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Finanzderivate: Zertifikate / Optionsscheine / Kurskontrakte / Futures     bei Finanztip.de

Volatilität V

Vor einem Optionsscheininvestment ist der Vergleich der für das Investment in Frage kommenden Optionsscheine hinsichtlich der impliziten Volatilität ratsam. Auf diese Art und Weise erlangt der Anleger nach kurzer Zeit auch schon ein gewisses Gefühl, ob die aktuellen Volas derzeit hoch oder tief sind.

In Crashszenarien sollte ein Optionsscheininvestment auf jeden Fall sehr gut überlegt werden, da die impliziten Volatilitäten in solchen Situationen immer enorm hoch sind und die Optionsscheine dementsprechend teuer bewertet werden.

Tief im Geld
Wie kann sich der Anleger vor einem Rückgang der impliziten Volatilitäten schützen? Zur Vermeidung unliebsamer Überraschungen wegen fallender Volatilitäten eignen sich meistens genau jene Optionsscheine, die auch den besten Schutz gegen den Zeitwertverlust bieten. Optionsscheine mit kurzer Laufzeit, die sich tief im Geld befinden, reagieren auf Volatilitätsänderungen in absoluten Zahlen gesehen, nur geringfügig, da ja nur der Zeitwert von der Änderung der Volatilität beeinflusst wird.
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Optionsscheine tief im Geld sind also das beste Instrument, um sich vor einem kurzfristig erwarteten Rückgang der Volatilität zu schützen. Die Begründung dafür liegt darin, dass der Zeitwert bei diesen Optionsscheinen im Verhältnis zum inneren Wert sehr gering ist. Da sich Volatilitätsänderungen selbstverständlich nur auf den Zeitwert auswirken können, ist die Auswirkung der Volatilität auf den gesamten Wert des Optionsscheine insofern vernachlässigbar, weil ja der Löwenanteil am Wert dieses Optionsscheines der innere Wert ist, und dieser hängt ausschliesslich vom Kurs des Basiswertes ab. Umgekehrt dazu reagieren insbesondere aus dem Geld befindliche Scheine prozentual auf Volatilitätsänderungen ungleich heftiger, da deren Wert ja nur aus Zeitwert besteht.

Hoffen auf die Korrektur
Oftmals versuchen Anleger nach einem raschen und heftigen Kursverlust eines Basiswertes durch den Kauf von Call Optionsscheinen von einer technischen Gegenreaktion des Basiswertes zu profitieren. Die Tatsache, dass sich die implizite Volatilität bei starken, raschen Kursverlusten des Basiswertes massiv erhöht, um dann bei einer langsamen Erholung des Basiswertes wieder abzunehmen, durchkreuzt meistens diesen durchaus logischen Investmentansatz.

Leider passiert es relativ häufig, dass Anleger zwar den richtigen Zeitpunkt zum Einstieg in Calls erwischen, die implizite Volatilität zu diesem Zeitpunkt jedoch sehr hoch ist. Setzt die erwartete Gegenreaktion dann ein, wird der erwartete Kursgewinn des Optionsscheines oftmals vom Abbau der impliziten Volatilität überkompensiert und das Investment kann – trotz einer richtigen Markteinschätzung – mit einem Verlust enden. Um sich vor Volarückgängen in Zeiten hoher Volatilitäten zu schützen, sollten auch in diesem Fall vorzugsweise Optionsscheine, die sich im Geld befinden für ein Investment ins Auge gefasst werden.

Verwandt: Einführung in die Welt der Optionsscheine

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