Smart Home Systeme

So senken Sie mit dem Smart Home Ihre Heizkosten

Das Wichtigste in Kürze

  • Smart Home bedeutet, dass verschiedene Geräte wie Heizung, Rollläden und Lichtquellen miteinander vernetzt und ferngesteuert werden können.
  • Eine Vielzahl an verschiedenen technischen Standards macht Interessenten die Auswahl schwer.
  • Mit dem intelligenten Zuhause Geld sparen können Sie am ehesten bei der Heizung. Die Investition kann sich in acht bis neun Jahren rechnen.
  • Andere Installationen wie Regensensor und Kameras erhöhen aber Ihren Komfort und Ihre Sicherheit.

So gehen Sie vor

  • Werden Sie sich darüber klar, für welche Zwecke Sie eine Smart-Home-Lösung haben möchten.
  • Wählen Sie Geräte von einem Hersteller oder mit einem Übertragungsstandard.
  • Wollen Sie Hersteller und Standards mischen, kann das Gerät Wibutler alles miteinander verbinden.
  • Geräte mit Funkübertragung können Sie selbst installieren, für eine Lösung mit Verkabelung brauchen Sie Fachleute.
  • Wenn Sie mit dem Smart Home Kosten senken wollen, suchen Sie sich auch noch einen günstigen Anbieter für Strom und Gas.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie rund um das Thema Strom und Energie immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Das Smart Home ist schon heute Realität: Bei einem Wolkenbruch gibt der Regensensor der Markise das Signal, dass sie sich einfahren soll. Wenn die Bewegungsmelder merken, dass die Bewohner des intelligenten Zuhauses weg sind, wird die Heizung heruntergefahren. Die Hausbesitzer können per Smartphone-App aus der Ferne die Waschmaschine starten – und noch wählen, ob sie ein Programm gegen Tee- oder Rotweinflecken brauchen.

Die Möglichkeiten der digitalen Steuerung sind enorm. Noch handelt es sich aber um einzelne Anwendungen des Smart Home. Ein voll vernetztes Zuhause, was der Begriff Smart Home beschreibt, gibt es heute noch nicht. Aber die Zahl der Anwendungen steigt in Deutschland: 44 Prozent der Teilnehmer an einer Umfrage des Verbands der digitalen Wirtschaft Bitkom gaben an, 2017 eine Smart-Home-Anwendung kaufen zu wollen. Verbraucher, die bereits intelligente Geräte für den Hausgebrauch angeschafft haben, begründen dies mit dem Wunsch nach höherer Sicherheit und mehr Komfort. An dritter Stelle steht die Absicht, Energie effizienter zu nutzen und dadurch Geld zu sparen.

Wie intelligente Heimgeräte funktionieren

Die zentrale Steuerungseinheit jeder Smart-Home-Installation ist das sogenannte Gateway. Dieses verarbeitet die Daten von den Sensoren. Ein solcher Sensor misst beispielsweise die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit in den einzelnen Räumen oder meldet, dass ein Fenster geöffnet wurde.

Das Gateway gibt Steuerungsbefehle an die Endgeräte, die sogenannten Aktoren. Das kann etwa ein Heizkörperventil sein, das geschlossen wird, wenn in dem Raum das Fenster auf ist. Aber auch ein Rollladen-Motor, die Waschmaschine oder die in allen Zimmern spielende Audioanlage fällt in die Kategorie Aktor.

Über die Eingabegeräte steuern die Bewohner ihre Anwendung. Verbraucher nutzen dazu am stärksten Smartphones und Fernbedienungen, ergab eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom von Februar 2017. Auch über Tablets und Computer lässt sich die Technik steuern. Wer auf mobilen Steuergeräten Apps installiert, kann auch aus der Ferne verfolgen, wann zum Beispiel Geräte wie viel Strom verbraucht haben. Auch Energiebilanzen im Wochen-, Monats- oder Jahresvergleich sind kein Problem. 

So könnte ein intelligentes Zuhause aussehen

Quelle: Enocean

Wie das Smart Home vernetzt wird

Grundsätzlich lassen sich die verschiedenen Geräte in einem intelligenten Zuhause durch Kabel oder über Funk verbinden. Die Datenübertragung über eigene Kabel ist schnell und weitgehend störungsfrei. Doch sie ist auch wesentlich teurer als eine Funklösung. Mit den entsprechenden Geräten sind einige Tausend Euro schnell erreicht, auch 10.000 Euro sind noch nicht die Obergrenze.

Funk ist wesentlich preisgünstiger und im Normalfall relativ störungsfrei. Außerdem lässt sich das System bei einem Umzug leicht abbauen und mitnehmen.

Für alle Smart-Home-Interessenten ist es ärgerlich, dass die Industrie sich bisher auf keinen einheitlichen technischen Standard einigen konnte. Und dass große US-Konzerne wie Apple und Google in den Markt eindringen, macht die Lage noch unübersichtlicher. Wir haben die wichtigsten Standards zusammengestellt:

Apple/Homekit

Apple-Fans werden sich darüber freuen, dass das Unternehmen 2015 mit Homekit einen eigenen Standard gesetzt hat. Die Smart-Home-Geräte lassen sich über die Sprachsteuerung Siri oder Apple TV ansprechen. Apple bietet die Geräte nicht selbst an, hofft aber, dass andere Unternehmen den Standard Homekit übernehmen. Das hat zum Beispiel die Elektronikfirma Elgato mit ihrem Eve-Smart-Home-System getan. Elko mit seinem iNels-System ist ebenfalls Apple-kompatibel. Auch Philips bietet seine fortschrittlichen Hue-Lampen für Homekit an.

Google/Brillo

Der Internet-Konzern Google hat Ende Mai 2015 das Betriebssystem Brillo für vernetzte Haustechnik vorgestellt. Brillo ist eine vereinfachte Version von Android. Damit will Google auch bei Smart Home eine ähnliche Vormachtstellung erreichen wie bei Smartphone-Betriebssystemen. Zum Google-Reich gehört bereits das US-Unternehmen Nest, das intelligente Thermostate und Rauchmelder herstellt.

KNX

KNX ist ein seit Jahren eingeführter internationaler Standard zur Hausvernetzung. Er arbeitet über eigene Leitungen (Bussystem), die Stromleitung oder Funk. Er ist leistungsfähig, aber aufwendig und teuer. Das kabelgebundene Bussystem lässt sich mit drahtlosen Sensoren erweitern, die über ein Gateway für den eigenen Funkstandard KNX RF, aber auch Konkurrenzstandards wie Enocean oder Zigbee angebunden werden können. Rund 300 Unternehmen haben Geräte mit KNX im Programm.

Enocean

Das Unternehmen Enocean hat einen offenen Funkstandard geschaffen. Die Funktechnik kommt überwiegend ohne Batterie aus, weil die Geräte ihre Energie mit Solarzellen oder beim Tastendruck selbst erzeugen.

Zigbee

Zigbee ist ein Standard für drahtlose Vernetzung, den rund 500 Anbieter unterstützen, zum Beispiel Philips mit seinem Hue-Lampen-System.

Z-Wave

Z-Wave ist der unmittelbare Konkurrent von Zigbee. Rund 300 Hersteller bieten Produkte in diesem Standard an, zum Beispiel Danfoss Heizkörperventile oder die Elektronikspezialisten Devolo und D-Link ihre neuen Smart-Home-Systeme.

Homematic

Dieser Funkstandard wurde vom deutschen Unternehmen eQ-3 für die gleichnamigen Smart-Home-Produkte entwickelt. Homematic wird auch im Qivicon-System der Deutschen Telekom eingesetzt. Mit Homematic IP stellte eQ-3 2015 die nächste Smart-Home-Generation vor. Homematic IP verwendet IPv6, die neue Generation des Internet-Protokolls.

RWE

Der Energiekonzern RWE hat ein eigenes Funksystem entwickelt, das auf eQ-3-Technik basiert, aber nicht zu Homematic kompatibel ist. Über USB kann das RWE-System aber andere Standards einbinden. Zudem stellt der Konzern ausgewählten Partnerunternehmen ein Entwicklerkit zur Verfügung. So können Partner wie Samsung oder Miele ihre Geräte auf den RWE-Standard einstellen.

EEBus

EEBus ist eine breite Industriekoalition, die einen einheitlichen Standard entwickeln will. Die Unternehmen Bosch, Miele, Telekom, Eon oder EnBW sind beteiligt. EEBus kooperiert mit dem Open Interconnect Consortium OIC, das unter anderem von Samsung, General Electric, Hewlett-Packard und IBM unterstützt wird. Zudem arbeitet EEBus mit Enocean zusammen.

Vor- und Nachteile geschlossener Systeme

Wenn Sie ein eher geschlossenes System wie das von RWE kaufen, können Sie davon ausgehen, dass die Komponenten ziemlich reibungslos miteinander zusammenarbeiten. Dafür ist die Auswahl an Geräten begrenzt. Das ist bei offenen Standards wie Enocean anders. Dort haben Sie mehr Möglichkeiten. Allerdings ist auch in diesen Fällen die Chance auf ein geschmeidiges Zusammenspiel höher, wenn die Geräte von einem Hersteller stammen.

Wenn Sie aber in Ihrem Smart Home verschiedene Standards und Geräte mehrerer Hersteller miteinander verknüpfen wollen, bietet der zentrale Homeserver Wibutler für 600 Euro eine Lösung. Er funkt in den Standards WLAN, Bluetooth, Zigbee, ZWave und Enocean und ist herstelleroffen. Die Smart-Home-Berater Klaus Janus und Gerd Kaiser von der Firma CPC in Berlin beispielsweise halten den Wibutler für ein überzeugendes Angebot. Das Bundeswirtschaftsministerium förderte das Unternehmen iExergy aus Münster für die Entwicklung des Wibutlers mit 150.000 Euro.

Was Smart-Home-Produkte können und was sie kosten

Anbieter Produkt Preis  
AVM/Fritzbox Zwischenstecker, steuert z. B. Lampe, misst Stromverbrauch des Geräts 45 €  
Philips Hue-Lampen, Set mit 3 LED-Leuchten und Steuerungszentrale 185 €  
Deutsche Telekom Qivicon Zentrale 165 €  
RWE Starterpaket (Zentrale, Wandschalter, Zwischenstecker, zwei Heizkörperthermostate) 230 €  
Wibutler Homeserver 600 €  
alpha EOS Basisstation 100 €  
  Funksteckdose 65 €  
  Heizungssteuerung 200 € pro Raum  
Homematic IP Basisstation 50 €  
  Heizkörperthermostat 50 €  
  Wandthermostat mit Luftfeuchtigkeitssensor 50 €  
  Wandschalter 40 €  
  Schaltsteckdose 40 €  
  Fenster- und Türkontakt 30 €  
Smart Home Team Paket Safety ab 5.000 €  
  Paket Safety & Komfort ab 7.500 €  
  Paket Safety & Light ab 7.500 €  
  Paket Luxury ab 10.000 €  

Quelle: Finanztip-Recherche (Stand: 10. September 2015)

Bei der Heizung kann sich die Investition rechnen

Haushalte, die schon sehr genau auf ihre Heizkosten achten, haben durch eine Smart-Home-Installation in der Regel kein so großes Sparpotenzial, dass sie ihre Investition in einem überschaubaren Zeitraum refinanzieren könnten.

Viele Menschen heizen aber nicht so effizient – sei es aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit. So geben die Smart-Home-Anbieter ein Sparpotenzial von bis zu 40 Prozent an. In einem Modellversuch im Finanzamt von Brandenburg an der Havel konnte das Unternehmen Kieback & Peter mit seiner Technik sogar 67 Prozent einsparen. Die Installation erkennt, ob ein Mensch in dem jeweiligen Büro ist. Bei einer etwas längeren Abwesenheit wird die Heizung in dem Raum heruntergefahren.

Diese sogenannte Einzelraumsteuerung bringt auch in privaten Haushalten die größte Ersparnis. Die Thermostate an den Heizkörpern (Stückpreis ab 50 Euro) können einzeln auf eine bestimmte Temperatur zu festgelegten Zeiten programmiert werden. Zudem wird der Heizkörper sofort runtergeregelt, wenn der Fenstersensor meldet, dass im selben Raum ein Fenster offen ist. Und grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, das ganze Haus in den Ecomodus zu versetzen, wenn alle Bewohner weg sind. Dann wird die Heizung heruntergefahren, und alle Stromverbraucher bis auf Kühlschrank und Gefriertruhe gehen vom Netz.

Tipp

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Die Heizkörper intelligent zu steuern, bringt schon eine deutliche Ersparnis. Noch effizienter ist es allerdings, direkt an die Heizung im Keller heranzugehen. So hat das System von RWE eine Schnittstelle zu Heizungsanlagen von Buderus. Diese dürfen allerdings nicht älter als acht Jahre sein. Das deutsche Unternehmen Tado gibt sogar an, Heizkessel aller Hersteller ansteuern zu können.

Über eine Wetterstation im Freien, die Temperatursensoren in den einzelnen Räumen und die Einbindung der Heizungsanlage lässt sich das Gesamtsystem optimieren. Die Berater von CPC kommen in Berechnungen für ihre Kunden zu dem Ergebnis, dass sich die Investition in eine intelligente Heizung auch bei den gesunkenen Ölpreisen in acht bis neun Jahren amortisiert.

Waschmaschine startet, wenn Solaranlage Strom liefert

Das Smart Home soll Teil des Smart Grid werden, also des intelligenten Stromnetzes. Privatkunden bekommen allerdings noch keine Stromtarife, die sich danach richten, ob zu einer bestimmten Zeit gerade viel oder wenig Sonnen- und Windstrom produziert wird. Voraussetzung dafür sind intelligente Messsysteme. Diese bekommen Haushalte mit hohem Stromverbrauch in den nächsten Jahren installiert. Noch sind aber keine zertifizierten Geräte am Markt verfügbar.

Wer dagegen eine eigene Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, kann zum Beispiel seine Waschmaschine genau dann starten, wenn er viel Solarstrom erzeugt. Über die Wetterstation im Garten oder eine Wetter-App leistet die Smart-Home-Anlage das sogar ganz von allein – nur die Waschmaschine muss noch von Hand befüllt werden.

Die etwas teureren Hausgeräte von Bosch/Siemens und Miele sind vernetzungsfähig und kommunizieren mit dem Sunny Home Manager von SMA. Dieses deutsche Unternehmen ist bekannt als Hersteller von Wechselrichtern in Photovoltaik-Anlagen. Auch RWE und Qivicon von der Deutschen Telekom sind Teil dieser Kooperation.

Mehr Schutz gegen Feuer und Einbruch

Bei Smart-Home-Anlagen lassen sich auch die Rauchmelder in den einzelnen Zimmern in das Gesamtsystem einbinden. Schlägt ein Melder an, ertönt das Alarmsignal in allen Zimmern, damit die Bewohner rechtzeitig gewarnt werden. Sind sie beim Brand gar nicht zu Hause, erhalten sie eine Alarmmeldung auf ihr Smartphone.

Gegen Einbrecher kann ein intelligentes Zuhause mehr leisten als die herkömmliche Bedienung von Rollladen oder Licht per Zeitschaltuhr. Die sogenannte Anwesenheitssimulation sieht vor, dass die Jalousien und Lampen per Zufallsgenerator gesteuert werden. Auch der Fernseher wird ab und zu eingeschaltet. Das soll es Einbrechern schwerer machen, ein festes Muster zu erkennen und damit auf einen Urlaub der Bewohner zu schließen.

Achtung

Keine klassische Alarmanlage

Die Einbruchschutzfunktionen eines Smart Home sind kein vollständiger Ersatz für eine klassische Alarmanlage mit Glasbruchsensoren in den Fensterscheiben. Der Verband der Sachversicherer erkennt ein Smart Home nicht als Alarmanlage an. Eine solche Alarmanlage ist zum Beispiel notwendig, wenn Sie teure Gemälde in Ihrem Haus versichern wollen.

Will der Einbrecher dennoch einsteigen, gibt es zum Beispiel von Alpha EOS einen Fenstergriff mit Vibrationsmelder, der Alarm auslöst. Außerdem sind Bewegungsmelder und Kameras schon Smart-Home-Standard. Per Kamera können die Besitzer jederzeit über Smartphone oder Tablet von unterwegs aus überprüfen, ob zu Hause alles in Ordnung ist. Selbst wenn der Einbrecher die Kamera zerstört, ist sein Bild gespeichert.

Ist der Kriminelle im Haus, während die Bewohner im Bett liegen, hilft der Panik-Knopf: Wird er gedrückt, gehen überall die Lichter an und die Rollladen werden hochgefahren. So wird der Einbrecher bloßgestellt. Außerdem stehen Bewohnern und Täter Fluchtwege offen.

Auch die Schlösser an Türen und Fenstern lassen sich in das System einbauen. Die Haustür kann auch per Fingerabdrucksensor geöffnet werden, was gerade für Kinder ein Vorteil ist. Die Tür per Handy zu öffnen, ist dagegen gefährlich, warnt die Verbraucherzentrale Berlin. Kriminelle könnten die Verbindung auslesen. Außerdem wird es riskant, wenn einer der Bewohner sein Mobiltelefon verliert.

Eine wichtige Schutzfunktion der meisten Smart-Home-Systeme ist der gegen auslaufendes Wasser. Ein Sensor bemerkt das Problem und schaltet die Wasserzufuhr ab. Dieser sogenannte Leckage-Schutz bringt bei einigen Hausratversicherungen Vorteile, zum Beispiel bei der Axa.

Komfortsteigerung durch intelligente Technik

Eine schlaue Steuerung der Heizung spart Geld, sorgt aber auch für mehr Wohlbefinden. Wenn Markisen und Jalousien sich dem Sonnenlicht anpassen, kann das ebenfalls sehr komfortabel sein. Lampen, Heimkino und Audioanlage in das Smart-Home-System einzubinden, ist ebenfalls kein Problem. Das Gleiche gilt für viele Hausgeräte. Beim Anbieter Miele, dessen Geräte ohnehin schon teuer sind, kostet das Kommunikationsmodul allerdings noch mal 79 bis 99 Euro zusätzlich. Bei Siemens ist es inklusive.

Über eine App lassen sich Geräte vom Herd bis zur Kaffeemaschine programmieren und aus der Ferne steuern. Bosch/Siemens zum Beispiel hat eine Kooperation mit der Google-Tochter Nest. Wenn deren intelligenter Thermostat feststellt, dass kein Mensch mehr im Haus ist, bekommen die Bewohner die Frage auf ihr Smartphone geschickt, ob sie den Backofen wirklich anlassen wollen. Auch wenn die Tabs für die Geschirrspülmaschine zur Neige gehen, gibt es eine Nachricht.

Wer möchte, kann auch dem Kundendienst aus der Ferne den Zugriff auf seine Hausgeräte erlauben. So kann der Experte direkt den Fehler auslesen und die passenden Ersatzteile mitbringen.

Im Alter länger im eigenen Haus wohnen

Die Smart-Home-Technik kann älteren Menschen helfen, länger in ihren gewohnten vier Wänden zu leben. Der Fachbegriff dafür ist Altersgerechtes Assistenzsystem für ein selbstbestimmtes Leben oder Ambient Assisted Living (AAL).

Wenn der ältere Mensch das Haus verlässt, kann der Herd automatisch ausgeschaltet und die Fenster können geschlossen werden. Eine Notfalltaste am Bett kann Angehörige, Nachbarn, Pflegedienst oder Arzt alarmieren. Noch flexibler ist ein Armband mit einer SIM-Karte für Mobilfunk. Das hilft zum Beispiel im Fall eines Sturzes. Auch die Toilettenspülung kann eine Warnung senden, wenn sie schon lange nicht mehr benutzt wurde.

Ein Fingerabdrucksensor an der Haustür ist nützlich, wenn der Senior nur noch schlecht sieht oder Mühe mit dem Schlüssel hat. Bei Sehschwäche oder gar Blindheit kann das Smart Home auch alle Signale akustisch ausgeben und auf Sprachsteuerung reagieren. Fenster lassen sich elektrisch öffnen und schließen, was zum Beispiel bei Homematic 550 Euro pro Stück kostet.

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Das richtige Angebot für Ihre Bedürfnisse

Das Angebot an Smart-Home-Produkten reicht von der netzwerkfähigen Steckdose für den weit verbreiteten WLAN-Router Fritzbox für 45 Euro bis zur Komplettlösung für das ganze Haus für mehr als 10.000 Euro. Einige Geräte, etwa zu Steuerung der Heizung, haben handfeste Vorteile. Andere erhöhen den Komfort oder befriedigen den (männlichen) Spieltrieb.

Entscheiden Sie selbst, welche Anwendung zu Ihren Bedürfnissen passt und wie viel Sie dafür ausgeben wollen. Einsteigersets für 200 bis 300 Euro vermitteln Ihnen einen Eindruck, ob Sie Gefallen an Smart Home finden oder nicht. Dann können Sie immer noch ausbauen.

Solche Sets sind auch schnell installiert. Für aufwendige Anlagen mit Verkabelung brauchen Sie dagegen einen Berater und Installateur. Am 230-Volt-Stromnetz dürfen Sie aus Sicherheitsgründen nicht selbst arbeiten.

Wenn Sie den Einstieg in die Smart-Home-Welt wagen, haben Sie auch die Option, Ihr Zuhause altersgerecht und damit zukunftssicher zu machen.

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Finanztip-Redaktion

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Jens Tartler

ehemaliger Finanztip Redakteur für Energie & Reise (bis September 2016)

Jens Tartler schrieb insbesondere über die Themen Energie und Reise. Insgesamt zwanzig Jahre lang arbeitete er zuvor als Redakteur für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland. Zuvor studierte er Volkswirtschaftslehre in Köln und den USA. Vertiefende Einblicke in die Branchen Verkehr und Energie gewann Jens Tartler zwischenzeitlich als Pressesprecher eines Unternehmens sowie eines Dachverbands.

Ines Rutschmann

Finanztip-Expertin für Energie

Als Expertin für Energie widmet sich Ines Rutschmann allen Fragen, die sich Verbrauchern rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung, wo sie auch ihre journalistische Grundausbildung absolvierte. Danach war sie unter anderem für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines Rutschmann ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Abschluss als Master of Science in Energiemanagement.