GKV-Vergleich

So finden Sie die beste gesetzliche Krankenkasse

Das Wichtigste in Kürze

  • 2016 erheben die Kassen erneut unterschiedlich hohe Zusatzbeiträge, viele haben erhöht. Durch einen Wechsel lassen sich leicht mehrere Hundert Euro sparen.
  • Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind zu etwa 95 Prozent gleich. Unterschiede bestehen zwischen den Zusatzleistungen und Erstattungen, die die Kassen anbieten.
  • Jeder darf die Krankenkasse wechseln. Das geht leicht und ist ohne Risiko für den Versicherten.
  • Die normale Kündigungsfrist beträgt zwei Monate.

So gehen Sie vor

  • Entscheiden Sie, ob Ihnen der Preis oder die Zusatzleistungen und der Service der Kassen wichtiger sind.
  • Preisbewussten empfehlen wir die HKK, die bei niedrigem Preis gute Zusatzleistungen anbietet.
  • Wer Wert auf umfassende Leistung legt, ist bei der HEK gut aufgehoben. Gut sind außerdem TK und BKK24, eignen sich aber nicht für jeden.
  • Sparfüchse suchen sich in unserer Liste die günstigste Kasse in ihrem Bundesland.
  • Vergleichsportale können bei der Suche nach der besten Kasse für Ihre Bedürfnisse helfen.
  • In unseren Artikeln zur HKK, HEK, TK und BKK24 können Sie sich über deren Leistungen informieren.
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Seit ein paar Jahren ist zwischen den gesetzlichen Krankenkassen ein Wettbewerb ausgebrochen. Statt Einheitsbrei zu bieten, werben sie nun mit geringen Zusatzbeiträgen oder guten Zusatzleistungen um Kunden. Wer das für sich nutzt, kann mitunter einen dreistelligen Betrag pro Jahr sparen und sich außerdem die Kasse mit den individuell passenden Leistungen aussuchen. 

Welche Leistungen die Kassen bieten – und welche nicht

Das Allerwichtigste zuerst: Bei der Wahl der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) können Sie kaum etwas falsch machen. Die meisten Leistungen sind gesetzlich festgelegt; daher sind bei allen Anbietern 95 Prozent aller Leistungen gleich und decken sämtliche lebenswichtigen medizinischen Bereiche ab.

Grundsätzlich lassen sich die Leistungen in der Krankenversicherung folgendermaßen unterscheiden:

Regelleistungen - Diese sind im Leistungskatalog der GKV vom Staat festgelegt und für alle Kassen gleich. Dabei gilt laut Sozialgesetzbuch Fünf (§ 12 SGB V) der Grundsatz: „Die Leistungen müssen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein; sie dürfen das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.“
Zusatzleistungen -
Jede Kasse kann in gewissem Rahmen weitere Leistungen anbieten – beispielsweise Bonusprogramme für gesundes Leben, Zuschuss zu professioneller Zahnreinigung, Homöopathie oder Impfungen für Auslandsreisen.
Privatärztliche Leistungen - Diese Leistungen bekommen Sie in der GKV nicht. Sie können nur über private Krankenzusatzversicherungen abgedeckt werden. Dazu zählen etwa hochwertiger Zahnersatz, Chefarztbehandlung im Krankenhaus oder höhere Medikamentenzuschüsse.

Allgemeine Beiträge und Zusatzbeiträge

Auch 2016 beträgt der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung 14,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Viele Kassen erheben darüber hinaus einen Zusatzbeitrag von bis zu 1,7 Prozent vom Einkommen, einige wenige aber auch gar keinen. 2016 haben viele Kassen den Beitrag angehoben. 44 Millionen von 55 Millionen der Versicherten müssen in diesem Jahr einen höheren Beitragssatz zahlen. Die Höhe des Zusatzbeitrags aller Kassen finden Sie in einer Liste des Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen. Durch einen Wechsel zu einer günstigeren Kasse können Sie deutlich sparen. Ab einem Einkommen von 4.237 Euro brutto im Monat (Beitragsbemessungsgrenze) können Sie bis zu 559 Euro pro Jahr im Vergleich zum Durchschnitt sparen. Bei 2.000 Euro Monatsbrutto sind es immer noch 264 Euro. Aber Achtung: Wer Krankenkassenbeiträge spart, muss mehr Steuern zahlen. Dadurch fällt die Ersparnis letztlich geringer aus.

Der gesamte Arbeitnehmeranteil mit Zusatzbeitrag wird bei Angestellten direkt vom Bruttogehalt abgezogen. Bezieher von Arbeitslosengeld I und II müssen keinen Zusatzbeitrag bezahlen.

Hier berechnen Sie, wie viel Sie durch einen Kassenwechsel sparen

Diese Krankenkassen können wir empfehlen

Sie brauchen grundsätzlich keine Angst zu haben, zu einer günstigen Kasse zu wechseln. Denn wie gesagt: Alle Kassen müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen abdecken, die etwa 95 Prozent des Leistungsspektrums ausmachen. Außerdem bieten mitunter auch günstigere Kassen interessante Zusatzleistungen an. In der gesetzlichen Krankenversicherung entspricht der Preis nicht unbedingt der Leistung. Und schließlich können Sie nach spätestens 18 Monaten Mitgliedschaft in einer Kasse frei zu einer anderen wechseln.

Eine besonders günstige, aber dennoch gute Kasse ist die HKK. Sie verlangt mit 15,19 Prozent den niedrigsten Beitrag der bundesweit zugänglichen Krankenkassen. Trotzdem bietet die HKK in allen Bereichen ein gutes Paket an Zusatzleistungen an. In unserem Test landete sie mit ihrem Angebot in der Spitzengruppe. Welche Leistungen die HKK übernimmt, finden Sie hier

HKK Krankenkasse
günstigste bundesweite Kasse mit guten Zusatzleistungen

  • erreicht 74 % in unserem Leistungstest
  • günstiger Beitragssatz von 15,19 %
  • bundesweit geöffnet
  • viele gute Zusatzleistungen
  • Filialen vor Ort nur in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg

Umfassendere Leistung bietet die HEK. Trotz moderatem Beitragssatz von 15,6 Prozent mussten wir in unserem Test kaum Abstriche bei Zusatzleistungen und Service machen. Mehr Informationen, welche Leistungen die HEK bezahlt, finden Sie hier.

HEK Krankenkasse
bundesweite Kasse mit umfassendem Leistungsangebot

  • erreicht 81 % in unserem Leistungstest
  • bundesweit geöffnet
  • viele gute Zusatzleistungen
  • 22 Filialen bundesweit
  • Bonusprogramm wird derzeit überarbeitet
  • 15,6 % Beitragssatz
HEK Krankenkasse

Wem eine professionelle Zahnreinigung und vergünstigter Zahnersatz nicht so wichtig sind, der ist auch bei der Techniker Krankenkasse (TK) gut aufgehoben. Mit ihrem ausgedehnten und vor allem in Westdeutschland dichten Filialnetz eignet sie sich außerdem für alle Versicherten, die sich gerne persönlich beraten lassen. Mehr Informationen zu den Zusatzleistungen der TK finden Sie hier.

Techniker Krankenkasse
gute Betreuung vor Ort

  • erreicht 76 % in unserem Leistungstest
  • viele Filialen bundesweit, vor allem in Westdeutschland
  • gute Zusatzleistungen
  • 15,6 % Beitragssatz
  • schwach bei zusätzlichen Zahnleistungen
Techniker Krankenkasse

Die BKK24 bietet insgesamt ein gutes Angebot an Zusatzleistungen. Schwach ist sie im Bereich Familienleistungen und zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen. Doch wer die Familienplanung schon abgeschlossen hat und älter als 35 Jahre ist und damit Anspruch auf verschiedene Untersuchungen wie Hautkrebsscreening hat, findet dort eine Alternative. Denn die BKK24 bietet vor allem gute Zusatzleistungen im Bereich Zahnmedizin und alternative Heilmethoden. Eine Übersicht der Leistungen finden Sie hier.

BKK24 Krankenkasse
stark bei Zahnleistungen und alternativen Heilmethoden

  • erreicht in unserem Leistungstest 73 %
  • gute Zusatzleistungen im Bereich Zahn und alternative Heilmethoden
  • Filialen bundesweit
  • Bonusprogramm wird derzeit überarbeitet
  • 15,7 % Beitragssatz
  • schwach bei Familienleistungen und zusätzlicher Vorsorge
BKK24 Krankenkasse

Neben guten bundesweiten Krankenkassen gibt es oft regionale Anbieter, die bei der Leistung mithalten. Schauen Sie also auch mal auf die Zusatzleistungen der IKK oder BKKs in Ihrer Region.

Die günstigsten Krankenkassen pro Bundesland

Sparfüchse, denen es nur auf den Beitrag ankommt, können auch zur günstigsten regionalen Kasse wechseln. Versicherte dürfen in jede Kasse eintreten, die in dem Bundesland geöffnet ist, in dem sie entweder wohnen oder arbeiten. Preislich besonders attraktiv ist die Metzinger BKK in Baden-Württemberg. Sie ist 2016 die einzige Kasse, die keinen Zusatzbeitrag erhebt und nur 14,6 Prozent verlangt.

Die günstigsten Krankenkassen nach Bundesland

Bundesland Kasse Gesamtbeitrag 2016
Baden-Württemberg Metzinger BKK 14,6 %
Berlin HKK 15,19 %
Bayern BKK Faber-Castell & Partner 15,1 %
Brandenburg HKK 15,19 %
Bremen HKK 15,19 %
Hamburg HKK 15,19 %
Hessen HKK 15,19 %
Mecklenb.-Vorpommern HKK 15,19 %
Niedersachsen HKK 15,19 %
Nordrhein-Westfalen HKK 15,19 %
Rheinland-Pfalz BKK Pfaff 15 %
Saarland HKK 15,19 %
Sachsen-Anhalt AOK Sachsen-Anhalt 14,9 %
Sachsen AOK plus 14,9 %
Schleswig-Holstein HKK 15,19 %
Thüringen AOK plus 14,9 %
  BKK Mem 14,9 %
     

Quelle: www.krankenkasseninfo.de, Finanztip-Recherche (Stand: 4. Januar 2016)

Auch eine kleine Krankenkasse muss über die Versichertenkarte alle gesetzlichen Leistungen regulär abrechnen.

Auf die Zusatzleistungen kommt es an

Die beste Krankenkasse gibt es nicht. Es gibt nur die für Sie beste: Das ist jene, die möglichst viele für Sie interessante Zusatzleistungen im Programm hat.

Bei der Auswahl sollten Sie beachten, dass der Anspruch auf die gewählten Leistungen meist nur im jeweiligen Kalenderjahr besteht – die Kasse kann diese im nächsten Jahr kürzen oder ganz streichen.

Bonusprogramme - Die meisten Kassen zahlen ihren Mitgliedern einen Bonus, wenn diese bestimmte Anforderungen erfüllen. Das können ganz unterschiedliche sein: Viele Versicherungen belohnen Nichtraucher, andere setzen ihren Schwerpunkt auf Sport. Die Spanne der Boni bewegt sich von 10 Euro pro Anforderung bis hin zu mehreren Hundert Euro für eine ganze Reihe von Kriterien. Manche Krankenkassen loben den Bonus auch in Form von Sachprämien oder Zuschüssen zu medizinischen Leistungen aus. Meistens gibt es ein Bonusheft, in das der Arzt entsprechende Bestätigungen eintragen muss und das Sie dann an Ihre Kasse schicken.

Zahnmedizin - Hier übernehmen manche Kassen ganz oder teilweise die professionelle Zahnreinigung, die ansonsten zwischen 70 und 120 Euro kostet. Außerdem gibt es Zahnersatz wie Brücken, Inlays oder Implantate oft vergünstigt. In manchen Fällen müssen Sie dafür zu bestimmten, von Ihrer GKV vorgegebenen Zahnärzten gehen. Eine Liste der entsprechenden Mediziner bekommen Sie in der Regel auf der Homepage Ihrer Krankenkasse. Informieren Sie sich in unserem Ratgeber, wann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist.

Alternative Medizin - Dass eine Kasse homöopathische oder osteopathische Behandlungen unterstützt, ist fast schon die Regel. Oft muss die Therapie aber durch einen zugelassenen Arzt erfolgen. Andere Naturheilverfahren werden eher selten gefördert. Die Höhe der erstatteten Kosten ist allerdings oft begrenzt. Wer häufig alternative Medizin in Anspruch nimmt, sollte eine ambulante Zusatzversicherung abschließen.

Wahltarife - Die meisten Kassen bieten Wahltarife an, in denen Sie entweder Beitragsrückerstattungen oder spezielle Leistungen erhalten können. Diese Tarife haben eine Mindestlaufzeit von einem Jahr bis meist drei Jahren. Außer beim Krankengeld gilt aber auch bei diesen Tarifen das Sonderkündigungsrecht bei Beitragserhöhungen.

Auslandsreisen - Viele Versicherungen übernehmen ganz oder teilweise die für bestimmte Länder notwendigen Schutzimpfungen. Eine kostenlose Auslandsreisekrankenversicherung dürfen die Kassen dagegen nicht mehr anbieten. Diese sollten Sie in jedem Fall separat abschließen.

Darüber hinaus bietet die GKV eine Vielzahl an weiteren Angeboten – zum Beispiel Gesundheitskurse, zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen oder Hilfe bei der Vermittlung von Facharztterminen.

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So suchen Sie individuell eine geeignete Kasse

Wer sich eine Krankenkasse suchen möchte, die den eigenen Wünschen am besten entspricht, kann Vergleichsportale für eine erste Orientierung nutzen. Wir haben im Februar und März 2016 Vergleichsportale für gesetzliche Krankenkassen getestet. Leider können wir derzeit kein Portal besonders empfehlen. Daher sollten Sie, wenn Sie dort eine Kasse gefunden haben, im Anschluss bei der Krankenversicherung selbst nochmal nachfragen, ob und in welchem Umfang diese die Leistung, die Ihnen wichtig ist, bezahlt. Auf den Websites der Kassen ist es allerdings mitunter schwierig, genaue Auskunft zu bekommen. Um sicherzugehen, dass Sie die gewünschte Leistung kriegen, sollten Sie sich Ihre Wunschleistungen noch einmal von der Kasse schriftlich bestätigen lassen. Fragen Sie besonders zum Jahreswechsel nach, ob die Leistung im kommenden Jahr möglicherweise gekürzt wird.

Wie Sie Ihre Krankenkasse wechseln können

Mitglied bei einer anderen Krankenkasse zu werden, ist völlig unproblematisch und mit zwei Schreiben erledigt: Sie kündigen Ihrem alten Versicherer und melden sich beim neuen an. Die Kündigung ist aber erst komplett, wenn der alten Kasse die Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse vorliegt – noch innerhalb der Kündigungsfrist.

Keine der 88 für alle Versicherten geöffneten Krankenkassen darf Sie ablehnen. Davon sind 40 sogar bundesweit zugänglich. Bei den regionalen Kassen wie den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) muss Ihr Wohnort oder Arbeitsplatz in dem jeweiligen Bundesland liegen, damit Sie beitreten können. Ob Sie bei einer Orts-, Betriebs-, Ersatz- oder Innungskrankenkasse versichert sind, hat keine praktische Bedeutung.

Kündigungsfrist - Die reguläre Kündigungsfrist in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt zwei volle Monate zum Monatsende. Das bedeutet: Wer beispielsweise bis zum 31. Januar bei seiner alten Kasse gekündigt hat, kann am 1. April in eine neue Kasse. Sie sind immer für mindestens 18 Monate an einen Anbieter gebunden. Erst danach können Sie wieder wechseln. Sofern Sie sich für einen Wahltarif entschieden haben, gilt die 18-Monatsfrist nicht. Wahltarife haben eigene Mindestlaufzeiten.

Sonderkündigungsrecht - Wenn Ihre Kasse einen Zusatzbeitrag einführt oder erhöht, können Sie außerordentlich kündigen und zwei Monate später zu einer anderen Versicherung wechseln. Die Kündigung muss spätestens bis zum Ende des Monats bei der Versicherung eingehen, in dem diese den Zusatzbeitrag erhöht. Das Sonderkündigungsrecht gilt auch für Versicherte, die noch keine 18 Monate bei ihrer Kasse sind. Ihre Krankenkasse muss Sie vor Beginn des höheren Beitrags auf Ihr Kündigungsrecht hinweisen. Auch wenn Sie in einem Wahltarif versichert sind, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Nur den Krankengeld-Wahltarif können Sie erst mit Ablauf der Mindestlaufzeit kündigen.

Kündigungsschreiben - Kündigen können Sie mit unserem Musterschreiben. Es ist auch möglich, es per Fax zu schicken. Nehmen Sie das Sonderkündigungsrecht in Anspruch, sollten Sie sich auch im Schreiben auf den erhöhten Zusatzbeitrag beziehen: „Aufgrund des von Ihnen erhobenen Zusatzbeitrags mache ich von meinem Sonderkündigungsrecht nach § 175 Abs. 4 Satz 5 des SGB V Gebrauch.“

Im Gegensatz zu vielen anderen Versicherungen brauchen Sie bei einer Kündigung der gesetzlichen Krankenversicherung keine Bedenken zu haben: Sollte aus irgendeinem Grund der Wechsel nicht klappen, bleiben Sie automatisch bei Ihrer alten Kasse versichert. Die Kündigung ist dann unwirksam. Aufgrund der Krankenversicherungspflicht in Deutschland kann niemand aus Versehen die gesetzliche Krankenversicherung verlassen.

Mitgliedsantrag - Wer Mitglied bei einer anderen Kasse werden möchte, füllt den Mitgliedsantrag aus, den Anbieter auf ihrer Website bereitstellen. Dafür benötigen Sie Ihre Sozialversicherungsnummer und die Anschrift Ihres Arbeitgebers, damit die Kasse ihn über Ihren Wechsel informieren kann. Für mitversicherte Familienangehörige oder Selbstständige gibt es zusätzliche Antragsformulare. Die Anträge können Sie oft online ausfüllen oder auch faxen. Ihre alte Kasse ist nach Paragraf 175 Absatz 4 SGB V verpflichtet, Ihnen innerhalb von 14 Tagen eine Kündigungsbestätigung auszustellen. Diese schicken Sie entweder direkt mit den Antragsunterlagen mit oder reichen Sie vor Beginn der Mitgliedschaft in der neuen Kasse nach. Erst dann ist der Kassenwechsel abgeschlossen.

Versichertenkarte - Von Ihrer neuen Krankenkasse erhalten Sie eine neue elektronische Gesundheitskarte (Versichertenkarte). Das dafür nötige Foto können Sie meist auf der Internetseite der Kasse als Datei hochladen. Ansonsten schicken Sie es per Post zu. Ihre alte Karte vernichten Sie am besten oder schicken sie Ihrer ehemaligen Kasse zurück.

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So haben wir getestet

Einzelempfehlung gesetzliche Krankenkassen 2016

Im Januar 2016 haben wir Krankenkassen getestet, die bundesweit zugänglich sind. Für die Vorauswahl nutzten wir die Leistungsübersicht der Krankenkassen, die die Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 09/2015) zusammengestellt hat. Es kamen nur Krankenkassen in die engere Auswahl, die mindestens zwölf der Kriterien voll erfüllten.

Anhand von 24 Merkmalen haben wir die Leistungen der Krankenkassen untersucht, wie sie 2016 gelten. Die Merkmale fallen in die Bereiche Service, Familienleistungen, Vorsorge, alternative Medizin, Zahnmedizin und Sonstiges. Für eine Empfehlung musste die Schwelle von 70 Prozent überschritten sein.

Das Testergebnis

Krankenkasse erfüllte Kriterien in Prozent Empfehlung
BKK24 73 ja
BKK Gildemeister Seidensticker 65 nein
Energie BKK 66 nein
Heimat KK 66 nein
HEK 81 ja
HKK 74 ja
TK 76 ja

Quelle: Finanztip Berechnung (Stand: 08. Januar 2016)

Weitere Details finden Sie im Artikel Test gesetzliche Krankenkassen.

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Bei der Beitragsbemessungsgrenze von 48,6 kEUR ...
3. September 2014 zum Beitrag
Stimmt! Die Änderungen, die ab Januar auf uns zukommen, werden Bewegung in den Markt bringen - aber wie? Das mit den Zusatzbeiträgen hatten wir ja schon mal... und es fühlt sich alles ein bisschen ...
3. September 2014 zum Beitrag
Da muss ich widersprechen. Die Floskel "Mehr Wettbewerb" klingt natürlich immer gut, aber das löst mit Nichten die grundlegenden Probleme in der GKV. Im Gesamtsystem ist deswegen nicht plötzlich ...
3. September 2014 zum Beitrag
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Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.

Julia Rieder

Redaktions-Volontärin bei Finanztip

Julia Rieder unterstützt die Redaktion von Finanztip als Volontärin. Sie war bereits in den Redaktionen von Frontal 21, der Berliner Zeitung und politik-digital.de journalistisch tätig. Zudem arbeitete sie in der Pressestelle einer Stiftung für Pflegepolitik. Ihr Studium der Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin hat Julia Rieder mit einem Master abgeschlossen.

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