Ratgeber Stromvergleich
Ratgeber

So finden Sie den günstigsten Stromanbieter

Das Wichtigste in Kürze

  • Falls Sie noch nie den Stromtarif gewechselt haben oder umgezogen sind, sind Sie im teuren Grundtarif. Sie sollten dann so schnell wie möglich wechseln!
  • Wenn Sie den Stromtarif bereits gewechselt haben, lohnt sich ein Preisvergleich einmal im Jahr.
  • Der Wechsel dauert nur wenige Minuten und ist ganz einfach. Sie müssen im Normalfall nicht einmal Ihrem alten Anbieter kündigen – das erledigt der neue Versorger für Sie.
  • Sie erhalten den gleichen Strom, nur die Rechnung ist niedriger.

So gehen Sie vor

  • Den günstigsten Tarif finden Sie auf Vergleichsportalen im Internet. Die besten sind Verivox und Check24. Passen Sie unbedingt die Einstellungen auf den Seiten an.
  • Ein Neukundenbonus kann Ihnen dreistellige Summen bringen – aber nur, wenn Sie jedes Jahr den Anbieter wechseln. Wenn Sie einem Versorger länger treu bleiben wollen, klicken Sie den Bonus weg.
  • Achten Sie auf eine lange Preisgarantie, zum Beispiel zwölf Monate.
  • Die Anschlusslaufzeit oder Vertragsverlängerung sollte nicht mehr als einen Monat betragen.
  • Achten Sie auf farbig hinterlegte Angebote ganz oben in der Ergebnisliste auf den Vergleichsportalen – dabei handelt es sich oft um getarnte Werbeanzeigen und nicht etwa um besonders gute Tarife.
  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Stromanbieterwechsel sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

40 Prozent der Haushalte zahlen zu viel für ihren Strom, und zwar freiwillig. Sie gehören wahrscheinlich dazu, wenn Sie sich nie aktiv für einen Stromtarif entschieden haben. Denn dann beziehen Sie Elektrizität aus der sogenannten Grundversorgung: Das ist ein teurer Tarif, der höchstens als Notlösung taugt. Zu diesen Konditionen muss nämlich der Stromanbieter mit den meisten Kunden vor Ort jeden beliefern. Zum Beispiel Verbraucher mit einer schlechten Schufa, die sonst keinen anderen Anbieter finden.

Kein Stromausfall

Es gibt kein Risiko, dass zwischendurch die Lichter ausgehen. Selbst wenn beim Wechsel etwas schiefgeht, sind Sie gesetzlich abgesichert gegen Stromausfall (§ 38 Abs. 1 EnWG).

Unser Ratgeber zeigt, worauf es beim Tarifwechsel ankommt – und wie Sie ohne viel Aufwand 200 Euro und mehr sparen.

Ein Beispiel: Eine Familie in Hamburg mit einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt Ende November 2015 im Grundtarif von Vattenfall 1.186 Euro für zwölf Monate. Mit den Empfehlungen von Finanztip finden die Hamburger den fairen Tarif grünstrom pur 12 von Grünwelt Energie für 938 Euro im Jahr. Die gesparten 248 Euro kann die Familie anlegen oder für Sinnvolleres ausgeben.

Raus aus der Grundversorgung

Falls Sie sich noch nie aktiv um den Stromtarif gekümmert haben, sind Sie wahrscheinlich im teuren Grundtarif. Wenn Sie sichergehen wollen, nehmen Sie Ihre letzte Stromrechnung zur Hand und geben Sie den Namen Ihres Tarifs bei Google ein. Oder Sie fragen direkt bei Ihrem Versorger nach, ob Sie in der Grundversorgung sind. Sogar wenn Sie nicht mehr im Grundtarif sind, lohnt es sich, etwa einmal im Jahr zu prüfen, ob es ein günstigeres Angebot gibt.

Entnehmen Sie Ihrer Stromrechnung außerdem Ihren Jahresverbrauch, der in Kilowattstunden (kWh) angegeben ist. Wenn Sie im vergangenen Jahr ungewöhnlich viel oder wenig Strom verbraucht haben, zum Beispiel weil Sie längere Zeit abwesend waren, können Sie alternativ von folgenden Richtwerten ausgehen:

Richtwerte für den Stromverbrauch

Singles 1.500 kWh/Jahr
Paare 2.500 kWh/Jahr
Eltern mit einem Kind 3.000 kWh/Jahr
Größere Familien 5.000 kWh/Jahr

Die Richtwerte repräsentieren eher sparsame Haushalte und enthalten keine elektrische Warmwasserbereitung.

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 2. Juni 2016)

Günstigen Tarif finden mit Vergleichsrechner

Seit der Liberalisierung des Strommarkts im Jahr 1998 können Verbraucher in Deutschland ihren Anbieter frei wählen. Heute gibt es mehr als 1.000 Stromlieferanten, und jeder bietet im Durchschnitt mehr als zehn Tarife an – sie alle selbst zu vergleichen ist unmöglich. Hierbei helfen Vergleichsportale im Internet, die ihre Datenbanken laufend mit aktuellen Angeboten füttern.

Wir empfehlen für den Strompreisvergleich Verivox und Check24Im Test von Finanztip belegten die beiden Vergleichsrechner die ersten Ränge unter acht kostenlosen Portalen, auf denen die Nutzer den Stromanbieter unmittelbar wechseln können.

Tipp: In einem weiteren Test hat Finanztip die günstigsten und kundenfreundlichsten Stromanbieter für die zehn wichtigsten deutschen Großstädte ermittelt.

Verivox
Mit Check24 bester Vergleichsrechner für Stromtarife

  • Finanztip-Empfehlung für den Stromtarifvergleich
  • vergleicht viele Tarife
  • übersichtliche Darstellung
  • guter Filter für Ökotarife und Gütesiegel
  • Neukundenbonus als Voreinstellung kann Ergebnisse verzerren
  • Werbeanzeige oberhalb der Ergebnisliste, die normalen Ergebnissen ähnlich sieht

Check24
Mit Verivox bester Vergleichsrechner für Stromtarife

  • Finanztip-Empfehlung für den Stromtarifvergleich
  • vergleicht viele Tarife
  • übersichtliche Darstellung
  • guter Filter für Ökotarife und Gütesiegel
  • Neukundenbonus als Voreinstellung kann Ergebnisse verzerren
  • zwei Werbeanzeigen oberhalb der Ergebnisliste, die normalen Ergebnissen ähnlich sehen

Passen Sie unbedingt die Einstellungen an!

Die Bedienung der Rechner ist einfach: Sie tragen lediglich Ihre Postleitzahl und den Jahresstromverbrauch ein, nach einem Klick auf „vergleichen“ listen die Portale die Tarife in Ihrer Region auf. Ignorieren Sie das Ergebnis vorerst! Passen Sie erst die Einstellungen des Vergleichsrechners an. 

Bei Verivox finden Sie die Einstellungen in der linken Spalte unter „Ihre Sucheinstellungen“ und „Filtereinstellungen“. Für Check24 gilt: Wenn Sie dem Link auf unserer Seite folgen, öffnet sich nach dem Klick auf „Stromtarife vergleichen“ direkt eine Eingabemaske, in der Sie alle wichtigen Einstellungen vornehmen können.

  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Stromanbieterwechsel sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Nicht von Neukundenbonus täuschen lassen

Standardmäßig berücksichtigen sowohl Check24 als auch Verivox einmalige Bonuszahlungen bei der Reihenfolge der Ergebnisse und der errechneten Ersparnis – das kann das Ergebnis verzerren! Denn es erscheinen oft Tarife ganz oben in der Liste, die nur im ersten Jahr günstig sind. Dauerhaft günstige Anbieter landen zum Teil abgeschlagen auf den hinteren Rängen, wenn Sie die Einstellungen auf dem Vergleichsportal nicht anpassen.

Achtung

Beispiel: Schlechtes Ergebnis mit Neukundenbonus

Verivox nannte als günstigsten Stromtarif in Hamburg Ende November 2015 den Tarif „Fix Flex PK“ vom Anbieter Eprimo. Mit einem Arbeitspreis von 25,74 Cent pro Kilowattstunde und einer monatlichen Grundgebühr von 11,64 Euro kostet der Tarif bei einem Verbrauch von 4.000 Kilowattstunden ohne Bonus 1.169 Euro im Jahr. Damit ist dieser scheinbar günstigste Tarif fast so teuer wie der Grundversorgungstarif von Vattenfall („Basis Privatstrom“ für 1.186 Euro im Jahr). Der ohne Boni günstigste Tarif (sogar öko) von Grünwelt Energie kostet dagegen nur 938 Euro im Jahr (Arbeitspreis 22,25 Cent, Grundgebühr 4 Euro). Die Platzierung von Eprimo als günstigster Anbieter kommt einzig durch den opulenten Neukundenbonus von 312 Euro zustande. In einem solchen Tarif sollten Sie daher keinesfalls länger als ein Jahr bleiben.

Wechselfreudige greifen Bonus ab – treue Kunden klicken ihn weg

Falls Sie bereit sind, jedes Jahr zu wechseln, können Sie mit dem Neukundenbonus hingegen stattliche Summen kassieren, im obigen Beispiel knapp 300 Euro. Kündigen Sie dann rechtzeitig, am besten per Einschreiben!

Tipp

Mehr Tarife anzeigen

Stellen Sie „direkte Wechselmöglichkeit“ auf „egal“ und entfernen Sie den Haken bei „nur Tarife von Anbietern mit hoher Kundenempfehlungsquote“. Dann stehen meist einige günstige Tarife mehr in der Ergebnisliste.

In den meisten Fällen muss die Kündigung mindestens sechs Wochen vor Vertragsende beim Stromanbieter sein. Schreiben Sie nicht: „Ich kündige den Vertrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt“, kündigen Sie stattdessen „zum Ablauf des ersten Belieferungsjahres“. Der Grund: Einige Stromanbieter zahlen den Neukundenbonus nur dann, wenn sie ein volles Jahr geliefert haben. Es ist schon vorgekommen, dass ein Anbieter den Kunden einen Tag früher aus dem Vertrag gelassen hat, um den Bonus nicht auszahlen zu müssen.

Wenn Sie hingegen nur selten den Stromanbieter wechseln möchten, entfernen Sie den Haken bei „einmaligen Bonus in Kosten einrechnen“ (Verivox) beziehungsweise bei  „Bonus Ja“ (Check24).

Mehr als 15 Prozent Bonus freischalten

Standardmäßig aktiviert ist die Option „Tarife erfüllen Verivox-Richtlinien“. Damit wird unter anderem der Neukundenbonus auf 15 Prozent der Jahresrechnung begrenzt. Der Grund dafür ist, dass sich bestimmte Anbieter in der Vergangenheit vor der Auszahlung des Bonus drücken wollten – und zwar jene, die mit besonders hohen Boni warben.

Wenn Sie die Option „Tarife erfüllen Verivox-Richtlinien“ auf „egal“ umschalten, dann erscheinen auch Angebote mit einem Jahresbonus von mehr als 15 Prozent in der Ergebnisliste. Das kann Ihnen einen dreistelligen Extra-Betrag einbringen. Allerdings erhöhen Sie damit das Risiko, an einen unseriösen Versorger zu geraten. Möglicherweise stehen Sie dann am Ende ganz ohne Bonus da.

Empfohlene Einstellungen für dauerhaften Versorgerwechsel

Quelle: Verivox, Finanztip-Empfehlung (Stand: 27. November 2015)

Vertragsverlängerung auf einen Monat beschränken

Die Rechner zeigen in der Voreinstellung Tarife mit einer maximalen Erstlaufzeit von zwölf Monaten. Zusammen mit einer entsprechend langen Preisgarantie geht das in Ordnung. Doch wenn Sie flexibel bleiben wollen, können Sie eine kürzere Laufzeit wählen. Das ermöglicht Ihnen, erneut zu wechseln, wenn Sie zum Beispiel mit dem Service nicht zufrieden sind.

Achtung: Der Zeitraum, um den sich der Vertrag nach der Erstlaufzeit automatisch verlängert, sollte so kurz wie möglich ausfallen. Standardmäßig lassen Verivox und Check24 bis zu zwölf Monate zu. Das ist zu lang! Denn dieser Zeitraum ist so gut wie nie von einer Preisgarantie abgedeckt. Daher empfehlen wir: Schränken Sie die Vertragsverlängerung beziehungsweise Anschlusslaufzeit auf einen Monat ein! Schöner Nebeneffekt: Nach unserer Erfahrung sortiert diese Maßnahme viele unseriöse Anbieter aus. Denn die wollen ihre Kunden lieber lange an sich binden.

So setzt sich der Strompreis in Deutschland zusammen

Achten Sie auf eine Preisgarantie

Gegen steigende Energiepreise können Sie sich mit einer Preisgarantie teilweise absichern. Der Haken: Viele Anbieter gewähren die Garantie nur auf bestimmte Bestandteile des Strompreises. So sind oft nur der Energieanteil und das Netzentgelt abgedeckt, was „eingeschränkte Preisgarantie“ genannt wird. Nicht erfasst sind hingegen meist sämtliche Steuern und Umlagen – sie machen rund die Hälfte des Strompreises aus.

Tipp: Achten Sie auf eine Preisgarantie, die mindestens die Erstlaufzeit umfasst – zum Beispiel zwölf Monate. Sollte Ihr Anbieter trotzdem den Preis erhöhen, aufgrund nicht abgesicherter Preisbestandteile, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht

Pakettarife kritisch prüfen

Pakettarife enthalten eine bestimmte Menge Strom pro Jahr, zum Beispiel 4.200 Kilowattstunden. Der Nachteil dabei: Falls Sie am Ende weniger verbraucht haben, war das Paket überdimensioniert und Sie haben zu viel bezahlt. Wenn Sie mehr verbrauchen, als im Paket enthalten ist, zahlen Sie für die zu viel verbrauchten Kilowattstunden einen deutlich überhöhten Preis. Deshalb sind Paketpreise selten so günstig, wie sie auf den Vergleichsportalen erscheinen. Außerdem mindern solche Tarife generell den Anreiz, Strom zu sparen. In der Voreinstellung von Verivox und Check24 sind Pakettarife nicht berücksichtigt.

Keine Vorkasse

Durch die spektakulären Pleiten der Stromdiscounter Teldafax und Flexstrom 2011 und 2013 verloren zehntausende Kunden ihre ein Jahr im Voraus geleisteten Abschlagszahlungen. Heute gibt es zum Glück kaum noch Vorkassetarife. Die wenigen verbliebenen werden von den Vergleichsportalen in der Voreinstellung nicht berücksichtigt. Üblich sind monatliche Abschlagszahlungen. Sie begrenzen das Risiko für den Fall einer Insolvenz erheblich.

Tipp

Grüner Strom ist kaum teurer

In Hamburg waren Ende November 2015 sechs von zehn der günstigsten Stromtarife solche mit Ökostrom. Der billigste Anbieter war Grünwelt Energie. Auch in anderen Städten finden Sie sehr häufig Ökostrom unter den günstigsten Angeboten. Doch die Wirkung auf die Energiewende ist nicht bei jedem Anbieter gleich hoch. Deshalb lesen Sie hier, wie Sie echten Ökostrom erhalten.

Für oder gegen Ökostrom entscheiden

Wenn Sie durch Ihre Tarifwahl die ökologische Stromerzeugung unterstützen möchten, setzen Sie den Haken bei „nur Ökostrom-Tarife“ (Check24) beziehungsweise „nur Öko- und Klima-Tarife anzeigen“ (Verivox). Das hat technisch keine Auswirkung auf den Strom, den Sie erhalten. Alle Haushalte werden mit dem physikalisch gleichen Strom versorgt. Tipp: Setzen Sie „Tarife pro Anbieter“ auf „alle“. So können Sie leichter erkennen, wie groß der Unterschied im Preis ist zwischen herkömmlichem und Ökostrom.

Ergebnisliste zeigt die besten Anbieter

Nachdem Sie die Einstellungen angepasst haben, gibt der Vergleichsrechner eine Liste passender Anbieter aus, sortiert nach dem Preis pro Jahr. Die angegebene Ersparnis bezieht sich auf den Grundtarif Ihrer Region. Haben Sie einen anderen Tarif, wählen Sie diesen aus, damit der Rechner die Ergebnisse mit Ihren aktuellen Konditionen vergleicht.

Achtung: Ganz oben in der Ergebnisliste von Check24 erscheinen häufig ein oder zwei blau hervorgehobene Tarife. Das Portal sagt, dies seien Angebote, die zum Beispiel „Top Preisgarantie“ oder „Top Zufriedenheit“ für die eingestellten Kriterien böten. Seit Sommer 2016 beschreibt Check24 nun genau, warum es diese Tarife für die jeweilige Suche hervorhebt. Das Portal blendet aber immer noch das Wort „Anzeige“ ein. Sie sollten vor einem möglichen Abschluss genau die Tarifdetails vergleichen und abwägen, ob ein möglicher Mehrpreis gegenüber dem günstigsten Angebot in der Liste gerechtfertigt ist.

„Empfehlung“ auf dem Vergleichsportal Check24

Quelle: Check24 (Stand: 23. Januar 2015)

  • Tipp: Sollen wir Sie zum Thema Stromanbieterwechsel sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten? Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Neuen Anbieter prüfen und Vertrag abschließen

Wenn Sie einen günstigen Stromlieferanten ermittelt haben, besuchen Sie vorsichtshalber die Website des Anbieters. Klicken Sie dort auf Menüpunkte wie „über uns“ oder „Unternehmen“. Googeln Sie außerdem den Firmennamen und lesen Sie, was Kunden über den Anbieter geschrieben haben. So machen Sie sich ein Bild davon, mit welchen Methoden das Unternehmen arbeitet.

Achtung

Diese Strom- und Gasanbieter sollten Sie meiden

Immer wieder stehen Strom- und Gasversorger wegen zweifelhafter Geschäftspraktiken in der Kritik. Wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen, verzichten Sie auf Tarife der kritisierten Unternehmen und wählen besser einen anderen Anbieter – auch, wenn er ein paar Euro teurer sein sollte.

Unzufrieden sind nach einem Vertragsjahr die Kunden der Marken von der 365 AG: zum Beispiel Immergrün, Idealenergie, Meisterstrom und Almado. Das ergab eine Erhebung von Check24 im Juli 2014. Der Grund für die Unzufriedenheit seien häufige Probleme bei der Auszahlung des Bonus.

Die Stiftung Warentest findet die Angebote der 365 AG ebenfalls nicht ratsam, außerdem seien folgende Anbieter nicht empfehlenswert: EVD, Extraenergie und Prioenergie.

Diskutieren Sie in der Community über diese und weitere Unternehmen, und teilen Sie anderen Lesern Ihre Erfahrungen mit.

Wenn Sie bei einem Anbieter ein ungutes Gefühl beschleicht, entscheiden Sie sich besser für den zweit- oder drittgünstigsten Versorger. Die Preisunterschiede auf den ersten Rängen sind oft minimal.

Macht der Anbieter einen guten Eindruck, schließen Sie den neuen Stromvertrag über das Vergleichsportal online ab. Das ist jedoch nicht bei allen Tarifen möglich. Alternativ wenden Sie sich direkt an den Stromversorger, entweder per Internet, Telefon oder Post. In beiden Fällen erhalten Sie den gleichen Tarif.

Ihr neuer Anbieter kündigt für Sie den alten Vertrag

Im Anschluss wird der neue Anbieter Ihren alten Tarif für Sie kündigen – Sie brauchen nichts weiter zu tun. Wie lange der Anbieterwechsel dauert, hängt unter anderem davon ab, welche Kündigungsfrist Ihr bisheriger Vertrag besitzt. Für den Grundversorgungstarif gilt: Er kann jederzeit mit einer Frist von nur zwei Wochen gekündigt werden (§ 20 Abs. 1 StromGVV). Der Wechsel geht in drei bis acht Wochen über die Bühne.

Tipp

Strom sparen

Der günstigste Strom ist der, der gar nicht erst verbraucht wird. Mit diesen Tipps sparen Sie Elektrizität im Wert von bis zu 150 Euro.

Auch wenn Sie bereits einen anderen Tarif besitzen, kündigt der neue Anbieter für Sie. Dabei muss jedoch die Laufzeit und Kündigungsfrist Ihres bisherigen Tarifs eingehalten werden. Diese Informationen finden Sie in Ihrem Stromvertrag oder Sie fragen bei Ihrem aktuellen Anbieter nach.

Umzug bedeutet (meistens) neuer Anbieter

Bei einem Umzug können Sie oft vorzeitig aus Ihrem Vertrag aussteigen. Viele Anbieter räumen für diesen Fall ein Sonderkündigungsrecht ein oder das Vertragsverhältnis endet automatisch. Schauen Sie hierfür in Ihren Stromvertrag – wenn es dort nicht steht, werden Sie in den AGB Ihres Anbieters fündig. Einige Verträge müssen vom Verbraucher jedoch bei einem Umzug „mitgenommen“ werden – natürlich nur dann, wenn der Anbieter am neuen Wohnort Strom liefern kann. Falls nicht, können Sie auf jeden Fall einen neuen Anbieter wählen.

Tipp

Wenn es Ärger gibt

Bei Ärger mit dem Stromlieferanten richten Sie eine schriftliche Beschwerde an ihn. Er muss innerhalb von vier Wochen antworten, gerechnet ab dem Zugang Ihres Schreibens (§ 111a EnWG). Wenn es keine Einigung gibt, wenden Sie sich an die Schlichtungsstelle Energie. Deren Aufgabe ist es, Streitfälle außergerichtlich und kostenlos für Verbraucher beizulegen. Außerdem kann es helfen, wenn Sie sich auch an das Vergleichsportal wenden, über das der Vertrag zustande kam. Das Portal kann zusätzlich Druck auf den Versorger ausüben.

Nur ausnahmsweise selbst kündigen

Ihren Stromanbieter selber kündigen sollten Sie nur in zwei Fällen: Zum einen dann, wenn eine Preiserhöhung ins Haus flattert. Dann haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht, mit dem sie sofort aus dem Vertrag herauskommen (§ 41 Abs. 3 EnWG).

Wir empfehlen: Prüfen Sie, ob die Preiserhöhung übermäßig ausfällt. Denn falls alle Anbieter ungefähr gleichzeitig die Preise erhöhen, zum Beispiel weil die Ökostrom-Umlage steigt, bringt ein Wechsel nichts. Wenn die Preiserhöhung jedoch deutlich über fünf Prozent liegt, müssen Sie schnell handeln und die Kündigung einreichen – am besten per Einschreiben oder über einen Kündigungsdienst im Internet. In unserem Test am besten abgeschnitten hat Aboalarm. Ihr neuer Versorger würde das wahrscheinlich nicht schnell genug schaffen. Keine Sorge: Sie werden sogar dann jederzeit mit Strom beliefert, wenn Sie gar keinen Stromanbieter mehr haben. Dann muss der Grundversorger einspringen.

Der zweite Fall, bei dem Sie ausnahmsweise selbst kündigen sollten: Sie wollen den Anbieter wechseln und die Kündigungsfrist Ihres alten Stromvertrags läuft demnächst ab. Er würde sich automatisch verlängern, wenn Sie untätig blieben. Auch hierbei kann es passieren, dass Ihr neuer Anbieter nicht schnell genug für Sie kündigt, mit der Konsequenz, dass Sie weiter im alten Vertrag feststecken.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Jahresabrechung Strom:
Ich habe gerade meine Abrechnung bekommen - und? Der Preis pro Kilowattstunde entspricht nicht dem, der beim Wechsel zu gesagt wurde. Die Preiserhöhung zum 01.01. wurde bei ...
20. April 2016 zum Beitrag
Hey ,
ich bin mit Gas und Strom zu Maingau gewechselt, gerade vor 4 Monaten, genau so meine Schwiegereltern. Früher habe ich Strom und Gas jährlich gewechselt, um Boni abzugreifen, inzwischen ...
24. März 2016 zum Beitrag
Ich hatte ja mit einem Preifehler gerechnet, der Antrag ist aber bestätigt worden. Es handelt sich um den Maingau Gas Smart von , Der Tarif ist über die üblichen Vergleichsportale erreichbar ...
24. März 2016 zum Beitrag
Gesamte Diskussion anzeigen - Anmelden oder registrieren, um an der Diskussion teilzunehmen.

Sollen wir Sie
zum Thema Stromanbieterwechsel
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Jens Tartler

Finanztip-Experte für Energie & Reise

Jens Tartler schreibt insbesondere über die Themen Energie und Reise. Insgesamt zwanzig Jahre lang arbeitete er als Redakteur für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland. Zuvor studierte er Volkswirtschaftslehre in Köln und den USA. Vertiefende Einblicke in die Branchen Verkehr und Energie gewann Jens Tartler zwischenzeitlich als Pressesprecher eines Unternehmens sowie eines Dachverbands.

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.