Ratgeber kostenloses Girokonto
Ratgeber

So sichern Sie sich das günstigste Konto

Das Wichtigste in Kürze

  • Kontoführungsgebühren, Jahresgebühren für die Kreditkarte, Abhebegebühren und Fremdwährungsgebühren – bei Girokonten können sich allerlei Kosten ansammeln. Doch das muss nicht sein.
  • Insbesondere Direktbanken bieten kostenlose Girokonten zu guten Konditionen an.
  • Aber auch bei diesen Girokonten sollten Sie auf die Gebühren achten. Viele Banken bewerben ihr Angebot als kostenloses Girokonto, doch um die Kontoführung herum fallen jede Menge Kosten an – zum Beispiel für die Kreditkarte, bei Auslandsüberweisungen oder bei Zahlungen in Fremdwährung.
  • Lassen Sie Ihr Geld nicht einfach auf dem Girokonto liegen, sondern legen Sie es lieber auf einem Tagesgeldkonto mit höheren Zinsen an. Auf das Girokonto gehört nur gerade so viel, dass Sie nicht ständig in den Dispo rutschen.
  • Verbraucher müssen beim Online-Banking unbedingt auf die Sicherheit achten. Dabei geht es zum Beispiel um einen guten Virenschutz oder eine sichere Internetverbindung.

Die besten Girokonten

  • für Disponutzer

Deutsche Kreditbank (DKB) 
V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte
keine Jahresgebühr, kostenlose Kreditkarte

  • für Kartenzahler

Consorsbank 
V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte
keine Jahresgebühr, kostenlose Kreditkarte

  • für Bareinzahler

Comdirect 
V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte
keine Jahresgebühr, kostenlose Kreditkarte

  • für Weltenbummler

DAB Bank
Maestro-Bankkarte und Mastercard
keine Jahresgebühr, kostenlose Kreditkarte
Angebot nur noch eingeschränkt verfügbar:
keine Eröffnung mehr für Neukunden

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Die Banken in Deutschland verlangen für ihre Girokonten sehr unterschiedliche Gebühren. Deshalb können Verbraucher viel Geld sparen, indem sie die Angebote gut vergleichen.

Kosten beim Girokonto entstehen vor allem an diesen Punkten:

Jahresgebühr - Das ist die Grundgebühr, die Sie für das Girokonto bezahlen.

Sollzinsen - Diese fallen an, falls Sie Ihr Konto überziehen. Dispozinsen berechnet die Bank, wenn Sie Ihr Konto innerhalb des von der Bank gewährten Rahmens überziehen. Wenn Sie Ihr Konto darüber hinaus überziehen, werden Überziehungszinsen fällig, die bei einigen Banken deutlich höher sind. Die Dispozinsen unterscheiden sich von Bank zu Bank deutlich. Wir haben 15 Banken mit niedrigen Dispozinssätzen aufgelistet.

Der von den Banken angegebene Dispozins ist der nominale Zinssatz und berechnet nicht ein, dass die Kunden ihre Disposchulden nicht immer begleichen. Der effektive Zinssatz fällt dadurch höher aus.

Kosten für eine Kreditkarte - Viele Banken bieten zusätzlich eine Kreditkarte an, für die Kosten entstehen können.

Kosten für eine Girocard (früher: EC-Karte) - Einige Banken verlangen Jahresgebühren für die Girocard. Das ist insbesondere bei Filialbanken der Fall.

Gebühren für eine Zweit-/Partnerkarte - Banken können Gebühren erheben, falls Sie eine Zweitkarte für Ihren Lebenspartner oder ein anderes Familienmitglied beantragen. Das gilt für Girocards und für Kreditkarten.

Kosten für Überweisungen - Wenn Sie Geld überweisen, können Kosten entstehen, vor allem, falls es sich um Überweisungen auf Papier handelt. Manche Banken verlangen auch weitere Gebühren für Überweisungen in einer fremden Währung.

Kosten beim Bezahlen - Auch beim Bezahlen oder Abheben in fremder Währung können Kosten entstehen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Kunden die Girocard oder die Kreditkarte nutzen.

Wenn Sie ein neues Girokonto eröffnen wollen, sollten Sie jedoch nicht nur auf diese Kosten schauen, sondern die Preis- und Leistungsverzeichnisse der Banken lesen. Denn manche Banken verlangen ungewöhnliche Gebühren, zum Beispiel für den Versand der mTAN oder bei jeder Kontobewegung.

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

Gut zu wissen: Viele Banken bewerben ihr Girokonto als kostenlos. Doch tatsächlich können um die Kontoführungsgebühr herum jede Menge Kosten anfallen, zum Beispiel für die Kreditkarte, bei Auslandsüberweisungen oder bei Zahlungen in Fremdwährung. Selbst die Kontoführung ist bei manchen Banken nur dann kostenlos, wenn monatlich ein Gehalt in bestimmter Höhe eingeht.

Die wichtigsten Kostenpunkte beim als kostenlos beworbenes Girokonto haben wir in folgender Grafik zusammengefasst:

Online 100 Euro und mehr pro Jahr sparen

Es gibt viele Banken, die kostenlose Girokonten mit einem niedrigen Dispozinssatz anbieten. Die besten dieser Angebote stammen meist von Direktbanken, die die Kontoführung vollständig über das Internet abwickeln und keine Filialen unterhalten müssen. Alle Beratung erfolgt telefonisch.

Bei vielen Angeboten erhalten Sie zusätzlich eine kostenlose Kreditkarte, die Sie jedoch nicht nutzen müssen. Sie haben damit allerdings den Vorteil, auch im Ausland kostengünstig bezahlen und Geld abheben zu können. Falls die Bank weder dem Cashpool noch der Cash Group angeschlossen ist, können Sie mit der Kreditkarte auch in Deutschland kostenlos abheben.

Im April 2015 haben wir günstige Online-Konten mit Filialkonten verglichen. Unser Musterkunde gab für das Girokonto bei der Filialbank bis zu 200 Euro mehr aus als bei Direktbanken. Wenn Sie nicht auf die Bankfiliale und deren Service verzichten wollen, können Sie sparen, indem Sie das Kontomodell wechseln.

Aber insbesondere mit den Finanztip-Empfehlungen können Sie am Girokonto sparen.

Der Girokontowechsel wird einfacher

Viele Bankkunden scheuen den Umstieg allerdings. Dabei ist es in jüngster Zeit einfacher geworden, das Girokonto zu wechseln. Viele Geldinstitute bieten einen kostenlosen Umzugsservice an, bei dem die neue Bank anhand der letzten Kontoauszüge die Vertragspartner der wechselwilligen Kunden über die neue Kontoverbindung informiert.

Inzwischen arbeiten einige der Banken auch mit sogenannten Fintech-Unternehmen zusammen, die sich auf den Kontowechsel spezialisiert haben: Fino Digital, Finreach und Kontowechsel24 etwa. Die Kunden müssen zwar immer noch selber das neue Girokonto eröffnen, der Wechsel soll mit den Fintechs jedoch in wenigen Minuten klappen. Dabei gehen die Unternehmen die Zahlungs-Ein- und -Ausgänge durch und informieren Lastschriftenempfänger und andere Zahlungspartner. Finreach arbeitet zum Beispiel mit der DKB und einigen Sparkassen zusammen, bei Fino Digital sind es die Commerzbank und die Volksbanken.

Noch bieten nicht alle Banken einen derart einfachen Kontowechsel an. Für solche Fälle haben wir eine Checkliste und einen Musterbrief erstellt, die den Wechsel erleichtern.

Im September 2016 treten neue Regelungen zum Girokontowechsel (Zahlungskontengesetz) in Kraft: Es soll den Wechsel des Girokonto erleichtern – Banken müssen ihre Kunden dann beim Wechseln unterstützen.

Falls noch Geld auf dem altem Konto liegt, darf die vorherige Bank nichts für die Überweisung auf das neue Konto verlangen. Das entschied das Thüringer Oberlandesgericht (Urteil vom 8. Januar 2015, Az. 1 U 541/14). Für einen möglichst problemlosen Wechsel empfehlen wir Ihnen in jedem Fall, das neue Konto einige Monate parallel zum alten zu führen.

Die Girokonto-Empfehlungen von Finanztip

Wer bereit ist, sein Konto zu wechseln, dem empfehlen wir die Girokonten der DKB, der Consorsbank, der DAB Bank und der Comdirect. Denn mit diesen Konten erledigen Sie nicht nur Ihre Bankgeschäfte schnell und kostengünstig.

Wir haben Banken getestet, die das Girokonto ohne Jahresgebühr anbieten und auch keine Gebühren für eine Girocard (früher EC-Karte) oder Kreditkarte verlangen. Bei unseren Empfehlungen können Sie zusätzlich am günstigsten Geld abheben – und zwar weltweit. Details zu unserem Test lesen Sie in unserem Artikel zum Vergleich kostenloser Girokonten.

Deutsche Kreditbank (DKB)
Die DKB verlangt Dispozinsen in Höhe von nominal 6,9 Prozent im Jahr (effektiv 7,08 Prozent). Für das Überziehen über den Dispokredit hinaus bezahlen Kunden denselben Prozentsatz. Das ist der niedrigste Zinssatz unter unseren Empfehlungen. Damit passt dieses Konto insbesondere für diejenigen, die öfter mal ins Minus rutschen.

Beim kostenlosen Girokonto DKB-Cash der zur Bayerischen Landesbank gehörenden Deutschen Kreditbank (DKB) erhalten die Kunden eine V-Pay-Girocard zusammen mit einer Visa-Kreditkarte.

Bei diesem Angebot führen die Kunden zwei Konten: das normale Girokonto ohne Guthabenzins und das Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung von derzeit 0,6 Prozent effektiv im Jahr. Von letzterem werden auch die Umsätze der Visa-Karte abgebucht.

Wir empfehlen, stets auf die Visa-Karte zurückzugreifen und die Girocard nur zu benutzen, wenn Kreditkarten nicht akzeptiert werden. Da die DKB keinem Automatenverbund angehört, ist das Abheben mit der Girocard nämlich an fast allen Automaten kostenpflichtig. Die Bank betreibt sehr wenige eigene Automaten in ihren Niederlassungen. Mit der Visa-Karte hingegen kostet Geldabheben am Automaten weltweit nichts extra.

Es fällt lediglich eine Gebühr von 1,75 Prozent bei Zahlungen in einer fremden Währung an, Ausnahmen sind schwedische Kronen und rumänische Lei.

Ab dem 3. August 2016 müssen DKB-Kunden für das 3D-Secure-Verfahren entweder eine App auf ihr Smartphone laden oder für jede SMS beim mTAN-Verfahren 7 Cent bezahlen. Durch 3D-Secure soll Online-Shopping sicherer werden. Damit wird überprüft, ob der richtige Verbraucher mit der Karte zahlt.

Falls DKB-Kunden bereits die Banking-App des Unternehmens nutzen, ist die Umstellung nicht sonderlich groß – sie laden lediglich ein zweites Programm für die Bank auf ihr Smartphone. Alle anderen müssen sich zumindest teilweise daran gewöhnen, ihre Bankgeschäfte über das Handy zu erledigen, falls sie nicht das kostenpflichtige mTAN-Verfahren nutzen wollen.

Deutsche Kreditbank (DKB)
Kombination von Girokarte (V-Pay) mit Visa-Karte

  • kostenloses Girokonto mit Kreditkarte
  • kostenlos Bargeld abheben mit der Visa-Kreditkarte im In- und Ausland
  • kostenlose Partnerkarten
  • Dispozins von 6,9 Prozent pro Jahr
  • Tagesgeldkonto mit Zinssatz von 0,6 Prozent effektiv pro Jahr
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent

Consorsbank
Beim kostenlosen Girokonto von der Consorsbank (früher: Cortal Consors), die wie die DAB zur französischen Bankengruppe BNP Paribas gehört, erhalten die Kunden eine V-Pay-Girocard und eine Visa-Kreditkarte. Der Dispozinssatz beträgt 7,75 Prozent nominal im Jahr.

Geldabheben mit der Visa-Karte ist weltweit kostenlos. Bezahlen in Euro kostet im Euro-Raum sowie in Liechtenstein, Island und Norwegen ebenfalls nichts. Außerhalb dieses Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und beim Bezahlen in einer fremden Währung verlangt die Bank seit Dezember 2015 1,75 Prozent des Umsatzes als Gebühr. Diese gilt für die Visa-Karte wie für die Girocard.

Besonders interessant für Verbraucher, die in Deutschland oft mit Karte zahlen: Als Zusatzleistung erhalten Consorsbank-Kunden für Zahlungen mit der Visa- oder der Girocard eine Gutschrift von 10 Cent, die Prämie ist jedoch auf 25 Euro im Quartal begrenzt.

Wer das Konto auch als Gehaltskonto nutzt, bekommt nach der Eröffnung eine Gutschrift von 50 Euro.

Consorsbank
Kombination von Girokarte (V-Pay) mit Visa-Karte

  • kostenloses Girokonto plus Kreditkarte
  • kostenlos Bargeld abheben mit der Visa-Kreditkarte im In- und Ausland
  • kostenlose Partnerkarten
  • 10 Cent Gutschrift pro Kartenbenutzung (maximal 25 Euro pro Quartal)
  • 50 Euro Bonus bei Nutzung als Gehaltskonto
  • Dispozins von 7,75 Prozent pro Jahr
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent

DAB Bank
DAB-Bank-Kunden erhalten kostenlos eine Mastercard-Kreditkarte, deren Einsatz sowohl im Zahlungsverkehr als auch beim Abheben an Geldautomaten mit Mastercard-Zeichen weltweit kostenfrei ist (ab einem Abhebebetrag von 25 Euro). Die Kunden bezahlen lediglich Fremdwährungsgebühren in Höhe von 1,5 Prozent des Umsatzes, falls sie mit der Karte in einer anderen Währung als Euro bezahlen. Damit schneidet die Bank bei diesem Punkt am besten ab und ist besonders für Reisende die passende Karte.

Bei der zur BNP-Paribas-Gruppe gehörenden Bank erhalten Kunden außerdem eine Girocard mit Maestro. Mit der Karte können sie an allen der rund 9.000 Automaten der Cash-Group in Deutschland kostenlos Geld abheben, obwohl die Bank seit dem Verkauf an BNP-Paribas nicht mehr zur Cash-Group zählt. Der Automat zeigt die Gebühr zwar an, DAB übernimmt sie aber komplett. Nach Unternehmensangaben ist keine Änderung geplant.

Falls das Girokonto nicht ausreichend gedeckt ist, fallen Dispozinsen in Höhe von nominal 7,5 Prozent pro Jahr an. Darüber hinaus bezahlen DAB-Kunden Überziehungszinsen von 12,5 Prozent nominal. Für Freiberufler und Selbstständige gelten um 3 Prozentpunkte höhere Sollzinssätze.

Achtung

Keine Eröffnung für Neukunden

Neukunden können zurzeit kein Girokonto bei der DAB Bank eröffnen. Die Bank begründet die Einschränkung damit, dass sie seit Anfang 2016 – wie die Consorsbank – zur BNP-Paribas-Bankengruppe gehört. Nun gebe es technische und organisatorische Umstellungen. Wer schon als Kunde bei der Bank zum Beispiel ein Tagesgeldkonto hat, kann weiterhin auch ein Girokonto bekommen. Die DAB gib zurzeit keine Auskunft darüber, wie es nach der Umstellung weiter geht und ob ihr bisheriges Kontomodell Bestand haben wird (Stand: 9. August 2016).

DAB Bank
Kombination von Girokonto (Maestro) mit Mastercard

  • kostenloses Girokonto inklusive Kreditkarte
  • kostenlos abheben mit der Girokarte an 9.000 Automaten (Cash-Group)
  • kostenlos Bargeld abheben mit der Mastercard im In- und Ausland
  • kostenlose Partnerkarten
  • Fremdwährungsgebühr von 1,5 Prozent
  • Dispozins beträgt 7,5 Prozent
DAB Bank

Empfehlung für Bareinzahlungen

Comdirect
Ein großer Nachteil bei den meisten Online-Konten ist, dass die Kunden Bargeld nur über Umwege einzahlen können. Sie müssen meist auf Fremdbanken ausweichen, um etwas zu Gunsten ihres Online-Kontos einzuzahlen. Dabei fallen je nach Bank unterschiedlich hohe Gebühren an.

Einen Ausweg bietet in solchen Fällen das Girokonto der Comdirect. Bei diesem Konto der Commerzbank-Online-Tochter können die Kunden dreimal im Jahr Geld kostenlos an Einzahlautomaten oder an den Schaltern von Commerzbank-Filialen einzahlen. Jede weitere Einzahlung kostet 1,90 Euro. Dort können sie auch größere Mengen Bargeld abholen, wenn sie das mindestens zwei Tage vorher angemeldet haben.

Beim Bezahlen mit der Girocard oder der Kreditkarte außerhalb Deutschlands fallen Fremdwährungsgebühren an. Kunden können kostenlos Geld abheben, müssen dabei jedoch zwischen Girocard und Kreditkarte wechseln. Außerhalb der Europäischen Union zücken sie dafür am besten die Kreditkarte; in Deutschland, der Europäischen Union sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen nutzen sie lieber die Girocard.

Bei den übrigen Konditionen ist die Comdirect nur geringfügig schlechter als unsere übrigen Empfehlungen. Comdirect-Kunden erhalten eine Visa-Kreditkarte und eine V-Pay-Girocard. Der größte Unterschied ist, dass sie in Deutschland nur an den gut 9.000 Automaten der Cash-Group und nicht an so gut wie allen rund 56.000 Automaten kostenlos abheben können. Auch der Dispokredit ist mit 8,95 Prozent nominal pro Jahr etwas höher als bei unseren oben genannten Standardempfehlungen.

Comdirect
Kombination von Girokonto (V-Pay) mit Visa-Karte

  • kostenloses Girokonto und Kreditkarte
  • bis zu 100 Euro Bonus nach Kontoeröffnung
  • kostenlos Bargeld abheben mit der Visa-Kreditarte im Ausland
  • kostenlos Bargeld abheben mit der Girocard an circa 9.000 Automaten der Cash-Group in Deutschland
  • Dispozins von 8,95 Prozent pro Jahr
  • Fremdwährungsgebühr von 1,75 Prozent
  • Abhebegebühr bei der Kreditkarte in der EU
Comdirect

Zeitweilig war auch Number26 bei den Girokonten eine Finanztip-Empfehlung. Mehr dazu lesen Sie in unserem separaten Text zu Number26.

Die Dispozinsen unserer Girokonto-Empfehlungen

Bank nominaler Dispozins im Jahr effektiver Dispozins im Jahr
DKB 6,9 % 7,08 %
DAB Bank 7,5 % 7,71 %
Consorsbank 7,75 % 7,98 %
Comdirect 8,95 % 9,25 %

Quelle: Websites der Anbieter / Finanztip-Berechnung (Stand: 14. Juni 2016)

Fremdwährungsgebühren bei den Finanztip-Empfehlungen

Bank Fremdwährungsgebühr Kreditkarte
DAB Bank 1,5 %
Comdirect 1,75 %
Consorsbank 1,75 %
DKB 1,75 %

Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 14. Juni 2016)

Regionale Anbieter beachten

Die von uns empfohlenen Konten sind bundesweit verfügbar. Es kann jedoch sein, dass in Ihrem Umkreis eine regionale Bank ähnlich günstige Konditionen anbietet.

Basiskonto

Wer kein normales Girokonto bekommt, hat seit dem 19. Juni 2016 Anrecht auf ein Basiskonto. Diese Art von Konto muss mit den grundlegenden Funktionen eines Girokontos ausgestattet sein – Lastschriften einrichten, Geld überweisen, mit Karte zahlen sowie Geld einzahlen und abheben. Die Banken können den Kunden zudem einen Dispo gewähren.

Tipp

Sicherheit beachten

Wie Sie sich bei Bankgeschäften im Internet vor Hackern schützen, lesen Sie in unserem Ratgeber Sicheres Onlinebanking

Der Weg zum besten Girokonto

Bei der Auswahl des richtigen Girokontos sollten Sie folgende vier Punkte beachten.

1. Ihre Girokarte verwendet das Maestro- oder V-Pay-Bezahlsystem

Maestro und V-Pay sind Bezahlsysteme der Anbieter Mastercard (Maestro) und Visa (V-Pay). Bankkarten verwenden meist eines dieser Systeme. Innerhalb Europas akzeptieren sowohl Bankautomaten als auch Händler beide Bezahlsysteme. Weltweit ist hingegen nur Maestro verbreitet. Bei vielen Anbietern erhalten Sie daher zusätzlich zu Ihrer V-Pay-Girocard eine kostenlose Kreditkarte, mit der Sie dann weltweit bezahlen und Geld abheben können. In unseren Empfehlungen bewerten wir deshalb Angebote von Maestro gleichwertig zu denen von V-Pay mit zusätzlicher kostenloser Kreditkarte.

Zusätzlich funktionieren die meisten Bankkarten in Deutschland über das nationale Bezahlsystem Girocard, umgangssprachlich immer noch als Zahlen mit EC-Karte bekannt – die meisten Händler nehmen entsprechende Karten an. Außerdem können Sie so an den meisten Automaten Geld abheben, die Kosten dafür bestimmt jedoch der Geldautomatenbetreiber.

Aufgrund der europäischen Verordnung zu Interbankenentgelten können Sie zukünftig wählen, ob Sie mit der Girocard-Funktion der Karte bezahlen wollen oder mit V-Pay beziehungsweise Maestro. Die Wahl ist nur für die Händler wichtig: Denn sie entrichten unterschiedliche Gebühren für das Bezahlen. Die Händler werden also in der Regel den für sie günstigsten Weg auswählen; für die Kunden hat das keine Folgen.

2. Parken Sie freie Mittel nicht auf Ihrem Girokonto, sondern auf einem Tagesgeldkonto

Einige wenige Anbieter werben noch mit einer Verzinsung des Girokontos. Die liegt jedoch deutlich unter den Zinsen, die Sie bei Tagesgeld-Angeboten mit der gleichen Flexibilität erhalten. Wir empfehlen Ihnen daher, nur so viel Geld auf dem Girokonto zu lassen, wie Sie für den regelmäßigen Zahlungsverkehr benötigen, und Reserven auf einem Tagesgeldkonto anzulegen. Dabei sollten Sie auf ein gut verzinstes Tagesgeldkonto bei einer sicheren Bank setzen. Falls Ihr Girokonto-Anbieter kein gutes Tagesgeld im Programm hat, eröffnen Sie am besten ein Tagesgeldkonto bei einer unserer Empfehlungen.

Verzinsung bei unseren Girokonto-Empfehlungen

Bank Zinsen beim Girokonto im Jahr Zinsen beim Tagesgeld im Jahr
DAB Bank 0 % 0,2 % bis 20.000 Euro
DKB 0 % 0,6 % bis 100.000 Euro ¹
Consorsbank 0 % 1 % bis 20.000 Euro
Comdirect 0 % 0,01 % ¹

¹ Tagesgeld und Girokonto sind in einem Produkt verbunden
Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 15. Juni 2016)

3. Achten Sie auf die Finanzkraft der Bank

Falls Sie nur kleinere Summen auf dem Girokonto parken, ist der Verlust bei einem Zahlungsausfall der Bank begrenzt. Wir empfehlen Ihnen in diesem Ratgeber in der Regel nur Angebote von Banken, deren Zahlungskraft von den großen Ratingagenturen als gut bewertet wird und die Mitglied in einem europäischen Einlagensicherungsfonds sind. Dadurch sind die Einlagen bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesetzlich garantiert.

Rating der Finanztip-Empfehlungen

Bank für Rating herangezogene Mutterunternehmen Moody‘s Fitch Standard & Poor‘s Einlagensicherung
DAB Bank BNP Paribas A A A Deutschland
DKB Bayerische Landesbank A A kein Rating Deutschland
Consorsbank BNP Paribas A A A Frankreich
Comdirect Commerzbank A BBB BBB Deutschland

Quelle: Websites der Ratingagenturen (Stand: 15. Juni 2016)

4. Lassen Sie sich nicht von Zusatzleistungen ködern

Viele Anbieter bieten Zusatzleistungen wie kleine Prämien für das Bezahlen mit Karte oder eine Gutschrift, falls Sie das Konto auch als Gehaltskonto nutzen. Gegen solche Prämien ist nichts einzuwenden. Wir bewerten die Angebote jedoch in erster Linie nach den regulären Kosten und empfehlen lediglich dann ein Angebot mit Zusatzleistungen, wenn auch die übrigen Konditionen stimmen.

Wer seine Bankgeschäfte online erledigt, sollte unbedingt einige Punkte zur Sicherheit beachten. Das gilt nicht nur für das gewählte TAN-Verfahren, sondern auch für den Computer.

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So haben wir getestet

Vergleich Online-Girokonten 2016

Zugelassen zum Test waren nur Anbieter, die keine Kontoführungsgebühr verlangen, die ihren Kunden einen Dispokredit einräumen und kostenlos eine Girocard sowie eine Kreditkarte zur Verfügung stellen – und zwar im gesamten Bundesgebiet. Kunden müssen auch kostenlos und unbeschränkt Geld an Automaten abheben können. Die daraus resultierenden sechs Anbieter haben wir auf folgende weitere Kriterien überprüft: Dispozins, weltweit kostenloses Abheben und Fremdwährungsgebühren.

Weitere Details zu unserer Untersuchung lesen Sie im Artikel zum Girokonten-Test.

Konditionen Girokonten

Bank kostenlos abheben Fremdwährungsgebühr Kreditkarte nominaler Dispozins pro Jahr Kommentar
Comdirect weltweit 1,75 % 8,95 % dreimal im Jahr kostenlos Bargeld einzahlen bei Commerzbank; Abheben in Deutschland nur kostenlos bei Cash-Group mit der Girocard; Abheben in der EU, Island, Liechtenstein und Norwegen nur kostenlos mit Girocard
Consorsbank weltweit 1,75 % 7,75 %  
DAB Bank weltweit 1,5 % 7,5 %  
DKB weltweit 1,75 % 6,9 %  
ING-Diba Eurozone 1,75 % 7,76 %  
Targobank in Deutschland mit EC-Karte und Kreditkarte; in Spanien & Frankreich bei Bankpartnern mit der Girocard 1,85 % 7,63 % 2 % Kurszuschlag beim Auslandseinsatz der Kreditkarte in Fremdwährung

Quelle: Websites der Anbieter (Stand: 14. Juni 2016)

Empfehlungen aus dem Ratgeber

  • Unsere Empfehlungen:
  • Consorsbank (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)
  • DKB (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)
  • DAB Bank (Maestro-Bankkarte und Mastercard, keine Jahresgebühr)
  • Zum Einzahlen von Bargeld:
  • Comdirect (V-Pay-Bankkarte und Visa-Karte, keine Jahresgebühr)

Noch mehr sparen mit Finanztip

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Kostenlos Bargeld einzahlen am Automaten. Viele Banken und Sparkassen haben EInzahlungsautomaten. Da ein Sparkonto eröffnen und schon kann es losgehen. Mache ich aktuell so bei der Commerzbank, davor ...
15. August 2016 zum Beitrag
[quote='Michael St','http://www.finanztip.de/community/thema/1195-geb-c3-b-chren-f-c3-b-crs-girokonto?postID=31347#post31347']
Mit Kreditkarte ohne Gebühr Bargeld abholen, na ja, das sollten Sie ...
6. Juli 2016 zum Beitrag
Zum Thema Girokontowechsel
Die Angaben zu den zu hohen/nicht vertretbaren Gebühren werden schon stimmen.
Aber: Die "Cash Group" ist längst nicht so einfach zum Bargeld abheben wie ...
6. Juli 2016 zum Beitrag
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Josefine Lietzau

Finanztip-Expertin für Bankprodukte

Josefine Lietzau ist Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Bereits während ihres Studiums der Germanistik und Anglistik war sie für die Redaktionen der Grünen Liga, der Jüdischen Zeitung und der Superillu tätig. Nach ihrem Magister-Abschluss absolvierte Josefine Lietzau ein Volontariat bei den Online-Verbraucherportalen Banktip und Posttip, wo sie im Anschluss als Redakteurin arbeitete.