ein Unterversicherungsverzicht kann in jedem Fall hilfreich sein. Dann verzichtet der Versicherer darauf,  beim Schadensfall überhaupt geltend zu machen, dass Sie unterversichert sein könnten.

Was kostet die Gebäudeversicherung?

Wir haben für ein typisches Modellhaus die Preise an fünf verschiedenen Standorten in Deutschland (München, Tauberbischofsheim, Frankfurt am Main, Bad Schandau, Münster) abgefragt. Einer dieser Standorte weist ein erhöhtes Risiko auf, ein anderer ein unterdurchschnittliches Risiko.

Unser Modellhaus ist ein alleinstehendes Einfamilienhaus (Baujahr 1984) mit 150 Quadratmetern Wohnfläche, ausgebautem Dachgeschoss und einer Garage auf dem Grundstück. Die Bauweise ist massiv und das Dach mit Ziegeln bedeckt (Bauartklasse 1). Die abgefragten Tarife mussten grobe Fahrlässigkeit miteinschließen und sahen eine jährliche Zahlungsweise vor, bei 250 Euro Selbstbeteiligung.

Zum Zeitpunkt der Abfrage im August 2014 lag an allen Standorten der günstigste Beitrag bei knapp 142 Euro pro Jahr. Der jeweils leistungsstärkste Tarif kostete zwischen rund 500 Euro und 594 Euro.

Bei Einschluss einer Elementarschadenversicherung, die auch bei Hochwasserschäden leistet, lag der jeweils günstigste Beitrag zwischen gut 283 Euro und 354Euro – beim leistungsstärksten Tarif zwischen etwa 607 Euro und 728 Euro.

Die Preise für Gebäudepolicen variieren deutlich. Der Unterschied erklärt sich durch die stark unterschiedlichen Leistungen, aber auch durch die Preispolitik der verschiedenen Versicherer. Vor dem Abschluss einer Police sollten Sie daher die Preise und Leistungen der Tarife genau vergleichen. Sonst zahlen Sie entweder zu viel oder bekommen nur unzureichenden Schutz.

Das bezahlt die Versicherung

Die Wohngebäudeversicherung kommt für Instandsetzung, Reparatur, Wiederaufbau und Neubau des Hauses auf. Unter Umständen sind auch die Kosten für die Schuttbeseitigung, die Aufräumarbeiten und den Abbruch des Hauses dabei. Weil dabei hohe Summen anfallen können, sollte der Tarif diese Kosten unbedingt abdecken.

Die meisten Tarife zahlen die Übernachtung im Hotel, falls das Haus unbewohnbar ist. Das ist zum Beispiel für größere Familien wichtig, die im Notfall nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können. Auch Mietausfälle bezahlt der Versicherer. Da Vermieter wirtschaftlich von den Mieten abhängen, sollte die Police diese Kosten decken.

Auch kann die Wohngebäudeversicherung für Rückreisekosten aufkommen. Dieser Teil der Versicherung ist jedoch an viele Faktoren geknüpft, zum Beispiel Urlaubsdauer und Dringlichkeit der Rückreise. Außerdem ist so ein Zusatz teuer. Steigert der Einschluss eventueller Rückreisekosten die Beiträge zu sehr, können Sie darauf am ehesten verzichten.

Vergleichen Sie auf jeden Fall die Tarife nicht nur nach dem Preis, sondern auch nach der Leistung. Einige Risiken und Kosten spielen für Sie womöglich eine größere Rolle als für andere.

So versichern Sie Elementarschäden

Die Gebäudeversicherung greift nicht bei sogenannten Elementarschäden. Dazu gehören die Folgen von Überschwemmungen, Erdbeben, Erdrutschen und Lawinen. Aber auch Starkregen fällt nicht in den Versicherungsschutz einer Wohngebäudeversicherung. Sie können Ihre Versicherung jedoch mit einer Elementarschadenversicherung erweitern. Diese deckt zum Beispiel die Schäden am Dach des Hauses, die bei starkem Schneefall durch die Schneelast entstehen. Vor allem für Häuser am Wasser oder Hang ist die Zusatzversicherung sinnvoll – aber oft auch teuer.

Darauf müssen Sie achten

Freistehende Gebäude und Solaranlagen versichern - Die Wohngebäudeversicherung greift bei Schäden am Haupthaus. Sind freistehende Gebäude wie Garage und Schuppen im Versicherungsvertrag genannt, dann deckt die Versicherung auch dort die Schäden. Der Einschluss dieser Gebäude erhöht jedoch die Versicherungssumme und damit die Beiträge. Es lohnt sich, darüber nachzudenken, ob diese Gebäude versichert werden müssen und ob dies nicht über eine andere Versicherung möglich ist. Prüfen Sie außerdem, ob die Versicherung den Schutz von Solar- und Photovoltaik-Anlagen einschließt, falls Sie eine solche Anlage besitzen.

Änderungen mitteilen - Veränderungen am Haus müssen Sie dem Versicherer melden. Dazu gehören Umbauten oder eine Sanierung. Auch Änderungen an Gebäuden um Ihr Haus herum müssen Sie an den Versicherer weitergeben. Dies gilt ebenso, wenn ein Baugerüst am Haus errichtet wird. Ändert sich die Nutzung, etwa weil Sie aus Ihrem Arbeitszimmer ein Kinderzimmer machen, müssen Sie das auch mitteilen.

Reparaturen und Abwesenheiten - Falls Sie den Einwand der groben Fahrlässigkeit in der Police nicht ausgeschlossen haben, sollten Sie für Reparaturen am Haus Fachleute beauftragen. Außerdem müssen Sie bei längerer Abwesenheit dafür sorgen, dass jemand den Zustand des Hauses regelmäßig kontrolliert. Im Winter sollten Sie nicht die Heizung abdrehen, wenn Sie in Urlaub fahren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Rohre zufrieren und platzen.

Was tun im Schadensfall?

Im Schadensfall kommt es mit der Wohngebäudeversicherung immer wieder zu Streit über die Regulierung. Im Vergleich zu anderen Sachversicherungen weist sie eine deutliche erhöhte Beschwerdequote auf. So gingen 2015 beim Versicherungsombudsmann gut 1.200 Beschwerden ein.

Dokumentieren Sie die Schäden am Gebäude daher genau mit Fotos und einem schriftlichen Bericht. Auch eine Schadensmeldung an den Versicherer ist nötig, der dann auch noch einen eigenen Gutachter vorbeischickt.

Sie müssen außerdem Notmaßnahmen ergreifen, um Folgeschäden abzuwenden. Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie bei Leitungswasserschäden den Haupthahn der Wasserleitung zudrehen. Wurde das Dach abgedeckt, sollten Sie es mit einer Plane verschließen. Zu diesen Maßnahmen gehören jedoch keine Reparaturen.

Falls Sie Schäden vor der Erstellung des Gutachtens beheben müssen, weil das Haus sonst unbewohnbar wäre, sprechen Sie das unbedingt mit dem Versicherer ab. Dokumentieren Sie außerdem, wie Sie die Schäden beheben, und bewahren Sie entsprechende Rechnungen von Handwerkern auf. Sofern Sie beschädigte Teile entsorgen, gilt dasselbe.

Ihr Weg zum optimalen Tarif

Vergleichsportale im Internet sind in der Regel die beste Möglichkeit, um eine günstige Wohngebäudeversicherung mit guten Leistungen zu bekommen. Mr-Money ist unserer Einschätzung nach im Vergleich zu anderen Portalen besonders hilfreich.

Wenn Ihr Haus in einer besonderen Gefahrenzone steht und Sie eine Elementarschadenversicherung abschließen möchten, sollten Sie zusätzlich auch Verbindung zu einem lokalen Makler aufnehmen. Denn diese Versicherung ist an solchen Standorten oft nur schwer zu bekommen und der Makler kennt die Firmen, die in der Region entsprechende Policen anbieten.

Bevor Sie den Vertrag abschließen, sollten Sie aber immer noch einmal selbst prüfen, ob der Versicherungsumfang tatsächlich Ihrem Wunsch und Ihren Eingaben auf dem Vergleichsportal entspricht.

Falls Sie Mitglied in einem Haus- und Grundbesitzerverein sind, sollten Sie prüfen, ob Sie darüber eine vergünstigte Police bekommen. Vergleichen Sie den Beitrag und die Leistungen mit den besten Angeboten auf einem Vergleichsportal.

Kombi-Rabatte mit der Hausratversicherung

Hin und wieder kommt es im Schadensfall zum Streit, ob nun die Wohngebäudeversicherung oder die Hausratversicherung zuständig ist. Wenn Sie beide Policen beim selben Anbieter abschließen, hat er keinen Anreiz, die Schadensregulierung auf diese Weise zu verzögern.

Ein weiterer Vorteil ist, dass in diesem Fall viele Anbieter einen Kombi-Rabatt von 5 Prozent auf die Policen einräumen. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass beide Verträge auch für sich gesehen gute Preise und Leistungen bieten.

Checkliste: So optimieren Sie Ihre bestehende Police

Haben Sie Ihre Wohngebäudepolice schon seit einigen Jahren nicht mehr gewechselt, sollten Sie prüfen, ob diese noch immer zu Ihnen passt. In unserer Checkliste sind die wesentlichen Aspekte einer Wohngebäudeversicherung erfasst. Schauen Sie nach, was davon in Ihrer Police enthalten ist, wo Sie Ihren Schutz erweitern sollten und welche Leistungen überflüssig sind. Leben beispielsweise keine Kinder mehr in Ihrem Haushalt, ist das Risiko eines Glasbruchs deutlich geringer. Eine Glasversicherung in die Police einzuschließen, ist dann weniger dringlich.

Tipp

Kündigungsdienste

Online-Kündigungsdienste helfen Ihnen, Kündigungsfristen nicht zu vergessen, und halten Kündigungsvorlagen und Anbieteradressen parat.

So klappt es mit der Kündigung

Sie können die Versicherung drei Monate vor dem Ende des Versicherungsjahrs kündigen. Bei einer mehrjährigen Laufzeit ist dies erst zum Vertragsende möglich.

Nach einem Versicherungsfall haben Sie ein außerordentliches Kündigungsrecht und können innerhalb eines Monats kündigen. Das gilt auch, wenn der Versicherer die Beiträge erhöht – jedoch nicht, wenn die Beiträge aufgrund des gleitenden Neuwerts oder einer Leistungserweiterung steigen. Sie müssen innerhalb eines Monats nach der Mitteilung über die Beitragserhöhung kündigen.

Die Gebäudeversicherung geht bei einem Eigentümerwechsel automatisch auf den neuen Eigentümer über. Dieser kann sie jedoch innerhalb eines Monats nach dem Eintrag in das Grundbuch kündigen.

Falls Sie kündigen: Verschicken Sie die Kündigung per Einschreiben mit Rückschein. Und nennen Sie im Kündigungsschreiben immer die Versicherungsnummer. Achtung: Der Vertrag verlängert sich nach Ablauf der Vertragszeit automatisch. Sie sollten vor der Kündigung der alten Wohngebäudeversicherung schon ein Angebot für eine neue Police haben.

Wenn Ihnen der Versicherer kündigt

Auch die Versicherung hat nach einem Schadensfall ein Recht zur außerordentlichen Kündigung. Wurde Ihnen der Vertrag gekündigt, könnten Sie Probleme haben, eine neue Police mit günstigen Konditionen zu bekommen. Denn beim Antrag sind Sie verpflichtet, anzugeben, wer die Kündigung ausgesprochen hat. Sieht ein potenzieller Versicherer, dass Ihnen gekündigt wurde, lehnt er Sie womöglich ab.

Ein Selbstbehalt kann helfen, die Kündigung durch die Versicherung zu verhindern. Wenn Sie kleine Schäden selbst zahlen und dem Versicherer dadurch den Verwaltungsaufwand und Kosten ersparen, wird er Ihnen unter Umständen nicht so schnell kündigen. Außerdem können Sie bei Ihrem Versicherer nach einer Kündigungsumkehr fragen. Dann kündigen Sie statt des Versicherers.

Falls der Versicherer bereits gekündigt hat, sollten Sie auf jeden Fall bei mehreren Versicherern die Tarife vergleichen und nach Angeboten fragen. Einige Unternehmen sehen die Zahl der Schadensfälle und die Kündigung durch den Versicherer weniger dramatisch als andere.

Hilft das alles nichts, müssen Sie übergangsweise ein weniger attraktives Angebot annehmen – und sich weiter nach einer besseren Alternative umsehen. Außerdem kann eine Beratung durch Verbraucherinstitutionen oder Bauherrenverbände hilfreich sein. Auch der Gang zu einem unabhängigen Makler oder Versicherungsberater ist eine mögliche Lösung. Zwar müssen Sie solch eine Unterstützung aus eigener Tasche zahlen, aber womöglich findet ein professioneller Berater eher einen passenden Tarif als Sie.

So sind wir vorgegangen

Im August 2014 haben wir uns die Portale Check24, Comfortplan, finanzen.de und Mr-Money angesehen. Diese verfügen jeweils über einen eigenen Tarifrechner und ermöglichen einen Online-Abschluss direkt auf der Seite. Die Portale Mr-Money und Comfortplan hatten zu der Zeit jeweils 31 Anbieter im Vergleich, finanzen.de dagegen 19 und Check24 nur 9 Versicherer.

Das Portal Mr-Money ist unserer Einschätzung nach für einen Vergleich am nützlichsten. Denn es bietet zusätzlich zur hohen Anbieterabdeckung auch umfassende Möglichkeiten, die Tarife nach individuellen Vorgaben zu filtern. Das erleichtert den Vergleich der Tarife erheblich. Wenn Ihr Haus zum Beispiel auf einem Baumgrundstück steht, können Sie festlegen, dass die Beseitigung umgestürzter Bäume mitversichert werden soll.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.