Zahnzusatzversicherung

Gegen teuren Zahnersatz versichern

Das Wichtigste in Kürze

  • Die gesetzliche Krankenkasse zahlt bei Zahnersatz nur einen Bruchteil, sodass schnell tausende Euro an Ihnen hängenbleiben können.
  • Eine Zahnzusatzversicherung ist sinnvoll, da sie diese hohen Kosten auffängt.
  • Sie sollte nicht zu früh, aber auch nicht zu spät abgeschlossen werden. Als Faustregel gilt: vor dem 40. Lebensjahr.
  • Bei der Auswahl des Tarifs kommt es vor allem auf gute Leistungen beim Zahnersatz an. Außerdem unterscheidet sich die Höhe der Leistungen in den ersten Jahren deutlich.

So gehen Sie vor

  • Wenn Sie glauben, dass in den nächsten Jahren große Zahnbehandlungen anstehen, schließen Sie eine Zahnzusatzversicherung ab. Ansonsten warten Sie noch und sparen die Beiträge.
  • Gehen Sie auf das Portal waizmanntabelle.de und suchen Sie mithilfe unserer Tipps einen Tarif mit dem passenden Preis-Leistungs-Verhältnis aus.
  • Wenn Sie bereits eine Zahnzusatzversicherung haben, vergleichen Sie auf der Vergleichsseite die Leistungen Ihrer Versicherung mit besseren Tarifen und wechseln Sie gegebenenfalls.
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Bei den meisten Menschen ist es unvermeidlich, dass irgendwann der eine oder andere Zahn kaputt geht. Auf gesetzlich Versicherte kommen dabei erhebliche Kosten zu: Schon ein einzelner Zahn, der hochwertig durch ein Implantat ersetzt wird, kann Sie mehr als 2000 Euro kosten. Denn die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt gerade bei den großen Behandlungen nur noch einen Bruchteil der Kosten. Eine Zahnzusatzversicherung kann Abhilfe schaffen.

Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Grundsätzlich ist eine Zusatzversicherung kein Muss, aber sie gehört sehr wohl zu den sinnvollen Investitionen. Die entscheidende Frage, die Sie sich stellen müssen, ist nicht so sehr ob, sondern vielmehr wann Sie eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Zwar sind die Beiträge in jüngeren Jahren günstiger als später, dafür ist es aber auch unwahrscheinlicher, dass Sie Leistungen in großem Umfang in Anspruch nehmen müssen. Schließen Sie daher eine Zahnzusatzversicherung nicht zu früh ab. Warten Sie aber auch nicht zu lange, sodass Sie anschließende Zahnbehandlungen noch bezahlt bekommen. Wie lang Ihre Zähne noch gesund sind, müssen Sie selbst einschätzen. Denn es gelten folgende Spielregeln:

  • Bei Antragstellung müssen Sie angeben, ob Ihr Zahnarzt Ihnen schon zu einer Behandlung geraten hat oder eine solche geplant ist. Für anstehende Therapien wird die Versicherung nicht aufkommen. Das heißt also, dass Sie mit dem Abschluss nicht warten können, bis Ihr Zahnarzt Sie vor einer kommenden Behandlung warnt.
  • Wenn Ihre Zähne in sehr schlechtem Zustand sind oder zahlreiche fehlen, kann es im Extremfall sein, dass Sie überhaupt keine Zusatzversicherung bekommen.
  • In den ersten drei Monaten nach Abschluss können Sie in der Regel gar keine Leistung in Anspruch nehmen. Darüber hinaus bekommen Sie in den ersten acht Monaten meistens keine Leistungen für Zahnersatz.
  • Zudem leisten praktisch alle Tarife in den ersten drei bis fünf Jahren nur begrenzte Summen, sodass Sie am Anfang keine große Gebisssanierung durchführen können. Tarife, bei denen Sie in den ersten Jahren viel abrechnen können, haben dafür meist auch hohe Beiträge.

Als grobe Faustregel kann man sagen, dass eine Zahnzusatzversicherung vor dem 40. Lebensjahr abgeschlossen werden sollte. Dies ist aber stark von der individuellen Gesundheit Ihrer Zähne abhängig. Solange Sie noch keine Zusatzversicherung haben, können Sie die gesparten Beiträge auch verzinst auf die Seite legen, um davon irgendwann eine große Zahnbehandlung zu bezahlen.

Wissenswerte Fachbegriffe

Um zu verstehen, was Krankenkasse oder Zusatzversicherung zahlen und wofür Sie selbst aufkommen müssen, sollten Sie einige zahnärztliche Fachbegriffe kennen. Leider sind diese nicht einheitlich geregelt. Wir erklären Ihnen, wie diese Begriffe meistens verwendet werden.

Zahnprophylaxe - Sie umfasst vor allem die professionelle Zahnreinigung (PZR), die man mindestens einmal im Jahr machen lassen sollte – sowie begleitende Vorsorgemaßnahmen gegen Karies und Parodontose. Viele gute Zusatzversicherungen bezahlen einen Großteil der PZR.

Zahnbehandlung - Unter Zahnbehandlung fallen üblicherweise alle Maßnahmen, die den Zahn in seiner wesentlichen Substanz nicht angreifen. Dazu zählen vor allem Füllungen. Wie bei den meisten Eingriffen am Zahn, hängen die Kosten für Füllungen stark vom verwendeten Material ab. Obwohl Inlays (siehe unten) eigentlich unter Zahnbehandlung fallen, werden sie von Zusatzversicherungen meist wie Zahnersatz bezahlt.

Zahnersatz - Hierunter werden alle größeren Maßnahmen am Zahn gezählt, bei denen Teile des Zahns oder der ganze Zahn ersetzt werden. Kronen, Brücken und Implantate, aber auch herausnehmbare Zahnprothesen gehören zum Zahnersatz und sorgen meist für die großen Rechnungen, für die man eine Zusatzversicherung braucht.

Inlay - Ein Inlay ist eine Art passgenau vorgefertigte Füllung aus Kunststoff, Keramik, Gold oder Titan, die ein größeres Loch flickt. Es kostet deutlich mehr als eine normale Füllung und wird nur zu einem geringen Teil von der Kasse bezahlt.

Krone - Eine künstliche Krone ersetzt den kaputten oberen Teil eines Zahns.

Brücke - Eine Brücke ersetzt einen vollständig fehlenden oder kaputten Zahn. In der Regel dienen die beiden Nachbarzähne als Pfeiler, die dafür beschädigt werden müssen, auch wenn sie noch gesund sind.

Implantat - Ein Implantat ist ein kompletter künstlicher Zahn einschließlich der zugehörigen Zahnwurzel. Es ist die aufwändigste und kostspieligste, oft aber auch sinnvollste Form des Zahnersatzes.

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Was zahlt die Krankenkasse?

Leider ist das Abrechnungssystem zwischen Zahnarzt, Kasse, Zusatzversicherung und Ihnen selbst schwer zu verstehen. Vom Ablauf her macht Ihnen Ihr Zahnarzt bei größeren Maßnahmen einen sogenannten Heil- und Kostenplan. Also einen Voranschlag, was die Behandlung kosten wird. Diesen reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse und in Kopie bei Ihrer Zusatzversicherung ein. Wenn Ihr Zahnarzt guten Service bietet, übernimmt er das für Sie. Nach der Behandlung erhalten Sie vom Zahnarzt eine Rechnung, bei der der Anteil der Krankenkasse schon abgezogen ist. Da die Rechnung normalerweise 30 Tage Zahlungsziel hat, können Sie diese schnell bei Ihrer Zusatzversicherung einreichen. Sie bekommen anschließend, wenn alles glatt läuft, das Geld von der Zusatzversicherung und müssen dann erst Ihren Zahnarzt bezahlen. Rechnen Sie aber damit, dass Sie eventuell das Geld vorstrecken müssen.

Die Kasse bezahlt immer die Hälfte einer sogenannten Regelversorgung, also einer einfachen und zweckmäßigen Behandlung Ihrer Zahnprobleme. Wenn Sie Ihr Bonusheft fünf Jahre geführt haben, bezahlt die Kasse 60 Prozent dazu. Bei zehn Jahren im Bonusheft sind es 65 Prozent. Wenn Sie keine Zusatzversicherung haben, müssen Sie also 35 bis 50 Prozent dieser einfachen Regelversorgung ohnehin schon selbst bezahlen. Wenn Sie sich in Absprache mit Ihrem Zahnarzt für eine bessere Versorgung entscheiden, zum Beispiel für ein Implantat statt einer Brücke, stellt Ihnen der Zahnarzt die höheren Kosten dafür (die sogenannten privatärztlichen Anteile) voll in Rechnung. Die Kasse bezahlt für ein Implantat das Gleiche wie für eine Brücke. Hier kommt die Zusatzversicherung ins Spiel.

Ein Beispiel:

Kosten Zahnersatz einfache Brücke Implantat
Gesamtkosten 800 € 2.500 €
Kasse übernimmt 400 € 400 €
Zahnarzt stellt in Rechnung 400 € 2.100 €
     
Ihr Eigenanteil ohne Zusatzversicherung 400 € 2.100 €
gute Zusatzversicherung übernimmt 400 € 1.850 €
     
Ihr Eigenanteil mit Zusatzversicherung 0 € 250 €

Quelle: beispielhafte Darstellung Finanztip (Stand: 01. Juli 2014)

Oft wird Ihnen Ihr Zahnarzt zurecht zu einer höherwertigen Versorgung raten, weil diese länger hält und Folgeschädigungen vermeidet. Bedenken Sie aber, dass Ihr Zahnarzt daran auch mehr verdient und somit einen Anreiz hat, Ihnen hochwertigere Behandlungen zu empfehlen. Fragen Sie deshalb immer kritisch nach, bevor Sie sich für eine bestimmte Therapie entscheiden.

Zusatzleistungen bestimmter Krankenkassen

Einige Kassen bieten im Zahnbereich über die gesetzlichen Leistungen hinaus freiwillige Zusatzleistungen an.

  • Manche leisten einen Zuschuss zur professionellen Zahnreinigung, die Sie sonst voll selbst bezahlen müssen. Eventuell müssen Sie dafür zu bestimmten Zahnärzten gehen, die einen besonderen Vertrag mit der Kasse haben.
  • Bei anderen Kassen kann Zahnersatz günstiger sein, wenn Sie sich von durch die Kasse ausgesuchten Zahnärzten behandeln lassen.

Wie Sie zu einer Kasse mit guten Zusatzleistungen wechseln, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Worauf müssen Sie bei einer Zahnzusatzversicherung achten?

Eine Zahnzusatzversicherung kann Ihnen hohe Kosten sparen, wenn Sie sie nicht zu früh abschließen – und einen Tarif mit den richtigen Leistungen wählen. Auf folgende Kriterien sollten Sie achten:

Hohe Leistungen bei Zahnersatz

Die größten Kosten fallen bei Zahnersatzmaßnahmen an. Hier sollte der Tarif mindestens 80 Prozent, besser 90 Prozent einschließlich des GKV-Anteils leisten. Das bedeutet, dass Kasse und Zusatzversicherung zusammen so viel übernehmen, dass Ihnen noch ein Eigenanteil von höchstens 20, besser nur 10 Prozent bleibt. Wichtig ist, dass nicht nur die Regelversorgung, sondern auch der privatärztliche Anteil abgedeckt ist. Ein Tarif, der mit „Verdopplung der Kassenleistung“ wirbt, ist eine Mogelpackung. Implantate und alle dazugehörigen Maßnahmen sollten unbedingt in unbegrenzter Anzahl eingeschlossen sein.

Hohe Leistungen in den ersten Jahren

Normalerweise sollten Sie darauf achten, dass der Vertrag bereits in den ersten Jahren hohe Summen leistet. Als Faustregel gilt, dass nicht weniger als 1.000 Euro in jedem der ersten vier Jahre versichert sein sollten. Danach sollten die Leistungen unbegrenzt sein. Nur wenn Sie sicher sind, dass Ihre Zähne noch lange gut sein werden, sind diese Grenzen für Sie unwichtig. Dann aber könnten Sie auch überlegen, mit dem Abschluss insgesamt noch zu warten.

Leistungen bei Kieferorthopädie für Kinder

Korrekturen von Zahnfehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen gehören zwar zu den Kassenleistungen. Aber auch hier sind oft zusätzliche Maßnahmen angeraten, die Sie tausende von Euro kosten können. Als Eltern sollten Sie spezielle Tarife hierfür aussuchen, denn nur manche leisten in diesen Fällen. Ein Abschluss sollte ungefähr vor der Einschulung gemacht werden. Kieferorthopädie bei Erwachsenen lohnt sich dagegen als Leistungsmerkmal nur in seltenen Fällen.

Hohe Leistungen bei Zahnbehandlung

Erst in zweiter Linie sollten Sie auf die Leistungen bei Zahnbehandlung achten. Die Kosten für eine Kunststofffüllung von ein paar hundert Euro schmerzen zwar, sind aber im Vergleich zu Zahnersatzkosten oft verkraftbar. Wenn Sie aber einen guten Tarif für Zahnersatz aussuchen, hat dieser meistens auch gute Leistungen für Zahnbehandlung, sodass Sie beide Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Leistungen bei Zahnprophylaxe

Eine professionelle Zahnreinigung kann man auch selbst bezahlen, dafür braucht man keine Zahnzusatzversicherung. Wenn Ihre Police aber hier einen Zuschuss vorsieht, werden Sie oftmals motivierter sein, auch tatsächlich zur Vorsorge zum Zahnarzt zu gehen und die sinnvolle PZR machen zu lassen. Damit sorgen Sie nachhaltig für die Gesundheit Ihrer Zähne – und bereits eingesetzter Zahnersatz hält dann auch länger.

Tarif ohne Altersrückstellungen

Zahnzusatzversicherungen kalkulieren ihre Beiträge auf zwei Arten: Die einen Tarife sparen einen Teil der Prämie (die sogenannten Altersrückstellungen) dafür an, dass die Beiträge mit dem Alter nicht zu stark steigen, und haben dafür von vorneherein etwas höhere Beiträge. Die anderen beinhalten keinen Sparanteil, sind dadurch etwas günstiger, steigen dafür aber mit dem Alter stärker an. Wir empfehlen Ihnen die letzteren Tarife, da Sie diese ohne Verluste kündigen und in einen Tarif mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis wechseln können. Sie sollten aber bei diesen Tarifen Rücklagen für die höheren Kosten im Alter bilden. Planen Sie dies am besten in Ihre Altersvorsorge ein. Bei den Tarifen mit Sparanteil verlieren Sie bei einer Kündigung die angesparten Altersrückstellungen und sind dadurch praktisch an Ihren Versicherer gebunden.

Achtung

Ergo-Tarif mit Sofortleistung

Der oft beworbene Ergo-Tarif ZEZ verzichtet auf Gesundheitsfragen und Wartezeiten und kann sofort benutzt werden. Dafür ist er bei mäßigen Leistungen vergleichsweise teuer und daher nicht empfehlenswert.

Wie finde ich den richtigen Tarif?

Wie bei den meisten Versicherungen kommt es auch bei der Zahnzusatzversicherung nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf die Leistungen an. Es gibt eine Fülle von Tarifen mit den unterschiedlichsten Bedingungsmerkmalen. Für die Auswahl brauchen Sie aber nicht unbedingt einen Berater, den Sie per eingepreister Provision oder Honorar bezahlen müssen. Es gibt im Internet sehr hilfreiche Vergleichsportale, die Sie bei der Auswahl unterstützen.

Finanztip hat acht Internet-Vergleichsportale zum Thema Zahnzusatzversicherung getestet und kann Ihnen die Waizmanntabelle empfehlen.

Liste der abgedeckten Krankenversicherer

Waizmanntabelle.de
Hilfreichstes Portal mit sehr transparentem Vergleich. Zeitbedarf für einen Vergleich: ca. 2 Minuten; Zeitbedarf für ein Angebot: ca. 5 Minuten

  • beste Marktabdeckung (40 Versicherer mit 170 Tarifen)
  • höchster Nutzwert durch Vergleich der Leistungen an einem Standardbeispiel
  • bestehende Versicherung kann mit aktuellen Tarifen verglichen werden
  • Benutzer erfährt, welche Tarife überhaupt infrage kommen
  • nur zwei verschiedene Tarife direkt miteinander vergleichbar
Waizmanntabelle.de

Die Benutzung der Weizmanntabelle ist ganz einfach:

1. Wählen Sie in der ersten Maske für sich selbst „bestmögliche Zahnleistungen“, für eine Versicherung für Ihr Kind „KFO Zahnzusatzversicherung“ oder, wenn Sie über 60 sind, „Zahnzusatzversicherung für Personen über 60“.

2. Geben Sie den genauen Gesundheitszustand Ihrer Zähne ein. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich dabei von Ihrem Zahnarzt helfen. Viele Zahnärzte kennen waizmanntabelle.de.

3. Das Portal empfiehlt Ihnen eine Liste von Tarifen, geordnet nach den höchsten Prozentwerten bei der durchschnittlichen Erstattung (inklusive der Leistung Ihrer Krankenkasse). Suchen Sie sich den Tarif heraus, der Ihnen bei einer möglichst hohen Prozentzahl gerade noch bezahlbar erscheint. Unter 85 Prozent Durchschnittserstattung sollten Sie nicht gehen, denn dann sparen Sie nicht mehr viel im Vergleich zu den geringeren Leistungen, die Sie erhalten. Gehen Sie grundsätzlich nach dem ersten, in Grün dargestellten Wert für die ersten vier Jahre. Nur wenn Sie sich sicher sind, dass Sie vier Jahre keine hohen Leistungen brauchen, gehen Sie nach dem blauen Prozentwert für das fünfte bis achte Jahr.

Quelle: www.waizmanntabelle.de (Screenshot Stand: 27. Juni 2014)

Wie Sie den Tarif wechseln

Eine Zahnzusatzversicherung können Sie nach dem Abschluss praktisch immer erst nach zwei Jahren kündigen. Danach können Sie jedes Jahr kündigen. In aller Regel ist der Termin für die Kündigungsfrist der 30. September, so dass Sie zum folgenden 1. Januar in eine andere Versicherung wechseln können. Wenn Ihr Tarif außerplanmäßig teurer wird (sogenannte Beitragsanpassung), haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Bevor Sie Ihre Police kündigen, sollten Sie die neue abgeschlossen haben, um sicherzugehen, dass Sie auch wechseln können.

Beachten Sie, dass Sie bei Tarifen mit Altersrückstellungen diese Ansparungen verlieren, wenn Sie kündigen. Online-Kündigungsdienste helfen Ihnen, Kündigungsfristen nicht zu vergessen, und halten Kündigungsvorlagen und Anbieteradressen parat.

Mehr dazu im Ratgeber Kündigungsdienste

Daniel Pöhler
von Finanztip, Experte für Mobilität & Digitales

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Unsere Anbieter-Empfehlung:

So haben wir getestet

Wir haben Anfang Juli 2014 die acht Zahnzusatz-Vergleichsportale getestet, bei denen der Benutzer nicht zuerst seine persönlichen Daten eingeben muss, um an Informationen zu gelangen. Die vier Testkriterien waren Marktabdeckung, einstellbare Filterparameter, Korrektheit der Informationen und Nutzwert der Informationen. Fünf Portale (versicherung-online.net, zusatzversicherung.ws, optimal-vergleich.de, krankenversicherung.org, zahnversicherungsexperte.de) schieden aus, da sie entweder viel zu wenige Tarife im Vergleich hatten (zu geringe Marktabdeckung), oder der Benutzer keinen aussagekräftigen Vergleich zwischen den Tarifen vornehmen konnte (zu geringer Nutzwert). Letzteres war vor allem der Fall, wenn man auf einem Portal nur anhand des Preises auswählen konnte.

Einen guten Vergleich von Zahnzusatzversicherungen liefern die Portale waizmanntabelle.de, versicherung-vergleiche.de und Check24. Alle bieten detaillierte Informationen zu den Tarifen, präsentieren diese in nutzbringender Weise für den Anwender und weisen dabei eine hohe Korrektheit auf. Check24 hat hierbei mit nur 13 Versicherern die geringste Marktabdeckung. Versicherung-vergleiche.de bietet zwar die besten Filtermöglichkeiten, aber der Verbraucher kann nur schwer entscheiden, welche Filter wichtig sind. Zudem sind die Tarifvergleiche zwar sehr detailliert, überfrachten jedoch den Leser mit Information.

Waizmanntabelle.de hat verschiedene Alleinstellungsmerkmale, die den Nutzwert des Portals herausheben: Nicht nur ist die Marktabdeckung mit 40 Versicherern sehr hoch, man kann zudem aus insgesamt 170 Tarifen auch viele Alttarife mit den aktuell am Markt angebotenen Tarifen vergleichen, wenn man seine alte Zahnzusatzversicherung wechseln will. Am nützlichsten ist jedoch, dass man sieht, wieviel die Tarife anhand eines standardisierten Fallbeispiels jeweils zahlen. Hierbei unterscheidet waizmanntabelle.de nach den Leistungen im ersten bis vierten und im fünften bis achten Versicherungsjahr. Diese Leistungswerte kann der Benutzer transparent zum Preis des Tarifs ins Verhältnis setzen. Des Weiteren werden detaillierte Gesundheitsfragen angeboten, sodass der Benutzer gleich weiß, welche Tarife er überhaupt bekommen kann.

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Hermann-Josef Tenhagen

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