Riestervertrag im Nachlass (Erbschaft)

  • Zuletzt aktualisiert: 13. Dezember 2012

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Erblasser vererbt Riester-Vertrag

Riester-Verträge dienen der eigenen Altersvorsorge und sind daher in erster Linie für den Sparer selbst gedacht. Im Todesfall können die Riesterprodukte grundsätzlich vererbt werden. Zumeist müssen die Erben die gewährten Zulagen und die Steuervorteile zurückzahlen. Ausnahme: Die verstorbene Person ist mit dem Erben verheiratet.
Denn nur der Ehepartner, mit dem der Sparer bis zu seinem Tod verheiratet war, kann das eingesparte Riester-Kapital ohne Rückzahlungsverpflichtung erben. Voraussetzung: Der erbende Ehepartner muss das angesammelte Riester-Kapital auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen. Dabei ist es egal, ob er bereits einen Riester-Vertrag besitzt oder nicht. Der erbende Ehepartner muss auch nicht selber förderberechtigt sein. Er kann das ererbte Riester-Kapital aus dem neuen eigenen Vertrag einfach fortführen.

Riester-Banksparplan

Die Erben des verstorbenen Riester-Sparers erhalten das Geld aus dem Banksparplan, das sich bisher dort angesammelt hat. Ausnahme: der verstorbene Riester Sparer hatte bereits die so genannte Restverrentungsphase erreicht. Die Restverrentungsphase beginnt mit dem fünfundachtzigsten Geburtstag. Ab diesem Zeitpunkt wird ein Banksparplan durch eine Rentenversicherung abgelöst, die dem Riester-Sparer eine lebenslange Rente gewährt. Eine Vererbung aus dieser lebenslangen Rente ist nach dem fünfundachtzigsten Geburtstag nicht möglich.

Riester-Fondssparplan

Wird ein Fondssparplan aus einem Riester-Vertrag beerbt, so erhält der Erbe das Fondsguthaben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Kapitalgarantie, die es für jedes Riester-Produkt gibt, nicht während der Laufzeit des Riestervertrages gilt. Die Kapitalgarantie gilt nur für den Beginn der Rentenphase. Bei gesunkenem Aktienkursen kann es daher passieren, dass das Fondsvermögen im Zeitpunkt des Erbes weniger wert ist als die Summe der eingezahlten Beiträge. Ein Fondssparplan kann nicht mehr vererbt werden, wenn die Restverrentungsphase (85. Lebensjahr) bereits begonnen hat.

Riester-Rentenversicherung

Stirbt der Riester-Sparer bereits in den ersten Jahren, so wird es aus der Rentenversicherung kaum Geld für die Erben geben. In aller Regel werden die Kosten für den Abschluss einer Rentenversicherung auf die ersten fünf Jahre der Rentenversicherung verteilt. Generell kommt es auch auf die eingegangenen Bedingungen der Rentenversicherung ein. So kann der Riester-Sparer auf jegliche Todesfallleistung verzichten. Hierdurch erhöht er seinen Rentenanspruch geringfügig.
Der Riester-Sparer kann auch eine Rentengarantiezeit im Vertrag vereinbaren. Beträgt die Rentengarantiezeit zum Beispiel fünf Jahre, so wird auch bei Tod nach Rentenbeginn über diesen Zeitraum eine Rentenzahlung an die Erben geleistet. Wer einen Todesfallschutz mit der Riester-Rente vereinbaren möchte, sollte jedoch eher eine separate Risikolebensversicherung abschließen.
Die Riester-Rentenversicherung unterscheidet sich hinsichtlich des Zeitpunkts der Rentenphase vom Fondssparplan und Banksparplan dadurch, dass die Auszahlung der lebenslangen Rente nicht erst mit Vollendung des fünfundachtzigsten Lebensjahres, sondern bereits bei Eintritt des Rentenalters erfolgt. Demzufolge kann nach Beginn der Rentenzahlung auch das Kapital nicht mehr beerbt werden, wenn keine Garantiezeit vereinbart wurde.

Erbschaftsteuer

Wenn entfernte Verwandte einen Riester-Vertrag erben, kann auch Erbschaftssteuer anfallen. Denn die Freibeträge der Erbschaftsteuer für die entfernten Verwandten oder des nicht ehelichen Lebenspartners sind recht niedrig.
Fazit: Bei einem Riester-Fondssparplan und einem Riester-Banksparplan fällt das angesparte Kapital in den Nachlass. Bei der Rentenversicherung kommt es auf die Bedingungen an. Nur Ehepartner können das angesparte Riester-Konto ohne Abzüge im Todesfall des Ehepartners auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen lassen.

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