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Wie sicher ist überhaupt die Anlage in echtem Gold?
Jede Anlage in ein Edelmetall, einen Rohstoff oder einen anderen Vermögenswert, der keine regelmäßigen Erträge abwirft, ist eine Spekulation auf eine Werterhöhung zum Zeitpunkt des späteren Verkaufs. Viele Anleger haben ihr Engagement in Gold bitter bezahlen müssen, denn nach dem Höhenflug in den 80er-Jahren gab es lange Baisse-Zeiten für Gold-Investments. Nicht immer folgt die Investition in Gold logischen Regeln. Allein das Wissen: "Ich habe Gold" ist manchmal ein Kaufkriterium. Der Ruf der besonders sicheren Kapitalanlage ergibt sich auch etwas aus dem Flair, den dieses Edelmetall besitzt. Goldkäufer haben anscheinend auch häufig ein Faible für schöne Schmuckstücke.
Kauf von Goldbarren
Anleger können physisches Gold auf verschiedenen Wegen erwerben. Wer unbedingt Gold (zum Beispiel in Form von Goldbarren) in physischer Form in den Tresor legen möchte, ist sicherlich am besten mit dem Goldkauf bei den offiziellen Edelmetall-Scheideanstalten bedient. Als Standard gilt der Goldbarren. Er wird in unterschiedlichem Gewicht von Banken, Edelmetallscheideanstalten und auch von Gold-Onlinemärkten als reines Feingold mit einem Feinheitsgrad von 24 Karat oder 999,9 Goldanteilen zum Kauf angeboten. Die Goldbarren weisen dabei eine Bandbreite an Gewicht von 1 Gramm bis zu 1 Kilogramm auf.
Die Stiftung Warentest hat im April 2009 einige Anbieter aus dem Goldmarkt aufgelistet.
Nachteile von physischem Gold
An erster Stelle ist die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis zu sehen. Dazu kommen die Kosten der Lagerung (Bankschließfach kosten zwischen 50 bis 100 Euro pro Jahr) und die Prägekosten, die zum eigentlichen Materialwert hinzukommen. Der Artikel zur Sicherheit beim Bankschließfach zeigt, dass es auch hier ein Restrisiko gibt.
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Kauf von Goldmünzen
Wer weniger investieren will, denkt eher an Goldmünzen. Es ist aber ein schlechtes Geschäft, denn spätestens beim Wiederverkauf drohen die Verluste. So werden Verkäufer von Goldmünzen, wenn überhaupt, maximal den umgerechnet gültigen Goldpreis bekommen. Einen Aufpreis für eine besonders gut erhaltene Goldmünze sollte niemand einplanen. Es macht mehr Sinn, Goldmünzen mit seltenen Briefmarken zu vergleichen. Allerdings ist der prozentuale Unterschiedsbetrag zwischen dem angegebenen Wert im Sammlerkatalog und dem Marktwert beim Verkauf bei Briefmarken doch noch deutlich höher als bei Goldmünzen. Mögliche Goldmünzen wären zum Beispiel der südafrikanischen Krügerrand, der kanadischen Maple Leaf oder der österreichische Philharmoniker.
Es stellt sich auch die Frage, auf welchem Vertriebskanal man Goldmünzen kaufen oder verkaufen sollte. Als Alternative zum Kauf bzw. Verkauf über die Bank bietet sich eBay oder ein Auktionshaus an. Der Feingoldgehalt wird zwar durch einen Stempel im Gold angegeben. Die Risiken und Unsicherheiten sind aber für den Goldkäufer in beiden Alternativen offenkundig. Wenn Goldmünzen auch als eine Art "Fluchtwährung" gehalten werden, stellt sich die Frage, ob die "Flucht" bis zur endgültigen Abwicklung über ein Auktionshaus hinausgezögert werden kann.
Die beste Alternative ist wahrscheinlich der Goldschmiedemeister "um die Ecke", sofern er nicht ausschließlich den Wiederverkauf von Altgold betreibt. Der Umweg zu einem anderen Goldschmiedemeister oder sogar der Verkauf über das Web ist dann empfehlen, wenn die Goldschmiede das im Altgold enthaltene Feingold noch selbst verarbeitet. Hier entfällt dann eine Handelsstufe.
Goldrechner zur Ermittlung des Goldpreises
Mit einem so genannten Goldrechner kann ein Materialwert für Goldschmuck, Goldbarren und Goldmünzen anhand des gültigen Goldpreises grob bestimmt werden. Die Goldrechner rechnen dabei mit den Werten "Gewicht in Gramm", "Art der Legierung (Feingehalt)" und Goldkurs je Unze (in Dollar oder Euro). Die Goldpreisberechnung bezieht sich mithin auf den reinen Materialwert des Goldes. Geben Sie einfach "Goldrechner" als Suchbegriff bei Google oder einer anderen Suchmaschine ein. So kann man auch mal testen, wieviel wohl Zahngold - nach Abschlag von Keramik und Zahn - bringen würde.
Entwicklung des Goldpreises für 1 Feinunze
Auf zahlreichen Websites werden so genannte Goldcharts zur Darstellung des Goldkurses verwendet. Weltmarktführer in Sachen Goldcharts ist sicherlich das Unternehmen Kitco mit seinen umfassenden Charts zu Edelmetallen. Auch Finanztip greift auf der Seite Übersicht Goldpreis-Entwicklung auf die Kitco-Charts zu.
Für die eigene Zeitreihen-Analyse und insbesondere in Korrelation mit anderen Kursdaten bietet sich der Download der historischen Entwicklung des Goldpreises für 1 Feinunze mit Beginn Januar 2005 bis heute an. Diese Entwicklung steht als Textdatei zum Download auf der Website von markt-daten.de bereit. Durch den zeilenweisen Aufbau der Datei lässt sich ihr Inhalt ganz schnell in Excel oder einem anderen Kalkulationsprogramm laden.
Fazit: Neben der Variante des Kaufs von Goldmünzen oder Goldbarren, um sie dann in einem Tresor oder Bankschließfach zu verwahren, ist es für den großen Teil der "Goldanleger" empfehlenswerter entsprechende Finanzprodukte zu erwerben. Beispiel: Kauf von Exchange Traded Commodities (ETCs). Diese "Goldpapiere" folgen in unterschiedlicher Weise der Entwicklung des Goldpreises oder Gold-ETFs, die den Goldpreis sehr weitgehend eins zu eins abbilden.
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