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Eintritt in die private Krankenversicherung

In Kürze: Die Frage: "Wann lohnt sich für mich ein Wechsel in die private Krankenversicherung?" kann wegen der vielen Einflussfaktoren nicht verlässlich beantwortet werden. Ebenfalls kann die Wahl der Versicherungsgesellschaft für eine private Krankenversicherung (PKV) nicht "so einfach" per Online-Vergleich erfolgen. Auch der nachstehende "PKV-Vergleich" mit dem Schwerpunkt "Vergleich von Leistung zu Beitrag in der PKV" kann nur näherungsweise den voraussichtlichen "Beitrag zur Krankenversicherung" nach Eingabe Ihrer Daten zum Krankenversicherungsschutz ermitteln.

Der PKV-Vergleich zeigt hingegen - abhängig von Ihrem Eintrittsalter und Berufsgruppe - in übersichtlicher Form die Änderungen bei der Beitragshöhe hinsichtlich des gewünschten Versicherungsschutzes. Der PKV-Vergleich soll daher folgenden Einblick erleichtern: "Wie verändert sich die Höhe des Beitrages bei einer privaten Krankenversicherung bei unterschiedlichen Leistungen der Krankenversicherung". Besondere Einflussfaktoren aus der persönlichen Situation (z.B. Tätigkeit, Vorerkrankungen) bleiben selbstverständlich unberücksichtigt. Vor einem beabsichtigten Wechsel in die private Krankenversicherung ist daher das eigene Ziel zu definieren: "Will ich nur Geld sparen oder will ich bessere medizinische Leistungen und wie schätze ich meine persönliche und familiäre Situation in zum Beispiel 10 oder 20 Jahren ein?"

Hinweise zum Vergleich der Leistungen der PKV

Im Gegensatz zur GKV zahlen Sie bei der privaten Krankenversicherung nur für die Leistungen, die Sie in Ihren Versicherungsschutz auch aufnehmen. Die Auswirkungen der zusätzlich vereinbarten Versicherungsleistungen ist auf die Höhe des Beitrages zur privaten Krankenversicherung teilweise beträchtlich. Das nebenstehende Bild zeigt die Unterschiede bei den ambulanten und stationären Leistungen, die Sie per Klick auf "Details" auch im PKV-Vergleich aufrufen können. So können Sie nach der Eingabe des Geburtsjahres und der Berufsgruppe mit dem "Slider" den Versicherungsschutz zwischen "Basisschutz, Komfortschutz und Premiumschutz" variieren. Für ein individuelles Angebot sollten Sie auch die "gewünschten Leistungen" nach Ihren Vorstellungen anpassen. Die Selbstbeteiligung können Sie zunächst auf "beitragsoptimiert" belassen.

Ranking und Bewertung der Krankenversicherungen

Der Vergleich "Leistungen im Versicherungsschutz zur Beitragshöhe" ist zwar nützlich und erlaubt einen guten Einstieg. Er kann aber für sich allein keine verlässliche Aussage über die Wahl und teilweise auch den Tarif der geeigneten Versicherungsgesellschaft treffen. Neben der Berücksichtigung der individuellen Situation von heute und morgen (Alter, Beruf, Familie, Ziel der Absicherung) kommt eventuellen Vorerkrankungen eine besondere Bedeutung zu. Diese Fragen sind zu komplex und können daher nicht in einem Rechner zur Ermittlung der am besten geeigneten privaten Krankenversicherung abgefragt werden.

Teilweise noch wichtiger: So kann insbesondere keine Ausage zur Sicherheit und zur Chance des jeweiligen Tarifes erfolgen. Viele Versicherungsmakler können zum Beispiel auf die aktuarielle Nachkalkulation des Volatium-Modells von MORGEN & MORGEN zugreifen. So können mit dieser bzw. anderen Analysen Tarife zur privaten Krankenversicherung bzw. in diesem Fall zur Altersvorsorge im Hinblick auf Chancen und Risiken transparent dargestellt werden. Beispiel: Was nützt Ihnen ein Krankenversicherungstarif, der im Vergleich eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Schließung in der Zukunft darstellt? Es fehlen dann die jungen und selten kranken Beitragszahler. Vereinzelt versuchen Tarifrechner diese Kriterien durch ein so genanntes Scoring-System zumindest teilweise zu erfassen. Dabei werden dann Punkte vergeben für die Leistungen von Versicherungstarifen bezogen auf Beitrag und Selbstbeteiligung, den bisherigen Beitragsrückerstattungen und dem Ranking der Versicherungsgesellschaft (z.B. Liquidität des Unternehmens). Vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung sollte daher nicht nur auf die Beitragshöhe geschaut werden.

So ist im aktuellen MORGEN & MORGEN Rating nicht nur ein Vergleich und eine Auflistung zu den Beitragsanpassungen in der Privaten Krankenversicherung enthalten. Nach diesem Ranking-Vergleich hat sich die Zahl der instabilen Tarife mit nur einem Stern im Rating mehr als verdoppelt. Gleichzeitig nahm die Zahl der Top-Bewertungen in der Privaten Krankenversicherung um 40 Prozent zu. Die Schere der Beitragssteigerungen in der PKV geht daher merklich weiter auf. Für den Neuabschluss, aber auch für den Wechsel innerhalb der PKV, stellen deshalb die tarifindividuellen Ergebnisse des Rating zur Beitragsstabilität eine elementare Entscheidungshilfe dar. Denn bei Beitragserhöhungen geht es für den Versicherten im Zweifel um viel Geld. Aktuell haben die Experten von MORGEN & MORGEN über 3500 PKV-Tarife auf ihre Beitragsentwicklung über 5 und 10 Jahre hinweg geprüft.

Nach diesem Rating und dem Vergleich der PKV bleibt festzuhalten: Die Top- Performer der privaten Krankenversicherer mit fünf Sternen sind um 40 Prozent gewachsen und ihre Beiträge sind durchschnittlich um nur 2,76 Prozent pro Jahr erhöht worden. Die Wahrscheinlichkeit, einen besonders schlechten oder einen besonders guten Tarif zu treffen, ist damit gestiegen. Die Wahl eines empfehlenswerten PKV-Tarifs ohne Zugriff auf die Ratingbewertung ist damit für Verbraucher ohne fachlichen Rat nahezu unmöglich.

Voraussetzungen zur Aufnahme in eine private Krankenversicherung

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenkasse können die Leistungen einer privaten Krankenversicherung durchaus unterschiedlich sein. Viele Selbstständige, Freiberufler und Beamte sind privat versichert. Das Gehalt von Arbeitnehmern muss "nachhaltig" und monatlich die so genannte Versicherungspflichtgrenze (Jahresarbeitsentgeltgrenze, kurz JAEG) übersteigen, um als Versicherungsnehmer in eine private Krankenkasse wechseln zu können.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) wird jährlich neu festgelegt und beträgt 50.850 Euro für das Jahr 2012 bzw. pro Monat 4.237,50 Euro. Siehe hierzu den Artikel Übersicht zu aktuelle Beitragsbemessungsgrenze und Jahresarbeitsentgeltgrenze. Dies bedeutet: Arbeitnehmer werden mit Ablauf des Kalenderjahres versicherungsfrei, in welchem ihr Gehalt die Jahresarbeitsentgeltgrenze (bzw. Versicherungspflichtgrenze) übersteigt und voraussichtlich auch im Folgejahr oberhalb dieser Grenze liegen wird.

Kurze Checkliste zur privaten Krankenversicherung

Das sollten Sie wissen zu Vermittlungsprovisionen

Für den Abschluss einer Krankenversicherung erhält der Vermittler eine (teilweise hohe) Abschlussprovision von der Versicherungsgesellschaft. Der Vermittler ist an der Erzielung eines Abschlusses interessiert und möchte daher gern mit Ihnen - als Interessenten - in Kontakt treten. Ihre eingegebenen Daten werden nur an einem Vermittler weitergegeben, der hierfür ein Entgelt an den Betreiber dieser Website entrichtet. Der Betreiber dieser Website vermittelt selbst keine Finanzanlagen oder Versicherungen.

Fazit: Bei den allgemeinen ambulanten und stationären Leistungen ist das Vorhandensein einer "Zwei-Klassen-Medizin" häufig nicht feststellbar. Anders sieht es in der Praxis aus bei der freien Wahl von Arzt und Krankenhaus sowie Behandlungsterminen oder speziellen Untersuchungen. Bevor Sie sich vielleicht vorschnell im Leistungsvergleich "verzetteln", sollten Sie vorab für sich klären, ob Sie die rechtlichen Voraussetzungen für die Aufnahme in einer privaten Krankenversicherung überhaupt erfüllen und ob Sie auch vom Typ her eher zum frei zu vereinbarendem Versicherungsschutz tendieren. Vor einem Eintritt bzw. Wechsel in die private Krankenversicherung ist es für manche Personen ratsam, über diese grundlegende Frage nachzudenken. Für die Auswahl einer geeigneten gesetzlichen Krankenkasse folgen Sie bitte dem vorgenannten Link.

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