Risikolebensversicherung

So schützen Sie Ihre Angehörigen vor dem Ruin

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Risikolebensversicherung sichert Ihre Hinterbliebenen ab, falls Sie sterben.
  • Sie ist ein Muss, wenn Sie einen Immobilienkredit abbezahlen.
  • Wer Allein- oder Hauptverdiener der Familie ist, sollte ebenfalls eine Police abschließen.
  • Die Versicherungssumme sollte hoch genug sein, um vorhandene Kredite und die durch den Tod des Verstorbenen entstandene Gehaltslücke abzusichern.
  • Verheiratete Paare können über eine verbundene Risikolebensversicherung Beiträge sparen. Flexibler sind aber zwei getrennte Verträge.
  • Nicht verheiratete Paare sollten getrennte „Über-Kreuz“-Verträge abschließen.

So gehen Sie vor

  • Bestimmen Sie entweder mit einer Faustformel oder mit einer genauen Berechnung die Höhe Ihres Absicherungsbedarfs.
  • Wer die Familie grundsätzlich absichern will, braucht eine gleichbleibende Versicherungssumme.
  • Wenn Sie in erster Linie einen Kredit absichern wollen, kommt auch eine Versicherungssumme infrage, die Jahr für Jahr stärker sinkt, je mehr Sie Ihren Kredit tilgen.
  • Je nach Art der Berufstätigkeit, des Körpergewichts und ob Sie rauchen oder nicht, wählen Sie anhand unserer Empfehlungen einen Anbieter aus: Europa, Interrisk, Hannoversche, Check24 oder Mr-Money.
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Es gibt Situationen, an die eigentlich niemand denken mag: Jemand kommt bei einem Autounfall ums Leben und hinterlässt seinem Partner und den Kindern Schulden auf das noch nicht abbezahlte Eigenheim. Zu allem Unglück kann sich der Ehepartner die Darlehensraten nicht alleine leisten und muss die Immobilie verkaufen, die Bank für entgangene Zinsen entschädigen und eine neue, womöglich kleinere Bleibe für die Familie suchen.

Damit es Ihren Angehörigen im schlimmsten Fall nicht auch so ergeht, ist es wichtig, dass Sie so früh wie möglich diese Situation im Hinterkopf haben: Sie brauchen eine Risikolebensversicherung.

Was ist eine Risikolebensversicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist eine Versicherung für den Todesfall. Sie zahlt die vorher vereinbarte Versicherungssumme an die Hinterbliebenen aus, wenn die im Vertrag versicherte Person stirbt. Sie ist damit eine reine Risikoversicherung, mit der kein Geld angespart wird – im Gegensatz zur Kapitallebensversicherung, die die Todesfallabsicherung mit Sparen kombiniert. Daher sind auch die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung viel niedriger als die einer Kapitallebensversicherung. Im Gegensatz zu dieser ist sie eine empfehlenswerte Versicherung.

Wer eine Risikolebensversicherung braucht

Kein Mensch kann sich sicher sein, dass er bis weit nach dem Renteneintritt lebt. Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stirbt immerhin etwa jeder siebte Bundesbürger (14,9%) schon zwischen dem 30. und dem 65. Lebensjahr. Im Alter von 45 bis 65 Jahren sterben etwa 13 Prozent.

Anders als viele Versicherungsvertreter sagen, ist eine Risikolebensversicherung aber keineswegs ein Muss. Insbesondere wer keine Hinterbliebenen zu versorgen hat und keine Schulden hinterlässt, kann auf diese Absicherung verzichten. Die beiden klassischen Bedarfsfälle sind:

  • Immobilienfinanzierung: Hier sollte der (Ehe-) Partner abgesichert sein, damit er oder sie die Restschuld auf den Kredit bei der Bank tilgen kann und so keine Schulden alleine stemmen muss, falls Sie früh sterben. Diese Empfehlung gilt auch für unverheiratete Paare, die zusammen eine Immobilie erworben haben.
  • Kinder oder andere Hinterbliebene absichern: Die Risikolebensversicherung ist besonders sinnvoll, wenn die Familie einen Haupt- oder gar Alleinverdiener hat. Doch auch wenn beide Partner arbeiten, sollten Sie sich fragen: Müsste ein Partner als Alleinerziehender seine Berufstätigkeit und damit sein Einkommen einschränken, wenn er plötzlich allein für die Kinder da ist? Stellen Sie sich bei aller Fürsorge aber auch die Frage, ob nicht schon genug Vermögen vorhanden ist oder ob Ihr Partner nicht die durch den Tod entstandene Gehaltslücke leicht auffangen kann. Dann ist die Versicherung wahrscheinlich unnötig.

Darüber hinaus kommt die Versicherung für Geschäftspartner mit einer gemeinsamen Firma in Betracht. Dabei ist es grundsätzlich möglich, den Vertrag auf die Firma laufen zu lassen.

So viel kostet eine Risikolebensversicherung

Der Jahresbeitrag hängt unter anderem ab von der Versicherungssumme, dem Alter, der Gesundheit und dem Beruf des Versicherten. Raucher und körperlich Tätige zahlen grundsätzlich mehr. Für Frauen und Männer sind die Beiträge dagegen seit Ende 2012 gleich hoch. Wir empfehlen eine jährliche Zahlweise, da Sie dann etwas günstiger wegkommen als bei einer monatlichen Zahlweise. Bei einer Versicherungssumme von 200.000 Euro liegt der Jahresbeitrag zwischen 74 Euro und 1.200 Euro.

Raucher? berufliche Tätigkeit 30-Jährige(r) 40-Jährige(r) 50-Jährige(r)
nein körperlich 74 € 170 € 469 €
nein nicht körperlich 55 € 147 € 397 €
ja körperlich 144 € 422 € 1181 €
ja nicht körperlich 122 € 349 € 1028 €

Quellen: Tarifrechner der Gesellschaften (Stand: 12. Januar 2015); Annahmen: Einzelvertrag, konstante Versicherungssumme 200.000 Euro, Laufzeit 15 Jahre, jährliche Zahlweise, Normalgewicht (BMI = 23), jeweils günstigster Tarif der von Finanztip empfohlenen Gesellschaften

So bestimmen Sie die Versicherungssumme

Die Versicherungssumme sollte sowohl eventuelle Schulden abdecken, die nach dem Tod eines Partners weiterbestehen, als auch die Gehaltslücke des Verstorbenen schließen. Letzteres ist in der Regel mindestens solange notwendig, bis die Kinder sich finanziell selbst versorgen können.

  • Wer einen Kredit absichern möchte, sollte die Versicherungssumme mindestens in der Höhe der Restschuld des Kredites wählen. Fragen Sie diese gegebenenfalls bei der Bank nach. Wenn der Kredit jünger als zehn Jahre ist, sollte die Versicherungssumme mindestens 10 Prozent, besser 15 Prozent über der Restschuld liegen. Damit ist die Vorfälligkeitsentschädigung abgedeckt, die Ihre Hinterbliebenen der Bank für entgangene Zinsen zahlen müssen, sollten sie den Kredit vorzeitig tilgen.
  • Wenn Sie Ihre Hinterbliebenen grundsätzlich absichern wollen, hängt die Höhe der Versicherungssumme von Ihrer familiären Situation, dem Einkommen Ihres Partners und dem vorhandenen Vermögen ab. Als Faustformel gilt: Das Drei- bis Fünffache des Jahresbruttoeinkommens sollten Sie absichern.

Wie Sie statt mit Hilfe dieser Faustformel den Bedarf genau berechnen, erfahren Sie hier.

Gleichbleibende und fallende Versicherungssumme

Der Verlauf der Versicherung lässt sich unterschiedlich gestalten:

Gleichbleibende Versicherungssumme - Bei dieser Variante bleibt die Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit des Vertrags konstant. Dies ist die am häufigsten gewählte Variante, aber auch die teuerste. Sie ist sinnvoll, wenn Sie Ihre Familie absichern wollen. Denn meist sinkt zwar mit der Zeit der Absicherungsbedarf, weil mit dem Alter tendenziell Einkommen und Vermögen zunehmen. Durch die Inflation ist die versicherte Summe aber mit der Zeit auch immer weniger wert. Beide Effekte halten sich ungefähr die Waage.

Tipp

Konstante Versicherungssumme oft nicht so viel teurer

Bevor Sie die jährlich fallende Versicherungssumme wählen, sollten Sie immer prüfen, wieviel mehr eine konstante Versicherungssumme kostet. Oft ist der Aufpreis so niedrig, dass er die bessere Absicherung der Familie durch eine konstante Versicherungssumme rechtfertigt.

Fallende Versicherungssumme -  Diese gibt es in zwei Varianten: Eine sogenannte annuitätisch (jährlich) fallende Versicherungssumme ist auf einen Kredit mit regelmäßiger Tilgung angepasst und sinkt im gleichen Maße wie die Restschuld. Vergessen Sie den Aufschlag für die Vorfälligkeitsentschädigung nicht. Sobald Sie eine Sondertilgung bei Ihrem Kredit leisten, können Sie auch Ihre Versicherungssumme reduzieren – das müssen Sie aber nicht, wenn Sie einen Sicherheitspuffer lassen wollen. Die zweite Variante ist die linear fallende Versicherungssumme. Diese ist nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. 

Vertragslaufzeit

Bei einer fallenden Versicherungssumme ist es einfach, die Vertragslaufzeit zu bestimmen: Sie geben einfach Restschuld, Zins und Tilgung des Kredits an. Der Vertrag endet dann zum selben Zeitpunkt wie das Darlehen.

Bei einer gleichbleibenden Versicherungssumme bestimmen Sie die Laufzeit am besten bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Versicherungsbedarf voraussichtlich wegfällt. Das ist in der Regel dann, wenn die Kinder ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können.

Wie sich Ehepartner gegenseitig absichern

In vielen Fällen ist es sinnvoll, sowohl den eigenen Tod als auch den des Partners abzusichern. Für verheiratete Paare kommt dann eine sogenannte verbundene Risikolebensversicherung (oft kurz „verbundene Leben“ genannt) infrage. Wenn ein Partner stirbt oder beide Partner gleichzeitig ums Leben kommen, zum Beispiel durch einen Autounfall, zahlt eine solche Police an die Hinterbliebenen – aber nur einmal. Das kann sinnvoll sein, wenn es nur um die Absicherung eines Kredites geht.

Es ist in aller Regel billiger, eine verbundene Leben abzuschließen als zwei getrennte Verträge auf zwei Leben. Aber sie bietet nicht die Flexibilität, unterschiedliche Versicherungssummen und Laufzeiten zu vereinbaren. Außerdem kann es sein, dass beim Tod beider Partner die Kinder nicht ausreichend versorgt sind. In vielen Fällen hat auch bei verheirateten Paaren die Lösung mit zwei Risikolebensversicherungen Sinn. Ein Vergleich der beiden Varianten lohnt sich.

Wie sich unverheiratete Partner gegenseitig absichern

Nichtverheiratete Paare sollten immer zwei getrennte Versicherungen und keinen verbundenen Vertrag abschließen. Der Grund liegt in der Erbschaftssteuer, die auf die Auszahlung im Todesfall anfällt: Während Ehepartner einen hohen Freibetrag von 500.000 Euro haben, auf den die Auszahlung angerechnet wird, beträgt er bei Unverheirateten gerade mal 20.000 Euro. Die Erbschaftssteuer lässt sich jedoch völlig legal umgehen, wenn Sie zwei getrennte Verträge haben, bei denen jeder im Todesfall des anderen Geld aus seinem eigenen Vertrag erhält. Denn eine Lebensversicherung unterscheidet grundsätzlich zwischen dem Eigentümer des Vertrags (dem Versicherungsnehmer) und demjenigen, der den Versicherungsfall auslöst (der versicherten Person). Die Konstruktion zweier solcher Über-Kreuz-Verträge sieht dann so aus:

Vertragsdaten Vertrag 1 Vertrag 2
Versicherungsnehmer sie er
versicherte Person er sie
Bezugsberechtigter sie er
Beitragszahler sie er

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 13. Januar 2015)

Es spricht nichts dagegen, die zwei Über-Kreuz-Verträge bei verschiedenen Anbietern abzuschließen – je nachdem, welche Versicherung für welchen Partner am günstigsten ist.

Zwei Über-Kreuz-Verträge kommen auch für Ehepaare infrage, bei denen der überlebende Partner auf einen Erbanteil von mehr als 500.000 Euro kommen würde, zum Beispiel weil sie oder er auch einen Teil der gemeinsamen Immobilie erbt. Beziehen Sie also das gesamte gemeinsame Vermögen in Ihre Überlegung ein und berücksichtigen Sie, dass auch die Kinder anteilig erben. Jedes Kind hat einen Freibetrag von 400.000 Euro.

Der Weg zum besten Anbieter

Die Risikolebensversicherung ist eine der wenigen Versicherungen, bei denen es in erster Linie auf den Preis ankommt. Das liegt daran, dass es bei der Auszahlung der Leistung keine Probleme gibt – der Tod ist der eindeutigste Versicherungsfall, den es gibt. Selbst ein Suizid ist ab drei Jahren nach dem Abschluss des Vertrages versichert.

Welcher Anbieter für Sie der günstigste ist, bestimmen vor allem folgende Faktoren:

  • ob Sie hauptsächlich körperlich tätig sind,
  • ob Sie Übergewicht haben,
  • ob Sie in den letzten zwölf Monaten geraucht haben und
  • welchen Verlauf der Versicherungssumme Sie wählen.

Die Frage, ob Sie hauptsächlich körperlich tätig sind, klärt der Versicherer anhand der Bezeichnung des ausgeübten Berufs. Sie können und sollten im Versicherungsantrag jedoch angeben, wenn Sie einen für Ihren Beruf unüblich hohen Prozentanteil an körperlicher Tätigkeit haben. Normal- und Übergewicht wird standardisiert anhand des Body-Mass-Indexes (BMI) gemessen. Diesen können Sie beispielsweise mit diesem Rechner bestimmen.

Je nachdem, welche Kombination bei Ihnen vorliegt, hat Finanztip den Weg zum preiswertesten Angebot ermittelt. Im Vergleich zu teuren Tarifen am Markt zahlen Sie mit unseren günstigen Empfehlungen durchschnittlich weniger als die Hälfte.

Übersicht der Ergebnisse

Fall Tätigkeitsart Körpergewicht Raucher? Verlauf Versicherungssumme Empfehlung
1 nicht körperlich egal egal egal Europa
Ausnahme von 1 nicht körperlich Normalgewicht Raucher annuitätisch fallend Interrisk
2 körperlich Normalgewicht egal egal Hannoversche
Ausnahme von 2 körperlich Normalgewicht Raucher gleichbleibend Check24
3 körperlich Übergewicht egal egal Mr-Money und Check24

Quelle: eigene Recherche (Stand: 12. Dezember 2014)
konkreter Preis kann höher sein als Portalergebnis

Fall 1: Sie sind nicht hauptsächlich körperlich tätig

Bei überwiegender Büroarbeit ist die Europa Lebensversicherung der preiswerteste Anbieter. Beachten Sie: Wenn Sie jünger als 35 Jahre, laut BMI normalgewichtig und Nichtraucher sind, bietet die Europa den Tarif E-T6 an, der noch etwas billiger ist als die anderen Tarife der Europa. Er lässt sich nur online abschließen. Auch wenn Sie laut BMI übergewichtig sind, ist die Europa sehr günstig.

Europa
günstige Angebote für Bürotätige

  • preiswerter Direktversicherer (niedrige Provisionen)
  • nicht die günstigsten Angebote für körperlich Tätige

Ausnahme von Fall 1:

Die Interrisk hat unserem Test zufolge ein günstigeres Angebot als die Europa, wenn Sie sowohl im Büro tätig und Raucher sind sowie Normalgewicht haben als auch eine progressiv fallende Versicherungssumme (zur Kreditabsicherung) brauchen.

Interrisk
günstiges Angebot zur Kreditabsicherung für im Büro tätige Raucher

  • Maklerversicherer mit guter Qualität
  • sonst nicht die günstigsten Angebote

Interrisk

Fall 2: Sie arbeiten hauptsächlich körperlich und haben Normalgewicht

Bei körperlich tätigen Menschen bewerten die Versicherungen das Todesfallrisiko anders als bei Büroangestellten. Ob Ihr Gewicht als normal gilt, richtet sich auch hier nach dem BMI. Grundsätzlich ist in diesem Fall die Hannoversche der günstigste Anbieter.

Hannoversche
günstige Angebote für körperlich Tätige mit Normalgewicht

  • preiswerter Direktversicherer (niedrige Provisionen)
  • nicht die günstigsten Angebote für Bürotätige

Hannoversche

Ausnahme von Fall 2:

Sie finden auf dem Vergleichsportal Check24 günstigere Angebote als die Hannoversche, wenn Sie sowohl körperlich tätig und Raucher sind sowie Normalgewicht haben als auch eine gleichbleibende Versicherungssumme brauchen.

Check24
günstige Angebote mit konstanter Versicherungssumme für körperlich tätige Raucher mit Normalgewicht

  • guter Vergleichsrechner für Risikolebensversicherungen
  • bietet auch Tarife ausländischer Versicherer
  • deckt nicht den gesamten Markt ab

Fall 3: Sie arbeiten hauptsächlich körperlich und sind übergewichtig

Wenn Sie dem BMI-Rechner zufolge übergewichtig und zudem hauptsächlich körperlich tätig sind, müssen Sie etwas mehr Aufwand betreiben, um die für Sie günstigste Risikolebensversicherung zu finden. Denn wir haben festgestellt, dass viele Versicherer im Internet falsche Preise für Übergewichtige anzeigen. Daher gehen Sie am besten so vor:

  • Vergleichen Sie sowohl auf Mr-Money als auch auf Check24 und wählen Sie das günstigste Angebot von beiden Vergleichsportalen.
  • Beantragen Sie die Versicherung – rechnen Sie aber damit, dass der Versicherer Ihnen einen teureren Preis anbietet, als Ihnen auf dem Portal angezeigt wurde.
  • Wenn der Preis über dem des zweitgünstigsten Versicherers liegt, beantragen Sie auch bei diesem eine Versicherung und vergleichen Sie deren Preis mit dem der ersten Versicherung. Verfahren Sie nach Bedarf auch so mit dem drittgünstigsten Angebot.

Mr-Money
günstige Angebote für übergewichtige körperlich Tätige

  • guter Vergleichsrechner für Risikolebensversicherungen
  • genaue Einstellungsmöglichkeiten
  • deckt nicht den gesamten Markt ab

Der Rechner von Mr-Money ist auch auf dem bekannten Vergleichsportal Verivox eingebunden. Wenn Sie dort einen Antrag stellen, übernimmt ebenfalls Mr-Money die Vertragsabwicklung.

Was Sie beim Abschluss beachten sollten

Gesundheitsfragen - Beantworten Sie die Gesundheitsfragen unbedingt wahrheitsgemäß. Zwar sind die Versicherer bei Thema Risikoleben nicht so streng wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. Dennoch können falsche Angaben Ihrer Familie später Streit mit der Versicherung bescheren. Wenn Sie sich nicht ganz sicher beim Beantworten sind, fragen Sie unbedingt bei Ihren Ärzten nach, welche Diagnosen und Behandlungen genau vorlagen.

Ist der Versicherungsbeitrag nach Antragsstellung teurer, weil Sie gesundheitlich vorbelastet sind, können Sie einen Antrag beim nächstgünstigsten Anbieter stellen und vergleichen.

Nachversicherungsgarantie und Dynamik - Viele Tarife sehen zum einen die Möglichkeit vor, die Versicherungssumme später ohne Gesundheitsprüfung unter bestimmten Bedingungen zu erhöhen. Diese sogenannte Nachversicherungsgarantie kann beispielsweise für junge Paare, die noch Nachwuchs planen, sinnvoll sein. Ob ein Tarif eine solche Option bietet, ist jedoch kein entscheidendes Auswahlkriterium. Denn gerade jüngere Menschen können sich den Gesundheitsfragen in der Regel problemlos nochmals stellen und die Versicherungssumme erhöhen.

Ähnlich verhält es sich mit der Dynamik: Im Gegensatz zur Berufsunfähigkeitsversicherung ist bei einer Risikolebensversicherung eine jährliche Erhöhung der Leistung eher unnötig. In den meisten Fällen ist eine konstante Versicherungssumme am sinnvollsten, da sich sinkender Absicherungsbedarf und Inflation in etwa die Waage halten.

Tarife mit jährlich ansteigenden Beiträgen - Insbesondere auf dem Vergleichsportal Check24 können Sie auf der linken Seite die Option „Tarife anzeigen mit jährlich steigenden Beiträgen“ anklicken. Wir raten davon ab – setzen Sie dort kein Häkchen. Oft werden diese Tarife mit der Zeit deutlich teurer als normale Tarife mit konstanten Beiträgen.

Achtung

Rauchen nachmelden

Wenn Sie eine Risikolebensversicherung haben und (wieder) mit dem Rauchen beginnen, sind Sie verpflichtet, das dem Versicherer zu melden. Der Beitrag steigt dann. Falls Sie es nicht melden, kann der Anbieter im Todesfall die Leistung kürzen. Waren Sie umgekehrt bei Vertragsabschluss Raucher und haben zwölf Monate nicht mehr geraucht, können Sie als Nicht-Raucher beim Versicherer günstigere Beiträge beantragen. Er ist aber nicht verpflichtet, dem nachzukommen.

Ist eine Restschuldversicherung sinnvoll?

Häufig wird Ihnen beim Abschluss eines Kredits eine Restschuldversicherung angeboten, die das restliche Darlehen bei Tod, Arbeitsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit absichert. Die Versicherung ist in der Regel mit dem Kredit verbunden, ihre Kosten drücken sich in einem leicht höheren Zinssatz aus. Die Restschuld einer Immobilienkredits abzusichern, ist sinnvoll. Wir empfehlen aber, statt einer mit dem Kredit verbundenen Versicherung gesondert eine Risikolebens- und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. So können Sie Ihren Versicherungsbedarf besser auf Ihre Lebenssituation anpassen, haben meist die besseren Versicherungsbedingungen und kommen manchmal sogar billiger weg als mit einer Restschuldversicherung in gleicher Höhe.

Versicherung wechseln

Falls Sie bereits eine Risikolebensversicherung haben, kann es sich unter Umständen lohnen, zu einem anderen Versicherer zu wechseln. Zwar werden die Beiträge mit dem Alter teurer, und viele Altverträge sind günstiger als heutige Neuverträge. Aber vor allem wenn Sie einen Vertrag bei einem teuren Serviceversicherer haben, also einem Anbieter mit vielen Filialen und Vertriebsmitarbeitern, kann sich ein Wechsel zu einem günstigen Direktversicherer wie der Europa oder der Hannoverschen lohnen. Voraussetzung ist in jedem Fall, dass Ihr Gesundheitszustand sich nicht so verschlechtert hat, dass er den Abschluss verhindert oder deutlich verteuert.

Vergleichen Sie Ihren Vertrag mit unseren oben stehenden Empfehlungen. Kündigen Sie Ihre alte Versicherung aber erst, wenn Sie eine neue Versicherung abgeschlossen haben. Diese können Sie bei jährlicher Zahlweise mit einer Frist von einem Monat zur jährlichen Fälligkeit des Beitrags, bei monatlicher Zahlweise jeden Monat kündigen.

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Im Todesfall

Wenn der Partner stirbt, müssen Sie das so schnell wie möglich der Risikolebensversicherung melden. Dazu genügt zunächst ein Anruf. Sonst kann der Versicherer zumindest theoretisch Probleme bereiten. Anschließend müssen Sie ihm den Versicherungsschein (die Police) sowie eine amtliche Sterbeurkunde zuschicken. Das sollten Sie per Einschreiben machen. Außerdem kann der Versicherer ein ärztliches Zeugnis über die Todesursache verlangen. Die Versicherungssumme überweist er grundsätzlich auf ein Konto des im Vertrag stehenden Bezugsberechtigten. Achten Sie bei einem gemeinsamen Konto darauf, dass beide Partner im Todesfall des anderen Zugriff haben.

So haben wir getestet

Test Risikolebensversicherungen 2014

Finanztip hat im Dezember 2014 alle auf Google auffindbaren Vergleichsportale im Internet für Risikolebensversicherungen überprüft. Ausgeschlossen haben wir dann Seiten, auf denen der Nutzer entweder zuerst seine persönlichen Daten eingeben muss, um ein Ergebnis angezeigt zu bekommen, oder auf denen er keinen Vertrag online abschließen kann.

Anschließend haben wir anhand von sieben Musterprofilen die Websites identifiziert, die ausreichend Daten abfragen, um einen detaillierteren Preisvergleich zu ermöglichen. Manche Portale fragen beispielsweise nicht einmal den Beruf ab. Außerdem haben wir die Parameter analysiert, die für die Reihenfolge der günstigsten Anbieter ausschlaggebend waren.

Für unseren Test kamen schließlich die Portale Mr-Money (dessen Rechner identisch auf dem bekannten Portal Verivox vertreten ist), Check24 und Blau direkt infrage. Mit 16 Musterprofilen haben wir am 12. Dezember 2014 auf diesen drei Portalen ermittelt, welche Anbieter in welchem Fall den günstigsten Preis bieten und in welchen Fällen es für den Verbraucher Sinn hat, ein oder mehrere Portale zu benutzen. Unseren Erkenntnissen nach deckt unser Test den größten Teil der günstigen Anbieter ab; wir können jedoch nicht garantieren, dass es nicht im Einzelfall günstigere Angebote als unsere Empfehlungen gibt.

Unsere Musterprofile beruhten stets auf folgenden Annahmen der versicherten Person: 35 Jahre alt, männlich, 180 Zentimeter groß, angestellt, verheiratet, ein Kind, Versicherungssumme 200.000 Euro, Laufzeit 20 Jahre, Versicherungsbeginn 1. Januar 2015, jährliche Zahlweise. Variiert haben wir die Parameter Beruf, Raucher, Körpergewicht und Verlauf der Versicherungssumme. Eine Variation männlich/weiblich ist unnötig, da seit Ende 2012 der Versicherungsbeitrag geschlechtsneutral ist (Unisex-Tarife).

Weitere Details finden Sie um Test-Artikel Risikoleben.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Kannst ja berichten was er erzählt/gemacht hat :-)
Ich denke auch das der Weg der vorabanfrage der sinnvollere ist.
25. September 2014 zum Beitrag
Hallo ,
herzlichen Dank für die Info aus deinem Netzwerk. Ich denke, ich werde dann mal meinen Makler beauftragen, diese anonyme Voranfrage zu starten. Meine Idee mit gleichzeitigem Antrag bei ...
25. September 2014 zum Beitrag
Hallo ,
folgende Antwort habe ich aus meinem Netzwerk erhalten:
" In der Regel gehen wir mit einer unverbindlichen Risikovoranfrage über die vorhandene Ausschreibeplattform ans Werk. Dies ...
23. September 2014 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Saidi Sulilatu

ehemaliger Finanztip-Mitarbeiter

Saidi Sulilatu leitete bei Finanztip den Bereich Versicherungen. Zuvor war er viele Jahre als Honorarberater und Versicherungsmakler tätig. Sulilatu hat am 4. September 2015 Finanztip verlassen.

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