Zahnersatz

Härtefallregelung für Geringverdiener

Das Wichtigste in Kürze

  • Geringverdiener mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von höchstens 1.134 Euro können von ihrer gesetzlichen Krankenkasse höhere Zuschüsse für Zahnersatz bekommen.
  • Anstelle der üblichen 50 Prozent übernimmt die Kasse dann 100 Prozent der Kosten der Regelversorgung.
  • Wer sich für einen besonders hochwertigen Zahnersatz entscheidet, muss trotzdem etwas aus eigener Tasche dazu bezahlen.
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Kronen, Brücken, Prothesen: Wer schon mal einen Zahnersatz brauchte, weiß, wie teuer das ist. Auch deswegen, weil die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nur noch einen Festzuschuss zahlen. Die Kassen übernehmen im Normalfall die Hälfte der Kosten der Regelversorgung. Den Rest muss der Patient selbst zahlen. „Regelversorgung“ bedeutet: die einfachste Art der Wiederherstellung des Gebisses. Das heißt beispielsweise, dass ein Backenzahn nur eine Metallkrone bekommt anstelle einer unauffälligen Keramikverschalung.

Für diese Leute gilt die Härtefallregel

Wer sich keinen Zahnersatz leisten kann, muss nicht mit schlechten Zähnen leben. Denn die gesetzlichen Krankenkassen helfen Geringverdienern mit der Härtefallregelung. Sie besagt, dass Versicherte mit wenig Einkommen bis zu 100 Prozent der Kosten einer Regelversorgung von ihrer Kasse erhalten. Sprich, sie bekommen die medizinisch notwendigen Leistungen, ohne dafür selbst zahlen zu müssen.

Zu diesem Personenkreis gehören:

  • Versicherte mit Bruttoeinnahmen unter 1.134 Euro (1.559,25 Euro, wenn sie mit einen Angehörigen zusammen wohnen, für jeden weiteren Angehörigen jeweils plus 283,50 Euro),
  • Sozialhilfeempfänger,
  • Hartz-IV-Empfänger,
  • Empfänger von Kriegsopferfürsorge,
  • Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung sowie
  • Versicherte, die in einem Heim leben und die Kosten dafür ein Sozialhilfeträger oder die Kriegsopferfürsorge übernimmt.

Auch Versicherte, die nur leicht die Einkommensgrenze überschreiten, können von der Härtefallregelung profitieren. Sie bekommen oftmals eine Zulage zum Festzuschuss von 50 Prozent. Wie hoch diese genau ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Fragen Sie bei Ihrer Krankenversicherung nach, ob und in welcher Höhe Ihnen ein solcher Zuschlag zusteht.

Hochwertiger Zahnersatz wird nicht voll erstattet

Entscheidet sich jemand für besonders hochwertigen Zahnersatz, ist dieser nicht mit der Härtefallregelung abgedeckt. Denn die Kassen zahlen immer nur maximal 100 Prozent der Regelversorgung. Wer also unbedingt eine Keramik- oder Goldkrone anstatt der einfachen Variante haben möchte, muss dafür zum Großteil selbst aufkommen.

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Artikel verfasst von

Anika Schulz

freie Finanztip-Mitarbeiterin

Anika Schulz ist ausgebildete Journalistin. Sie arbeitete bereits beim Peoplemagazin InTouch und bei verschiedenen Publikationen aus der BILD-Gruppe. Ihr Volontariat schloss sie erfolgreich beim Berliner Kurier ab. Für Finanztip ist sie im Bereich Versicherung tätig.

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