Handytarife-Vergleich

Mit unserem Vergleichsrechner finden Sie den richtigen Handytarif

Das Wichtigste in Kürze

  • Handyverträge mit Gerät lohnen sich nur selten. Meist ist es besser, das Smartphone im Handel zu kaufen und den Handytarif separat abzuschließen.
  • Es gibt im Wesentlichen drei Arten von Handytarifen: variable Tarife ohne Grundgebühr, Pakettarife mit Inklusiv-Einheiten sowie Allnet-Flats (Pauschaltarife).
  • Nach dem Zeitpunkt der Bezahlung unterscheidet man Prepaid-Tarife (Bezahlung im Voraus, keine Vertragslaufzeit) und „Postpaid“-Verträge (Rechnung am Ende des Monats, bis zu 24 Monate Vertragslaufzeit).
  • Der Preis eines Handytarifs hängt von der Qualität des Mobilfunknetzes ab. Tendenziell von gut und teuer nach okay und billig sind: Telekom, Vodafone, Telefónica (E-Plus/O2).
  • Unser Handy-Tarifrechner basiert auf Daten des Dienstleisters Tariffuxx. Dabei filtern wir die Handytarife nach strengen Kriterien und geben redaktionelle Hinweise dazu.

So gehen Sie vor

  • Wer regelmäßig mehr als etwa drei Stunden im Monat mit dem Handy telefoniert, für den lohnt sich eine Allnet-Flat. Die besten Tarife finden Sie im Ratgeber Allnet-Flat oder mit unserem Handy-Tarifrechner.
  • Telefonieren Sie regelmäßig weniger als 200 Minuten mobil, rechnet sich oft ein Tarif mit Inklusiv-Einheiten. Den passenden Tarif finden Sie mit unserem Vergleichsrechner.
  • Für Gelegenheitsnutzer sind variable Tarife ohne Grundgebühr oder Prepaid-Karten das Richtige. Empfehlenswerte Angebote finden Sie im Ratgeber Prepaid-Karte und unter dem Stichwort Billig telefonieren oder ebenfalls mit unserem Handyrechner.
  • Normalnutzer benötigen eine Datenflat ab 750 Megabyte. Die schnelle Netztechnik LTE empfiehlt sich vor allem für Tarife im Telekom- und O2-Netz. Sporadische Internetnutzer können LTE auch abwählen.

Wer einfach in einen Handyladen spaziert, um einen Mobilfunktarif abzuschließen, zahlt mehr als Online-Kunden. Denn ein guter Mobilfunk-Händler berät seinen Kunden, damit er unter Hunderten Handytarifen einen passenden für sich findet. Diese Beratung kostet natürlich Geld – meistens enthalten in etwas höheren Grundgebühren. 

Online sind Handytarife oft günstiger zu haben. Allerdings ist die Auswahl so groß, dass es schier unmöglich scheint, alle Tarife selbst zu vergleichen und den individuell günstigsten zu finden. Außerdem sind die Tarifdetails oft kompliziert. 

Um den Durchblick zu behalten, gibt es Vergleichsrechner im Internet, die in wenigen Sekunden Tausende Mobiltarife durchstöbern. Besonders verbraucherfreundlich ist der Handy-Tarifrechner von Finanztip.

Was Kunden wollen

Wie wir aus mehreren Tests mit Nutzern wissen, können Vergleichsportale für Handytarife leicht überfordern. Wer mit einer Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten konfrontiert ist, trifft schnell die falsche Wahl. Deshalb hat Finanztip einen eigenen Vergleichsrechner für Handytarife entwickelt. Dabei haben wir konsequent darauf geachtet, dass Nutzer auch ohne Profiwissen zu einem guten Ergebnis gelangen.

Dafür nutzen wir die Tarifdaten eines Dienstleisters, der in unserem Vergleich gut abgeschnitten hat. Beachten Sie, dass es noch weitere geeignete Vergleichsrechner für Handytarife im Internet gibt. Wenn Sie möglichst viele Mobilfunktarife vergleichen wollen, kann es sich lohnen, mehrere Vergleichsportale zu nutzen.

Gutes Netz oder günstiges Netz
Wollen Sie alle Netzanbieter berücksichtigen oder bestimmte ausschließen?
Telekom
gut, teuer
Vodafone
ganz gut, relativ günstig
O2
E-Plus
ok, günstig

Vertragsart und Vertragslaufzeit - Den meisten Verbrauchern empfehlen wir einen monatlich kündbaren Handytarif oder eine Prepaid-Karte. Damit bleiben Sie flexibel: Falls sich etwa Ihr Bedarf an Telefonminuten oder Ihr Anspruch an die Netzqualität oder ans mobile Internet ändert, können Sie leicht wieder den Tarif wechseln. 

Wer seine Handynutzung genau kennt, kann auch einen Handytarif mit einer Laufzeit von 12 oder 24 Monaten abschließen. Tarife mit Vertragsbindung können ein bisschen günstiger sein als flexible Angebote. 

Prepaid-Karten sind so flexibel wie monatlich kündbare Handyverträge und ermöglichen darüber hinaus eine höhere Kontrolle über die Telefonkosten. Dadurch sind Prepaid-Tarife besonders für Kinder und vorsichtige Kunden geeignet. Ein möglicher Nachteil ist, dass manche Prepaid-Karten anders als Vertragstarife nicht überall im Ausland funktionieren.

Mehr Transparenz durch Telekommunikations-Verordnung

Ab dem 1. Juni 2017 müssen Telekommunikations-Anbieter ein Formblatt an Kunden aushändigen, auf dem alle wichtigen Vertragsdaten über einen neu abgeschlossenen Handy- oder Festnetztarif stehen. Die Firmen haben allerdings eine Schonfrist bis Dezember 2017.

Der Finanztip-Handyrechner in vier einfachen Schritten

In vier einfachen Schritten kommen Sie mit dem Finanztip-Handyrechner zum passenden Mobilfunktarif.

Handynetz - Entscheiden Sie, ob Sie die Angebote in allen Mobilfunknetzen sehen oder ob Sie bestimmte Netze ausschließen wollen. In Städten sind meist alle drei Handynetze – Telekom (D1), Vodafone (D2) und Telefónica (bekannteste Marken: O2 und E-Plus) – gut ausgebaut. Auf dem Land kann das anders aussehen. Besonders Landbewohner, Autobahnpendler und Bahnfahrer sollten die Netzabdeckung prüfen. Aber auch für alle anderen lohnt es sich, die Netzqualität für Orte abzufragen, an denen sie sich häufig aufhalten, zumindest die eigene Wohnung und den Arbeitsplatz. Die Netzbetreiber bieten dazu detaillierte Karten an: Telekom, Vodafone, Telefónica.

Die regelmäßigen Netztests der Fachmedien „Chip“ und „Connect“ zeigen, dass die Deutsche Telekom im Durchschnitt das beste Netz hat, dicht gefolgt von Vodafone. Mit etwas Abstand landet das Mobilfunknetz von Telefónica auf dem dritten Platz. Die günstigsten Handytarife nutzen fast immer das O2-Netz. Sie sollten es also nur dann aus der Suche ausschließen, falls Sie damit an für Sie wichtigen Orten keinen Empfang hätten.

Flexibel, günstig oder keine Vertragslaufzeit
Was ist Ihnen wichtiger?
flexibel
gute Kostenkontrolle
möglichst günstig

Telefonieren - Schauen Sie auf Ihre letzten Handyrechnungen, wie lange Sie telefoniert haben. Alternativ können Sie auch entsprechende Apps nutzen, die Ihr Telefonverhalten auswerten. Vieltelefonierer, die mehr als etwa drei, vier Stunden im Monat mit dem Handy telefonieren, sollten die Option „Allnet-Flat“ wählen. Handverlesene und redaktionell geprüfte Angebote finden Sie alternativ im Ratgeber Allnet-Flat

Zur Berechnung eines eventuellen Bonus für die Rufnummernmitnahme geht unser Rechner davon aus, dass Sie Ihre Handynummer behalten wollen und zum neuen Anbieter mitnehmen. 

Surfen - Der monatliche Bedarf für das Datenvolumen steht nicht auf allen Handyrechnungen. Es gibt aber Apps, die das Surfvolumen anzeigen; viele Mobil-Betriebssysteme bieten diese Funktion sogar ohne Zusatzsoftware. Unter Android 6 mit Samsung-Oberfläche finden Sie die Information beispielsweise unter Einstellungen → Datennutzung. iPhones mit iOS 10 zeigen das Datenvolumen eines längeren Zeitraums unter Einstellungen → mobiles Netz. Bei Smartphones mit Windows 10 Mobile steht die Zahl unter Einstellungen → Netzwerk und WLAN → Datennutzung. 

Das durchschnittliche Datenvolumen in Deutschland beträgt etwa 600 Megabyte. Intensivnutzer benötigen deutlich mehr: 1 oder 2 Gigabyte sollten es schon sein. Die schnelle Netztechnik LTE empfehlen wir allen, die mit dem Smartphone häufig surfen und herunterladen. Viele günstige LTE-Tarife ermöglichen unter Idealbedingungen einen Download von 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Das entspricht der dreifachen Geschwindigkeit eines Standard-DSL-Anschlusses. Teurere 4G-Tarife sind bis zu 150, 300 oder noch mehr Mbit/s schnell. Ein hohes Tempo beim Upload (Hochladen) von 5 oder 10 Mbit/s ist wichtig, sofern Sie häufig große Dateien in die Cloud laden, zum Beispiel selbstgedrehte Videos. Wer aber nur sporadisch das mobile Internet nutzt, kommt auch ohne LTE aus und kann somit noch etwas sparen.

Am ehesten können Smartphone-Nutzer im Vodafone-Netz auf LTE (4G) verzichten. Denn der Konzern hat das am besten ausgebaute UMTS-Netz (3G) und liegt damit sogar vor der Telekom und O2.

Sonderfall Datenautomatik
Eine Besonderheit ist die sogenannte Datenautomatik mancher – vor allem günstiger – Handytarife. Ein solcher Mechanismus bucht automatisch kostenpflichtiges Datenvolumen nach, sobald der Nutzer sein Kontingent verbraucht hat. Meistens werden bis zu dreimal 2 Euro fällig für je 100 MB. Handytarife mit Datenautomatik eignen sich, wenn Sie Ihr Surfverhalten gut abschätzen können. Oder wenn das enthaltene Datenvolumen so großzügig ist, dass Sie nicht Gefahr laufen, es zu überschreiten. Deshalb berücksichtigt unser Handy-Tarifrechner nur abschaltbare Datenautomatiken oder solche, deren Volumengrenze mindestens 1 Gigabyte über dem angegebenen Surfvolumen liegt. 

Oft ist die Datenautomatik fester Tarifbestandteil. Manchmal lässt sie sich aber auch abschalten. Dann verhält sich der Tarif wie eine normale Datenflat: Das Surftempo sinkt nach Verbrauch des enthaltenen Datenvolumens drastisch auf 16, 32 oder 64 Kilobit pro Sekunde (kbit/s), sodass der Kunde die Internetverbindung kaum noch nutzen kann. 

Ob eine Datenautomatik vorhanden ist und welcher Art sie ist, darüber informiert unser Handyrechner in der Spalte „Kommentare der Finanztip-Redaktion“.

Verbraucherfreundliche Handytarife mit Finanztip-Kriterien

Der Finanztip-Mobilfunkrechner bezieht seine Daten vom Dienstleister Tariffuxx. Dieser hat in unserem letzten Vergleich gut abgeschnitten und wurde zusammen mit Verivox und handytarife.de eine Finanztip-Empfehlung. Die Tarifdaten filtert unser Rechner nach den Finanztip-Kriterien. So sortieren wir Handytarife mit überzogenen SMS-Preisen über 19 Cent aus. Außerdem ergänzen wir die Tarifdaten um redaktionelle Kommentare, um auf Besonderheiten hinzuweisen. Dazu zählt etwa eine ansteigende Grundgebühr, über die Sie sich im Klaren sein sollten.

Unser Handyrechner beschränkt sich derzeit auf Angebote ohne zusätzlich hinzubuchbare Optionen. Das heißt, Sie können einfach einen Handytarif abschließen, der Ihre Anforderungen erfüllt, ohne weitere Schritte unternehmen zu müssen. Einige Tarife zeigt der Rechner dadurch nicht an. Dazu zählen „Wie ich will“ von Congstar oder der Basis-Prepaid-Tarif von Aldi Talk mit Zusatzoptionen wie „Paket 300“. Für die Zukunft schließen wir einen Profi-Modus nicht aus, der auch Tarife mit Zusatzoptionen anzeigt.

Neben der Grundgebühr sollten Sie auf den Anschlusspreis achten, der zu Beginn des Vertrags einmalig anfällt. In manchen Fällen können Sie einmalige Kosten zurückholen, zum Beispiel mit einer SMS mit einem bestimmten Text oder in der App des Mobilfunkanbieters.

Die passende Handytarif-Art für Sie

Allnet-Flats sind momentan schwer angesagt. Zum Pauschalpreis von gerade einmal rund 10 bis 30 Euro rufen Sie damit unbegrenzt in allen Handynetzen und auf dem Festnetz an und können je nach Tarif auch unendlich viele SMS verschicken. Doch nicht für jeden ist ein Pauschaltarif die billigste Tarifart. Für einige Nutzer sind variable Konditionen günstiger, für andere wiederum Tarife mit Inklusiv-Einheiten (Minuten, SMS und MB), auch Pakettarife genannt.

Handytarif-Arten und für wen sie sich lohnen

Handytarif- Art   Beschreibung   lohnt sich für...   finden Sie hier:
variabler Handytarif ohne Grundgebühr   Abrechnung pro Minute und SMS, keine Grundgebühr, weder Inklusiv-Minuten noch Inklusiv-SMS   Gelegenheitsnutzer, die das mobile Internet kaum benötigen   Ratgeber Billig telefonieren oder Finanztip-Handy-Tarifrechner
Pakettarif   enthält eine bestimmte Zahl an Minuten und SMS für eine relativ niedrige Grundgebühr; bei Überschreiten der Inklusiv-Einheiten fällt oft ein leicht erhöhter Preis je weiterer Einheit an   Wenigtelefonierer, die das mobile Internet nutzen   Finanztip-Handy-Tarifrechner
Allnet-Flat   etwas höhere Grundgebühr, Telefonate in alle Netze sind inklusive; je nach Tarif ist auch eine unbegrenzte Zahl an SMS enthalten   Vieltelefonierer oder wer ein Rundum-sorglos-Paket wünscht   Ratgeber Allnet-Flat, Ratgeber LTE fürs Handy oder Finanztip-Handy-Tarifrechner

Smartphone günstig anschaffen

Die meisten günstigen Handytarife enthalten nur eine Sim-Karte, ein Smartphone müssen Sie selbst kaufen. Wie sich in einer Finanztip-Studie gezeigt hat, ist es meistens preisgünstiger, Handytarif und Smartphone getrennt voneinander anzuschaffen. Wir empfehlen einen Preisvergleich, um den günstigsten Händler zu finden, zum Beispiel für ein iPhone von Apple, ein Samsung Galaxy oder etwa ein Handy von Huawei. Eine gute Preisvergleichsseite ist idealo.de

Handy kaufen

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Digitales

Handy günstig kaufen

  • Gerät unabhängig vom Vertrag erwerben.
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  • Für Neugerät Preisvergleich nutzen.

» Zum Test der Gebrauchthändler
» Wann sich ein Handyvertrag mit Gerät lohnt

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.