Stromanbieter Greenpeace Energy

Der Energiewende-Pionier ist engagiert, aber nicht günstig

Das Wichtigste in Kürze

  • Greenpeace Energy ist Anbieter von echtem Ökostrom
  • Das Unternehmen ist genossenschaftlich organisiert. Mitglieder können die Strategie mitbestimmen.
  • Die Tochterfirma Planet Energy plant, baut und betreibt eigene Erneuerbare-Energien-Kraftwerke und treibt somit die Energiewende voran.
  • Die Tarife von Greenpeace Energy sind im Vergleich zu anderen Ökostromanbietern teuer.
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Greenpeace Energy ist einer der Vorreiter im Bereich Ökostrom. Als 1998 die Strommärkte liberalisiert wurden, sah die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Zeit gekommen, den Strommonopolen der vier Großen eine grüne Alternative entgegenzusetzen. Weil es bis dato jedoch keinen Anbieter gab, der den Kriterien der Organisation genügte, gründete sie im Herbst 1999 kurzerhand selbst einen Ökostrom-Anbieter mit Namen Greenpeace Energy als eingetragene Genossenschaft (e.G.).

Greenpeace Energy erzeugt grünen Strom und Gas

Erklärtes Ziel von Greenpeace Energy ist es, echten Ökostrom aus erneuerbaren Energien anzubieten, um fossilen und atomaren Strom aus dem Stromnetz zu verdrängen. 2001 gründete das Unternehmen deswegen die Tochterfirma Planet Energy GmbH, die Erneuerbare-Energien-Kraftwerke plant und betreibt. Langfristig will das Unternehmen seine Kunden ausschließlich aus eigenen Kraftwerken versorgen. Heute stammt der Strom, den Greenpeace Energy verkauft, zu etwa 90 Prozent aus Wasserkraftwerken und zu 10 Prozent aus Windenergieanlagen in Deutschland und Österreich.

Mit Ökogas zur Energiewende beitragen

Seit 2011 hat das Unternehmen auch Ökogas, sogenanntes Windgas, im Portfolio. Windgas ist aus überschüssigem Windstrom per Elektrolyse erzeugter Wasserstoff, der in einem weiteren Schritt zu Methan umgewandelt werden kann. Viele Experten erhoffen sich durch dieses Verfahren eine wirtschaftliche Lösung, um Strom aus erneuerbaren Energien zu speichern. Greenpeace Energy sieht in seinem Angebot nicht nur den Schritt hin zum kompletten Energieversorger, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.

Teuer, auch im Vergleich zu anderen Ökostromanbietern

Das Energiewende-Engagement muss sich der Verbraucher einiges kosten lassen. Preislich liegt Greenpeace Energy deutlich in der gehobenen Klasse – auch im Vergleich mit anderen Ökostrom-Anbietern: Der Grundpreis lag zum Stichtag im August 2016 bei 8,90 Euro pro Monat, der Arbeitspreis bei 26,65 Cent je Kilowattstunde (kWh). Positiv: Eine Mindestvertragslaufzeit gibt es bei Greenpeace Energy nicht, man kann jederzeit mit einer Frist von vier Wochen zum Monatsende kündigen. Wer möchte, kann also ganz schnell zu einem günstigeren Anbieter wechseln.

Mehr dazu im Ratgeber Stromanbieterwechsel

Finanztip-Redaktion

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Unsere Empfehlung:

Auf den Vergleichsportalen Verivox und Check24 zeigen sich Kunden in ihren Rezensionen vom Unternehmen durchweg zufrieden. Die Zeitschrift „Öko-Test“ bewertete im Herbst 2015 Ökostromtarife für Privatkunden und gab Greenpeace Energy die Bestnote „sehr gut“.

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In Übersichten zu Alternativstrom-Angeboten taucht Greenpeace Energy manchmal nicht auf. Der Grund: Greenpeace Energy ist nicht von Ökostromlabeln wie „Ok-power“ oder „Grüner-Strom-Label Gold“ zertifiziert, weil das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht mit kommerziellen Anbietern von Gütesiegeln zusammenarbeitet, sondern sich ausschließlich nach den Kriterien für sauberen Strom der Umweltschutzorganisation Greenpeace richtet.

100 Prozent erneuerbare Energien, transparente Unternehmenspolitik und externe Überprüfung

Greenpeace Energy richtet sich beim Strommix nach folgenden Kriterien:

  • Kein Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken,
  • zweistelliger Mindestanteil von Wind- beziehungsweise Sonnenstrom,
  • dieser Mindestanteil wird über die Jahre kontinuierlich gesteigert,
  • Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) auf Gas-Basis ist erlaubt; kommt KWK zum Einsatz, darf KWK-Strom den Anteil an Wind- beziehungsweise Sonnenstrom nicht überschreiten,
  • Ökostrom wird zeitgleich eingespeist. Damit wird – im Gegensatz zu der sogenannten mengengleichen Einspeisung – garantiert, dass die Verbraucher genau die Art der Stromerzeugung unterstützen, die im Strommix des Anbieters angegeben ist und ihr Geld nicht letztlich doch bei Atom- und Kohlekraftwerken landet.

Die Einhaltung der Kriterien wird regelmäßig von unabhängigen, externen Gutachtern überprüft.

Greenpeace Energy verfolgt eine transparente Unternehmenspolitik. Die exakte Zusammensetzung des Strommixes teilte das Unternehmen schon mit, lange bevor dies gesetzlich vorgeschrieben wurde. Auf dem sogenannten „Strombarometer“ auf der Website kann man sich im genauen monatlichen Rückblick die Zusammensetzung des Ökostrommixes von Greenpeace Energy ansehen. Darüber hinaus nennt das Unternehmen auf seiner Webseite alle Kraftwerke, von denen es Strom bezieht – eine in der Strombranche ungewöhnliche Transparenz.

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Genossenschaftsmodell ermöglicht Mitbestimmung

Eine weitere Besonderheit: Greenpeace Energy ist eine unabhängige Genossenschaft, die ausschließlich ihren Kunden beziehungsweise Mitgliedern gehört. Durch dieses Modell kann jeder zum Miteigentümer werden, und zwar unabhängig davon, ob er auch Energie bezieht. Eine Mitgliedschaft ist ab einem einmaligen Anteil von 55 Euro möglich. Pro Mitglied können maximal 100 Anteile gezeichnet werden. 50 Vertreter repräsentieren die Interessen der Genossenschaftsmitglieder, die auf diese Weise die Unternehmensstrategie mitbestimmen. Einmal im Jahr versammeln sie sich zur Vertreterversammlung, diskutieren die Ausrichtung der Genossenschaft, beschließen Satzungsänderungen und wählen den Aufsichtsrat.

Heute hat das bundesweit agierende Unternehmen nach eigenen Angaben rund 23.000 Mitglieder und über 111.000 Kunden. Trotz des Namens ist Greenpeace Energy rechtlich und finanziell unabhängig von der Umweltschutzorganisation, jedoch hält Greenpeace fünf Anteile an Greenpeace Energy e.G.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Finanztip-Redaktion

Die Experten für Verbraucherfinanzen

Die Finanztip-Redaktion besteht aus einem Team von Experten, die völlig unabhängig für Sie recherchieren, damit Sie die beste Entscheidung treffen können. Die Experten arbeiten in den Teams Bank & Geldanlage, Versicherung & Vorsorge, Recht & Steuern sowie Energie/Reise/ Mobilität & Medien. Bei der Wahl der Zeitschrift „Wirtschaftsjournalist“ zur Wirtschaftsredaktion des Jahres belegte die Redaktion 2015 den zweiten Platz.