Altersvorsorge Test

Vergleich von Riester, betrieblicher und privater Altersvorsorge

Das Wichtigste in Kürze

  • Es ist immer eine attraktive Alternative zu einer lebenslangen Rente, sich angespartes Kapital auf einen Schlag auszahlen zu lassen.
  • Für gesetzlich krankenversicherte Arbeitnehmer macht ein Zuschuss vom Chef die betriebliche Altersvorsorge zur ersten Wahl – sofern die Kosten stimmen.
  • Sie ist auch erste Wahl, obwohl auf Betriebsrenten nicht nur volle Sozialversicherungsbeiträge anfallen, sondern sich durch sie auch noch die gesetzliche Rente mindert.
  • Von Riester profitieren Gutverdiener und der Elternteil, der die Kinderzulagen vereinnahmt.
  • Eine Kombination von mehreren Vorsorgeformen ist sinnvoll, sofern vom Budget her möglich.
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Finanzvermittler machen es sich manchmal einfach: Sie zeigen Kunden, wie viel Riester-Zulagen sie für ihre Kinder bekommen oder dass für 100 Euro Bruttoeinzahlung in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) nur 50 Euro vom Netto weggehen. Damit wollen sie Arbeitnehmer dazu bringen, zusätzlich fürs Alter vorzusorgen – und in Verträge zu investieren, an denen die Vermittler gut verdienen.

Dass angesichts der mageren Aussichten für die gesetzliche Rente zusätzliche monatliche Einnahmen im Alter vonnöten sind, steht außer Frage. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten, als über eine Betriebs- oder Riester-Rente vorzusorgen. Denn wo der Staat wie bei betrieblicher Altersvorsorge oder Riester Ermäßigungen und Zulagen im Erwerbsleben gewährt, verlangt er im Alter dafür höhere Steuern und Sozialabgaben. Eine Lücke im Haushaltsbudget eines Rentners lässt sich aber auch durch regelmäßige Entnahmen aus einem dick gefüllten Konto oder Depot schließen – ohne dass darauf allzu viel Steuern und Abgaben anfallen.

Warum lebenslange Renten ein Problem sein können

Am Anfang jeder Entscheidung über die richtige Altersvorsorge steht die Frage, inwieweit der künftige Rentner sich festlegen will. Und das betrifft neben der Frage, ob eine Altersvorsorge wieder kündbar ist und zu welchen Konditionen, vor allem die Entscheidung, ob er später eine monatliche Rente ausgezahlt haben möchte oder das Geld auf einen Schlag beziehungsweise in mehreren großen Tranchen bekommen will. So sehen die Möglichkeiten aus:

  • Riester: lebenslange Rente, 30 Prozent Einmalauszahlung möglich (hohe Steuerbelastung),
  • betriebliche Altersvorsorge: meist lebenslange Rente, Kapitalauszahlung möglich (hohe Steuerbelastung),
  • private Rente: lebenslange Rente oder steuerbegünstigte Kapitalauszahlung.

Wir haben diese drei Formen der Altersvorsorge miteinander verglichen. Wie andere Studien hat auch unsere Untersuchung ergeben, dass Sie gehörig alt werden müssen, damit sich eine lebenslange Rente rechnet. Fair finden wir, wenn Sie auf Ihr angespartes Kapital eine Verzinsung von wenigstens 1 Prozent erhalten. Unseren Ergebnissen zufolge bedeutet das, dass Sie meist das 90. Lebensjahr überschritten haben müssen. Andere sprechen eher vom Sterbealter 95. Der Unterschied kommt daher, dass wir keine Provision in die Produkte einrechnen. Sie können sowohl einen Riester-Vertrag als auch eine Privatrente abschlusskostenfrei erwerben. Und bei der bAV empfehlen wir Ihnen, darauf zu achten, dass keine hohen Abschlusskosten enthalten sind. Gute betriebliche Altersvorsorgen, zum Beispiel interne Versorgungen von Großkonzernen oder Verträge berufsständischer Versorgungswerke, enthalten gar keine Abschlusskosten.

Bei der Berechnung der späteren Rente legen die Versicherer sogenannte Sterbetafeln zugrunde. Diese beinhalten einen Sicherheitsaufschlag für den Fall, dass die durchschnittliche Lebenserwartung stärker steigt als erwartet. Die Sterbetafel findet ihren Niederschlag im sogenannten Rentenfaktor. Das ist der Euro-Betrag, den Sie pro 10.000 Euro angespartes Vermögen ausgezahlt bekommen. Durch die derzeit niedrigen Zinsen liegt die heute garantierte Höhe dieses Faktors oft schon unter 30. Wir haben für unsere Berechnung einen Faktor von 35 Euro pro 10.000 Euro Vermögen zum Rentenbeginn angenommen. Damit unterstellen wir einen moderaten Zinsanstieg bis zum Renteneintritt.

Die Rentenfaktoren müssten zum Renteneintritt bei über 40 Euro pro 10.000 Euro Kapital, also etwa ein Drittel höher liegen als die heute garantierten, damit sich die Renten schon bei einem Tod mit 85 Jahren rechnen. Das ist durchaus im Bereich des Möglichen, aber keineswegs gesichert. Einmal mehr wird deutlich: Eine Rentenversicherung ist wie jede Versicherung eine Wette – in diesem Fall auf ein langes Leben.

Wir beschäftigen uns an dieser Stelle übrigens nicht mit der Frage, welches Anlagerisiko Sie mit Ihrer Altersvorsorge eingehen sollten und welche Anlageinstrumente Sie daher verwenden sollten. Alle drei Formen können Sie meist in offensiveren oder defensiveren Varianten betreiben. Wie Sie das richtige Risiko bestimmen, das Sie eingehen sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber Geldanlage. Nur so viel: Da Ihre Altersvorsorge in der Regel ziemlich lange läuft, trauen Sie sich ruhig einen höheren Aktienanteil über ETFs zu.

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Die Vielfalt der Produkte und deren Kosten

In jeder der drei von uns untersuchten Sparten gibt es Produkte in Hülle und Fülle, unterschiedlich teuer, mit unterschiedlichen Anlagestrategien. Während die Renditen, die diese Produkte liefern, unsicher sind, sind Kosten immer sicher. Daher legen wir unser Augenmerk auf diese und empfehlen die jeweils günstigsten Varianten. Und das bedeutet immer: (weitgehend) abschlusskostenfreie Produkte ohne Provision.

Tarife der betrieblichen Altersvorsorge haben zwar grundsätzlich einen Kostenvorteil gegenüber normalen Tarifen mit voller Provision. Aber auch dabei geht die Spanne weit auseinander. Da wir Ihnen günstige, provisionsfreie Riester-Fondssparpläne und Riester-Banksparpläne empfehlen können, gehen wir davon aus, dass sich bAV und Riester kostenseitig die Waage halten. Eine private Altersvorsorge über ETFs geht nochmal ein Stückchen günstiger, daher rechnen wir an diesem Punkt einen kleinen Kostenvorteil ein.

Weitere entscheidende Faktoren

Die Kosten dominieren also alles. Aber wenn man wie wir von relativ niedrigen Kosten in allen drei Sparten ausgeht, dann hängt die Entscheidung an anderen Faktoren, und zwar in dieser Reihenfolge:

Arbeitgeber-Zuschuss – Geschenktes Geld vom Arbeitgeber macht die bAV sofort attraktiv, und zwar schon, wenn der Chef nur die etwa 15 bis 20 Prozent weitergibt, die er an Lohnnebenkosten einspart, wenn er seinen Mitarbeiter über den Betrieb fürs Alter vorsorgen lässt. Bei höherem Zuschuss ist es gar keine Frage mehr. Der Zuschuss macht alle Nachteile durch hohe Abgaben in der Rentenphase wett.

Kinderzulagen – Trotz aller Schelte ist die Riester-Rente für Eltern besonders attraktiv, immer unter der Voraussetzung, sie greifen zu günstigen Produkten wie den von uns empfohlenen. Der Elternteil, der die Kinderzulagen vereinnahmt, sichert sich also eine Zusatzrendite. Vorsicht ist nur geboten, wenn die Kinder schon älter sind: Die Zulagen betragen dann nur 184 Euro (im Gegensatz zu den 300 Euro in unserem Vergleich für ab 2008 geborene Kinder) und laufen längstens bis zum 25. Lebensjahr der Kinder. Ob sich Riester dann lohnt, ist eine Frage der Höhe des Bruttoeinkommens.

Höhe des Bruttoeinkommens – Für Riester erhalten Sie entweder Zulagen oder eine Steuerrückzahlung. Letztere fällt umso höher aus, je höher Ihr Einkommen ist. Deswegen lohnt sich Riester auch bei etwas älteren Menschen mit großen Kindern und überdurchschnittlich hohem Einkommen. Niedrigere Einkommen, die unter der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Krankenversicherung (2015: 49.500 Euro) liegen, profitieren dagegen von der Entgeltumwandlung in der bAV. Die Arbeitnehmer sparen dabei Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge.

Vor- und Nachteile der betrieblichen Altersvorsorge

Die hohe Förderung der betrieblichen Altersvorsorge in der Ansparphase hat den praktischen Effekt, dass sich vor allem Menschen mit geringerem Einkommen über die bAV höhere Beiträge leisten können, als ihnen das in anderen Vorsorgeformen möglich wäre. Nicht zuletzt deshalb ist die betriebliche Altersvorsorge bei vielen Vermittlern auch so beliebt, weil dabei hohe Provisionen winken. Denn die Provision der Vermittler hängt in der Regel von der Höhe der Einzahlungen ab. Für Kunden heißt es umso mehr: Aufgepasst auf die Kosten.

Das System Riester ist umgekehrt gestrickt: Die höchstens geförderte Einzahlung liegt bei 2.100 Euro pro Jahr, und je mehr Zulagen ein Riester-Sparer erhält, desto weniger muss er selbst einzahlen. Gerade bei höheren Einkommen ist es deswegen mit Riester alleine nie getan, solche Arbeitnehmer müssen noch Altersvorsorge darüber hinaus betreiben.

In der Auszahlphase hat die bAV aber erhebliche Nachteile: Volle Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge müssen abgeführt werden, ohne dass der Rentner dafür einen Zuschuss beispielsweise von der gesetzlichen Rentenversicherung erhielte. Und das gilt sogar, wenn sein Einkommen während der Einzahlphase über der Beitragsbemessungsgrenze lag und er in dieser Zeit damit gar keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge gespart hat.

Darüber hinaus zahlt man durch eine Entgeltumwandlung weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein und bekommt weniger gesetzliche Rente im Alter. Das ist in unsere Ergebnisse bereits miteingerechnet.

Musterfälle

In der folgenden Tabelle sehen Sie, wie stark sich die drei Altersvorsorgen für verschiedene Musterfälle lohnen. Sie können sich an dem Musterfall orientieren, der Ihrer Situation am nächsten kommt. Als Hilfe zur Einschätzung der Abstände: Bis 0,5 Prozent pro Jahr sprechen wir von geringen Unterschieden, bis 1 Prozent pro Jahr von mittleren und ab 1 Prozent von großen Unterschieden.

Renditen von Riester, betrieblicher und privater Altersvorsorge für verschiedene Musterfälle

Profile Single 20 J. Single 30 J. 1 Kind   2 Kinder, AG-Zuschuss 2 Kinder   3 Kinder, hoher AG-Zuschuss Single 50 J.
Alter 20 30 35   35 35   40 50
Anzahl Kinder 0 0 1   2 2   3 0
Bruttoeinkommen/Jahr 30.000 € 42.000 € 48.000 €   48.000 € 60.000 €   60.000 € 60.000 €
Bruttoeinkommen Ehepartner/Jahr     18.000 €   18.000 € 18.000 €   18.000 €  
Ehegattensplitting nein nein ja   ja ja   ja nein
Bruttoeigenbeitrag/Monat 50 € 100 € 100 €   100 € 100 €   100 € 100 €
Arbeitgeberzuschuss 0 % 0 % 0 %   10 % 0 %   30 % 0 %
                   
Szenario „günstige Tarife“*                  
Platz 1 bAV bAV bAV   bAV Riester   bAV Riester
Platz 2 Riester Riester Riester   Riester private AV   Riester bAV
Abstand in %/Jahr -0,11 % -0,21 % -0,09 %   -0,28 % -0,35 %   -0,01 % -0,75 %
Platz 3 private AV private AV private AV   private AV bAV   private AV private AV
Abstand in %/Jahr -0,3 % -0,56 % -0,5 %   -0,86 % -0,48 %   -0,99 % -1,15 %
                   
Szenario „bAV & Riester teuer“**                  
Platz 1 private AV private AV private AV   bAV private AV   Riester Riester
Platz 2 bAV bAV Riester   private AV Riester   bAV private AV
Abstand in %/Jahr -0,51 % -0,19 % -0,2 %   -0,16 % -0,25 %   -0,06 % -0,72 %
Platz 3 Riester Riester bAV   Riester bAV   private AV bAV
Abstand in %/Jahr -0,52 % -0,29 % -0,22 %   -0,19 % -0,84 %   -0,41 % -0,83 %

SV-Beitragssätze und BBG*** Stand 2015, Zusatzbeitrag GKV 0,9 %, Inflation 2 %/Jahr, vollständige Anpassung der Steuertabelle an Inflation (keine kalte Progression), nur ab 2008 geborene Kinder, Kinderzulagen bis 25. Lebensjahr, Senkung gesetzl. Rente bis Renteneintritt 10 %, Rentenfaktor 35 €/10.000 € Guthaben, Rentensteigerung pauschal 1 %/Jahr, Endalter 95 Jahre; Quelle: Finanztip-Berechnung, Birk 2014 (Stand: 6. August 2015)
* Szenario „günstige Tarife“ - Nettorenditen in der Ansparphase (pro Jahr): Riester 4 %, bAV 4 %, private AV 4,5 %
** Szenario „bAV & Riester teuer“ - Nettorenditen in der Ansparphase (pro Jahr): Riester 3 %, bAV 3 %, private AV 4,5 %
*** Beitragsbemessungsgrenzen zur gesetzl. Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung

Wie Sie hohe Beiträge sinnvoll aufteilen

Für die betriebliche Altersvorsorge und Riester gelten unterschiedliche Höchstbeiträge. Füllen Sie zuerst die beste Alternative für sich bis zum Höchstbeitrag auf, schöpfen Sie dann die zweitbeste aus. Bei der privaten Altersvorsorge gibt es keinen Höchstbeitrag.

  • Sozialversicherungsbeiträge sparen Sie bei der bAV bis zu einem Beitrag von 242 Euro pro Monat. Dazu zählt aber auch der Arbeitgeber-Zuschuss, sodass Sie gegebenenfalls weniger einzahlen können. Es ist zwar möglich, noch mehr steuerfrei in eine betriebliche Altersvorsoge einzuzahlen. Davon raten wir gesetzlich Krankenversicherten aber ab.
  • Bei Riester liegt die geförderte Höchstsumme bei 2.100 Euro im Jahr – inklusive der Zulagen. Je mehr Kinder Sie haben, desto weniger müssen Sie selbst einzahlen.

Ein Beispiel: Unsere Altersvorsorge-Sparerin im obigen Profil „2 Kinder, AG-Zuschuss“ bekommt eine bAV mit niedrigen Kosten von ihrem Arbeitgeber (AG). Sie möchte und kann selbst insgesamt 250 Euro netto investieren. 220 Euro gehen brutto in die betriebliche Altersvorsorge plus 10 Prozent vom Chef. Das wirkt sich aber nur mit etwa 105 Euro im Netto aus. So bleibt noch Raum für 137 Euro monatlich, die sie maximal in einen Riester-Vertrag einzahlen kann (2.100 Euro minus 754 Euro Zulagen im Jahr).

Ähnlich können Sie vorgehen, wenn Sie bereits eine bestimmte Altersvorsorgeform haben: Sie können abschätzen, welche Alternative sich zusätzlich lohnen würde. Allerdings stimmen unsere Zahlen für diesen Fall nicht exakt. Denn wir haben nur Fälle berechnet, in denen der Arbeitnehmer noch keine der drei Altersvorsorgen bedient.

Keine Aussagen treffen wir darüber, ob Sie eine bereits bestehende Altersvorsorge gegen eine andere austauschen sollten. Diese Frage sollten Sie von einem Honorarberater prüfen lassen.

So haben wir gerechnet

Unsere Untersuchung hat als Ausgangspunkt einen gleichen Bruttobeitrag vor Förderung, den ein gesetzlich versicherter Arbeitnehmer entweder in Riester, eine betriebliche Altersvorsorge oder in eine private Rentenversicherung einzahlt. Die Höhe dieses Beitrags haben wir so gewählt, dass er unter 242 Euro monatlich lag und je nach Anzahl der Kinder noch über Riester förderfähig war.

Die Renditen der drei Vorsorgeformen haben wir mit der Methode des internen Zinsfußes für die Nettoein- und -auszahlungen über die gesamte Lebenszeit bis zum angenommenen Endalter berechnet. In die Nettoeinzahlungen gingen mögliche Steuer- und Sozialversicherungsermäßigungen ein; die Riester-Zulagen haben wir nur in den Vertragswert eingerechnet, da der Sparer diese ja nicht selbst zahlt. Unsere Renditen bilden also das ab, was unter dem Strich auf dem Girokonto des Verbrauchers aus- und eingeht.

Von den Auszahlungen haben wir bei der Betriebsrente auch die Minderung der gesetzlichen Rente durch die Entgeltumwandlung eingerechnet. Wir haben uns dabei auf die Berechnung von Prof. Ulrich-Arthur Birk, Universität Bamberg (2014), gestützt.

Die Grenzsteuersätze zur Ermittlung der Steuerersparnisse und Belastungen haben wir unter der Annahme berechnet, dass das Steuersystem in Zukunft unverändert bleibt, aber die Einkommenssteuersätze an die Entwicklung der Löhne und Gehälter angepasst werden, also keine kalte Progression stattfindet. Die Sätze der Sozialversicherung haben wir unverändert in die Zukunft projiziert, die Höhen der Beitragsbemessungsgrenzen dagegen an die Inflation angepasst.

Um zu bestimmen, ab welchem Endalter (Sterbealter) sich lebenslange Renten lohnen, haben wir den internen Zinsfuß auf die ausgezahlten Bruttorenten in Bezug auf das Kapital berechnet, das zu Rentenbeginn zur Verfügung steht. Eine Rendite von 1 Prozent in der Rentenphase hielten wir für angemessen.

Insgesamt haben wir 34 Musterfälle durchgerechnet, jeweils 17 im Szenario „günstige Tarife“ und 17 für das Szenario, in dem die betriebliche Altersvorsorge und Riester jeweils relativ hohe Kosten beinhalten.

Weitere wichtige Hinweise finden Sie in unserem Ratgeber „Richtige Altersvorsorge“.

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Finanztip-Chefredakteur
Hermann-Josef Tenhagen

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Artikel verfasst von

Dr. Manuel Kayl

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis August 2016)

Manuel Kayl war bei Finanztip für Geldanlagethemen zuständig. Der promovierte Physiker arbeitete als Anlagestratege und Risikomanager bei der niederländischen Versicherung a.s.r., nachdem er am Genfer Forschungszentrum Cern sowie am Nikhef und der Universität Amsterdam forschte. Er hat am 31. August 2016 Finanztip verlassen.

Saidi Sulilatu

ehemaliger Finanztip-Redakteur (bis September 2015)

Saidi Sulilatu leitete bei Finanztip den Bereich Versicherungen. Zuvor war er viele Jahre als Honorarberater und Versicherungsmakler tätig. Sulilatu hat am 4. September 2015 Finanztip verlassen.