Bequeme Geldanlage mit Robo-Advisors

So gut sind die Anlageberater im Internet

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Unternehmen bieten online vorgefertigte Strategien zur Geldanlage an.
  • Wir unterscheiden zwei Arten dieser sogenannten Robo-Advisors: 1) Firmen, die eine Komplettverwaltung anbieten. 2) Beratungssoftware, die bei der Auswahl von geeigneten Fonds hilft. Anbieter, die eine aktive Anlagestrategie verfolgen, haben wir nicht getestet.
  • Alle getesteten Anbieter legen das Geld nach vorher festgelegten Regeln in Indexfonds (ETFs) an. Zwischen den Fonds wird nur umgeschichtet, um die ursprüngliche Verteilung wiederherzustellen.
  • Alle Robo-Advisors nutzen Rentenfonds, die wegen der niedrigen Verzinsung von Anleihen derzeit nicht empfehlenswert sind.
  • Die Gesamtkosten der Internet-Berater sind deutlich niedriger als diejenigen der Hausbank. Ein selbst zusammengestelltes Portfolio aus Tagesgeld, Festgeld und ETFs ist aber nochmals erheblich günstiger.

So gehen Sie vor

  • Prüfen Sie, ob Sie Ihre Geldanlage selbst in die Hand nehmen wollen. Mit wenig Aufwand erhalten Sie so ein vollwertiges und günstiges Portfolio.
  • Alternativ empfehlen wir für bequeme Anleger, die auf einen Robo-Advisor setzen wollen, Easyfolio, Vaamo und Growney als Anbieter einer Komplettverwaltung.
  • Bei den Anbietern von Beratungssoftware ist JustETF geeignet. Dort können Verbraucher mit Anlageerfahrung eigene Musterportfolios erstellen oder vorgefertigte Portfolios nachbauen.
  • Den ausführlichen Test beschreiben wir in unserem Test Robo-Advisor Anbieter.
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Viele Verbraucher fühlen sich unsicher, wenn es um die Planung ihrer Geldanlage geht. Zu den typischen Fragen gehört: Wie viele Aktien soll ich kaufen? Soll ich lieber in Europa oder weltweit anlegen? Der übliche Weg geht dann zur Hausbank. Die Bank verkauft ihren Kunden dann oft hauseigene Produkte, für die sie hohe Abschlussgebühren und Provisionen kassiert. Zwar gibt es auch Honorarberater, die gegen einen Stundensatz objektiv beraten, doch nicht jeder Kunde ist bereit, etwa 150 Euro pro Stunde für die Beratung zu zahlen.

Um dieses Problem zu lösen, bieten mittlerweile eine ganze Reihe von Firmen online vorgefertigte Strategien zur Geldanlage an: Diese sogenannten Robo-Advisors (englisch für Anlage-Roboter) schlagen Verbrauchern verschiedene Portfolios vor, die gängige Anlageklassen enthalten: Aktien, Anleihen und manchmal auch Rohstoffe. Alle Firmen, die Finanztip untersucht hat, bieten Verbrauchern zusätzlich einen Fragenkatalog, der bei der Auswahl des passenden Portfolios helfen soll.

Doch dieser Service kostet Geld. Und selbst wenn alle Anbieter mit niedrigen Preisen werben, ist es um ein Vielfaches günstiger, sein Geld in Eigenregie auf Tagesgeld, Festgeld und Aktienfonds aufzuteilen, wie wir im Ratgeber Geldanlage erklären. Wer aber zu den bequemen Anlegern zählt und lieber die komplette Geldanlage aus einer Hand haben will, für den können die Fertig-Portfolios eine brauchbare Alternative sein.

Mit wenigen Klicks zur Geldanlage

Die Internetseiten der meisten Robo-Advisors sind übersichtlich gestaltet und ermöglichen es dem Kunden, sich umfangreich über den jeweiligen Anbieter und die Anlagestrategie zu informieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Befragung des Kunden zu seiner persönlichen Situation und zu seinem Risikoprofil. Nachdem er in der Regel ungefähr zehn Fragen beantwortet hat, erhält der Kunde ein Vorschlag zur passenden Anlage. Mit einigen Klicks kann er dann dieses Portfolio kaufen.

Viele Anbieter ermöglichen Verbrauchern, den Service der Robo-Advisor zunächst mit einem geringen Betrag zu testen. Bei Unternehmen wie Vaamo beträgt die Mindestanlage beispielsweise nur 10 Euro. Das passt ins Bild, schließlich wollen die Unternehmen vor allem junge und unerfahrene Anleger von ihrem Angebot überzeugen und langfristig an sich binden.

Kompletter Service oder Unterstützung bei der Fondsauswahl

Die eigene Geldanlage online zu steuern, liegt voll im Trend. Mittlerweile kämpft mehr als ein Dutzend Robo-Advisors um die Gunst der Kunden. Die einzelnen Firmen verfolgen dabei unterschiedliche Ansätze. Wir unterscheiden zwischen zwei Wegen:

Komplettlösungen - Bei diesem Konzept übernimmt der Robo-Advisor die Geldanlage komplett.

Beratungssoftware - Dabei handelt es sich um Software, die den Kunden bei der Geldanlage unterstützt und ihm vorschlägt, wie er sein Geld auf verschiedenen Fonds verteilen kann. Erwerben muss er die Anteile dann selbst.

Bei den Komplettlösungen unterscheiden wir weiterhin zwischen Firmen, die eine passive oder eine aktive Anlagestrategie umsetzen. Bei der passiven Strategie ist die Verteilung auf die einzelnen Fonds vorgegeben und wird regelmäßig auf die Ausgangsverteilung zurückgesetzt (sogenanntes Rebalancing). Ein Robo-Advisor mit einer aktiven Strategie folgt meist einem finanzmathematischen Modell, nach dem er zwischen den einzelnen Anlageklassen umschichtet. Wir haben sowohl Komplettlösungen als auch Beratungssoftware getestet, beziehen aber nur Komplettlösungen ein, die passive Anlagestrategien verfolgen. Denn nur bei diesen kann der Kunde genau nachvollziehen, wie sein Geld angelegt wird. Außerdem zeigen Erfahrungen zum Beispiel mit aktiv gemanagten Aktienfonds, dass diese im Durchschnitt den Markt nicht schlagen können. Deshalb empfiehlt Finanztip nur passive Anlagestrategien.

Überblick Robo-Advisor

Anbieter Kategorie Strategie Von Finanztip getestet?
Cashboard Komplettlösung aktiv nein
Easyfolio Komplettlösung passiv ja
Fintego Komplettlösung passiv ja
Ginmon Komplettlösung passiv ja
Growney Komplettlösung passiv ja
Quirion Komplettlösung passiv ja
Scalable Capital Komplettlösung aktiv nein
Sutor Bank Komplettlösung aktiv nein
Vaamo Komplettlösung passiv ja
Visualvest Komplettlösung passiv ja
Whitebox Komplettlösung aktiv nein
1822 direkt Beratungssoftware - ja
Comdirect Beratungssoftware - ja
DAB Bank Beratungssoftware - ja
JustETF Beratungssoftware - ja
Maxblue (Deutsche Bank) Beratungssoftware - ja
Moneyfilter Beratungssoftware - ja
Targobank Beratungssoftware - ja

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 29. August 2016)

Alle Robo-Advisors sind relativ junge Unternehmen. Als eine der ersten Firmen wagte sich Vaamo im Juni 2014 an den deutschen Markt. Daher können Robo-Advisors keine langjährigen Daten vorlegen, wie sie das Geld der Kunden angelegt haben. Bei passiven Strategien ist das kein Problem, da die Aufteilung auf die einzelnen Fonds fest vorgegeben ist und regelmäßig zurückgesetzt wird. Da es sich um Indexfonds handelt, entwickelt sich das Vermögen der Anleger wie die zugrunde liegenden Indizes und ist daher gut nachprüfbar.

Bei aktiven Strategien ist das anders. Jeder Anbieter schichtet das Geld nach seinem eigenen Modell zwischen den einzelnen Anlagekategorien um. Die meisten Robo-Advisors veröffentlichen ausführliche Beschreibungen ihrer Modelle auf ihren Websites. Allerdings können diese Unternehmen noch nicht zeigen, dass sich die Anlage so verändert, wie es das jeweilige Modell theoretisch vorhersagt. Und selbst eine gute Wertentwicklung in den kommenden Jahren ist noch kein Beweis dafür, dass das Modell in allen Marktphasen funktioniert.

Details zum aktuellen Test finden Sie in unserem Artikel Test von Robo-Advisor-Anbietern.

Robo-Advisors setzen auf Indexfonds

Eines haben alle von uns untersuchten Robo-Advisors gemeinsam: Sie setzen auf kostengünstige Indexfonds – auch ETFs genannt. Diese bilden die Wertentwicklung von Aktien- und Anleiheindizes nach und kommen ohne teuren Manager aus. Sie sind transparent und vor allem günstig.

Einige Anbieter setzen auch Fonds des amerikanischen Vermögensverwalters Dimensional ein. Diese werden zwar aktiv verwaltet, doch die Fondsmanager müssen sich sehr genau an vorgegebene Anlagekonzepte halten, die sich wiederum an Aktien- und Anleihe-Indizes orientieren. Raum für überraschende Fehlentscheidungen bleibt da kaum. Die Kosten der Dimensional-Fonds liegen deutlich unter denen, die aktiv gemanagte Fonds üblicherweise verlangen. Allerdings sind sie etwas teurer als klassische ETFs.

Die angebotenen Portfolios bestehen aus bis zu 15 einzelnen Indexfonds beziehungsweise Dimensional-Fonds. Diese Standard-Depots werden regelmäßig auf ihre Ursprungsgewichtung zurückgesetzt. In der Fachsprache nennt man das Rebalancing. Anlagen, die gut gelaufen sind und nun einen höheren Portfolio-Anteil aufweisen, werden reduziert und durch Anteile von Fonds ersetzt, deren Gewichtung gesunken ist.

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Selbstgebautes Portfolio ist deutlich günstiger

Alle Portfolios der untersuchten Robo-Advisors sind brauchbare Lösungen für die Geldanlage. Die Basis ist bei allen Anbietern recht ähnlich: Je nach Risikobereitschaft kann der Kunde zwischen Varianten mit höherem oder niedrigerem Aktienanteil wählen. Der Rest wird dann aufgeteilt auf Rentenfonds, die Anleihen enthalten, und manchmal auch auf Rohstofffonds. Jedoch sollte allen potenziellen Kunden klar sein, dass ein selbstgebautes Portfolio aus Tagesgeld, Festgeld und ETFs höchstwahrscheinlich eine bessere Rendite erzielen wird.

Das hat zwei Gründe: Einerseits ist das Selfmade-Portfolio günstiger. Tagesgeld und Festgeld kosten nichts und für einen ETF auf den von uns empfohlenen Index MSCI World fallen etwa 0,2 Prozent pro Jahr an Verwaltungskosten an. Auch Wertpapierdepots zur Verwaltung der Fonds sind kostenlos erhältlich. Zum Vergleich: Rechnet man alle Kosten zusammen, fallen bei den günstigsten Anlage-Robotern Kosten von etwa 1 Prozent pro Jahr an.

Zum anderen setzen alle Robo-Advisors auf Rentenfonds. Das sind Fonds, die in sichere Anleihen investieren. Da in den vergangenen Jahren die Zinsen drastisch gefallen sind, gelten diese Anlagen als ausgereizt, wie unsere Renditeanlayse Rentenfonds zeigt. Bei steigenden Zinsen können die eigentlich sicheren Papiere zwischenzeitlich sogar Verluste bringen. Gut verzinste Tagesgeld- und Festgeldkonten bieten dagegen ein deutliches Renditeplus.

Bei einer Involvenz sind Kunden abgesichert

Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei den hier vorgestellten Unternehmen vor allem um Finanzdienstleistungs-Start-ups (Fintechs), die vermutlich noch nicht profitabel arbeiten und sich erst etablieren müssen. Die große Menge an Anbietern ist zudem ein Indiz dafür, dass möglicherweise nicht alle Anbieter dauerhaft Bestand haben werden. Für Anleger ist dies jedoch kein Grund zur Sorge, da ihr Geld in einzelne Fonds investiert wird. Diese sind Sondervermögen und somit vor einer Pleite des Robo-Advisors oder auch der Fondsgesellschaft geschützt. Im Pleitefall müssten Anleger sich allerdings einen neuen Anbieter suchen, der sich fortan um ihre Geldanlage kümmert.

Unterschiede gibt es hingegen bei den rechtlichen Rahmenbedingungen der einzelnen Unternehmen. Grundsätzlich sind die Anbieter von Komplettlösungen oft als Vermögensverwalter (nach § 32 Kreditwesengesetz) oder als Finanzanlagenvermittler (nach §34f Gewerbeordnung) zugelassen. Die getesteten Anbieter von passiven Strategien weisen meist darauf hin, dass sie rechtlich gesehen keine Beratung anbieten, sondern nur als Vermittler zwischen dem Kunden und der angeschlossenen Depotbank agieren. Deshalb erhalten die Kunden in der Regel auch kein Beratungsprotokoll.

Das kann bedeuten, dass der Robo-Advisor keine Haftung für die von ihm ausgesprochenen Empfehlungen übernimmt. Sollte sich ein Kunde im Nachhinein falsch beraten fühlen, muss er zunächst darlegen, dass der Anbieter eine Beratungsleistung erbracht hat und dass es sich um Falschberatung gehandelt hat. Entscheidend ist dabei, ob der Anbieter den Eindruck vermittelt, bei der Abgabe der Empfehlung die persönlichen Umstände des Anlegers berücksichtigt zu haben. Das hängt immer vom konkreten Einzelfall ab, wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (Bafin) in ihren Leitlinien zur Aufsicht von Robo-Advisors erklärt.

Der Finanztip-Check

Erfolg bei der Geldanlage hängt vor allem von zwei Faktoren ab: der Anlagestrategie und den Kosten. Während jedoch die Entwicklung der Börsen ungewiss ist und sich die beste Strategie immer nur im Nachhinein feststellen lässt, fallen die Kosten in jedem Fall an und schmälern die Rendite. Neben diesen beiden Faktoren legen wir besonderen Wert auf eine hohe Transparenz der Anbieter. Für Kunden ist es wichtig zu wissen, in welche Fonds ihr Geld fließt und wie mit diesen Fonds umgegangen wird. Die genauen Bedingungen für unseren Test lesen Sie in unserem Artikel zum Test von Robo-Advisors.

Test Komplettlösungen
Wir unterscheiden beim Test zwischen Komplettlösungen, die die gesamte Geldanlage übernehmen, und Anbietern von Beratungssoftware, die Vorschläge für geeignete Fonds unterbreiten. Bei den Komplettlösungen haben wir sechs Anbieter in den Kategorien Kosten, Qualität der Befragung, Transparenz und Anlagestrategie getestet, wobei wir in jeder Kategorie zwischen 1 (sehr schlecht) und 5 Punkten (sehr gut) vergeben.

Gesamtergebnis Komplettlösungen

Anbieter Modell Punkte gesamt¹ Platz
Easyfolio Dachfonds 3,7 1
Vaamo Depot 3,55 2
Growney Depot 3,5 3
Quirion Depot 3,2 4
Fintego Depot 3,1 5
Ginmon Depot 3 6
Visual Vest Depot 2,5 7
       
       

¹von maximal 5 Punkten
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 29. August 2016). Hinweis zum Anbieter Growney: In einer früheren Version dieses Textes wurde der Anbieter auf der Grundlage des Standes seiner Website vom Juni 2016 beurteilt. Die hier wiedergegebene Beurteilung entspricht nunmehr ebenfalls dem Stand 29.08.2016.

Die Anbieter Easyfolio Vaamo und Growney schneiden in unserem Test am besten ab. Easyfolio punktet vor allem bei den Kosten, der Qualität der Befragung und der Transparenz; kritisch sehen wir allerdings die Anlage in Anleihen. Vaamo hingegen ist etwas teurer, bietet dafür aber eine qualitativ hochwertige Geldanlage. Growney punktet bei der Transparenz und der Geldanlage. Die übrigen Anbieter haben unserer Einschätzung nach in mehreren Kategorien deutliche Nachteile. Mehr dazu lesen Sie am Ende dieses Artikels.

Bei den Komplettlösungen übernehmen die meisten Firmen alle Aspekte der Geldanlage (Depot-Modell): Kunden erhalten ein Wertpapierdepot, der Robo-Advisor kümmert sich um die Anlage in den einzelnen Fonds. Lediglich Easyfolio setzt auf ein anderes Modell: Das Unternehmen bietet drei sogenannte Dachfonds an, die nach festen Vorgaben in die jeweiligen ETFs anlegen. Um diese Dachfonds zu erwerben, benötigen Kunden ein eigenes Wertpapierdepot bei einer Bank ihrer Wahl. Die Easyfolio-Fonds können Kunden dann wie andere Wertpapiere über die Börse erwerben.

Easyfolio
Anbieter von drei ETF-Dachfonds

  • keine Mindestanlagesumme für Einmalanlagen, Sparpläne ab 10 Euro möglich
  • Kosten von etwa 0,9 Prozent pro Jahr
  • zielgenaue Kundenbefragung
  • ausgewogene Anlagestrategie über entwickelte Märkte und Schwellenländer
  • Anleihen mit relativ hohem Risiko

Vaamo
Anbieter von drei Strategien inklusive Wertpapierdepot

  • Mindestanlage nur 10 Euro, auch für Sparpläne
  • zielgenaue Kundenbefragung
  • ausgewogene Anlagestrategie über entwickelte Märkte und Schwellenländer
  • relativ brauchbares Anleiheportfolio
  • Kosten von etwa 1,4 Prozent pro Jahr (bis 30.000 Euro)

Growney
Anbieter von fünf Portfolios inklusive Wertpapierdepot

  • Keine Mindestanlage, auch für Sparpläne
  • zielgenaue Kundenbefragung
  • ausgewogene Anlagestrategie über entwickelte Märkte und Schwellenländer
  • relativ brauchbares Anleiheportfolio
  • Kosten von etwa 1,2 Prozent pro Jahr, gestaffelt, ab 50.000 Euro deutlich günstiger

Test Beratungssoftware
Auch für die Anbieter von Beratungssoftware vergeben wir in jeder Kategorie 1 bis 5 Punkte. Die Testkategorien sind Qualität der Befragung, Transparenz und Anlagestrategie. Die Anforderungen sind weniger streng als bei den Komplettlösungen, da diese Anbieter dem Verbraucher lediglich Vorschläge machen, die er selbst prüfen und in die Tat umsetzen muss. Oft sind die Anbieter von Beratungssoftware Onlinebanken, die so dem Kunden den Einstieg zu ihrem Wertpapierangebot erleichtern möchten.

Gesamtergebnis Beratungssoftware

Anbieter Punkte gesamt¹ Platz  
JustETF 4,7 1  
Maxblue (Deutsche Bank) 3,3 2  
Comdirect 3,2 3  
Targobank 3,1 4  
Moneyfilter 2,75 5  
DAB Bank 2,45 6  
1822 direkt 2,15 7  
       
       
       

¹von maximal 5 Punkten
Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 29. August 2016)

Während wir den meisten Anbietern in einer oder mehreren Kategorien nur niedrige Punktzahlen geben können, setzt sich ein Anbieter deutlich von der Konkurrenz ab und ist daher auch die Empfehlung von Finanztip: die Website justetf.com. In der kostenlosen Basisversion können Anleger ein Portfolio selbst zusammenstellen oder eine bereits vorgefertigte Strategie nachbauen. Für erfahrene Anleger kann sich die Premium-Version für 120 Euro im Jahr lohnen. Neben historischen Simulationen und Detailanalysen können Kunden auch einstellen, ob und wann sie Warnhinweise per E-Mail erhalten möchten – beispielsweise wenn die ursprüngliche Verteilung der einzelnen Fonds von der aktuellen deutlich abweicht. Die genaue Auswertung zum Test der Beratungssoftware lesen Sie am Ende des Artikels.

JustETF
Beratungstool für erfahrene Anleger

  • erstes Portfolio kostenlos
  • Portfolios individuell einstellbar
  • bewährte Strategien als Musterportfolio zum Nachbauen
  • Portfolio-Überwachung (nur Premium-Version)
  • Premium-Version ab 120 € pro Jahr

So haben wir getestet

Eine ausführliche Beschreibung unseres Tests finden Sie im Artikel Test Robo-Advisor 2016. Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Komplettlösungen und Beratungssoftware. Für die Komplettlösungen haben wir alle Robo-Advisors zugelassen, die folgende Bedingungen erfüllen:

Befragung - Kunden können mittels eines Fragebogens oder Interviews das geeignete Risiko für ihre Geldanlage ermitteln und so die passende Strategie wählen.

Indexfonds - Die Anlage muss in ETFs oder ETF-ähnliche Produkte wie die Investmentfonds von Dimensional Fund Advisors erfolgen.

Passive Strategie - Die Aufteilung des Geldes muss fest vorgegeben sein. Anbieter, die aktiv zwischen einzelnen Anlagekategorien umschichten, schließen wir aus, da sie noch nicht lange genug am Markt sind.

Anschließend haben wir die Unternehmen in den Kategorien Kosten, Qualität der Befragung, Transparenz und Anlagestrategie getestet. Den Bereich Transparenz haben wir in Erklärung der Strategie, Information zu Kosten und Information zum Rebalancing unterteilt. In der Kategorie Anlagestrategie betrachteten wir die Qualität der Aktien, Anleihe und übrigen Anlagen getrennt. Zu vergeben waren 1 (sehr schlecht) bis 5 Punkte (sehr gut).

Detailauswertung Komplettlösungen

Anbieter Kosten Qualität Befragung Transparenz     Anlagestrategie    
      Erklärung Strategie Info zu Kosten Info zu Rebalancing Qualität Aktienportfolios Laufzeit und Risiko von Anleihen übrige Anlagen
Gewichtung 30 % 20 % 10 % 5 % 5 % 15 % 10 % 5 %
Easyfolio 4 4 5 4 1 4 1 5
Vaamo 2 4 5 4 1 5 4 5
Growney 3 3 4 5 2 4 4 5
Quirion 4 2 2 1 5 5 1 5
Fintego 3 3 3 2 4 4 3 2
Ginmon 3 3 1 5 2 4 2 5
Visualvest 4 1 1 3 2 4 1 1
                 
                 

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 29. August 2016). Hinweis zum Anbieter Growney: In einer früheren Version dieses Textes wurde der Anbieter auf der Grundlage des Standes seiner Website vom Juni 2016 beurteilt. Die hier wiedergegebene Beurteilung entspricht nunmehr ebenfalls dem Stand 29.08.2016.

Beim Test der Anbieter von Beratungssoftware haben wir Anbieter zum Test zugelassen, die folgende Bedingungen erfüllen:

Kostenlos - Der Service ist für den Verbraucher kostenfrei. Eine zusätzliche, kostenpflichtige Premiumversion ist erlaubt.

Indexfonds - Die Vorschläge zur Geldanlage müssen auf ETFs oder ETF-ähnlichen Produkten basieren.

Individueller Vorschlag - Der Verbraucher muss einen Vorschlag erhalten, für den er mindestens Anlagebetrag und Risikoneigung vorgegeben kann.

Die einzelnen Firmen haben wir in den Bereichen Qualität der Befragung, Transparenz und Anlagestrategie untersuchen, wobei wir die letzte Kategorie in Aktien, Anleihen und übrige Anlagen aufgeteilt haben. In jeder Kategorie konnten wir 1 und 5 Punkte vergeben. Die Punktevergabe folgte dabei anderen Regeln als bei den Komplettlösungen, da die Anforderungen hier weniger streng sind. Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Artikel Test Robo-Advisor 2016.

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Detailauswertung Beratungssoftware

Anbieter Qualität Befragung Transparenz Anlagestrategie     Punkte gesamt Platz
      Qualität Aktienportfolio Laufzeit und Risiko von Anleihen übrige Anlagen    
Gewichtung 30 % 20 % 25 % 15 % 10 %    
JustETF 5 5 5 5 2 4,7 1
Maxblue (Deutsche Bank) 3 3 4 2 5 3,3 2
Comdirect 3 4 4 2 2 3,2 3
Targobank 3 2 4 2 5 3,1 4
Moneyfilter 3 1 4 3 2 2,75 5
DAB Bank 2 3 3 2 2 2,45 6
1822 direkt 2 2 3 1 2 2,1 7

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 29. August 2016)

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Der WpHG Bogen ist doch eine reine Farce. Den Interessiert weder die Bank noch die meisten Kunden wirklich und sollte der Bogen nicht dem Entsprechen was die Bank braucht kommt anstatt einer Ablehnung ...
21. April 2016 zum Beitrag
Hallo Zusammen,
ich bin heute auf folgende Pressemitteilunggestoßen:
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5. April 2016 zum Beitrag
Mein Flossbachfond hat leider die Bedingungen geändert. Nachkäufe sind da für mich nicht mehr möglich. Die Ausschüttungen kommen dann eben einen anderen Fonds zugute.
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15. März 2016 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.