Unzulässige Kreditgebühren

Fordern Sie Ihr Geld zurück mit unserem Musterschreiben

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren für Verbraucherkredite unzulässig sind.
  • Mit dem Musterschreiben von Finanztip können Sie sich dieses Geld, das meistens ein bis vier Prozent der Darlehenssumme entspricht, von Ihrer Bank zurückholen.
  • Alle Details und Hintergründe zum Thema finden Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
  • Ein Update zum Thema Kreditbearbeitungsgebühren finden Sie hier.
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Bevor eine Bank Geld verleiht, prüft sie die Kreditwürdigkeit des Antragstellers. Dafür wird unter anderem eine Schufa-Auskunft eingeholt und geschaut, wie hoch das Einkommen des Kunden ist. Dafür eine Bearbeitungsgebühr von Ihnen zu verlangen, ist nicht zulässig, denn schließlich handelt die Bank nur im eigenen Interesse. Das hat in diesem Jahr der Bundesgerichtshof so entschieden.

Wenn Sie also in den Jahren 2012 bis 2014 einen Kredit aufgenommen und dafür eine Bearbeitungsgebühr bezahlt haben, können Sie sich dieses Geld nun von Ihrer Bank zurückholen. Unser Musterbrief hilft Ihnen dabei.

Bei älteren Verträgen aus den Jahren 2004 bis 2011 mussten Verbraucher bis zum 31. Dezember 2014 tätig werden, bevor die Ansprüche verjährten.

So viel Geld können Sie zurückholen

Es kommt ganz auf Ihren Vertrag an, um welche Summe es bei Ihnen geht. Unserer Erfahrung nach machen die Bearbeitungsgebühren meistens zwischen ein und vier Prozent der Darlehenssumme aus. Bei einem kleinen Ratenkredit über 2.000 Euro, bei dem ein Prozent Gebühr erhoben wurde, sind das nur 20 Euro. Wenn es aber um einen Autokredit über 15.000 Euro mit vier Prozent Gebühren geht, stehen Ihnen 600 Euro zu. Und bei Immobilienfinanzierungen kann es in die Tausende gehen.

Zusätzlich haben Sie als Nutzungsersatz Anspruch auf Zinsen auf die Summe der Bearbeitungsgebühren pro Jahr gerechnet von der Zahlung an bis heute (§ 818 Abs. 1 BGB). Sie können fünf Prozentpunkte über dem jeweiligen Basiszinssatz seit der Bezahlung verlangen. Sie sollten immer den tatsächlichen Euro-Betrag an Zinsen einfordern, den Sie sich ganz leicht vom Zinsrechner der Website basiszinssatz.de berechnen lassen können. 

Nutzen Sie unseren Musterbrief

Unser Musterbrief richtet sich an jede Bank. Sie müssen nur noch Ihre Anschrift ergänzen, die Adresse des Kreditinstituts und die Angaben zu Ihrem Darlehen. Laden Sie dazu einfach das Dokument herunter und ergänzen Sie die fehlenden Angaben in Ihrem Textverarbeitungsprogramm. Schicken Sie den Brief anschießend als Einschreiben an Ihre Bank.

Handeln Sie jetzt!

Warten Sie nicht ab, denn Sie können das Geld von Ihrer Bank nicht ewig einfordern. Sicher ist: Es gilt die Höchstfrist von zehn Jahren. Haben Sie vor 2004 oder in 2004 vor mehr als zehn Jahren Ihre Gebühren geleistet, sind Ihre Ansprüche verjährt. Für alle Gebühren, die Sie zwischen 2005 und 2011 gezahlt haben, konnten Sie bis zum 31. Dezember 2014 Erstattung verlangen.

Haben Sie die Gebühren in den Jahren 2012 bis 2014 gezahlt, haben Sie noch Zeit. Ihre Ansprüche sind noch nicht verjährt.

Ein weiterer Tipp: Wenn Ihre Bank sich quer stellt, sollten Sie sich an einen der zuständigen Ombudsmänner wenden. Eine Auflistung der zuständigen Schlichtungsstellen finden Sie in der folgenden Tabelle:

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Übersicht der Banken-Schlichtungsstellen

Art der Bank Beispiel Link zur Webseite  
Sparkassen-Finanzgruppe Stadtsparkasse München, Hamburger Sparkasse Schlichtungsstelle der Sparkassen  
Private Banken Deutsche Bank, Commerzbank, ING-DiBa Ombudsmann privater Banken  
Öffentliche Banken DKB, LBS Bayern, NRW.Bank VÖB Ombudsmann  
Genossenschaftliche Bank Sparda Hessen, PSD München Ombudsmann genossenschaftlicher Banken  

Quelle: eigene Recherche (Stand: 25.07.2014)

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Britta Schön
von Finanztip,
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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Martin Berg

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis 2014)

Martin Berg verantwortete bei Finanztip den Bereich Kredit und Baufinanzierung. Er ist studierter Ökonom und sammelte Erfahrung in der Finanzbranche bei Interhyp sowie als Berater bei Capgemini Consulting.

Dr. Britta Beate Schön

Finanztip-Expertin für Recht

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig. Die Autorin erreichen Sie unter britta.schoen@finanztip.de.