Krankenversicherung

So unterscheiden sich gesetzliche und private Versicherung

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) nimmt jeden auf – vorausgesetzt, er ist nicht schon privat versichert.
  • In der gesetzlichen Krankenversicherung hängt die Höhe des Beitrags vom Einkommen ab, in der privaten Krankenversicherung (PKV) von Alter und Gesundheit.
  • Private Versicherungen können ihre Leistungen nicht einseitig kürzen.
  • Welche Behandlungen eine PKV zahlt, hängt stark vom jeweiligen Tarif ab. Sehr günstige Tarif leisten mitunter weniger als die gesetzlichen Krankenkassen.
  • Privat versichern sollten sich nur Beamte und Gutverdiener mit langfristig sicherem Einkommen.

So gehen Sie vor

  • Stehen Sie vor der Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, sollten Sie unbedingt durchrechnen, welches System auf Dauer besser passt. Nutzen Sie dazu unsere Checkliste.
  • Wenn Sie sich für die gesetzlichen Kassen entscheiden, können Sie sich die Kasse suchen, die die für Sie beste Leistung zum besten Preis bietet.
  • Die umfassendsten Leistungen zu einem guten Preis bietet die HEK. Preisbewussten empfehlen wir die HKK, die gute Zusatzleistungen trotz niedrigem Beitrag anbietet.
  • Durchweg gute Leistungen gibt es bei der Energie-BKK. BKK24 und TK haben unterschiedliche Stärken.
  • Sparfüchse suchen sich in unserer Liste die günstigste Kasse in ihrem Bundesland.
  • Haben Sie sich für die PKV entschieden, fällt die Suche nach dem passenden Tarif schwerer. Vergleichen Sie mithilfe unseres Ratgebers private Krankenversicherung sowohl die Leistungen als auch die Finanzkraft des Unternehmens.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Krankenversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Bei der Krankenversicherung ist Deutschland einzigartig: Nirgendwo sonst existieren nebeneinander zwei Systeme der gesundheitlichen Absicherung. Die private Krankenversicherung (PKV) lockt mit vielen Versprechen: So ermöglicht sie etwa kürzere Wartezeiten für einen Termin beim Facharzt sowie die Behandlung durch hochbezahlte Spezialisten und mit den neuesten medizinischen Techniken. Diese Leistungen sind von teuren Tarifen abgedeckt, die bei manchen Kosten aber mitunter weniger übernehmen als die gesetzlichen Krankenkassen. Wer in der PKV am Beitrag spart, muss auch an den Leistungen sparen und weniger versichern. Besonders günstige Tarife bieten also meist auch nur wenig Schutz.

Dagegen sind die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ein Solidarsystem, in dem alle Versicherten gleich behandelt werden und den gleichen Basisschutz genießen. Wer mehr Leistungen haben möchte, muss zusätzliche Versicherungen abschließen.

Ein Vergleich der Leistungen zwischen GKV und PKV ist gar nicht so einfach. Während bei gesetzlichen Kassen 95 Prozent der Leistungen identisch sind, bieten private Versicherer zahlreiche Optionen vom Einsteiger- bis zum Premiumtarif. Dennoch gibt es ein paar grundsätzliche Unterschiede zwischen beiden Systemen.

Die gesetzliche Krankenversicherung ist für alle da

Die gesetzlichen Krankenkassen arbeiten nach dem Solidarprinzip: Gesetzlich Versicherte zahlen bis zur Beitragsbemessungsgrenze den gleichen prozentualen Anteil des Einkommens für den Versicherungsschutz. Das bedeutet: Ihr Einkommen zählt bis zur Höhe von 4.350 Euro im Monat (Stand: 2017) für die Beitragsberechnung. Auf das Einkommen fällt der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent an, also maximal rund 635 Euro pro Monat. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen den Beitrag je zur Hälfte. Der Versicherte muss außerdem für den Zusatzbeitrag, den die jeweilige Kasse erhebt, aufkommen. Der Arbeitgeber beteiligt sich nicht daran.

Wer weniger verdient als die Beitragsbemessungsgrenze, der zahlt auch weniger für die Krankenkasse. Kinder und Ehepartner ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.

Studenten, Selbstständige und andere freiwillig Versicherte mit niedrigem Einkommen müssen einen Mindestbeitrag zahlen. Außerdem wird bei freiwillig Versicherten das gesamte Einkommen zur Berechnung des Beitrags herangezogen, nicht nur das Gehalt.

Egal ob jung oder alt, krank oder gesund, reich oder arm – die GKV gewährt allen Menschen die gleichen Leistungen. Und sie nimmt jeden auf, sofern er einen Anspruch hat. Alter oder Gesundheitszustand spielen keine Rolle.

Die beste gesetzliche Krankenkasse für alle gibt es nicht, nur die für einen Versicherten am besten passende Kasse. Sie sollten sich nach Zusatzleistungen und Zusatzbeitrag die passende Krankenversicherung suchen.

Mehr dazu im Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Leistungen meist gleich

  • Kassen erheben unterschiedliche Zusatzbeiträge.
  • Achten Sie auf Zusatzleistungen und Erstattungen.
  • Sie dürfen die Krankenkasse jederzeit wechseln.

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Von uns empfohlene Anbieter:

Privatversicherungen dürfen Kunden ablehnen

Privat versichern dürfen sich nur Beamte, Selbstständige oder Studenten sowie Angestellte, die mit ihrem Gehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen. 2017 liegt diese Grenze bei 57.600 Euro brutto jährlich. Bei Angestellten übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Prämie, allerdings nur bis zum Höchstsatz eines gesetzlich Versicherten. Derzeit sind das rund 318 Euro.

Nicht jeder, der sich laut Gesetz privat versichern kann, sollte das auch tun und wechseln. Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist eine Entscheidung fürs Leben, denn einer Rückkehr ins Solidarsystem hat die Politik enge Grenzen gesetzt. Daher sollten Sie einen Wechsel vorher mit unserer Checkliste gut durchrechnen. Wer wechseln kann, aber nicht möchte, kann sich in einer gesetzlichen Kasse freiwillig versichern.

Im Gegensatz zu gesetzlichen Kassen dürfen sich private Krankenversicherungen ihre Kunden aussuchen und manche ablehnen, zum Beispiel, weil diese eine Vorerkrankung haben. Nur in den Basis- und Standardtarif mit stark eingeschränkten Leistungen müssen die Privaten unabhängig von der Gesundheit jeden aufnehmen, der nicht in der GKV versicherungspflichtig ist oder der schon einmal privat versichert war.

Mehr dazu im Ratgeber private Krankenversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Die Leistung zählt

  • Wechseln Sie nur, wenn Sie sich die PKV langfristig leisten können.
  • Prüfen Sie, welche Leistungen Sie brauchen.
  • Nur leistungsstarke Tarife bieten umfassende Absicherung.
  • Schauen Sie auch auf die Finanzkraft der Versicherung.

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Die Private wird im Alter viel teurer

Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung richten sich nicht nach dem Gehalt, sondern nach Alter und Gesundheit sowie Leistung der Versicherung. Für jeden Versicherten ist ein eigener Beitrag fällig, also auch für Ehepartner und Kinder. Für einen guten Tarif muss ein Versicherter mit 500 oder 600 Euro im Monat rechnen. Eine Familienversicherung in der GKV ist daher meist günstiger.

Während junge, gesunde Menschen oft noch geringere Beiträge als in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen, steigen die Prämien der Privatversicherungen im Alter meistens um ein Vielfaches. Zwar legen die Unternehmen einen Teil der Beiträge der Versicherten zurück. Diese Altersrückstellungen decken allerdings nur einen Teil der Kosten, die im Laufe der Jahre durch höhere Ausgaben für die Versicherten und den medizinischen Fortschritt entstehen. Auch in der Rentenphase, wenn das Einkommen geringer ist, steigen die Beiträge weiter.

Viele private Krankenversicherungen bieten Tarife mit Selbstbehalt an, um den Beitrag zu senken. Versicherte übernehmen dabei ihre Gesundheitskosten bis zum vereinbarten Betrag selbst, dafür zahlen sie geringere Prämien. Die Höhe des Eigenanteils sollte allerdings gut überlegt sein, denn Kunden können den Selbstbehalt in der Regel nur nach einer erneuten Gesundheitsprüfung senken. Sind also privat Versicherte in der Zwischenzeit krank geworden, haben sie beispielsweise Bluthochdruck oder ein Rückenleiden, müssen sie möglicherweise Risikoaufschläge in Kauf nehmen. Angestellte profitieren von der Ersparnis durch einen Selbstbehalt außerdem weniger als Selbstständige, da sie sich die Ersparnis mit dem Arbeitgeber teilen, den Selbstbehalt aber komplett alleine zahlen müssen.

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Die Leistungen der Privaten sind garantiert …

Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gilt für alle Versicherten und wird im Rahmen von Reformen des Gesundheitssystems immer wieder angepasst oder eingeschränkt. Es ist also nicht sicher, welche Leistungen die GKV in Zukunft übernimmt. In den vergangenen Jahren hat die Politik zum Beispiel die Erstattung von rezeptfreien Medikamenten abgeschafft und Zuschüsse zum Zahnersatz gekürzt.

Hingegen können vertraglich vereinbarte Leistungen in der privaten Krankenversicherung nicht im Nachhinein gestrichen, allerdings auch nicht ergänzt werden. Während die gesetzlichen Krankenversicherungen durch die Anpassungen auch auf medizinischen Fortschritt reagieren können, sind einige Tarife in der PKV auf den Status Quo beschränkt. Zum Beispiel, wenn es eine abgeschlossene Liste gibt, welche Hilfsmittel (dazu zählen etwa Prothesen, aber auch Beatmungsgeräte) erstattet werden. Was in den Bedingungen nicht steht, wird auch in Zukunft nicht bezahlt. Mehr Leistungen sind nur durch einen Wechsel in einen anderen Tarif möglich. Hürden sind dann aber immer eine Gesundheitsprüfung und möglicherweise Risikoaufschläge.

… und variieren je nach Tarif stark

Zu vergleichen, welche Behandlungen gesetzliche und private Krankenversicherungen bezahlen, ist schwierig. Denn in der PKV gibt es keinen festen Leistungskatalog, sondern zahlreiche unterschiedliche Tarife. So kann jeder privat Versicherte nach seinen individuellen Wünschen Art und Umfang der Leistungen zusammenstellen, wie mit einem Baukasten. Durch entsprechende Vertragsbausteine kann er beispielsweise dafür sorgen, dass die Kasse die Kosten übernimmt für Behandlungen beim Heilpraktiker, umfassenden Zahnersatz und Kieferorthopädie oder Kuraufenthalte.

Manchmal leisten private Versicherungen mehr als die gesetzlichen Krankenkassen – aber nicht immer. Bei längerem Verdienstausfall, beispielsweise infolge einer Krankheit oder in der Elternzeit bietet die Gesetzliche den besseren Schutz. Auch in der Psychotherapie oder bei Reha und Kuren leistet die gesetzliche Krankenversicherung regelmäßig mehr als selbst gute PKV-Tarife. Mit Zusatzleistungen und Wahltarifen dagegen greifen viele gesetzliche Kassen Leistungen auf, die sonst nur die privaten Versicherer bezahlen.

Wir haben eine Übersicht über die wichtigsten Leistungsunterschiede zusammengestellt:

Leistungsvergleich der Marktstandards in GKV und PKV

        Gesetzliche Krankenversicherung   Private Krankenversicherung
Arzt            
  Auswahl     nur Ärzte mit Kassenzulassung   freie Arztwahl
  Abrechnung     direkt mit der Kasse   Patient zahlt Rechnung selbst und lässt sich die Kosten anschließend von der Versicherung erstatten
  Arzneimittel     10 % Zuzahlung für verschreibungspflichtige Medikamente (mind. 5 €, max. 10 €), keine Erstattung rezeptfreier Arzneimittel   meist vollständige Kostenerstattung aller Arzneimittel, möglicherweise fällt eine Selbstbeteiligung an
  Psychotherapie     Kostenübernahme für zugelassene Therapien, je nach Behandlung max. 300 Sitzungen, Genehmigung nötig   ob und in welcher Höhe Kosten übernommen werden, ist je nach Tarif unterschiedlich, meist auf wenige Sitzungen beschränkt (20 - 30 pro Jahr)
  Hilfsmittel (Rollstühle, Prothesen etc.)     Kostenübernahme für Hilfsmittel aus einem Verzeichnis, das laufend überarbeitet wird, 10 % Zuzahlung mind. 5 €, max. 10 €   oft eingeschränkter Hilfsmittelkatalog, der nicht angepasst wird, häufig eingeschränkter Erstattungsumfang
Krankenhaus            
  Klinik     Einweisung in die nächstgelegene geeignete Klinik   freie Krankenhauswahl, Privatklinik je nach Tarif möglich
  Unterbringung     in der Regel Mehrbettzimmer   meist Einbett- oder Zweibettzimmer, in wenigen Tarifen Mehrbettzimmer
  Behandlung     diensthabender Arzt   Chefarzt, in wenigen Tarifen diensthabender Arzt
  Zuzahlung     10 € pro Tag für max. 28 Tage im Jahr   keine
Zahnarzt            
  Behandlung     vollständige Kostenübernahme der Grundversorgung (z. B. Amalgamfüllungen), Zuschuss zu teureren Füllungen/Inlays   keine Beschränkung auf Grundversorgung, zahlt je nach Tarif 50 % bis 100 % der Kosten
  Zahnersatz     zahlt Zuschuss von 50 % der Grundversorgung (bei vollständigem Bonusheft max. 65 %), restliche Kosten z. B. für Inlays oder Implantate muss Patient selbst tragen   keine Beschränkung auf Grundversorgung, zahlt je nach Tarif 50 % bis 100 % der Kosten, oft mit Summenbegrenzung. Implantate je nach Tarif
Verdienstausfall            
  Krankengeld     ab dem 43. Tag, 70 % des Bruttoverdienstes bzw. max. 90 % des Nettoeinkommens, auch bei krankem Kind, Sonderregeln für freiwillig Versicherte   Beginn und Höhe der Zahlung nach Vereinbarung, kein Geld bei Erkrankung des Kindes
  Mutterschutz     Mutterschaftsgeld in Höhe des Nettogehalts, Sonderregeln für freiwillig Versicherte   kein Mutterschaftsgeld, nur 210 € vom Bundesversicherungsamt. Je nach Tarif Krankentagegeld
  Elternzeit     Beitragsfreiheit, Sonderregeln für freiwillig Versicherte   meist keine Beitragsfreiheit

Quelle: Finanztip-Recherche (28. November 2017)

Ärzte bekommen für Privatpatienten mehr Geld

Privat Versicherte sind gern gesehene Patienten, denn Mediziner können über die PKV höhere Honorare abrechnen. Während Ärzte von der GKV je nach Art der Diagnose ein pauschales Honorar erhalten, erstattet die Private abhängig von Schwierigkeit und Zeitaufwand einen mehrfachen Satz der Gebührenordnung der Ärzte (GOÄ). Falls die PKV Teile der Rechnung nicht bezahlt, bekommt der Mediziner trotzdem sein Geld, und zwar vom Patienten.

Ein Anbieterwechsel ist für privat Versicherte schwer

Achtung

Rät Ihr Vermittler Ihnen, das Versicherungsunternehmen zu wechseln, ist er wahrscheinlich nur auf die Abschlussprovision aus.

Während gesetzlich Versicherte im Prinzip jederzeit von einer zur anderen Krankenkasse wechseln können, ist ein Wechsel von einer privaten Krankenversicherung in eine andere meist nicht sinnvoll. Zwar können privat Versicherte theoretisch einen anderen Anbieter wählen, doch verlieren sie dann einen Großteil ihrer Altersrückstellungen. Daher ist es wichtig, gleich zu Beginn einen Tarif mit guten Leistungen zu wählen.

Wem die private Krankenversicherung zu teuer ist, kann versuchen, seinen Beitrag zu senken, indem er bei seiner Versicherung in einen günstigeren Tarif wechselt.

Nur in Ausnahmefällen ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich. Der Gesetzgeber hat davor hohe Hürden gesetzt, damit gesunde Gutverdiener nicht in jungen Jahren die PKV wählen und dann, um Geld zu sparen, im Alter in die GKV wechseln.

Für Versicherte, die älter als 55 Jahre sind, ist der Wechsel zum Beispiel nahezu unmöglich – selbst bei Arbeitslosigkeit. Vor einem Eintritt in die PKV sollten Sie deshalb genau prüfen, ob Sie sich die Beiträge langfristig leisten können.

Mehr dazu im Ratgeber interner Tarifwechsel

Julia Rieder
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Unbedingt internen Tarifwechsel prüfen

  • Ihr Beitrag kann um Hunderte Euro sinken.
  • Vor allem langjährig Versicherte können sparen.
  • Lassen Sie sich beraten, um Fallstricke zu vermeiden.

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Die richtige Versicherung finden

Bei den gesetzlichen Krankenkassen gibt es keine völlig falsche Wahl, denn der größte Teil der Leistungen ist bei allen Anbietern gleich. Die Kassen unterscheiden sich hinsichtlich des Zusatzbeitrags, im Service und bei den Zusatzleistungen. Zu diesen Zusatzleistungen zählen Reiseimpfungen, alternative Heilmethoden, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen oder Leistungen für Familien. Wer nach der für sich besten gesetzlichen Krankenversicherung sucht, sollte auf die beste Kombination aus Leistungen und Kosten achten. Mehr dazu lesen Sie in unserem Ratgeber gesetzliche Krankenversicherung.

In der privaten Krankenversicherung ist die Suche ungleich komplizierter, und die Wahl des falschen Unternehmens und Tarifs kann auf Dauer teuer werden. Wer mit einem günstigen Einsteigertarif beginnt, kann die Leistungen später meist nur gegen Aufpreis erhöhen. Bei den Einsteigertarifen, aber auch bei den umfassenderen Angeboten fehlen mitunter wichtige Leistungen.

Um wirklich zu durchdringen, welche Leistungen der Tarif bezahlt und welche nicht, braucht es viel Zeit und eine umfassende und gute Beratung. Was es dabei zu beachten gibt, lesen Sie im Ratgeber private Krankenversicherung.

Fazit: Lieber gesetzlich versichern

Die private Krankenversicherung ist nicht automatisch besser als die gesetzliche. Ein PKV-Tarif mit umfassenden Leistungen kostet auch viel. Wer mit einer privaten Krankenversicherung liebäugelt, sollte sich deshalb sicher sein, dass er sich die steigenden Beiträge langfristig auch leisten kann. Finanztip empfiehlt, sich lieber gesetzlich zu versichern und den Versicherungsschutz auf Wunsch durch Krankenzusatzversicherungen zu ergänzen. Allein für Menschen mit auf Dauer sicherem sowie hohem Einkommen lohnt sich eine private Versicherung.

Für Beamte ist die Lage etwas anders: Aufgrund der Zuschüsse, die sie vom Staat bekommen, lohnt sich eine PKV.

Bei der Entscheidung für das eine oder andere Krankenversicherungssystem sollten Sie unbedingt die Hilfe eines neutralen Beraters in Anspruch nehmen. Dieser hilft auch bei der Suche nach der richtigen privaten Krankenversicherung, die alle wichtigen Tarifmerkmale absichert.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Julia Rieder

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Julia Rieder ist Expertin für Versicherungen und derzeit kommisarisch für das Thema Reise verantwortlich. Während ihres Volontariats bei Finanztip sammelte sie Hörfunk-Erfahrung beim Inforadio. Vorher war sie in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und dem Online-Magazin politik-digital tätig. Ihr Studium der Politikwissenschaft hat Julia Rieder an der Freien Universität Berlin mit einem Master abgeschlossen.

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.