Gasanbieter wechseln

So finden Sie einen günstigen Gasanbieter

Das Wichtigste in Kürze

  • Falls Sie seit dem Einzug in Ihre derzeitige Wohnung den Gastarif nicht selbst gewählt haben, sind Sie im teuren Grundtarif. Nach einem Gaspreisvergleich sollten Sie sofort den Tarif oder sogar den Anbieter wechseln.
  • Wenn Sie schon einmal gewechselt haben, lohnt sich ein jährlicher Gasvergleich. Die Versorger ändern ihre Tarifhöhe regelmäßig. Durch einen Wechsel können Sie leicht 100 Euro und mehr im Jahr sparen.
  • Der Wechsel des Gasanbieters geht einfach und dauert nur wenige Minuten. Der neue Versorger kündigt für Sie Ihren alten Vertrag. Es gibt kein Risiko, dass Ihnen das Gas abgestellt wird.
  • Um einen günstigen Anbieter zu finden, hat Finanztip einen Gasvergleichsrechner erstellt. Er basiert auf Daten von Verivox und Check24 und unterliegt den strengen Finanztip-Kriterien.

So gehen Sie vor:

  • Vergleichen Sie die Tarife an Ihrem Wohnort mit einem Gasrechner. Achten Sie dabei auf verbraucherfreundliche Voreinstellungen.
  • Lassen Sie sich Tarife mit einer längeren Preisgarantie von beispielsweise zwölf Monaten anzeigen. Beschränken Sie aber die Folgelaufzeit des Vertrags auf einen Monat.
  • Überlegen Sie, ob Sie von einem Neukundenbonus wirklich profitieren wollen. Sie sparen damit im ersten Vertragsjahr, werden aber wohl ab dem zweiten Jahr wesentlich mehr zahlen.
  • Pakettarife bieten theoretisch Preisvorteile. Wir raten trotzdem ganz klar davon ab, weil sich der Gasverbrauch nicht vorhersagen lässt.
  • Wir empfehlen einen Vergleich über den Finanztip-Gasrechner. Er ist bereits so eingestellt, dass er nur verbraucherfreundliche Tarife zeigt.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zu aktuellen Gasanbieter-Empfehlungen immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

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Um den Finanztip-Gasrechner zu bedienen, geben Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Gasverbrauch ein. Der Rechner liefert Ihnen dann verbraucherfreundliche und günstige Angebote für Ihren Wohnort:

Mehrere Hundert Euro mit neuem Vertrag sparen

Die Gaspreise haben sich seit 2014 mehrheitlich verringert und inzwischen wieder etwa den Stand des Jahres 2008 erreicht. Um rund 7 Prozent haben die Gasversorger zum Jahreswechsel 2017 im Durchschnitt ihre Preise gesenkt.

Hat Ihr Lieferant schon länger keine Anpassung nach unten vorgenommen, kann sich der Wechsel zu einem anderen Anbieter lohnen. Wenn Sie sich in der Grundversorgung befinden, zahlt sich der Abschluss eines neuen Liefervertrags sogar auf jeden Fall aus. Denn die Tarife in der Gasgrundversorgung sind bundesweit die höchsten.

In Berlin zahlt ein Haushalt im Juni 2017 beim Grundversorger Gasag beispielsweise rund 740 Euro im Jahr für 10.000 Kilowattstunden Gas. Mehr als zehn verbraucherfreundliche Angebote veranschlagen dagegen jeweils weniger als 500 Euro. Weitere Angebote mit teureren Tarifen laufen auf Kosten von mehr als 600 Euro hinaus.

Das Beispiel zeigt: Es herrscht ein lebhafter Wettbewerb im Gasmarkt. Mehr als 900 Anbieter in Deutschland buhlen um die Verbraucher – und locken mit günstigen Angeboten. Um sie zu sichten, empfehlen wir eine Abfrage über unseren Finanztip-Gasrechner. Er basiert auf Daten von Verivox und Check24. Diese Vergleichsportale haben in unserem letzten Test am besten abgeschnitten. Dabei hatten wir die Voreinstellungen so gewählt, dass die gezeigten Tarife verbraucherfreundlich waren. Der Finanztip-Gasrechner ist von Haus aus so eingestellt, dass Sie nur Angebote für Gasverträge sehen, die längere Zeit günstig sind und an die Sie zugleich nicht langfristig gebunden sind.

Der Wechsel des Lieferanten dauert nur ein paar Minuten. Es besteht dabei kein Risiko, dass der Gashahn zugedreht wird – auch dann nicht, wenn beim Anbieterwechsel etwas schiefgehen sollte. Allerdings gibt es ein paar Punkte, die Sie beim Vergleichen und beim Wechseln beachten sollten.

Tipp

Kein eigener Gaszähler?

Wenn Ihre Heizkosten in den Nebenkosten der Wohnung enthalten sind, können Sie den Gasanbieter nicht selbst bestimmen. Dafür ist dann der Vermieter verantwortlich. Dieser darf aber keinen Gasanbieter mit überhöhten Preisen auswählen. Das verlangt das Gebot der Wirtschaftlichkeit (§ 556 Abs. 3 BGB). Zudem ist der Vermieter verpflichtet, den Verbrauch der einzelnen Mieter zu erfassen und nur die daraus resultierenden Kosten abzurechnen (§ 4 und § 6 Heizkostenverordnung).

Zwei Zahlen eingeben und viele günstige Angebote erhalten

Wer bereits einmal seinen Stromtarif gewechselt hat, für den ist der Gasanbieterwechsel ein Leichtes. Aber auch wenn Sie noch keine Erfahrung haben, geht der Wechsel einfach.

Berechnen Sie Ihren Durchschnittsverbrauch
Nehmen Sie zunächst die Rechnungen der vergangenen drei Jahre zur Hand und berechnen Sie daraus den Durchschnittsverbrauch. So begrenzen Sie Ausreißer nach oben und unten, wie einen besonders harten oder milden Winter. Alternativ können Sie in Vergleichsportalen Ihre Wohnungsgröße angeben. Die Portale schätzen dann Ihren Verbrauch.

Auch der Finanztip-Gasrechner bietet das. Klicken Sie dazu auf das Haussymbol, das Ihrer Wohnungs- oder Hausgröße nahekommt. Berücksichtigen Sie dabei nur die Fläche, die Sie auch beheizen. Basis der Schätzung sind die in deutschen Haushalten benötigten Heizenergiemengen. Sie pendelten 2011bis 2015 im Schnitt zwischen 129 und 139 Kilowattstunden pro Quadratmeter. In kalten Wintern waren es mehr, in wärmeren Wintern weniger. Entscheidenden Einfluss auf Ihren Gasverbrauch hat zudem, wie gut Ihr Wohnhaus gedämmt ist.

Notwendig in jedem Vergleichsportal ist noch die Angabe Ihrer Postleitzahl. Denn die Kosten für den Transport des Erdgases über das öffentliche Netz bestimmt nicht der Versorger, sondern der Netzbetreiber in einer Region.

Mit einem Klick lösen Sie dann die Abfrage aus. Beim Finanztip-Gasrechner öffnet sich daraufhin eine neue Seite mit einer Liste von Tarifen. Diese sind nach ihrer Höhe sortiert – die günstigsten stehen ganz oben.

Verbraucherfreundliche Einstellungen im Finanztip-Gasrechner

Der Finanztip-Gasrechner nutzt die Datenbanken von Check24 und Verivox für einen Tarifvergleich. Sie bekommen damit sowohl Tarife angezeigt, die nur Verivox führt, als auch solche, die nur Check24 führt. Da manchmal aber auch dieselben Tarife auf beiden Portalen vertreten sind, können Sie mit unserem Rechner auch die Angebote beider Portalen miteinander vergleichen. Darüber hinaus zeigt der Finanztip-Gasrechner Tarife, die weder über Verivox noch Check24 abzuschließen sind und von beiden Vergleichsportalen mit deren Standardeinstellungen üblicherweise nicht angezeigt werden.

Praktisch sieht eine Abfrage so aus: Ihre eingegebenen Daten schickt der Finanztip-Rechner an beide Portale. Zurück kommen die jeweils 50 günstigsten Tarife, die es an Ihrem Wohnort gibt. Aus dieser Liste entfernt der Finanztip-Rechner zunächst Tarife von Firmen, deren Geschäftsgebaren wir nicht unterstützen möchten. Es handelt sich dabei um Unternehmen, gegen die eine Verbraucherzentrale Klage eingereicht hat, gegen die ein Aufsichtsverfahren der Bundesnetzagentur läuft oder die gegen das Energierecht verstoßen. So lange die Missstände nicht behoben sind, so lange tauchen die Tarife und Marken entsprechender Firmen in keiner Ergebnisliste des Finanztip-Rechners auf.

Darüber hinaus entfernt der Rechner Tarife von Gasversorgern, die Insolvenz angemeldet haben. Gilt die Zukunft des Versorgers als gesichert, erscheinen die Tarife wieder im Rechner. Schließlich sortiert der Rechner noch alle Tarife mit Vorkasse oder Kaution und Pakettarife aus – diese entsprechen nicht unseren Kriterien für verbraucherfreundliche Tarife.

Die verbliebenen Angebote filtert der Rechner nochmals. In der Empfehlungsliste, die nach einer Anfrage zuerst erscheint, stehen nur Verträge mit einer Mindestlaufzeit von maximal zwölf Monaten, einer Preisgarantie über denselben Zeitraum und einer Verlängerung des Vertrags nach Ende der Mindestlaufzeit um maximal einen Monat. Der günstigste Tarif findet sich ganz oben.

Nur Wechselfreudige wählen einen Bonus

Standardmäßig berücksichtigt der Finanztip-Gasrechner keine Bonuszahlungen. Wir empfehlen Tarife mit Bonus nur, wenn Sie bereit sind, jedes Jahr einen neuen Liefervertrag zu schließen. Mit einem Bonus können Sie zwar je nach Anbieter bis zu dreistellige Beträge einstreichen. Doch Vorsicht: Dahinter stehen oft Tarife, die wegen der Auszahlung an Neukunden nur im ersten Jahr günstig sind.

Wollen Sie auch Tarife mit Bonus sehen, müssen Sie eine Einstellung in unserem Rechner ändern: Wählen Sie bei der Frage „Wie oft wollen Sie den Tarif wechseln?“ statt „einmalig“ die Antwort „jedes Jahr“. Dann zeigt der Rechner auch Angebote mit Boni.

Die Versorger operieren mit zwei Arten von Boni: dem Sofortbonus und dem Neukundenbonus. Wie der Name schon nahelegt, soll der Sofortbonus relativ schnell nach einem Vertragsschluss gezahlt werden. Die Zahlung des Neukundenbonus' können die Anbieter dagegen bis zum Ende der Laufzeit aufschieben. Verivox* und Check24* zeigen nur Tarife mit Neukundenboni von bis zu 15 Prozent der Rechnungssumme. Grund: In der Vergangenheit haben Anbieter höhere Boni versprochen, sich jedoch manchmal geweigert, das Geld auszuzahlen. Sofortboni berücksichtigen die Portale dagegen in unbegrenzter Höhe. Als Nutzer eines Portals haben Sie die Wahl, ob Sie sich Tarife mit Sofortbonus, mit Neukundenbonus, mit allen Boni oder gar keinem Bonus anzeigen lassen wollen.

Tarif mit Neukundenbonus kündigen
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie in einem Tarif mit hohem Neukundenbonus ab dem zweiten Jahr draufzahlen würden. Denken Sie daher daran, ihn rechtzeitig zu kündigen. Versenden Sie die Kündigung spätestens drei Monate vor Vertragsende, am besten per Einschreiben oder über Kündigungsdienste. Kündigen Sie „zum Ablauf des ersten Belieferungsjahres“, nicht zum frühestmöglichen Zeitpunkt. Bitten Sie um eine Kündigungsbestätigung.

Langfristig günstig sind Tarife ohne Bonus
Wollen Sie hingegen länger bei einem Anbieter bleiben und einen dauerhaft günstigen Tarif erhalten, so entfernen Sie alle Häkchen für das Anzeigen von Boni.

Biogas und Klimagas für Umweltfreunde

Es gibt bei der Wahl von Gastarifen zwei Möglichkeiten, etwas für die Umwelt zu tun. Biogas-Tarife sichern dem Kunden zu, dass ein Teil oder auch 100 Prozent des für ihn bezogenen Gases aus Erneuerbaren-Energien-Anlagen stammt, beispielsweise aus Biogasanlagen. In das deutsche Gasverteilnetz wurden 2015 rund 8,4 Terawattstunden Biogas eingespeist. Seit 2011 hat sich die Menge verdreifacht. Dennoch macht Biogas bislang nur 1 Prozent am gesamten Gasverbrauch aus. Eine höhere Nachfrage kann eine höhere Produktion auslösen und dazu beitragen, dass mehr Biogas ins Verteilnetz fließt.

Darüber hinaus gibt es sogenannte Klimatarife. Deren Anbieter versprechen, die durch die Gasproduktion verursachte Menge CO₂ durch Klimaschutzprojekte auszugleichen, indem sie beispielsweise Wälder aufforsten lassen. In manchen Regionen ist ein Biogas- oder Klimatarif sogar am günstigsten, wie sich in unserem Vergleichstest 2017 gezeigt hat. 

Der Finanztip-Gasrechner zeigt an, ob es sich bei einem Angebot um einen Öko-Tarif handelt. Der günstigste steht in der Ergebnisliste an zweiter Stelle oder auch ganz oben, wenn es sich zugleich um den Tarif mit den niedrigsten Kosten für den Verbraucher handelt.

Mit Energieverbraucherportal zum engagierten Versorger

Falls Sie nicht unbedingt den günstigsten Anbieter suchen, sondern Ihnen Aspekte wie Ökologie und Service wichtiger sind, lohnt sich ein Blick auf die Seite energieverbraucherportal.de. Der Vergleichsrechner will besonders nachhaltige Versorger heraussuchen. Dafür stellt der Betreiber entsprechende Einstellmöglichkeiten zur Verfügung, die es auf anderen Preisrechnern nicht gibt, zum Beispiel regionales Engagement und Umweltschutz.

Die Voreinstellungen sollten Sie jedoch auch auf dem Energieverbraucherportal anpassen. So steht die Erstvertragslaufzeit standardmäßig auf 24 Monaten – das ist zu lang. Ändern Sie die Einstellung auf zwölf Monate. Außerdem sollten Sie die Preisgarantie anklicken.

Gastarife im Paket nur für Zocker

Pakettarife zeigt der Finanztip-Gasrechner nicht an. Auch Verivox und Check24 sind so voreingestellt, dass entsprechende Tarife unberücksichtigt bleiben. Ein Pakettarif enthält eine feste Anzahl an Kilowattstunden. Verbrauchen Sie weniger, als im Paket enthalten ist, gibt es keine Erstattung. Verbrauchen Sie mehr, zahlen Sie für die größere Menge einen relativ hohen Preis nach.

Hinzu kommt: In den meisten Städten sind Pakettarife gar nicht mehr günstiger als die besten verbrauchsabhängigen Tarife für dieselbe Menge Gas.

Und selbst wenn der Pakettarif einmal billiger erscheinen sollte – überlegen Sie gründlich: Denn im Gegensatz zum Stromverbrauch, der sich über die Jahre bei einem bestimmten Wert einpendeln kann, schwankt der Gasverbrauch immer wieder stark. Der Grund ist, dass der Winter mal streng und mal weniger streng ausfällt. Pakettarife beim Gas sind eine Wette auf Petrus’ Pläne. Das kann gutgehen oder schieflaufen. Unsere Empfehlung: Lassen Sie lieber die Finger davon.

Lange Preisgarantie von Vorteil

Um sich vor Preiserhöhungen in den ersten Monaten zu schützen, sollten Sie auf eine Preisgarantie achten, die mindestens die Erstvertragslaufzeit abdeckt. Der Finanztip-Gasrechner hat zwölf Monate als Maximum definiert.

Beachten Sie jedoch, dass die Preisgarantie oft nur einen Teil der Kosten umfasst. Steigen beispielsweise die Steuern, darf der Versorger diese Kostenerhöhung trotz Preisgarantie meist an die Kunden weitergeben. Sie haben dann allerdings ein Sonderkündigungsrecht und können sich einen neuen Anbieter suchen.

Mehr Tarife anzeigen lassen

Der Finanztip-Gasrechner zeigt in der Empfehlungsliste die Tarife, die wir als verbraucherfreundlich einstufen. Wollen Sie auch Angebote sehen, die wir nicht empfehlen, klicken Sie auf die zweite Ergebnisliste mit „allen Stromtarifen“. Dann sehen Sie beispielsweise Tarife mit langer Vertragslaufzeit, kurzer Preisbindung oder langer Kündigungsfrist.

Sowohl in der Empfehlungsliste als auch in der Liste mit allen Tarifen finden sich zum einen Angebote für Lieferverträge, die sich über Verivox und Check24 abschließen lassen. Klicken Sie auf das Feld „weiter“. Der Link führt zu Verivox oder Check24. Beide Portale vermitteln Gaslieferverträge und leiten auf Wunsch einen Vertragswechsel ein. Zum anderen zeigt der Finanztip-Gasrechner auch Tarife, die nicht über Verivox und Check24 abzuschließen sind. Suchen Sie in diesen Fällen die Internetseite des Versorgers auf und kontaktieren Sie ihn direkt.

Der neue Versorger kündigt für Sie

Sagt Ihnen ein Angebot zu, schließen Sie den neuen Tarif ab. Die Kündigung Ihres alten Vertrags übernimmt der neue Anbieter für Sie. Kündigen Sie nicht selbst. Wie beim Stromanbieterwechsel gibt es für diese Grundregel jedoch Ausnahmen:

  • Wenn die Kündigungsfrist Ihres bisherigen Gaslieferanten bald abläuft, kündigen Sie rasch selbst. Es kann sein, dass Ihr neuer Anbieter das nicht rechtzeitig schafft. Dann würden Sie je nach Vertrag beispielsweise noch ein weiteres Jahr im alten Vertrag feststecken.
  • Kündigen Sie ebenfalls selbst, wenn Ihr Gaslieferant eine Preiserhöhung schickt. Es steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu, das Sie schnell wahrnehmen müssen.

Abgeschlossen haben Sie einen neuen Liefervertrag, wenn Ihnen der Gasversorger den Vertragswechsel bestätigt. Das entsprechende Schreiben muss genaue Angaben zur Vertragsdauer, Kündigungsfristen, Lieferumfang und zum Lieferantenwechsel enthalten. Außerdem muss Sie der neue Versorger auf Ihr Widerrufsrecht hinweisen – bis zu 14 Tage nach Vertragsschluss können Sie ihn wieder annullieren. Formulare stellen Verivox und Check24 im Rahmen des Wechselprozesses bereit. Alternativ können Sie über Kündigungsdienste wie Aboalarm ein Widerrufsschreiben erstellen.

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Kein Risiko beim Wechsel

Selbst wenn etwas beim Vertragswechsel schief läuft - Sie werden immer durchgehend mit Gas versorgt. Der Grundversorger springt ein, wenn kein anderes Unternehmen Gas liefert. Ersatzversorgung heißt das in der Energiebranche, und sie hat einen recht hohen Preis (§ 38 EnWG).

Sobald aber Ihr gewählter Versorger die Belieferung beginnen kann, endet die Ersatzversorgung. Sind Sie dagegen in den Notfalltarif gefallen, weil Sie nicht rechtzeitig einen Liefervertrag geschlossen haben, suchen Sie sich schnellstens einen günstigen Anbieter. Sobald er beginnt, Sie zu beliefern, endet die Ersatzversorgung ebenfalls. Lassen Sie mindestens drei Monate ohne Liefervertrag einfach verstreichen, rutschen Sie in die Grundversorgung. Die Kündigungsfrist beträgt dann zwei Wochen.

Ein Vertragswechsel dauert meist drei bis acht Wochen. Berücksichtigen Sie dies, wenn Sie einen Vertrag kündigen oder einen neuen Versorger beauftragen wollen.

Der Wechsel dauert insgesamt meist drei bis acht Wochen. Die Belieferung durch den neuen Gasanbieter beginnt an einem Monatsersten. Es wird technisch keine Umstellung vorgenommen. Sie erhalten das gleiche Gas, lediglich Briefkopf und Betrag Ihrer Gasrechnung ändern sich.

Was Sie bei einem Umzug beachten müssen

Achtung

Notieren Sie sich den Zählerstand beim Auszug und kontrollieren Sie die Schlussrechnung Ihres alten Anbieters.

Wenn Sie bereits bei einem alternativen Anbieter sind: Die meisten Gasversorger räumen ihren Kunden ein Sonderkündigungsrecht ein, wenn sie umziehen. Suchen Sie eine entsprechende Klausel in Ihrem Vertrag oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters. Kündigen Sie in dem Fall selbst.

Falls Sie keine Ausstiegsklausel finden, müssen Sie den Vertrag „mitnehmen“ – natürlich nur dann, wenn Ihr neuer Wohnort zum Liefergebiet des Versorgers zählt. Sofern Sie noch in der Grundversorgung sind, können Sie grundsätzlich mit einer Frist von zwei Wochen aus dem Vertrag aussteigen.

Übrigens: Mit ein paar einfachen Tricks können Sie Ihre Heizkostenabrechnung noch weiter senken.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Daniel Pöhler

Finanztip-Experte für Mobilität & Digitales

Daniel Pöhler ist bei Finanztip für Mobilität und digitale Themen verantwortlich. Wie die Telekommunikations-Branche tickt, hat er durch seine Arbeit bei der Fachzeitung Telecom Handel gelernt. Davor sammelte er Erfahrungen bei der Software-Schmiede SAP und beim TV-Hersteller Loewe. Daniel Pöhler hat ein Diplom in Betriebswirtschaft von der Universität Bayreuth.

Ines Rutschmann

Finanztip-Expertin für Energie

Als Expertin für Energie widmet sich Ines Rutschmann allen Fragen, die sich Verbrauchern rund um Strom und Heizen stellen. Über den Strommarkt berichtete sie erstmals 2005 für die Leipziger Volkszeitung, wo sie auch ihre journalistische Grundausbildung absolvierte. Danach war sie unter anderem für den Deutschlandfunk und das Solarstrom-Magazin Photon tätig. Ines Rutschmann ist Diplom-Ingenieurin (FH) und hat einen Abschluss als Master of Science in Energiemanagement.