Prepaid-Tarife im Vergleich

Für wen sich eine Prepaid-Karte fürs Handy lohnt

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Prepaid-Karte für das Handy ist zum Synonym für günstige Handytarife geworden.
  • Man unterscheidet Prepaid-Tarife als vorausbezahlte Handytarife (prepaid = vorher bezahlt) und Mobilfunkverträge, die in der Regel am Monatsende bezahlt werden (postpaid = nachher bezahlt).
  • Postpaid-Verträge gibt es mit und ohne Laufzeit, Prepaid-Tarife kommen grundsätzlich ohne Vertragsbindung aus.
  • Sowohl Prepaid-Karten als auch Mobilfunkverträge gibt es mit und ohne Handy. In der Regel kommt es am Ende günstiger, einen Tarif ohne Gerät zu nehmen und das Handy selbst zu kaufen.
  • Prepaid-Tarife sind flexibel kündbar und ermöglichen eine bessere Kostenkontrolle als ein Postpaid-Vertrag, was vor allem für Kinder und sicherheitsbewusste Nutzer wichtig ist.
  • Ein möglicher Nachteil: Bei manchen Prepaid-Karten ist die Nutzung im Ausland (Roaming) in weniger Ländern möglich, aber die beliebten Urlaubsziele sind meist abgedeckt.

So gehen Sie vor

  • Wenn Sie eine hohe Kostenkontrolle wünschen oder einen Handytarif für Ihr Kind suchen, wählen Sie eine echte Prepaid-Karte mit Vorkasse.
  • Bestmöglichen Empfang bieten Prepaid-Tarife mit LTE im D-Netz. Empfehlenswert für Wenignutzer ist Magenta Mobil Start von der Telekom und für Vielnutzer Callya Allnet-Flat von Vodafone.
  • Wenn Sie selbst einen Prepaid-Tarif suchen wollen: Werden Sie sich zunächst klar über das gewünschte Mobilfunknetz und Ihre Datennutzung.
  • Individuell passende Prepaid-Tarife finden Sie mit Vergleichsrechnern im Internet. Die gezielte Suche nach Prepaid-Karten erlauben die von uns empfohlenen Vergleichsrechner Tariffuxx, Verivox und handytarife.de.
  • Falls Sie einen Tarif für sich selbst suchen und Sie regelmäßig mehr als etwa 300 Minuten im Monat telefonieren, muss eine Prepaid-Karte nicht zwingend die richtige Wahl sein. Buchen Sie eine Allnet-Flat – ob prepaid oder postpaid.
  • Ein Handy kaufen Sie am besten unabhängig vom Tarif (Apple iPhone, Samsung Galaxy S).
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In den 1990er und 2000er Jahren ist die Prepaid-Karte fürs Handy zum Synonym für günstige Mobilfunktarife ohne Grundgebühr geworden. Die eigentliche Bedeutung des Wortes „prepaid“, also vorausbezahlt, ist in den Hintergrund getreten. Dabei gibt es durchaus Unterschiede zwischen echten Vorkasse-Tarifen und klassischen Handyverträgen. Prepaid eignet sich im Vergleich zum Handyvertrag für bestimmte Kunden besonders.

Prepaid-Tarife ermöglichen bessere Kostenkontrolle

Ein Prepaid-Tarif, bei dem der Handynutzer nur den Geldbetrag abtelefonieren oder versurfen kann, den er oder jemand anderes zuvor aufgeladen hat, ist unserer Einschätzung nach nur dann nötig, wenn die Kontrolle über die Telefonkosten besonders wichtig ist. Aber selbst dieser klassische Vorteil der Prepaid-Karte hat an Bedeutung verloren, da es günstige Allnet-Flats gibt, die mit einer relativ geringen Gebühr fast alles abdecken: Telefonieren, Surfen und SMS schicken. Die Nutzung von Sonderrufnummern oder Telefonate außerhalb der EU sind jedoch nicht in der Flatrate enthalten und können dementsprechend teuer werden.

Achtung

Minus ist möglich

Im Normalfall wird das Gespräch abgebrochen, sobald das Guthaben einer Prepaid-Karte verbraucht ist. Bei der Nutzung von besonderen Leistungen wie Roaming kann es jedoch vorkommen, dass das Guthaben verzögert abgerechnet wird und ins Minus rutscht.

Vorteile der Prepaid-Karte

Das kann zum Beispiel bei Kindern zum Problem werden. Eltern, die verhindern wollen, dass ihre Sprösslinge die Handyrechnung nahezu unbegrenzt in die Höhe treiben können, sollten daher eine Prepaid-Karte für die Kinder besorgen. Aufladen können sie die Karte jedes Mal selbst oder sie hinterlegen einen bestimmten monatlichen Betrag, der automatisch zur Verfügung steht. Außerdem sollten sie den Gebrauch von kostenpflichtigen Sonderrufnummern ausschließen und eine Drittanbietersperre einrichten. Das geht in der Regel über die Servicehotline des Providers.

Ein Vorteil von Prepaid ist auch die Ungebundenheit an Tarif und Anbieter. Wenn der Tarif nicht mehr passt, müssen Sie ihn nicht einmal kündigen, sondern können einfach aufhören, die Karte zu nutzen. Etwas schwieriger wird es, sofern Sie die Rufnummer zu einem anderen Anbieter mitnehmen wollen. In dem Fall müssen Sie den Prepaid-Tarif kündigen, was normalerweise aber jederzeit möglich ist.

Die Nachteile von Prepaid-Karten im Vergleich zu Mobilfunkverträgen halten sich in Grenzen: Manchmal ist die Nutzung (Roaming) nur in weniger Ländern der Welt möglich. Außerdem erhalten Kunden keine klassische Rechnung. Insofern eignet sich eine Prepaid-Karte nicht nur für Kinder, sondern auch für sicherheitsbewusste Erwachsene.

Oft sind die Übergänge zu einem normalen Vertrag aber fließend. Es gibt zum Beispiel bei vielen Prepaid-Tarifen die Möglichkeit, die Karte automatisch aufzuladen, sobald das Guthaben verbraucht ist. Einige Anbieter sehen vor, dass sich der Prepaid-Vertrag online einfach per Knopfdruck in einen normalen Laufzeitvertrag umwandeln lässt. Schließlich haben die Unternehmen ein Interesse, die Prepaid-Kunden enger an sich zu binden.

Prepaid-Vergleich: Gute Tarife von der Telekom und von Vodafone

Empfehlenswerte Prepaid-Tarife mit bestmöglichem Empfang sind Magenta Mobil Start für Wenignutzer und Vodafone Callya Smartphone Allnet-Flat für Vielnutzer. Diese Tarife funken in den D-Netzen der Telekom und von Vodafone, die dem Netz von O2/E-Plus überlegen sind. Das kann Eltern ein beruhigendes Gefühl geben, weil sie ihr Kind möglichst sicher erreichbar wissen wollen.

Die Callya Allnet-Flat von Vodafone ermöglicht unbegrenzte Telefonate in alle Netze ohne weitere Kosten und bietet 1 GB Prepaid-Internet. Dabei steht das schnelle LTE-Netz von Vodafone mit bis zu 225 Mbit/s zur Verfügung.

Magenta Mobil Start von der Telekom ist sinnvoll, wenn die Eltern und viele Freunde ebenfalls einen Tarif im Telekom-Netz haben. Denn Gespräche und SMS ins Telekom-Netz sind inklusive. Außerdem kann der Nutzer eine frei wählbare Festnetz-Nummer kostenlos anrufen. Für den Internet-Zugang stehen drei Optionen mit 150, 750 oder 1.000 MB Datenvolumen zur Wahl. Unserer Einschätzung nach bietet die Variante mit 750 MB Prepaid-Internet ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Deutsche Telekom
Magenta Mobil Start M

  • LTE im Telekom-Netz (D1) mit bis zu 300 Mbit/s
  • 750 MB Datenvolumen
  • günstiger Grundpreis von 9,95 € für vier Wochen
  • Flat ins Telekom-Netz (Anrufe und SMS)
  • eine Festnetz-Nummer nach Wahl kostenlos anrufen
  • 9 Cent je Minute und SMS außerhalb des Telekom-Netzes
Deutsche Telekom

Vodafone
Callya Smartphone Allnet-Flat

  • LTE im Vodafone-Netz (D2) mit bis zu 375 Mbit/s
  • 1 GB Datenvolumen
  • Flat in alle deutschen Fest- und Mobilfunknetze
  • flexibel kündbar
  • Grundpreis von 22,50 € für vier Wochen
Vodafone

Video: Handy mit Vertrag nehmen?

Wenn Sie als Erwachsener einen Tarif suchen, spielt es unserer Einschätzung nach kaum eine Rolle, ob Sie eine Prepaid-Karte oder einen Handyvertrag wählen. Wichtiger ist, dass der Tarif zu Ihnen passt. Bei gleich guten Konditionen raten wir eher zum Vertrag. Denn am Ende des Monats per Bankeinzug zu zahlen ist komfortabler, als im Voraus Guthaben aufzuladen, und auch minimal einfacher, als eine automatische Aufladung der Prepaid-Karte einzurichten. Außerdem gibt es bei Postpaid-Verträgen kein Risiko, dass Sie Ihr aufgeladenes Guthaben verlieren, wenn der Mobilfunkanbieter pleitegeht – obwohl dieser Fall unwahrscheinlich ist. Und anders als bei einem Prepaid-Tarif müssen Sie sich nach der Kündigung auch nicht um die Auszahlung eines etwaigen Rest-Guthabens kümmern.

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Prepaid-Tarife nach Ihren Wünschen herausfiltern

TariffuxxVerivox und handytarife.de bieten sinnvolle Filter, die – richtig eingestellt – nur die für Sie passenden Tarife durchlassen. So können Sie zum Beispiel angeben, wie viele Minuten Sie oder Ihr Kind im Monat telefonieren und wie viele SMS verschickt werden. Falls Sie eine Flatrate wünschen, lässt sich das ebenfalls angeben.

Tarifart - Vieltelefonierer wählen einen Pauschaltarif – eine sogenannte Allnet-Flat. Wer jedoch weniger als rund 300 Minuten im Monat mobil telefoniert, für den ist fast immer ein flexibler Tarif oder ein Minuten- und SMS-Paket die bessere Wahl.

Mobilfunknetz - In welchem Netz der Tarif funken soll, können Sie auf den Vergleichsportalen vorgeben. Wenn Sie das aktuell beste Netz wünschen und bereit sind, dafür einen Aufpreis zu zahlen, wählen Sie einen Tarif im Telekom-Netz (433 Punkte im Netztest 2016 der Zeitschrift „Connect“). Das Mobilfunknetz von Vodafone folgt auf dem zweiten Platz bei der Leistungsfähigkeit (396 Punkte). Etwas schwächer ist das Netz von Telefónica, zu der die Marken O2 und E-Plus gehören (299 Punkte). Dort gibt es jedoch die meisten günstigen Tarife. Wie die Handynetze in den Tests verschiedener Fachmedien genau abgeschnitten haben, erfahren Sie hier.

Umfang der Internet-Flat - Ein mobiler Internet-Zugang ist mittlerweile für die meisten Menschen unverzichtbar, auch für Kinder und Jugendliche. Auf Vergleichsportalen können Sie angeben, wie viele Megabyte (MB) Datenvolumen Sie oder Ihr Kind benötigen und wie schnell das mobile Internet sein soll. Wie hoch der Bedarf ist, können Sie anhand der nachfolgenden Tabelle abschätzen. Sie zeigt den ungefähren Verbrauch verschiedener Nutzertypen.

Nutzertyp   Anforderungen   Datennutzung (Monat)
Gelegenheitsnutzer   E-Mails, Whatsapp und Facebook, seltenes Surfen, fast keine Videos und Downloads   200 bis 300 MB
Normalnutzer   E-Mails, Whatsapp und Facebook, häufiges Surfen, wenige Videos und Downloads   ca. 500 MB
Intensivnutzer   E-Mails mit größeren Anhängen, Whatsapp und Facebook, häufiges Surfen, einige Videos und Downloads   ab 1.000 MB

Mehr dazu im Test der Handytarif-Vergleichsrechner

Daniel Pöhler
von Finanztip, Mobilfunk-Experte

Den richtigen Handytarif finden

  • Handytarif mit Vergleichsrechner finden oder Finanztip-Empfehlung wählen.
  • Günstige Allnet-Flats: LTE All 2 GB von Winsim.
  • Im besseren D-Netz: Callya Allnet-Flat.

» Zum Test

Beste Vergleichsrechner:
Tariffuxx
Verivox
handytarife.de

Beste Allnet-Flats:
LTE All 2 GB von Winsim
Callya Allnet-Flat von Vodafone

Alten Vertrag kündigen

Wenn Sie oder Ihr Kind einen Handyvertrag haben, kann es sich lohnen, ihn zu kündigen (zum Beispiel mit Aboalarm) und auf einen Tarif vom Mobilfunkdiscounter umzusteigen. Ihre gewohnte Rufnummer können Sie auf jeden Fall behalten.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Medien

Dienstleister beenden unliebsame Verträge

  • Kündigungsdienste kennen hunderte Anbieter.
  • Dienstleister formulieren Kündigung, verschicken sie auf Wunsch und bieten Versandnachweis.
  • Hoher Datenschutz laut AGB.

» Zum Ratgeber

Unsere Anbieter-Empfehlung:

So haben wir ausgewählt

Unsere Prepaid-Empfehlungen stammen aus den Ratgebern LTE und Allnet-Flat. Wir berücksichtigen dabei ausschließlich echte Prepaid-Karten, bei denen das Guthaben per Vorkasse aufgeladen wird. Ist das Guthaben verbraucht, ist keine weitere Nutzung möglich. Das erlaubt Eltern und unbedarften Nutzern eine bessere Kontrolle über ihre Telefonkosten oder über die Kosten ihrer Kinder.

Unsere Prepaid-Empfehlungen ermöglichen bestmöglichen Empfang, weil sie die besonders gut ausgebauten Netze der Telekom und von Vodafone nutzen. Bei Prepaid-Tarifen ist das besonders wichtig, da die Karten häufig von Kindern genutzt werden, deren Eltern sie bestmöglich erreichbar wissen wollen.

Außerdem erfüllen die Prepaid-Tarife die strengen Finanztip-Mobilfunk-Kriterien:

  • Unsere Handytarif-Empfehlungen ermitteln wir mit den aktuell von uns empfohlenen Handytarifrechnern. Außerdem durchsuchen wir Newsletter, Pressemitteilungen und Unternehmensauftritte in den sozialen Medien nach guten Angeboten.
  • Die Grundgebühr eines empfohlenen Tarifs darf sich nicht nach einer bestimmten Laufzeit erhöhen, es sei denn, die endgültige Grundgebühr wäre günstiger als die der Konkurrenzangebote.
  • Eine sogenannte Datenautomatik, die zusätzliches kostenpflichtiges Datenvolumen hinzubucht, müssen Kunden jederzeit abschalten können, sofern das enthaltene Surfvolumen weniger als 2 Gigabyte umfasst.
  • Der Tarif muss Zugang zum LTE-Netz bieten.
  • Falls der Tarif keine SMS-Flat enthält, darf der Preis für eine Kurzmitteilung nicht mehr als 9 Cent betragen.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.