Internet-Vergleich

Zu Hause günstig im Internet surfen und telefonieren

Das Wichtigste in Kürze

  • Alte DSL-Verträge sind meist teuer. Erwägen Sie einen Wechsel, wenn Sie monatlich mehr als 30 oder 40 Euro für Ihren Festnetz-Internetanschluss mit Telefontarif zahlen.
  • Wichtig sind die Restlaufzeit und Kündigungsfrist Ihres bisherigen Vertrags. Vier bis sechs Monate vor Ablauf sollten Sie sich nach einem neuen Tarif umschauen.
  • Die Anbieter verschleiern den wahren Preis durch diverse Rabatte und zahlreiche Zusatzkosten. Finanztip hat alle Kosten und Nachlässe auf fünf Jahre umgelegt, um den nachhaltig günstigsten Internet-Anbieter zu finden – inklusive Kosten fürs Telefonieren.
  • Verzichten Sie beim Tarifabschluss auf Zusatzangebote wie Sicherheitspakete und HD-Videorekorder oder kündigen Sie diese rechtzeitig wieder.
  • Bundesweit sind die DSL-Tarife von Vodafone unsere Empfehlung, für Intensivnutzer außerdem ein Angebot von 1&1. Wo verfügbar, sind bestimmte Kabeltarife noch besser.

Tarifempfehlungen

Normalnutzer:

• Internet & Phone DSL 16 von Vodafone für monatlich effektiv 27 Euro im Monat.
• Wo verfügbar: 2play Start 20 von Unitymedia für 25 Euro. Nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.
• Preis-Leistungs-Tipp: Internet & Phone Kabel 32 von Vodafone für 28 Euro im Monat. Nicht verfügbar in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Intensivnutzer, Familien und WGs:

• DSL 50 von 1&1 für effektiv 31 Euro im Monat.
• Internet & Phone DSL 50 von Vodafone für 32 Euro.
• Superschneller Download: 2play Comfort 120 von Unitymedia für 31 Euro. Allerdings im Upload langsamer. Verfügbar in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. 

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Ist Ihr Internet- und Telefontarif für den heimischen Festnetzanschluss schon einige Jahre alt? Dann zahlen Sie wahrscheinlich zu viel. Denn die Festnetzanbieter senken ihre Preise regelmäßig, geben dies aber selten an ihre bestehenden Kunden weiter. Wer seinem Telefon- und Internet-Anbieter über Jahre treu bleibt, zahlt drauf.

Schauen Sie sich die Rechnungen des Festnetzanbieters an. Wenn deutlich mehr als 30, 40 Euro draufstehen, lohnt sich wahrscheinlich ein Wechsel. Wir haben für zwei typische Nutzergruppen den günstigsten Internetanschluss mit Telefontarif herausgesucht. Außerdem erklärt unser Ratgeber Schritt für Schritt, wie der Wechsel abläuft – damit dabei ganz sicher nichts schiefläuft.

Schritt 1: Prüfen Sie Ihre Möglichkeiten

Wir werden Sie nicht mit technischen Details langweilen, daher lesen Sie hier nur ein paar Grundlagen. Wenn Sie diese kennen, sind Sie im Vorteil bei der Wahl des richtigen Internet- und Telefonanbieters.

Tipp

Anschluss aus einer Hand

Vor allem bei älteren Verträgen kann es sein, dass der Telefonanschluss zum Beispiel von der Telekom bereitgestellt wird und der Internetanschluss von einem anderen Anbieter. Das macht nichts. Sie können mit dem gesamten Anschluss zu einem neuen Unternehmen wechseln und erhalten somit Telefon und Internet aus einer Hand.

Es gibt vier Wege, über die Sie zu Hause ins Internet gehen können:

  • DSL
  • TV-Kabelanschluss
  • LTE
  • Satellit

Den Mobilfunkstandard LTE oder eine Satellitenverbindung sollten Sie nur dann nutzen, wenn DSL oder TV-Kabel in Ihrem Haushalt nicht verfügbar sind – oder sehr langsam wären. Denn LTE- und Satelliten-Tarife sind vergleichsweise teuer.

Doch falls Ihr Hausanschluss weniger als 6 Megabit pro Sekunde schnell ist, raten wir zu einem Hybrid-Anschluss der Telekom oder LTE für Zuhause von Vodafone. Mehr dazu in unserem LTE-Ratgeber. Alle anderen sollten eine günstige Internetverbindung via DSL oder TV-Kabel wählen.

Ein DSL-Anschluss ist in fast allen Haushalten möglich. Einen TV-Kabelanschluss besitzen jedoch nicht alle Häuser – nur etwa die Hälfte der Haushalte ist angeschlossen. Wenn Sie als Mieter nicht wissen, ob Sie in Ihrer Wohnung einen Kabelanschluss haben, fragen Sie Ihren Vermieter oder die Hausverwaltung. Sie benötigen aber keinen TV-Kabel-Vertrag, um Internet über den Kabelanschluss schalten zu können. Fernsehen können Sie auch per Satellit oder übers Internet.

Achtung

Tempo kann geringer sein

Die Tempoangaben in Mbit/s oder kbit/s sind immer theoretische Maximalgeschwindigkeiten. Das tatsächlich erreichte Tempo hängt von vielen Faktoren ab und kann niedriger ausfallen.

Schritt 2: Nutzertyp feststellen

Um den richtigen Tarif für sich zu finden, ordnen Sie sich einem der zwei Nutzertypen zu: Normalnutzer oder Intensivnutzer.

Normalnutzer - Sie surfen häufig im Netz und verschicken E-Mails, Sie hören Musik, schauen HD-Filme, laden auch mal größere Dateien herunter und spielen vielleicht ab und zu im Internet.

Intensivnutzer - Sie surfen nicht nur viel im Internet, sondern nutzen auch täglich Musik- und Video-Streaming. Sie laden größere Dateien herunter und verwenden Cloud-Speicher für die Datensicherung. Zu den Intensivnutzern zählen außerdem Familien mit Teenagern und Wohngemeinschaften sowie Gamer, die häufig online spielen.

Bei beiden Nutzertypen haben wir angenommen, dass sie das Festnetz nicht nur zum Surfen, sondern auch zum Telefonieren benutzen. Vorausgesetzt bei unserem Preisvergleich haben wir eine Flatrate ins deutsche Festnetz. Für Telefonate zu Mobilfunk-Rufnummern können in den untersuchten Telefontarifen Kosten entstehen.

Schritt 3: Empfehlenswerten Tarif auswählen

Da der Wechsel des Internetanbieters relativ aufwendig und fehleranfällig ist, fahren die meisten Kunden mit Anbietern am besten, die dauerhaft günstige Konditionen bieten. Wir haben für Sie im September 2016 knapp 20 bundesweit verfügbare Internet- und Telefontarife durchleuchtet. Weil der DSL-Anschluss nicht so oft gewechselt wird, haben wir alle Kosten und Rabatte innerhalb von fünf Jahren berücksichtigt und in einen effektiven Monatspreis umgerechnet. Außerdem zeigen wir die reguläre Grundgebühr nach Ablauf aller Rabattaktionen inklusive Hardware-Miete – die steht meist nur im Kleingedruckten.

Empfehlung für Normalnutzer
Für Normalnutzer empfehlen wir „Internet & Phone DSL 16“ von Vodafone* für effektiv 27 Euro im Monat. Umgerechnet auf ein Jahr sind das gut 130 Euro weniger als der entsprechende Telekom-Tarif Magenta Zuhause S. Das Surftempo beträgt 16 Mbit/s, mit 1 Mbit/s werden Daten hochgeladen. Der Tarif ist eine echte Flatrate ohne Drosselung.

Falls Sie in Baden-Württemberg, Hessen oder Nordrhein-Westfalen wohnen und Ihr Haushalt einen passenden Kabelanschluss hat, dann raten wir zum Tarif „2play Start 20“ von Unitymedia. Der Effektivpreis ist nämlich noch mal 2 Euro günstiger, nämlich 25 Euro im Monat. Das Surftempo ist mit 20 Mbit/s sogar etwas schneller als bei vergleichbaren Tarife.

Wer über einen Kabelanschluss von Vodafone (vormals Kabel Deutschland) verfügt, kann den Tarif „Internet & Phone Kabel 32“ wählen. Er ist unser Preis-Leistungs-Tipp: Für effektiv 28 Euro im Monat bekommen Sie ein flottes Download-Tempo von 32 Mbit/s. Auch das Upload-Tempo ist höher, was wichtig ist, wenn Sie viele Daten in der Cloud speichern. Es beträgt 2 Mbit/s – doppelt so viel wie bei vergleichbaren Tarifen.

Gute Tarife für Normalnutzer

Anbieter   Vodafone   Vodafone (Kabel Deutschland)   Unitymedia
Tarifname   Internet & Phone DSL 16   Internet & Phone Kabel 32   2play Start 20
Tempo Download   16 Mbit/s   32 Mbit/s   20 Mbit/s
Tempo Upload   1 Mbit/s   2 Mbit/s   1 Mbit/s
Drosselung   nein   Filesharing ab 10 GB/Tag   nein
Telefonieren ins Festnetz   Flatrate   Flatrate   Flatrate
Telefonieren aufs Handy (je Minute)   20 Cent   20 Cent   20 Cent
Endgültiger Monatspreis inklusive Hardwaremiete   30 €   31 €   25 €
Effektivpreis/Monat   27 €   28 €   25 €

Quelle: Anbieter-Webseiten, eigene Berechnung (Stand: 26. September 2016)

Vodafone
Internet & Phone DSL 16

  • bundesweit verfügbar in vielen Haushalten
  • günstiger Effektivpreis
  • keine Drosselung
  • Tempo erfüllt Anforderung von Normalnutzern

Vodafone (Kabel Deutschland)
Internet & Phone Kabel 32

  • doppelt so schnell wie vergleichbare Tarife
  • günstiger Effektivpreis
  • keine relevante Drosselung
  • nicht in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen

Unitymedia
2play Start 20

  • sehr günstiger Effektivpreis
  • keine Drosselung
  • Tempo etwas schneller als gefordert
  • nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen

Empfehlung für Intensivnutzer, Familien und WGs
Intensivnutzer, Familien und WGs brauchen einen Internetanschluss mit mehr Leistung. Als Mindestanforderung haben wir eine Download-Geschwindigkeit von 50 Mbit/s definiert, der Upload muss mindestens 5 Mbit/s betragen.

Wir empfehlen „DSL 50“ von 1&1 für effektiv 31 Euro im Monat. Die Download-Geschwindigkeit beträgt 50 Mbit/s, beim Upload ist ein Tempo von bis zu 10 Mbit/s möglich. Der niedrige Endpreis von knapp 30 Euro macht das 1&1-Angebot besonders attraktiv für Kunden, die selten den Anbieter wechseln.

Wie schon bei den Normalnutzer-Tarifen überzeugt auch das Angebot von Vodafone, das wir für Intensivnutzer empfehlen: „Internet & Phone DSL 50“ für effektiv 32 Euro im Monat. Wie das 1&1-Angebot ist der Tarif bundesweit an vielen Orten verfügbar.

Wenn Ihre Wohnung in Baden-Württemberg, Hessen oder Nordrhein-Westfalen liegt und einen passenden TV-Kabelanschluss hat, können Sie auch den empfehlenswerten Tarif „2play Comfort 120“ von Unitymedia wählen (Effektivpreis: 31 Euro). Das Download-Tempo beträgt beachtliche 120 Mbit/s, der Upload allerdings vergleichsweise geringe 6 Mbit/s.

Für Kabelanschluss-Inhaber in anderen Bundesländern als Baden-Württemberg, Hessen oder Nordrhein-Westfalen könnte auch das Vodafone-Angebot „Internet & Phone Kabel 100“ interessant sein (effektiv 33 Euro). Das hohe Download-Tempo von 100 Mbit/s überzeugt, während die Upload-Geschwindigkeit mit 6 Mbit/s nicht überragend ist. Die Finanztip-Empfehlung hat der Tarif knapp verfehlt.

Nutzer von Cloud-Speichern, die häufig große Datenmengen hochladen, sollten eher zu einem DSL-Tarif mit 10 Mbit/s Upload-Tempo greifen, während für alle anderen Kunden die Kabel-Internet-Tarife mit ihrem höheren Surftempo attraktiver sind.

Gute Tarife für Intensivnutzer

Anbieter   1&1   Vodafone   Unitymedia
Tarifname   DSL 50   Internet & Phone DSL 50   2play Comfort 120
Tempo Download   50 Mbit/s   50 Mbit/s   120 Mbit/s
Tempo Upload   10 Mbit/s   10 Mbit/s   6 Mbit/s
Drosselung   nein   nein   nein
Telefonieren ins Festnetz   Flatrate   Flatrate   Flatrate
Telefonieren aufs Handy (je Minute)   20 Cent   20 Cent   20 Cent
Endgültiger Monatspreis inklusive Hardwaremiete   33 €   35 €   35 €
Effektivpreis/Monat   31 €   32 €   31 €

Quelle: Anbieter-Webseiten, eigene Berechnung (Stand: 26. September 2016)

1&1
DSL 50

  • bundesweit verfügbar in vielen Haushalten
  • günstiger Effektivpreis
  • keine Drosselung
  • Tempo erfüllt Anforderung von Intensivnutzern

Vodafone
Internet & Phone DSL 50

  • bundesweit verfügbar in vielen Haushalten
  • günstiger Effektivpreis
  • keine Drosselung
  • Tempo erfüllt Anforderung von Intensivnutzern

Unitymedia
2play Comfort 120

  • günstiger Effektivpreis
  • keine Drosselung
  • Download-Tempo mehr als doppelt so hoch wie gefordert
  • Upload-Tempo niedriger
  • nur in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen

Schritt 4a: Wechsel von einem DSL-Anbieter zu einem anderen

Wenn Sie keinen Kabelanschluss besitzen, entscheiden Sie sich für einen DSL-Anbieter. Im Unterschied zum Wechsel zwischen den Zugangsarten DSL und Kabel beauftragen Sie hierbei keinen Neuanschluss. Das würde nur zu einer längeren Unterbrechung führen. Übertragen (portieren) Sie stattdessen den bestehenden Anschluss auf den neuen Anbieter. Dabei kann es allerdings zu Problemen kommen, weil die Festnetzanbieter sehr unflexibel agieren und allergisch auf minimale Fehler im Bestellprozess reagieren. Halten Sie daher alle Schritte penibel ein.

  • Mit dem DSL-Vergleich und der Suche nach einem neuen Anbieter beginnen Sie anderthalb bis drei Monate vor Ablauf der Kündigungsfrist. Wenn Ihre Kündigungsfrist beispielsweise drei Monate beträgt, suchen Sie viereinhalb bis sechs Monate vor dem möglichen Vertragsende einen neuen Anbieter. Wenn das potenzielle Vertragsende weiter in der Zukunft liegt, lassen Sie sich zum Beispiel vom Kalender auf Ihrem Handy sechs Monate vor Ablauf erinnern.
  • Beauftragen Sie beim neuen DSL-Anbieter eine Portierung Ihres bisherigen Anschlusses. Ihre bisherige Telefonnummer können Sie behalten. Achtung: Kündigen Sie Ihrer alten Internet- und Telefongesellschaft nicht selbst. Bevollmächtigen Sie stattdessen den neuen Anbieter, für Sie zu kündigen.
  • Entfernen Sie während der Bestellung den Haken bei Sicherheitspaketen und anderen Diensten oder denken Sie später rechtzeitig daran, diese Optionen wieder zu kündigen, falls das beim Bestellprozess nicht möglich ist.
  • Achten Sie darauf, dass Name und Anschrift des neuen Anschlussinhabers exakt mit dem alten Anschlussinhaber übereinstimmen. Denn ein falsches Zeichen, ein fehlender Bindestrich im Namen, ein kleiner Buchstabendreher kann die Portierung scheitern lassen.
  • Nachdem Sie den Auftrag erteilt haben, bekommen Sie Post von Ihrem neuen Anbieter. Darin teilt er Ihnen mit, an welchem Tag der Anschluss geschaltet wird. Außerdem erhalten Sie von den von uns empfohlenen Anbietern Geräte, die Sie mit der Telefondose verbinden. Wenn alles glattgeht, sind Sie nicht länger als einen Tag ohne Internet und Telefon.
Tipp

Surfstick nutzen

Falls alle Stricke reißen und die Festnetzleitung tot ist, bringt ein Surfstick Ihren PC oder Laptop ins Internet. Oder Sie nutzen Ihr Smartphone als drahtlosen Zugangspunkt ins Netz („Persönlicher Hotspot“). So sind Sie schnell wieder online und können die Beseitigung der Störung etwas gelassener abwarten.

Schritt 4b: Wechsel vom DSL- zum Kabelanbieter – und umgekehrt

Der Wechsel von einem DSL-Anbieter zu einem Kabelunternehmen oder umgekehrt ist etwas einfacher. Die zwei größten Kabelanbieter in Deutschland, Unitymedia und Vodafone (ehemals Kabel Deutschland), sind für Intensivnutzer günstiger als klassische DSL-Provider. In unserem Beispiel nehmen wir an, Sie wechseln von DSL zu Kabel.

  • Schauen Sie nach, wann Sie aus Ihrem DSL-Vertrag herauskommen. Das heißt: Finden Sie die Kündigungsfrist und Restvertragslaufzeit heraus. Falls Sie die Informationen nicht mehr in Ihren Unterlagen finden, fragen Sie Ihren Anbieter danach. Das geht meist am schnellsten per E-Mail, Online-Kontaktformular oder telefonisch. Viele Verträge verlängern sich um zwölf Monate, wenn sie nicht drei Monate vor Ablauf gekündigt werden.
  • Wenn Sie in mehr als zwei Monaten aus Ihrem Vertrag herauskommen (das ist der Normalfall): Kündigen Sie Ihrem alten DSL-Anbieter zum nächstmöglichen Zeitpunkt und bitten Sie ihn um eine Bestätigung. Dass Sie selbst kündigen, ist ein wichtiger Unterschied zum Wechsel zwischen zwei DSL-Anbietern. Besonders einfach geht das über einen Kündigungsdienst. Entnehmen Sie der Bestätigung das Datum, zu dem Telefon und Internet abgeschaltet werden. Der Zeitpunkt liegt drei bis 15 Monate in der Zukunft.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Medien

Dienstleister beenden unliebsame Verträge

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Unsere Anbieter-Empfehlung:

  • Zwei Monate vor dem Abschalttermin beauftragen Sie einen neuen Tarif. Berücksichtigen Sie dabei nur Tarife Ihres lokalen Kabelanbieters: In Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen ist das meist Unitymedia. In allen anderen Bundesländern ist es oft Vodafone (Kabel Deutschland).
  • Ihre bisherige Rufnummer kann später auf den neuen Anschluss übertragen werden, wenn Sie das wünschen. Das geht sogar noch einige Wochen, nachdem der alte Anschluss abgeschaltet worden ist.
  • Falls Sie in weniger als zwei Monaten aus Ihrem Vertrag herauskommen (das ist der Ausnahmefall): Kündigen Sie Ihren alten Vertrag erst drei bis vier Wochen, nachdem Sie den neuen Kabeltarif beauftragt haben. Sie können auch mit der Kündigung solange warten, bis Ihre neue Kabelleitung steht. Dann ist es ausgeschlossen, dass Sie eine Zeit lang ohne Telefon und Internet auskommen müssen.
Achtung

Sicherheitspakete abwählen oder kündigen

Eine beliebte Falle bei der Anmeldung sind sogenannte Sicherheitspakete, die eine gewisse Zeit umsonst genutzt werden können. Danach werden sie kostenpflichtig, wenn der Kunde die Option nicht kündigt. Beenden Sie solche Optionen am besten sofort, damit Sie es später nicht versäumen.

Ungefähr einen Monat, bevor Ihr altes DSL abgeschaltet wird, sollte Ihre neue Internet- und Telefonverbindung über den Kabelanschluss stehen. Falls etwas schiefgeht, können Sie noch vier Wochen über den alten Anschluss im Internet surfen und telefonieren.

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Fortgeschrittene können Rabatte sammeln

Wechselfreudige, die sich von Geschichten über gescheiterte Techniker-Besuche nicht abschrecken lassen, können ihre Kosten senken, indem sie nach Ablauf der Rabattphasen und Mindestlaufzeiten auf Portalen wie Check24, Verivox und Preisvergleich.de die jeweils günstigsten Angebote abschließen. Anbieter-Hopping sollten Sie allerdings nur dann in Erwägung ziehen, wenn Sie einen klassischen DSL-Anschluss besitzen und gleichzeitig über einen TV-Kabelanschluss verfügen. So können Sie zwischen den zwei Zugangsarten hin- und herwechseln und minimieren damit das Risiko, ohne Internet und Telefon dazustehen.

Oft reicht bereits die Kündigung oder ein Anruf beim Kundenservice des bisherigen Internetanbieters, um zusätzliche Rabatte nach der Mindestlaufzeit angeboten zu bekommen.

So haben wir getestet

Test DSL- und Kabel-Internet mit Telefontarif 2016
Für unseren Internet-Vergleich mit Telefontarifen haben wir Angebote von überregionalen DSL- und Kabel-Internet-Anbietern berücksichtigt. In die Anbieterauswahl nahmen wir die Unternehmen auf, die der Breitband-Report Q1/2016 von dslweb.de enthält. Dslweb.de ist auf Breitband-Themen spezialisiert und stellt den Breitband-Report bereits ab der Ausgabe 2007 auf der Website bereit, was die Erfahrung mit dem Thema untermauert. Um keine guten Angebote von kleineren Internet- und Telefon-Anbietern zu verpassen, ergänzten wir die drei bestbewerteten überregionalen Firmen mit mindestens 1.000 Bewertungen auf wieistmeineip.de, sofern sie nicht bereits berücksichtigt waren. Wieistmeineip.de von der „Computerbild“ ist eine der populärsten Seiten zur Messung und Bewertung des eigenen Internetanschlusses. Folgende Unternehmen haben wir in unserem Vergleich berücksichtigt:

  • 1&1
  • Deutsche Telekom
  • Easybell
  • O2 (Telefónica)
  • Tele Columbus
  • Unitymedia
  • Vodafone

Bei den Anbietern haben wir Internet-Tarife mit einer Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz abgefragt. Dabei haben wir zwei Profile berücksichtigt: den Normalnutzer und den Intensivnutzer. Der Normalnutzer lebt alleine oder zu zweit in seinem Haushalt. Er surft, nutzt die sozialen Medien, lädt Programme herunter und schaut Videos in HD-Qualität. Als Mindesttempo benötigt er 16.000 Kilobit pro Sekunde (kbit/s). Als Upload-Minimum verlangen wir 1.000 kbit/s.

Der Intensivnutzer schaut darüber hinaus Videos in Ultra-HD-Auflösung, nutzt Cloud-Dienste als Datenspeicher und spielt gegebenenfalls Online-Spiele. Außerdem zählen Familien und Wohngemeinschaften zu den Intensivnutzern. Die Mindestanforderung ans Download-Tempo beträgt bei Intensivnutzern 50.000 kbit/s, die ans Upload-Tempo 5.000 kbit/s.

Bei den gefundenen Tarifen haben wir alle Kosten und Rabatte auf einen Zeitraum von fünf Jahren zusammengezählt. Diesen relativ langen Zeitraum haben wir gewählt, weil die Wechselbereitschaft beim Internetanschluss eher gering ist und wir annehmen, dass die meisten Kunden einen langfristig günstigen Internet- und Telefon-Anbieter suchen. Die günstigsten Tarife, die die Anforderungen erfüllen, sind unsere Empfehlungen geworden.

Eine Ausnahme stellt der Tarif „Internet & Phone Kabel 32“ von Vodafone dar. Er kostet 4,5 Prozent mehr als das empfohlene DSL-Pendant von Vodafone. Wir empfehlen die Kabel-Variante dennoch, weil sie deutlich bessere Leistungen bietet (32 statt 16 Mbit/s im Download; 2 statt 1 Mbit/s im Upload).

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.