Versicherungssumme in der Hausratversicherung

Wie Sie eine Unterversicherung vermeiden

Das Wichtigste in Kürze

  • Ist die Versicherungssumme zu niedrig gewählt, ersetzt die Hausratversicherung Schäden nur anteilig.
  • Bei einem Unterversicherungsverzicht ersetzt die Versicherung Schäden voll.
  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert Ihres Hausrats entspricht.
  • Mit unserer Wertermittlungstabelle (Excel-Dokument) gelingt die Schätzung am besten.
  • Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

    Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

    Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

    Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

    Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
    Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Die Versicherungssumme einer Hausratversicherung sollte dem Wert des Besitzes entsprechen. Ist sie zu niedrig gewählt, etwa weil der Versicherte Beiträge sparen will, bekommt er den Schaden möglicherweise nicht voll ersetzt.

Mehr dazu im Ratgeber Hausratversicherung

Annika Krempel
von Finanztip,
Expertin für Versicherungen

Schützen Sie Ihr Hab und Gut

  • Nutzen Sie Vergleichsportale im Internet.
  • Die Versicherung deckt Schäden u.a. durch Feuer, Leitungswasser oder Einbruch ab.
  • Versichern Sie sich auch gegen grobe Fahrlässigkeit und Rauch- und Rußschäden.

» Zum Ratgeber

Von uns empfohlene Portale:

Versicherung ersetzt anteilig

Eine Unterversicherung besteht, wenn der Wert (meist der Neuwert) der versicherten Haushaltsgegenstände höher ist als die Versicherungssumme. Die Versicherung muss den Schaden dann nur anteilig erstatten. Die Berechnung erfolgt nach dem Verhältnis der Versicherungssumme zum tatsächlichen Wert des Hausrats. Ein Beispiel: Im Vertrag ist eine Versicherungssumme von 50.000 Euro vereinbart. Tatsächlich ist der Hausrat aber rund 100.000 Euro wert. Nun läuft die Waschmaschine aus, überschwemmt Teile der Wohnung, und es entsteht ein Schaden in Höhe von 20.000 Euro. Weil die Versicherungssumme nur die Hälfte des wahren Wertes beträgt, wird der Schaden auch nur zur Hälfte ersetzt. Obwohl der Schaden kleiner war als die Versicherungssumme, erhält der Versicherte nur 10.000 Euro, weil er unterversichert war.

Das lässt sich vermeiden, wenn Sie die Versicherungssumme für Ihren Hausrat hoch genug ansetzen. Mit unserer Wertermittlungstabelle (Excel-Dokument) für Hausrat gelingt die Schätzung am besten. Außerdem sollten Sie bei großen Veränderungen die Versicherungssumme prüfen – besonders bei Umzügen oder Erbschaften. So lässt sich nicht nur eine zu niedrige, sondern auch eine zu hohe Versicherungssumme ausschließen, denn von der haben Sie im Zweifel auch nichts.  

Unterversicherungsverzicht bei pauschaler Berechnung

Einfacher als den Wert des Hausrates zu prüfen, ist es, eine Versicherung mit einer pauschalen Absicherung abzuschließen. Beim gängigen Quadratmeter-Modell wird jeder Quadratmeter der Wohnung pauschal meist mit 650 Euro versichert. Eine Wohnung mit 80 Quadratmetern kommt somit auf die Versicherungssumme von 52.000 Euro. Die Regel passt auf die meisten durchschnittlichen Haushalte. Auch die Versicherer bevorzugen diese Pauschale, weil sie den Verwaltungsaufwand deutlich reduziert.

Das Quadratmetermodell hat den Vorteil, dass Versicherungen in der Regel eine Unterversicherung im Vertrag ausschließen. Das bedeutet: Ist der Hausrat mehr wert als mit der Pauschale berechnet, ersetzen sie trotzdem den vollen Schaden, statt ihn anteilig zu berechnen. In den Versicherungsbedingungen heißt diese Klausel „Unterversicherungsverzicht“.

Haben Versicherungen diese Klausel in der Police, ersetzen sie den Schaden in voller Höhe, sofern folgende drei Bedingungen erfüllt sind:

  • Bei Eintritt des Versicherungsfalles entspricht die tatsächliche Wohnfläche dem in der Police eingetragenen Wert.
  • Die vereinbarte Versicherungssumme ist höher als oder gleich der pauschalen Versicherungssumme.
  • Es gibt keine weitere Hausratpolice für denselben Versicherungsort ohne Unterversicherungsverzicht (zum Beispiel bei Paaren, die zusammengezogen sind).

Menschen, die einen deutlich höherwertigen Haushalt besitzen, sollten die Versicherungssumme trotz Unterversicherungsverzicht entsprechend erhöhen. Denn bei einem Totalschaden ersetzt die Hausratversicherung höchstens die maximale Versicherungssumme.

Unser Tipp: Bleiben Sie zum Thema Hausratversicherung immer auf dem Laufenden - mit unserem kostenlosen Newsletter!

Bitte bestätigen Sie jetzt Ihre Anmeldung!

Wir haben Ihnen eine E-Mail an Ihre Adresse gesendet.

Schauen Sie gleich in Ihr E-Mail-Programm.

Sie haben keine E-Mail erhalten? Kann es sein, dass die Nachricht im SPAM-Ordner Ihres E-Mail-Anbieters gelandet ist?
Bitte schauen Sie auch dort einmal nach und fügen die Mail-Adresse von Finanztip.de Ihrem Adressbuch hinzu.

Community
Die letzten Beiträge zu dieser Diskussion:
Gesamte Diskussion anzeigen - Anmelden oder registrieren, um an der Diskussion teilzunehmen.

Sollen wir Sie
zum Thema Hausratversicherung
sowie zu weiteren Themen auf dem Laufenden halten?

Einmal pro Woche die wichtigsten Verbraucher-Tipps - kostenlos und werbefrei direkt in Ihr Postfach.

  • Wertvolle Spartipps für Ihr Geld
  • Urteile, die Sie kennen sollten
  • Updates zu unseren beliebten Rechnern und Musterschreiben
  • Unverbindlich und jederzeit kündbar


Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

Vielen Dank für Ihre Anmeldung

Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse

  1. Schauen Sie gleich in Ihrem Postfach nach.
  2. Öffnen Sie die Mail von Finanztip Newsletter.
  3. Klicken Sie auf den Bestätigungslink.

Schauen Sie bitte auch im Spam-Ordner nach.

Finanztip Newsletter

  • Jede Woche die besten Tipps
  • Absolut kostenlos
  • 100% werbefrei

Artikel verfasst von

Annika Krempel

Finanztip-Expertin für Versicherungen

Annika Krempel ist Redakteurin im Team Versicherung und Vorsorge. Nach ihrem Diplom in Politikwissenschaften absolvierte sie ein Volontariat für Wirtschafts- und Verbraucherjournalisten. Sie sammelte unter anderem Erfahrungen in den Redaktionen von ZDF WISO, RBB Inforadio sowie der Stiftung Warentest. Die verbraucherpolitische Arbeit lernte sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband kennen.